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Dokumentenidentifikation DE3530429C2 17.08.1995
Titel Flüssigkeitsfeder
Anmelder Tayco Developments, Inc., North Tonawanda, N.Y., US
Erfinder Taylor, Douglas Paul, North Tonawanda, N.Y., US;
Lee, David A., Santa Monica, Calif., US
Vertreter Grünecker und Kollegen, 80538 München
DE-Anmeldedatum 26.08.1985
DE-Aktenzeichen 3530429
Offenlegungstag 20.03.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.08.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.08.1995
IPC-Hauptklasse F16F 5/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsfeder zur Aufnahme von Zug- und Druckkräften mit einem Gehäuse, das eine erste und eine zweite Kammer bestimmt, die jeweils ein unter Druck stehendes, kompressibles Fluid enthalten, und einer Kolbeneinrichtung mit Kolbenteilen, die in der ersten und zweiten Kammer angeordnet sind, wobei die Kolbeneinrichtung von dem Fluid mit einer bestimmten Kraft in einer Ruhelage gehalten ist.

Flüssigkeitsfedern, die sowohl auf Zug als auch Druck beanspruchbar sind, sind bekannt, z. B. aus der US-PS 2 842 356. Flüssigkeitsfedern dieser Art besitzen jedoch keine Null-Kraft-Zentrierung, da sie eine eingeprägte Vorspannung aufweisen, die überwunden werden muß, bevor die Feder wirksam ist. Null-Kraft-Zentrierung bedeutet in diesem Zusammenhang die Eigenschaft der Feder aus einer neutralen Lage heraus in Abhängigkeit von einer minimalen, an der Feder angreifenden Kraft (oder einer zusätzlichen Kraft) auslenkbar zu sein. Außerdem werden Zug-Druck-Flüssigkeitsfedern der vorgenannten Art von Temperaturänderungen beeinflußt, die die Kenngrößen der Feder verändern.

Aus der DE-AS 11 66 560 ist eine Flüssigkeitsfeder mit einer Kolbenzylinderanordnung zur Aufnahme von Druck- und Zugkräften bekannt, bei der das Volumen einer Arbeitskammer sowohl beim Einfedern als auch beim Ausfedern der Kolbenanordnung verkleinert wird.

Aus der DE-AS 11 09 461 ist eine Flüssigkeitsfeder der eingangs genannten Art mit einer Kolbeneinrichtung bekannt, die elastisch in einer Ruhelage gehalten wird und Bewegungen aus dieser Ruhelage in beide Richtungen zuläßt. Diese bekannte Flüssigkeitsfeder ist jedoch hinsichtlich ihres Aufbaus relativ kompliziert und aus ihrer Ruhelage nur mit einer Kraft auslenkbar, die einen bestimmten Wert überschreitet.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe, eine verbesserte Flüssigkeitsfeder mit Nullkraftzentrierung zu schaffen, die hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Montage einfach und kostengünstig ist.

Diese Aufgabe wird bei einer Flüssigkeitsfeder der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gehäuse ein Zylindergehäuse bildet, in dem die erste und zweite Kammer durch eine Trennvorrichtung voneinander getrennt axial hintereinander angeordnet sind, und die Kolbeneinrichtung einen Kolben aufweist, der auf einer Kolbenstange angeordnet ist, die beide Kammern und die Zylinderstirnseiten durchdringt, derart, daß der Kolben seinerseits die Trennvorrichtung zwischen den beiden Kammern durchdringt, in beide Kammern hineinragt und im Bereich der Kammern jeweils zur Kolbenstange hin radial abgestuft ist.

Eine derartige Flüssigkeitsfeder arbeitet bereits bei einwirkenden Kräften von geringer Größe, da die Feder durch entgegengerichtete Fluidkräfte in einer Mittellage vorgespannt ist, d. h., eine Null-Kraft-Zentrierung aufweist. Die Null-Kraft-Zentrierungseigenschaft ist sowohl im Hinblick auf die Dämpfung hochfrequenter Schwingungen als auch in bezug auf Dämpfung von Stoßimpulsen wirksam.

Die Flüssigkeitsfeder ist auch in der Lage ihre voreingestellte Mittelage beizubehalten, wenn sie Temperaturänderungen unterworfen ist.

Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird nachfolgend ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen Zeichnungen näher erläutert, worin

Fig. 1 einen Teil-Querschnitt einer Zug-Druck-Flüssigkeitsfeder zeigt, die die vorliegende Erfindung verkörpert,

Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt eines Teiles der Feder gemäß Fig. 1 darstellt, und

Fig. 3 ein Kraft-Weg-Diagramm zeigt, das die Arbeitsweise der Flüssigkeitsfeder gemäß Fig. 1 darstellt.

Eine Zug-Druck-Flüssigkeitsfeder 10 weist einen derart relativ zu ihrem Gehäuse zentrierten Kolben auf, daß sie keine Restvorspannungskraft besitzt, dieses Verhalten ist bekannt als Null-Kraft-Zentrierung. Daher ist die Feder durch Kräfte beliebig geringer Größe betätigbar und die Feder ist daher in der Lage sowohl hochfrequente Schwingungen als auch Stoßimpulse zu dämpfen. Die Null-Kraft-Zentrierung des Kolbens wird durch ausbalancierten Fluiddruck auf diesen Kolben erreicht und dieser Fluiddruck bzw. die Fluiddrücke werden in gleicher Weise durch Temperaturänderungen beeinflußt, so daß derartige Änderungen die Mittellage der Feder nicht verändern.

Die Zug-Druck-Flüssigkeitsfeder 10 gemäß Fig. 1 enthält ein zylindrisches Gehäuse 11, das in Fluidkammer 12 und 13 geteilt ist. Ringförmige Endwandkörper 14 und 15 bestimmen die Kammer 12 und ringförmige Endwandkörper 16 und 17 legen die Kammer 13 fest. Die ringförmigen Endwandkörper 15 und 16 und die ringförmigen Endwandkörper 14 und 17 entsprechen einander.

Die ringwandförmigen Endwandkörper 15 und 16 sind in dem Gehäuse in folgender Weise aufgenommen: Die Gewindeendabschnitte 19 und 20 der Endwandkörper 15 und 16 sind in den Innengewindeabschnitt 21 des Zylinders 11 eingeschraubt. Zwischen den äußeren zylindrischen Oberflächen 15&min;&min; und 16&min;&min; der Endwandkörper 15 und 16 und den jeweiligen inneren Oberflächen 24 und 28 des Zylinders 11 ist ein enger Gleitsitz gebildet. O-Ringe 22 und. 23 gewährleisten jeweils zwischen den Wandkörpern 15 und 16 sowie den Oberflächen 24 und 28 eine Abdichtung. Die äußeren zylindrischen Oberflächen 14&min;&min; und 17&min;&min; der ringförmigen Endwandkörper 14 und 17 bilden jeweils einen engen Gleitsitz mit den inneren Oberflächen 24 und 28 des Gehäuses 11. O-Ringe 25 und 26 stellen jeweils eine Abdichtung zwischen den inneren Oberflächen 24 und 28 und den Endwandkörpern 14 und 17 her.

Jeder der Endwandkörper 14, 15, 16 und 17 ist mit je einem Dichtkörper 27, 29, 30 und 31 aus PTFE oder TEF- LON (eingetragene Warenzeichen) versehen, die identisch ausgeführt sind. Daher wird nachfolgend nur der Dichtkörper 27 detailliert beschrieben. Der Dichtkörper 27 weist einen ringförmigen Außenabschnitt 32 und eine Ringlippe 33 auf, die im Abstand von dem ringförmigen Außenabschnitt 32 angeordnet ist und mit diesem einen Ringraum 34 für die Aufnahme des unter einem Druck stehenden Fluides innerhalb der Kammer 12 bildet. Die den Teilen 32, 33 und 34 des Dichtkörpers 27 entsprechenden Teile sind beim Dichtkörper 29 mit den Bezugszeichen 32a, 33a und 34a, im Falle des Dichtungskörpers 30 mit 32b, 33b und 34b und bei dem Dichtkörper 31 jeweils mit den Bezugszeichen 32c, 33c und 34c versehen.

Ein Kolben 35 besitzt einen Abschnitt mit einem ersten Durchmesser, der sich durch den Dichtkörper 27 erstreckt, einen Abschnitt 37 mit einem zweiten, größeren Durchmesser, der sich durch die Dichtkörper 29 und 30 erstreckt und einem Abschnitt 39 mit kleinerem Durchmesser als ihn der Abschnitt 37 besitzt, der sich durch den Dichtkörper 31 erstreckt. Wenn die Kammern 12 und 13 mit einem unter Druck stehenden Fluid gefüllt sind, gewährleistet es die Anwesenheit des unter Druck stehenden Fluides in den Ringräumen 34, 34a, 34b und 34c, daß sich die Ringlippen 33, 33a, 33b und 33c jeweils in abdichtender Anlage mit den Abschnitten des Kolbens 35 befinden, die in ihnen aufgenommen sind. Außerdem veranlaßt die Anwesenheit des unter Druck stehenden Fluides die ringförmigen Dichtkörperabschnitte 32, 32a, 32b und 32c jeweils eine Abdichtung mit den inneren Zylinderflächen 14&min;, 15&min;, 16&min; und 17&min; der jeweiligen Endwandkörper 14, 15, 16 und 17 zu bilden. Führungsringe 38 aus hartem Kunststoff sind hinter den Dichtkörpern angeordnet, um deren Verdrängung zu verhindern. Dichtkörper 27, 29, 30 und 31 der vorbeschriebenen Art sind umfassend in der US-PS 3 256 005 beschrieben.

Um die Zug-Druck-Flüssigkeitsfeder gemäß Fig, 1 zu montieren, werden die Endwandkörper 15 und 16 in ihre Endlage eingeschraubt. Dabei stoßen die Ringschulter 39 und 40 der Endwandkörper 15 und 16 jeweils an den Ringschultern 41 und 42 des Gehäuses 11 an. Anschließend wird dann der Kolben durch die Dichtkörper 29 und 30 eingesetzt, wobei er im wesentlichen die Lage einnimmt, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist, in der die Dichtkörper 29 und 30 den zentralen Abschnitt 37 des wellenförmigen Kolbens 35 umfassen. Anschließend ist der Raum links des Endwandkörpers 15 mit einem geeigneten kompressiblen Fluid gefüllt und der Endwandkörper 14 in das Gehäuse 11 unter Aufnahme des Kolbenabschnittes 36 durch den Dichtkörper 27 eingeschoben. Anschließend wird der Ring 43 in das linke Ende des Gehäuses 11 eingeschraubt, wobei seine Ringfläche 44 gegen die Ringschulter 45 des Endwandkörpers 14 drückt, so daß dieser nach rechts bewegt wird und auf diese Weise das Fluid in der Kammer 12 zusammendrückt. Der Endwandkörper 17 ist in gleicher Weise montiert. Entsprechend wird der Raum rechts von dem Endwandkörper 16 mit einem kompressiblen Fluid gefüllt und der Endwandkörper 17 unter Aufnahme des Kolbenabschnittes 39 durch den Dichtkörper 31 in das Gehäuse eingeschoben. Im Anschluß daran wird das Ringende 46 des Halters 47 in das rechte Ende des Gehäuses 11 eingeschraubt, so daß dessen Ringendfläche 49 gegen die Ringschulter 50 des Endwandkörpers 17 drückt und diesen nach links verschiebt, wodurch das Fluid in der Kammer 13 zusammengepreßt wird. Die Ringkörper 43 und 46 werden so eingestellt, daß der Druck in den Kammern 12 und 13 im wesentlichen gleich ist.

Das unter Druck gesetzte Fluid in der Kammer 13 übt eine Kraft auf den Kolben 35 aus, die diesen in Fig. 1 nach links gerichtet belastet. In diesem Zusammenhang ist zwischen den Kolbenabschnitten 37 und 39 eine Ringschulter 51 gebildet, an der der Fluiddruck in der Kammer 13 angreift und die die wirksame Kolbenfläche bildet. Auch innerhalb der Kammer 12 ist an dem Kolben 35 eine Ringschulter 52 ausgebildet. Die Ringschulter 52weist die gleiche Größe wie die Ringschulter 51 auf. Ein Dämpfungskopf 53 besitzt zwei einander gegenüberliegende Seiten 54 und 55. Die Seite 54 des Dämpfungskopfes 53 liegt an der Schulter 52 an. Die Flächendifferenz zwischen den Seiten 55 und 54 ist gleich der Größe der Ringschulter 52, die ihrerseits der Ringschulter 51 gleich ist. Somit wird auf den Dämpfungskopf 53 ein Fluiddruck ausgeübt, der den Kolben 35 nach rechts belastet. Da der Druck in den Kammern 12 und 13 gleich ist und da die wirksamen Kolbenflächen des Kolbens 35 in den Kammern 12 und 13 gleich sind, wird der Kolben 35 in einer neutralen Mittellage gehalten.

Wie Fig. 1 zeigt, ist der Halter 47 mit dem Gehäuse 11 verbunden, während ein Halter 57 an dem Kolben 35 angreift. Die Kräfte, die auf die Feder 10 ausgeübt werden, greifen über die Halter 47 und 57 an. Druckkräfte werden durch die Feder 10 auf folgende Weise aufgenommen: Die Druckkräfte wirken in Richtung der Pfeile 59 und veranlassen den Kolben 35 sich in Fig. 1 relativ zu dem Gehäuse 11 nach rechts zu bewegen. Auf diese Weise gelangt ein größerer Bereich des zentralen Abschnittes 37 des Kolbens 35 mit einem größeren Durchmesser in die Kammer 13 und verläßt gleichzeitig die Kammer 12. Demzufolge steigt der Druck in der Kammer 13 an, während der Druck in der Kammer 12 abnimmt. Dies erzeugt eine Federkraft, die den Kolben 35 nach links belastet. Wenn die Druckkräfte 59 unwirksam werden, stellt die Vorspannkraft in der Kammer 13 den Kolben 35 in seine neutrale Lage zurück, wie sie in den Zeichnungen dargestellt ist. Der Dämpfungskopf dämpft nur die Bewegung des Kolbens 35, um dessen Schwingung zu vermindern.

Wenn Zugkräfte in Richtung des Pfeiles 60 an den Haltern 47 und 57 angreifen, wird der größere ventrale Abschnitt 37 des Kolbens 35 veranlaßt, in die Kammer 12 einzutreten und gleichzeitig die Kammer 13 zu verlassen. Dies verursacht einen Druckanstieg in der Kammer 12 und eine Druckminderung in der Kammer 13. Somit belastet der erhöhte Druck in der Kammer 12 den Kolben 36 in Fig. 1 nach rechts. Wenn keine Zugkräfte 16 mehr wirksam sind, wird der Kolben 35 wieder nach rechts in seine neutrale Mittellage bewegte die in Fig. 1 gezeigt ist. In der vorbeschriebenen Weise nimmt die Zug-Druck- Feder 10 Druckkräfte 59 und Zugkräfte 60 auf.

Vertreter kompressibler Fluide, die in den Kammern 12 und 13 verwendet werden können, sind Silikonflüssigkeit, die bei 1,4 × 10&sup8; N/m² (20 000 psi) eine Kompressibilität von 9,6% aufweist oder Butanflüssigkeit, die bei 1,4 × 10&sup8; N/m² (20 000 psi) eine Kompressibilität von 20 bis 25% besitzt, oder es kann eine andere geeignete, kompressible Flüssigkeit verwendet werden, die bei hohem Druck eine bedeutende Kompressibilität besitzt. Außerdem können die kompressiblen Fluide aus geeigneten Gasen unter hohem Druck gebildet werden.

Die Enden 61 und 62 (sh. Fig. 2) der jeweiligen Endwandkörper 15 und 16 weisen voneinander einen Abstand auf und legen einen Ringraum 63 rund um den Kolben 35 fest. Der Ringraum 63 steht mit einer Bohrung 64 im Gehäuse 11 in Verbindung. Auf diese Weise sind die einander zugewandten Enden 61 und 62 der Endwandkörper 15 und 16 jeweils zur Atmosphäre hin entlüftet, was sich für eine richtige Arbeitsweise der Dichtkörper 29 und 30 als erforderlich erweist.

Das Diagramm gemäß Fig. 3 zeigt, wie die Zug-Druck- Feder 10 nach Fig. 1 sich bei Temperaturänderungen verhält. Der Kolben 35 verbleibt während des Auftretens von Temperaturschwankungen in einer mittigen Lage, da sich der Druck in jeder der Kammern 12 und 13 gleichmäßig mit den Temperaturänderungen ändert. Die Linie 66 zeigt die Kolbenverschiebung bei einer gegebenen Temperatur als Funktion der Kräfte, die sowohl als Zugals auch als Druckkräfte auf den Kolben einwirken. Im Falle, daß die Temperatur zunimmt, so daß in beiden Kammern 12 und 13 ein größerer Druck herrscht, ist die Kraft-Kolbenweg-Kennlinie der Feder 10 durch die Linie 69 dargestellt. Somit bleibt die Feder mittig in der gleichen Lage eingestellt, während sich die Kennwerte der Feder ändern. Die Kurve 70, die der Kurve 66 überlagert ist, zeigt die Kennlinie in ihrer Beeinflussung durch den Dämpfungskopf 53.

In Fig. 1 ist die Zug-Druck-Feder 10 als eine Feder gezeigt, die in einer neutralen Stellung mittig zentriert ist, wenn keine äußeren Kräfte an ihr angreifen, während jedwede kleine Zug- oder Druckkraft, die auf sie einwirkt, sie aus ihrer neutralen Lage auslenkt. Diese Eigenschaft ist als Null-Kraft-Zentrierung bekannt. Es kann jedoch unter bestimmten Umständen wünschenswert sein, eine Feder zu haben, die eine Null-Kraft-Zentrierung aufweist, wenn auf die Feder 10 eine äußere Kraft einwirkt. Daher kann, wenn eine Kraft wie z,B. eine Kraft 65, auf den Kolben anhaltend einwirkt und es trotzdem erwünscht ist, daß der Kolben 35 eine Null-Kraft- Zentrierung in der gleichen neutralen Lage aufweist, der Halter 47 gedreht werden, um den Endwandkörper 17 weiter in die Kammer 13 hinein zu bewegen, und dadurch den Druck in der Kammer 13 über jenen Druck der in der Kammer 12 herrscht, zu erhöhen, so daß die Summe der Kraft 65 zuzüglich der Kraft, die durch den Fluiddruck auf den Kolben 35 in der Kammer 12 ausgeübt wird, gleich jener Kraft wäre, die durch den Fluiddruck auf den Kolben 35 in der Kammer 13 ausgeübt wird, so daß der Kolben 35 in seine, in Fig. 1 gezeigte neutrale, zentrierte Lage zurückkehrt. Minimale Zug- oder Druckkräfte, die anschließend angreifen, lenken die Feder 10 dann wieder aus ihrer neutralen Lage aus. Somit kann die Feder in bestimmten Fällen, in denen sie einer unausgeglichenen Kraft unterworfen ist, so eingestellt werden, daß sie einen Gegenausgleich für die unausgeglichene Kraft bildet und trotzdem eine Null-Kraft- Zentrierung herstellt, von der aus äußere Kräfte aufgenommen werden können. In letzterem Falle können beliebig kleine Kräfte in beiden Richtungen die Feder 10 aus ihrer neutralen Lage auslenken, ohne daß dabei die äußere Kraft 65 aufgebracht bzw. überwunden werden muß.

Es ist auch deutlich, daß Veränderungen der Parameter der Feder 10 vorgenommen werden können, um verschiedenen Bedingungen entweder durch Veränderung der wirksamen Kolbenfläche in den Kammern 12 und 13 und/oder durch Veränderung des Fluiddruckes in den Kammern 12, 13 oder durch Fluide mit unterschiedlichen Eigenschaften in jeder Kammern, gerecht zu werden.

In einem beispielhafte, nicht beschränkenden Sinn sei darauf hingewiesen, daß die Kammern 12 und 13 ein Silikonfluid bei einem Druck von 1,0 × 10&sup8; N/cm² (15 000 psi) oder irgendein anderes der oben erwähnten Fluide bei richtigem Druck enthalten können, um die gewünschten Federkennwerte zu gewährleisten.


Anspruch[de]
  1. 1. Flüssigkeitsfeder zur Aufnahme von Zug- und Druckkräften mit einem Gehäuse, das eine erste und eine zweite Kammer bestimmt, die jeweils ein unter Druck stehendes, kompressibles Fluid enthalten, und einer Kolbeneinrichtung mit Kolbenteilen, die in der ersten und zweiten Kammer angeordnet sind, wobei die Kolbeneinrichtung von dem Fluid mit einer bestimmten Kraft in einer Ruhelage gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse ein Zylindergehäuse (11) bildet, in dem die erste und zweite Kammer (12, 13) durch eine Trennvorrichtung (15, 16) voneinander getrennt axial hintereinander angeordnet sind, und die Kolbeneinrichtung (35) einen Kolben (37) aufweist, der auf einer Kolbenstange (39, 36) angeordnet ist, die beide Kammern (12, 13) und die Zylinderstirnseiten durchdringt, derart, daß der Kolben (37) seinerseits die Trennvorrichtung (15, 16) zwischen den beiden Kammern (12, 13) durchdringt, in beide Kammern (12, 13) hineinragt und im Bereich der Kammern (12, 13) jeweils zur Kolbenstange (36, 39) hin radial abgestuft ist.
  2. 2. Flüssigkeitsfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß erste Endwandkörper (14, 15), die in dem Zylindergehäuse (11) die erste Kammer (12) bilden, mit ersten Dichtkörpern (27, 29) versehen sind, und zweite Endwandkörper (16, 17), die in dem Zylindergehäuse (11) die zweite Kammer (13) bilden, mit zweiten Dichtkörpern (30, 31) versehen sind, wobei die Kolbenstange (35) sich durch die ersten und zweiten Dichtkörper (27, 29, 30, 31) erstreckt.
  3. 3. Flüssigkeitsfeder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Endwandkörper ein Paar erste Endwände (14, 15), die voneinander getrennt in dem Zylindergehäuse (11) angeordnet sind, aufweisen und die zweiten Endwandkörper ein Paar zweiter Endwände (16, 17) aufweisen, die räumlich getrennt voneinander in dem Zylindergehäuse (11) aufgenommen sind.
  4. 4. Flüssigkeitsfeder nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (43, 46) zur Bewegung zumindest eines der ersten und zweiten Endwandkörper (14, 17), um das Volumen der zugehörigen Kammer (12, 13) zu verändern.
  5. 5. Flüssigkeitsfeder nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß einer der ersten Endwandkörper (15) und einer der zweiten Endwandkörper (16) die Trenneinrichtung bilden und einander angenähert sind, und in dem Zylindergehäuse (11) zwischen diesem einen der ersten Endwandkörper (17) und dem einen der zweiten Endwandkörper (16) eine Entlüftungseinrichtung vorgesehen ist.
  6. 6. Flüssigkeitsfeder nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtkörper (27, 29, 30, 31) in jeder der ersten und zweiten Kammern (12, 13) angeordnet sind und die wellenförmige Kolbeneinrichtung (35) sich durch die Dichtkörper (27, 29, 30, 31) erstreckt.
  7. 7. Flüssigkeitsfeder nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (43, 46) zur Einstellung des Fluiddruckes in zumindest einer der ersten und zweiten Kammer (12, 13) vorgesehen ist.
  8. 8. Flüssigkeitsfeder nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dämpfungseinrichtung (53) zur Dämpfung jeder Bewegung der Kolbeneinrichtung (35) vorgesehen ist.
  9. 9. Flüssigkeitsfeder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungseinrichtung einen Kolbenkopf (53) aufweist, der auf dem Kolben (37) und/oder der Kolbenstange (36, 39) in zumindest einer Kammer (12, 13) montiert ist.
  10. 10. Flüssigkeitsfeder nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (37) mit seinen Abstufungen (51, 52) in der ersten und zweiten Kammer (12, 13) symmetrisch ist zur Kompensation der auf die Abstufungen (51, 52) wirkenden Fluiddruckkräfte, so daß die Feder (10) unbelastet ist, um die Kolbeneinrichtung (35) in der vorgegebenen Mittellage relativ zu dem Gehäuse (11) zu halten.






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