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Dokumentenidentifikation DE4405793A1 24.08.1995
Titel Kettenwirkmaschine
Anmelder Wunner, Roland, 95131 Schwarzenbach a Wald, DE
Erfinder Wunner, Roland, 95131 Schwarzenbach a Wald, DE
DE-Anmeldedatum 23.02.1994
DE-Aktenzeichen 4405793
Offenlegungstag 24.08.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.1995
IPC-Hauptklasse D04B 27/08
Zusammenfassung Durch wenige Exzenter zum Antrieb der Barren, dadurch bedingt auch weniger Wärmeentwicklung, geringere Kosten mit dem Ziel einer noch schnelleren Maschine, durch computerberechnete günstige Aufteilung der Antriebs- und Traghebel der einzelnen Barrensysteme zeichnet sich diese Kettenwirkmaschine dadurch aus, daß Schieberantriebshebel und Platinenantriebshebel in einer Ebene liegen, der Hebel der einen Barre zwischen den Rippen des Hebels der anderen Barre hindurchreicht und dort in einem Freiraum sich bewegen kann, und daß beide Getriebe vorteilhaft von einem Exzenter aus angetrieben werden.

Beschreibung[de]

Fig. 1 zeigt z. B. eine Kettenwirkmaschine der Firma LIBA, welche mit Schiebernadeln 1 und Schieber 2, Einschluß-Abschlagplatine 3 und Lochnadeln 4 ausgestattet ist. Es ist eine extra Welle 11 für die Legebarren 8 und eine extra Welle 13 für die Platinenbarre 7 vorgesehen. Für Schieberbarre 6 und Nadelbarre 5 ist eine gemeinsame Welle 12 vorhanden. Bei dieser Ausführung sind die Nadelantriebshebel 16 auf Welle 12 geklemmt und Schieberantriebshebel 15 ist über z. B. Nadellager auf gleicher Welle 12 gelagert.

Fig. 4 zeigt z. B. eine Kettenwirkmaschine der Firma Mayer, welche ebenfalls mit Schiebernadel und Schieber, Einschluß-Abschlagplatine und Lochnadel ausgestattet ist. Es ist eine extra Welle 11 für die Legebarren und eine extra Welle 13 für die Platinenbarre vorgesehen. Bei dieser Maschine sind Schieberhebel 26 auf extra Welle 30 und Nadelhebel auf extra Welle 29 geklemmt angeordnet.

Ausgeführt wurden Maschinen von beiden Firmen schon mit sogenannten LENA-Getrieben. Durch die auseinanderliegende Anordnung von Angriffspunkt Getriebe 21 des Nadelantriebshebels 16 und Getriebe 18 des Legebarrenantriebshebels 14 war es leicht möglich beide Hebelsysteme, welche sich in einer Ebene befinden, von nur einem gemeinsamen Exzenter aus anzutreiben.

Da sich aber bei beiden Maschinen die Platinenantriebshebel und Schieberantriebshebel kreuzen war bis jetzt nur eine getrennte Anordnung der Getriebe möglich.

Um noch weniger Exzenter, d. h. dadurch bedingt auch weniger Wärmeentwicklung und geringere Kosten mit dem Ziel einer noch schnelleren Maschine durch günstige Aufteilung der Hebel zueinander der einzelnen Barrensysteme bei einer Wirk- bzw. Raschelmaschine zu erreichen wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß Schieberantriebshebel und Platinenantriebshebel in einer Ebene liegen, sich der Hebel der einen Barre zwischen den beiden Rippen des anderen Hebels der anderen Barre hindurchreicht und dort sich bewegen kann, und daß beide Getriebe vorteilhaft von einem gemeinsamen Exzenter aus angetrieben werden.

In Fig. 1 und 2 ist ersichtlich, daß z. B. Schieberhebel 15 im Bereich zwischen Barrenanschraubfläche und Lagerung auf Welle 12 mit 2 Rippen 22 und 23 und einem Bewegungsfreiraum 24 für den dazwischen angeordneten und dort sich bewegenden Platinenantriebshebel 17 ausgeführt ist.

Platinenantriebshebel 17 ist so ausgeführt, daß er von unterhalb durch den Freiraum 24 eingeführt und auf Welle 13 und an Barre 7 montiert und befestigt werden kann und genügend Platz für die Platinenbewegung hat.

In Fig. 3 und Fig. 4 wird gezeigt, daß umgekehrt zu Fig. 2 der Platinenantriebshebel 28 mit Rippen 31 und 32 und einen Freiraum 33 versehen ist und daß Schieberantriebshebel 15 bzw. 26 dort angeordnet und sich bewegen kann.

Wie in Fig. 1 ersichtlich sind Schieberantriebshebel 15 auf Welle 12 gelagert ausgeführt, d. h. daß Schieberbarre nur mittels Antriebshebel 15 angetrieben wird.

Will man auch nach Fig. 4 ohne Schieberbarrtraghebel, dies sind Hebel ohne Antrieb, auskommen, dann gilt auch hier der erfindungsgemäße Gedanke. Da hier aber für das Schiebersystem eine extra Welle 30 zur Verfügung steht können hier Schieberantriebshebel 26 auf Welle 30 geklemmt aber auch wie in Fig. 1 gelagert ausgeführt.

Grundsätzlich ist festzustellen, daß statt Platinenantriebshebel bei einer Kettenwirkmaschine der gleiche erfindungsgemäße Gedanke gilt als beim Stechkammantriebshebel einer Raschelmaschine.

Bezugszeichenliste

1 Schiebernadel

2 Schieber mit Schieberfassung

3 Einschluß-Abschlagplatine bzw. Stechkammplatine

4 Lochnadeln mit Lochnadelfassungen

5 Nadelbarre

6 Schieberbarre

7 Platinenbarre

8 Legebarren

9 Kettfäden

10 Ware

11 Legebarrenwelle

12 Nadel; Schieberwelle

13 Platinenwelle

14 Legebarrenantriebshebel

15 Schieberantriebshebel

16 Nadelantriebshebel

17 Platinenantriebshebel

18 Antriebsgestänge Legebarrenantriebshebel

19 Antriebsgestänge Schieberantriebshebel

20 Antriebsgestänge Platinenantriebshebel

21 Antriebsgestänge Nadelantriebshebel

22 Rippe Schieberhebel

23 Rippe Schieberhebel

24 Bewegungsfreiraum für Platinenantriebshebel

25 Lagerung Schieberhebel auf Nadelbarrwelle

26 Schieberantriebshebel

27 Nadelantriebshebel

28 Platinenantriebshebel

29 Nadelbarrwelle

30 Schieberwelle

31 Rippe, Platinenantriebshebel

32 Rippe, Platinenantriebshebel

33 Bewegungsfreiraum für Schieberantriebshebel

34 Warenabzugswalzen

35 Maschinenbett


Anspruch[de]
  1. 1. Kettenwirk- bzw. Raschelmaschine mit Schiebernadel und Schieber, dadurch gekennzeichnet, daß Schieberantriebshebel und Platinenantriebshebel in einer Ebene liegen, der Hebel der einen Barre zwischen den beiden Rippen der anderen Barre hindurchreicht und dort sich bewegen kann.
  2. 2. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Schieberantriebshebel mit auf Nadelbarrwelle gelagert ist.
  3. 3. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Schieberantriebshebel auf einer extra Welle geklemmt bzw. gelagert ist.
  4. 4. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Platinenantriebshebel bzw. Stechkammantriebshebel im Hub verstellbar ausgeführt sind.
  5. 5. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Angriffspunkt Schieberantriebshebel von Wirkwerkzeugen aus gesehen hinter bzw. vor Lagerungswelle der Schieberantriebshebel ist.
  6. 6. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Schiebergetriebe und Platinengetriebe vorteilhaft in einer Traverse gelagert und von einem gemeinsamen Exzenter aus angetrieben werden.
  7. 7. Kettenwirkmaschinen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei dieser Maschine Legebarrenantriebshebel und Nadelantriebshebel ebenfalls nur von einem gemeinsamen Exzenter aus angetrieben werden.
  8. 8. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Exzenter von Schieber- und Platinen- bzw. Stechkammgetriebe Teil einer Kurbelwelle, bzw. Kurbelwellenstück ist.
  9. 9. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Exzenter von Schieber- und Platinengetriebe einzeln auf Antriebswelle befestigt ist.






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