PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE68921544T2 24.08.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0367337
Titel Membranbehälter mit verschlossenen Poren.
Anmelder Biopore, Inc., State College, Pa., US
Erfinder Hammerstedt, Roy H., Boalsburg Pennsylvania 16827, US;
Keith, Alec D., Boalsburg Pennsylvania 16827, US;
Amann, Rupert P., Fort Collins Colorado 80526, US
Vertreter Grimm, E., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 63450 Hanau
DE-Aktenzeichen 68921544
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.10.1989
EP-Aktenzeichen 892027020
EP-Offenlegungsdatum 09.05.1990
EP date of grant 08.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.1995
IPC-Hauptklasse B01D 69/02
IPC-Nebenklasse B01D 69/08   B01D 71/02   B01D 71/06   A61K 35/52   A61M 31/00   A01N 1/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälter, der vorgegebene Separationskinetiken zur Freigabe einer Substanz über einen ausgedehnten Zeitraum besitzt, der mindestens eine Wand, die so geformt ist, um einen hohlen, befüllbaren Behälter zu bilden, aufweist, wobei der Behälter mit einer ersten Substanz gefüllt ist, wobei die Wand eine Innenoberfläche und eine Außenoberfläche bildet, wobei die Wand weiterhin mindestens eine vorgeformte Pore darin besitzt, wobei die Pore zwischen der Innenoberfläche und der Außenoberfläche nur mit einer zweiten Substanz gefüllt ist, wobei die zweite Substanz chemisch zu der ersten Substanz unterschiedlich ist und die weiterhin unter Aussetzung gegenüber Umgebungsbedingungen erodierbar ist, die einen Teil einer Separation, die durchgeführt werden soll, gemäß den vorgewählten Separationskinetiken bildet.

Ein solcher Behälter ist aus der DE-A-3629994 bekannt. Dieser bekannte Behälter nimmt die Form eines geformten Gegenstands an, der eine Wand besitzt, die durch Gießen bzw. Spritzen des Wandmaterials um eine gestützte Freigabekonstruktion gebildet wird. Dies bedeutet, daß die Inhalte des Behälters in einem vorherigen Herstellschritt zusammengebaut werden sollten. Darauffolgend wird der Aufbau, der so erhalten ist, mit einer Wand in einem darauffolgenden Formgebungsschritt versehen.

Dieser bekannte Behälter besitzt verschiedene Nachteile. Erstens ist es nur möglich, einen solchen Behälter aus Materialien herzustellen, die in einer solchen Weise zusammengebaut werden können, daß ein selbsttragender Aufbau erhalten wird. Es ist nicht möglich, diesen Behälter für einen Aufbau zu verwenden, der nicht selbsttragend ist, z.B. für ein Fluid, usw.. In solchen Fällen ist es nicht möglich, die äußere Wand zu gießen bzw. zu spritzen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist deshalb, einen Behälter zu schaffen, der nicht diese Nachteile besitzt. Diese Aufgabe wird durch einen Behälter gelöst, der eine Zugangseinrichtung, die darin gebildet ist, um die erste Substanz aufzunehmen, besitzt, wobei die Zugangseinrichtung und die Pore separate Strukturen sind, wobei die zweite Substanz und die vorgeformte Pore eine chemische Identität und Größe jeweils besitzen, die zusammen so berechnet sind, um die vorgewählten Separationskinetiken des Behälters zu definieren, und daß die erste Substanz eine Kombination eines ersten Produkts und eines zweiten Produkts ist, wobei das zweite Produkt kleiner als das erste Produkt ist und wobei weiterhin die Pore Dimensionen besitzt, die einen Ausfluß des zweiten Produkts und eine Zurückhaltung des ersten Produkts ermöglichen.

Gemäß der Erfindung wird die äußere Wand des Behälters vorab hergestellt. Aufgrund des Vorhandenseins einer Zugangseinrichtung können die Substanzen in den Behälter eingeführt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Behälter Truthahn-Spermatozoonzellen auf.

Figur 1 zeigt eine Hohlröhrchen- (Hohlfaser-) Separationssperre, die verstopfte Mikroporen besitzt;

Figur 2 zeigt eine Seitenaufrißansicht einer Separationssperrmembran, die kleine und große Poren besitzt, die mit zwei unterschiedlichen Polymeren jeweils verstopft sind;

Figur 3 stellt einen dreidimensionalen, rechteckigen Aufbau dar, der an fünf Seiten geschlossen ist, der verstopfte Mikroporen an jeder geschlossenen Polymerfläche davon besitzt, wobei die Poren in jeder geschlossenen Polymerfläche mit Materialien verstopft sind, die unterschiedliche Erosionscharakteristika besitzen;

Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung (Draufsicht) einer Kammer, die ein Austauschmedium besitzt und in der sechs Behälter angeordnet sind, und zwar gemäß der vorliegenden Erfindung; und

Figur 5 zeigt einen Schnitt, der entlang der Linie V-V der Figur 4 vorgenommen ist.

Die vorliegende Erfindung ist eine sich nicht verbrauchende Separationsbarriere, die eine oder mehrere Poren oder Mikroporen einer oder verschiedener Größen darin besitzt, die mit einem Material verstopft sind, das hinsichtlich seiner Lösbarkeit und Erodierbarkeit unter Aussetzen gegenüber bestimmter Umgebungsbedingungen ausgewählt ist. Das Material, das die Separationsbarriere bildet, kann selbst eine Erodierfähigkeit oder Löslichkeit besitzen, so lange wie die Separationsbarriere und die verstopften Poren nicht aus einer identischen Materialzusammensetzung, auf die es ankommt, bestehen. Die Kombination der Freigaberate (falls irgendeine vorhanden ist) oder einer anderen Membrancharakteristik der Separationsbarriere kombiniert mit der freigaberate und/oder der Erosionslebensdauer oder der Lebensdauern der verschlossenen Poren ermöglicht komplexe Separationen einschließlich einer variablen Freigabe von Zellen, von Kolloiden, von Lösungsprodukten oder Lösungsmitteln über die Zeit.

Separationsbarrieren mit verstopften Poren gemäß der vorliegenden Erfindung, besitzen eine breite Vielfalt von Verwendungen in einer Unzahl Industriebereichen. Geeignete Anwendungen umfassen Zellkulturen und die Kryobiologie, Konservierung vor der Nahrungsaufnahme oder Lagerung von Nahrungsmitteln und Pharmazeutika, Lagerbeständigkeitsverlängerung von Polymeren, Proteinen und anderen Produkten und die behältermäßige Aufbewahrung, das Transportieren und das Abgeben von aktiven Mitteln, einschließlich Zellen, Herbiziden, Pestiziden, Düngemitteln, Desinfektionsmitteln, Raumlufterneuerer und Zellenwachstumsnährstoffen oder anderen biologisch aktiven Mitteln zur Verwendung im Laboratorium oder in industriellen Einsatzbereichen.

Zum Beispiel hat eine Kryokonservierung von Spermatozoonzellen für künstliche Befruchtung in einigen Arten bisher Verfahrensschritte erforderlich gemacht, die durch die komplexen Separationsprotokolle, die mit der vorliegenden Erfindung möglich sind, eliminiert werden können. Gewöhnlich erfordert eine Kryokonservierung von Spermatozoonzellen eine Beachtung hinsichtlich drei Bedingungen. Erstens erfordert eine Kryokonservierung die Auswahl eines geeigneten Behälters, einschließlich eines geeigneten Volumens, geeigneter Dimensionen, eines geeigneten Materials, geeigneter thermischer Eigenschaften, usw., mit den Auswahlen, die gewöhnlich nicht poröse Glasampullen oder Flaschen, Kunststoff-Flächen oder Strohhalme oder Metallröhrchen umfassen. Zweitens muß ein Kryoschutzmittel ausgewählt werden, um das überleben der Zellen während eines Kühlens von 38ºC auf 0-5ºC, anschließendes Kühlen auf minus 196ºC und darauffolgend Wiederaufwärmen auf oberhalb von 0ºC sicherzustellen. Herkömmliche Kryoschutzmittel umfassen Eigelb, Lipoproteide, Milchproteine, Glycerol, Dimethylsulfoxid, Polyethylen, Glykol, Zucker oder andere. Drittens ist eine kontrollierte Wiederauftauungsmodifikation der zellularen und intrazellularen Umgebung für bestimmte Arten wesentlich. Zum Beispiel muß Hahnsperma seriell mit einem Medium frei von dem Kryoschutzmittel gelöst werden, gefolgt durch eine Zentrifugation und Resuspension in demselben zytoschutzmittelfreien Medium. Dieses letztere Verfahren ist in der Vergangenheit, obwohl es sehr mühsam ist, wesentlich gewesen, um den unvermeidbar empfängnisverhütenden Effekt des Vorhandenseins des Kryoschutzmittels um und innerhalb des Spermas zum Augenblick der künstlichen Befruchtung zu vermeiden.

Wie in größerem Detail in Beispiel I nachfolgend beschrieben wird, vereinfacht die vorliegende Separationsbarriere, die verstopfte Poren besitzt, das Auftauen und Entfernen des Kryoschutzmittels von den Spermatozoonzellen des Hahns. Wie nun die Figur I zeigt, ist dort der Abschlußbereich eines gedichteten, polymeren Röhrchens dargestellt, das das Röhrchen 10 aufweist, das verstopfte Mikroporen 12 darin und eine Enddichtung 14 besitzt. Das Ende des Röhrchens, das nicht dargestellt ist, kann ein offenes Ende aufweisen; alternativ kann die Dichtung 14 entfernt oder von Anfang an weggelassen werden, um ein offenes Ende des Röhrchens 10 zu belassen. Das Röhrchen kann zur Identifikation vorbeschriftet sein oder kann zum Einsetzen eines beschrifteten Stopfens in das offene Ende angepaßt sein. Gesammelter Hahnsamen, bewertet, abgefüllt, gestreckt mit einem Medium und mit Mitteln behandelt, die nach dem Stand der Technik bekannt sind, wird auf 5ºC gekühlt, mit einem Kryoschutzmittel gemischt (falls das Kryoschutzmittel nicht in dem Originalstreckungsmedium vorhanden ist) und in das Innere des Röhrchens 10 der Figur 1 gefüllt. Das Röhrchen 10, eine polymere Barriere, die mit Polymeren verstopfte Mikroporen 12 besitzt, bildet den Vorratsbehälter für die Kryokonservierung des Hahnsamens. Das offene Ende des Röhrchens wird dann abgedichtet. Das abgedichtete Röhrchen und seine Inhalte werden dann in einer oder in mehreren kontrollierten Stufen, wie dies nach dem Stand der Technik bekannt ist, auf -196ºC gekühlt.

Vor der Befruchtung einer Gruppe Hühner wird ein Röhrchen 10 von dem Kryokonservierungsvorratsbehälter unter -196ºC (flüssiger Stickstoff) in eine Auftaulösung, die nach dem Stand der Technik bekannt ist, gebracht, und nach einem anfänglichen Auftauen wird das Röhrchen 10 danach in eine Nachauftaubehandlungslösung einer geeigneten Temperatur, Zusammensetzung und Sauerstoffanreicherung gebracht. In der Nachauftaubehandlungslösung öffnet die Wirkung mindestens eines der Bestandteile der Nachauftaubehandlungslösung die verstopften Mikroporen 12 und ermöglicht einen kontrollierten Austritt des Kryoschutzmittels aus der Umgebung um und innerhalb des Hahnspermas und ermöglicht gleichzeitig ein kontrolliertes Eintreten der Nachauftaubehandlungslösung in das Röhrchen 10. Die Mikroporen 12 sind natürlich kleiner als die Spermazellen. Nach einer Behandlungsdauer von 10-60 Minuten ist das Sperma in dem Röhrchen bereit zur Verwendung. Das Röhrchen 10 kann zusammen mit geeigneten mechanischen Hilfsvorrichtungen verwendet werden, um das Sperma direkt an eine oder mehrere Hennen für eine künstliche Befruchtung der Hühnerschar abzugeben, oder das Sperma kann von dem Röhrchen in eine geeignete mechanische Hilfsvorrichtung zur Befruchtung überführt werden. Für eine Erläuterung des Konzepts der vorliegenden Erfindung ist das Röhrchen 10 in flüssigem Stickstoff bei minus 196ºC unlöslich, ebenso wie die mit Polymeren verstopften Mikroporen 12. Sowohl das Röhrchen 10 als auch die verstopften Mikroporen 12 sind in ähnlicher Weise unlöslich oder nicht vollständig in den Auftaulösungen nach dem Stand der Technik erodiert. Demzufolge unterliegt während zwei Perioden einer Benutzung das Röhrchen 10 keiner Separation oder keiner Änderung in den Separationskinetiken hinsichtlich seiner Inhalte oder Struktur. Allerdings bildet unter Kontakt mit der Nachauftaubehandlungslösung die Wirkung mindestens eines Bestandteils der Nachauftaubehandlungslösung den Umgebungsfaktor, der eine Auflösung eines ausgewählten Polymers innerhalb der verstopften Mikroporen 12 einleitet oder abschließt, so daß der vorbestimmte zeit- und ratenkontrollierte Austritt des Kryoschutzmittels und der Eintritt des Mediums ausgeführt wird. Falls zwei oder mehrere Kryoschutzmittel verwendet werden, können sie selektiv durch Poren entfernt werden, die unterschiedliche Größen und/oder Erosionscharakteristika besitzen (wie dies in den Figuren 2 und 3 vorgeschlagen ist).

Es wird für den Fachmann auf dem betreffenden Fachgebiet verständlich werden, daß sowohl die verstopften Mikroporen 12 als auch das Röhrchen 10 (die Separationsbarriere selbst) aus Materialien hergestellt werden können, die unter bestimmten Bedingungen lösbar und erodierbar sind. Zum Beispiel können die verstopften Mikroporen 12 angemessen in menschlichem Plasma lösbar sein, wobei das Röhrchen 10 nur wenig in menschlichem Plasma löslich ist, so daß die Gesamtstruktur, die ein kleines Röhrchen 10 gemäß der Figur 1 aufweist, mit einem pharmazeutisch aktiven Mittel gefüllt, ein menschlich subkutankontrolliertes Freigabemedikamentenimplantat bilden würde, das nicht das Mittel über eine gewisse Zeitdauer freigeben wird, dann das Mittel unter einer kontrollierten Rate freigeben wird und letztendlich vollständig erodieren würde. In ähnlicher Weise können Röhrchen 10 gemäß figur 1 oder andere Strukturen, wie diejenigen, die in Figur 3 dargestellt sind, für die Kryokonservierung in einer breiten Vielfalt von Zellen und Zellkulturen verwendet werden, wobei das Polymer oder ein anderes Material zum Verstopfen der verstopften Mikroporen 12 im Hinblick auf die Reaktions- oder Freigabekinetiken ausgewählt wird, die für die bestimmten Nachauftauungsparameter erforderlich sind, die für die konservierten Zellen erforderlich sind. Zusätzliche Anwendungen umfassen die kontrollierte Freigabe von Nährstoffen an Zellen oder Organismen; Bakterien; Herbizide; und die Freigabe alkalischer Mittel, um Wasser oder Erdreich zu neutralisieren, wobei jede durch geeignete Änderung der Umgebungsbedingungen eingeleitet wird.

Separationsbarrieren gemäß der vorliegenden Erfindung können aus einer breiten Vielfalt Materialien hergestellt werden, die Polymere, Keramiken, Metalle und natürliche oder halbsynthetische Zellulose umfassen. Insbesondere kann die Separationsbarriere aus einer breiten Vielfalt Materialien und Polymeren bestehen, die Polyetherzusammensetzungen, Polyethylen- und Polypropylen-Polymere, Polyvinyl-Polymere, wasserdampfpermeable Urethane und andere Polyurethane, Polykarbonat-Polymere, Zellulose, halbsynthetische Zellulose, Keramiken, Metalle, natürliche Harze, einschließlich Gummi, usw., umfassen. Die Separationsbarriere kann, wenn sie geeignet ist, aus einer oder mehreren Zusammensetzungen hergestellt werden, die auch zur Verwendung beim Verstopfen der Poren oder Mikroporen in der Separationsbarriere geeignet sind, wobei die Zusammensetzungen Zellulosederivate (d.h. Hydroxypropylmethylzellulose), Polyelektrolyt-Komplexe, Polysulfon-Zusammensetzungen, Acryl-Polymere, Zelluloseacetate, Dynel -Zusammensetzungen, Polyacrylonitril-Zusammensetzungen, Polyvinylpyrrolidon-Polymere, Zellulosederivat-Zusammensetzungen auf Polyvinylchloridbasis, und andere Materialien, die auf dem Gebiet der Membrantechnik bekannt sind, umfassen. Auch brauchbar sind selektiv lösbares Salz oder Polysaccharid-Kristalle, so lange wie die Lösung von diesen nicht giftig für biologische Medien ist und nicht toxisch auf Zellen in oder nahe der Barriere wirken. Die Auswahl einer oder mehrerer Materialien zur Präparation der Separationsbarriere, die verstopfte Poren besitzt, wird direkt durch die spezifische Anwendung, die beabsichtigt ist, und die Freigabekinetik, die erwünscht ist, vorgegeben. Auch kann die Separationsbarriere für eine einmalige Verwendung aufgebaut werden oder kann für Mehrfachverwendungen vorgesehen werden, d.h. wenn die Barriereeinrichtung an den Hersteller für eine Wiederverstopfung oder Auffüllung zurückgeschickt wird.

Als eine Übersicht der verschiedenen Anwendungen der unterschiedlichen Typen von "Verstopfungs" -Polymeren werden wasserlösliche Materialien, die innerhalb der Poren oder Mikroporen der Separationsbarriere enthalten sind, ihre Anwendbarkeit mindestens bei der kryobiologischen Konservierung von Spermatozoonzellen (Geflügel, Mensch, Pferd, Fisch, Schwein, Schaf, Hund, Maus, Ratte, usw.); Oozyten (Rind, Mensch, Pferd, Schwein, Maus, Ratte, usw.); Embryos (Mensch, Rind, Pferd, Mäuse, Hunde, usw.) aller Arten von Säugetieren mit einem physiologischen Bedarf und einem ökonomischen Vorteil; menschliche Bauchspeicheldrüsen-B-Zellen; menschliche Hornhäute; primäre Zellkulturen; und Saatgut, haben. Eine kontrollierte Freigabe tierischer, landwirtschaftlicher Hormone; landwirtschaftlicher Pflanzendüngemittel, Herbizide, Pestizide; Saatgut; landwirtschaftlicher Nährstoffe, Pharmazeutika und Larven; Hausinsektizide, Düngemittel und Herbizide sind auch ins Auge gefaßt. Thermisch empfindliche Polymerstopfen finden ihre Anwendung in einer Frostbeschädigungskontrolle: Erodierbarkeit der Stopfen, in den Separationsbarriereporen, können mit Ansteigen der Temperatur frostschützende Bakterien auf Getreide, Feldern oder Obstplantagen freigeben. Polymer-Stopfen, die eine pH-Empfindlichkeit besitzen, können bei der nicht oralen, kontrollierten Freigabe von Pharmazeutika bei Tieren und Menschen in pH-fluktuierenden, anatomischen Bereichen angewandt werden und besitzen in ähnlicher Weise eine Anwendbarkeit in dem ökosystem, um die geeignete Säure oder Base bei einem Abfall oder einem Ansteigen der Umgebungs-pH-Bedingungen zu liefern. Eine photoinduzierbare Polymer-Erodierbarkeit kann landwirtschaftliche Materialien nach einer ausreichenden Aussetzung gegenüber Sonnenlicht freigeben. Andere Umgebungsbedingungen, einschließlich Elektrizität, Geräusch und Magnetismus, können auch durch geeignete "Verstopfungs" -Materialtypen genutzt werden, die unter der geeigneten Einwirkzeit erodieren. Schließlich können Umgebungseinwirkungen die Polymerisation, anstelle einer Erosion, des Materials in den Poren oder Mikroporen triggern. Andere Beispiele werden für den Fachmann auf dem betreffenden Fachgebiet leicht ersichtlich sein.

Wie nun die Figur 2 zeigt, ist dort eine Seitenaufrißansicht einer Membran 20 dargestellt, die Poren zwei unterschiedlicher Durchmesser besitzt. Die großen Poren 22 sind mit einer ersten Polymerzusammensetzung aufgefüllt und die kleinen Poren 24 sind mit einer zweiten und unterschiedlichen Polymerzusammensetzung aufgefüllt. Durch eine geeignete Auswahl des Materials, das die Membran 20 bildet, und des Materials innerhalb jeder der großen Poren 22 und der kleinen Poren 24 kann irgendeine der drei oder können alle drei Separationskinetiken, die den jeweiligen Polymeren zuzuschreiben sind, durch geeignete Änderungen in den zusätzlichen Umgebungsbedingungen kontrolliert werden, einschließlich Temperatur, pH-Wert, Vorhandensein spezifischer Lösungsmittel, elektrische Ladung, magnetisches Feld, Lichtwellen oder Schallenergie. Zum Beispiel werden, falls sich die größten Poren zuletzt öffnen, die größten heraustrennbaren Teilchen, die durch die Membran gesperrt werden, zuletzt diffundieren. Die Membran 20 der Figur 2 kann anstelle anderer Separationsmembrane nach dem Stand der Technik verwendet werden, wenn die sequentiellen oder selektiven Separationskinetiken, die mit der Membran 20 möglich sind, für eine vorgegebene Anwendung erwünscht oder notwendig sind. Eine solche Membran kann direkt in einer Vielzahl von Formen hergestellt werden oder als eine Tafel bzw. Platte für ein späteres Einsetzen in einen geeigneten Behälter verwendet werden.

Figur 3 stellt einen dreidimensionalen, rechteckigen Aufbau dar, der fünf geschlossene Seiten, oder flächen, besitzt. Der rechteckige Aufbau 30 ist aus einem Polymer hergestellt, und die größte, geschlossene Fläche davon besitzt mit Polymer verstopfte Poren 32 darin. Die verbleibenden, geschlossenen Flächen, die dargestellt sind, besitzen mit Polymer verstopfte Poren 34 und 36 darin. Mit Polymer verstopfte Poren 32, 34 und 36 sind mit einem zweiten, dritten und vierten Polymer jeweils gefüllt. Wie mit der Vorrichtung, die In Figur 2 dargestellt ist, funktioniert der rechteckige Aufbau 30 als Baukastensystem-Elnheit und kann alleine oder in einer Anordnung einer Anzahl Identischer, rechteckiger Aufbauten 30 für Laboratoriums- oder Produktionsverwendung in einer Vielfalt von Konfigurationen verwendet werden. Komplexe, sequentielle oder selektive Separationen sind aufgrund der variierten Polymer-Stopfen in den mit Polymer verstopften Poren 32, 34 und 36 möglich. Die verbleibenden, geschlossenen Flächen, die nicht dargestellt sind, können auch verstopfte Poren enthalten. Der rechteckige Aufbau 30 ist für eine kommerzielle Ausführungsform der vorliegenden Separationsbarriere repräsentativ, die verstopfte Poren besitzt, wobei Einheiten durch den Benutzer so zusammengebaut werden können, wie dies erforderlich ist.

Um wieder auf die vorliegende Separationsbarriere allgemein zurückzukommen, können die verstopften Poren wirklich verstopfte Poren sein, d.h. die Poren in der Separationsbarriere können nur bis zu der Ausdehnung des Porenhohlraums befüllt werden oder die verstopften Poren können mittels einer fortlaufenden Beschichtung an einer oder beider Seiten der Separationsbarriere verstopft werden, um die Poren durch Beschichtung zu verstopfen. Auch können hinsichtlich jeder der Separationsbarrieren selbst oder des Porenverstopfungsmaterials oder beider zusätzliche Behandlungsmaterialien, um die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Polymere zu verändern, wie beispielsweise zum Ändern der Toxizität, zur Anpassung polarer und nicht polarer Materialien an deren spezifische, beabsichtigte Anwendungen, oder zur Erhöhung der Bindungseigenschaften verwendet werden.

Obwohl die Strukturen, die in den figuren 1-3 dargestellt sind, erläuternd sind, können zahlreiche andere Behälter im Hinblick auf das Konzept der Erfindung gestaltet werden. Ein Behälter muß nicht homogen sein, sondern er könnnte zum Beispiel Seiten unterschiedlicher Materialien besitzen. Ein sechsseitiger Aufbau könnte sechs unterschiedliche Materialien in den unterschiedlich dimensionierten Poren jeder entsprechenden Seite zum Beispiel haben, wobei dieser Aufbau dann ei nzigarti ge Separationskinetiken durch jede seiner separaten Seiten bewirken würde.

Die Dimensionen für das Röhrchen der Figur 1 für die Kryokonservierung von Sperma reichen von l-80 mm im Durchmesser oder größer, wobei Durchmesser von 1-5 mm bevorzugt sind. Die Röhrchen können in der Länge von ungefähr 5 mm bis 10 cm oder mehr reichen, wobei ungefähr 50-200 mm bevorzugt sind. Poren oder Mikroporen können von irgendeiner Größe sein. Für viele Separationen sind Poren von 0,2 bis 0,6 Mikrometer effektiver Durchmesser bevorzugt, allerdings können für einige Anwendungen nur Poren größer als 0,6 Mikrometer geeignet sein. Oftmals können Poren größer als die Poren in den Separationsmembranen nach dem Stand der Technik aufgrund der Art der Materialien, die zurückgehalten werden, und der anfänglichen, verstopften Konfiguration der Poren sein. Andere Ausführungsformen der Erfindung können einen weiten Bereich variierter Dimensionen besitzen, und zwar in Abhängigkeit der beabsichtigten Anwendung.

Polymere, die einen beständigen Stopfen in einer Anzahl Umgebungen liefern, umfassen, unter anderem, Ethylzellulose. für Anwendungen, die wassererodierbare Stopfen erfordern, sind Methylzellulosestopfen geeignet. Die Verwendung von Polyvinylpyrolidon ermöglicht eine thermische Ubergangsöffnung der Poren, die es enthalten, und Karboxymethylzellulose ermöglicht den Poren, sich in Abhängigkeit einer pH-Verschiebung zu öffnen. Mittels Detergent aktivierte, photoaktivierbare und andere Zusammensetzungen, die nach dem Stand der Technik bekannt sind, können so ausgewählt werden, wie dies erforderlich ist.

Eine weitere besondere Anwendung der vorliegenden Erfindung ist in der Produktion befruchteter Truthahneier gegeben, wobei die Eier kommerziell nur durch künstliche Befruchtung (Artificial Insemination - AI) produziert werden können. Verfahren nach dem Stand der Technik erlauben das Aufbewahren des Truthahnspermas für nur sechs bis acht Stunden nach dem Sammeln, was nur zwei Stunden für den Transport des Truthahnspermas zuläßt. In dem Laboratorium hat die Sauerstoffanreicherung des Truthahnspermas die Aufbewahrungszeit auf ungefähr 24 Stunden erhöht, allerdings sind die Laboratoriumstechniken auf einer kommerziellen Basis unbrauchbar gewesen. Durch Anwendung der Produkte und der Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung sollte die Lebensfähigkeit und Qualität des Truthahnspermas für bis zu 48 Stunden aufrechterhalten werden. Eine Konservierung des Truthahnspermas wird weiterhin nachfolgend und in Beispiel IV besprochen.

Die vorliegende Erfindung führt zu der Verwendung einzigartiger Behälter und Bevorratungsbedingungen zur Konservierung von Truthahnsperma. Der Behälter ist einzigartig aufgebaut mit Poren, die gewöhnlich zu Anfang undurchlässig sind (die eine einfache Beladung bzw. Imprägnierung und Handhabung ermöglichen), die sich allerdings schnell öffnen, nachdem der Behälter des Truthahnsamens mit Austauschlösungen in Berührung gesetzt wird. Eine präzise Kontrolle der Temperatur und des Sauerstoffgehalts und ein fortwährender Austausch von Nährstoffen und Antioxidationsmitteln in der Sperma-Suspension ohne einen Schaden für das Spermas ist unter Verwendung des Behälters zusammen mit einem optionalen, mittels Mikroprozessor gesteuerten System möglich. Dies wird der Industrie ermöglichen, "Superzuchtfarmen" mit dem Potential einer totalen Reorganisation der Verteilung des Keimplasmas zu erstellen.

Ungeachtet derzeitigen Beschränkungen der Samen-Haltung/Bevorratung existiert die Industrie nur aufgrund der Verwendung einer AI zur fortpflanzung. Der Gang von dem Züchter zu dem kommerziellen Erzeuger erfolgt durch Verkauf von Eiern der einzelnen männlichen oder weiblichen Linien, wie dies zum Aufbau der kommerziellen, genetischen Produkte erforderlich ist. Falls eine Haltung und Bevorratung von Samen verfügbar wäre, könnten die industriellen Anforderungen besser zufriedengestellt werden und verschiedene Probleme würden vermieden werden. Erstens ist eine geographische Trennung von mannlichem und weiblichem Samen erwünscht, um ein optimales Management von jedem zu ermöglichen. Eine Erhöhung der Standzeit macht einen weitverbreiteten Einsatz von Züchtungsfarmen möglich. Zweitens ist ein koordinierter Verkauf einer männlichen Linie mit weiblichen Eiern, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen, schwierig. Ein Mangel in einer Linie ist kostspielig. Ein Bevorraten von Samen würde dieses Problem beseitigen. Drittens könnte eine Auswahl der individuellen männlichen Produktionsmerkmale erhöht werden, wodurch demzufolge die Kosten pro Pfund Fleisch für den Verbraucher erniedrigt werden. Viertens erniderigt der Verkauf von Samen anstelle von Eiern die Kosten und die Unannehmlichkeit einer Entsorgung der fehlgeschlechtlichkeit. fünftens wird der Züchter eine größere Kontrolle über die Qualität des kommerziellen Geflügelfleischs wiederum zugunsten des Verbrauchers haben. Schließlich wird der Züchter einen größeren Schutz des Bazillenplasmas der männlichen Linie haben.

Die allgemeine Maßnahme, um Truthahnsperma zu konservieren, ist die folgende. Truthahnmännchen (z.B. männliche Geschlechtslinie) werden gewöhnlich in einem Raum mit einem 14:10 Stunden Licht:Dunkel-Zyklus gehalten. Samen wird durch Massage alle 3-4 Tage von einer Gruppe Männchen gesammelt und innerhalb von ein paar Minuten zusammengefaßt. Die Spermaqualität wird durch verschiedene Tests, wie sie nach dem Stand der Technik bekannt sind, bestimmt. Verschiedene Streckmittel sind zum Aufbewahren des Truthahnspermas bei 5ºC entwickelt worden und sind nach dem Stand der Technik bekannt, und diese Streckmittel werden akzeptablem Truthahnsamen zugemischt und innerhalb der verstopften, porigen Behälter, gemäß der vorliegenden Erfindung, angeordnet.

Der geeignete Träger mit verstopften Poren wird gewöhnlich aus Nylon-"Rahmen" hergestellt und speziell mit Polysulfon-Membranen mit 0,22 um Poren präpariert, wobei die Poren anfänglich unter Verwendung von Methylzellulose und Ethylzellulose abgedichtet werden. Identische Membrane werden an beiden großen Flächen des Behälters unter Verwendung eines UV-aktivierten Klebemittels befestigt. Diese Behälter sind nicht toxisch hinsichtlich Truthahnsperma und besitzen Poren, die sich in einer kontrollierten und wiederholbaren Art und Weise öffnen. Der Membrandurchfluß kleiner Moleküle (10.000 kD) in dem internen oder externen Verdünnungsmittel besitzt eine Halbwertszeit von ungefähr 2-5 Minuten; Sperma kann nicht durch die Membran hindurchtreten. Die vorstehend angegebenen Polymere sind beispielhaft.

Die Behälter werden in speziellen Klimasteuereinheiten inkubiert. Kammern werden hergestellt und mit Zirkulationspumpen, Miniatursauerstoffsensoren, kleinen Luftpumpen, elektronisch gesteuerten Luft-Stickstoff-Ventilen und einem kleinen Sauerstoffanreicherungsreservoir verbunden. Das Gesamtvolumen der Kammer beträgt ungefähr 30 ml; die Kammer ist vorzugsweise mit Steuerschaltkreisen verbunden. Alternativ kann der erwünschte Sauerstoffgehalt in dem Medium unter Verwendung geeigneter, verschnittener Gasmischungen und einer konstanten Rate eines Zusatzes mit einem Diffusor, wie sie nach dem Stand der Technik bekannt sind, erreicht werden. Wenn die Behälter (die geeignete Verdünnungsmittel und Füllstoffe zusammen mit Truthahnsamen enthalten) gekühlt und innerhalb der geeigneten Austauschlösungen in der kontrollierten Kammer gehalten werden, kann die Truthahnsperma-Lebensfähigkeit und -qualität für > 18 Stunden, und möglicherweise > 48 Stunden, aufrechterhalten werden.

Obwohl die Verwendung eines porösen Behälters, der innerhalb einer Kammer gehalten wird, die ein dialysierendes Fluid enthält, neu ist, sind die geeigneten füllstoffe, Verdünnungsmittel und Austauschlösungen nach dem Stand der Technik bekannt. Die Klimaregelkammer regelt die Sauerstoffspannung und die Temperatur des Truthahnspermas, zu dem Verdünnungsmittel und/oder Füllstoffe hinzugefügt worden sind; die vorliegende Erfindung liefert das bisher unbekannte Mittel, wobei durch Kühlen, selektive Sauerstoffanreicherung, Antioxidationsmittel-Behandlung, usw., das Truthahnsperma im Umfang bis zu einer kommerziell durchführbaren Größe unter Verwendung poröser Behälter maßstäblich vergrößert werden kann.

Wie nun die Figuren 4 und 5 zeigen, ist dort schematisch jeweils in einer Draufsicht und einer Schnittansicht ein Gerät dargestellt, das zur Konservierung von Truthahnsamen geeignet ist. Eine fünfwandige Kammer 40 besitzt eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Temperatur und der Sauerstoffanreicherung (zum Beispiel kann die Sauerstoffkonzentration mit einem Miniatur-Sauerstoffsensor überwacht werden, der mit einem Multiplex-A/D-Wandler verbunden ist, mit einem optionalen elektronischen Datenspeicher) und wirkt als ein Sammelgefäß vom Bad-Typ für Truthahnsamen aufnehmende Behälter 42. Ein Austauschfluid 44 tritt selektiv in die Kammer 40 über einen Einlaß 46 ein und verläßt diese über einen Auslaß 48, wie dies erwünscht ist, und das Austauschfluid 44 kann in die Behälter 42 in Abhängigkeit der Bestandteile des fluids und der Porengröße des (der) Behälters (Behälter) eintreten und diese verlassen.

Die Erfindung wird genauer anhand der nachfolgenden, erläuternden Beispiele beschrieben.

Beispiel I

Gefrorener Hahnsamen wird nicht erfolgreich kommerziell verwendet, da das Kälteschutzmittel, das am effektivsten für ein Spermatozoonzellen-Überleben während des Gefrierens und des Auftauens ist, und zwar Glycerol, auch empfängnisverhütende Eigenschaften nach einer künstlichen Befruchtung zeigt. Mit Verfahren nach dem Stand der Technik wird dieses Kälteschutzmittel durch aufeinanderfolgende Verdünnung gefolgt durch eine Zentrifugation oder eine herkömmliche Dialyse entfernt. Solche Verfahren reduzieren erfolgreich die Kälteschutzmittelkonzentration, sind allerdings kommerziell unpraktikabel.

Aufgrund des verhütenden Effekts des Glycerols muß das Glycerol von den Avian-Spermatozoonzellen vor einer künstlichen Befruchtung entfernt werden. Allerdings beschädigt ein schnelles Entfernen des Glycerols von den Avian-Spermatozoonzellen die Spermatozoonzellen, möglicherweise als eine Folge einer schnellen Bewegung des Glycerols über die Zellmembran, was die Charakteristika der Membran und die Lebensfähigkeit einer Zelle ändert. Ein langsames Entfernen des Glycerols von dem kryokonservierten Hahnsamen ist deshalb eine Notwendigkeit, ungeachtet der typisch hohen Kosten eines Erreichens gemäß Techniken nach dem Stand der Technik.

Die Verwendung der vorliegenden Separationsbarriere, die verstopfte Poren besitzt, für die kontrollierte Entfernung des Kälteschutzmittels von den Hahnspermatozoonzellen wird nachfolgend beschrieben.

Eine Gruppe Hähne, die durch einen integrierten Brüter aufgezogen sind, wird ausgewählt, wobei die Hähne eine im wesentlichen identische genetische Vergangenheit besitzen und deshalb denselben Phänotypus übertragen. Samen wird von dieser Gruppe Hähne gesammelt, eine Sammeleinheit mit dem Samen wird dann bewertet, zusammengefaßt, gestreckt und durch Einrichtungen, die nach dem Stand der Technik bekannt sind, gekühlt (eine Sauerstoffanreicherung wird erforderlich, falls die Zellen oberhalb von 15ºC gehalten werden, da Avian-Spermatozoonzellen stark von einem oxidativen Stoffwechsel abhängig sind, wenn sie nicht auf etwa 5ºC gekühlt oder gefroren werden). Ein anfängliches Kühlen erfolgt auf 5ºC. Nachdem der gestreckte Samen 5ºC erreicht hat, wird Glycerol als ein Kälteschutzmittel hinzugefügt (falls es nicht in dem Originalstreckmittel vorhanden ist) und der kältegeschützte, gestreckte Samen wird dann unmittelbar in Hohlröhrchen abgegeben, der verstopfte Mikroporen besitzt, wie beispielsweise das Röhrchen, das in Figur 1 dargestellt ist.

Genauer gesagt ist das hohle Röhrchen eine zylindrische, polymere Separationsbarriere, die an einem Ende offen ist und verstopfte Poren darin besitzt, die die nachfolgenden Merkmale besitzen: 1) undurchlässig für 20-30 Minuten gegenüber wässrigen Lösungen, die darin bei 5ºC angeordnet sind; 2) undurchlässig gegenüber Viren oder Bakterien, die mit der Außenseite des Röhrchens in Kontakt kommen, während die Poren verstopft verbleiben; 3) widerstandsfähig gegenüber Eintauchen und Langzeitbevorratung in flüssigem Stickstoff; 4) widerstandsfähig für 6-300 Sekunden gegenüber einem Aufwärmen in wässrigen Lösungen bei 2-75ºC; 5) besitzen Poren, die teilweise unter einem weiteren Eintauchen in wässrigen Nachauftaubehandlungslösungen bei 5-38ºC für 5-2 Minuten beständig sind; 6) entwickeln Poren einer Größe, die nur Molekülen unterhalb einer bestimmten Größe ermöglichen, hindurchzutreten. Diese Merkmale werden mittels einer mikroporösen, hohlen faser erreicht, die die nachfolgenden Charakteristika besitzt: 1) Wandstärke 0,5 mm; Länge 60 mm; und Durchmesser 4 mm (andere mögliche Konfigurationen umfassen: einen geraden Zylinder (30-40 mm im Durchmesser und 5-10 mm in der Länge) eines nichtporösen Materials, wie beispielsweise Polystyren, an dem ein "Deckel" einer mikroporösen Membran, die hier beschrieben ist, befestigt wird, oder ein abgeflachtes Rohr 2 mm x 20 mm x 60 mm); 2) eine Separationsbarriere, die aus Polyethylen aufgebaut ist (oder einem anderen akzeptierbaren Polymer); 3) Mikroporen mit 0,2 Mikrometer, die mit Methylzellulose verstopft sind.

Falls eine dreidimensionale, rechteckige Einrichtung verwendet wird, um eine größere Kapazität oder ein alternatives Verpackungsverfahren zu liefern, würde sie fünf undurchlässige Seiten besitzen, die aus Polystyren oder einem anderen Material hergestellt sind, um eine quadratische oder rechteckige Form (25 mm x 25-40 mm x 5-10 mm) zu bilden, und sechs Oberflächen würden eine mikroporöse Membran mit verstopften Poren sein, die als Deckel aufgebracht und gedichtet sind.

Eine Kryokonservierung des Samens in hohlen Röhrchen (oder Rohren oder anderen Behältern, die vorstehend beschrieben sind), wird mittels Maßnahmen, die nach dem Stand der Technik bekannt sind, bewirkt. Kurz gesagt wird vor einer Befruchtung einer Schar Hühner ein Röhrchen aus dem flüssigen Stickstoff aus der Bevorratung bei minus 196ºC entnommen und wird in eine Auftaulösung überführt. Nach einem Auftauen wird das hohle Röhrchen in eine wässrige Nachauftaubehandlungslösung überführt, die Additive enthält, die für das optimale Überleben der Avian-Spermatozoonzellen (mit einer Sauerstoffanreicherung, falls dies zweckmäßig ist), notwendig sind. Mit einem Eintauchen in die Nachauftaubehandlungslösung öffnen sich die verstopften Poren, um einen kontrollierten und relativ langsamen Ausfluß eines Glycerol-Kryoschutzmittels der Lösung innerhalb des Behälters, und demzufolge von den Spermatozoonzellen, und gleichzeitig ein kontrolliertes Eintreten des externen Mediums zu ermöglichen, um das aufgetaute Hahnsperma zu umgeben. Das aufgetaute und behandelte Hahnsperma ist dann zur Verwendung bei der künstlichen Befruchtung bereit.

Beispiel II

Ein zweites Beispiel ist vorgesehen, um das Konzept zweier unterschiedlicher Freigaberaten ebenso wie eine verlängerte Zeit zur Einleitung einer Porenöffnung zu erläutern.

Für menschliches Sperma werden sowohl Glycerol als auch Rohlipidmizellen (z.B. Eigelblipoprotein-Teilchen) auf dem Gebiet der Kryokonservierung verwendet. Es ist erwünscht, nach dem Auftauen, das Glycerol langsam zu entfernen (wie für das Hahnsperma) und dann schnell die Eigelblipoprotein-Teilchen zu entfernen. Um diese Aufgabe durchzuführen, wird dem allgemeinen Verfahren des Beispiels 1 gefolgt, mit der Ausnahme, daß das anfängliche Streckmittel Eigelb enthält und zentrifugiert wird (zum Beispiel 20.000 x g für 30 Minuten), oder es wird gefiltert (durch einen Filter mit 0,2 oder 0,4 Mikrometer), um Material größer als die Abmessung, die für die kolloidalen Teilchen erforderlich sind, zu entfernen, und Glycerol wird hinzugefügt, nachdem das gestreckte Sperma auf 5ºC gekühlt ist.

Der Behälter ist ein dreidimensionaler, rechtwinkliger Aufbau (obwohl die Form nicht wichtig ist) mit vier nichtporösen Seiten. Eine der anderen Seiten ist eine mikroporöse Membran mit Poren (ungefähr mit einem Durchmesser von 0,2 Mikrometern) verstopft mit einem Material (d.h. einem hohen Verhältnis an Methylzellulose zu Ethylzellulose), das Erodierbarkeitscharakteristika besitzt, die für das kontrollierte Entfernen des Glycerols geeignet sind. Diese Poren öffnen sich bald nach dem Eintauchen des Behälters in die Auftaulösung. Die letzte Fläche besteht aus einer mikroporösen Membran mit Poren unterschiedlicher Größe (0,3-0,5 Mikrometer), die mit einem unterschiedlichen Material verstopft sind (d.h. ein niedriges Verhältnis von Methylzellulose zu Ethylzellulose), das schnell nach einer Zeitverzögerung (30-40 Minuten) erodiert wird, um einen schnellen Austritt der Eigelblipoproteine und einen weiteren Eintritt des Behandlungsmediums zu ermöglichen.

Beispiel III

Ein drittes Beispiel ist vorgesehen, um die freigabe lösbarer Materialien an die Umgebung und einen alternativen Modus einer freigabe in Abhängigkeit einer Änderung von Umgebungsbedingungen zu erläutern.

Nährstoffe können bei kultivierten Zellen angewandt werden, die innerhalb von "Bioreaktoren" gehalten werden. Eine kontinuierliche Kultivierung von Zellen zum Zwecke einer Herstellung von Pharmazeutika und anderer Bioprodukte erfordert (als Minimum): Entnehmen der erwünschten Produkte, falls sie in dem Wachstumsmedium abgeschieden sind; Entfernen der toxischen Neuprodukte aus dem Medium; und eine selektive Einrichtung zum Nachfüllen von Nährstoffen und regulierenden Substanzen, die für eine fortlaufende Kultivierung der Zellen notwendig sind.

Eine kontrollierte Freigabe von Nährstoffen und regulierenden Substanzen wird durch das nachfolgende Verfahren erreicht. Ein hohles Rohr, das aus einer oder mehreren Poren, die mit einem oder mehreren Materialien verstopft sind, das so ausgewählt ist, um eine selektive Öffnung unter Umgebungsstimulierung zu ermöglichen, zusammengesetzt ist, wird mit einer sterilen Suspension (fest oder flüssig) oder einer Lösung der Materialien, die für ein kontinuierliches Wachsen und eine Produktion durch die spezifischen Zellen, die kultiviert werden, benötigt wird, befüllt. Beispiele umfassen Vitamine, Hormone, Spurenmetalle, usw.. Die Oberfläche des Rohrs wird dann sterilisiert, was zu einem Behälter führt, der eine Langzeitbevorratung der Materialien, die zu der Kultur hinzugefügt werden sollen, und ein leichtes Einsetzen in die Bioreaktoranlage ermöglicht, wie dies erforderlich ist.

Das Rohr wird in die Kultur (direkt oder in zirkulierende Medien) eingesetzt, wie dies benötigt wird. Aufgrund dieser neuen Umgebung öffnen sich die Poren, um die Materialien an die Zellen freizugeben. Das Umgebungssignal ist entweder ein passives (auf Wasser basierende Erosion des Porenstopfens, wie dies für die Behandlung von Hahnsperma skizziert ist) oder ein aktives Ansprechen auf die Änderung von Kulturbedingungen (pH-Verschiebung, wie dies durch eine Produktion von Säurenebenprodukten (z.B. Milchsäure) durch Zellen hervorgerufen wird. Ein solcher Behälter kann auch in einer maßstäblich großen landwirtschaftlichen Umgebung verwendet werden, d.h. für einen Zusatz von Nährstoffen zur Aufzucht von Fisch in einem kommerziellen Maßstab.

Anmerkung: Wir haben nicht alle Abschnitte dieses Beispiels durchgeführt.

Beispiel IV

Eine Kunststoffkammer enthält sechs rechtwinklige Behälter mit verstopften Poren plus Austauschlösungen. Die Kammer ist mit Steuerschaltkreisen, einem "Oxistar", einer Steuereinrichtung, die die Aufrechterhaltung einer konstanten O&sub2;-Spannung durch differentielle Zugabe von Luft oder N&sub2; ermöglicht, und mit Einrichtungen, die nach dem Stand der Technik zur Temperatursteuerung, zum Pumpen und zur Druckminderung bekannt sind, verbunden.

Truthahnsamen wird gesammelt, zusammengefaßt und durch Mittel, die nach dem Stand der Technik bekannt sind, getrocknet; das getrocknete Truthahnsperma wird unter einer linearen Rate auf Temperaturen zwischen 5ºC und 20ºC gekühlt und ≥ 1,5 ml aliquote Teile werden an jeden der sechs rechtwinkligen Behälter mit verstopften Poren abgegeben. Die Behälter besitzen Innenabmessungen von 3,5 x 17 x 36 Millimetern, obwohl sie durch Behälter, die Innendurchmesser von 3,0 x 17 x 22 Millimetern besitzen, substituiert werden könnten. Die zwei größten Wände der Behälter sind aus Polysulfon-Membranen aufgebaut, die Poren von 0,22 Mikrometern besitzen, wobei die Poren anfänglich mit Methylzellulose und Ethylzellulose gedichtet sind. Die Behälter werden in die Kammer eingesetzt, die ein Austauschfluid unter der erwünschten Temperatur (5-20ºC) enthält; die Poren der Behälter sind nach einigen Minuten nicht länger verstopft. Eine Kühlung und Dialyse kann für die Halteperiode fortgeführt werden.


Anspruch[de]

1. Behälter (10, 20, 30, 42), der vorgegebene Separationskinetiken zur Freigabe einer Substanz über einen ausgedehnten Zeitraum besitzt, der mindestens eine Wand, die so geformt ist, um einen hohlen, befüllbaren Behälter zu bilden, aufweist, wobei der Behälter mit einer ersten Substanz gefüllt ist, wobei die Wand eine Innenoberfläche und eine Außenoberfläche bildet, wobei die Wand weiterhin mindestens eine vorgeformte Pore (12, 22, 24, 32, 34, 36) darin besitzt, wobei die Pore zwischen der Innenoberfläche und der Außenoberfläche nur mit einer zweiten Substanz gefüllt ist, wobei die zweite Substanz chemisch zu der ersten Substanz unterschiedlich ist und die weiterhin unter Aussetzung gegenüber Umgebungsbedingungen erodierbar ist, die einen Teil einer Separation, die durchgeführt werden soll, gemäß den vorgewählten Separationskinetiken bildet, gekennzeichnet dadurch, daß der Behälter (10, 20, 30, 42), der eine Zugangseinrichtung (14), die darin gebildet ist, um die erste Substanz aufzunehmen, besitzt, wobei die Zugangseinrichtung (14) und die Pore (12, 22, 24, 32, 34, 36) separate Strukturen sind, wobei die zweite Substanz und die vorgeformte Pore eine chemische Identität und Größe jeweils besitzen, die zusammen so berechnet sind, um die vorgewählten Separationskinetiken des Behälters zu definieren, und daß die erste Substanz eine Kombination eines ersten Produkts und eines zweiten Produkts ist, wobei das zweite Produkt kleiner als das erste Produkt ist und wobei weiterhin die Pore Dimensionen besitzt, die einen Ausfluß des zweiten Produkts und eine Zurückhaltung des ersten Produkts ermöglichen.

2. Behälter nach Anspruch 1, wobei das erste Produkt weiterhin Truthahn-Spermatozoonzellen aufweist.

3. Behälter nach Anspruch 2, wobei die Pore eine Mikropore ist.

4. Behälter nach Anspruch 3, wobei die Mikropore 0,22 Mikrometer im Durchmesser beträgt.

5. Behälter nach Anspruch 1, wobei die erodierbare Substanz weiterhin eine Beimischung aus Ethylzellulose und Methylzellulose aufweist.

6. Behälter nach einem der Ansprüche 1-5, wobei der Behälter eine dreidimensionale, rechtwinklige Konstruktion ist.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com