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Dokumentenidentifikation DE69016924T2 07.09.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0425042
Titel Verfahren und Anordnung zum Detektieren von Parametern eines digital steuerbaren Prozesskreises zum Steuern der Abtastung eines Datenträgers.
Anmelder Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder Akkermans, Antonius Hermanus Maria, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter Peuckert, H., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 22335 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69016924
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 22.10.1990
EP-Aktenzeichen 902028158
EP-Offenlegungsdatum 02.05.1991
EP date of grant 15.02.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.1995
IPC-Hauptklasse G11B 7/08
IPC-Nebenklasse G05B 13/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren des Detektierens eines oder mehrerer Parameter einer digital steuerbaren Verarbeitungsschaltung zur Steuerung des Abtasten eines Datenträgers, unter Verwendung von Erregermitteln zum Erregen der Verarbeitungsschaltung mit einem Detektionssignal, das bekannte Eigenschaften hat, und Detektionsmitteln zum Detektieren der Antwort der Verarbeitungsschaltung auf das zugeführte Detektionssignal.

Durch Vergleich beispielsweise der Amplitude des detektierten Antwortsignals mit der Amplitude des zugeführten Detektionssignals oder mit einem festen Bezugssignal ist es möglich, ein Maß für die Verstärkung der Verarbeitungsschaltung zu erhalten. Es ist möglich, beispielsweise ein Maß für einen Offsetfehler aus dem Energieinhalt des Antwortsignals abzuleiten.

Ein Verfahren der eingangs erwahnten Art ist an sich aus der europäischen Patentanmeldung EP-A 0.021.510 und den US-Patentschriften US-A 4.471.477 und US-A 4.482.989 bekannt, die sich beide auf Einrichtungen zum Abtasten eines Datenträgers beziehen.

Bei der genannten europäischen Patentanmeldung bildet das Fokussierungssystem der optischen Abtastschaltung die digital gesteuerte Verarbeitungsschaltung, und die beiden US-Patentschriften beziehen sich auf die digitale Steuerung des relativen Positionierungssystems der optischen Abtastschaltung und des Datenträgers beim Abtasten.

Zum Steuern der beiden Verarbeitungsschaltungen wird das von der optischen Abtastschaltung erzeugte Informationssignal und/oder ein oder mehrere optisch erzeugte Meßsignale verwendet. Die Leistungsfähigkeit der optischen Abtastschaltung und ihrer zugehörigen Steuerschaltungen hängt unter anderem von optischen, mechanischen und elektrischen Toleranzen und anderen Unvollkommenheiten ab, die Instabilitäten oder Steuerfehler hervorrufen können. Eine asymmetrische Intensitätsverteilung in der optischen Abtastschaltung kann einen Offsetfehler bewirken, während beispielsweise die Eigenschaften des Datenträgers selbst die Stärke des Informationssignals und der Meßsignale bestimmen, was die Gesamtverstärkung der Steuerschaltungen und damit die Bandbreite dieser Schaltungen beeinflußt. Wenn beispielsweise die Steuerbandbreite zu groß ist, kann das eine instabile Steuerung der Abtastschaltung mit sich bringen. Daher ist es wesentlich, Steuerschaltungen anzustreben, deren Eigenschaften und Leistungsfähigkeit möglichst konstant sind.

Bei den genannten Abtasteinrichtungen nach dem Stand der Technik liefert das eingangs beschriebene Verfahren unter anderem Informationen über Abweichungen von der gewünschten Verstärkung und Offsetfehler in der optischen Abtastschaltung. Im Betrieb werden daher das Fokussierungssystem und das Positionierungssystem jeweils kontinuierlich mit einem sinusförmigen Detektionssignal bekannter Frequenz und Amplitude erregt. Die Amplitude ist dabei beispielsweise an die Abmessungen der Datengebiete des abzutastenden Trägers angepaßt, während die Frequenzgrenzen insbesondere durch die in dem betreffenden Prozeß eingesetzten (mechanischen) Antriebsmittel festgelegt werden. Die Antwort auf das zugeführte sinusförmige Detektionssignal kann aus den Steuersignalen der Steuerschaltungen mit Hilfe von an sich bekannten Techniken, wie Amplituden- oder Phasendetektion gewonnen werden.

Die Wahl der Frequenz des Detektionssignals wird hauptsächlich durch die Forderung nach minimaler Wärmeentwicklung und damit minimaler elektrischer Leistungsaufnahme bestimmt, was besonders für kompakte, tragbare, mit Speisequellen wie Batterien oder Akkus betriebene Abtasteinrichtungen wichtig ist. Es hat sich gezeigt, daß im Falle eines typischen Detektionssignals mit einer Frequenz in der Größenordnung von 200 Hz bereits 80% der beispielsweise vom Positionierungssystem aufgenommenen elektrischen Leistung für das Detektionssignal bestimmt ist.

Es ist möglich, zu zeigen, daß die elektrische Leistung für das Detektionssignal direkt der vierten Potenz der Frequenz des Detektionssignals proportional ist. Daher ist unter dem Gesichtspunkt der Leistungsaufnahme eine relativ niedrige Frequenz vorzuziehen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß im Falle beispielsweise tragbarer Abtasteinrichtungen mit getrenntem Audio-Wiedergabesystem akustische Rückkopplung auftritt, die im Bereich 100 bis 400 Hz am ausgeprägtesten ist. Insbesondere in Situationen mit vergleichsweise hohen Klangpegeln können die Steuersignale der Steuerschaltungen in unerwünschtem Ausmaß gestört werden, unabhängig davon, ob Amplituden- oder Phasendetektion verwendet wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs definierte Verfahren so zu verbessern, daß die geforderte Detektion der Parameter mit Hilfe eines Detektionssignals verhältnismäßig hoher Frequenz erfolgen kann, ohne daß die elektrische Leistungsaufnahme im Vergleich zu einem Detektionssignal niedrigerer Frequenz deutlich höher ist. Natürlich wird vorgezogen, die elektrische Leistungsaufnahme zu verringern.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Verarbeitungsschaltung intermittierend mit dem Detektionssignal erregt wird.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß das Abtasten eines Datenträgers ein langsam variierender Prozeß ist, der im Prinzip keine ständige Prozeßüberwachung erfordert und daß in digital gesteuerten Verarbeitungsschaltungen die eingestellten Verstärkungs- und Offsetwerte nicht "weglecken", wenn die Steuerschaltung nicht im Betrieb ist.

Es wird deutlich sein, daß durch intermittierendes oder diskontinuierliches Erregen der Verarbeitungsschaltung die Gesamtleistungsaufnahme und die unerwünschte Wärmeentwicklung verringert werden können, so daß es möglich ist, außerhalb des Bereiches, in dem Störsignale auftreten, eine relativ hohe Detektionsfrequenz zu wählen. Bei den genannten tragbaren optischen Abtasteinrichtungen ist es beispielsweise möglich, eine Detektionsfrequenz in der Größenordnung von 500 Hz zu verwenden, wodurch die Empfindlichkeit der Steuerschaltungen für die genannte akustische Rückkopplung verringert wird.

Ein weiterer Vorteil einer verhältnismäßig hohen Erregungsfrequenz ist, daß durch Verwendung von Phasendetektion eine empfindlichere Detektion der Antwort des zugeführten Detektionssignals erhalten werden kann, als wenn Amplitudendetektion verwendet wird. Phasendetektion kann in einfacher Weise durch die an sich bekannte synchrone Detektionstechnik realisiert werden, die auch bei der Detektion von Offsetfehlern eingesetzt wird. Das Erregungssignal kann beispielsweise periodisch zugeführt werden.

Im Prinzip kann das erfindungsgemäße Verfahren für jedes adaptive, digital steuerbare Verarbeitungssystem eingesetzt werden, das ein bekanntes externes Detektionssignal für die Identifizierung von Systemparametern verwendet.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß die Erregermittel und die Detektionsmittel für mehrere getrennte Verarbeitungsschaltungen gemeinsam eingesetzt werden können, um einen oder mehr Parameter der genannten Schaltungen zu detektieren. Dies bedeutet, daß zum Steuern einer Vielzahl von Verarbeitungsschaltungen nur eine minimale Zahl von zusätzlichen Schaltungskomponenten und, im Falle software-gesteuerter Komponenten, ein Minimum zusätzlicher Software benötigt wird.

Die Erfindung betrifft auch eine Einrichtung zum optischen Abtasten eines Datenträgers, die vorteilhafterweise das erfindungsgemäße Verfahren verwendet, wobei die Einrichtung eine Strahlungsquelle zum Liefern eines Abtaststrahlenbündels umfaßt, Fokussierungsmittel zum Richten des Abtaststrahlenbündels auf den Datenträger, Antriebsmittel zum Bewirken einer relativen Bewegung zwischen dem Datenträger und dem Abtaststrahlenbündel, um den Datenträger abzutasten, Lesemittel zum Detektieren der Information im Abtaststrahlenbündei als Folge des Abtastens des Datenträgers, Mittel zum Erzeugen eines Meßsignals, das repräsentativ für die Abweichung des momentanen Ortes des Auftreffens des Abtaststrahlenbündels auf den Datenträger vom gewünschten Abtastpunkt ist, auf das Meßsignal ansprechende erste und zweite Steuerungsmittel zur Erzeugung eines ersten Steuersignals für die Fokussierungsmittel bzw. eines zweiten Steuersignals für die Antriebsmittel, um die genannte Abweichung zu verringern, wobei die Meßmittel, die ersten Steuerungsmittel und die Fokussierungsmittel Teil einer digital steuerbaren ersten Verarbeitungsschaltung sind, die Meßmittel, die zweiten Steuerungsmittel und die Antriebsmittel Teil einer digital steuerbaren zweiten Verarbeitungsschaltung sind, und außerdem Erregermittel zum Erregen mindestens einer der Verarbeitungsschaltungen mit einem Detektionssignal, Detektionsmitteln zum Detektieren der Antwort der betreffenden Verarbeitungsschaltung auf das Detektionssignal und mit zu mindestens einem der Steuerungsmittel gehörenden und auf das Detektionssignal ansprechenden Mitteln, um ein Korrektursignal zum Korrigieren der genannten Abweichung zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß zum intermittierenden Erregen der betreffenden Verarbeitungsschaltung mit dem Detektionssignal mit den Erregermitteln gekoppelte erste Schaltmittel vorgesehen sind.

Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung, die aus Gründen der Schaltungstechnik vorteilhaft ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß zweite Schaltmittel vorgesehen sind, um die Erregermittel, die Detektionsmittel und die Mittel zum Erzeugen eines Korrektursignals mit der ersten oder der zweiten Verarbeitungsschaltung zu koppeln.

Wie Vorstehend beschrieben hängt die Leistungsfähigkeit der optischen Abtastschaltung und der zugehörigen Steuerschaltungen von Toleranzen und anderen Unvollkommenheiten ab, unter anderem den Eigenschaften des abzutastenden Datenträgers selbst, der eine adaptive Steuerung der Eigenschaften der Verarbeitungsschaltungen, wie Verstärkung und Bandbreite, erforderlich macht.

Im allgemeinen werden die Eigenschaften eines Datenträgers, beispielsweise sein Reflexionsvermögen, an der abzutastenden Stelle konstant sein. Ein einmaliges Justieren des Fokussierungssystems ist dann ausreichend.

Die bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung ist daher dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel geeignet sind, die Erregermittel, die Detektionsmittel und die Mittel zum Erzeugen des Korrektursignals beim Starten der Einrichtung mit der ersten Verarbeitungsschaltung zu koppeln, um die Fokussierungsmittel einzustellen.

In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung wird eine optimale Korrektur des Abtastsystems dadurch erreicht, daß die Schaltmittel geeignet sind, die Erregermittel, die Detektionsmittel und die Mittel zum Erzeugen des Korrektursignals abwechselnd mit der ersten und der zweiten Verarbeitungsschaltung zu koppeln. Diese Ausführungsform verringert wirksam den Einfluß lokaler Störungen beispielsweise des Reflexionsvemögens des Datenträgers infolge von Flecken u.ä.

Wenn eine oder beide Verarbeitungsschaltungen intermittierend mit einem Detektionssignal erregt werden, dessen Frequenz zweimal so hoch ist wie nach dem Stand der Technik, bei dem eine oder mehr Verarbeitungsschaltungen kontinuierlich erregt werden, kann die elektrische Leistungsaufnahme verringert werden, wenn nach einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung das Verhältnis des Einschaltintervalls zum Ausschaltinnervall der ersten Schaltmittel gleich oder größer als 0,05 ist.

Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und soll anhand ihrer Verwendung in einer optischen Abtasteinrichtung im folgenden näher beschrieben werden.

Die Zeichnung zeigt das Schaltbild einer auf dem erfindungsgemäßen Verfahren beruhenden digitalen Steuerschaltung für das optische Abtastsystem einer Einrichtung zum optischen Abtasten eines Datenträgers, beispielsweise eines plattenförmigen Datenträgers wie in der europäischen Patentanmeldung EP-A 0.021.510 und den beiden US-Patentschriften US-A 4.471.477 und US-A 4.482.989 beschrieben wird, die hierin durch Nennung aufgenommen sind.

Bei praktisch verwendeten plattenförmigen Datenträgern nach dem Stand der Technik ist die abzutastende Information entsprechend einem spiralförmigen oder konzentrischen Muster in Spuren angeordnet. Die Platte hat solche Eigenschaften, daß ein einfallendes Abtaststrahlenbündel reflektiert wird. Die abzutastende Information wird durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Vertiefungen (Pits) in der abzutastenden Plattenoberfläche dargestellt.

Im allgemeinen wird das Abtaststrahlenbündel mit Hilfe einer Strahlungsquelle wie ein Halbleiterlaser oder ein Helium-Neon-Laser erzeugt. Das Von dieser Strahlungsquelle erzeugte Lichtbündel wird über einstellbare Fokussierungsmittel mit einer oder mehr Linsen zu einen Abtaststrahlenbündel des gewünschten Querschnitts verarbeitet. Zum Abtasten der genannten Spuren ist das Abtastsystem in radialer Richtung mit Hilfe von Stell- und Positionierungsmitteln relativ zur Plattenoberfläche bewegbar konstruiert.

Das am Datenträger reflektierte Abtaststrahlenbündel enthält Information über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Pits in der Plattenoberfiäche, und diese Information kann mit einem Lesedetektor und Verarbeitungsmitteln nach dem Stand der Technik verarbeitet werden.

In der Praxis haben die Datenträger eine spiralförmige Informationsspur mit einer Breite von etwa 0,6 um und einem Spurabstand von 1,6 um. Die mittlere Tiefe der Pits ist ungefähr 0,12 um. Zum Abtasten einer solchen Informationsstruktur sollte das Abtaststrahlenbündel der Informationsspur exakt folgen und genau fokussiert sein. Zur Steuerung der Fokussierungs- und Positionierungsmittel sind Mittel vorhanden, die ein Meßsignal erzeugen, das ein Maß für die Abweichung zwischen dem momentanen Ort des Einfallens des Abtaststrahlenbündels auf den Datenträger und dem gewünschten Abtastpunkt ist. Entsprechend dem Stand der Technik können diese Mittel zwei weitere Detektoren umfassen, die in der gleichen Ebene angeordnet sind wie der Lesedetektor zur Detektion des reflektierten Abtaststrahlenbündels. Wie nach dem Stand der Technik bekannt ist, kann ein Meßsignal zur Steuerung der Positionierungs- und Fokussierungsmittel aus dem auf die beiden weiteren Detektoren fallenden Licht abgeleitet werden.

Wie einleitend bereits festgestellt wurde, unterliegen die Fokussierungs- und Positionierungsmittel optischen, mechanischen und elektrischen Toleranzen, und ihre Funktionsweise hängt außerdem von den Eigenschaften des abzutastenden Datenträgers ab, wie Reflexionsvermögen, Pittiefe und ähnliches. Infolge dieser Abweichungen ändert sich die Verstärkung der Steuerungsschaltungen für die Fokussierungs- und Positionierungsmittel und damit die Bandbreite, wie in den beiden genannten US-Patentschriften ausführlich beschrieben und erläutert wird. Bandbreiteschwankungen können zu Instabilitäten bei der Steuerung der optischen Abtastschaltung führen. Insbesondere erfordern Abweichungen infolge der Eigenschaften des abzutastenden Datenträgers die adaptive Steuerung der gewünschten Steuerungsbandbreite.

Das in der Zeichnung gezeigte Schaltbild beruht auf dem bekannten Verfahren, bei dem für die adaptive Bestimmung der Verstärkung und der Offsetfehler einer Verarbeitungsschaltung diese Schaltung mit einem Erregersignal erregt wird, wobei aus der Antwort auf dieses Signal ein Maß für die betreffenden Parameter abgeleitet wird, um diese Parameter nötigenfalls zu korrigieren.

Der Block Hf stellt die Übertragungsfunktion der Fokussierungsmittel und der Block Hf die Übertragungsfunktion der Positionierungsmittel der Abtasteinrichtung dar. Das mit Hilfe der genannten weiteren Detektoren erhaltene Meßsignal liefert ein Maß für die Gesamtverstärkung der Steuerungsschaltungen für die Fokussierungs- und Positionierungsmittel, das in der Figur mit Hilfe der Blöcke kf und kp dargestellt wird. Zur Steuerung der Verstärkung der Steuerungsschaltungen enthalten die Rückkopplungskreise der betreffenden Verarbeitungsschaltungen außerdem die mit Δk bezeichneten Blöcke, die jeweils einen Steuerungseingang 10 bzw. 11 haben. Wie in den beiden genannten US-Patentanmeldungen erläutert wird, kann die Bandbreite der betreffenden Verarbeitungsschaltung durch derartiges Variieren der Verstärkung eingestellt werden.

Zur Bestimmung der gewünschten Parameter, wie beispielsweise der Gesamtverstärkung einer Verarbeitungsschaltung, gibt es Erregermittel in Form einer Signalquelle E, die beispielsweise ein sinusförmiges Detektionssignal d mit bekannten Eigenschaften, d.h. Amplitude und Frequenz, zum Erregen der betreffenden Verarbeitungsschaltungen Hf bzw. Hp liefern. Das einer Verarbeitungsschaltung über einen Addierer 12 bzw. 13 zugeführte Detektionssignal wird weiterhin Detektionsmitteln mit einer Reihenschaltung aus einem Tiefpaß 14, einer Detektionsschaltung 15, einem Komparator 16 und einem Integrierer 17 zugeführt. Die Detektionsschaltung 15 kann eine an sich bekannte Schaltung zur Amplituden- oder Phasendetektion sein, die im letzteren Fall einen Eingang zum Empfangen des Detektionssignals d enthält, wie in der Figur durch eine einfach gestrichelte Linie dargestellt wird. Das aus der Detektionsschaltung 15 kommende Signal wird einem Eingang (+) des Komparators 16 zugeführt, dessen anderer Eingang (-) ein geeignetes Bezugssignal aus einer Referenzsquelle REf bzw. empfängt. Das von dem Komparator 16 gelieferte Signal wird mit Hilfe des Integrierers 17 integriert, was ein Steuersignal zur Steuerung der Verstärkung und damit der Steuerungsbandbreite der betreffenden Verarbeitungsschaltung ergibt.

Durch Verwendung digital arbeitender Komponenten kann dafür gesorgt werden, daß die einmal eingestellte Verstärkungs- oder Offsetkorrektur beibehalten wird und nicht "wegleckt" wie im Fall analoger Komponenten.

Erfindungsgemäß sind Schaltmittel S&sub1; und S&sub2; vorgesehen, wobei letztere vier zugehörige Schaltelemente S&sub2;&sub1;, S&sub2;&sub2;, S&sub2;&sub3; und S&sub2;&sub4; in der Figur umfassen, die so, wie mit den zweifach gestrichelten Linien angedeutet, miteinander gekoppelt sind. In der Figur werden die betreffenden Schaltmittel als mechanische Schalter dargestellt. Natürlich werden in der Praxis digitale Schaltmittel oder Schaltprinzipien verwendet, die ebenfalls die Implementierung von Schaltfunktionen mittels Software beinhalten können.

Mit Hilfe der ersten Schaltmittel S&sub1; kann das Detektionssignal d aus der Signalquelle E intermittierend oder periodisch zugeführt werden. Das Detektionssignal kann dem (+)-Eingang des Addierers 12 bzw. 13 über das zweite Schaltmittel, im vorliegenden Fall S&sub2;&sub1;, zugeführt werden. Der Schalter S&sub2;&sub2; weist die Detektionsmittel der betreffenden Verarbeitungsschaltung zu. Das geeignete Bezugssignal wird mit Hilfe des Schalters S&sub2;&sub4; ausgewählt, während das Signal am Ausgang des Integrierers 17 entweder dem Eingang 10 der Mittel Δk für die Verstärkungssteuerung der einen Verarbeitungsschaltung oder dem Eingang 11 der Mittel Δk für die Verstärkungssteuerung der anderen Verarbeitungsschaltung über den Schalter S&sub2;&sub3; zugeführt wird. Um die Amplitude des Detektionssignals d an die einzelnen Verarbeitungsschaltungen anzupassen, können gesonderte Mittel vorgesehen sein, wie der in gestrichelten Linien angegebene Block 18. Dieser Block 18 kann beispielsweise ein Abschwächer sein.

Das Detektionssignal wird der Verarbeitungsschaltung Hf oder der Verarbeitungsschaltung Hp mit Hilfe der zweiten Schaltmittel S&sub2; zugeführt. Wenn der abzutastende Datenträger über seine gesamte abzutastende Oberfläche optisch nahezu homogene Eigenschaften hat, ist eine einmalige Justierung der Fokussierungsmittel zu Beginn des Abtastvorgangs ausreichend. Anschließend können die Detektionsmittel der Positionierungsschaltung beim Abtasten des Datenträgers kontinuierlich zugewiesen werden, damit das Abtaststrahlenbündel der Informationsspur auf dem Datenträger genau folgt.

Es wird deutlich sein, daß durch geeignetes Anordnen der Detektionsmittel und der Erregermittel entsprechend der Erfindung eine adaptive optimale Einstellung der Fokussierungsmittel und der Positionierungsmittel mit einem Minimum gesonderter kostspieliger Komponenten erreicht werden kann. Intermittierendes Schalten der Erregermittel, im vorliegenden Fall der Signalquelle B, ermöglicht es, ein Detektionssignal d mit der gewünschten hohen Frequenz zu verwenden, wobei sich im Vergleich zu optischen Abtasteinrichtungen nach dem Stand der Technik eine gleiche oder selbst niedrigere Leistungsaufnahme ergibt.


Anspruch[de]

1. Verfahren des Detektierens eines oder mehrerer Parameter einer digital steuerbaren Verarbeitungsschaltung (Hf, Hp) zur Steuerung des Abtasten eines Datenträgers, unter Verwendung von Erregermitteln (E) zum Erregen der Verarbeitungsschaltung mit einem Detektionssignal, das bekannte Eigenschaften hat, und Detektionsmitteln (14, 15, 16, 17) zum Detektieren der Antwort der Verarbeitungsschaltung auf das zugeführte Detektionssignal, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungsschaltung (Hf, Hp) intermittierend mit dem Detektionssignal (d) erregt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungsschaltung (Hf, Hp) periodisch mit dem Detektionssignal (d) erregt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregermittel (E) und die Detektionsmittel (14, 15, 16, 17) für mehrere getrennte Verarbeitungsschaltungen (Hf, Hp) gemeinsam eingesetzt werden, um einen oder mehr Parameter der genannten Schaltungen zu detektieren.

4. Einrichtung zum optischen Abtasten eines Datenträgers, mit einer Strahlungsquelle zum Liefern eines Abtaststrahlenbündels, Fokussierungsmitteln zum Richten des Abtaststrahlenbündels auf den Datenträger, Antriebsmitteln zum Bewirken einer relativen Bewegung zwischen dem Datenträger und dem Abtaststrahlenbündel, um den Datenträger abzutasten, Lesemitteln zum Detektieren der Information im Abtaststrahlenbündel als Folge des Abtastens des Datenträgers, Mitteln zum Erzeugen eines Meßsignals, das repräsentativ für die Abweichung des momentanen Ortes des Auftreffens des Abtaststrahlenbündels auf den Datenträger vom gewünschten Abtastpunkt ist, mit auf das Meßsignal ansprechenden ersten und zweiten Steuerungsmitteln zur Erzeugung eines ersten Steuersignals für die Fokussierungsmittel bzw. eines zweiten Steuersignals für die Antriebsmittel, um die genannte Abweichung zu verringern, wobei die Meßmittel, die ersten Steuerungsmittel und die Fokussierungsmittel Teil einer digital steuerbaren ersten Verarbeitungsschaltung (Hf) sind, die Meßmittel, die zweiten Steuerungsmittel und die Antriebsmittel Teil einer digital steuerbaren zweiten Verarbeitungsschaltung (Hp) sind, und außerdem mit Erregermitteln (B) zum Erregen mindestens einer der Verarbeitungsschaltungen (Hf, Hp) mit einem Detektionssignal (d), Detektionsmitteln (14, 15, 16, 17) zum Detektieren der Antwort der betreffenden Verarbeitungsschaltung (Hf, Hp) auf das Detektionssignal (d) und mit zu mindestens einem der Steuerungsmittel gehörenden und auf das Detektionssignal ansprechenden Mitteln, um ein Korrektursignal zum Korrigieren der genannten Abweichung zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß zum intermittierenden Erregen der betreffenden Verarbeitungsschaltung (Hf, Hp) mit dem Detektionssignal (d) mit den Erregermitteln (B) gekoppelte erste Schaltmittel (S&sub1;) vorgesehen sind.

5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zweite Schaltmittel (S&sub2;; S&sub2;&sub1;, S&sub2;&sub2;, S&sub2;&sub3;, S&sub2;&sub4;) vorgesehen sind, um die Erregermittel (B), die Detektionsmittel (14, 15, 16,17) und die Mittel zum Erzeugen eines Korrektursignals mit der ersten (Hf) oder der zweiten Verarbeitungsschaltung (Hp) zu koppeln.

6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregermittel (B) Einstellmittel (18) umfassen, um die Amplitude des Detektionssignals einzustellen.

7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel (S&sub1;, S&sub2;) geeignet sind, die Erregermittel (B), die Detektionsmittel (14, 15, 16, 17) und die Mittel zum Erzeugen des Korrektursignals beim Starten der Einrichtung mit der ersten Verarbeitungsschaltung zu koppeln, um die Fokussierungsmittel einzustellen.

8. Einrichtung nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel (S&sub1;, S&sub2;) geeignet sind, die Erregermittel (B), die Detektionsmittel (14, 15, 16, 17) und die Mittel zum Erzeugen des Korrektursignals abwechselnd mit der ersten und der zweiten Verarbeitungsschaltung zu koppeln.

9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis des Einschaltintervalls zum Ausschaltinnervall der ersten Schaltmittel (S&sub1;) gleich oder größer als 0,05 ist.







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