PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69017641T2 19.10.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0436900
Titel Schussfadenzubringer für Greifer- und Projektilwebmaschinen.
Anmelder Roj Electrotex S.p.A., Biella, Vercelli, IT
Erfinder Maina, Bruno, I-13069 Valdengo Vercelli, IT
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte BOEHMERT & BOEHMERT, NORDEMANN UND PARTNER, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 69017641
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.12.1990
EP-Aktenzeichen 901249193
EP-Offenlegungsdatum 17.07.1991
EP date of grant 08.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.1995
IPC-Hauptklasse D03D 47/34

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen bei Schußfadenzubringern für Greifer- und Projektil-Webmaschinen. Genauer ist es die Aufgabe der Erfindung, automatisch in solchen Zubringern die Kontinuität des Schußfadens von der Zubringerspule - oder Haspel zu der Webmaschine in dem Fall des Fadenbruchs oder der Unterbrechung wiederherzustellen.

Wie es dem Fachmann bekannt ist, sieht die Fadenzubringeranordnung, die üblicherweise in schützenlosen Webmaschinen - des Greifer- oder Projektil-Typs - getroffen wird, für den Schußfaden vor, daß er von einer stationären Spule oder Haspel abgezogen wird, durch eine oder mehrere Führungsösen, durch einen Schußfadenzubringer, der unmittelbar stromaufwärts des Einlasses zum Webmaschinenkettfach angeordnet ist. Es ist auch bekannt, daß Schußfadenzubringer, mit denen diese Webmaschinen ausgerüstet sind, im wesentlichen aufweisen: einen elektrischen Motor, der die Drehung eines Wicklungsarmes bewirkt; und eine Trommel, die auf der Motorwelle freilaufend angebracht ist, jedoch stationär gehalten wird, um die der Arm den Schußfaden in gleichmäßigen Wicklungen aufwickelt, wobei eine gewisse Menge an Schußfadenvorrat gebildet wird, erfaßt durch Sensoren, die von einem Träger getragen sind, der entlang der Trommel angeordnet ist, der auch eine Einrichtung zum Bremsen des Fadens gegen die Endfläche der Trommel trägt. Der Schußfaden wird durch die Webmaschine von dem Vorrat in einer axialen Richtung abgezogen, wobei seine Spannung so gleichmäßig wie möglich ist und mittels der Bremseinrichtung einstellbar ist.

Gemäß bekannter Technik wird, falls der Schußfaden entsprechend eines Punktes entlang seines zuvor beschriebenen Weges brechen sollte, die Fadenunterbrechung durch geeignet positionierte Sensoren erfaßt, um somit ein sofortiges Anhalten der Webmaschine zu bewirken.

In dem Fall daß nach dem Fadenbruch der Schußfadenzubringer vollständig oder teilweise der Vorrat zuende geht, ist es notwendig, den Faden manuell durch den Schußfadenzubringer zu einzuführen: zu diesem Zweck wird im allgemeinen ein flexibler Streifen verwendet, der in einem Haken endet, von dem das Fadenende gefangen wird, so daß es in den Schußfadenzubringer eingeführt wird, bis es aus der Führungsöse herauskommt, die zwischen dem Schußfadenzubringer und der Webmaschine angeordnet ist. Diese Arbeitsweise ist ziemlich lang und kompliziert und muß durchgeführt werden, während die Webmaschine nicht arbeitet, mit den Folgen - vom Gesichtspunkt der Produktivität her - die nicht unterstrichen werden müßten. Es ist somit offensichtlich, daß Benutzer von Webmaschinen außerordentlich daran interessiert sind, daß sie Systeme zur Verfügung haben können, die es erlauben, automatisch den Schußfaden zur Zuführung zur Webmaschine einzuführen und/oder neu einzuführen.

Konstrukteure von Schußfadenzubringern standen diesem Problem lange gegenüber, das heute wie schon immer gefühlt wurde. Mechanische Vorrichtungen sind bereits vorgeschlagen worden, um halbautomatisch den Faden in den Schußfadenzubringer einzuführen, wobei zum Beispiel ein flexibler Führungsstreifen benutzt wurde, wie in der EP-285 592, jedoch hat sich gezeigt, daß diese Lösungen kompliziert und kaum oder überhaupt nicht effizient waren, insbesondere wenn der Schußfadenzubringer mit Reibungsbremsen, wie Lamellenbremsen, ausgestattet ist.

Es ist auch vorgeschlagen worden, pneumatische Luftstrahl- oder Luftansaug-Vorrichtungen zu benutzen, die in den Schußfadenzubringer eingebaut wurden, wie in der DE-G 87 12 946.9, die eine Vorrichtung gemäß dem einleitenden Teil von Anspruch 1 offenbart, wobei diese jedoch sehr unzuverlässig in ihrer Funktion sind&sub1; und, weiterhin, sie beträchtliche Komplikationen enthalten, was den Aufbau betrifft.

Ein Schußfadenzubringer, der eine automatische Einfädelvorrichtung enthält, ist auch aus der EP-A 0 269 140 bekannt.

Bei den zuvor genannten Lösungen leiten sich die Hauptschwierigkeiten aus der Notwendigkeit ab, geeignete Durchlässe für den Faden entsprechend kritischer Punkte seines Weges abzuleiten - wie Nuten auf der Trommeloberfläche in dem ersten Fall und Kerben auf dem Bremsring in dem zweiten Fall - und aus der Tatsache, daß solche Nuten und Kerben durch Diskontinuitäten bedingt werden, die ein regelmäßiges Abwickeln des Fadens und dessen gleichförmiges Bremsen beeinträchtigen können, wodurch ein korrektes Arbeiten des Schußfadenzubringers und somit der Webmaschine verändert wird.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Unzulänglichkeiten voll zu überwinden, indem ein Schußfadenzubringer geliefert wird, der mit einer Einrichtung zum automatischen Wiederherstellen der Kontinuität des Schußfadens von der Haspel zu der Webmaschine ausgestattet ist, welche perfekt leistungsfähig sind, ganz zuverlässig sind und eine relativ einfache Betriebsweise haben.

Diese Ausgabe wird befriedigend gelöst durch einen Schußfadenzubringer des bereits definierten Typs, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Wiederherstellen der Kontinuität des Schußfadens aus drei Vorrichtung besteht, die auf den Faden einwirken, wobei: die erste Einrichtung eine Drucklufteinrichtung ist, die an dem Einlaß des Schußfadenzubringers positioniert ist, um von diesem einen gebrochenen Faden abzuziehen und einen neuen Faden einzuführen, der von der Spule oder der Haspel zugeführt wird, und wenigstens eine Röhre, die mit dem Einlaß des Schußfadenzubringers verbunden ist, um den neuen Faden (f) einzuführen, wobei entlang der Röhre Klemmittel, Düsenmittel und Schneidmittel positioniert sind, und eine zweite, von der ersten nahe seinem Auslaß in den Schußfadenzubringer abzweigende Röhre, die weiter Düsenmittel hat und zum Zurückziehen des gebrochenen Fadens (X) dient, aufweist; die zweite Einrichtung benachbart der Schußfadenzubringertrommel angeordnet ist, um den neuen Faden, der von der ersten Einrichtung und von dem Wickelarm zugeführt wird, aufzunehmen und zu einem festen Ort, der zwischen der Trommel und der Webmaschine angeordnet ist, zu führen und eine gekrümmt profilierte Röhre aufweist, die entweder offen ist und dazu geeignet ist, sich längs zu der Trommel zu öffnen und aerodynamische Führungsmittel für den Faden hat; und die dritte Einrichtung eine Drucklufteinrichtung ist, die aus wenigstens einer Saugdüse besteht, die stromabwärts der Bremsmittel an dem Ende des Schußfadenträgers, welcher entlang der Trommel positioniert ist, befestigt ist, und dadurch, daß der Träger, der entlang der Trommel positioniert ist, auf dem Schußfadenzubringerkörper, der den Motor aufnimmt, montiert ist, um von dem Ende der Trommel weg beweglich zu sein, mit den Bremsmitteln, und so die Mittel und die Saugdüse von ihrer Normalposition zentrisch auf der Schußfadenzubringerachse in eine Position, in der der Einlaß der Saugdüse mit dem festen Punkt zusammenfällt, so daß der Schußfaden (f) sowohl durch die Bremsmittel (14) und die Saugdüse (15) eingefädelt wird, zu bewegen.

Ein Saugmund - der einen Teil des Schußfadenzubringers bilden kann oder diesem zugeordnet ist - wird zweckmäßigerweise mit der Saugdüse der dritten Luftdruckeinrichtung kombiniert, wobei die Düse damit zusammenwirkt, wenn sie in Übereinstimmung mit dem festen Punkt positioniert ist.

Zusätzlich Schneid-, Klemm- und Knotenmittel können bevorzugt stromabwärts des Schußfadenzubringers, zwischen demselben und der Webmaschine, zugeordnet sein.

Die erste Röhre der ersten Drucklufteinrichtung kann sich zweckmäßigerweise in zwei Zeige aufgabeln, um die Zufuhr des Schußfadenspeisers von zwei Spulen oder Haspel zu erlauben.

Die Bewegung des Trägers weg von dem Körpergehäuse des Motors kann automatisch durch einen Luftdruckzylinder oder eine andere Fluiddruckeinrichtung oder elektromechanische Vorrichtungen gesteuert werden.

Der Träger, der entlang der Schußfadenzubringertrommel angeordnet ist, ist bevorzugt so angebracht, daß er weg von der Trommel schwingt, er auf dem Körpergehäuse des Motors mit seinem Ende angelenkt ist, das dem gegenüberliegt, welches die Bremseinrichtung und die Saugdüse trägt.

Die Erfindung betrifft auch das Verfahren - durchgeführt mit dem zuvor beschriebenen Schußfadenzubringer -, um automatisch die Kontinuität des Schußfadens von der Spule oder der Haspel zu den Schußfadentransportmitteln (Greifer oder Projektile) einer Webmaschine wieder herzustellen. Das Verfahren ist durch die folgende Abfolge von Schritten gekennzeichnet:

- Stoppen der Webmaschine in Abhängigkeit von einem Signal, das das Fehlen oder den Bruch eines Fadens anzeigt;

- Bewegen der Bremsmittel weg von der Schußfadenzubringertrommel;

- Leeren des Schußfadenzubringers durch Entfernen oder Eliminieren eines etwa auf diesem verbliebenen Fadens;

- Einführen eines neuen Fadens in den Schußfadenzubringer;

- Rückbringen der Bremsmittel in eine Arbeitsposition;

- Verknoten des Fadens stromabwärts des Schußfaden- Zubringers durch Verknotungsmittel bekannter Art;

- erneutes Bilden des Schußfadenvorrats auf der Schußfadentrommel; und

- Starten der Webmaschine.

Die Erfindung wird nun in weiteren Einzelheiten mit Bezug auf einige bevorzugte Ausführungsformen davon beschrieben, auf der begleitenden Zeichnung veranschaulicht, in der:

Figur 1 eine erste Ausführungsform des Schußfadenzubringers gemäß der Erfindung zeigt, angeordnet zwischen den Zuführspulen und der Webmaschine;

Figur 2 in einem vergrößerten Maßstab eine abgeänderte Ausführungsform des Schußfadenzubringers der Figur 1 in Arbeitszustand zeigt;

Figur 3 den Schußfadenzubringer der Figur 2 zeigt, wobei der Schußfaden darin eingeführt ist; und

Figuren 4 bis 7 Schaubilder sind, die zeigen, wie der Schußfaden automatisch oder halbautomatisch in einen Schußfadenzubringer gemäß der Erfindung eingeführt wird.

Wie es in Figur 1 gezeigt ist, wird die Erfindung auf einen Schußfadenzubringer 2 angewendet, der zwischen Zubringerhaspeln 1, 1A und einer Greiferwebmaschine angeordnet ist, wobei nur der tragende Greifer P veranschaulicht ist. Wie bekannt wird ein solcher Schußfadenzubringer (Figuren 1 bis 7) im wesentlichen aus einem Hauptkörpergehäuse eines elektrischen Motors gebildet, der die Drehung eines Wicklungsarmes 6 bewirkt, und aus einer Trommel 3, die freilaufend auf der Motorwelle angebracht ist, jedoch stationär gehalten wird, um die der Arm 6 den Faden f in gleichmäßigen Wicklungen aufwickelt, wobei eine bestimmte Menge an Schußfadenvorrat gebildet wird, erfaßt von Sensoren (photoelektrischen Zellen) 3A, die von einem Träger 2A getragen werden, der entlang der Trommel 3 angeordnet ist. Bremsmittel 14, die an dem Ende des Trägers 2A angebracht sind, wirken in bekannter Weise auf die Trommel, wobei solche Bremsmittel aus einem ringförmigen Element mit elastischen Blättchen (Figuren 1 und 4 bis 7) oder aus einem ringförmigen Bürstenelement (Figuren 2 und 3) bestehen.

Mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen sollte zu allererst erwähnt werden, daß in der Anordnung der Figur 1 das Fehlen des Fadens aufgrund des Ausgehens von der Spule 1 (oder 1A) äquivalent zum Fadenbruch am Einlaß des Schußfadenzubringers 2 ist. Andererseits können Fadenbrüche stromaufwärts, entlang oder stromabwärts des Schußfadenzubringers 2 auftreten: allgemeiner tritt die Unterbrechung auf der Schußfadenzubringertrommel 3 auf, wobei zwei verschiedene Fadenenden getrennt gelassen werden, ein erstes Ende, das mit der Spule 1 verbunden ist, und das andere Ende, das mit dem Webmaschinengreifer P verbunden ist.

Gemäß der Erfindung:

- wird nach dem Bruch jeglicher Faden, der auf dem Schußfadenzubringer belassen ist, davon entfernt;

- wird ein neues Fadenende automatisch durch den Schußfadenzubringer eingeführt (der zu diesem Zweck in geeigneter Weise vorangeordnet ist);

- wird der Schußfadenzubringer in Arbeitsbedingungen rückgesetzt;

- wird der Fadenvorrat neu gebildet.

Um dieses Verfahren durchzuführen, sieht die Erfindung vor, den Schußfadenzubringer mit geeignet koordinierten mechanischen und elektromechanischen Druckluft- oder Pneumatikvorrichtungen auszustatten. Somit wird eine pneumatische Fadeneinführvorrichtung 20 - wobei zwei unterschiedliche Ausführungsformen davon jeweils in Figur 1 und in den folgenden Figuren gezeigt sind - zu allererst an dem Einlaß des Schußfadenzubringers 2 angewendet. Dies ist ein Körper, der von einem Röhre 4 - bzw. von zwei Röhren 5, 5A, die in eine Röhre 4 zusammenlaufen - durchquert wird, in die die Schußfäden f eingeführt werden, die von den Spulen 1 und 1A zugeführt werden, entsprechend, ob der Schußfadenzubringer und die Webmaschine von einer einzigen oder von einer doppelten Spule gespeist werden. Das Rohr 4 wird in Übereinstimmung mit dem Hohlraum 6A des Wicklungsarms 6 und der Motorwelle des Schußfadenzubringers 2 entsprechend der Hauptachse dieses Letzteren positioniert.

Entlang der Röhre 4 - oder der Röhren 5, 5A - sind in Folge, beginnend von dem Einlaßloch, angeordnet:

- Schußfaden-Klemmgreifer 7, 7A, gesteuert durch elektromechanische oder elektropneumatische Antriebsmittel;

- pneumatische Düsen 8, 8A, die mit Druckluft durch Leitungen gespeist werden, die durch Topfmagneten oder dergleichen gesteuert werden, um so den Schußfaden f in Richtung auf den Einlaß des Schußfadenzubringers laufen zu lassen, in Übereinstimmung mit dem Hohlraum 6A des Wicklungsarmes 6;

- Schermittel oder Schneider 9, 9A, um die Fäden zu schneiden, auch durch Antriebseinrichtungen gesteuert.

Weiterhin zweigt eine Röhre 10 von dem Teil der Röhre 4 ab, der dem Einlaß des Schußfadenzubringers 2 am nächsten liegt, wobei die Röhre 10 mit der Außenumgebung kommuniziert und in einer Düse 11 endet, in die Druckluft aus einer Leitung 12 durch Öffnen eines Magnetventils eingelassen werden kann, um einen Saugdruck zu erzeugen, der den Schußfaden aus der Röhre 4 saugt und ihn entfernt.

Gemäß der Erfindung wird eine zweite pneumatische Vorrichtung 30 bei dem Schußfadenzubringer auf der Seite der Fadenvorratswicklungstrommel 3 angewendet. Die Vorrichtung weist eine gekrümmte und zweckmäßig profilierte Röhre 13 auf, befestigt auf dem Körper des Schußfadenzubringers 2 oder auf seinem Träger 2A, der weiterhin auch die Bremsmittel 14 trägt. Die Vorrichtung 30 soll den Faden f führen, der aus dem inneren Hohlraum 6A des Wicklungsarms 6 kommt, in eine Saugdüse 15, die am Ende des Trägers 2A angebracht und an dem Auslaß des Schußfadenzubringers 2 positioniert ist, auf seiner Achse zentriert und stromabwärts der Bremsmittel 14.

Der Auslaß des Hohlraums 6A des Wicklungsarms 6 sollte genau dem Einlaß der festen Röhre 13 zugewandt sein, so daß Luft und Faden in diese letztere praktisch ohne Druck- und Geschwindigkeitsverlusten geschickt werden kann; Einrichtungen (nicht gezeigt) sind somit vorgesehen, um den Wicklungsarm 6 in der exakten entsprechenden Winkelposition anzuhalten: diese können aus einem Permanentmagneten bestehen, positioniert auf dem Wicklungsarm, und aus einem Sensor, der auf dem Schußfadenzubringer befestigt ist.

Druckluft kann in die Röhre 13 der Vorrichtung 30 aus einer Düse geblasen werden, die von einem Magnetventil gesteuert wird und tritt aus dem Innenraum der Außenwand der Röhre 13 aus, um den Faden f zu ziehen (wodurch der Druck auf den Faden erhöht wird, um zu helfen, daß er die Saugdüse 15 erreicht). Aerodynamische Führungsmittel für den Faden können darüberhinaus in der Röhre 13 vorgesehen sein, als eine Alternative oder in Zuordnung zu der Düse.

Jedoch kann die Röhre 13 auch nicht mit einer solchen Düse versehen sein (wie in dem Fall, der auf den beigefügten Zeichnungen veranschaulicht ist), wenn der Luftstrahl, der aus der Vorrichtung 20 ausgeblasen wird, ausreichend ist, um den Faden bis zur Saugdüse 15 am Auslaß des Schußfadenzubringers 2 zu schicken.

Wenn einmal der Faden f in die Röhre 13 eingeführt ist, sollte er freigegeben werden, damit er sich um die Fläche der Trommel 8 wickeln kann: die Röhre sollte somit offen sein (wie gezeigt) oder dazu in der Lage sein, sich in Längsrichtung in Richtung auf die Trommel zu öffnen.

Andere charakteristische Einzelheiten und/oder Abänderungen der Vorrichtung 30 können in der europäischen Patentanmeldung Nr. 90 118 455 gefunden werden, von demselben Anmelder, die eine ähnliche Vorrichtung beschreibt und veranschaulicht, mit welcher ein Meß-Schußfadenzubringer für Fluidstrahlwebmaschinen ausgestattet ist, bei denen die Vorrichtung zum ersten Mal angewendet worden ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird der Träger 2A des Schußfadenzubringers 2, der die Bremsmittel 14 und die Saugdüse 15 trägt, in bezug auf den Schußfadenzubringerkörper 15 mittels eines Gelenks 28 verschwenkt, um das es durch einen pneumatischen Zylinder 16 hin- und hergeschwenkt werden kann, oder durch eine ähnliche Einrichtung, um somit die Bremsmittel 14 von der Endfläche der Trommel 3 wegzubewegen, wie es in Figur 3 gezeigt ist.

Die Saugdüse 15, die von einer Stange 2C getragen wird, welche von dem Ende der Klammer 2A hervorragt und daran befestigt ist, weist bevorzugt eine Öse 15A, eine Austrittsöffnung 15b, die den Einlaß des Garnes erleichtern kann, der von der Vorrichtung 30 gesandt wird, und eine Druckluftdüse 15C auf.

Ein Saugmund 17 - der einen Teil des Schußfadenzubringers bildet oder diesem zugeordet ist - ist stromabwärts der Düse 15 vorgesehen, wobei der Auslaß dieser letzteren in Übereinstimmung mit dem Mund angeordnet ist, wenn der Schußfadenzubringer-Träger 2A verschwenkt worden ist (Figur 3), um die Bremsmittel 14 weg von der Trommel 3 zu bewegen.

Weiterhin können Schermittel 18 und ein Klemmgreifer 19 - bevorzugt in eine einzige Einheit 40 kombiniert - dem Schußfadenzubringer 2 zugeordnet werden (in einer festen Position zwischen dem Zubringer und der Webmaschine, die gespeist werden soll, wobei der tragende Greifer P in Figur 1 gezeigt ist), entlang seiner Achse zentriert.

Figur 1 und Figuren 4 bis 7 der Zeichnungen zeigen auch einen Schußfadenfühler T und ein Darstellungselement E, in bekannter Weise zwischen dem Schußfadenzubringer 2 und der Webmaschine eingeschaltet.

Die Arbeitsweise des Schußfadenzubringers gemäß der Erfindung wird nun in Einzelheiten beschrieben werden, mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, die den allgemeineren Fall betrachten - veranschaulicht durch die Schaubilder der Figuren 4 bis 7 - beim Fadenbruch in Übereinstimmung mit einem Zwischenpunkt des Fadenvorrats, der um die Trommel 3 gewickelt worden ist, der von der photoelektrischen Zelle 3A des Schußfadenzubringers 2 erfaßt worden ist.

Unter diesen Bedingungen, wenn die photoelektrische Zelle 3A das Signal ausgibt, gibt es wenige Schußfadenwicklungen, die auf der Trommel 3 verbleiben, und die beiden Fadenenden X und Y, jeweils stromaufwärts und stromabwärts der Unterbrechung, sind auf der Trommel 3 (Figur 4), wenn die Webmaschine aufgrund des Signales anhält. Die folgenden Schritte finden dann in Folge statt:

- Der pneumatische Zylinder 16 wird betrieben und der Schußfadenzubringer-Träger 2A wird verschwenkt, wobei die Bremse 14 weg von der Trommel 3 bewegt wird (Figuren 3 und 5) und die Düse 15 in Übereinstimmung mit dem Saugmund 17 positioniert wird.

- Der Klemmgreifer 7 schließt, und der Faden wird von den Schermitteln 9 abgeschnitten; der Faden, der auf dem Wicklungsarm 6 und auf der Trommel 3 verbleibt, wird zurückgesaugt und durch die Röhre 10 mittels der Düse 12 entfernt, während der Wicklungsarm 6 sich im Gegenuhrzeigersinn dreht, um die Fadenwicklungen abzuwickeln, die noch auf der linken Seite der Trommel sind, bis zum Entfernen des Fadenendes X; der Wicklungsann hält dann an, wobei sein Hohlraum 6A in Ausrichtung mit der Röhre 13 ist.

- Gleichzeitig schließt der Klemmgreifer 19; die Schermittel 18 schneiden den Faden f stromabwärts des Schußfadenzubringers 2 ab; der Faden, der auf der Trommel 3 verbleibt, auf der rechten Seite des Endes Y, wird in den Mund 17 durch die Düse 15 gesaugt und entfernt. Die Situation ist die, die in Figur 5 gezeigt ist, mit einem leeren Schußfadenzubringer und den Bremsmitteln 14 weg von der Trommel 3.

- Die pneumatische Düse 8 in der Fadeneinführvorrichtung 20 beginnt nun zu arbeiten; der Klemmgreifer 7 öffnet sich und der Faden f wird durch die innere Röhre 4 eingeführt und in den Hohlraum 6A des Wicklungsarms geschickt, bis zum Erreichen der Röhre 13 der pneumatischen Vorrichtung 30. Von hier wird der Faden f - nachdem er frei den Ring der Bremsmittel 14 durchquert hat, die von der Trommel 3 beabstandet sind - zu dem festen Punkt gerichtet, an den die Öse 15A der Saugdüse 15 bewegt worden ist, das heißt, in Übereinstimmung mit dem Saugmund 17. Somit wird das neue führende Ende Xa des Fadens f - in einfacher Weise in die Düse 15 durch die Austrittsöffnung 15b eingeführt - in den Mund 17 eingesaugt, und die Situation ist die, die in Figur 6 gezeigt ist.

- Die Schwenkbewegung des Trägers 2A wird dann umgekehrt, wobei die Bremsmittel 14 und die Düse 15 zurück in eine Arbeitsposition bewegt werden (Figur 7); der Schußfadenzubringer wird rückgesetzt, um wieder den Fadenvorrat auf der Trommel 3 zu bilden.

An diesem Punkt muß das neue Fadenende Xa wieder mit dem anderen Startende Ya verknotet werden, geklemmt von dem Greifer 19 und noch in die Elemente T, E, P eingefügt, so daß es der Webmaschine zugeführt werden kann. Um diese Zuführung zu erlauben, kann der Mund 17 - der den Faden f durch Saugen hält - in Richtung auf die Webmaschine (Figur 7) verschoben werden, in Ausrichtung mit der Fadenzuführlinie, so daß der neue Faden f in die rechteckige Führung 42 einer mechanischen oder pneumatischen Verknotungsmaschine 51 eingeführt werden kann, wobei die beiden Enden Xa und Ya parallel sind und sich berühren. Die Verknotungsmaschine 41 sollte sich quer zu dem Weg des Fadens f bewegen - wie es durch die Pfeile 43 in Figur 7 angegeben ist - um sich somit zurückzuziehen, sobald das Verknoten durchgeführt ist.

Natürlich kann der Schußfaden an anderen Punkten brechen, als in Übereinstimmung mit der Trommel 3. In dem Fall eines Fadenbruches, der weiter stromabwärts auftritt und von dem Schußfadenfühler T erfaßt wird, ist die Verknotungsmaschine nicht länger erforderlich, da das Fadenende Y fehlt; in diesem Fall kann die Automatisierung nur teilweise sein, und ein Bediener ist erforderlich, um den Faden wieder in den Schuß fadenfühler T einzuführen, in das Element E der Darstellungsvorrichtung und in den Schußfadenträgergreifer P.

Dasselbe geschieht in dem Fall des Fadenbruches zwischen der Spule und dem Schußfadenzubringer, wobei keine Möglichkeit besteht, die Spule zu ersetzen. Die folgenden manuellen Operationen sollten dann durchgeführt werden:

- Einführen eines neuen Fadenendes in das Einlaßloch der Vorrichtung 20;

- Betreiben, durch eine manuelle Steuerung, der Düse 8, die den Faden f bis zu der Trommel vortreibt;

- Verknoten des neuen Fadenendes mit dem linken beim Schußfadenzubringer und Neustarten der Webmaschine.

Ein teilweise Automatisierung kann auch in dem allgemeinen Fall - zuerst betrachtet - des Fadenbruches auf der Trommel vorgesehen sein; während eine noch mehr reduzierte Automatisierung für die anderen beiden Fälle vorgesehen sein kann, indem man beispielsweise dem Bediener anvertraut, die beiden Fadenenden zu verknoten und/oder das Verschwenken des Schußfadenzubringer-Trägers 2A zu bewirken. Dies natürlich vereinfacht die Struktur und Arbeitsweise des Schußfadenzubringers gemäß der Erfindung, ohne jedoch die meisten der Vorteile zu vergeben, die mit dieser vereinfachten Struktur ohnehin erhalten werden können. Weiterhin kann die automatische Fadeneinführung auf den Schußfadenzubringer begrenzt werden.

Es wird verstanden, daß - sowohl für den Zweck des Verringerns der Automatisierung und für andere Zwecke, die den Aufbau und die Arbeitsweise des Schußfadenzubringers einschließen können, oder selbst aus wirtschaftlichen Gründen - die Ausführungsformen gemäß der vorliegenden Erfindung Modifikationen und Abänderungen unterliegen können, ohne daß man sich jedoch von ihrem Schutzumfang entfernt. Insbesondere könnte ein unterschiedliches Verfahren eingesetzt werden, um die Bremsmittel 14 weg von dem Ende der Trommel 3 zu bewegen, um es so dem Schußfaden zu erlauben, die Saugdüse 15 zu erreichen und sich darüber hinaus zu bewegen. Ein Verfahren, das sofort möglich scheint, ist es, die geradlinige anstelle der Dreh-Schwenkbewegung des Schußfadenzubringer-Trägers 2A vorzusehen (nicht beansprucht). Andere Abänderungen könnten die Ausbildung der Vorrichtungen 20 und 30 und der Einheit 40 betreffen, die Auswahl und Kombination der Komponenten, die darin verwendet werden, und die Art, dieselben zu betreiben, ebenso wie konstruktive und funktionsmäßige Einzelheiten des Saugmundes 17 und der Verknotungsmaschine 41.

Die Erfindung ist, wie sie in den Ansprüchen 1 bis 9 beansprucht ist.


Anspruch[de]

1) Schußfadenzubringer für Greifer- oder Projektil-Webmaschinen, von der Art-mit einem Körper (2), der einen Motor aufnimmt, einer Trommel (3), die auf der Motorwelle freilaufend befestigt ist und ortsfest gehalten wird, um die ein Wicklungsarm (6), der von dem Motor gedreht wird, einen Schußfadenvorrat aufwickelt, einem Träger (2A), der längs der Trommel(3) positioniert ist und Mittel (3A) trägt, um den Garnvorrat zu erkennen und zu steuern, als auch Mittel (14) zum Bremsen des Fadens gegen die Endfläche der Trommel (3) und Mittel zum automatischen Wiederherstellen der Kontinuität des Schußfadens von der Speisespule oder der Haspel der Webmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Wiederherstellen der Kontinuität des Schußfadens aus drei Einrichtungen (20, 30, 40), die auf dem Faden wirken, besteht, wobei: die erste Einrichtung (20) eine Drucklufteinrichtung ist, die an dem Einlaß des Schußfadenzubringers positioniert ist, um von diesem einen gebrochenen Faden abzuziehen und einen neuen Faden (f) einzuführen, der von der Spule oder der Haspel (1) zugeführt wird, und wenigstens eine Röhre (4) die mit dem Einlaß des Schußfadenzubringers verbunden ist, um den neuen Fadens (f) einzuführen, wobei entlang der Röhre Klemmittel (7), Düsenmittel (8) und Schneidmittel (9) positioniert sind, und eine zweite, von der ersten nahe seinem Auslaß in den Schußfadenzubringer abzweigende Röhre (10), die weiter Düsenmittel (11) hat und zum Zurückziehen des gebrochenen Fadens (X) dient, aufweist; die zweite Einrichtung (30) benachbart der Schußfadenzubringertrommel (3) angeordnet ist, um den neuen Faden, der von der ersten Einrichtung (20) und von dem Wickelarm (6) zugeführt wird, aufzunehmen und zu einem festen Ort, der zwischen der Trommel und der Webmaschine angeordnet ist, zu führen, und eine gekrümmt profilierte Röhre (13) aufweist, die entweder offen ist und dazu geeignet ist, sich längs zu der Trommel zu öffnen und aerodynamische Führungsmittel für den Faden hat; und die dritte Einrichtung (40) eine Drucklufteinrichtung ist, die aus wenigstens einer Saugdüse (15) besteht, die stromabwärts der Bremsmittel (14) an dem Ende des Schußfadenträgers (2A), welcher entlang der Trommel (3) positioniert ist, befestigt ist, und dadurch, daß der Träger (2A), der entlang der Trommel (3) positioniert ist, auf dem Schußfadenzubringerkörper (2), der den Motor aufnimmt, montiert ist, um von dem Ende der Trommel weg beweglich zu sein, mit den Bremsmitteln (14), und so die Mittel und die Saugdüse (15) von ihrer Normalposition zentrisch auf der Schußfadenzubringerachse in eine Position, in der der Einlaß der Saugdüse (15) mit dem festen Punkt zusammenfällt, so daß der Schußfaden (f) durch sowohl die Bremsmittel (14) und die Saugdüse (15) eingefädelt wird, zu bewegen.

2) Schußfadenzubringer nach Anspruch 1, dem ein Saugmund (17) zugehörig ist, der in Kombination mit der Saugdüse (15) der dritten Drucklufteinrichtung (40) wirkt, wenn der Einlaß der Düse (15) mit dem festen Punkt übereinstimmt.

3) Schußfadenzubringer nach Anspruch 2, dem stromabwärts von diesem zusätzliche Schneid- (18), Klemm- (19) und Knotenmittel (41) zugehörig sind.

4) Schußfadenzubringer nach Anspruch 1, wobei die erste Röhre (4) der ersten Drucklufteinrichtung (20) sich in zwei Zweige (5, 5A) gabelt, um die Zufuhr des Schußfadenspeisers von zwei Säulen oder Haspeln (1, 1A) zu erlauben.

5) Schußfadenzubringer nach Anspruch 1, wobei die Bewegung des Trägers (2A) weg von der Trommel (3) automatisch durch einen Druckluftzylinder (16) oder andere Fluiddruckmittel oder elektromechanische Einrichtungen gesteuert wird.

6) Schußfadenzubringer nach Anspruch 1, wobei der Träger (2A) an den Körper (2), der den Motor aufnimmt, mit demjenigen seiner Enden, das die Bremsmittel (14) und die Saugdüse (15) trägt, gegenüber liegend, um so weg von der Trommel (3) zu schwingen.

7) Schußfadenzubringer nach Anspruch 1, wobei die gekrümmte profilierte Röhre (13), die die zweite Einrichtung (30) bildet, offen ist oder dazu geeignet ist, sich längs in Richtung auf die Trommel (3) zu öffnen.

8) Schußfadenzubringer nach Anspruch 3, wobei die Schneid- (18), Klemm- (19) und Knotenmittel (41) automatisch in Kombination mit den anderen Mittel betätigt werden können.

9) Verfahren zum automatischen Wiederherstellen der Kontinuität eines Schußfadens, der von der Spule oder der Haspel zu den Schußfadentransportmitteln einer Greifer- oder Projektilwebmaschine mittels eines Schußfadenzubringers nach einem der Ansprüche 1 - 8 zugeführt wird, gekennzeichnet durch die nachfolgende Abfolge der Schritte

- Stoppen der Webmaschine in Abhängigkeit von einem Signal, das das Fehlen oder den Bruch des Fadens angibt;

- Bewegen der Bremsmittel weg von der Schußfadenzubringertrommel;

- Leeren des Schußfadenzubringers durch Entfernen oder Eliminieren eines etwa auf diesem verbliebenen Fadens;

- Einführen eines neuen Fadens in den Schußfadenzubringer;

- Rückbringen der Bremsmittel in einer Arbeitsposition;

- Verknoten des Fadens stromabwärts des Schußfadenzubringers durch Verknotungsmittel bekannter Art;

- erneutes Bilden des Schußfadenvorrates auf der Schußfadentrommel; und

- Starten der Webmaschine.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com