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Dokumentenidentifikation DE68921733T2 26.10.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0379757
Titel Antriebsanordnung für eine optische Abtasteinheit.
Anmelder Yomoda, Kenju, Urawa, Saitama, JP;
Samsung Electronics Co., Ltd., Suwon, KR
Erfinder Yomoda, Kenju, Kawasaki-shi Kanagawa, JP;
Aizawa, Osamu, Tokyo 166, JP
Vertreter Wenzel & Kalkoff, 22143 Hamburg
DE-Aktenzeichen 68921733
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.01.1989
EP-Aktenzeichen 893006767
EP-Offenlegungsdatum 01.08.1990
EP date of grant 15.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.1995
IPC-Hauptklasse G11B 7/08

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung zur Korrektur der Position einer optischen Abtasteinheit, die zum Aufnehmen eines Signals auf ein optisches Speichermedium arbeitet oder ein aufgenommenes Signal aus einem optischen Speichermedium liest.

2. Darstellung des Standes der Technik

Zum Lesen eines Aufnahme-Signals aus einem optischen Speichermedium, zum Beispiel einer Compact-Disk, einer Laserdiskette oder dergleichen (im folgenden als "Diskette" bezeichnet), wird die sich drehende Diskette mit einem Laserstrahl beaufschlagt, und ein von einer hochglanzpolierten Oberfläche der Diskette reflektierter Lichtstrahl wird durch eine einen Lichtdetektor umfassende optische Abtasteinheit erfalt und dadurch in ein elektrisches Signal umgewandelt.

Die hochglanzpolierte Oberfläche der Diskette ist nicht absolut eben, sondern sie weist aufgrund der Diskettenverwindung Unregelmäßigkeiten der Oberfläche auf. Darüber hinaus muß die Drehachse der Diskette nicht unbedingt parallel zu der Rotationswelle einer Vorrichtung zum Drehen der Diskette liegen. Der Abstand zwischen der optischen Abtasteinheit und der reflektierenden Oberfläche der Diskette neigt daher dazu, sich zu verändern oder zu schwanken, und zwar mit dem Ergebnis, daß das von der optischen Abtasteinheit empfangene Signal instabil wird. Wenn die Drehachse der Diskette zum Zeitpunkt der Wiedergabe von der Diskette exzentrisch mit Bezug auf die Drehachse der Diskette zum Zeitpunkt der Signalaufnahme auf die Diskette verschoben ist, wird der reflektierte Lichtstrahl im Hinblick auf die Lichterfassungsfläche der optischen Abtasteinheit verschoben und damit die Signalerfassung ebenfalls instabil gemacht.

Um die oben genannten Probleme zu lösen, ist es für die optische Abtasteinheit erforderlich, auf Verschiebungen der hochglanzpolierten, reflektierenden Oberfläche der Diskette hin vertikal und horizontal verschiebbar zu sein.

Verschiedene bekannte, zur Anwendung gekommene Verschiebemechanismen werden mit Bezug auf die Figuren 1(A) bis 1(C) der zugehörigen Zeichnungen beschrieben.

Der in Fig. 1(A) gezeigte Verschiebemechanismus weist eine bewegbare Baueinheit 41 auf, die eine Objektivlinse 1 zum Empfangen eines reflektierten Lichtstrahls, eine vertikale Antriebsspule 12 zum vertikalen Antrieb der Objektivlinse 1 und eine horizontale Antriebsspule 13 zum horizontalen Antrieb der Objektivlinse 1 einschließt, wobei die bewegliche Baueinheit 41 - abgestützt auf elastischen Tragplatten 47 - horizontal bewegbar ist. Der Verschiebemechanismus ist als Ganzes über elastische Tragplatten 43 vertikal beweglich an eine Grundplatte 42 angeschlossen. Die vertikale Antriebsspule 12 und die horizontale Antriebsspule 13 befinden sich in einem äußeren Magnetfeld. Die bewegliche Baueinheit 41 kann beim Durchfließen eines elektrischen Stroms durch die vertikale Antriebsspule 12 vertikal bewegt werden, und sie kann beim Durchflieben eines elektrischen Stroms durch die horizontale Antriebsspule 13 horizontal bewegt werden. Der Verschiebemechanismus gemäp diesem Aufbau ist in der offengelegten japanischen Gebrauchsmusterschrift Nr. 60-155023 offenbart.

Ein Verschiebemechanismus nach Fig. 1(B) umfaßt ein aus magnetischem Material gefertigtes Element 41, das eine Objektivlinse 1 an einem Ende und eine elektromagnetische Spule 45 am anderen Ende trägt, wobei das bewegliche Element drehbar auf einer Welle 46 gehalten ist. Zwei Permanentmagnete 44 sind in enger räumlicher Beziehung zu dem Ende des bewegbaren Elements 41 in der Nähe der elektromagnetischen Spule 45 angeordnet. Die Permanentmagnete 44 haben magnetische Pole mit entgegengesetzten Polaritäten, die dem beweglichen Element 41 gegenüberstehen.

Wenn die elektromagnetische Spule 45 nicht erregt ist, wird das bewegliche Element 41 in einer Zwischenstellung zwischen den beiden Permanentmagneten 44 gehalten. Das bewegliche Element 41 kann beim Durchfließen eines elektrischen Stroms in einer Richtung durch die elektromagnetische Spule 45 in einer Richtung geschwenkt werden. Das bewegliche Element 41 kann dann in der entgegengesetzten Richtung geschwenkt werden, indem man einen elektrischen Strom in entgegengesetzter Richtung durch die elektromagnetische Spule 45 fließen läßt. Der in Fig. 1(B) gezeigte Verschiebemechanismus ist in der offengelegten japanischen Gebrauchsmusterschrift Nr. 58-163908 offenbart.

Fig. 1(c) zeigt noch einen anderen bekannten Verschiebemechanismus. Eine bewegbare Baueinheit 41, die aus einer Objektivlinse 1, einer vertikalen Antriebsspule 12 und einer horizontalen Antriebsspule 13 zusammengesetzt ist, ist auf einer Welle 46 drehbar gelagert. Die bewegliche Baueinheit 41 kann durch Erregen der horizontalen Antriebsspule 13 horizontal und durch Erregen der vertikalen Antriebsspule 12 vertikal gedreht werden. Dieser Verschiebemechanismus ist in der offengelegten japanischen Gebrauchsmusterschrift Nr. 61-37127 dargestellt.

Jedoch steht das Massenträgheitsmoment des beweglichen Teils in jedem der oben genannnten herkömmlichen beweglichen Verschiebemechanismen nicht im Gleichgewicht in mindestens einer der vertikalen und horizontalen Richtungen. Die bewegliche Baueinheit oder das Element 1 neigen daher aufgrund auf den Mechanismus einwirkender äußerer Vibrationen oder Erschütterungen zu Positionsverschiebungen. Bei den in den Figuren 1(A) und 1(C) gezeigten Mechanismen muß an die vertikale Antriebsspule 12 eine Vorspannung angelegt werden, um die bewegliche Baueinheit 41 entgegen der Schwerkraft - mit dem Ergebnis eines erhöhten Verbrauchs elektrischer Energie - in einer vertikalen Nullstellung zu halten.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Antriebsanordnung zum Antrieb einer optischen Abtasteinheit zum Aufnehmen von Information auf ein oder Lesen von Information aus einem Informationsspeichermedium dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:

erste, zweite und dritte Bezugsplatten, die jeweils in ersten, zweiten und dritten aufeinanderfolgenden Ebenen parallel zueinander angeordnet sind;

eine optische Abtasteinheit, die auf der ersten Bezugsplatte angebracht ist;

wenigstens drei schwenkbare, zueinander parallele und jeweils in verschiedenen Ebenen angeordnete Tragelemente, die die erste, zweite und dritte Bezugsplatte untereinander verbinden und diese schwenkbar durch jeweilige Drehzapfen, die in der ersten, zweiten bzw. dritten Ebene angeordnet sind, tragen;

einen ersten Antriebsmechanismus zum Antrieb der ersten und dritten Bezugsplatte in erste parallele entgegengesetzte Richtungen in bezug auf die zweite Bezugsplatte; und

einen zweiten Antriebsmechanismus zum Antrieb der ersten und dritten Bezugsplatte in zweite parallele entgegengesetzte Richtungen quer zu den ersten parallelen Richtungen in bezug auf die zweite Bezugsplatte;

wobei das Massenträgheitsmoment der ersten Bezugsplatte in bezug auf die zweite Bezugsplatte gleich dem Massenträgheitsmoment der dritten Bezugsplatte in bezug auf die zweite Bezugsplatte ist.

Vorzugsweise haben die schwenkbaren Tragelemente die gleiche Länge und weisen gegenüberliegende Enden auf, die die erste und dritte Bezugsplatte schwenkbar tragen. Die zweite Bezugsplatte ist von den gegenüberliegenden Enden der schwenkbaren Tragelemente vorzugsweise gleich beabstandet.

Wenn die Antriebsanordnung äußeren Schwingungen oder Erschütterungen unterworfen ist, wirkt die Summe der auf die erste und dritte Bezugsplatte wirkenden Trägheitskräfte auf die schwenkbaren Tragelemente, und es werden keine Drehkräfte erzeugt. Das gegenseitige Lageverhältnis zwischen der ersten, zweiten und dritten Bezugsplatte bleibt durch aufgebrachte Schwingungen oder Erschütterungen unverändert. Da die gravitationsinduzierten Momente auf die erste und dritte Bezugsplatte mit Bezug auf die zweite Bezugsplatte vertikal im Gleichgewicht gehalten werden, ist es nicht erforderlich, eine Vorspannung anzulegen, um die erste Bezugsplatte in einer Neutral- bzw. Nullstellung zu halten, und der Verbrauch an elektrischer Energie durch die Antriebsanordnung wird verringert.

Die Genauigkeit der Positionierung der ersten Bezugsplatte kann dadurch, daß der Abstand zwischen der ersten und zweiten Bezugsplatte größer als der Abstand zwischen der zweiten und dritten Bezugsplatte gewählt wird, und durch Steuern der Bewegung der dritten Bezugsplatte erhöht werden.

Die obigen sowie andere Ziele, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden noch deutlicher aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den zugehörigen Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung anhand eines veranschaulichenden Beispiels dargestellt ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1(A) bis 1(C) sind Ansichten, die herkömmliche Anordnungen zur Bewegung einer optischen Abtasteinheit zeigen;

Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht eines Mechanismus einer Antriebsanordnung zur Bewegung einer optischen Abtasteinheit gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 3 ist eine perspektivische Explosionsansicht der Antriebsanordnung nach der Erfindung;

Fig. 4(A) und 4(B) sind Seitenansichten, die die Art wiedergeben, in der die Antriebsanordnung verschoben wird;

Fig. 5(A) und 5(B) sind Draufsichten, die die Art zeigen, in der die Antriebsanordnung verschoben wird; und

Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht einer Gelenkanordnung der Antriebsanordnung.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Fig. 2 zeigt perspektivisch einen Mechanismus einer Antriebsanordnung zur Bewegung einer optischen Abtasteinheit gemäß der vorliegenden Erfindung.

Wie in Fig. 2 dargestellt ist, schließt der Mechanismus eine erste Bezugsplatte 110, eine zweite Bezugsplatte 120 und eine dritte Bezugsplatte 130 ein. Die erste Bezugsplatte 110 trägt (darauf) eine Objektivlinse 1 sowie drei winklig im Abstand angeordnete Drehzapfen 11, die jeweils einen konischen Vorsprung umfassen. Auch die zweite und dritte Bezugsplatte 120, 130 weisen jeweils drei winklig beabstandete Drehzapfen 121, 131 auf, die jeweils einen konischen Vorsprung umfassen. Drei im Winkel zueinander beabstandete Verbindungsarme 140 verbinden die Drehzapfen 111, 121, 131 miteinander und sind durch diese Drehzapfen 111, 121, 131 schwenkbar gelagert. Die Drehzapfen 111, 121, 131 sind an dem Verbindungsarm 140 mit gleichem Zwischenraum zwischen jeweils benachbarten Drehzapfen angeordnet. Einstellungen werden in der Weise ausgeführt, daß das Massenträgheitsmoment der ersten Bezugsplatte 111 in bezug auf die zweite Bezugsplatte 120 gleich dem Massenträgheitsmoment der dritten Bezugsplatte 130 in bezug auf die zweite Bezugsplatte 120 ist. Derartige Einstellungen des Massenträgheitsmoments können beispielsweise durch Erhöhung oder Verringerung der Masse der dritten Bezugsplatte 130 durch eine in der dritten Bezugsplatte 130 vorgesehene Ausnehmung in einer gewünschten Größe ausgeführt werden.

Die Antriebsanordnung gemäß der Erfindung schließt den obigen Mechanismus nach Fig. 2 und ebenso Antriebsmechanismen ein. Derartige Antriebsmechanismen sind jedoch zum besseren Verständnis des in Fig. 2 gezeigten Mechanismus in dieser Darstellung weggelassen.

Eine erfindungsgemäße Antriebsanordnung, die den Antriebsmechanismus einschließt, wird mit Bezug auf Fig. 3 beschrieben.

Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind erste, zweite und dritte Bezugsplatten 2, 3, 4 in räumlichen Abständen angeordnet, wobei eine Objektivlinse 1 auf der oberen Fläche der ersten Bezugsplatte 2 angeordnet ist. Gelenkstücke 5, 5', die durch jeweilige Gelenke 30, 31 (Fig. 5(A)) horizontal verschwenkbar sind, sind jeweils an seitlichen Wänden der ersten Bezugsplatte 2 gelenkig gelagert, und ähnliche Gelenkstücke 6, 6' bzw. 7, 7' sind mittels Gelenken 32, 33 bzw. 34, 35 horizontal schwenkbar jeweils an seitlichen Wänden der zweiten bzw. dritten Bezugsplatte 3, 4 gelenkig gelagert. Ein die obere Fläche der Gelenkstücke 5, 6, 7 verbindender Verbindungsarm 8 ist jeweils mittels Gelenken 20, 21, 22 an den Gelenkstücken 5, 6, 7 vertikal schwenkbar gelenkig gelagert, und ein weiterer Verbindungsarm 9 ist ebenfalls mittels jeweiliger Gelenke 23, 24, 25 an den unteren Flächen der Gelenkstücke 5, 6, 7 vertikal schwenkbar angelenkt. Gleichermaßen ist ein Verbindungsarm 10 vertikal schwenkbar jeweils an den oberen Flächen der Gelenkstücke 5', 6', 7' gelenkig gelagert, und ein (nicht dargestellter) Verbindungsarm ist vertikal schwenkbar an den unteren Flächen der Gelenkstücke 5', 6', 7' angelenkt. Die erste und dritte Bezugsplatte 2, 4 haben in ihren Seiten vorgesehene Ausnehmungen, die der zweiten Bezugsplatte 3 gegenüberliegen und zu der zweiten Bezugsplatte 3 hin offen sind. Eine vertikale Antriebsspule 12 und eine horizontale Antriebsspule 13 (nicht dargestellt) sind in der Ausnehmung der ersten Bezugsplatte 2 angeordnet, während eine vertikale Antriebsspule 12' und eine horizontale Antriebsspule 13' in der Ausnehmung der dritten Bezugsplatte 4 angeordnet sind. Die zweite Bezugsplatte 3 weist außerdem eine sich nach unten öffnende Ausnehmung auf, in die ein Permaflentmagnet 14 eingefügt ist. Der Permanentmagnet 14 ist mit einem Joch 15 verbunden, das über jeweils in die vertikalen Antriebsspulen 12, 12' eingesetzte, Magnetpole bildende Schenkel verfügt.

Wenn die vertikalen Antriebsspulen 12, 12' erregt werden, sind die erste und dritte Bezugsplatte 2, 4 vertikalen elektromagnetischen Kräften unterworfen, die durch die vertikalen Antriebsspulen 12, 12' im Zusammenwirken mit den magnetischen Kräften des Permanentmagneten 14 erzeugt werden. Durch Erregung der vertikalen Antriebsspulen 12, 12' in einer Weise, um elektromagnetische Kräfte in entgegengesetzten Richtungen von den vertikalen Antriebsspulen 12, 12' zu erzeugen, wird die erste Bezugsplatte 2 vertikal angetrieben. Wenn die horizontalen Antriebsspulen 13, 13' erregt werden, werden die ersten und dritten Bezugsplatten 2, 4 horizontalen elektromagnetischen Kräften, die durch die horizontalen Antriebsspulen 13, 13' im Zusammenwirken mit magnetischen Kräften des Permanentmagneten 14 erzeugt werden, unterworfen. Durch Erregung der horizontalen Antriebsspulen 13, 13' in einer Weise, um elektromagnetische Kräfte in entgegengesetzten Richtungen von den horizontalen Antriebsspulen 13, 13' zu erzeugen, wird die erste Bezugsplatte 2 horizontal angetrieben. Die erste Bezugsplatte 2 kann daher durch Steuerung von Größe und Richtung der Erregung der vertikalen Antriebsspulen 12, 12' und der horizontalen Antriebsspulen 13, 13' in bezug auf die zweite Bezugsplatte 3 vertikal und horizontal bewegt werden.

Die Art und Weise, in der die erste Bezugsplatte 2 bewegt wird, wird mit Bezug auf die Figuren 4(A), 4(B), 5(A) und 5(B) beschrieben.

Der Permaflentmagnet 14, das Joch 15, die vertikalen Antriebsspulen 12, 12' und die horizontalen Antriebsspulen 13, 13' sind in der Darstellung in den Figuren 4(A), 4(B), 5(A) und 5 (B) weggelassen.

Fig. 4(A) zeigt die erste Bezugsplatte 2 in einer Nullstellung, während Fig. 4(B) die erste Bezugsplatte 2 in aufwärts angetriebener Lage zeigt. Durch Aufbringen einer nach oben gerichteten Antriebskraft auf die erste Bezugsplatte 2 und Aufbringen einer nach unten gerichteten Antriebskraft auf die dritte Bezugsplatte 4 wird die erste Bezugsplatte 2 in bezug auf die zweite Bezugsplatte 3 nach oben bewegt. Wenn daher die erste Bezugsplatte 2 bewegt wird, werden die erste und dritte Bezugsplatte 2, 4 parall zueinander verschoben oder bewegt, da die Gelenke 20, 21, 24, 23 und die Gelenke 21, 22, 25, 24 miteinander Parallelogramme bilden. Die erste Bezugsplatte 2 muß verschoben werden, da, falls sie in bezug auf einen von einer Diskettenoberfläche reflektierten Lichtstrahl geneigt wäre, dann die Erfassung des Lichtstrahls durch die optische Abtasteinheit verändert werden würde. Die dritte Bezugsplatte 4 muß ebenfalls verschoben werden, da, falls durch ihre Rotation um ihre eigene Achse ein Paar gebildet wäre, dann die Genauigkeit, mit der die erste Bezugsplatte 2 angehalten wird, verringert werden würde.

Gemäß Fig. 5(A) und 5(B) wird die erste Bezugsplatte 2 von der neutralen Stellung in Fig. 5(A) durch Aufbringen wechselseitig entgegengesetzter horizontaler Kräfte auf die erste und zweite Bezugsplatte 2, 4 in die Position nach Fig. 5(B) bewegt. Zu diesem Zeitpunkt werden die erste und dritte Bezugsplatte 2, 4 parallel zueinander verschoben oder bewegt, da die Gelenke 31, 33, 32, 30 und die Gelenke 33, 35, 34, 32 miteinander Parallelogramme bilden. Die erste und dritte Bezugsplatte 2, 4 können in Richtungen entgegengesetzt zu den Richtungen ihrer in Fig. 4(B) und 5(B) gezeigten Bewegung bewegt werden.

Durch Ausgleich der statischen Momente der ersten und dritten Bezugsplatte 2, 4 mit der zweiten Bezugsplatte 3 wird das auf die erste Bezugsplatte 2 wirkende Massenträgheitsmoment und das auf die dritte Bezugsplatte 4 wirkende Massenträgheitsmoment im Gleichgewicht oder einem Beharrungszustand gehalten, wenn äußere Schwingungen oder Erschütterungen auf die Bezugsplatten aufgebracht werden. Es werden daher keine Kräfte erzeugt, die dazu neigen, die zweite Bezugsplatte 3 zu verschwenken. Die erste, zweite und dritte Bezugsplatte 2, 3, 4 verbleiben daher im gleichen Stellungsverhältnis. Dementsprechend wird die Erfassung des von einer Diskette reflektierten Lichts nicht durch äußere Schwingungen oder Erschütterungen beeinflußt. Insofern als darüber hinaus schwerkraftinduzierte Momente, die auf die erste und dritte Bezugsplatte 2, 4 wirken, in bezug auf die zweite Bezugsplatte 3 ausgeglichen werden, ist es weiterhin nicht erforderlich, zum Halten der ersten Bezugsplatte 2 in der Nullstellung eine Vorspannung an die vertikalen Antriebsspulen 12, 12' anzulegen. Die elektrische Energiemenge, die durch die Antriebsanordnung gemäß der Erfindung verbraucht wird, kann daher verringert werden.

In Fig. 3, 5(A) und 5(B) wird der Abstand zwischen der ersten und zweiten Bezugsplatte 2, 3 und zwischen der dritten und zweiten Bezugsplatte 4, 3 als im wesentlichen miteinander übereinstimmend dargestellt. Jedoch kann der Abstand zwischen der dritten und zweiten Bezugsplatte 4, 3 erhöht werden, während die Massenmomente der ersten und dritten Bezugsplatte 2, 4 beibehalten werden, und die Bewegung der ersten Bezugsplatte 2 kann in erster Linie durch die vertikale Antriebsspule 12' und die horizontale Antriebsspule 13 geregelt werden, um die Genauigkeit der Stellung der ersten Bezugsplatte 2 zu erhöhen.

Im folgenden wird mit Bezug auf Fig. 6 eine Gelenkanordnung beschrieben.

Fig. 6 zeigt das Gelenkstück 5 in perspektivischer Darstellung. Das Gelenkstück 5 wird mit den Gelenken 33 an der ersten Bezugsplatte 2, mit dem Verbindungsarm 8 über das Gelenk 20 und mit dem Verbindungsarm 9 über das Gelenk 23 in linearer Berührung gehalten. Die in Fig. 6 dargestellte Gelenkanordnung wird unter Verwendung einer Einzelgußform durch Spritzgießen aus Kunstharz geformt. Die Gelenke sind integral mit dem Gelenkstück 5 und die Gelenkarme 8, 9 über die schmalen Linienberührungsabschnitte, die elastisch verformt werden können, um eine Relativbewegung der Bezugsplatte 2, des Gelenkstücks 5 und der Verbindungsarme 8, 9 zu erlauben, verbunden. Die erste, zweite und dritte Gelenkplatte 2, 3, 4, die Verbindungsarme und die Gelenkstücke können daher als eine integrale Einkomponenteneinheit gebildet werden. Die Antriebsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung kann kostengünstig hergestellt werden, da sie aus einer verringerten Zahl separater Bestandteile bestehen kann.

Während Ausführungsformen beschrieben wurden, bei denen drei und vier Verbindungsarme verwendet werden, kann auch eine Antriebanordnung mit fünf oder mehr Verbindungsarmen die Funktion erfüllen, die mit der vorliegenden Erfindung erreicht werden soll.

Obwohl bestimmte bevorzugte Ausführungsformen dargestellt und beschrieben worden sind, versteht es sich, daß darin viele Änderungen und Modifikationen vorgenommen werden können, ohne den Bereich der beigefügten Ansprüche zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Eine Antriebsordnung zum Antrieb einer optischen Abtasteinheit zum Aufnehmen von Information auf ein oder Lesen von Information aus einem Informationsspeichermedium, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß sie umfaßt:

erste (110,2), zweite (120,3) und dritte (130,4) Bezugsplatten, die jeweils in einer ersten, zweiten und dritten aufeinanderfolgenden Ebene parallel zueinander angeordnet sind;

eine optische Abtasteinheit (1), die auf der ersten Bezugsplatte angebracht ist;

wenigstens drei schwenkbare, zueinander parallele und in jeweils verschiedenen Ebenen angeordete Tragelemente (140;8, 9,10), die die erste, zweite und dritte Bezugsplatte untereinander verbinden und diese schwenkbar durch jeweilige Drehzapfen (111,121,131), die in der ersten, zweiten bzw. dritten Ebene angeordnet sind, tragen;

einen ersten Antriebsmechanismus (12,12') zum Antrieb der ersten und dritten Bezugsplatte in erste parallele entgegengesetzte Richtungen im Bezug auf die zweite Bezugsplatte; und

einen zweiten Antriebsmechanismus (13,13') zum Antrieb der ersten und dritten Bezugsplatte in zweite parallele entgegengesetzte Richtungen quer zu den ersten parallelen Richtungen im Bezug auf die zweite Bezugsplatte;

wobei das Massenträgheitsmoment der ersten Bezugsplatte in Bezug auf die zweite Bezugsplatte gleich dem Massenträgheitsmoment der dritten Bezugsplatte in Bezug auf die zweite Bezugsplatte ist.

2. Eine Antriebsanordnung nach Anspruch 1, bei der die erste, zweite und dritte Bezugsplatte durch drei schwenkbare zueinander parallele und in entsprechenden unterschiedlichen Ebenen angebrachte Tragelemente (140) miteinander verbunden sind.

3. Eine Antriebsanordnung nach Anspruch 1, bei der die erste, zweite und dritte Bezugsplatte durch vier schwenkbare zueinander parallele und in entsprechenden unterschiedlichen Ebenen angebrachte Tragelemente (8,9,10) miteinander verbunden sind.

4. Eine Antriebsanordnung nach Anspruch 2 oder 3, bei der der Abstand zwischen der ersten und zweiten Bezugsplatte gleich dem Abstand zwischen der zweiten und dritten Bezugsplatte ist.

5. Eine Antriebsanordnung nach Anspruch 2 oder 3, bei der der Abstand zwischen der ersten und zweiten Bezugsplatte verschieden zu dem Abstand zwischen der zweiten und dritten Bezugsplatte ist.

6. Eine Antriebsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, bei der erste und zweite Antriebsmechanismen Antriebskräfte auf die Bezugsplatten ausüben.

7. Eine Antriebsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, bei der erste oder zweite Antriebsmechanismen Antriebskräfte auf die dritte Bezugsplatte ausüben.

8. Eine Antriebsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, bei der erste und zweite Antriebsmechanismen Antriebskräfte auf wenigstens eines der schwenkbaren Tragelemente ausüben.

9. Eine Antriebsanordnung nach Anspruch 6, 7 oder 8, bei der die erste, zweite und dritte Bezugsplatte und die schwenkbaren Tragelemente aus Kunstharz als integrale Einheitsstruktur durch Spritzgießen hergestellt sind.







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