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Dokumentenidentifikation DE69107985T2 16.11.1995
EP-Veröffentlichungsnummer 0492689
Titel Drehtür, insbesondere zur Sicherung einer Raumzugang.
Anmelder Boon Edam B.V., Edam, NL
Erfinder Huber, Jacob Robert Alfred, NL-1135 ES Edem, NL
Vertreter Lorenz, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 89522 Heidenheim
DE-Aktenzeichen 69107985
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 05.12.1991
EP-Aktenzeichen 912031812
EP-Offenlegungsdatum 01.07.1992
EP date of grant 08.03.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.1995
IPC-Hauptklasse E05G 5/00
IPC-Nebenklasse E05F 15/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Drehtür, insbesondere zum Schutz eines Zugangs zu einem Raum, mit einer Drehachse, einer Anzahl von Türflügeln, die räumlich getrennt an der Achse angebracht sind, mit einem Paar sich gegenüberstehender Platten, welche die Türflügel begrenzen, und eine teilweise geschlossene Zone mit einer ersten Öffnung und einer zweiten offnung bilden, mit einem Antriebsmotor für die Achse und einer Regelungseinheit für den Antriebsmotor, wobei die Drehtür mit einer Erkennungseinrichtung versehen ist, um zu erkennen, ob eine berechtigte oder eine nicht-berechtigte Person den Raum betreten will, und mit einem ersten Sensor zum Erkennen, ob eine nicht-berechtigte Person die Zone jeweils durch die erste Öffnung oder die zweite Öffnung betritt, wobei die Regelungseinheit den Antriebsmotor in Abhängigkeit von dem ersten Sensor abschaltet.

Aus der DE-A-28 03 765 ist eine derartige Tur bekannt.

Solche Drehtüren sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Die Regelungseinheit für den Antriebsmotor einer bekannten Drehtur dieses Typs ist so ausgebildet, daß die Regelungseinheit den Antriebsmotor nur dann anhält, wenn die nicht-berechtigte Person zwischen zwei Türflügeln und einer benachbarten Platte festsitzt, wonach die Achse automatisch in Gegenrichtung gedreht wird, wobei eine Person, die versucht hat, ohne Berechtigung von der ersten Öffnung zu der zweiten Öffnung zu gelangen, dazu gezwungen wird, zu der ersten Öffnung zurückzukehren. Obwohl auf diese Art und Weise die bekannten Drehtüren einen ausreichenden Schutz des Zuganges zu dem Raum sicherstellen, haben die bekannten Drehtüren den Nachteil, dap die Drehbewegung in Gegenrichtung, die von einer Person, die versucht, Zugang zu dem geschützten Raum zu erlangen, verursacht wird, die Durchgangskapazität der Drehtür wesentlich verringert, d.h. die Anzahl der Personen, die die Drehtür pro Zeiteinheit passieren können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Drehtür der oben genannten Art vorzusehen, die einerseits einen ausreichenden Schutz des Zuganges zu dem Raum gewährleistet und andererseits gleichzeitig eine hohe Durchgangskapazität sicherstellt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Drehtür gekennzeichnet ist durch einen zweiten Sensor, welcher dazu geeignet ist, die Anwesenheit einer nicht-berechtigten Person auperhalb der Zone in oder in der Nähe jeweils der ersten Öffnung oder der zweiten Öffnung festzustellen, wobei die Regelungseinheit den Antriebsmotor in Abhängigkeit von dem zweiten Sensor abschaltet.

Hierdurch ist eine Drehtür vorgesehen, die bereits zu einem frühen Zeitpunkt mittels des zweiten Sensors erkennt, wenn versucht wird, in die teilweise geschlossene Zone einzudringen, so daß die Drehbewegung der Welle schneller angehalten werden kann. Hierdurch wird erreicht, daß die nicht-berechtigte Person im allgemeinen vor dem Betreten der teilweise geschlossenen Zone bemerkt, daß sie die Drehtür nicht passieren kann, und die freie Öffnung zwischen den sich in Richtung auf die benachbarte Platte zubewegenden Türflügeln und der Platte ist auf jedenfall ausreichend groß, um der nicht-berechtigten Person das Verlassen der teilweise geschlossenen Zone zu ermöglichen, so daß die Achse nicht in Gegenrichtung gedreht werden muß. Hierdurch wird die Durchgangskapazität der Drehtür erheblich erhöht.

Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, die prinzipmäßig ein Ausführungsbeispiel der Drehtür darstellen, genauer beschrieben werden.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Frontansicht eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Drehtür, wobei verschiedene Ausführungsformen des zweiten Sensors prinzipmäßig dargestellt sind,

Fig. 2 schematisch einen horizontalen Schnitt durchdie Drehtür der Fig. 1, und

Fig. 3 ein stark vereinfachtes Blockdiagramin, welches den elektrischen Schaltkreis an der Drehtür der Fig. 1 darstellt.

Bezugnehmend auf die Fig. 1 und 2 ist eine Drehtür 1 zum Schutz des Zuganges zu einem Raum vorgesehen, wobei die Drehtür 1 eine Drehachse 2 und vier Türflügel 3 aufweist, welche an der Achse 2 befestigt und gleichmäßig verteilt um diese herum angeordnet sind. Die Drehtür 1 enthält des weiteren zwei sich gegenüberliegende Platten 4, welche die Türflügel 3 begrenzen und eine teilweise geschlossene Zone 5 bilden, wobei die in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel kreissegmentförmige Zone 5 eine erste Öffnung 6 und eine zweite Öffnung 7 aufweist. In einem Raum über den Türflügeln 3, der von einer sichtbaren Blende 8 verschlossen ist, sind in üblicher Weise ein Antriebsmotor 9 für die Achse 2 und eine Regelungseinheit 10 untergebracht. Die Regelungseinheit 10 und der Antriebsmotor 9 sind in dem stark vereinfachten Blockdiagramm der Fig. 3 dargestellt.

Innerhalb der teilweise geschlossenen Zone 5, die durch die Platten 4 gebildet ist, sind zwei Kontakt matten 11, 12 angeordnet, die auf bekannte Art und Weise ausgeführt sind und sich in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel über einen Kreissektor von ungefähr 110 erstrecken, welcher sich in einen kreisförmigen Bereich von ungefähr 40º, der sich auf einer Seite eines Türflügels 3 befindet, und in einen kreisförmigen Bereich von ungefähr 70º, welcher auf der anderen Seite des Türflügels 3 angeordnet ist, wenn die Drehtüre nicht bewegt wird, unterteilt. Die Kontakt matten 11, 12 senden ein Signal an die Regelungseinheit 10, wenn die Zone 5 betreten wird. Die Drehtür 1 enthält des weiteren eine Kartenleseeinheit 13, die lediglich in dem Blockdiagrarnm der Fig. 3 dargestellt und beispielsweise an der ersten offnung 6 angebracht ist, die in diesem Fall die Eingangsseite des zu schützenden Raumes darstellt, welcher sich auf der anderen Seite der Drehtüre 1 befindet. Es ist selbstverständlich auch möglich, eine Kartenleseeinheit 13 an der zweiten Öffnung 7 anzubringen falls auch der Ausgang des Raumes geschützt werden muß. Durch das Einführen einer Berechtigungskarte kann eine Person, die den Raum betreten will, anzeigen, daß sie dazu berechtigt ist, den Raum zu betreten. Sobald diese Person anschließend die Zone 5 betritt und hierbei auf die Kontaktmatte 11 tritt, wird der Antriebsmotor 9 von der Regelungseinheit 10 mit Spannung versorgt, um die Achse 2 um einen Winkel von 180 zu drehen, so daß die berechtigte Person die Zone 5 verlassen und den zu schützenden Raum durch die zweite Öffnung 7 betreten kann.

Die beschriebene Drehtur 1 ist mit einem Anzeiger 14 versehen, durch den der Regelungseinheit 10 mitgeteilt wird, ob die Berechtigungskarte der Person akzeptiert wurde oder nicht. ist auf beiden Seiten der Drehtür 1 eine Kartenleseeinheit 13 installiert, so ist auch an beiden Seiten ein Anzeiger 14 vorgesehen. Zusätzlich zu den Kontaktmatten 11, 12 enthält die beschriebene Drehtür 1 Erfassungseinrichtungen 15,16, um das Betreten der Zone 5 an die Regelungseinheit 10 zu melden. Des weiteren enthält die Drehtür 1, wie üblich, eine Anzahl von Schaltern 17, welche das Erfassen der Position der Türflügel 3 ermöglichen.

Um einen sicheren Schutz des Zugangs zu dem Raum zu gewährleisten ist es notwendig, der Regelungseinheit 10 den Zutritt einer nicht-berechtigten Person zu der Zone 5 anzuzeigen, wenn die Person die Absicht hat, den zu schutzenden Raum zu betreten wahrend die Türflügel 3 in Bewegung sind, beispielsweise beim Betreten bzw. Durchgehen einer berechtigten Person. Zu diesem Zweck wird normalerweise die Kontaktmatte 11, die auf der Seite der ersten Öffnung 6 angeordnet ist, verwendet. Nach dem Erkennen einer nicht-berechtigten Person durch die Kontaktmatte 11 und/oder die Erfassungseinrichtung 15 wird der Antriebsmotor 9 sofort angehalten, um zu verhindern, daß die nicht-berechtigte Person den zu schützenden Raum erreicht. In der Praxis hat sich gezeigt, daß es einigen Personen mit einiger Geschicklichkeit gelang, in dem Raum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Türflügeln 3 und der benachbarten Platte 4 eingeschlossen zu werden, so daß sie aus dieser Situation entweder durch die Hilfe eines Sicherheitsbeamten oder durch eine automatische Drehbewegung der Türflügel 3 in Gegenrichtung befreit werden mußten. Dies bedeutet unzweifelhaft eine beträchtliche Behinderung des normalen Gebrauchs der Drehtür, was zu einem beträchtlichen Rückgang der Durchgangskapazität führt.

Bei der beschriebenen Drehtür wird das Festsitzen einer nicht-berechtigten Person in der Zone 5 durch einen Sensor 18 verhindert, welcher außerhalb der Zone 5 und nahe bei der ersten Öffnung 6 angeordnet ist und eine nicht-berechtigte Person bereits vor dem Betreten der Zone 5 erkennt. Hieraus folgt, daß eine nicht-berechtigte Person niemals in der Zone 5 zwischen zwei aufeinanderfolgenden Türflügeln und der benachbarten Platte 4 festsitzen kann. Die Regelungseinheit 10 kann den Antriebsmotor 9 rechtzeitig in allen Situationen anhalten, so daß die verbleibende offnung zwischen einem Türflügel 3 und der benachbarten Platte 4 immer so groß ist, daß die Zone 5 verlassen werden kann. Daher ist bei der Drehtüre 1 weder die Anwesenheit eines Sicherheitsbeamten, noch eine Drehbewegung der Türflügel 3 in Gegenrichtung zur normalen Durchgangsrichtung notwendig. Die mögliche Verzögerung, die durch den Versuch einer nicht-berechtigten Person, die Zone 5 zu betreten, verursacht wird, wird auf ein Minimum begrenzt, so daß die beschriebene Drehtür 1 eine hohe Durchgangskapazität aufweist.

Wie in Fig. 1 durch die gestrichelten Linien 19 und 20 dargestellt, kann der Sensor 18 ein Sendeelement aufweisen, das beispielsweise an der Blende 8 angebracht ist, sowie ein Empfangselement 22, das an der Platte 4 angebracht oder auf dem Boden angeordnet ist, wodurch eine Lichtschranke realisiert ist, welche die erste Öffnung 6 schützt. Es ist auch möglich, ein Sende- und ein Empfangselement an der Blende 8 anzubringen, wobei in diesem Falle das Empfangselement das gesendete Signal nur bei einer Reflexion an einer Person empfängt.

Um unnötige Unterbrechungen der Drehbewegung der Türflügel 3 zu vermeiden, reagiert die Regelungseinheit 10 nur dann auf ein Signal von dem Sensor 18, wenn ein Türflügel 3, der sich im Bereich der ersten Öffnung 6 befindet, den Winkelbereich von vorzugsweise 22,5 vor der Platte 4 überstreicht. Die Länge des Bogens entlang des Wegs der Türflügel 3 der beschriebenen Drehtür beträgt in dem vorliegenden Fall ca. 35 cm.

Wenn auf der Seite des zu schützenden Raumes an der zweiten Öffnung 7 eine Kartenleseeinheit 13 installiert ist, dann kann selbstverständlich auf dieser Seite der Drehtür 1 auch ein Sensor 18 angebracht sein.

Obwohl bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel eine Karteleseeinheit 13 benötigt wird, bei der das Einführen einer Berechtigungskarte notwendig ist, um anzuzeigen, ob eine Person berechtigt oder nicht-berechtigt ist, ist es selbstverständlich auch möglich, einen anderen Typ einer Erfassungseinrichtung zu verwenden, beispielsweise eine Erfassungseinrichtung, die mit einer Sende-/Empfangs-Antenne arbeitet, welche auf der Platte 4 angebracht ist.

Obwohl die Erfindung vorhergehend anhand eines Ausführungsbeispieles einer Drehtür mit vier Türflügeln 3 beschrieben wurde, ist anzumeken, daß die Erfindung auch an Drehtüren verwendet werden kann, die drei Türflügel aufweisen. Es soll auch noch angemerkt werden, daß anstelle von Kontaktmatten auch andere Arten von Sensoren zum Erfassen der Anwesenheit einer Person verwendbar sind.


Anspruch[de]

1. Drehtür (1), insbesondere zur Sicherung eines Zugangs zu einem Raum, mit einer Drehachse (2), einer Anzahl von Türflügeln (3), die räumlich getrennt an der Achse angebracht sind, mit einem Paar sich gegenüberstehender Platten (4), welche die Türflügel (3) begrenzen und eine teilweise geschlossene Zone (5) mit einer ersten Öffnung (6) und einer zweiten Öffnung (7) bilden, mit einem Antriebsmotor (9) für die Achse (2) und einer Regelungseinheit (10) für den Antriebsmotor (9), wobei die Drehtür mit einer Erkennungseinrichtung (13) versehen ist, um zu erkennen, ob eine berechtigte oder eine nicht-berechtigte Person den Raum betreten will, und mit einem ersten Sensor (11,12) zum Erkennen, ob eine nichtberechtigte Person die Zone (5) jeweils durch die erste Öffnung (6) oder die zweite Öffnung (7) betritt, wobei die Regelungseinheit (10) den Antriebsmotor (9) in Abhängigkeit von dem ersten Sensor abschaltet, gekennzeichnet durch einen zweiten Sensor (15,16), welcher dazu geeignet ist, die Anwesenheit einer nicht-berechtigten Person außerhalb der Zone (5) in oder in der Nähe jeweils der ersten Öffnung (6) oder der zweiten Öffnung (7) festzustellen, wobei die Regelungseinheit (10) den Antriebsmotor (9) in Abhängigkeit von dem zweiten Sensor (15,16) abschaltet.

2. Drehtür nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet , daß der zweite Sensor (15,16) nur dann aktiv ist, falls sich einer der Türflügel (3) in einem Bereich der jeweils ersten Öffnung (6) oder der zweiten Öffnung (7) befindet, wobei der Bereich, in Drehrichtung der Türflügel (3) gesehen, vor einer Platte (4) vorgesehen ist und entlang des Weges der Türflügel eine Bogenlänge von höchstens 80 cm, vorzugsweise 40 cm, aufweist.







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