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Dokumentenidentifikation DE4420206A1 14.12.1995
Titel Auslaß von Sichtbarkeitshilfen aus luftgestützten, harten Schleppkörpern
Anmelder Dornier GmbH, 88090 Immenstaad, DE
Erfinder Beyer, Viktor, Dipl.-Ing. (FH), 88069 Tettnang, DE;
Kapp, Rolf, Dipl.-Ing., 88048 Friedrichshafen, DE;
Lüken, Hans-J., Dipl.-Ing., 88090 Immenstaad, DE;
Rottengruber, Max, Ing.(grad.), 88048 Friedrichshafen, DE
Vertreter Landsmann, R., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 88677 Markdorf
DE-Anmeldedatum 10.06.1994
DE-Aktenzeichen 4420206
Offenlegungstag 14.12.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.12.1995
IPC-Hauptklasse F41J 9/10
IPC-Nebenklasse B64D 3/02   
IPC additional class // H03K 17/28  
Zusammenfassung Auslaß einer Sichtbarkeitshilfe (z. B. Banner) aus einem Schleppzielkörper, wobei durch eine schleppkörperseitige Verzögerungseinheit nach Ablauf einer Verzögerungszeit der Rückhaltemechanismus für die Sichtbarkeitshilfe gelöst wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft das Auslassen einer Sichtbarkeitshilfe (SH) aus einem Schleppzielkörper (SK).

Im Heck eines Schleppkörpers ist üblicherweise eine Sichtbarkeitshilfe (Schleppbanner) eingebaut. Der so ausgerüstete Schleppkörper ist mittels eines am Schleppflugzeug installierte Windengestells zuerst flugzeugfest angebracht. Beim Lösen des Schleppkörpers vom Windengestell wird über einen "Release"-Schalter der Rückhaltemechanismus für die Sichtbarkeitshilfe gelöst, so daß nach Bruchteilen von Sekunden diese aus dem Schleppkörper ausgelassen und am Schleppkörper geschleppt wird. Streckstoß und Luftwiderstand der Sichtbarkeitshilfe wirken zusätzlich auf das Schleppseil und den Release-Mechanismus und beanspruchen diese erheblich. Eine auf diese Weise erzeugte Vorschädigung des Schleppseils kann dazu führen, daß im Verlauf der nachfolgenden Zieldarstellungsmission das Schleppseil reißt und Schleppkörper mit Sichtbarkeitshilfe verloren gehen.

Aufgabe der Erfindung ist die Vermeidung von Beschädigungen am Schleppseil, die bei der unmittelbaren Entfaltung der Sichtbarkeitshilfe während der Entriegelungsphase zum Verlust des Schleppzielkörpers führen kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Patentanspruchs gelöst.

Anstatt beim Lösen des Schleppkörpers vom Windengestell den Rückhaltemechanismus sofort zu lösen, wird erfindungsgemäß eine Verzögerungseinheit (mechanisch oder elektrisch) gestartet und erst nach Ablauf der Verzögerungszeit der Rückhaltemechanismus für die Sichtbarkeitshilfe gelöst. Dadurch wirken sich Streckstoß und Luftwiderstand der Sichtbarkeitshilfe erst dann auf das Schleppseil aus, wenn die Seilkupplung den Release-Mechanismus bereits verlassen hat und eine Vorschädigung des Schleppseils vermieden wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 ein Blockschaltbild der Zeitverzögerung,

Fig. 2 eine Ausgestaltung der Erfindung.

Die Schaltung "Zeitverzögerung" (Fig. 1) soll nach vorgegebener Zeit (z. B. σt = 22 sec) nach Betätigung des Abgangsschalters die Squibs ansteuern.

Leistungsdaten:

  • - Zündstrom IZ ≤ 1A
  • - Zünddauer IZ ≤ 100 ms
  • - Zündwiderstand ≤ 1 Ω
  • - Wartezeit σt = 0 . . 32s, stufig in 2sec-Schritten einstellbar
  • - Genauigkeit der Zeitbasis ≤ 1%
  • - Temperaturbereich -20 . . +70°C.


Als zeitbestimmender Baustein (Fig. 2) dient der RG-Oszillator mit integriertem Teiler XR2240 von EXAR.

Die Frequenz wird mit R5/C3 so eingestellt, daß der Ausgang f/16 (Pin 5) mit der erforderlichen Schrittfrequenz von 0.5Hz entsprechend einer Periodendauer von T = 2 sec umschaltet.

Sind alle mittels dem Hex-Schalter 51 programmierte Ausgänge low-aktiv, so wird über die Gatter IC3 sowie über den Treibertransistor T1 der Schalttransistor T2 durchgeschaltet und somit das Squib gezündet. Der Widerstand R11 dient hierbei zur Strombegrenzung von 1A bei τ = -20°C.

Nach t = 250ms schaltet der Ausgang f/128 (Pin 2) auf low. Damit wird zum einen der Zündstrom wieder abgeschaltet sowie IC2 in Stand-by versetzt. Aktiviert wird die gesamte Schaltung bei Betätigung des Abgangsschalters, indem die Batteriespannung durchgeschaltet wird.

Zur Stromversorgung können handelsübliche 9V-Primärbatterien verwendet werden. Bei entsprechender Anpassung des Strombegrenzungswiderstandes R11 kann auch nur eine Batterie verwendet werden. Damit ist die minimale Betriebstemperatur allerdings auf 0°C begrenzt.


Anspruch[de]
  1. Auslaß einer Sichtbarkeitshilfe (z. B. Banner) aus einem Schleppzielkörper, gekennzeichnet durch eine schleppkörperseitige Verzögerungseinheit, die nach Ablauf einer Verzögerungszeit den Rückhaltemechanismus für die Sichtbarkeitshilfe löst.






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