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Dokumentenidentifikation DE69109544T2 18.01.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0462749
Titel Mittels Handhebel betätigbare Spritzpistole.
Anmelder Spraying Systems Co., Wheaton, Ill., US
Erfinder Petersen, Eric, Winfield, Illinois 60190, US;
Paulsen, Gary, Geneva, Illinois 60134, US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Aktenzeichen 69109544
Vertragsstaaten DE, DK, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 12.06.1991
EP-Aktenzeichen 913052932
EP-Offenlegungsdatum 27.12.1991
EP date of grant 10.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.01.1996
IPC-Hauptklasse B05B 9/01

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Sprühpistolen und spezieller auf Sprühpistolen der Bauart, die zum Dispergieren und Ausstrahlen von unter hohem Druck stehenden Flüssigkeiten eingerichtet sind.

Handsprühpistolen sind seit langem zum Sprühen von Flüssigkeiten bei verschiedenen kommerziellen Arbeiten verwendet worden (siehe DE-A-3 431 800). Solche Sprühpistolen haben typischerweise einen schwenkbar gelagerten Auslöser, um eine Ventilanordnung zu betätigen, um das Auslassen von Flüssigkeit aus der Pistole zu steuern und sie müssen ausreichend massiv und dauerhaft gefertigt sein, um sowohl den unter hohem Druck stehenden auszubringenden Flüssigkeiten als auch der rauhen kommerziellen und industriellen Benutzung zu widerstehen. Außerdem ist, weil solche Sprühpistolen häufig einen Gehäuseabschnitt mit einem herunterhängenden oder abgewinkelten Griff haben, der auslöserbetätigte Mechanismus häufig relativ komplex und teuer in der Herstellung. Als eine Folge sind viele solche Sprühpistolen voluminös und teuer in der Herstellung, sind umständlich zu handhaben und schwierig zu bedienen und eignen sich nicht für eine einfache Reparatur oder Reinigung, wie es routinemäßig erforderlich ist. Tatsächlich ist bei vielen solcher Sprühpistolen die Ventilanordnung zentral in dem Gehäuse der Pistole angeordnet und um Zugriff zu der Ventilanordnung zu erhalten, muß die Pistole im wesentlichen auseinandergebaut werden. Der Körper der Ventilanordnung muß häufig mit einer Vielzahl von Löchern versehen werden, die zueinander in spitzen Winkeln angeordnet sind, was teuer in der Herstellung ist.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte, durch einen Auslöser betätigte Sprühpistole zu schaffen, die für eine einfachere und verläßlichere Bedienung geeignet ist und beim Ausbringen von Hochdruckflüssigkeiten eine verläßlichere Leistung erbringt.

Eine andere Aufgabe ist es, eine Sprühpistole, wie oben gekennzeichnet, zu schaffen, die einen leichten Zugriff auf die Ventilanordnung der Sprühpistole zu Reparatur- und/oder Reinigungszwecken gestattet.

Eine weitere Aufgabe ist es, eine Sprühpistole der vorgenannten Bauart zu schaffen, die einen relativ einfachen Aufbau mit weniger Teilen hat und sich somit zur ökonomischen Herstellung und Montage eignet. Eine damit in Beziehung stehende Aufgabe ist es, eine Sprühpistole einer solchen Bauart zu schaffen, die einen relativ kleinen und einfach herstellbaren Ventilkörper aufweist.

Noch eine andere Aufgabe ist es, eine Sprühpistole der oben genannten Art zu schaffen, die einen verbesserten, relativ einfachen Verriegelungsmechanismus aufweist, um den Auslöser bei Nichtgebrauch in einer Aus-Position zu halten.

Erfindungsgemäß ist eine Sprühpistole zum Dispergieren unter Druck stehender Flüssigkeiten vorgesehen worden, mit einem Gehäuseteil und einem Handgriffteil, der von dem Gehäuseteil nach unten wegführt, wobei der Handgriffteil mit einem Flüssigkeitseinlaß zum Anschluß an eine Flüssigkeitsversorgung versehen ist, und der Gehäuseteil ein Auslaßende aufweist, mit einer Auslaßdüse an dem Auslaßende des Gehäuseteils, um Flüssigkeit in einem Sprühmuster aus dem Gehäuseteil auszustoßen, mit einem Auslöser, der auf einer Schwenkachse neben dem unteren Ende des Griffteils schwenkbar gelagert ist, wobei der Auslöser von der Schwenkachse in einer nach vorn beabstandeten Anordnung bezüglich des Handgriffteils nach oben ragt, um ihn, während der Handgriffteil gehalten wird, zwischen einer vorderen Ruhestellung und einer hinteren Auslösestellung wahlweise hin- und herzubewegen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerventil vorgesehen ist, das in einem unteren Ende des Handgriffteils angeordnet ist und einen Ventilstößel aufweist, der an einer Stelle oberhalb der Schwenkachse nach vorn in einer im wesentlichen rechtwinkligen Richtung bezüglich des Auslösers aus dem Handgriffteil herausragt, um mit dem Auslöser in Eingriff zu kommen, um wahlweise das Steuerventil in Abhängigkeit von der Bewegung des Auslösers aus der vorderen Stellung in die rückwärtige Stellung zu bewegen, wobei der Auslöser mit dem Ventilstößel an einem Eingriffspunkt in Berührung kommt, der im Abstand oberhalb der Schwenkachse des Auslösers liegt, wobei der Abstand kleiner als ein Drittel der Länge des Auslösers ist.

Andere Aufgaben und Vorzüge der Erfindung erschließen sich aus dem Studium der folgenden detaillierten Beschreibung mit Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen:

Fig. 1 ein Vertikalschnitt einer Sprühpistole gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 2 eine vergrößerte ausschnittsweise Schnittdarstellung der Auslöserverriegelungseinrichtung der veranschaulichten Sprühpistole ist, dargestellt in einer Auslöserverriegelungsposition, geschnitten in der Ebene der Linie 2-2 von Fig. 1;

Fig. 3 einen ausschnittsweisen Vertikalschnitt, ähnlich zu Fig. 1, der jedoch den Auslöser in einer Betätigungsposition zeigt;

Fig. 4 einen vergrößerten ausschnittsweisen Schnitt der Verriegelungseinrichtung des Auslösers ähnlich zu Fig. 2 zeigt, jedoch geschnitten in der Ebene der Linie 4-4 von Fig. 3;

Fig. 5 eine Perspektive des Verriegelungselementes der veranschaulichten Auslöserverriegelungseinrichtung;

Fig. 6 einen Vertikalschnitt, geschnitten in der Ebene der Linie 6-6 von Fig. 5 zeigt; und

Fig. 7 einen vergrößerten ausschnittsweisen Schnitt zeigt, der die Rastmittel zur Lagesicherung des Verriegelungselementes veranschaulicht.

Während die Erfindung unterschiedlichen Variationen und Alternativkonstruktionen unterworfen werden kann, ist in den Zeichnungen eine bestimmte veranschaulichte Ausführungsform derselben dargestellt und wird untenstehend detailliert beschrieben. Es versteht sich jedoch, daß dies die Erfindung nicht auf die spezifisch geoffenbarte Ausführungsform beschränken soll, im Gegenteil, die Absicht ist, alle Abwandlungen, Alternativkonstruktionen und Äquivalente, die in den Schutzbereich der Ansprüche fallen, abzudecken.

Es wird spezieller auf die Zeichnungen Bezug genommen, in denen eine veranschaulichende Handsprühpistole 10 dargestellt ist, die die vorliegende Erfindung verkörpert. Die dargestellte Sprühpistole 10 weist ein pistolenförmiges äußeres Gehäuse 11 mit einem Gehäuseabschnitt 12 und einem herabhängenden Griffabschnitt 14 auf, der in einem stumpfen Winkel von ungefähr 120º zu dem Gehäuseabschnitt 12 angeordnet ist. Das Gehäuse 11 ist in diesem Fall von einem rechten und einem linken Gehäuseteil 11a, 11b gebildet, die jeweils vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Polypropylen gegossen oder laminiert sind und die mit einer Vielzahl von Befestigungsschrauben aneinander gesichert sind. Eine Flüssigkeitsversorgungsleitung 16 ist mit dem Unter- oder Fersenende des Griffteiles 14 verbunden, um unter Druck stehende Flüssigkeit an die Pistole 10 zu liefern, und das äußere Ende des Gehäuseteils 12 stützt einen Auslaßadapter 18, an dem eine geeignete Düsenkappe 19 befestigbar ist, um das gewünschte Auslaßsprühmuster zu bewirken. Der Auslaßadapter 18 weist in diesem Falle ein mit Außengewinde versehenes äußeres Ende auf, auf das die Düsenkappe 19 geschraubt ist.

Gemäß einem wichtigen Merkmal der Erfindung weist die Sprühpistole in dem Fersenende des Griffteiles eines relativ kleine Ventilanordnung auf, die durch einen am Boden schwenkbaren Auslöser zur Steuerung des Auslassens der Hochdruckflüssigkeiten aus der Pistole einfach betätigt werden kann. Zu diesem Zweck ist eine Ventilanordnung 25 zwischen den Gehäuseteilen 11a, 11b an dem Fersen- oder Unterende des Griffabschnittes 12 gehalten. Die Ventilanordnung 25 enthält einen Körer 26 mit einem herabhängenden Abschnitt 28, der sich von dem Gehäuse 11 nach unten erstreckt und an dem ein mit Innengewinde versehener Einlaßanschluß 29 ausgebildet ist, um ein mit Außengewinde versehendes Ende oder einen Adapter einer Flüssigkeitsversorgungsleitung 16 über eine Schraubverbindung auf zunehmen. Der Einlaßanschluß 29 steht mit einer Ventilkammer 30 in Verbindung, die ihrerseits mit einem Auslaßanschluß 34 des Ventilkörpers 26 kommuniziert.

In Ausführung der Erfindung verbindet ein einzelner gekrümmter oder gebogener Durchlaßkanal 35 für Fluid die Ventilanordnung 25 in dem Unterende des Griffteils 14 und den Auslaßadapter 18 an dem Auslaßende des Gehäuses 12. Der Durchlaßkanal 35 für Fluid, der gänzlich zwischen den Gehäuseteilen 11a, 11b enthalten ist, enthält einen ersten Abschnitt 35a, der sich durch den Griffabschnitt 14 des Gehäuses 11 nach oben erstreckt, einen zweiten Abschnitt 35b der sich entlang der Länge des Gehäuseabschnittes 12 erstreckt, und einen gebogenen Mittelabschnitt 35c zwischen diesen. Der Kanal 35, der vorzugsweise aus Stahl hergestellt ist, weist ein mit Außengewinde versehenes Ende 36, das in einen Innengewindeabschnitt des Auslaßanschlusses 31 des Ventilvorrichtungskörpers 26 einschraubbar ist, sowie ein mit Außengewinde versehenes Ende 38 auf, das in ein mit Innengewinde versehenes Ende des Auslaßadapters 18 eingeschraubt ist.

Um den Flüssigkeitsstrom zwischen dem Einlaß und dem Auslaßanschluß 29, 31 den Ventilkörpers 26 und somit durch den gebogenen Durchgangskanal 35 für Flüssigkeit und die Auslaßdüse 19 steuern zu können, ist in der Ventilkammer 30 an seinem stromaufwärts liegenden Ende neben dem Einlaßanschluß 29 ein Ventilsitz 40 definiert, um eine Ventilglied 41 in Sitzanlage aufzunehmen. Der Ventilsitz 40 ist bei diesem Beispiel durch das stromaufwärts liegende Ende einer Ventilbuchse 42 gebildet, die innerhalb der Ventilkammer 30 befestigt ist. Um die Ventilbuchse 41 innerhalb der Ventilkammer 30 abzudichten, sind O-Ring- und Stützringpaare 45, 46 in Längsrichtung voneinander beabstandet an der Buchse 41 an einander gegenüberliegenden Seiten des Auslaßanschlusses 31 des Ventilkörpers angeordnet. Um die Buchse 41 in der Ventilkammer 30 zu halten und deren stromabwärtiges Ende zu verschließen, ist eine mit Außengewinde versehene Halteschraube 48 in einem stromabwärtigen, mit Innengewinde versehenen Ende der Ventilkammer 30 gesichert. Zwischen dem äußerden Ende des Ventilkörpers 26 und einem extern freiliegenden, mit einem Schraubenschlüssel in Eingriff bringbaren Kopf 48a der Sicherungsschraube 48 ist eine Verschlußdichtung 49 angeordnet.

Das Ventilglied 41 weist in diesem Fall einen zweiteiligen Aufbau mit einer Ventilkugel 41a und einem gesonderten, sich nach vorne erstreckenden Ventilstößel 41b auf, der durch axiale Bohrungen 42a und 48b der Buchse 42 bzw. der Sicherungsschraube 48 ragt. Der Ventilstößel 41b ragt mit einem Ende im wesentlichen rechtwinklig zu dem Griffteil 48 bei seinem unteren Ende nach außen aus der Sicherungsschraube 48, um zur Betätigung wahlweise in Eingriff gebracht zu werden. Ein O-Ring- und Stützringpaar 55 ist in einer Stufenbohrung in dem stromaufwärtigen Ende der Sicherungsschraube 48 abgeordnet, um ein gleitendes Abdichten mit dem Ventilstößel 41b zu erbringen. Das stromaufwärtige Ende der Ventilbuchsenbohrung 42a weist einen größeren Durchmesser auf als der Ventilstößel 41b, um einen Fluiddurchgang um den Ventilstößel 41b zwischen dem Einlaß- und dem Auslaßanschluß 29, 31 des Ventilkörpers 26 zu bilden. Das Ventilglied 41 ist auf eine Ventilverschlußstellung zu vorgespannt, wobei die Feder 41a mittels einer Feder 56 gegen den Sitz 40 gedrückt ist, die zwischen dem stromaufwärtigen Ende des Ventigliedes 41 und dem Ende einer axialen Ausnehmung 58 angeordnet ist, die in dem Ventilkörper 26 in Vorwärtsrichtung von dem Ventilglied ausgebildet ist.

Um das Ventilelement 41 zwischen seiner Verschlußposition mit sitzender Anlage mit dem Ventilsitz 40 und einer Offenstellung zu bewegen, die den Durchgang von Flüssigkeit durch den Einlaßanschluß 29, die Ventilkammer 30 und den Auslaßanschluß 31 des Ventilkörpers 26 gestattet, ist ein Auslöser 60 unmittelbar unterhalb des vorstehenden Endes des Ventilstößels 41b schwenkbar gelagert und weist ein sich nach oben erstreckendes Griffende auf, das von Hand schwenkbar ist, wenn der Griffteil 14 der Pistole ergriffen wird. Um den Auslöser 60 schwenkbar zu lagern, weisen die Gehäuseabschnitte 11a, 11b einstückig ausgebildete, sich nach vorne erstreckende Arme 61 auf, die einen gerollten Zapfen 62 tragen, an dem der Auslöser befestigt ist. Der Auslöser 60 trägt in diesem Fall einen Anschlagzapfen 64 in enger, nach oben hin beabstandeter Nachbarschaft zu dem gerollten Zapfen 62, der mit dem vorstehenden Ende des Ventilstößels 41b in Anlage steht. Der Anschlagzapfen 64 ist vorzugsweise in einem Abstand von "1" von der Schwenkachse des Auslösers angeordnet, was weniger als ein Drittel der Länge des Auslösers 60 und bei der dargestellten Ausführungsform ungefähr ein Sechstel der Länge des Auslösers ist. Bei Verschwenken des Auslösers 60 aus seiner vorne liegenden, nicht betätigten Position, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, in eine zurückgezogene Betätigungsposition, die in Fig. 3 dargestellt ist, kommt der Anschlagzapfen 64 mit dem Stößel 41 in Anlage und betätigt diesen in einer stromaufwärtigen Richtung gegen die Kraft der vorspannenden Feder 56 und des Druckes, der gegen das stromaufwärtige Ende wirkt, um die Kugel 41a in Bezug auf den Ventilsitz 40 nach vorn zu verschieben.

Der Fachmann erkennt, daß mittels der Verhältnisse bei der Anordnung des Ventilstößels 41b zu der unteren Schwenkachse des Auslösers 60 ein ausreichendes Hebelverhältnis erreicht werden kann, um eine verläßliche Betätigung des Ventils zu bewirken, auch wenn die Flüssigkeiten unter relativ hohem Druck, wie beispielsweise 4000 psi oder mehr stehen und dispergiert werden. Außerdem wird der Benutzer, wenn zur Betätigung des Auslösers eine größere Kraft erforderlich ist, unwillkürlich versuchen, den Auslöser soweit wie möglich von der Schwenkachse weg zu ergreifen, um die Hebelwirkung zu vergrößern. Bei herkömmlichen, durch oben verschwenkbare Auslöser betätigten Pistolen resultiert daraus, daß die kleinsten und damit schwächsten Finger der Hand die meiste Arbeit verrichten. Bei der erfindungsgemäßen Sprühpistole sind, wenn die Hand von der Schwenkachse weiter weg bewegt wird, die Finger, die die meiste Kraft auf den Auslöser ausüben, die stärksten.

Bei Freigabe des Auslösers 60 bei Betrieb der Pistole drängen die Feder 56 und der auf das Ventilglied 41 wirkende Druck die Ventilkugel 41a mit dem Sitz 40 in Anlage, was den Ventilstößel 41b und den Auslöser 60 nach rechts bewegt, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Um die Rückkehr des Auslösers 60 in eine inaktive Position außer Eingriff mit dem nach vorn vorragenden Ende des Ventilstößels 41b zu erleichtern, ist zwischen dem Auslöser und dem unteren Griffteil eine Feder 68 angeordnet. Die Vorspannfeder 68 sitzt in einer Stufenbohrung, die in dem äußerden Ende der Rückhalteschraube 48 angeordnet ist und das vorstehende Ende des Ventilstößels 41b zwischen dem von dem Auslöser 60 getragenen Anschlagzapfen 64 umgibt.

Um eine vorher festgelegte, nicht betätigte Position des Auslösers 60 festzulegen und um den Auslöser gegen zufällige Betätigung zu schützen, ist an dem Gehäuse 11 eine Auslösesicherung 70 ausgebildet, die sich von dem Gehäuseabschnitt von dem Griffteil 14 und dem Auslöser 60 beabstandet nach unten erstreckt und mit einem unteren Ende 70a des Griffabschnittes verbunden ist. Die Sicherung 70 weist eine sich nach hinten erstreckende, den Auslöser positionierende Schleife 72 auf, gegen die das obere Ende des Auslösers 60 durch die Vorspannfeder 68 gedrückt ist.

In Übereinstimmung mit der Erfindung ist von dem Gehäuse 11 ein in Querrichtung bewegbares Verriegelungselement 75 getragen, um den Auslöser 60 in seiner deaktivierten Position lösbar gegen das Positioniermittel 72 des Auslöserschutzbügels 70 zu sichern. Das Verriegelsungselement 75 ist etwas oberhalb des und zu der Hinterseite des Obersendes des Auslösers 60 hin angeordnet und mit einem Schlitz 76 zum Durchgang des Auslösers versehen. Das Verriegelungselement 75 ist wahlweise zwischen einer Auslöserverriegelungsposition (Fig. 1 und 2), in der der Schlitz 76 von dem oberen Ende des Auslösers 60 seitlich weg verlagert ist, so daß das Verriegelungselement 75 die Bewegung des Auslösers in einer Betätigungsrichtung blokkiert, und einer Auslöserfreigabe- oder nicht verriegelten Position (Fig. 3 und 4) positionierbar ist, in der der Schlitz 76 mit dem Ende des Auslösers 60 fluchtet, um die Bewegung des Auslösers in Nichtbetätigungsrichtung an dem Verriegelungselement 75 vorbei ermöglicht. Um die Bewegung des Verriegelungselementes 75 in seine verriegelte Position und aus dieser herauszuführen und um eine Drehbewegung des Verriegelungselementes und eine Fehlorientierung des Schlitzes 76 für den Durchgang des Auslösers in der verriegelten Position zu verhindern, ist an dem Verriegelungselement 75 ein vorstehender Zapfen 78 ausgebildet, der in einem in dem Gehäuseabschnitt 11b ausgebildeten Schlitz 79 läuft. In seiner nicht blockierten Position ist ein nach unten weisender Abschnitt 77 des Verriegelungselementes 75 zwischen einander gegenüberliegenden Seiten der Verriegelungselement-Ausnehmung gehalten, die von dem Gehäuse 11 zum Aufrechterhalten einer richtigen Ausrichtung des Verriegelungselmentes definiert ist. Um das Verriegelungselement 75 in seiner entsprechenden verriegelten und in seiner nicht verriegelten Position formschlüssig zu plazieren und zu halten, sind in dem Verriegelungselement 75 ein Paar voneinander axial beabstandeter ringförmiger Rastnuten 80, 81 ausgebildet, mit denen eine Rastrippe 82 in Eingriff steht, die in dem Gehäuseabschnitt 11a ausgebildet ist, wie in den Fig. 2 bzw. 4 dargestellt ist.

Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß die erfindungsgemäße, mit dem Auslöser betätigte Sprühpistole für einfachen und verläßlichen Betrieb beim Dispergieren von Hochdruckflüssigkeiten eingerichtet ist. Die Sprühpistole weist eine relativ einfache Konstruktion mit weniger Teilen auf und eignet sich zur ökonomischen Herstellung und Montage. Die Sprühpistole gestattet außerdem einfachen Zugriff auf die Ventilanordnung zur Reparatur und Reinigung. Im Hinblick darauf ist alles, was erforderlich ist, das Abbauen des Auslösers 60 durch Entfernung des Schwenkzapfens 62 und Abschrauben der Rückhalteschraube 48 aus deren Öffnung in dem stromabwärtigen Ende des Ventilkörpers. Weil der Ventilkörper 26 lediglich drei rechtwinklig zueinander orientierte Bohrungen zum Definieren des Einlaßanschlusses 29, des Auslaßanschlusses und der Ventilkammer 30 benötigt, eignet sie sich außerdem zur einfachen und wirtschaftlichen Herstellung.


Anspruch[de]

1. Sprühpistole (10) zum Dispergieren von unter Druck stehenden Flüssigkeiten, mit einem Gehäuseteil (12) und einem Handgriffteil (14), der von dem Gehäuseteil (12) nach unten wegführt, wobei der Handgriffteil (14) mit einem Flüssigkeitseinlaß (29) zum Anschluß an eine Flüssigkeitsversorgung (16) versehen ist und der Gehäuseteil (12) ein Auslaßende aufweist, mit einer Auslaßdüse (19) an dem Auslaßende des Gehäuseteils, um Flüssigkeit in einem Sprühmuster aus dem Gehäuseteil (12) auszustoßen, mit einem Auslöser (60), der auf einer Schwenkachse (62) neben dem unteren Ende des Griffteils (14) schwenkbar gelagert ist, wobei der Auslöser (60) von der Schwenkachse (62) in einer nach vorne beabstandeten Anordnung bezüglich des Handgriffteils (14) nach oben ragt, um ihn, während der Handgriffteil (14) gehalten wird, zwischen einer vorderen Ruhestellung und einer hinteren Auslösestellung wahlweise hin- und herzubewegen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerventil (41) vorgesehen ist, das in einem unteren Ende des Handgriffteils (14) angeordnet ist und einen Ventilstößel (41b) aufweist, der an einer Stelle oberhalb der Schwenkachse (62) nach vorne in einer im wesentlichen rechtwinkligen Richtung bezüglich des Auslösers (60) aus dem Handgriffteil (14) herausragt, um mit dem Auslöser (60) in Eingriff zu kommen, um wahlweise das Steuerventil (41) in Abhängigkeit von der Bewegung des Auslösers (60) aus der vorderen Stellung in die rückwärtige Stellung zu bewegen, wobei der Auslöser (60) mit dem Ventilstößel (41b) an einem Eingriffspunkt in Berührung kommt, der im Abstand oberhalb der Schwenkachse (62) des Auslösers (60) liegt, wobei der Abstand kleiner ist, als ein Drittel der Länge des Auslösers (60).

2. Sprühpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Ventilgehäuse (25) enthält, das in dem Handteil (14) angeordnet ist, wobei das Ventilgehäuse (25) einen an eine Flüssigkeitsquelle (16) anschließbaren Einlaßanschluß (29), eine Ventilkammer (30) sowie einen Flüssigkeitsauslaßanschluß (31) aufweist, daß Mittel (35) vorgesehen sind, die einen Flüssigkeitsdurchlaß bilden, der eine Strömungsverbindung zwischen dem Flüssigkeitsauslaßanschluß (31) des Ventilgehäuses und dem Auslaßende des Gehäuseteils und der Auslaßdüse (19) herstellt, daß sowohl der Einlaßanschluß des Ventilgehäuses als auch der Auslaßanschluß (29, 31) des Ventilgehäuses rechtwinklig bezüglich der Ventilkammer (30) ausgebildet und seitlich gegeneinander versetzt sind und daß das Ventilglied (41) in der Ventilkammer (30) beweglich bezüglich des Ventilgehäuses (35) gelagert ist.

3. Sprühpistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse (25) einen Ventilsitz (40) aufweist, daß das Ventilglied (41) so gelagert ist, daß es zwischen einer Anlagestellung an dem Ventilsitz (40) , in der es die Strömungsverbindung von dem Flüssigkeitseinlaßanschluß (29) zu der Auslaßdüse (19) absperrt, und einer Offenstellung hin- und herbewegbar ist, in der es eine Flüssigkeitsverbindung zwischen dem Einlaßanschluß (29) durch das Steuerventil (41) zu der Auslaßdüse (19) zuläßt.

4. Sprühpistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen einzigen nicht unterbrochenen Flüssigkeitskanal (35) enthält, der den Auslaßanschluß (21) des Ventilgehäuses und das Auslaßende des Gehäuseteils (12) miteinander verbindet.

5. Sprühpistole nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäuseteil und der Handgriffteil (12, 14) an einem gemeinsamen Gehäuse (11) ausgebildet sind und daß der Kanal (35) vollständig in dem Gehäuse (11) enthalten ist.

6. Sprühpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Schutzbügel (17) enthält, der zwischen dem Gehäuseteil (12) und dem Handgriffteil (14) in einer nach vorne beabstandeten Anordnung verläuft, um ein versehentliches Berühren des Auslösers (60) zu verhindern, daß an dem Schutzbügel (70) neben dem oberen Ende des Auslösers (60) Positioniermittel (72) angeordnet sind, um den Auslöser (60) in einer vorbestimmten Ruhestellung zu positionieren, und daß Vorspannmittel (68) vorhanden sind, um den Auslöser in Richtung auf die Ruhestellung gegen die Positioniermittel (72) vorzuspannen.

7. Sprühpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Verriegelungselement (75) aufweist, das in dem Gehäuse (11) neben dem oberen Ende des Auslösers (60) in Richtung quer bezüglich des Gehäuses zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position hin- und herbeweglich gelagert ist, wobei in der ersten Position eine Schwenkbewegung des Auslösers (60) aus der Ruhestellung verhindert ist, während in der zweiten Stellung die Schwenkbewegung des Auslösers (60) aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung möglich ist.

8. Sprühpistole nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (75) eine Nut (76) enthält, die beim Positionieren des Sicherungselementes in der ersten Stellung gegenüber dem Auslöser (60) in Querrichtung versetzt ist, so daß das Sicherungselement (75) physisch die Bewegung des Auslösers aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung sperrt, während bei einer Bewegung des Sicherungselements in die zweite Stellung die Nut (76) mit dem Auslöser (60) fluchtet, um so eine Bewegung des oberen Endes des Auslösers (60) durch die Nut (76) bei einer Bewegung des Auslösers (60) aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung zu ermöglichen.

9. Sprühpfstole nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriffteil und der Gehäuseteil (14, 12) durch ein Gehäuse (11) gebildet sind, daß das Sicherungselement (75) und das Gehäuse (11) zusammenwirkende Mittel (78, 79) aufweisen, um das Sicherungselement bei seiner Querbewegung bezüglich des Gehäuses (11) zu führen, während eine Drehbewegung des Sicherungselementes (45) verhindert ist.

10. Sprühpistole nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (11) und das Sicherungselement miteinander zusammenwirkende erste und zweite Rastmittel (80, 81, 82) tragen, um formschlüssig, jedoch nachgiebig das Sicherungselement (75) in der ersten bzw. der zweiten Stellung zu positionieren und zu halten.

11. Sprühpistole nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmittel (78, 79) für das Sicherungselement einen Zapfen (78), der an der äußeren Peripherie des Sicherungselementes (75) ausgebildet ist, sowie einen Führungsschlitz (79) umfassen, der in dem Gehäuse (11) ausgebildet ist, um den Zapfen (78) aufzunehmen und dessen Bewegung während der wahlweisen Positionierung des Sicherungselementes (75) in Querrichtung relativ zu dem Gehäuse zu führen.

12. Sprühpistole nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastmittel erste und zweite seitlich gegeneinander versetzte Rastausnehmungen (80, 81) umfassen, die an der äußeren Peripherie des Sicherungselementes (75) ausgebildet sind, sowie eine Rastrippe (82), die an dem Gehäuse (11) ausgebildet ist, um mit den ersten und zweiten Rastausnehmungen (80, 81) beim Positionieren des Sicherungselementes (75) in der ersten bzw. der zweiten Stellung in Eingriff zu kommen.







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