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Dokumentenidentifikation DE19520029A1 25.01.1996
Titel Montagehalterung für die Kontaktbestückung von isolierenden Trägern, insbesondere von Relais-Steckfassungen
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Gib, Michael, Dipl.-Ing., 76829 Landau, DE;
Michel, Rainer, 67105 Schifferstadt, DE
DE-Anmeldedatum 31.05.1995
DE-Aktenzeichen 19520029
Offenlegungstag 25.01.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.1996
IPC-Hauptklasse H01R 43/20
IPC-Nebenklasse H01R 13/436   
Zusammenfassung Die Montagehalterung für einen isolierenden Träger (4) einer Steckfassung oder dergleichen besitzt eine Aufnahmebasis (13) und von der Aufnahmebasis ausgehend mindestens zwei Haltearme, welche an gegenüberliegenden Seiten eines aufgesteckten Trägers (4) über Haltenasen (15) in Eingriff gebracht werden. Beim Aufstecken eines Sicherungselementes (9) nach dem Einstecken von Kontaktelementen (6) werden die Haltenasen über Anlaufschrägen (17) aus ihrer Raststellung entfernt, so daß der Träger aus der Montagehalterung entnommen werden kann, falls das Sicherungselement (9) seine Endposition erreicht. Erreicht das Sicherungselement (9) seine Endposition nicht, so wird der Träger durch die Haltearme (14) festgehalten, wodurch ein Montagefehler offenbar wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Montagehalterung für die Kontaktbestückung von isolierenden Trägern, welche jeweils nach einer Bestückungsseite hin offene Kammern zur Aufnahme von Steckkontaktelementen aufweisen, die in ihrer Endposition durch ein auf den Träger aufsteckbares Sicherungselement verriegelbar sind. Die Erfindung ist insbesondere anwendbar für die Kontaktbestückung von Steckfassungen für Relais und dergleichen, bei denen die Kontaktelemente nicht nur selbst mit dem Träger verrasten, sondern auch durch eine zusätzlich aufsteckbare Sekundärsicherung verriegelt werden.

Aus der DE 42 21 411 A1 ist ein elektrischer Steckverbinder bekannt, bei dem die in Kontaktkammern eingesteckten Kontaktelemente durch eine in Steckrichtung der Kontaktelemente zusätzlich aufsteckbare Verriegelungseinrichtung gesichert werden. Derartige sogenannte Sekundärsicherungen sind so mit dem isolierenden Träger abgestimmt, daß sie nur dann in ihrer Endposition verrastbar sind, wenn auch die Kontaktelemente ihre endgültige Rastposition in dem Träger erreicht haben. Dabei ist es bekannt, daß die Sekundärsicherung zunächst bis zu einer Vorraststellung aufgesteckt wird, daß dann die Kontaktelemente neben der Sekundärsicherung oder durch diese hindurch in ihre zugehörigen Kontaktkammern eingeführt werden und daß schließlich die Sekundärsicherung aus der Vorraststellung in die Endraststellung gedrückt wird. Trotz der Sekundärsicherung ist jedoch eine fehlerhafte Montage dann nicht ausgeschlossen, wenn nicht zuverlässig kontrolliert wird, ob die Sekundärsicherung auch tatsächlich vollständig in ihre Endraststellung gebracht wurde.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Montagehalterung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der in einfacher Weise und ohne zusätzliche Prüfstationen sichergestellt wird, daß der bestückte Kontaktträger nur dann weiterverarbeitet wird, wenn das Sicherungselement vollständig in seine Endposition gebracht wurde und damit die Kontaktelemente in ihrer Sollposition zuverlässig verriegelt.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine Aufnahmebasis für den jeweiligen Träger vorgesehen ist, die beim aufgesteckten Träger dessen Bestückungsseite frei zugänglich läßt, daß die Aufnahmebasis zumindest an zwei gegenüberliegenden Seiten des aufgesteckten Trägers hakenförmige, federnde Haltearme aufweist, welche mit Haltenasen jeweils in einer Raststellung an dem Träger angreifen und mit Federvorspannung in den Volumenbereich des Sicherungselementes bei dessen Endposition hineingreifen und daß an den Haltearmen und/oder dem Sicherungselement in ihrem gemeinsamen Überschneidungsbereich Keilflächen vorgesehen sind, über welche die Aufsteckbewegung des Sicherungselementes in eine Bewegung der Rastnasen entgegen ihrer Vorspannung umgesetzt wird, um diese aus ihrer Raststellung am Träger zu drängen.

Zweckmäßigerweise besitzt der Träger zwei Raststufen für das Sicherungselement, wobei in der ersten Raststufe, bei der die Kontaktelemente einsteckbar sind, die Maltenasen mit dem Träger in Eingriff stehen, während in der zweiten Raststufe, welche die Endposition des Sicherungselementes darstellt, die Haltenasen aus ihrer Raststellung am Träger gedrängt werden.

Durch die Überschneidung von Haltenasen und Sicherungselement in einem gemeinsamen Volumenbereich wird bei der Erfindung also gewährleistet, daß der bestückte Träger nur dann aus der Montagevorrichtung entnommen -werden kann, wenn zuvor das Sicherungselement in seine Endrastposition gebracht wurde, da nur dann die Haltenasen außer Eingriff mit dem Träger sind. Kann dagegen das Sicherungselement nicht in seine Endrastposition gebracht werden, weil beispielsweise ein Kontaktelement nur unvollständig oder falsch eingesteckt wurde, so wird dieser Fehler der Bedienperson in auffälliger Weise demonstriert, weil der Träger nicht ohne weiteres aus der Montagehalterung entnommen werden kann.

Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Montagehalterung für eine Steckfassung mit Sekundär-Sicherungselement in Vorraststellung,

Fig. 2 die Montagehalterung mit der Steckfassung von Fig. 1 mit einem fehlerhaft nur unvollständig montierten Sekundär- Sicherungselement,

Fig. 3 dieselbe Montagehalterung mit Steckfassung von Fig. 1, wobei das Sekundär-Sicherungselement seine Endposition erreicht hat und

Fig. 4 eine fertig montierte Steckfassung mit einem einsteckbaren Relais in perspektivischer Ansicht.

Die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Montagehalterung ist jeweils schematisch in Seitenansicht gezeigt, wobei die Montagehalterung auf einem geschnitten gezeichneten Kabelbrett 1 angeordnet ist. In der Praxis werden natürlich auf einem solchen Kabelbrett oder einer ähnlichen Bestückungseinrichtung mehrere derartige Montagehalterungen nebeneinander angeordnet sein.

Die Montagehalterung dient im vorliegenden Beispiel zur Bestückung einer Steckfassung 2 für ein Relais 3, wie sie im fertig bestückten Zustand in Fig. 4 gezeigt ist. Dabei besitzt die Steckfassung 2 einen aus Isolierstoff gefertigten Träger oder Grundkörper 4, in welchem Steckkammern 5 ausgespart sind. In diesen Steckkammern 5 sind Kontaktelemente 6 (Fig. 1) von unten eingesteckt. Die Kontaktelemente 6 sind jeweils mit einem Anschlußdraht 7 als Stromzuführung verbunden. Die Steckkammern 5 entsprechen in ihrer Anordnung der Anschlußkonfiguration der Flachstecker 8 des Relais 3. Nach dem Einstecken der Kontaktelemente 6 in die Kammern 5 werden sie durch ein von der Rückseite aufgestecktes Sekundär-Sicherungselement 9 endgültig verriegelt. Das Sicherungselement 9 besitzt beiderseits je einen Haltebügel 10, der jeweils an einer Seitenwand des Trägers 4 verrastbar ist. In diesem Fall sind zwei Raststellungen vorgesehen. Zunächst rastet der Bügel 10 in einer Vorraststellung an einer Rastnase 11 des Trägers 4 ein. In diesem Zustand können die Kontaktelemente durch das Sicherungselement hindurch eingesteckt werden. Danach wird das Sicherungselement in seine Endrastposition gebracht, wobei der Bügel 10 an den oberen Rastnasen 12 des Trägers 4 verrastet.

Betrachtet man nunmehr die Montagevorrichtung gemäß den Fig. 1 bis 3, so ist dort der Träger 4 gegenüber Fig. 4 vereinfacht und schematisch dargestellt. Die Montagevorrichtung besitzt eine an dem Kabelbrett 1 befestigte Aufnahmebasis 13, auf welche der Träger 4 mit seiner Oberseite, d. h. der später dem Relais zugewandten Seite aufgesteckt wird. Der Träger 4 sitzt dann zwischen Haltearmen 14, von denen zu beiden Seiten des Trägers mindestens einer vorgesehen ist. Die Haltearme 14 sind jeweils mit ihren Enden hakenförmig ausgebildet und greifen mit Haltenasen 15 an der Bestückungsseite 4a des Trägers 4 an. Das Sicherungselement 9 wird dann von der Bestückungsseite her auf den Träger 4 aufgesteckt, derart, daß es in der Vorrastposition mit dem Bügel 10 an der Rastnase 11 einrastet. In diesem Zustand können die Kontaktelemente 6, von denen in Fig. 1 nur eines schematisch angedeutet ist, durchs eine Öffnung 16 in dem Sicherungselement 9 hindurch in die jeweils zugehörige Steckkammer 5 eingesetzt werden. Wenn alle Kontaktelemente 6 eingesteckt sind, wird das Sicherungselement 9 in seine Endposition gebracht, wobei der Bügel 10 an den Rastnasen 12 einrastet. Dabei greifen in Fig. 1 schematisch angedeutete Verriegelungsorgane 18, die beispielsweise elastisch deformierbar sein können, von der Bestückungsseite her in die Steckkammer 5 und verriegeln das Kontaktelement 6 in seiner Endposition. Bei dieser Bewegung läuft die Außenkante des Sicherungselementes 9 an der Keilfläche 17 der Haltenase 15 auf und drückt diese zur Seite. Unter elastischer Deformation der Haltearme 14 erreicht das Sicherungselement 9 seine Endposition gemäß Fig. 3, während die Haltenasen 15 den Träger 4 freigeben. Wird diese in Fig. 3 dargestellte Endposition erreicht, kann die fertig montierte Steckfassung aus der Montagevorrichtung entnommen werden, wobei die Haltenasen 15 an den Seitenwänden des Trägers 4 entlanggleiten.

Wird jedoch beim Aufstecken des Sicherungselementes die Endposition nicht erreicht, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, so wird die Steckfassung von der Montagevorrichtung nicht freigegeben. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn eines der Kontaktelemente nicht richtig bzw. nicht vollständig eingesteckt wurde und das Eindrücken des Sicherungselementes 9 in seine Endposition behindert. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, sitzt dann das Sicherungselement 9 in einer Zwischenposition zwischen seiner ersten und seiner zweiten Raststellung. In diesem Fall bleiben die Haltenasen 15 mit der Bestückungsseite 4a des Trägers in Eingriff. Die Steckfassung kann also nicht oder nur mit besonderem Kraftaufwand bzw. durch Wegbiegen der Haltearme 14 entnommen werden. Damit ist jedoch offensichtlich, daß das Sicherungselement 9 nicht ordnungsgemäß montiert ist. Die Bedienungsperson wird also diese Steckfassung durch Nachkontrolle der einzelnen Kontaktelemente und des Sicherungselementes in Ordnung bringen oder als defekt ausscheiden.

Für den Fachmann ist es klar, daß die Erfindung in vielfältiger Weise abgewandelt werden kann. So ist es beispielsweise möglich, daß die Haltearme mit ihren Haltenasen nicht an der Bestückungsseite selbst angreifen, sondern an irgendeiner anderen Einkerbung des Trägers; natürlich muß auch in diesem Fall sichergestellt werden, daß das Sicherungselement beispielsweise mit speziellen Armen in diesen Bereich eingreift, um die gewünschte Entriegelung von den Haltearmen vorzunehmen. Daneben sei noch darauf hingewiesen, daß die Einsteckrichtung des Sicherungselementes nicht immer mit der Einsteckrichtung der Kontaktelemente übereinstimmen muß. Beispielsweise könnte das Sicherungselement unter einem Winkel von 90° seitlich in den Träger eingesteckt werden. Auch in diesem Fall ist es für den Fachmann ohne weiteres möglich, die erfindungsgemäße Lehre so umzusetzen, daß Haltearme und Sicherungselement einen Überschneidungsbereich bilden.


Anspruch[de]
  1. 1. Montagehalterung für die Kontaktbestückung von isolierenden Trägern (4), welche jeweils nach einer Bestückungsseite (4a) hin offene Kammern (5) zur Aufnahme von Steckkontaktelementen (6) aufweisen, die in ihrer Endposition durch ein auf den Träger (4) aufsteckbares Sicherungselement (9) verriegelbar sind, dadurch gekennzeichnet , daß eine Aufnahmebasis (13) für den jeweiligen Träger (4) vorgesehen ist, die beim aufgesteckten Träger (4) dessen Bestückungsseite (4a) frei zugänglich läßt, daß die Aufnahmebasis (13) zumindest an zwei gegenüberliegenden Seiten des aufgesteckten Trägers (4) hakenförmige, federnde Haltearme (14) aufweist, welche mit Haltenasen (15) jeweils in einer Raststellung an dem Träger angreifen und mit Federvorspannung in den Volumenbereich des Sicherungselementes (9) bei dessen Endposition hineingreifen, und daß an den Haltearmen (14) und/oder dem Sicherungselement (9) in ihrem gemeinsamen Überschneidungsbereich Keilflächen (17) vorgesehen sind, über welche die Aufsteckbewegung des Sicherungselementes (9) in eine Bewegung der Haltenasen (15) entgegen ihrer Vorspannung umgesetzt wird, um diese aus ihrer Raststellung am Träger (4) zu drängen.
  2. 2. Montagehalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltenasen (15) an der Bestückungsseite (4a) des Trägers (4) angreifen und daß das Sicherungselement (9) in Richtung der Kontaktbestückung auf den Träger (4) aufsteckbar ist, wobei die Außenkontur des Sicherungselementes (9) mit Keilflächen (17) der Haltenasen (15) in Eingriff bringbar ist.
  3. 3. Montagehalterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (9) in zwei Raststufen an dem Träger einrastbar ist, daß in der ersten Raststufe, bei der die Kontaktelemente (6) einsteckbar sind, die Haltenasen (15) in Eingriff mit dem Träger (4) stehen und daß in der zweiten Raststufe, bei der die Kontaktelemente (6) verriegelt werden, die Haltenasen (15) aus ihrer Raststellung am Träger (4) gedrängt werden.






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