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Dokumentenidentifikation DE19520377A1 25.01.1996
Titel Wegwerftüte zum Auffangen von Bohrabfällen
Anmelder Boillat, Roger, Sonceboz, CH
Erfinder Boillat, Roger, Sonceboz, CH
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Anmeldedatum 02.06.1995
DE-Aktenzeichen 19520377
Offenlegungstag 25.01.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.1996
IPC-Hauptklasse B65D 33/14
IPC-Nebenklasse B25D 17/14   
IPC additional class // B65F 1/14  
Zusammenfassung Die Wegwerftüte (1) ist trichterförmig, sie wird direkt unter die Bearbeitungsstelle (2) an der Wand mittels eines am oberen Rand seiner Rückseite angebrachten Selbstklebestreifens (3) geklebt und dient als Auffangbehälter für das vom Werkzeug einer Handwerkzeugmaschine (4) oder sonstiges Handwerkzeugs losgeschlagene Bohrabfälle (5). Anhand dieser Wegwerftüte können mehrere Löcher gebohrt werden, indem die Tüte mit den Bohrabfällen mehrmals von der Wand gelöst und bei der nächsten zu bearbeitenden Stelle wieder angeklebt wird. Nach dem Bohren wird die Tüte samt Bohrabfälle nach hinten zusammengerollt, mit dem Selbstklebestreifen verschlossen und sauber entsorgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wegwerftüte zum einfachen Auffangen von Bohrabfällen nach dem Oberbregriff des Patentanspruchs 1.

Es sind für diese Funktion Vorrichtungen bekannt, die direkt, bzw. mittels eines Zusatzhandgriffes an Handwerkzeugmaschinen montiert werden. Diese Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sie meistens groß und unhandlich sind und somit ein zusätzliches zu tragendes Gewicht darstellen. Zusätzlich ist durch die gegen die bearbeitete Wand anliegende Vorrichtung die Bearbeitungsstelle oft nicht mehr sichtbar. Bei unebenen Oberflächen liegen diese Vorrichtungen nicht dicht an der Wand, so daß das Bohrklein herunterfallen kann. Ferner sind diese Vorrichtungen oft nur mit einem angeschlossenen Staubsauger verwendbar, was deren Einsatzbereich einschränkt (Stromversorgung). Schließlich sind diese Vorrichtungen nach dem Gebrauch zu reinigen und die Bohrabfälle mittels gesondertem Behälter zu entsorgen.

Es ist deshalb der Sinn dieser Erfindung, für die gleiche Funktion, wofür diese aufwendigen Vorrichtungen dienen, ein einfaches und zweckmäßiges Zubehör in der Form einer Wegwerftüte zu schaffen. Diese Wegwerftüte zum Auffangen von Bohrabfällen hat im Vergleich zu den hier oben erwähnten Vorrichtungen die folgenden Vorteile:

  • - Sehr geringes Volumen und Gewicht - z. B. beim Aufbewahren in einem Werkzeugkasten.
  • - Schneller und einfacher Einsatz durch einfaches Ankleben an der Wand, dicht unter der Bearbeitungsstelle.
  • - Absoluter Schutz gegen Beschmutzen von Tapeten und Teppichen dank optimaler Anpassungseigenschaft an die unregelmäßige Wandoberfläche.
  • - Von den Bewegungen der Handwerkzeugmaschine unabhängiges Werkzeug, welches kein zusätzlich zu handhabendes Gewicht darstellt, beide Hände für die Arbeit frei läßt und die Sicht auf die Bearbeitungsstelle nicht beeinträchtigt.
  • - Zubehör, welches kein zusätzliches Gerät benötigt - wie z. B. Staubsauger - und somit keinen Netzanschluß benötigt - auch bestens geeignet bei Verwendung von Akkumulatoren Handwerkzeugmaschinen.
  • - Zubehör, welches auch für die Entsorgung der Bohrabfälle dient und somit Reinigungsaufwand vermeidet und einen sonstigen Bohrabfälle-Entsorgungsbehälter überflüssig macht.


Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Wegwerftüte zum Auffangen von Bohrabfällen im Zustand vor dem Gebrauch (Aufbewahrungszustand), wobei eine lange und eine kurze Seite 1 resp. 2 geschlossen sind, und ein Selbstklebestreifen, der noch mit seinem Schutzstreifen 3 abgedeckt ist, sich außen beidseitig auf der offenen Kurzseite befindet,

Fig. 2 das Entfernen des Selbstkleber-Schutzstreifens 3 vor dem Gebrauch,

Fig. 3 das Entfalten der Tüte, so daß die gewünschte Trichterform gebildet wird,

Fig. 4 das Aufkleben dicht unter der Bearbeitungsstelle,

Fig. 5 das Auffangen der Bohrabfälle während der Arbeit,

Fig. 6 das zwecks Entsorgung Zusammenrollen der Tüte samt Bohrabfälle nach seinem Gebrauch.

Die Wegwerftüten zum Auffangen von Bohrabfällen werden in Multipack - wie z. B. Briefumschläge - präsentiert und raumsparend aufbewahrt - z. B. in einem Werkzeugkasten oder im Koffer einer Handwerkzeugmaschine.

In der Fig. 1 ist eine Tüte im flachen Zustand dargestellt. Diese Tüte ist im Normalfall rechteckig und ca. 295 × 210 mm groß, kann aber für spezielle Anwendungen auch eine andere Form und/oder andere Abmessungen aufweisen. Um ein optimales Auffangen der Bohrabfälle zu gewährleisten, ist die Tüte zwangsläufig wie folgt gestaltet:

  • - zwei der vier Seiten - eine lange und eine kurze - sind geschlossen und die zwei anderen sind offen,
  • - an der offenen kurzen Seite sind beide Blätter, resp. Folien, auf ihrer Außenseite bis dicht an ihre Kanten mit einem adhäsionsarmen Selbstklebestreifen versehen. Um während ihrer Aufbewahrung ein Zusammenkleben der Tüten und/oder ein Verschmutzen der Haftfläche zu vermeiden, ist der Selbstklebestreifen mit einem Schutzstreifen abgedeckt.


Die Fig. 2 zeigt, wie dieser Schutzstreifen vor dem Gebrauch der Tüte entfernt wird.

In den Fig. 3 und 4 wird gezeigt, wie die Tüte vor dem Aufkleben an der Bearbeitungsstelle entfaltet wird und wie, durch ein Auseinanderfalten mit beiden Händen, die Trichterform mit einer großen Öffnung entsteht.

Die Fig. 5 zeigt die optimalen Arbeitsbedingungen:

  • - die Handwerkzeugmaschine wird mit keiner zusätzlichen Vorrichtung erschwert und kann mit beiden Händen gehalten werden,
  • - Die Sicht auf die Bearbeitungsstelle wird durch kein Hindernis beeinträchtigt,
  • - Die Bohrabfälle fallen direkt in die Tüte, ohne die Wand zu beschmutzen, und dies auch bei unregelmäßiger Oberfläche und ohne zusätzliche Saugvorrichtung.


Die Fig. 6 zeigt, wie die Bohrabfälle nach der Arbeit einfach entsorgt werden können. Die auch dazu dienende Wegwerftüte wird einfach aufgerollt und mit dem Selbstklebestreifen verschlossen.


Anspruch[de]
  1. 1. Wegwerftüte zum Auffangen von Bohrabfällen bestehend aus einer trichterförmigen Tüte aus Papier oder Kunststoffolie, welche zum Auffangen von vom bohrenden und/oder schlagenden Werkzeug einer Handwerkzeugmaschine und/oder sonstiges Handwerkzeugs losgeschlagenen Bohrabfällen wie Steinstaub oder Holzspäne dient, dadurch gekennzeichnet, daß die Tüte auf ihrer Rückseite mit einem angebrachten Selbstklebestreifen von geringer Adhäsion versehen ist.
  2. 2. Tüte nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten der flachen Tüte vor dem Gebrauch 210 mm resp. 149 mm lang sind.
  3. 3. Tüte nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie im flachen rechteckigen Zustand auf einer langen und einer kurzen Seite geschlossen und auf der anderen kurzen Seite auf der Rückseite nahe an der Kante mit einem Selbstklebestreifen versehen ist, welcher durch einen vor dem Gebrauch abzuziehenden Schutzstreifen abgedeckt ist.
  4. 4. Tüte nach Patentanspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im entfalteten Zustand zwangsmäßig eine Trichterform mit einer zweidimensionalen Öffnung entsteht und der Selbstklebe- Schutzstreifen so konzipiert ist, daß er gut auf allen Wandoberflächen, ohne beim Entfernen Schaden an dieser zu verursachen.
  5. 5. Tüte nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie, durch die Gestaltung des an ihr befindlichen Selbstklebestreifens durch Zusammenrollen verschließbar ist.






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