PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19525207A1 25.01.1996
Titel Türflügel
Anmelder Sterrer, Manfred, Timelkam, AT;
Baumgartner, Johannes, Wolfsegg, AT
Erfinder Sterrer, Manfred, Timelkam, AT;
Baumgartner, Johannes, Wolfsegg, AT
Vertreter GRAMM, LINS & PARTNER, 38122 Braunschweig
DE-Anmeldedatum 11.07.1995
DE-Aktenzeichen 19525207
Offenlegungstag 25.01.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.1996
IPC-Hauptklasse E06B 3/76
Zusammenfassung Türflügel aus zwei miteinander verbundenen Metallprofilen, von welchen je eines die Vorder- bzw. Hinterseite des Türflügels bildet, wobei zumindest eines der Profile auch zumindest zum Teil die Schmalseiten des Türflügels bildet, und einer allfälligen Füllung im Zwischenraum zwischen den beiden Metallprofilen. Um eine neuartige Türkonstruktion anzugeben, mit welcher die Herstellung von Türflügeln unterschiedlichster Bauart wesentlich vereinfacht und unter Verwendung von vielen Gleichteilen und/oder gleichartiger Verfahrensschritte rasch und wirtschaftlich ermöglicht wird, ist vorgesehen, daß sich das auch die Stirnseiten des Türflügels 3, 4 bildende Metallprofil 5, 6 zumindest an zwei gegenüberliegenden Rändern des Türflügels auf der seiner durchgehenden Seite 5a gegenüberliegenden Seite von der Stirnseite 5c in Richtung auf die zwischen diesen besagten Rändern liegende Symmetrieebene des Profils hin erstreckt und die oder jede Verbindungsstelle 9, 10 zum zweiten Metallprofil 7, 8 innerhalb des äußersten Umfangsrandes des ersten Metallprofils 5, 6 an der dem zweiten Profil 7, 8 zugewandten Seite 5e befinden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Türflügel aus zwei miteinander verbundenen Metallprofilen, von welchen je eines die Vorder- bzw. Hinterseite des Türflügels bildet, wobei zumindest eines der Profile auch zumindest zum Teil die Schmalseiten des Türflügels bildet, und einer allfälligen Füllung im Zwischenraum zwischen den beiden Metallprofilen.

Es sind Türkonstruktionen bekannt, bei denen zwei Metallprofile derart miteinander verbunden werden, daß die Verbindungsstellen, im wesentlichen in Form einer den Umfangsrand des Türflügels bildenden Falzverbindung, die eigentliche Türblattfläche überragen und somit gleich eine Art Dichtleiste zur Abdichtung zwischen Türflügel und Türrahmen darstellen. Diese Konstruktionsart ist jedoch nur sehr schlecht für die Herstellung von Türen unterschiedlicher Bauart, d. h. mit dem Türrahmen bündig abschließender oder überfalzte bzw. überstehende Türen, Türen mit oder ohne gegenseitiger Überlappung der Türflügel oder Überlappung mit dem Rahmen, usw., unter Verwendung von möglichst vielen Gleichteilen und/oder mittels einfacher, für alle Türarten möglichst gleichartiger Verfahrensschritte geeignet. Insbesondere die Produktion von bündig mit dem Rahmen abschließenden Türen bzw. Türen ohne gegenseitige Überlappung der Türflügel ist bei der bekannten Konstruktionsart nur unter großem Aufwand möglich.

Bei der GB-PS 22 54 872 ist die Verbindungsstelle der Profile am äußersten Rand und daher für Manipulationen leicht zugänglich, die die Stabilität der Tür gefährden können. Überdies ist eine überfälzte Konstruktion gemäß dem vorhaltsgemäßen Aufbau nicht möglich, da der überstehende Abschnitt nur aus einer einzigen Blechlage bestünde und somit keinerlei Stabilität aufwiese. Ähnliches gilt auch für die Konstruktion gemäß der DE-OS 22 32 432.

Auch die Verbindungsstelle der DE-OS 24 37 261 liegt nicht manipulationsgeschützt innerhalb beider Profilränder und auch hier ist ein Lösen der Verbindung bei Biegebelastung der Tür möglich. Ebenso ist die Ausführung verschieden überfälzter und bündiger Türen nicht einfach möglich, da die Verbindungsstelle der beiden Profile an einem der Profile ganz an dessen Rand liegt und daher kein Einrücken des anderen Profils gestattet.

Die DE-OS 28 11 142 beschreibt eine Türkonstruktion mit federnd ineinander einschnappenden Profilen. Diese Verbindung wird bei der Herstellung in einer Richtung normal auf die Türblattebene zusammengedrückt und schnappt dann ein. Unter Belastung, speziell unter Biegebelastungen, ist die Gefahr gegeben, daß diese Verbindung dann aber wieder leicht aufspringt und die Tür somit auseinanderfällt. Für Brandschutztüren ist daher eine derartige Konstruktion nicht geeignet. Überdies müßte zur Herstellung von überfälzten Türen einer der Profilschenkel verlängert werden, der dann aber noch anfälliger für Lösen der Verbindung bei Biegebelastungen wäre, so daß die vorhaltsgemäße Konstruktion nicht für die Herstellung verschiedenster Türkonstruktionen mittels gleichartiger Profilgestaltung geeignet ist. Letztlich ist auch eine derartige Rundung wie bei der vorhaltsgemäßen Verbindungsart nur durch Walzen entlang einer Richtung möglich, so daß für die Verbindung der Profile normal auf diese Richtung eine andere Möglichkeit gewählt und das Profil anders gestaltet werden muß, was den maschinellen Aufwand auf zumindest das Doppelte gegenüber der Erfindung erhöht, die mit einer einzigen Bearbeitungsanlage für alle Umfangsseiten der Profile auskommt, da keine unterschiedlichen Profilausbildungen nötig sind.

Es ist daher das Ziel der vorliegenden Erfindung eine neuartige Türkonstruktion anzugeben, mit welcher die Herstellung von Türflügeln unterschiedlichster Bauart wesentlich vereinfacht und unter Verwendung von vielen Gleichteilen und/oder gleichartiger Verfahrensschritte rasch und wirtschaftlich ermöglicht wird.

Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß sich beide Metallprofile eine die Dicke des Verbindungsbereiches übersteigende Tiefe aufweisen und derart beide Profile jeweils einen Teil der Schmalseiten des Türflügels bilden und beide Metallprofile zumindest an zwei gegenüberliegenden Rändern auf ihren den durchgehenden Seiten gegenüberliegenden offenen Seiten von zumindest einer der Stirnseiten in Richtung auf ihre zwischen diesen besagten Rändern liegenden Symmetrieebenen hin erstrecken, so daß sich die oder jede Verbindungsstelle zum jeweils anderen Metallprofil innerhalb des äußersten Umfangsrandes jedes der Metallprofile an der dem anderen Profil zugewandten Seite befindet und eine Bewegung der beiden Profile relativ zueinander in einer Richtung normal auf deren Ebene verhindert. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, das erste Metallprofil für die verschiedenen Bauarten von Türen immer gleich zu gestalten und daher entweder vorgeformte Profile in lediglich einigen, entsprechend den Türbreiten abgestuften Breiten vorrätig halten bzw. anfertigen oder bei gleicher Profilformgebung lediglich dessen Breite entsprechend der gewünschten Türbreite anpassen zu müssen. Das zweite Metallprofil kann bei ebenfalls für alle Türbauarten gleicher Formgebung in einfacher Weise lediglich durch unterschiedliche Breite derart hergestellt, allenfalls vorproduziert und gelagert werden, daß es entweder auf einer bzw. beiden Seiten bündig mit dem ersten Metallprofil abschließt oder auf einer bzw. beiden Seiten unter Bildung einer überstehenden bzw. den anderen Türflügel bzw. Türrahmen überlappenden Abdeckleiste über den äußeren Rand des ersten Profils zumindest seitlich, bei Bedarf natürlich auch oben und/oder unten hinausragt.

Vorzugsweise erstreckt sich das erste Profil auf seiner offenen Seite von den der Schwenkachse parallelen Stirnseiten des Türflügels in Richtung auf die vertikale Mitte des Türflügels hin.

Vorteilhafterweise liegt der äußere Rand der oder jeder Verbindungsstelle zwischen 5 mm und der halben Profilbreite, vorzugsweise zwischen 10 und 100 mm, insbesondere zwischen 10 und 30 mm, innerhalb des äußersten Umfangsrandes der Stirnseiten des ersten Profils. Diese Werte, speziell die als vorzugsweise genannten Werte, gestatten durch geeignete Wahl der Abmessungen des zweiten, zusammen mit dem ersten Metallprofil den Türflügel bildenden Metallprofil die Herstellung jeder beliebigen Bauart des Türflügels mit den geforderten bzw. vorgegebenen Überlappungen bzw. Überständen.

Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal sind die beiden Metallprofile im Bereich von deren Verbindungsstelle(n) bis zum äußeren Rand des ersten Metallprofils, zumindest an einem der der Schwenkachse parallelen Randbereichen, senkrecht auf die Türflügelebene unter Bildung einer Ausnehmung voneinander beabstandet. Dadurch ist zwischen den beiden Metallprofilen eine Ausnehmung gebildet, in welche Ausnehmung zusätzliche Bauteile eingesetzt werden können.

So ist beispielsweise gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tür in die Ausnehmung eine Dichtung, vorzugsweise eine Gummidichtung, eingesetzt.

Falls in die Ausnehmung zwischen den beiden Metallprofilen keine Dichtung eingesetzt werden muß, beispielsweise an einem Rand eines Türflügels, der vom anderen und mit einer Dichtung versehenen Türflügel überlappt wird, kann zur Verbesserung der Stabilität und zur Verhinderung des Eindringens von Schmutz, Feuchte und dgl. erfindungsgemäß in die Ausnehmung auch ein im wesentlichen unnachgiebiges Material, vorzugsweise ein Aufquellmaterial, eingesetzt sein.

Um genügend Raum für die in den vorhergehenden Absätzen genannten Bauteile zur Verfügung zu stellen, beträgt der Abstand der beiden Metallprofilen zwischen der oder jeder Verbindungsstelle miteinander und dem äußeren Rand des ersten Metallprofils zwischen 2 und 20 mm, vorzugsweise zwischen 2 und 10 mm.

Zur Vereinfachung bei der Herstellung, speziell beim Zusammenfügen der beiden den Türflügel bildenden Metallprofile ist erfindungsgemäß weiters vorgesehen, daß die oder jede Verbindungsstelle der beiden Metallprofile miteinander an den anderen Stirnseiten als jenen mit der oder jeder zur vertikalen Mitte des Türflügels hin versetzten Verbindungsstelle im wesentlichen in der Ebene der Stirnseiten vorgesehen ist. Dieses Merkmal vereinfacht einerseits bereits die Herstellung der jeweiligen Metallprofile und erleichtert auch aufgrund der besseren Zugänglichkeit der bzw. jeder Verbindungsstelle das Verbinden der Profile.

In den Innenraum zwischen den beiden Metallprofilen kann wärme- und/oder schalldämmendes Material und/oder ein Brandschutzmaterial eingesetzt sein, so daß die erfindungsgemäß Konstruktion für Türflügel besonders gut zur einfachen, raschen und wirtschaftlichen Herstellung von Brandschutztüren eignet.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die beiden den Türflügel bildenden Profile an zumindest zwei parallelen Seiten mittels einer Falzverbindung miteinander verbunden.

In der nachfolgenden Beschreibung sollen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigt die Fig. 1a einen horizontalen Querschnitt durch eine Tür mit den erfindungsgemäß gestalteten, ungleich aufgebauten Türflügeln in den Türrahmen überlappender, d. h. überfalzter, Ausführung, Fig. 1b ist ein Schnitt entsprechend Fig. 1a für eine mit dem Türrahmen bündig abschließende Tür, Fig. 2 ist ein Schnitt im Schloßbereich in größerem Maßstab, wobei nur der mittlere Bereich der Tür dargestellt ist, Fig. 3a und 3b zeigen den Randbereich der beiden den Türflügel der Fig. 2 bildenden Metallprofile, Fig. 4 ist ein vertikaler Schnitt durch den oberen Randbereich einer Tür mit erfindungsgemäß gestaltetem Türflügel in den Türrahmen überlappender Ausführung, Fig. 5a und 5b zeigen den Randbereich der beiden den Türflügel der Fig. 4 bildenden Metallprofile und die Fig. 6a und 6b stellen horizontale Schnitte durch zwei verschiedene erfindungsgemäße Türflügelausführungen im Bereich der Türbänder dar.

In Fig. 1 sind die beiden Seitenteile des Türrahmens mit 1 und 2 bezeichnet, an welchen Seitenteilen 1, 2 mittels herkömmlicher Türbänder, Scharniere od. dgl. ein Gehflügel 3 und ein Stehflügel 4 um eine meist vertikale Achse schwenkbar befestigt sind. Das Schloß ist mit 15 bezeichnet. Die Falzseite der beiden Türflügel 3, 4 wird durch erste Metallprofile 5, 6 gebildet, welche Profile sowohl die eine Seite des jeweiligen Türflügels 3, 4 als auch zumindest einen Teil der Stirnseiten der Türflügel 3, 4 an allen Rändern bilden. Auf der Bandseite der Türflügel 3, 4 ist jeweils ein weiteres, zweites Metallprofil 7, 8 vorgesehen, welche Profile auch wieder eine Seite des Türflügels 3, 4 und einen Abschnitt der Stirnseite bilden.

Die Verbindung zwischen den beiden Metallprofilen 5 und 7 bzw. 6 und 8 des jeweiligen Türflügels 3 bzw. 4 kann auf unterschiedliche herkömmliche Weise hergestellt werden, beispielsweise durch Verkleben, Verschrauben, Verschweißen od. dgl. Bei der dargestellten Tür ist die Verbindung durch Ineinanderschieben der beiden gegenüberliegenden Profile 5 und 7 bzw. 6 und 8, genauer durch Ineinanderschieben von dafür ausgebildeten Randbereichen, entlang einer parallel zur Schwenkachse liegenden Richtung hergestellt. Selbstverständlich können die Profile auch einen anderen Querschnitt als in den Zeichnungen dargestellt haben, speziell wenn zur Erhöhung der Stabilität noch mehr Abkantungen nötig sein sollten. Auch kann das angesprochene Ineinanderschieben der Profile schräg, speziell in einem rechten Winkel, zur Schwenkachse erfolgen.

Wie der Fig. 1a deutlich zu entnehmen ist, sind die Verbindungsstellen 9, 10 auf beiden Türflügeln 3, 4 von jener Kante des Profils 5 bzw. 6, welche deren äußersten Umfangsbereich auf der dem zweiten Profil 7, 8 zugewandten Seite darstellt, zur Symmetrieebene des jeweiligen Profils 5, 6 hin versetzt vorgesehen. Dies ergibt die Möglichkeit bei gleicher Ausführung, Querschnittsform bzw. Abmessung der Profile 5 und 6 durch zwar geometrisch ähnliche, aber unterschiedliche Abmessungen aufweisende zweite Profile 7, 8 die Türflügel 3, 4 selbst unterschiedlich zu gestalten und so den Türrahmen 1 bzw. 2 überlappende Türflügel 3, 4 herzustellen, von welchen auch der Gehflügel 3 den Stehflügel 4 auf der Bandseite der Tür überlappt. Natürlich ist wiederum eine genau gleiche Ausführung der Türflügel gleichfalls möglich, ebenso wie Ausführungen, bei welchen die beiden Profile 5 und 7 bzw. 6 und 8 auf der Stirnseite in gleicher Ebene abschließen und derart die Herstellung von bündig abschließenden Türen gestattet. Allen Varianten ist gemeinsam, daß mit gleichen Bauteilen oder mit geometrisch ähnlichen Bauteilen lediglich anderer Abmessung, was aber in der Herstellung nur geringe Maßumstellungen der Produktionsmaschinen bedingt, beide Türflügel gebaut werden können. Für den Hersteller bedeutet dies weiters, daß er eine Vielzahl von unterschiedlichen Türflügelbauarten unter Verwendung von Gleichteilen oder herstellungsmäßig gleichartigen Teilen rasch, einfach - d. h. mit ein und denselben Maschinen - und damit auch wirtschaftlich anfertigen kann.

Auch die senkrecht zu den in den Zeichnungsfiguren dargestellten vertikalen Seitenkanten verlaufenden Bereiche der Türblätter, d. h. die oben und/oder unten quer verlaufenden Ränder der Türblätter, können genauso aufgebaut und ausgeführt sein wie in den Zeichnungsfiguren dargestellt. Damit sind alle Randbereiche der das Türblatt bildenden Profile mit einer einzigen Maschine herstellbar, was eine wesentliche Erleichterung des Fertigungsprozesses ist.

Ein weiteres vorteilhaftes Detail, das aber nicht notwendigerweise vorhanden sein muß, sind die ebenfalls in der Fig. 1 erkennbaren Ausnehmungen 11, 12, welche durch die Beabstandung der beiden den jeweiligen Türflügel 3, 4 bildenden Metallprofile 5 und 7 bzw. 6 und 8 von der oder jeder Verbindungsstelle 9, 10 weg zum äußeren Rand des Profils 5 bzw. 6 bedingt ist. Diese Ausnehmung 11, 12 kann vorteilhafterweise eine Dichtung, vorzugsweise ein Gummidichtung 13, 14, oder wie im dargestellten Fall auf der dem Gehflügel 3 zugewandten Seite des Stehflügels 4 einen im wesentlichen unnachgiebigen Werkstoff aufnehmen, vorzugsweise ein Aufquellmaterial 16, zur Verbesserung der Stabilität des Türflügels und zum Schutz vor dem Eindringen von Schmutz oder Feuchte ins Innere des Türflügels. Auch Acryl oder Silikon können für herkömmliche Türen verwendet werden.

In Fig. 1b ist eine der Fig. 1a entsprechende Darstellung einer bündig abschließenden Tür gezeigt, wobei gleiche oder Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Wie ein Vergleich der beiden Fig. 1a und 1b miteinander zeigt, sind die die Türblätter bildenden Profile 5, 6, 7, 8 in beiden Fällen, d. h. für unterschiedliche Türarten, gleichartig aufgebaut, wobei lediglich in den Abmessungen der nach innen gezogenen Randbereiche auf der offenen Seite der Profile Unterschiede bestehen. Diese Unterschiede in den Abmessungen sind aber lediglich bei der Fertigung durch einfaches Umstellen der Maschinen zu verwirklichen, ohne daß aber in wesentlich schwierigerer Weise und mit erheblich größerem Aufwand die Formgebung der Profile geändert werden muß.

In der Fig. 2 ist in größerem Maßstab ein horizontaler Querschnitt im Bereich des Schlosses 15 dargestellt. Dieses Schloß kann bei der gezeigten Ausführungsform beispielhaft mittels der angedeuteten Schnallen, Griffe od. dgl. 17 betätigt werden. Dabei ist erkennbar, daß im Bereich des Schlosses 15 zur Versteifung dieses Bereiches im Inneren zwischen den beiden die Türflügel bildenden Profilen 5 und 7 bzw. 6 und 8 in deren äußerem Randbereich ein verstärkender Einsatz 18, 19 vorgesehen ist. Zusätzlich kann, insbesondere bei Türflügel sehr großer Dimensionen, vorzugsweise eine Versteifung des Stirnbereiches des Türflügels entlang des Umfanges des jeweiligen Türflügels 3, 4 vorgesehen sein. Beispielsweise kann ein Flacheisen in Art eines Rahmens an der Innenseite der Blechprofile vorgesehen sein, das vorteilhafterweise zumindest drei der vier Stirnseiten umläuft und derart versteift. Auch eine Füllung 20 (hier nur für den Stehflügel 4 dargestellt) kann vorgesehen sein, wobei je nach Bedarf wärme- und/oder schallisolierendes Material bzw. Brandschutzmaterial Verwendung finden kann.

Zwischen dem nach innen, zur Mitte des jeweiligen Türflügels 3, 4 hin bis zu der oder jeder Verbindungsstelle 9, 10 gezogenen Randbereich des jeweils eine Seite und den überwiegenden Teil der Stirnseite bildenden Metallprofils 5 bzw. 6 und dem zweiten Profil 7 bzw. 8 ist wiederum ein Abstand vorgesehen. Die dadurch gebildete Ausnehmung 11, 12 ist aber beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 nicht ausgefüllt und es ist auch, wie dargestellt, nicht immer unbedingt erforderlich, eine Dichtung od. dgl. vorzusehen.

Wie ebenfalls aus Fig. 2 deutlich zu ersehen ist, sind die beiden Profile 5, 6 an den Stirnseiten gleich ausgeformt, ebenso wie die beiden Profile 7, 8, wobei sich letztere lediglich in der Länge des abgekanteten Bereiches am Rand unterscheiden, um derart unterschiedlich weit von der oder jeder Verbindungsstelle 9, 10 auf den jeweils anderen Türflügel hin zu ragen. Durch diese unterschiedliche Breite des Randbereiches der Profile 7, 8 bei geometrisch gleicher Formgebung ist daher auf baulich und auch fertigungsmäßig einfache Weise - und bei vorzugsweise identischer Ausbildung der Profile 5, 6 - eine Überlappung der beiden Türflügel 3, 4 wie in Fig. 2 dargestellt zu erzielen.

Fig. 3a stellt in größerem Maßstab beispielhaft eine von vielen Ausführungsformen für die Randausbildung des ersten Metallprofils 5 und Fig. 3b jene des zweiten Metallprofils 6 im Querschnitt dar. Die Profile 7 bzw. 8 entsprechen gespiegelten Formen der Fig. 3a und 3b. An eine die Vorder- oder Hinterseite des jeweiligen Türflügels bildende Seite 5a des Profils 5 schließt sich ein Kantenbereich 5b an, welcher sich wie dargestellt vorteilhafterweise aus einer im wesentlichen rechtwinkeligen Kante, einem sich anschließenden kurzen ebenen Stück und einer nochmaligen Abkantung im gleichen Sinn wie jenem der rechtwinkeligen Kante zusammensetzt, so daß der an diesen Kantenbereich 5c anschließende Bereich 5c des Profils 5 ein Stück zur Symmetrieebene des Profils hin gegenüber dem durch den Kantenbereich 5b gebildeten äußersten Rand des Profils verschoben ist. Ein dem Kantenbereich 5b spiegelbildlich entsprechender Kantenbereich 5d schließt sich dem Bereich 5c an und definiert auf dieser Seite den äußersten Rand des Profils. Die beiden Kantenbereiche 5b und 5d können auch unterschiedlich geformt sein, ebenso der Bereich 5c, welcher beispielsweise bei Bedarf an größerer Stabilität noch ein- oder mehrmals abgekantet sein könnte. Schließlich ist aber auch ein ganz einfacher Profilquerschnitt aus nur ebenen, vorzugsweise in rechtem Winkel zusammenlaufenden Schenkeln möglich.

Dem Kantenbereich 5d schließt sich ein Randbereich 5e an, welcher im wesentlichen parallel zur Seite 5a des Profils ist. Die Breite des Randbereiches 5c, gemessen bis zum Beginn einer neuerlichen Umkantung 5f, welche eine Aufnahme für einen Randbereich des zweiten Metallprofils 7 zur Verbindung der beiden Profile und damit die oder eine Verbindungsstelle 9 darstellt, kann zwischen 5 mm und etwa der halben Profilbreite betragen, vorzugsweise jedoch zwischen 10 und 100 mm. Der günstigste Bereich liegt zwischen 10 und 30 mm, speziell bei 15 mm, wo der Randbereich ausreichend Stabilität besitzt und auch das zweite Profil noch vom Kantenbereich 5d zur Mitte des Türflügels hin entfernt eingesetzt werden kann, um eine Überlappung durch den anderen Türflügel zu ermöglichen. Die - prinzipiell nicht unbedingt erforderliche - Beabstandung der beiden den Türflügel bildenden Profile wird durch eine Abkantung des umgekanteten inneren Randbereiches 5f des Profils 5 auf die Außenseite des Profils 5 hin erreicht.

Das zweite Metallprofil 7 kann wesentliche einfacher geformt sein, und - wie in Fig. 3b dargestellt - aus drei im wesentlichen rechtwinkelig zueinander verlaufenden Bereichen 7a, 7b und 7c bestehen, von welchen der Bereich 7a eine Seite des Türflügels bildet. Der Randbereich des Bereiches 7c des Profils 7 wird in den umgekanteten Bereich 5f des Profils 5 eingesetzt und bildet den zweiten Teil der Verbindungsstelle 9. Selbstverständlich könnte jeder der Bereiche 7a, 7b und/oder 7c bei Bedarf eine oder mehrere stabilitätssteigernde Abkantungen od. dgl. aufweisen.

In den übrigen Randbereichen der Türflügel, die nicht entsprechend den bisherigen Ausführungen gestaltet sind, weisen beide Profile 5 bzw. 7 und 6 bzw. 8 einfachere Formgebung auf, welche sowohl die Fertigung als auch den Zusammenbau erleichtert und schneller durchführbar macht. Ein bevorzugtes Beispiel für einen Gehflügel 3 in überlappender Variante mit einer derartigen Randausführung, insbesondere für den oberen und unteren Randbereich des jeweiligen Türflügels, ist in Fig. 4 im horizontalen Querschnitt dargestellt. Selbstverständlich kann aber auch der obere und/oder untere Randbereich der Türflügel entsprechend den oben beschriebenen Ausführungsformen gestaltet sein.

Der obere Teil des Türrahmens ist dabei mit 21 bezeichnet. An einen Kantenbereich 5g, der in vorteilhafter Weise bezüglich der Fertigung gleich oder ähnlich den Kantenbereichen 5b und 5d gestaltet ist, schließt sich ein gerader, allenfalls bei größeren Anforderungen an die Stabilität ein- oder mehrmals gekanteter Bereich 5h an, der in einem umgekanteten Rand 5i ausläuft (siehe Fig. 5a). Dieser Rand 5i stellt eine Teil der Verbindung 23 mit dem zweiten Metallprofil 7 dar, in welchen Rand 5i ein ebenfalls umgekanteter Randbereich 7d (siehe Fig. 5b) des zweiten Profils 7 eingesetzt wird. In die durch die Umkantung gebildete Ausnehmung 7e des Profils 7 kann vorteilhafterweise wieder eine Dichtung 13 eingesetzt werden, welche - wie in Fig. 4 ersichtlich - in Schließstellung des Türflügels 3 am Türrahmen 21 anliegt.

In den beiden Fig. 6a und 6b ist schließlich gezeigt, daß die Anordnung der beiden den Türflügel bildenden Profile bezüglich der Band- und Falzseite der Tür beliebig und je nach Bedarf wählbar ist und daß sich die erfindungsgemäße Konstruktionsart der Türflügel sowohl für mit dem Türrahmen bündig abschließende als auch überlappende Türen gleichermaßen gut eignet.

So zeigt die Fig. 6a einen den Türrahmen 1 überlappenden Türflügel 3, der aus den zwei Metallprofilen 5 und 7 zusammengesetzt ist, welche an einer oder mehreren Stellen 9 miteinander verbunden sind. Das Profil 7 ragt dabei seitlich über den äußeren Rand des Profils 5 hinaus, um die Überlappung mit dem Rahmen 1 auf der Seite des Türbandes 24 zu bilden.

Die Fig. 6b hingegen zeigt einen bündig mit dem Rahmen 1 abschließenden Türflügel 3, bei welchem die Positionen der beiden Metallprofile 5, 7 in bezug auf die Band- bzw. Falzseite der Tür gegenüber der Fig. 6a vertauscht sind. Weiters ist dargestellt, daß sich der äußere Rand des Profils 7 auch innerhalb des äußeren Randes des ersten Profils 5 befinden kann, so daß sich auch bei dieser Ausführungsform eine der Falzausbildung des Rahmens 1 entsprechende Formgebung der Stirnseite des Türflügels 3 ergibt.


Anspruch[de]
  1. 1. Türflügel aus zwei miteinander verbundenen Metallprofilen, von welchen je eines die Vorder- bzw. Hinterseite des Türflügels bildet, wobei zumindest eines der Profile auch zumindest zum Teil die Schmalseiten des Türflügels bildet, und einer allfälligen Füllung im Zwischenraum zwischen den beiden Metallprofilen, dadurch gekennzeichnet, daß sich beide Metallprofile (5, 6, 7, 8) eine die Dicke des Verbindungsbereiches übersteigende Tiefe aufweisen und derart beide Profile jeweils einen Teil der Schmalseiten des Türflügels (3, 4) bilden und beide Metallprofile (5, 6, 7, 8) zumindest an zwei gegenüberliegenden Rändern auf ihren den durchgehenden Seiten (5a, 6a, 7a, 8a) gegenüberliegenden offenen Seiten von zumindest einer der Stirnseiten (5c, 6c, 7c, 8c) in Richtung auf ihre zwischen diesen besagten Rändern liegenden Symmetrieebenen hin erstrecken, so daß sich die oder jede Verbindungsstelle (9, 10) zum jeweils anderen Metallprofil innerhalb des äußersten Umfangsrandes jedes der Metallprofile (5, 6, 7, 8) an der dem anderen Profil zugewandten Seite (5e, 6e, 7e, 8e) befindet und eine Bewegung der beiden Profile relativ zueinander in einer Richtung normal auf deren Ebene verhindert.
  2. 2. Türflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das erste Profil (5, 6) auf seiner offenen Seite von den der Schwenkachse parallelen Stirnseiten des Türflügels (3, 4) in Richtung auf die vertikale Mitte des Türflügels hin erstreckt.
  3. 3. Türflügel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Rand der oder jeder Verbindungsstelle (9, 10) zwischen 5 mm und der halben Profilbreite, vorzugsweise zwischen 10 und 100 mm, insbesondere zwischen 10 und 30 mm, innerhalb des äußersten Umfangsrandes der Stirnseiten vorzugsweise des Profils (5, 6) mit größerer Tiefe liegt.
  4. 4. Türflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Metallprofile (5 und 7 bzw. 6 und 8) im Bereich von deren Verbindungsstelle(n) (9, 10) nach außen hin zumindest an einem der der Schwenkachse parallelen Randbereich senkrecht auf die Türflügelebene unter Bildung einer Ausnehmung (11, 12) voneinander beabstandet sind.
  5. 5. Türflügel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ausnehmung (11, 12) eine Dichtung (13, 14), vorzugsweise eine Gummidichtung, eingesetzt ist.
  6. 6. Türflügel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ausnehmung (11, 12) ein im wesentlichen unnachgiebiges Material, vorzugsweise ein Aufquellmaterial (16) eingesetzt ist.
  7. 7. Türflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Weite der Ausnehmung (11, 12) zwischen den beiden einen Türflügel bildenden Profilen ausgehend von der oder jeder Verbindungsstelle (9, 10) miteinander zwischen 2 und 20 mm, vorzugsweise zwischen 2 und 10 mm, beträgt.
  8. 8. Türflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die oder jede Verbindungsstelle (23) der beiden Metallprofile (5 und 7 bzw. 6 und 8) miteinander an den anderen Stirnseiten als jenen mit der oder jeder zur vertikalen Mitte des Türflügels hin versetzten Verbindungsstelle (9, 10) im wesentlichen in der Ebene der Stirnseiten (5h) vorgesehen ist.
  9. 9. Türflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wärme- und/oder schalldämmendes Material und/oder ein Brandschutzmaterial im durch die beiden Profile (5, 6 bzw. 7, 8) gebildeten Innenraum des Türflügels (3, 4) eingesetzt ist.
  10. 10. Türflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden den Türflügel bildenden Profile (5 und 7 bzw. 6 und 8) an zumindest zwei parallelen Seiten mittels einer Falzverbindung (9, 10) miteinander verbunden sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com