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Dokumentenidentifikation DE19525678A1 25.01.1996
Titel Methode und Vorrichtung zur Einstellung von bilderzeugenden Werten in einem Panorama-röntgenbilderzeugenden Apparat
Anmelder Instrumentarium Corp., Tuusula, FI
Erfinder Koivisto, Juha, Helsinki, FI
Vertreter Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte, 40547 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 14.07.1995
DE-Aktenzeichen 19525678
Offenlegungstag 25.01.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.1996
IPC-Hauptklasse G01N 23/04
IPC-Nebenklasse H05G 1/64   A61B 6/00   G03B 42/02   
IPC additional class // A61B 6/14  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Methode und einen Apparat zur Einstellung von bilderzeugenden Werten in einem Panorama-Röntgenbild erzeugenden Apparat. Die bilderzeugende Vorrichtung weist einen CCD-Detektor auf, der derart beeinflußt wird, daß die abzubildenden Bereiche in einem untersuchten Objekt als erste mit einem in der Kante des CCD-Detektors enthaltenen Serienregister übereinstimmen. Die von dem Serienregister erhaltene Meßinformation wird als Vorabinformation über eine auf dem Bildfeld empfangene Intensität verwendet und diese Information wird als Basis für die Einstellung von bilderzeugenden Werten zur Optimierung des Signal-zu-Rausch-Verhältnisses des CCD-Detektors verwendet.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Methode zur Einstellung von bilderzeugenden Werten in einem Panoramaröntgenbilderzeugenden Apparat, wobei die Methode ein derartiges Beeinflussen eines als eine bilderzeugende Vorrichtung dienenden CCD-Detektors aufweist, daß die abzubildenden Bereiche in einem untersuchten Objekt zuerst mit einem in der Kante des CCD-Detektors enthaltenen Serienregister übereinstimmen.

Die Erfindung betrifft auch einen Panorama-röntgenbilderzeugenden Apparat, in dem die bilderzeugende Vorrichtung einen CCD-Detektor aufweist, der derart beeinflußt wird, daß die abzubildenden Bereiche in dem untersuchten Objekt zuerst mit einem in der Kante des CCD-Detektors enthaltenen Serienregister übereinstimmen.

In der Panorama-Röntgenapparatur, die mit einem CCD-Element (CCD = Charge Coupled Device = Ladungsspeicherelement) genau wie in einer filmaufzeichnenden Einrichtung gebaut ist, ist die korrekte Einstellung der Belichtung von größter Wichtigkeit zur Schaffung eines korrekten Kontrastes und einer korrekten Helligkeit für das Bild.

In der Röntgenapparatur, die auf der von einem CCD-Detektor ausgeführten indirekten Erfassung von Quanten basiert, hängt die Anzahl von Grauschattierungen von der Dynamik der Detektor- und Verstärkerelektronik sowie von dem Röntgenstrahlquantum-Photoelektron-Umwandlungsverhältnis ab, das von einer Scintillatorschicht und -optik erzeugt wird. Wird die Belichtung nicht richtig eingestellt, erfährt der CCD in dem Überbelichtungszustand in seinen Bildelementen (Pixel) einen Ladungsüberfluß zu angrenzenden Pixeln, und somit verdunkelt sich das Bild über diesem Abschnitt und die räumliche Auflösung wird geringer. Im Unterbelichtungszustand ist der CCD andererseits nicht in der Lage, das bestmöglichste Signal/Rausch-Verhältnis zu erzeugen. (In Wirklichkeit ist S/R abhängig von der Quadratwurzel eines Signals). Somit sinkt die Anzahl erfaßbarer Grauschattierungen und die Bildqualität verschlechtert sich.

Ein konventioneller zahnmedizinischer Röntgendiagnostizierapparat beinhaltet eine drehbare Einheit, die auf einem vertikalen Schaft angebracht ist, und die einen Tragrahmen hat, dessen eines Ende eine Röntgenstrahlquelle trägt, und dessen anderes Ende mit einem Sekundärschlitz ausgestattet ist, hinter dem die Filmsteuerung angeordnet ist, die mit der bilderzeugenden Bewegung synchronisiert ist.

In einem erfindungsgemäßen Apparat ist der Film von einem Scintillationsmaterial ersetzt und ein CCD-Detektor ist mit einem fiberoptischen Abschwächer ausgestattet. Das Scintillationsmaterial wandelt die Energie von Röntgenstrahlquanten zu Licht um, welches wiederum auf der CCD-Oberfläche eine der Intensität entsprechende Ladung erzeugt. Die Ladung wird mittels eines Verstärkers in Volt umgewandelt. Der fiberoptische Abschwächer kann andererseits zur Erhöhung der Größe eines abzubildenden Bereichs zu Lasten der Auflösung verwendet werden.

Ein Gegenstand der Erfindung ist es, eine Methode und einen Apparat zur Durchführung der automatischen Belichtung in einem zahnmedizinischen oder anderem Röntgendiagnostizierapparat zu liefern, die auf der derartigen Beeinflussung eines CCD basiert, daß es, ungeachtet der Dicke oder Dichte einer Stoffschicht, möglich ist, die Überbelichtung zu verhindern, sowie die Belichtung optimal hinsichtlich des CCD für eine verbesserte Helligkeit und einen verbesserten Kontrast einzustellen.

Ein besonderer Gegenstand der Erfindung ist es, eine Methode und einen Apparat zu liefern, die fähig sind, die Strom-, Volt- und Belichtungszeitwerte zu optimieren, die bei der Belichtung benötigt werden, und zugleich die Strahlungsdosis, die von einer untersuchten Person aufgenommen wird, zu minimieren.

Diese Ziele werden auf der Basis der charakterisierenden Eigenschaften, die in den anhängenden Ansprüchen dargelegt sind, erreicht.

Die Erfindung wird jetzt in mehr Einzelheiten beschrieben werden, bezugnehmend auf die beiliegenden Zeichnungen, in denen

Fig. 1 das Prinzip eines CCD Panorama-röntgenbilderzeugenden Apparates zeigt. Aus Vereinfachungsgründen beinhaltet die Figur keinen fiberoptischen Abschwächer, der dem CCD vorausgeht und der mit einem Scintillationsmaterial beschichtet ist;

Fig. 2a die Belichtung eines CCD-Bildbereichs zeigt;

Fig. 2b eine Linienübertragung vom Bildbereich auf ein Serienregister zeigt;

Fig. 2c eine Ladungsübertragung zeigt, die in dem Serienregister durchgeführt wird;

Fig. 3a, b und c die Schritt-für-Schritt-Bewegung eines CCD über ein zu untersuchendes Objekt illustrieren;

Fig. 4 einen CCD-Detektor mit einem gleich aufgeteilten Serienregister zeigt.

Bilderzeugung mit einem Panorama-Röntgenstrahlapparat

Als Arbeitshypothese zum besseren Verständnis kann angenommen werden, daß während dem Bilderzeugungsvorgang die Bewegung einer Röntgenstrahlquelle mit den Linienübertragungen eines CCD wie folgt synchronisiert wird: während jeder Belichtung bleiben die Quelle und der Detektor für eine Zeit t feststehend, wobei eine der Intensität entsprechende Ladung in dem CCD erzeugt wird (siehe Fig. 2a, eine Rasterungsart korreliert mit einer Intensitätsart). Nach jeder Belichtung werden der CCD und der die Röntgenstrahlquelle tragende Rahmen über einen Abstand gedreht, der dem Abstand zwischen zwei Pixellinien (z. B. 50 µm) gleich ist. Während der Belichtung wird eine in dem CCD erzeugte Ladung in einem entsprechenden Zähler auf die Vorwärtsbewegungsrichtung derart übertragen, daß Linie 1 auf ein Serienregister übertragen wird (siehe Fig. 2b), Linie 2 auf den vorherigen Platz von Linie 1 übertragen wird, etc. In solch einer Verfahrensweise kann die Belichtung eines Objektes, das über Pixellinie 2 gefallen ist, an der Stelle von Pixellinie 1 fortgesetzt werden, die Belichtung eines über Pixellinie 3 gefallenen Objektes kann an der Stelle von Linie 2 fortgesetzt werden, etc.

Die Informationsausgabe, die in einer Linie enthalten ist, die in das Serienregister im Takt eingegeben wurde, wird durch Verschieben der Pixel eines CCD nach oben in die Richtung eines Ausgabeverstärkers durchgeführt (siehe Fig. 2c), wobei die Ladung von Pixel 1 in den Ausgabeverstärker übertragen wird, die Ladung von Pixel 2 an die Stelle von Pixel 1 verschoben wird, etc.

Vornehmen einer automatischen Belichtung

Das Prinzip einer erfindungsgemäßen automatischen Belichtung ist das folgende:

Die Röntgenstrahlquelle und der CCD werden zu einem Serienregister, das sich als erstes in der CCD-Laufrichtung befindet, in solch einer Weise hin verschoben, daß das Objekt mit dem Serienregister übereinstimmt (siehe Fig. 3a). Dieses Verfahren liefert eine Vorabinformation über die immanente Intensität eines Bildfeldes, die als eine Basis für die Berechnung jeder Belichtungszeit pro Linie verwendet werden kann.

Es wird versucht, die Pixel eines Bildfeldes in solcher Weise zu belichten, daß die Ladung eines Pixels nach den Übertragungen quer über das Bildfeld der maximal akzeptablen Ladung pro Pixel entspricht. Die tabellarische Darstellung der Belichtungszeiten pro Linie wird zeitgleich durchgeführt. Eine automatische Belichtung gemäß der Methode kann wie folgt durchgeführt werden: Die CCD-Elemente sind gewöhnlich mit zwei Serienregistern ausgestattet, wobei eins entlang jeder Seite eines Bildfeldes an den gegenüberliegenden Kanten liegt, um die Bildfeld-Information dorthinein für ein Auslesen zu übertragen. Die Ladung eines CCD, der normalerweise während der Abbildungsphase feststehend gehalten wird, wird entweder aus einem oder aus beiden Serienregistern gelesen. In einem System gemäß dieser Methode werden der CCD und der Röntgenstrahlgenerator derart verschoben, daß die Ladung eines Bildfeldes aus dem Serienregister ausgelesen wird, das das letzte bezüglich der CCD-Laufrichtung ist (angeordnet an der Hinterkante). (Das Abbilden kann auch derart ausgeführt werden, daß der CCD und die Röntgenstrahlquelle in beide Richtungen beeinflußt werden). Wird das Abbilden wie oben beschrieben durchgeführt, erreicht das Serienregister, das sich als erstes in der CCD- Laufrichtung befindet, den der Untersuchung unterzogenen Bereich. (Das Serienregister, das in gleicher Weise wie das Bildfeld eines CCD photoempfindlich ist, ist annähernd vierfach in seiner Ladungshaltekapazität, verglichen mit einem normalen Bildelement, einem Pixel). Bei der Ankunft eines CCD in dem abzubildenden Bereich ist dem Serienregister-Bereich erlaubt, für eine vorbestimmte Zeit tint (d. h. tint = 10 mS) zu belichten, wonach die Ladung im Takt von dem Serienregister in einen Ausgabeverstärker eingegeben wird. Die von dem Verstärker erhaltene Information wird digital registriert. Es wird der Versuch gemacht, die erste Belichtungszeit auszuwählen, um keinen Ladungsüberfluß in den Pixeln des Serienregisters zu erzeugen.

Eine in der Belichtung eines Serienregisters erzeugte Ladung wird als Basis für die Berechnung der optimalen Belichtungszeit z. B. wie folgt benutzt:

Vorausgesetzt, daß

  • - das CCD Bildfeld 10 Linien von Pixeln in Bewegungsrichtung enthält
  • - Serienregister auf jeder Seite des Bildfeldes sind
  • - jeder Pixel des Bildfeldes Qmax = 10&sup6; Elektronen accomodiert
  • - ein Pixel in dem Serienregister 4 * 10&sup6; Elektronen accomodiert.


Auf der Basis des oben Angegebenen kann berechnet werden, daß, wenn ein CCD an jeder Linie für eine gleiche Zeit anhält, um eine Belichtung durchzuführen, die Dauer jedes einzelnen Anhaltens so sein muß, daß die maximale Anzahl an Elektronen entsprechend einer einzelnen Belichtung 10&sup6;/10 Linien = 10&sup5; Elektronen ist. Wenn die in einem Pixel eines Serienregisters innerhalb von 10 mS Belichtungszeit erzeugte maximale Ladung z. B. Qref = 80 000 ist, kann die optimale Belichtungszeit topt1 als

topt1 = 10 mS * 10&sup5; e&supmin; / 80 000 e&supmin; = 12,5 mS

berechnet werden. Wird diese Belichtungszeit bei der ersten Linie eines Bildfeldes nach dem CCD-Verschieben verwendet, ist der maximale Wert, der bei einem einzigen Pixel erreicht wird, 100 000 e&supmin;. Zeitgleich mit der Linie von Pixeln in dem Bildfeld wird die Belichtung in gleicher Weise und für eine gleiche Zeit auf einem neuen Objekt durchgeführt, das an der Spitze des Serienregisters angeordnet ist. Die Ladung wird nach der Belichtung exakt wie beim ersten Mal im Takt in den Ausgabeverstärker eingegeben. Unter verschiedenen Belichtungsbedingungen, abhängig von der in dem Serienregister empfangenen Intensitätsstärke, wird das Verfahren wie folgt sein.

  • 1) Wenn keine der in den Pixeln eines Serienregisters enthaltenen Ladungen die maximal akzeptable Ladung (10&sup5; Elektronen) überschreitet, wird dieselbe Belichtungszeit topt1 für die Belichtung der nächsten Linie benutzt (da die maximale Intensität eines Bildfeldes die maximale Belichtungszeit bestimmt). Gemäß der Eingangshypothese enthält der CCD 10 Linien mit Pixeln (R1-R10) in Laufrichtung der Bewegung und somit ist, wenn keine der nachfolgenden neun Linien (R2-R10), die das Serienregister danach füllen, das Überschreiten einer maximal akzeptablen Ladung anzeigen, die sich ergebende Gesamt-Belichtungszeit ttot = 10 * topt1. Da der örtliche Punkt der Maximalintensität, die in einem Bildfeld enthalten ist, in das Serienregister im Takt eingegeben wird, kann der höchste entweder in dem Bildfeld oder dem Serienregister gefundene Wert zur Berechnung einer neuen Belichtungszeit verwendet werden.
  • 2) Wenn irgendeiner der Werte einer Linie, der in das Serienregister während der nächsten Belichtung gelangt ist, den höchsten akzeptablen Wert überschreitet, wird der erhaltene Maximalwert für die Berechnung einer neuen Belichtungszeit topt2 verwendet. Die Gesamtbelichtungszeit jeder Linie, die die Summe von Teilbelichtungszeiten ist, wird in einer Linien-bezogenen Tabelle aufgezeichnet.


Nach der Belichtung eines Bildbereichs kann die in der Tabelle enthaltene Belichtungszeitinformation zur Standardisierung der Intensitätsinformation jeder Linie verwendet werden, um zueinanderzupassen. In einem zahnmedizinischen Apparat kann die Standardisierung z. B. auf der Basis einer von dem Bereich einer speziellen Stelle, wie einem Oberkiefer, empfangenen Intensität durchgeführt werden.

Eine Methode der Erfindung liefert einen Vorteil über die konventionelle CCD-ausgeführte Belichtung, wie folgt:

Das Signal-zu-Rausch-Verhältnis (S/R) ist auf hohen Signalebenen abhängig von einem statistischen Rauschen Nshot, das ≈ √ ≙ ist. Bei niedrigen Signalen ist das S/R-Verhältnis andererseits eingeschränkt durch ein Rauschen Ndark, das durch einen Dunkelstrom verursacht und von den Pixeln eines CCD umhüllt ist, sowie durch ein Leserauschen Nread. Das Gesamtrauschen kann aus dem folgenden Ausdruck berechnet werden:



Die Wirkung der Einstellung einer Belichtungszeit auf der Basis des S/R-Verhältnisses wird mittels des folgenden Beispiels spezifiziert:

Das Bildelement eines konventionellen CCD-Kreislaufs hat eine Ladungshaltekapazität von 10&sup6; Elektronen, einen Dunkelstrom von ca. 200 e&supmin;/Pixel/s. Bei hohen Lesefrequenzen hat die Verstärkerelektronik typischerweise ein Leserauschen von ca. 100 e&supmin;. Die nachfolgende Tabelle zeigt Berechnungen von Signal-zu-Rausch-Verhältnissen bei verschiedenen Belichtungszeitwerten. Wie in der Tabelle gezeigt, ist das S/R bei einem hohen Signal proportional zur Quadratwurzel eines Signals. Wenn das Signal 10% von einem maximal akzeptablen Signal ist, ist das entsprechende S/R 316. Jedoch kann das Signal-zu-Rausch-Verhältnis durch Ausdehnen der Belichtungszeit von 10 mS auf 100 Millisekunden verbessert werden (siehe Linie 2), um das S/R von 316 auf 999,75 zu verbessern. Dementsprechend kann die Tabelle verwendet werden, um zu verifizieren, daß sich das Signal-zu-Rausch- Verhältnis verbessert je weiter man auf niedrigere Signalwerte zugeht. In der Praxis ist das verbesserte Signal- zu-Rausch-Verhältnis vorteilhaft, indem es die Auflösung am unteren Ende (Fuß) einer logarithmischen Kurve, in dem die optische Dichte unterhalb von 0,5 liegt, entsprechend der Filmbelichtung erhöht. Die Belichtungseinstellung gemäß dieser Erfindung weitet auch den erhältlichen Belichtungsbereich aus, wie er zur Erfassung von Intensitätveränderungen benutzt werden kann, die andernfalls durch Rauschen überlagert würden (siehe Linie 5). Das Beispiel setzt die Belichtungszeitveränderung um den Faktor 10 ein, aber gemäß der Situation ist die Ausdehnung der Belichtungszeit auch um einen anderen Faktor möglich, wobei ein höherer Belichtungszeitveränderungs-Faktor das S/R-Verhältnis noch mehr verbessert.



Die o.g. Arbeitshypothese zur Vereinfachung der Überprüfung geht davon aus, daß der CCD-Detektor, der Röntgenstrahlquanten erfaßt, in Axialität mit jeder Linie für die Meßdauer anhält. Da jedoch die am Ende eines drehbaren Rahmens getragene Quelle sowie der Detektor praktisch nicht in der Lage sind, aufgrund des Trägheitsmoments des Systems (und anderen solchen Faktoren) für eine Belichtung in kurzer Zeit anzuhalten, muß die Erfindung mit in kontinuierlicher Bewegung bleibender Röntgenstrahlquelle und CCD durchgeführt werden.

Gemäß dem Basiskonzept der Erfindung wird die automatische Belichtung derart ausgeführt, daß das Serienregister, das sich als erstes in der Laufrichtung eines sich bewegenden CCD-Elements befindet, das erste ist, das ein abzubildendes Ziel erreicht, und somit liefern die darauf fallenden Quanten Vorabinformationen über die Belichtung, die auf den Bildbereich fällt. Wenn die Bewegung des CCD an jedem Pixel für die Dauer der Belichtung angehalten werden könnte und die Daten vor einer neuen Belichtung von dem Serienregister wegübertragen werden könnten, würde eine Ladung vertikal in den Pixeln des Serienregisters summiert werden (Phantomfigur). Die Stärke dieser Ladung hängt von dem Verhältnis zwischen der Belichtungszeit und der Serienregister-Lesezeit ab. Mit anderen Worten, wenn die Belichtungszeit bezüglich der Serienregister-Lesezeit lang ist, gibt es einen kleineren Fehler in der Einschätzung einer Belichtungszeit.

Wenn sich der CCD während des Belichtungslaufs bewegt (was ein notwendiges Erfordernis ist hinsichtlich der Nutzung der Erfindung), kann der sich in der Belichtungseinschätzung ergebende Fehler mittels des folgenden Beispiels berechnet werden.

Die Erfassung von Quanten wird unter Verwendung eines Detektors, wie in Fig. 4 gezeigt, durchgeführt. Dieser Detektor ist demjenigen ähnlich, der in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist. Fig. 4 wird vervollständigt durch Einfügen von Komponenten, die bereits in dem CCD vorhanden und in einer Methode der Erfindung nützlich sind.

In einem konventionellen Panorama-Röntgenapparat haben sowohl die Quelle als auch der Abbildungskopf eine Bewegungsgeschwindigkeit, die innerhalb des Bereichs von 5-32 mm/s variiert, abhängig von der Belichtungssituation. Wird die Methode mit einem Standardtyp-CCD (EEV15, 17 µm Pixel) durchgeführt, haben der Abschwächer (2 : 1) und der Scintillator eine Pixelgröße von 54 µm × 54 µm wirksam für einen CCD. Mit der maximalen Abbildungskopf-Bewegung ist die sich ergebende Pixelfrequenz (32 mm/s)/54 µm = 592 Pixel/s, wobei das Kreuzen einer einzigen Pixellinie 1,68 mS braucht. Bei einer niedrigeren Geschwindigkeit sind die sich jeweils ergebenden Werte 93 Pixel/s und 10,8 mS.

Gewöhnlich ist das Serienregister eines CCD-Elements derart zweigeteilt (siehe Fig. 4), daß eine Ladung der unteren Hälfte (512 Pixel) in die Richtung eines Verstärkers A2 verschoben und eine Ladung der oberen Hälfte (512 Pixel) auf einen Verstärker A1 übertragen wird. (Natürlich kann die Ladung über den Weg von nur einem der Verstärker geliefert werden). Die Übertragung einer Ladung in verschiedene Serienregister wird mittels eines Dreiphasen-Taktes durchgeführt, der eine Maximalfrequenz von ca. 1-10 MHz hat. Da das Takten eines Serienregisters unter Verwendung der Frequenz von 1 MHz durchgeführt wird, benötigt die Ausgabe im Takt von einer Hälfte des Serienregisters 512 µS und jeweils 51,2 µS bei der Taktfrequenz von 10 MHz. Wird das Takten eines Serienregisters während dem Belichtungslauf (und Bewegung) durchgeführt, gibt es einen Aufbau eines Phantombildes in derselben Weise als wenn der CCD feststehend bleibt. Das Phantombild, d. h. ein von der Belichtungsautomatik gemachter Fehler, kann auf der Basis einer Bewegung in Laufrichtung des CCD und der Taktrate eines Serienregisters berechnet werden. Die folgende Tabelle zeigt die für die Belichtung und die Übertragung einer Linie verwandte Zeit sowie entsprechende Prozentanteile auf.



Auf der Basis der Tabelle kann gefolgert werden, daß es unter Verwendung einer hohen Serienregister-Taktfrequenz möglich ist, eine Methode der Erfindung anzuwenden, die für die automatische Belichtung bestimmt und für die während des kontinuierlichen Bewegungslaufs durchgeführte Belichtung erforderlich ist.

Die fortlaufende Bewegung einer Röntgenstrahlquelle und eines CCD rufen auch keine Probleme im aktuellen Aufbau eines Bildes hervor, da die Übertragung einer Ladung von dem Bildbereich zum Ausgabe-Serienregister derart durchgeführt wird, daß die mechanische Bewegung eines CCD und der Durchschnitt einer Ladungsübertragungsgeschwindigkeit zueinanderpassen.


Anspruch[de]
  1. 1. Methode zur Einstellung von bilderzeugenden Werten in einem Panorama-röntgenbilderzeugenden Apparat, wobei die Methode ein derartiges Beeinflussen eines als bilderzeugende Vorrichtung dienenden CCD-Detektors aufweist, daß die abzubildenden Bereiche in einem untersuchten Objekt zuerst mit einem in der Kante des CCD-Detektors enthaltenen Serienregister übereinstimmen, dadurch gekennzeichnet, daß der Belichtungswert des Serienregisters als Vorabinformation über eine auf dem Bildfeld empfangene Intensität verwendet wird und diese Information als Basis für die Einstellung von bilderzeugenden Werten verwendet wird.
  2. 2. Methode gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Serienregister erhaltene Meßinformation zur Einstellung von bilderzeugenden Werten durch Optimierung des Signal-zu-Rausch-Verhältnisses des CCD-Detektors verwendet wird.
  3. 3. Methode gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Bereiche in der bilderzeugenden Information, die wesentlich für die Bedingungen der Einstellung sind, vor dem Aufbau eines Bildes auf der bilderzeugenden Vorrichtung identifiziert werden.
  4. 4. Panorama-röntgenbilderzeugender Apparat, in dem die bilderzeugende Vorrichtung einen CCD-Detektor aufweist, der derart gehandhabt wird, daß die abzubildenden Bereiche in einem untersuchten Objekt zuerst mit einem in der Kante des CCD-Detektors enthaltenen Serienregister übereinstimmen, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Serienregister erhaltene Meßinformation zur Einstellung von bilderzeugenden Werten verwendet wird, bevor der abzubildende Bereich in einem Bildbereich ankommt, der der Einstellung unterliegt.
  5. 5. Apparat gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Röntgenstrahlquelle und der CCD-Detektor in kontinuierlicher Bewegung sind, auch während dem aktuellen Aufbau eines Bildes, während die Übertragung einer Ladung von dem Bildbereich auf das Ausgabe-Serienregister derart durchgeführt wird, daß die mechanische Laufgeschwindigkeit des CCD-Detektors und der Durchschnitt einer Ladungsübertragungsgeschwindigkeit im wesentlichen zueinanderpassen.






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