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Dokumentenidentifikation DE19527765A1 25.01.1996
Titel Heizeinrichtung
Anmelder Joh. Vaillant GmbH u. Co, 42859 Remscheid, DE
Erfinder Borgmann, Franz, 42277 Wuppertal, DE;
Oberhomburg, Martin, 58300 Wetter, DE;
Pieper, Thomas, 42929 Wermelskirchen, DE;
Ro, Seonhi, Dr., 42857 Remscheid, DE;
Rosch, Frank, 45147 Essen, DE
Vertreter Heim, J., Dipl.-Ing., 42857 Remscheid
DE-Anmeldedatum 20.07.1995
DE-Aktenzeichen 19527765
Offenlegungstag 25.01.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.1996
IPC-Hauptklasse F24C 3/00
Zusammenfassung Heizeinrichtung mit einem Wärmetauscher (9), der abgasseitig eines diesen beaufschlagenden Strahlungsbrenners angeordnet ist, der eine einen Gemischraum (3) abdeckende Brennerplatte (6) aufweist. Um die Strahlung der Brennerplatte (6) optimal zu nutzen, ist vorgesehen, daß im Gemischraum (3) ein weiterer Wärmetauscher (5) angeordnet ist, der als Lamellenwärmetauscher ausgebildet ist und im wesentlichen parallel zur Brennerplatte (6) angeordnet ist, wobei die Lamellen (13) gegen die Strömungsrichtung (16) des Gemisches geneigt verlaufen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Heizeinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Die Brennerplatten solcher Heizeinrichtungen, die sich durch einen nur geringen Stickoxidausstoß auszeichnen, geben Wärme zum überwiegenden Teil in Form von Strahlungswärme ab, wobei ein Teil der Strahlungswärme auch in den Gemischraum strahlt und das Gas-Luft-Gemisch aufheizt. Es ist daher bei solchen Brennerplatten meist eine Kühlung in Form von Rohrschlangen vorgesehen, die an der Oberseite der Brennerplatte angeordnet sind. Allerdings erfordert eine solche Kühlung einen sehr erheblichen Aufwand.

Ziel der Erfindung ist es, die Strahlungswärme solcher Brennerplatten optimal zu nützen und eine zu weitgehende Erwärmung des Brenngas-Luft-Gemisches vor dessen Austritt aus den Ausströmöffnungen der Brennerplatte zu vermeiden.

Erfindungsgemäß wird dies bei einer Heizeinrichtung der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.

Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ist eine Ausnutzung der Strahlungswärme der Brennerplatte auf einfache Weise möglich, wobei durch den im Gemischraum angeordneten Wärmetauscher auch gleichzeitig eine entsprechende Kühlung des Brenngas-Luft-Gemisches sichergestellt ist. Durch die vorgeschlagene Anordnung der Lamellen des im Gemischraum angeordneten Wärmetauschers ist gewährleistet, daß das Gemisch nach oben durchströmen kann, weiter kann die Strahlung der Brennerplatte den unterhalb des Wärmetauschers gelegenen Bereich des Gemischraumes nicht erreichen, sondern wird von den Lamellen des Wärmetauschers absorbiert.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt in dem Umstand begründet, daß sich eine große Strahlungsfläche bei relativ kleinen Brennerplatten ergibt. Außerdem trägt der im Gemischraum angeordnete Wärmetauscher auch zu einer Verbesserung der Gemischverteilung im Gemischraum und damit zu einer gleichmäßigeren Verbrennung bei. Wesentlich ist auch, daß sich durch die Kühlung des Gemisches im Gemischraum die Sicherheit gegen ein Rückschlagen von Flammen erhöht.

Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich der Vorteil, daß sich im Gemischraum eine gleichmäßige Strömung ergibt.

Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigen:

Fig. 1 schematisch eine erste Variante einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung,

Fig. 2 schematisch einen Wärmetauscher, der zum Einbau im Gemischraum vorgesehen ist,

Fig. 3 eine zweite Variante der Erfindung und

Fig. 4 einen Schnitt durch die Variante nach der Fig. 3.

Gleiche Bezugszeichen bedeuten in allen Figuren gleiche Einzelheiten.

Eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung 1 weist einen mit einem sich erweiternden Einlaufabschnitt 2 versehenen Gemischraum 3 auf, wobei der Einlaufabschnitt 2 von einer Gemischverteileinrichtung 4 oben abgeschlossen ist, die fein verteilte Durchströmöffnungen aufweist. Der Einlaufabschnitt 2 ist mit einem Gemischanschluß 17 verbunden, der zum Beispiel mit einem Gas und Luft vormischenden Gebläse verbunden ist.

Oberhalb der Gemischverteileinrichtung 4 und in einem Abstand 18 von dieser beabstandet ist ein Wärmetauscher 5 angeordnet. Überdeckt ist der Gemischraum 3 mit einer Brennerplatte 6, die als Strahlungsplatte ausgebildet ist und Austrittsöffnungen (nicht dargestellt) aufweist, durch die hindurch das Brenngas- Luft-Gemisch austreten und verbrennen kann. Dabei sind der Wärmetauscher 5, die Gemischverteileinrichtung 4 und die Brennerplatte 6 im wesentlichen parallel zueinander angeordnet.

Die Wände 7 des Gemischraumes 3 ragen in einen Brennraum 8 hinein, in dem ein weiterer Wärmetauscher 9 angeordnet ist und in dessen Wänden 10 ein weiterer Wärmetauscher 11, zum Beispiel in Form eines von einem aufzuheizenden Medium durchströmten Doppelmantels, angeordnet ist.

Oberhalb des Wärmetauschers 9, der im wesentlichen parallel zur Brennerplatte 6 angeordnet ist, ist eine Abgashaube 12 angeordnet, die mit einem Kamin verbunden ist.

Wie aus der Fig. 2 zu ersehen ist, ist der im Gemischraum 3 angeordnete Wärmetauscher 5 als Lamellenwärmetauscher 5 ausgebildet, dessen Lamellen 13 geknickt ausgebildet sind, wobei die beiden Schenkel 14, 15 der Lamellen 13 schräg gegen die Strömungsrichtung 16 des Gemisches geneigt verlaufen. Dadurch ist sichergestellt, daß die Strahlung der Brennerplatte 6 von den Lamellen 13 absorbiert werden kann und trotzdem das Gemisch zwischen den Lamellen 13 hindurchströmen kann.

In der Fig. 3 ist ein konzentrischer, schalenartiger, zylindrischer Aufbau dargestellt. Das Gas-Luft-Gemisch strömt im Raum 2 axial zu und wird radial verteilt (Darstellungsebene). Es durchströmt die Gemischverteileinrichtung 4, den Wärmetauscher 5, die Brennerplatte 6 und wird dann verbrannt. Das Abgas strömt weiter radial nach außen durch den Wärmetauscher 9 in den Abgassammelraum 12, den es wiederum in axialer Richtung verläßt, wie dies beispielsweise auch aus der Fig. 4 zu ersehen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Heizeinrichtung mit einem Wärmetauscher (9), der abgasseitig eines diesen beaufschlagenden Strahlungsbrenners angeordnet ist, der eine einen Gemischraum (3) abdeckende Brennerplatte (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß im Gemischraum (3) ein weiterer Wärmetauscher (5) angeordnet ist, der als Lamellenwärmetauscher ausgebildet ist und im wesentlichen parallel zur Brennerplatte (6) angeordnet ist, wobei die Lamellen (13) gegen die Strömungsrichtung (16) des Gemisches geneigt verlaufen.
  2. 2. Heizeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (13) des im Gemischraum (3) angeordneten Wärmetauschers (5) geknickt ausgebildet sind, wobei die beiden Schenkel (14, 15) der Lamellen (13) schräg gegen die Strömungsrichtung (16) des Gemisches geneigt verlaufen.






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