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Dokumentenidentifikation DE19529398A1 25.01.1996
Titel Fahrraddiebstahlsicherung durch Verriegeln der Tretlagerachse
Anmelder Fischer, Thomas, 77855 Achern, DE;
Laufer, Jens, 68163 Mannheim, DE;
Müller-Glaser, Klaus-D., 76228 Karlsruhe, DE;
Seifried, Kai, 77815 Bühl, DE;
Stork, Wilhelm, 76137 Karlsruhe, DE;
Walther, Dirk, 77855 Achern, DE
Erfinder Fischer, Thomas, 77855 Achern, DE;
Laufer, Jens, 68163 Mannheim, DE;
Müller-Glaser, Klaus-D., 76228 Karlsruhe, DE;
Seifried, Kai, 77815 Bühl, DE;
Stork, Wilhelm, 76137 Karlsruhe, DE;
Walther, Dirk, 77855 Achern, DE
DE-Anmeldedatum 10.08.1995
DE-Aktenzeichen 19529398
Offenlegungstag 25.01.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.1996
IPC-Hauptklasse B62H 5/08
IPC-Nebenklasse E05B 21/06   
Zusammenfassung Mit der beschriebenen Vorrichtung ist eine Fahrraddiebstahlsicherung mittels Tretlagerverriegelung realisiert, die nur sehr schwer aufgebrochen oder demontiert werden kann. Ein Aufbrechen des Schlosses, welches den Verriegelungsmechanismus der Tretlagerachse verschließt, wird verhindert durch ein aufbohrsicheres Zylinderschloß (11), das im Rahmen integriert ist. Somit kann das abgeschlossene Fahrrad nur geschoben oder getragen werden. Zweitens kann der Verriegelungsmechanismus der Tretlagerachse nur durch Öffnen des Schlosses oder durch Beschädigung des Rahmens entfernt werden, da dieser durch den Fahrradrahmen, in dem er eingebaut ist, vor äußerem Zugriff geschützt ist. Diese Maßnahmen sollen einen Dieb abschrecken, das Fahrrad zu entwenden, da es für ihn eines zu großen Aufwandes bedürfte, das Fahrrad wieder betriebsbereit zu machen.

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist eine Fahrraddiebstahlsicherung, die einen Nachteil der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen vermeidet. Bekannt sind Fahrradverriegelungen durch Bügelschlösser oder Kettenschlösser, womit das Fahrrad an einen anderen Gegenstand festgekettet werden kann oder womit ein Drehen der Räder verhindert werden kann. Diese Schlösser haben den Nachteil, daß sie relativ einfach mittels eines Bolzenschneiders oder Säge geöffnet werden können. Nach dem Öffnen ist das Fahrrad sofort wieder betriebsbereit. Zur Vermeidung dieses Nachteils kann man ein Schloß und einen Verriegelungsmechanismus in den Rahmen des Fahrrades integrieren, um ein Aufbrechen des Schlosses und der Verriegelung nur durch schwerwiegende Beschädigung des Rahmens zu ermöglichen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zu konstruieren, die einen Fahrraddiebstahl unrentabel macht, so daß ein potentieller Dieb aufgrund des hohen Aufwandes zur Beseitigung der Verriegelung von vorn herein abgeschreckt wird das Fahrrad zu entwenden.

Die der Erfindung zugrundeliegende Fahrraddiebstahlsicherung besteht aus einem in der Tretlagerachse integrierten Verriegelungsmechanismus und einem im Rahmen (z. B. Sattelstange) integrierten Zylinderschloß. Das Fahrrades wird abgeschlossen durch Verriegeln der Tretlagerachse. Dabei wird durch das Drehen des Schlüssels (12) im Schloß (11) das Zahnrad (10) gedreht. Dieses greift in einen Zahnkranzabschnitt in der Hülse (4) ein und dreht die Hülse in der Tretlagerachse. Beim Drehen der Hülse wird der Zahnkranz (1), der auf der Tretlagerachse verschiebbar ist, nicht aber im Tretlager gedreht werden kann, gegen den Zahnkranz (2) geschoben, der fest mit der Tretlagerachse (3) verbunden ist und sich mit der Achse dreht. Greifen diese beiden Zahnkränze ineinander, so kann sich die Tretlagerachse nicht mehr drehen.

Die Ausbausicherung im abgeschlossenen Zustand wird dadurch erreicht, daß das Zahnrad (10) fest in die Hülse (4) greift und die Hülse dadurch nicht ausgebaut werden kann, und somit eine Entriegelung nicht möglich ist. Im aufgeschlossenen Zustand kann das Tretlager demontiert werden, da das Zahnrad (10) jetzt nicht mehr in die Hülse (4) greift und diese damit aus dem Rahmen (6) gezogen werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Verriegelnde Vorrichtung in der Tretlagerachse eines Fahrrades, dadurch gekennzeichnet, daß im abgeschlossenen Zustand die Tretlagerachse nicht gedreht und ausgebaut werden kann.
  2. 2. Verdrehsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei ineinander greifende Teile im verriegelten Zustand nicht gegeneinander verdrehbar sind, wobei ein Teil am Rahmen arretiert ist und das andere Teil an der Tretlagerachse arretiert ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ineinandergreifenden Teile als Zahnkränze realisiert werden können, wobei Zahnkranz (1) auf der Tretlagerachse (3) aufgeschoben, gegen Verdrehen und Verschieben auf der Achse gesichert ist und Zahnkranz (2) auf die Achse (3) gleitbar aufgeschoben und gegen Verdrehen am Rahmen (6) gesichert ist.
  4. 4. Verdrehsicherung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bolzen (5), der fest am Rahmen (6) befestigt ist, in eine Nut in Zahnkranz (2) greift und ihn dadurch gegen Verdrehen sichert.
  5. 5. Vorrichtung zur Verriegelung der Tretlagerachse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verschiebevorrichtung beim Abschließen Zahnkranz (2) auf der Tretlagerachse (3) gegen Zahnkranz (1) schiebt, so daß sich beide Zahnkränze beim Ineinandergreifen gegen Verdrehen sichern.
  6. 6. Verschiebevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hülse (4) durch drehen Zahnkranz (2) gegen Zahnkranz (1) schiebt, wobei ein Bolzen (7), der auf Zahnkranz (2) wie in Bild 1+2 ersichtlich befestigt ist in einer Nut (8) in der Hülse (4) gleitet, so daß das Zahnrad (2) beim Verdrehen der Hülse (4) auf der Tretlagerachse verschoben wird.
  7. 7. Vorrichtung zum Drehen der Hülse (4) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zahnrad (10) in einen eingefräßten Zahnkranzabschnitt (9) in Hülse (4) eingreift und Hülse (4) durch Verdrehen von Zahnrad (10) verdreht und damit die Welle (3) verriegelt wird.
  8. 8. Vorrichtung zum Drehen von Zahnrad (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Zahnrad (10) mit einem im Rahmen integrierten, aufbohrsicheren Zylinderschloß (11) verbunden ist und durch drehen des Schlüssels (12) gedreht wird.
  9. 9. Vorrichtung zum Verhindern eines Ausbaus der Tretlagerachse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnrad (10), wie in Bild 1 und Bild 2 gezeigt, in die Hülse (4) eingreift und somit Hülse (4) und die Tretlagerachse gegen verschieben bzw. Ausbau sichert. Da Zahnrad (10) an einer Stelle abgeplattet ist (s. Bild 5), greift dieses dort nicht in die Hülse (4) ein. Bei geöffnetem Schloß (11) kann dadurch das Tretlager und die Welle demontiert werden.






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