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Dokumentenidentifikation DE69019457T2 25.01.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0424132
Titel Mikrowellenstrahlung absorbierender Klebstoff.
Anmelder Minnesota Mining and Mfg. Co., Saint Paul, Minn., US
Erfinder Boyer, Charles E., III, c/o Minnesota Mining and, St. Paul, Minnesota 55133-3427, US;
Johnson, Eric J., c/o Minnesota Mining and, St. Paul, Minnesota 55133-3427, US;
Minick, Chris A., c/o Minnesota Mining and, St. Paul, Minnesota 55133-3427, US;
Nielson, Edmond J., c/o Minnesota Mining and, St. Paul, Minnesota 55133-3427, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69019457
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.10.1990
EP-Aktenzeichen 903114189
EP-Offenlegungsdatum 24.04.1991
EP date of grant 17.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.1996
IPC-Hauptklasse C09J 9/00
IPC-Nebenklasse C09J 11/04   H01Q 17/00   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft Mikrowellenstrahlung absorbierende Materialien.

Hintergrund

Absorber für Mikrowellenstrahlung sind gewöhnlich nichtleitfähige Verbundstoffe mit in einem Körper aus dielektrischen Bindemitteln dispergierten dissipativen Teilchen einer oder mehrerer Arten. Der Absorptionsgrad des Verbundabsorbers wird in erster Linie durch die elektromagnetischen Wechselwirkungen der einzelnen Teilchen miteinander und mit dem Bindemittel bestimmt. In der Praxis müssen auch die Dicke und das Gewicht des Verbundabsorbers und die Leichtigkeit seines Anbringens berücksichtigt werden. Daher sind für die Auslegung eines Absorbers sowohl die physikalischen Kennwerte aller seiner Teile als auch die elektromagnetischen Eigenschaften seiner Komponenten wichtig.

Darstellung der Erfindung

Die Erfindung ist ein Mikrowellenstrahlung absorbierendes Material mit in einem duroplastischen oder thermoplastischen dielektrischen klebfähigen Bindemittel gleichmäßig verteilten dissipativen Teilchen. Der erfindungsgemäße Klebstoff kann auf jedem beliebigen Gegenstand verwendet werden, insbesondere auf unregelmäßig geformten Gegenständen und in Spalten in oder zwischen Gegenständen.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Figur 1 zeigt im Schnitt eine auf einer Fläche vorgesehene Ausführungsform der Erfindung.

Figur 2 stellt in einem Graphen den berechneten Reflexionsgrad einer normal auf einer Oberfläche einer Ausführungsform der Erfindung einfallenden Strahlung als Funktion der Frequenz der einfallenden Strahlung dar.

Ausführliche Beschreibung

Der erfindungsgemäße Absorber ist zur Absorption von Strahlung in einem möglichst breiten Frequenzbereich im Mikrowellenbereich von etwa 2 bis 20 GHz geeignet. Die Erfindung schafft einen Verbundstoff aus dissipativen Teilchen und einem dielektrischen klebfähigen Bindemittel. Zum Erzielen einer für einen bestimmten Anwendungszweck geeigneten Absorptions-Frequenz-Charakteristik kann ein einziger Absorber dissipative Teilchen mehr als einer Art enthalten. Der Volumenanteil der dissipativen Teilchen in Prozent des Gesamtvolumens des Absorbers liegt gewöhnlich im Bereich von 1 bis 60%, vorzugsweise im Bereich von 10 bis 50%.

Die dissipativen Teilchen können volle Perlen oder Hohlperlen aus einem dissipativen Material oder aus vollen Perlen oder Hohlperlen bestehende Substrate aus einem organischen oder anorganischen Material mit einer Überzugsschicht aus einem dissipativen Material oder Fäden oder Flocken aus einem dissipativen Material sein.

Zu den geeigneten dissipativen Materialien gehören ohne Einschränkung darauf Wolfram, Chrom, Aluminium, Kupfer, Titan, Titannitrid, Molybdändisilicid, Eisen, Nickel und Kohlenstoff (einschließlich von Graphit). Zu den geeigneten kugelförmigen Substraten gehören Keramik (einschließlich von Glas), Metalle und Polymere. Die Durchmesser der Teilchen können im Bereich von 0,1 bis 150 Mikrometern liegen; daher werden die Teilchen als "volle Mikroperlen" und "Mikrohohlperlen" bezeichnet, brauchen aber nicht genau kugelförmig zu sein. Wenn ein kugelförmiges Substramaterial mit einer dissipativen Schicht überzogen ist, kann deren Dicke zwischen 0,5 und 10 nm liegen und vorzugsweise etwa 2 nm betragen, wobei die Dicke aber von der Identität des Materials abhängig ist.

Dissipative Teilchen einer bevorzugten Art sind nadelförmige magnetische metallische polykristalline Fäden mit einer durchschnittlichen Länge von 10 Mikrometern oder weniger, Durchmessern von 0,1 Mikrometer oder mehr und einem Schlankheitsgrad zwischen 50:1 und 10:1. Bevorzugte Materialien sind Eisen, Nickel, Kobalt und deren Legierungen.

Mikrowellenabsorber mit nadelförmigen magnetischen metallischen Fäden sind aus der EP-A-0380267 bekannt. Ferner sind in der JP-A-59 110 199 Wellenabsorber für Funksignalreflektoren angegeben; diese Wellenabsorber enthalten einen Klebstoff, auf dessen Oberfläche feinstrukturierte dielektrische magnetische Materialien dispergiert sind.

Die dissipativen Teilchen können auch aus Fäden auf der Grundlage von Eisenoxid bestehen, und zwar aus Eisen(III)oxid (γ-Fe&sub2;O&sub3;) selbst, Eisen(II,III)oxld (γ-FeO)xFe&sub2;O&sub3;) mit einer dünnen Oberflächenschicht aus adsorbiertem Kobalt, wobei x einen Wert zwischen 1,0 und 1,5 hat und das Gewicht des auf der Oberfläche adsorbierten Kobalts 1 bis 10% des Gewichts des Teilchens beträgt, und zwar in Form von Nadeln in einer Länge von 0,4 Mikrometern und mit einem Schlankheitsgrad von 6:1 bis 8:1, oder aus eine ähnliche Form und ähnliche Abmessungen besitzenden Eisen(III)oxidfäden, die eine dünne Oberflächenschicht aus adsorbiertem Kobalt und doppeltionisierten Eisenatomen besitzen (siehe US-PS 4 814 546).

Das dielektrische Bindemittel muß ein duroplastischer oder thermoplastischer Klebstoff sein. Duroplastische Materialien werden durch Erhitzen irreversibel gehärtet und können nicht wiederholt erhitzt und umgeformt werden. Thermoplastischer Materialien können wiederholt erhitzt und umgeformt werden. In beiden Fällen können die Materialien erhitzt und durch eine oder mehrere von außerhalb des Bindemittels einwirkende Kräfte in eine gewünschte Form gebracht werden. Gewöhnlich sit die Kraft auf eine Wärmeleitung oder auf einen Druck zurückzuführen, doch kann sie auch durch die Wirkung der Schwerkraft oder eines Vakuums ausgeübt werden. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die im Rahmen der Erfindung verwendbaren Bindemittel von den "anpassungsfähigen" Materialien, die in der US-PS 4 814 546 (Whitney et al.) angegeben sind und die auf die Veränderung der Form des Absorbers nur auf Grund von in dem Bindemittel wirksamen Molekularkräften (z.B. eine mechanische Spannung in einem streckbaren Material) ansprechen können.

Die erforderlichen duroplastischen thermoplastischen oder duroplastischen Eigenschaften besitzen zahlreiche Arten von Klebstoffen. Ein Klebstoff ist ein Material, das eine Oberfläche satt berühren kann, so daß über die Berührungsfläche eine mechanische Kraft übertragen werden kann. Zu den geeigneten thermoplastischen und duroplastischen Klebstoffen gehören ohne Einschränkung darauf Polyamide, Polyethylene, Polypropylene, Polymethylmethacrylate, Urethane, Celluloseacetate, Vinylacetate, Epoxidharze und Silicone.

Nach dem Anbringen muß der erfindungsgemäße Absorber, damit er wirksam ist, in der Richtung der Strahlungsausbreitung eine Dicke von mehr als etwa einem Vierzigstel (2,5%) der zu absorbierenden Wellenlänge haben. Für den Mikrowellenbereich von etwa 2 bis 20 GHz bedeutet das eine Dicke von mehr als etwa 0,375 mm. Bei größeren Dicken wird im allgemeinen ein höherer Absorptionsgrad erzielt, aber das größere Gewicht ist in zahlreichen Anwendungen unerwünscht. Wenn der Absorber in einem Spalt in oder zwischen Gegenständen angeordnet ist, soll er sich im allgemeinen nicht über die Oberfläche des Gegenstandes hinaus erstrecken. Daher sind zwar Schichten mit Dicken von bis zu einem Viertel (25%) der zu absorbierenden Wellenlänge möglich, aber werden sie nicht bevorzugt. Beispielsweise liegt in dem Mikrowellenbereich diese Obergrenze bei etwa 37,5 mm, doch kann ein genügender Absorptionsgrad auch mit Dicken einer Größenordnung von 2,0 oder weniger erzielt werden.

Der Absorber ist nichtleitfähig, d.h. sein spezifischer elektrischer Widerstand ist höher als es für Leiter typisch ist, obwohl die einzelnen dissipativen Teilchen u.U. leitfähig sind. Bei einem zu niedrigen spezifischen elektrischen Widerstand ist der Absorber effektiv ein leitfähiges Material, das Mikrowellen nicht absorbiert, sondern reflektiert. Beispielsweise hat Eisen bei Zimmertemperatur einen spezifischen elektrischen Widerstand von etwa 10&supmin;&sup5; Ohm-cm. Bei Eisenfäden enthaltenden Probekörpern gemäß der Erfindung sind bei Zimmertemperatur spezifische elektrische Widerstände von etwa 6.10&supmin;&sup5; Ohm cm gemessen worden, d.h., sie waren nichtleitfähig.

Eine bevorzugte Anwendung der Erfindung ist eine Kombination von erfindungsgemäßen Mikrowellenabsorbern mit üblichen Mikrowellenabsorbern. Dabei wird ein Absorber als "üblich" bezeichnet, wenn er mindestens bis zu einer Temperatur wärmebeständig ist, bei der eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Absorbers so halbflüssig wird, daß er fließen kann. Gemäß der Figur 1 sind drei Stücke aus einem derartigen üblichen Absorber 10 in Form von flachen Platten mit einem nichtabsorptionsfähigen Klebstoff 22 an einem leitfähigen Gegenstand 60 angebracht.

U.U. ist die Oberfläche 63 des Gegenstandes 60 von einzelnen Stücken des üblichen Absorbers 10 nicht vollständig bedeckt, so daß zwischen zwei oder mehreren Stücken des üblichen Absorbers 10 die gezeigten Spalte 70 vorhanden sind oder derartige Spalte zwischen einem Stück aus dem üblichen Absorber 10 und einem beliebigen anderen Gegenstand (z.B. einem Gegenstand, der nicht leitfähig oder für Mikrowellenstrahlung nicht absorptionsfähig ist) vorhanden sind. In diesem Fall kann Umgebungswasser, insbesondere Salzwasser, in den Spalt 70 eindrigen und etwa vorhandene leitfähige Teile des üblichen Absorbers 10 oder des Gegenstandes 60 korrodieren. Eine derartige Korrosion kann zu einem vorzeitigen Ausfall des nichtabsorbierenden Klebstoffes 22 und gegebenenfalls zum Entfernen des üblichen Absorbers 10 führen.

Durch eine genaue Bemessung und Anordnung der Stücke des üblichen Absorbers 10 kann dieses Problem weitgehend, aber nicht vollständig beseitigt werden. Derzeit ist es üblich, die Stücke des üblichen Absorbers 10 so anzuordnen, daß zwischen ihnen ein genügend großer Abstand vorhanden ist, der ein Auftragen eines geeigneten Dichtstoffes ermöglicht, der ein Eindringen von Wasser und Wasserdampf in etwa vorhandene Spalte 70 verhindern soll. Die gewöhnlich verwendeten Dichtstoffe haben aber eine so hohe Viskosität, daß sie nicht genügend in kleine Spalte (mit einer Breite unter 1 bis 3 mm) eindringen können, die gewöhnlich gebildet werden, wenn Stücke aus dem üblichen Absorber 10 miteinander oder mit anderen Gegenständen stumpf gestoßen werden, und derartige kleine Spalte fördern sogar die Spaltkorrosion, weil sie eine stehende Zone bilden, in der sich Wasser ansammeln kann, wenn es nicht durch schnelles Trocknen oder auf andere Weise entfernt wird. Durch etwa vorhandenes Chlor, z.B. in einer Salzwasserumgebung, wird die Korrosion intensiviert, weil es zur Bildung von Salzsäure beiträgt, die den üblichen Absorber 10, den nichtabsorptionsfähigen Klebstoff 22 oder den leitfähigen Gegenstand 60 angreifen kann.

Bei der Verwendung von üblichen Dichtstoffen kann ein Spalt 70 daher eine Breite von mindestens etwa 6 mm haben.

Von üblichen Dichtstoffen wird jedoch Mikrowellenstrahlung nicht nennenswert absorbiert (der Absorptionsgrad beträgt weniger als 3 dB), so daß von dem am Grund des Spalts 70 liegenden Teil des leitfähigen Gegenstandes 60 darauf einfallende Strahlung reflektiert wird. Dieses Problem kann durch das Auftragen eines gemäß der Erfindung hergestellten, für Mikrowellen absorptionsfähigen Klebstoffes 80 gelöst werden, weil der absorptionsfähige Klebstoff 80 sowohl die Spalte 70 abdichtet, als auch einfallende Mikrowellenstrahlung absorbiert.

In einer anderen Ausführungsform kann mit einer genügend dicken Schicht des erfindungsgemäßen Absorbers ein nichtabsorptionsfähiger Gegenstand an einer leitfähigen oder nichtabsorptionsfähigen Fläche angeklebt werden und dadurch ein für viele Anwendungsfälle genügender Absorptionsgrad erzielt werden.

Beispiel 1

Ein für Mikrowellenstrahlung absorptionsfähiger Klebstoff, der duroplastisch ist, d.h., durch Erhitzen härtbar ist, wurde wie folgt erzeugt:

500 g Fäden aus Eisen(III)oxid ( -Fe&sub2;O&sub3;) mit einer Länge von 0,5 Mikrometer und einem typischen Durchmesser von 0,06 Mikrometer und 500 g Methylethylketon (MEK) wurden mit einem Rührer vermischt. Während des Rührens wurden 15 g einer Aminoalkoxytitanverbindung (Titanat Brand LICA-4B), eines die Viskosität herabsetzenden Dispergiermittels, zugesetzt. Durch 30minütiges Mischen mit hoher Drehzahl wurde eine glatte, cremige Trübe erzeugt, bei deren mikroskopischer Untersuchung etwa 40 bis 60 Mikrometer lange Agglomerate von Eisen(III)oxidfäden erkennbar waren.

Nach 48-stündigem Absitzen im zugedeckten Zustand wurden 400 g der Trübe in einer Mahlanlage mit einem Blattrührer bei 2400 U/min und 1200 g Stahlkugeln als Mahlkörper gemischt. Zum Bilden des erforderlichen Mahlwirbels wurden 40 g MEK zugesetzt. Es wurde 120 min bei 2400 U/min weitergemischt. Danach wurde die Trübe aus dem Mischgefäß abgesaugt. Nach dem Mahlen enthielt die Trübe 45,4% Feststoff und hatte sie eine Mahlfeinheit von 8+, d.h., die Fadenagglomerate hatten eine Größe von 1 Mikrometer oder weniger. Messungen mit dem Rasterelektronenmikroskop ergaben, daß die Fäden gewöhnlich eine Länge von 0,5 Mikrometern und einen Schlangheitsgrad von etwa 8:1 hatten.

Zum Herstellen des absorptionsfähigen Klebstoffes wurden die vier Komponenten 1A bis 1D der Tabelle I erzeugt.

Tabelle 1
Komponente Gewicht (g) Spezifisches Gewicht Volumen cm³ Anteil in Vol.-% (insgesamt) (Feststoff)

1A: "Bostik" Nr. 7210, ein duroplastisches Klebstoffharz auf Polyamidbasis von der Emhart Chemical Group

1B: "IRGANOX" Nr. 1098, ein Oxidationsschutzmittel von der Ciba-Geigy Chemical Company

1C: 2HERCULES" Nr. Res-D-2137, ein klebfähigmachendes Harz von der Hercules, Inc.

1D: Die vorstehend beschriebene Trübe aus Eisen(III)oxid und MEK

Die Komponenten IA und IB wurden in einer Stickstoffatmosphäre vereinigt und auf etwa 135ºC erhitzt, so daß die Komponenten schmolzen und miteinander vermischt wurden. Bei aufrechterhaltener Temperatur wurde die Komponente 1C zugesetzt und unter ständigem Rühren dem Gemisch beigemischt. Um ein Abkühlen des Gemisches zu verhindern und damit das Lösungsmittel aus dem Gemisch nur langsam austrat, wurde die Komponente 1D während eines Zeitraums von etwa 25 min langsam zugesetzt. Nach dem Vereinigen aller vier Komponenten wurde noch 30 min weitergemischt und dann die Temperatur auf 171,1ºC erhöht, bis keine Anzeichen von Lösungsmittelgas mehr vorhanden waren und das Gemisch eine glatt aussehende Konsistenz hatte. Dann wurde das Mischen beendet und das Gemisch in einen auf 193,3ºC geheizten Vakuumofen eingebracht und zweimal je 10 min einem Vakuum von etwa 508 mm Hg unterworfen. Nach dem Abkühlen war das Gemisch gebrauchsfertig.

Beispiel 2

Zum Erzeugen eines thermoplastischen Klebstoffes nach einer Ausführungsform der Erfindung wurden die Komponenten der Tabelle II in einem Zweiwalzenmischer mit Stahlkugeln ohne Heizung von außen vermischt.

Tabelle II
Komponente Gewicht (g) Volumen cm³ Anteil in Vol.-%

2A: "PFERRICO" Nr. 2670 von der Pfizer, Inc., Teilchen aus Berthollid mit adsorbiertem Kobalt, durchschnittliche Teilchenlänge 0,4 Mikrometer, Verhältnis von Länge zu Durchmesser 6:1

2B: Teilchen aus Hypermagnetit mit adsorbiertem Kobalt wie in der US-PS 4 226 909 beschrieben; durchschnittliche Teilchenlänge 0,4 Mikrometer, Verhältnis von Länge zu Durchmesser 6:1

2C: Polyethylenvinylacetat-Klebstoff Nr. 3754 von der Minnesota Mining and Manufacturing Cömpany

Nach dem Mischen wurde das Material erhitzt und zu einer 1 mm dicken Schicht verformt, aus der nach dem Abkühlen durch Formschneiden flache Ringe ausgeschnitten wurden. Jeder Ring hatte einen Außendurchmesser von 7,0 ± 0,0076 mm, einen Innendurchmesser von 3,0 ± 0,0076 mm und eine bekannte Dicke von etwa 1 mm. Jeder Probekörper wurde an einer auf ± 0,1 mm genau bekannten Position in einer Druckluft-Koaxialleitung angeordnet, die mit einem Präzisions-Mikrowellenmeßsystem Modell 8510A von Hewöett-Packard verbunden war. Die zum Festhalten der Probekörper verwendeten ringförmigen Substrate aus Kunststoff hatten eine relative Permittivität von 2,58 und eine relative Permeabilität von 1,00.

Jeder Probekörper wurde 201 Meßschritten bei 0,1 bis 20,1 GHz utnerworfen. Auf Grund der gemessenen Transmission und Reflexion der Mirkowellen durch die Probekörper wurden der Realteil und der Imaginärteil der Permittivität und der Permeabilität der Probekörper als Funktion der Frequenz der einfallenden Strahlung berechnet. Diese Werte wurden zum Generieren der Figur 2 verwendet, in der der vorhergesagte Reflexionsgrad von normal auf eine 2,83 mm dicke, auf einer geerdeten leitfähigen Platte klebenden Schicht des thermoplastischen Klebstoffs einfallender Mikrowellenstrahlung dargestellt ist. Durch die Ergebnisse wird der hohe Absorptionsgrad von mindestens 10 dB in einem 4 GHz breiten Bereich von 7,5 bis etwa 11,5 GHz und von mindestens 20 dB in einem 1 GHz breiten Bereich von 9,5 bis 10,5 GHz vorhergesagt.

Beispiel 3

Ein für Mikrowellen absorptionsfähiger thermoplastischer Klebstoff wurde wie folgt erzeugt: 100 Gewichtsteile im Handel erhältliche Eisenfäden gewöhnlich in einer Länge von 50 bis 200 Mikrometern und mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,5 Mikrometer wurden mit Methylethylketon benetzt und in einem mit hoher Drehzahl laufenden Rührblattmischer auf kürzere Längen pulverisiert. Nach dem Absitzen der verkürzten Fäden wurde das überschüssige Lösungsmittel dekantiert. Danach wurden die Fäden erneut gemahlen, und zwar bei 1500 U/min in Methylethylketon mit Stahlkugeln mit einem Durchmesser von 1,3 mm in einer von der Igarashi Kikai Seiso Company Ltd. bezogenen Sandmühle. Die Mahlzeit betrug 180 min.

Die Abmessungen der Fäden wurde mit dem Rasterelektronenmikroskop (REM( gemessen. Die Durchmesser der Fäden waren durch das Mahlen im wesentlichen nicht verändert worden und lagen im Bereich von 0,1 bis 0,5 Mikrometern und betrugen durchschnittlich 0,25 Mikrometer. Im wesentlichen alle Fäden hatten Längern von 10 Mikrometern oder weniger, und ihre durchschnittliche Länge betrug 3,0 Mikrometer. Der durch die durchschnittliche Länge und den durchschnittlichen Durchmesser bestimmte Schlankheitsgrad betrug 12:1.

Zum Erzeugen des absorptionsfähigen Klebstoffes wurden die fünf Komponenten 3A bis 3E der Tabelle III erzeugt.

Tabelle III
Komponente Gewicht (g) Volumen cm³ Anteil in Vol.-%

3A: "EURELON" Nr. XE-2110, ein Polyamid von der Sherex Chemical Company

3B: "IRGANOX" Nr. 1098, ein Oxidationsschutzmittel von der Ciba-Geigy Chemical Company

3C: "Vikoflex" Nr. 7170, ein Weichmacher von der Viking Chemical Company

3D: "HERCULES" Nr. Res-D-2137, ein klebfähig machendes Harz von der Hercules, Inc.

3E: Die vorstehend beschriebenen Eisenfäden

Die Komponenten 3A und 3B wurden in einer Stickstoffatmosphäre vereinigt und so erhitzt, daß die Komponenten schmolzen und miteinander vermischt wurden. Bei Aufrechterhaltung der Temperatur wurde dem Gemisch die Komponente 3C beigemischt. Die Komponente 3D wurde dem Gemisch unter ständigem Rühren zugesetzt und beigemischt, während die Temperatur auf etwa 170ºC erhöht wurde. Dann wurde allmählich die Komponente 3E beigemischt, während die Temperatur des Gemisches aufrechterhalten und dieses gerührt wurde, bis sich ein homogenes Gemisch gebildet hatte. Danach wurde das noch heiße Gemisch in eine zylindrische Form mit einem Durchmesser von 1,6 cm gegossen. Nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur wurde der Probekörper entformt. Der spezifische elektrische Gleichstromwiderstand des Probekörpers betrug bei Zimmertemperatur etwa 6.10&supmin;&sup5; Ohm-cm.


Anspruch[de]

1. Mikrowellenstrahlung absorbierender nichtleitfähiger Klebstoff mit in einem polymeren dielektrischen Material gleichmäßig verteilten dissipativen Teilchen;

wobei die dissipativen Teilchen Korngrößen im Bereich von 0,1 bis 150 Mikrometern haben und ausgewählt sind aus vollen Mikroperlen aus einem dissipativen Material, Mikroperlen aus einem dissipativen Material, mit einem dissipativen Material überzogenen, vollen Mikroperlen, mit einem dissipativen Material überzogenen Mikrohohlperlen, Fäden aus dlssipativem Material und Flocken aus dissipativem Material;

wobei mindestens ein dissipatives Material aus Wolfram, Chrom, Aluminium, Kupfer, Titan, Titannitrid, Molybdändisolicid, Eisen und Nickel ausgewählt ist;

wobei das polymere dielektrische Material aus duroplastischen Klebstoffen und thermoplastischen Klebstoffen ausgewählt ist und der Klebstoff mindestens 10 dB einfallende Strahlung mit einer Frequenz im Bereich von 2 bis 20 GHz absorbiert.

2. Mikrowellenstrahlung absorbierender nichtleitfähiger Klebstoff mit in einem polymeren diellektrischen Material gleichmäßig verteilten dissipativen Teilchen;

wobei das polymere dielektrische Material aus duroplastischen Klebstoffen und thermoplastischen Klebstoffen ausgewählt ist und der Klebstoff mindestens 10 dB einfallende Strahlung mit einer Frequenz im Bereich von 2 bis 20 GHz absorbiert;

wobei die dissipativen Teilchen nadelförmige polykristalline magnetische metallische Fäden sind, die eine durchschnittliche Länge von 10 Mikrometern oder weniger, Durchmesser voh 0,1 Mikrometer oder mehr und Schlankheitsverhältnisse zwischen 50:1 und 10:1 haben.

3. Mikrowellenstrahlung absorbierender nichtleitfähiger Klebstoff mit in einem polymeren dielektrischen Material gleichmäßig verteilten dissipativen Teilchen, wobei das polymere dielektrische Material aus duroplastischen Klebstoffen und thermoplastischen Klebstoffen ausgewählt ist und der Klebstoff mindestens 10 dB einfallende Strahlung mit einer Frequenz im Bereich von 2 bis 20 GHz absorbiert;

wobei die dissipativen Teilchen aus Eisen(III)oxid, Eisen(II,III)oxid mit einer dünnen Oberflächenschicht aus adsorbiertem Kobalt und Eisen(III)oxid mit einer dünnen Oberflächenschicht aus adsorbiertem Kobalt und doppeltionisierten Eisenatomen ausgewählt sind.

4. Mikrowellenabsorbierender nichtleitfähiger Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in dem das polymere elektrische Material aus Polyamiden, Polyethylenen, Polypropylenen, Polymethylmethacrylaten, Urethanen, Celluloseacetaten, Vinylacetaten, Epoxidharzen und Siliconen ausgewählt ist.

5. Mikrowellenabsorbierender nichtleitfähiger Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in dem der Volumenanteil der dissipativen Teilchen 1 bis 60% beträgt.

6. Mikrowellenabsorbierender nichtleitfähiger Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in dem der Volumenanteil der dissipativen Teilchen 10 bis 50% beträgt.

7. Kombination des absorbierenden Klebstoffs nach einem der vorhergehenden Ansprüche und eines Mikrowellenstrahlung nicht absorbierenden Gegenstandes.

8. Kombination des absorbierenden Klebstoffs nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6 und eines Mikrowellenstrahlungsabsorbers, der mindestens bis zu der Temperatur hitzebeständig ist, bei der der absorbierende Klebstoff so halbfluid wird, daß er fließen kann.







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