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Dokumentenidentifikation DE69110640T2 25.01.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0492398
Titel Kessel mit gestütztem Wärmeübergangsbündel.
Anmelder A. Ahlstrom Corp., Noormarkku, FI
Erfinder Hulkkonen, Tuomo, SF-78210 Varkaus, FI
Vertreter Hoffmann, Eitle & Partner Patent- und Rechtsanwälte, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69110640
Vertragsstaaten AT, DE, ES, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.12.1991
EP-Aktenzeichen 911216992
EP-Offenlegungsdatum 01.07.1992
EP date of grant 21.06.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.1996
IPC-Hauptklasse F22B 37/20
IPC-Nebenklasse F22B 31/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kessel, bestehend aus einer Reaktionskammer mit mindestens einem ersten Wärmeübergangspaneel oder Rohrbündel, das aus mehreren übereinander angeordneten horizontalen Wärmetauschrohren gebildet wird, und in dem die Enden des Wärmeübergangspaneels oder des Rohrbündels an zwei sich gegenüberliegenden Wänden abgestützt sind.

Der Kessel kann z.B. mit einer zirkulierenden Wirbelschicht versehen sein, wobei Feststoff und Fluidisierungsgas in den unteren Teil der Reaktionskammer auf solche Weise eingegeben werden, daß der Feststoff fluidisiert wird und zumindest teilweise mit dem Fluidisierungsgas in den oberen Teil der Reaktionskammer befördert wird, wobei die von Gas und Feststoff gebildete Partikelsuspension somit den sog. Free board-Bereich der Reaktionskammer ausfüllt. Die Partikelsuspension wird weiter durch eine im oberen Teil der Reaktionskammer angeordnete Öffnung einem in Kontakt mit der Reaktionskammer angeordneten Partikelabscheider zugeführt, um den Feststoff aus dem Gas abzuscheiden. Die abgeschiedenen Partikel werden vom Partikelabscheider zum unteren Teil der Reaktionskammer zurückgeführt, von wo sie mit dem Fluidisierungsgas wieder in den oberen Teil der Reaktionskammer fließen und somit eine zirkulierende Wirbelschicht im Kessel bilden.

Wirbelschichtkessel sind besonders geeignet zur Verbrennung von zahlreichen Feststoffen, wie etwa Kohle, Torf und Abfallstoffen. Wärme wird mit im Kessel und Konvektionsabschnitt hinter dem Kessel angeordneten Heizflächen zurückgewonnen. Die Kesselwände können als sog. Wasserwänden ausgeführt sein, und im Kessel können getrennte Rohrbündel oder Wärmeübergangspaneele können angeordnet sein, um die Temperatur im Brennraum herabzusetzen. Getrennte im oberen Teil des Kessels aufgehängte Heizflachen können z.B. Evaporator- oder Überhitzerflächen sein.

Die Evaporator- oder Überhitzerflächen werden z.B. dadurch gebildet, daß zueinander parallele Rohre derart aneinander geschweißt werden, daß sie ein steifes Rohrbündel oder Paneel bilden. Die Rohrbündel können vertikal von der Decke der Reaktionskammer aufgehängt oder so angeordnet sein, daß sie sich über die Reaktionskaminer von einer Wand zur gegenüberliegenden Wand erstrecken, wobei die Wände die Rohrbündel abstützen. In diesem Fall durchlaufen die Rohrbündel die Wände und sind außerhalb des Kessels mit Sammelkästen verbunden. Die Rohre sind normalerweise fest an der einen Wand und flexibel, z.B. über eine Balgenkonstruktion an der anderen Wand abgestützt. Die Balgenkonstruktion absorbiert die Wärmedehnungen des Rohrbündels und dichtet zugleich die Rohrdurchführung durch die Brennraumwand ab.

Mit der Zunahme der Kesselgröße ist es notwendig geworden, noch längere Rohrbündelkonstruktion zu benutzen. Die Breite der Kessel ist oft über 7 bis 8 Meter, sogar 15 bis 25 Meter und die Tiefe über 5 Meter. Es hat sich als schwierig erwiesen, getrennte Wärmeübergangsbündel einzusetzen, weil die Rohrbündel auch in der Mitte des Brennraums abgestützt werden müssen, weil eine Abstützung nur am Ende der Bündel nicht ausreicht.

Große Bündel sind gegenüber Resonanz, Verformung und Verbiegung anfällig. Der Gasstrom oder in einem Wirbelschichtkessel auch der Feststoffstrom ruft im Brennraum des Kessels Druckschwankungen und somit Resonanz und Verformung der Rohrbündel hervor. Die in den Rohren fließende Flüssigkeit oder anderes Fluid, wie etwa Luft, kann auch Druckschwankungen verursachen, die zu Resonanz und Verformung der Rohrbündel führen. Je länger die Rohrbündel, desto anfälliger sind sie gegenüber Schwingungen und Durchbiegung. Die Steifheit des Rohrbündels reicht nicht immer aus, die Rohrbündel gerade zu halten, sondern sie müssen abgestützt und/oder versteift werden.

Resonanz und Durchbiegung können Verschlechterung der mechanischen Festigkeit der Rohre, Abnutzung der Rohre, Ermüdung des Rohrwerkstoffs und erhöhte Korrosion verursachen. Die Situation wird in der Regel durch hohe Temperatur und im Wirbelschichtkessel fließende Teilchen verschlechtert.

Die Rohrbündel für Wirbelschichtkessel werden oft aus sog. Omega-Rohrbündeln angefertigt, bei denen Rohre mit hauptsächlich rechteckigem Außendurchmesser zu glatten Bündein zusammengefügt sind. In Wirbelschichtkesseln ist der Abnutzungseffekt des zirkulierenden Feststoffes in diesen vertikalen glatten Bündeln minimiert. Trotzdem verursachen Resonanz oder Verbiegung des vertikalen Rohrbündels eine Veränderung in der Strömung der das Rohrbündel umgebenden Feststoffsuspension, wodurch die Turbulenz des Feststoffstroms nah am Bündel erhöht wird, was stellenweise Abnutzung des Bündels zur Folge hat.

Die US-Patente 4,706,14, 4,753,197, 4,307,777 und 4,331,106 beschreiben Versuche, die Rohrbündel vertikal entweder mit vom unteren Teil des Brennraums herangeführten Stützorganen oder an der Decke des Brennrauins aufgehängten Stützorganen abzustützen. Das US-Patent 4,955,942 stellt ferner ein Rohrbündel dar, wo die Rohre durch Zwischenscheiben zwischen den Rohren aneinander abgestützt sind.

Bei Anwendung von Stützorganen, die vom unteren oder oberen Teil des Brennraums herangeführt werden, sollen auch die Stützorgane gekühlt sein, oder sonst halten sie den heißen Verhältnissen nicht stand. Örtliche Überhitzung kann für die Festigkeit der Stützorgane fatal sein. Daher erfordern die Stützorgane einen eigenen Kühlkreislauf und erhöhen somit die Kosten des Kessels. Ungekühlte, an den Stützorganen angebrachte Vorsprünge sind zu schnellem Abbrennen geneigt.

Darüber hinaus, daß die dichte Partikelsuspension z.B. im unteren Teil des Wirbelschichtkessels sehr abrasiv und somit eine unerwünschte Umgebung für die Stützorgane ist, sollten alle zusätzlichen Bauten im Brennraum eines Wirbelschichtkessels vermieden werden, weil sie sich negativ auf die Strömung von Gas- und Partikel- Suspensionen auswirken. Desweiteren führen die Bauten als solche zu einer komplexen Konstruktion des Brennraums.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Kessel mit einein gegenüber den bisher bekannten Rohrbündelanordnungen besser abgestützen und steiferen Rohrbündel vorzusehen.

Eine spezielle Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Wärmeübergangsbündel vorzusehen, dessen seitliche Bewegungen minimiert sind.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht zudem darin, auch einen Kessel vorzusehen, dessen Wärmeübergangsbündel beständiger und verschleißfester sind als die beim Stand der Technik.

Durch die vorliegende Erfindung soll auch eine einfache und funktionsfähige Anordnung zur Abstützung und/oder Versteifung der Wärmeübergangsbündel in einem Kessel, insbesondere in einem Wirbelschichtkessel geschaffen werden.

Um die obigen Ziele zu erreichen, ist ein Kessel mit einem in der Reaktionskammer angeordneten Wärmeübergangsbündel entsprechend der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß in der Reaktionskammer zusätzlich zu einem ersten Wärmeübergangspaneel oder Rohrbündel senkrecht zu und über und/oder unter dem ersten Rohrbündel oder Paneel zumindest angeordnet sind

- ein zweites Wärmeübergangspaneel oder Rohrbündel, das aus einer Vielzahl horizontaler, fest aufeinander befestigter Wärmetauschrohre besteht, deren Enden an den beiden anderen sich gegenüber liegenden Wänden der Reaktionskammer abgestützt sind, oder

- ein einzelnes Wärmetauschrohr, dessen Enden an den beiden anderen sich gegenüber liegenden Wänden befestigt sind, und daß

- Organe oder Haltelaschen am zweiten Wärmeübergangspaneel, Rohrbündel oder Wärmetauschrohr angeordnet ist, um das erste Wärmeübergangsbündel seitlich zu versteifen und/oder es abzustützen.

Erfindungsgemäß können die durch Verbiegung oder Resonanz der Rohrbündel verursachten negativen Auswirkungen minimiert werden, indem Wärmeübergangsbündel oder sogar einzelne Wärmetauschrohre senkrecht zueinander angeordnet werden, wobei sie auf einfache Weise abgestützt oder versteift werden. Abgestützte und versteifte Rohrbündel bleiben vertikal und im wesentlichen unverbogen und schwingungsfrei, und sowohl Gas- als auch Teilchenströme können im wesentlichen ungestört aufwärts an den Rohrbündeln vorbei in Richtung der Rohrbündel fließen, in welchem Falle der Abnützungseffekt der Ströme auf die Bündel minimiert ist.

In großen länglichen Kesseln, wo ein Rohrbündel in Längsrichtung durch den Kessel angeordnet ist, können zwei oder mehrere senkrecht zueinander liegende Wärmeübergangsbündel beabstandet, in einer horizontalen Ebene unter- und/oder oberhalb und senkrecht zum langen Rohrbündel zwecks Abstützung und Versteifung desselben angeordnet werden.

Egal ob es ober- oder unterhalb des Wärmeübergangsbündels angeordnet ist, versteift und/oder stützt das zweite senkrechte Bündel oder Paneel das Bündel ab. Einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zufolge werden die ersten und zweiten, senkrecht zueinander angeordneten Rohrbündel oder Paneele z.B. mittels Haltelaschen aneinander abgestützt, die an Kreuzungsstellen angeordnet sind und seitliche Bewegungen unterbinden. So werden z.B. zwei Haltelaschen am obersten Rohr des transversalen zweiten Rohrbündels an den Kreuzungsstellen der Rohrbündel angeschweißt, wobei die Laschen in einem nahezu dem Rohrdurchmesser entsprechenden Abstand zueinander angeordnet sind. Über dem transversalen Rohrbündel wird ein longitudinales Rohrbündel derart montiert, daß das unterste Rohr des longitudinalen Rohrbündels durch die von den Haltelaschen gebildete Öffnung verläuft, wobei die Laschen somit jede seitliche Bewegung des untersten Rohrs verhindern und dabei gleichzeitig das gesamte obere Rohrbündel versteifen. Entsprechend können Haltelaschen am untersten Rohr des zweiten Rohrbündels an der Kreuzungsstelle angeordnet werden, wodurch jede Bewegung des obersten Rohrs des unterhalb des zweiten Rohrbündels angeordneten langen Rohrbündels verhindert werden kann. Auch andere, nicht aus Rohren zusammengesetzte Wärmeübergangspaneele, können auf diese Weise aneinander abgestützt werden.

Einer zweiten Ausführungsform der Erfindung zufolge werden zwei Rohrbündel mit Hilfe der einzelne Rohre der Rohrbündel aneinander befestigt. An der Kreuzungsstelle wird das oberste Rohr der Rohrbündel von den anderen Rohren auswärts gebogen, so daß eine Öffnung oder "Schleife" gebildet wird, die so groß ist, daß das entsprechend auswärts gebogene Rohr des transversalen Rohrbündels durch die Öffnung hindurchgehen kann. Bei Anwendung solcher Rohrbefestigungen können die Rohrbündel somit während der Installation aneinander befestigt werden.

Es können selbstverständlich mehrere Rohrbündel übereinander angeordnet werden. Senkrechte Rohrbündel können bei Bedarf in den Spalten zwischen den Rohrbündeln angeordnet werden, entweder in jedem Spalt oder z.B. nur in jedem zweiten Spalt. In einem Kessel kann ein einzelnes transversales Rohrbündel zwei lange Rohrbündel, das eine über und das andere unter dem transversalen Bündel angeordnet, abstützen.

Bei den erfindungsgemäßen Wärmeübergangsbündeln oder Rohren ist der Wärmeträger vorzugsweise Wasser oder Dampf, je nach Prozeß und Teinperatur können aber auch andere Fluids, wie etwa Gas, verwendet werden.

Die erfindungsgemäßen Anordnungen sind einfach und lassen sich leicht in bestehenden Kesseln realisieren. Sie benötigen keine getrennen externen Stützkonstruktionen. Für die Durchführungen der Stützkonstruktionen müssen keine Öffnungen in den Kesselwänden ausgeführt werden. Die erfindungsgemäßen Stützorgane benötigen keine getrennte Kühlung, weil die Wärmeübergangsbündel oder -paneele bereits als solche gekühlt sind. Die Haltelaschen können aus solchen Werkstoffen hergestellt und derart gestaltet werden, daß sie nicht zu heiß werden oder deren Erwärmung nicht kritisch ist.

Im folgenden wird die Erfindung detaillierter anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigt dabei

Fig. 1 einen zirkulierenden Wirbelschichtreaktor mit darin angeordneten und der Erfindung entsprechend abgestützten Wärmeübergangsbündeln;

Fig. 2 einen Schnitt entlang Linie A-A des Kessels aus Fig. 1;

Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie B-B des Kessels aus Fig. 1;

Fig. 4 eine Vergrößerung der Wärmeübergangsbündel aus Fig. 1 und deren Abstützung;

Fig. 5 die Abstützung von Wärmeübergangsbündel gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung und

Fig. 6 die Abstützung von Wärmeübergangsbündel gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.

Fig. 1, 2 und 3 stellen einen zirkulierenden Wirbelschichtreaktor gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dar, bestehend aus einer Reaktionskammer 10, d.h. einem Brennraum oder einer Feuerung, einem Partikelabscheider 12 und einem Kanal 14 zur Rückführung der abgeschiedenen Partikel. Der Brennraum hat einen rechteckigen Querschnitt und wird von Wasserwänden 16, 18, 20 und 22 gebildet, wobei die längeren Wände 16 und 18 in Fig. 1 und die kürzeren Wände 20 und 22 in Fig. 2 dargestellt sind. Die Wasserwände werden vorzugsweise aus vertikalen aneinander befestigten Wasserrohren gebildet. Die Wände im unteren Abschnitt der Reaktionskammer sind mit einer schützenden Auskleidung 24 versehen.

Der Boden der Reaktionskammer umfaßt eine Düsenplatte 26, welche Platte mit Düsen oder Öffnungen 28 versehen ist zur Einführung von Fluidisierungsgas aus einem Luftkasten 30 zur Aufrechterhaltung einer Wirbelschicht in der Reaktionskammer. Feststoff wird durch einen Eintritt 32 eingegeben. Fluidisierungsgas oder -luft wird mit einer Geschwindigkeit eingeführt, die dazu ausreicht, einen Teil des fluidisierten Bettmaterials mit dem Gas kontinuierlich aufwärts in den oberen Teil der Kammer und von dort über eine im oberen Teil der Kammer angeordnete Öffnung 34 zum Partikelabscheider 12 fließen zu lassen. Aus dem Partikelabscheider werden die Gase durch einen Stutzen 36 abgezogen.

Im oberen Teil der Reaktionskammer 10 sind Wärmeübergangsbündel oder Rohrbündel 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52 und 54 angeordnet. Einige der Bündel, 42, 46, verlaufen in Längsrichtung von Wand 20 zu Wand 22 über die Reaktionskammer und bilden somit die langen Wärmeübergangsbündel des Kessels. Andere Bündel, 40, 44, 48, 50, 52 und 54, erstecken sich von der einen Langseite 16 zur anderen Langseite 18 der Reaktionskammer und bilden somit kurze, die langen Wärmeübergangsbündel abstützende transversale Wärmeübergangsbündel.

Beide Wärmeübergangsbündel sind an der Wandkonstruktion abgestützt und verlaufen durch die Wände zu außerhalb der Wände angeordneten Verteilerkästen 56, 58, 60, 62, 64 und 66. Ein Ende 68, 70, 72 eines jeden Rohrbündels ist an den Wänden 18 und 22 fest fixiert, während das andere Ende 74, 76, 78 an den Wänden 16 und 20 über eine Balgenkonstruktion 80, 82, 84 befestigt ist, die die Wärmedehnung der Rohrbündel zuläßt.

Fig. 4 ist eine Vergrößerung der Kreuzungsstelle der Rohrbündel 40 und 42 aus Fig. 1. Die Rohrbündel bestehen aus Wasserrohren 86 und 88, die miteinander zu vertikalen Bündein verschweißt sind. Am obersten Wasserrohr 90 von Bündel 40 sind an der Kreuzungsstelle zwei Haltelaschen 92 und 94 befestigt. Bei der in der Figur dargestellen Ausführungsform sind die Haltelaschen pollerförmig ausgeführt. Auf das unterste Wasserrohr 96 des Bündels 42 sind zwei Stangen oder Stäbe 98 und 100 aufgeschweißt, die das Rohr 96 zwischen den Haltelaschen 92 und 94 abstützen. Somit wird jede seitliche Bewegung des oberen Wasserrohrs 42 unterbunden, und das Bündel bleibt vertikal und ungebogen.

Die Wärmeübergangsbündel können, wie oben festgestellt wurde und in Fig. 5 dargestellt ist, aus Omega-Rohren 186 und 188 gefertigt sein, wobei die Oberflächen der Wasserrohrbündel 140 und 142 nahezu vollkommen glatt sind. In diesem Fall kann der Querschnitt der Haltelaschen 192 und 194 z.B. dreieckig sein, wie in der Fig. dargestellt ist. Auch andere Arten von lamellaren Wänden können entsprechend abgestützt werden.

Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, wobei die äußersten Wasserrohre 290 und 296 zweier Wasserrohrbündel 240 und 242 zu Krümmungen 291 und 297 gebogen sind, so daß zwischen den äußersten Rohren und anderen Rohren 286 und 288 der Rohrbündel Öffnungen 293 und 295 gebildet werden, so daß eines der äußersten Rohre 290 derart angeordnet sein kann, daß es durch die vom äußersten Rohr 296 bildete Öffnung 295 hindurch verläuft. Das Rohrpaneel 242 ist an seinem untersten Teil somit am Rohrbündel 240 abgestützt und kann sich nicht bewegen. Diese erfindungsgemäße Anordnung ist während der Installation der Rohrbündel relativ leicht zu realisieren.


Anspruch[de]

1. Kessel, bestehend aus einer Reaktionskammer oder einem Brennraum (10) mit zumindest einem ersten darin angeordneten Wärmeübergangspaneel oder Rohrbündel (42, 46, 142, 242), welches Bündel oder Paneel aus einer Vielzahl horizontaler, fest übereinander befestigter Wärmetauschrohre (86, 96, 186, 286, 296) zusammengesetzt ist, und bei welchem Kessel die Enden des Wärmeübergangspaneels oder Rohrbündels an zwei sich gegenüberliegenden Wänden (20, 22) der Reaktionskammer abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der Reaktionskammer zusätzlich zum ersten Wärmeübergangspaneel ober Rohrbündel ober- und/oder unterhalb und ihm gegenüber senkrecht vorgesehen sind - zumindest ein zweites Wärmeübergangspaneel oder Rohrbündel (40, 44, 48, 50, 52, 54, 140, 240), das aus einer Vielzahl horizontaler, fest aufeinander befestigter Wärmetauschrohre (88, 90, 188, 288) besteht, deren Enden an den beiden anderen sich gegenüber liegenden Wänden (16, 18) der Reaktionskammer abgestützt sind, oder - ein einzelnes Wärmetauschrohr, dessen Enden an den beiden anderen sich gegenüber liegenden Wänden befestigt sind, und daß ein Organ (291, 297) oder eine Haltelasche (92, 94, 192, 194) am zweiten Wärmeübergangspaneel, Rohrbündel oder Wärmetauschrohr angeordnet ist, um das erste Wärmeübergangsbündel seitlich zu versteifen und/oder es abzustützen.

2. Kessel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Rohrbündel (42, 46) so angeordnet ist, daß es sich in Längsrichtung von der einen Stirnwand (20) zur anderen Stirnwand (22) über den Kessel erstreckt und daß das zweite Rohrbündel (40, 44, 48, 50, 54) oder Wärmetauschrohr so angeordnet sind, daß sie sich transversal über den Kessel erstrecken.

3. Kessel gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem ersten longitudinalen Rohrbündel (42) in einer horizontalen Ebene mehr als ein transversales Rohrbündel (40, 50) oder Wärmetauschrohr angeordnet sind.

4. Kessel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Rohrbündel (40, 50) so angeordnet ist, daß es das obere Rohrbündel (42) abstützt.

5. Kessel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei übereinander angeordnete erste Rohrbündel (42, 46) im Kessel angeordnet sind und in jedem Spalt dazwischen ein senkrechtes zweites Rohrbündel (42, 46) oder ein Wärmetauschrohr mit Mitteln angeordnet sind, die jede seitliche Bewegung der ersten Rohrbündel verhindern.

6. Kessel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als zwei übereinander angeordnete erste Rohrbündel (42, 46) im Kessel angeordnet sind und in jedem zweiten Spalt dazwischen ein senkrechtes Rohrbündel (44) oder ein Wärmetauschrohr mit Mitteln angeordnet ist, die jede seitliche Bewegung der ober- und unterhalb angeordneten ersten Rohrbündel verhindert.

7. Kessel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem untersten und/oder obersten Rohr des senkrechten zweiten Wärmeübergangsbündels oder auf dem mit dem ersten Rohrbündel verbundenen senkrechten Wärmetauschrohr (90) an der Kreuzungsstelle der Rohre Haltelaschen (92, 94) angeordnet sind, die jede seitliche Bewegung des ersten Rohrbündels verhindern.

8. Kessel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander in Kontakt stehenden Rohre (290, 296) zweier senkrechter Rohrbündel an der Kreuzungsstelle zu einer Krümmung (291, 297) derart gebogen sind, daß zwischen dem untersten Rohr (296) und dem zweituntersten Rohr des ersten Rohrbündels eine erste Öffnung (295) und zwischen dem obersten Rohr (290) und dem zweitobersten Rohr des zweiten Rohrbündels entsprechend eine zweite Öffnung (293) gebildet wird, und daß das unterste Rohr (296) des ersten Rohrbündels durch die zweite Öffnung (293) und das oberste Rohr (290) des zweiten Rohrbündels durch die erste Öffnung (295) geleitet ist, wodurch die Rohrbündel aneinander gebunden werden.







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