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Dokumentenidentifikation DE69113113T2 01.02.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0459263
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung der Anlaufvorgänge an einer Offsettiefdruckmaschine.
Anmelder Komori Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Funada, Hitoshi, c/o Komori Corp., SekiyadoPlant, Higashikatsushika-gun, Chiba-ken, JP;
Numauchi, Hiromitsu, c/o Komori Corporation, Toride-shi, Ibaragi-ken, JP
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69113113
Vertragsstaaten AT, CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.05.1991
EP-Aktenzeichen 911081214
EP-Offenlegungsdatum 04.12.1991
EP date of grant 20.09.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.1996
IPC-Hauptklasse B41F 33/14

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der Druckanlaufvorgänge bei einer Tiefdruckpresse, um auf diese Weise einen Bogen ordnungsgemäß von dem ersten Bogen nach dem Starten einer Druckoperation zu bedrucken.

Fig. 5 zeigt eine konventionelle Tiefdruck-Offsetpresse mit Bogenzuführung für einen Dreifarbendruck, wie sie in JP-U-57-162 577 oder JP-U-2-39808 offenbart wird. Bei der Druckpresse wird ein Bogen 1 von einem Bogenanleger 2 einem Druckzylinder über eine Bogenanlegeplatte 3 und eine Papier-Zuführungswalze 4 zugeführt. Auf der anderen Seite wird jede Druckfarbe auf einen Außenumfang eines Plattenzylinders 8 über eine Duktorwalze 6a, 6b, 6c zugeführt, die an einem den Plattenzylinder 8 umgebenden Teil vorgesehen ist, beziehungsweise eine Tiefdruck-Farbrolle 7a, 7b, 7c übertragen. Der Bogen wird dadurch bedruckt, daß der Bogen 1 zwischen dem Plattenzylinder 8 und dem Druckzylinder 5 gehalten wird. Ein bedruckter Bogen 1 wird durch eine Bogenabgabevorrichtung 9 abgegeben und auf einem Bogenstapelteil 10 gestapelt.

Bei dem Zustand eines Bogendurchgangs (bei einer Druckoperation) werden die Duktorwalzen 6a, 6b 6c, die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c und der Druckzylinder 5 angedrückt, und diese Rollen (Zylinder) werden drucklos gemacht, wenn der Bogen stillsteht (bei einer Nicht-Druckoperation). Eine Aufdruckoperation wird in Gang gesetzt, nachdem ein vorbestimmter Abfühlprozeß durch einen Sensor 11 abgeschlossen ist, welcher an der Bogenanlegeplatte 3 vorgesehen ist, nachdem das Vorhandensein des Bogens l festgestellt worden ist. Ein nicht ordnungsgemäßes Übereinanderpassen, z.B. ein zu weites Zuführen, Biegen, Verdrehen, Zuführen doppelter Bögen, ein Bogen mit gefalteter Ecke, ein nicht vorhandener Bogen und so weiter bei dem Bogen 1 in Richtung stromab (stromauf) von der Bogenanlegeplatte 3 wird durch einen Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten 12 festgestellt. Eine Gesamtsteuerung wird durch eine zentralisierte Steuertafel 13 durchgeführt.

Bei der Tiefdruck-Offsetdruckpresse mit Bogenzuführung, wie sie in Fig. 5 gezeigt wird, können, nachdem eine Druckoperation gestartet ist, Bögen vom ersten Bogen bis zum zweiten oder dritten Bogen nicht ordnungsgemäß bedruckt werden, so daß solche Bögen nicht als Produkt genutzt werden. Ein solches Problem tritt jedesmal dann auf, nachdem die Bogenzuführung oder das Bedrucken des Bogens neu eingestellt wird, nachdem die Bogenzuführung einmal angehalten worden ist. Bei der konventionellen Druckpresse gibt es das Problem, daß der nicht ordnungsgemäße Anteil verhältnismäßig hoch ist.

Es wird ein Grund dafür, weshalb ein nicht ordnungsgemäßes Bedrucken erfolgt, unter Bezugnahme auf eine Andruckfolge beim Tiefdrucken erklärt. Der erste Bogen 1 wird einer Anlegeplatte 3 zugeführt, und dann erkennt der Andrücksensor 11 ein Vorhandensein des ersten Bogens l zum ersten Mal. Nachdem der Andrücksensor 11 den Bogen 1 erkannt hat, wird eine Operation zum Erkennen eines Paßgenauigkeitszustandes durch den Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten 12 gestartet. Wenn der erste Bogen 1 an ein vorderes Ende der Anlegeplatte 3 angenähert wird, wird ein Zustand des Bogens l durch den Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten 12 nachgeprüft, und dann wird eine Aufdruckoperation aus der zentralisierten Steuertafel 13 ausgegeben, nachdem ein guter Paßgenauigkeitszustand festgestellt worden ist. Wenn ein Aufdruck-Arbeitssignal ausgegeben wird, dann kommen die Tiefdruck- Farbrollen 7a, 7b, 7c zuerst mit dem Plattenzylinder 8 in Berührung, und dann kommen die Duktorwalzen 6a, 6b, 6c entsprechend mit den Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c in Berührung, und der Druckzylinder 5 kommt mit dem Plattenzylinder 8 entsprechend einem Ausmaß der Zuführung von Bogen 1 in Berührung.

Nachdem der Bogen 1 an einem Punkt A durch den Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten 12 erkannt worden ist, ist es notwendig, den Bogen 1 einem Punkt B als Bedruckpunkt zuzuführen, indem man einen Zylinder mit kleinem Durchmesser, welcher einen Referenzdurchmesser hat, welcher ein Durchmesser einer Papier-Zuführungswalze 4 und der Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c ist, mit 580º als Drehwinkel dreht. Andererseits werden nach dem Erkennen eines Übereinstimmmungszustandes des Bogens durch den Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten 12 die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c und die Duktorwalzen 6a, 6b, 6c in der Reihenfolge, die der Aufdruckoperation entspricht, dadurch bewegt, daß man diese Rollen um 300º als Drehwinkel dreht. Diese Rollen werden um einen Drehwinkel von 1100º gedreht, um jede Druckfarbe zum Punkt B zu übertragen, an welchem jede Druckfarbe von einer Umfangsfläche der Farbrollen 6a, 6b, 6c auf eine Umfangsfläche der Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c entsprechend überführt wird. Man braucht insgesamt einen Drehwinkel von 1400º. Deshalb ist der Bogen 1 an dem Punkt B angekommen, bevor die Druckfarbe auf der äußeren Umfangsfläche des Plattenzylinders an dem Punkt B angekommen ist. Bei der Druckpresse kommt der Bogen 1 an dem Punkt B an, bevor der Plattenzylinder, auf welchem eine aufgebrachte Druckfarbe vorgesehen ist, sich weiterhin um 820º dreht (1400º -580º), um auf diese Weise die Druckfarbe am Punkt B aufzubringen. Dies bedeutet 2 Umdrehungen des Zylinders mit kleinem Durchmesser und 100º als Drehwinkel. Die Druckfarbe wird nicht auf den zweiten Bogen von der gestarteten Bogenzuführung an gedruckt. Es beginnt das Aufbringen der Druckfarbe in einem mittleren Teil des dritten Bogens. Die Bögen vom vierten Bogen an können als Druckerzeugnis genutzt werden, und drei Bögen bis zum dritten Bogen von Beginn der Bogenzuführung an werden als minderwertiges Erzeugnis produziert.

Wenn der Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten 12 einen unrichtigen Übereinstimmungszustand bei einer fort laufenden Druckoperation der Druckpresse erkennt, dann wird die Bogenzuführung sofort gestoppt. Und dann wird ein unrichtiger Bogenzustand korrigiert und die Bogenzuführung erneut gestartet, so daß die minderwertigen Erzeugnisse, durch den vorstehend beschriebenen Grund verursacht, erneut produziert werden. Die minderwertigen Erzeugnisse werden auf dem Stapelteil 10 zusammen mit den guten Erzeugnissen gestapelt. Deshalb ist Arbeitszeit notwendig, um die minderwertigen Erzeugnisse aus dem aufgestapelten Bogen 1 herauszuziehen.

Nach der Betrachtung des bisherigen Standes der Technik sorgt die vorliegende Erfindung für ein Verfahren und für eine Vorrichtung zur Steuerung der Anlaufoperationen bei einer Tiefdruckpresse, um einen zugeführten Bogen vom ersten Bogen an perfekt zu bedrucken.

Zusammenfassung der Erfindung

Um das vorstehende Problem zu lösen, wird in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung für ein Verfahren, wie es in Anspruch 1 beansprucht wird und für eine Vorrichtung, wie sie in Anspruch 2 beansprucht wird, gesorgt.

Bei der vorliegenden Erfindung wird eine Zeitablaufsteuerung der Aufdruckoperation im Vergleich zu der Zeitablaufsteuerung bei der konventionellen Einrichtung beschleunigt, so daß der erste Bogen von der gestarteten Bogenzuführung an perfekt bedruckt werden kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist ein Schaltschema, das eine Aufdruckeinrichtung einer Tiefdruckpresse einer Ausführungsform entsprechend der Erfindung zeigt;

Fig. 2 zeigt die Tiefdruckpresse, die die vorliegende Erfindung nutzt;

Fig. 3 zeigt ein Flußbild jeder Arbeitsform für das Starten der Bogenzuführung;

Fig. 4 zeigt ein Flußbild jeder Arbeitsform für das Stillsetzen der Bogenzuführung; und

Fig. 5 zeigt eine konventionelle Tiefdruckpresse.

Detaillerte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Fig. 1 ist ein Schaltschema, das eine Aufdruck-Steuereinrichtung einer Ausführungsform einer Tiefdruckpresse entsprechend der vorliegenden Erfindung zeigt. Die Aufdruck-Steuereinrichtung wird aus Aufdrucksensoren S1, S2 in der Ausführungsform als fotoelektrischer Sensor, einem Sensor S3 für einen nicht ordnungsgemäßen Bogen, den Flip-Flop-Elementen FF1 - FF4, den Taktimpulsgeneratoren T1 - T6 für das Erzeugen von Taktimpulsen, die mit einem Impuls von einem Kodedrehgeber in einem Körper der Druckpresse synchronisiert sind, Druckknöpfen für einen Produkt- Startschalter PB1, einen Produkt-Stopschalter PB2, einen Anleger-AUS-Schalter PB3 und einen Anleger-EIN-Schalter PB4, den NICHT-Gattern G1, G11, den UND-Gattern G2, G4, G6, G9, G10, G12, G14, G15 und G16, den ODER-Gattern G3, G5, G7, und G13, den Magnetspulentreibern SC1 bis SC7, und den Magnetspulen SOL1 bis SOL7 gebildet.

Die Aufduck-Steuereinrichtung ist einer Offset-Tiefdruckpresse mit Bogenzuführung für einen Dreifarbendruck vorgesehen (welche denselben Aufbau hat, wie er in Fig. 5 gezeigt wird), wie in Fig. 2 gezeigt. Der Aufdrucksensor S1, der Aufdrucksensor S2 und ser Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten S3 sind an der Anlegeplatte 3 hintereinander mit einem Abstand von einem oberen Strom zu einem unteren Strom entlang einer Zuführungsrichtung des Bogens 1 vorgesehen. Jeder Aufdrucksensor S1, 52 erkennt, ob der Bogen an einem bestimmten Punkt des angebrachten Sensors liegt oder nicht. Wenn der Bogen an der Sensor-Bereitstellungs- position zugeführt wird, dann schaltet sich jeder Sensor S1, S2 auf EIN. Der Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten S3 erkennt einen Paßgenauigkeitszustand des am vorderen Ende (dem Ende stromab) der Anlegeplatte 3 ankommenden Bogens. Wenn der Paßgenauigkeitszustand nicht ausreichend ist, schaltet sich der Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten S3 auf EIN. Druckknöpfe PB1 bis PB4 sind in der zentralisierten Steuertafel 13 vorgesehen. Jede Magnetspule SOL1 bis SOL7 wird durch eine entsprechende Magnetspulen- Treibereinrichtung SC1 bis SC7 erregt oder spannungslos gemacht, um eine Drucköl-Zuführungsleitung zu einem Hydraulikzylinder so zu ändern, daß eine vorbestimmte Operation betätigt wird. Um dies weiter zu erklären, wenn die Magnetspule SOL1 erregt wird, dann wird eine Bogenanlegerkupplung betätigt und die Rotations- Antriebskraft des Körpers der Druckpresse wird auf den Bogenanleger 2 übertragen, und dann wird der Bogen 1 aus dem Bogenanleger 2 heraus zugeführt. Wenn die Magnetspule SOL1 spannungslos gemacht wird, dann wird die Bogenanlegerkupplung gelöst, und die Bogenzuführung von dem Anleger 2 wird angehalten. Wenn die Magnetspule SOL3 erregt wird, dann werden die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b und 7c angedrückt. Wenn die Magnetspule SOL4 erregt wird, dann werden die Duktorwalzen 6a, 6b und 6c entsprechend an die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b und 7c angedrückt. Wenn die Magnetspule SOL5 erregt wird, dann werden die Duktorwalzen 6a, 6b und 6c von ihrer Andruckstellung abgezogen. Wenn die Magnetspule SOL6 erregt wird, dann wird der Aufdruckzylinder 5 an den Plattenzylinder 8 angedrückt, und wenn die Magnetspule SOL7 erregt wird, dann wird der Aufdruckzylinder 5 aus seiner Druckstellung abgezogen.

Bei der Aufdruck-Steuereinrichtung der Ausführungsform wird die Betriebsform 1 bis 3 entsprechend in Fig. 3(a), Fig. 3(b) und Fig. 3(c) gezeigt. Jede Betriebsform 1 bis 3 bezieht sich auf eine Operation in einem Fall, in dem die Bogenzuführung gestartet ist. Die Betriebsformen 4 bis 6 werden entsprechend in Fig. 4(a), Fig. 4(b) und Fig. 4(c) gezeigt. Jede Betriebsform bezieht sich auf eine Operation in einem Fall, in dem die Bogenzuführung gestoppt ist.

Jetzt soll eine Operation zu einer Zeit erklärt werden, zu der eine Bogenzuführung gestartet ist. Bei der Ausführungsform werden dann, wenn der erste Bogen 1 vom Starten der Bogenzuführung an dem Punkt B (in Fig. 2) angekommen ist, der als Halteteil zwischen dem Aufdruckzylinder und dem Plattenzylinder liegt, die Aufdruck-Zeitablaufsteuerung für die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c und die Duktorwalzen 6a, 6b, 6c und eine Zeitablaufsteuerung des Abziehens aus der Andruckstellung des Andruckzylinders 5 so gesteuert, daß die Übertragung der Farbe auf den ersten Bogen 1 mit Sicherheit in Abhängigkeit von einem Zuführungsgrad des ersten Bogens erfolgt. Das heißt, wenn der Aufdrucksensor S1 erkennt, daß der erste Bogen 1 sich auf der Seite stromauf von Anlegeplatte 3 befindet, dann werden die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c und die Duktorwalzen 6a, 6b und 6c darauf gedrückt. Wenn der Aufdrucksensor S2 erkennt, daß sich der erste Bogen 1 auf der Seite stromab von der Anlegeplatte 3 befindet, dann wird der Plattenzylinder angedrückt. Dadurch wird die Aufdruck-Zeitablaufsteuerung bei der Aufdruck-Steuereinrichtung im Vergleich zu einer Aufdruck-Zeitablaufsteuerung bei der konventionellen Einrichtung (wie in Fig. 5 gezeigt) beschleunigt. Der Zeitpunkt, zu dem die Druckfarbe am Punkt B ankommt und der Zeitpunkt, zu dem der erste Bogen dem Punkt B zugeführt wird, entsprechen einander genau. Bei der konventionellen Einrichtung wird eine Aufdruckoperation gestartet, nachdem der Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten 12 (in Fig. 5), der stromab von der Anlegeplatte 3 liegt, erkennt, daß der Bogen eine geeignete Paßgenauigkeit hat. Bei einem Vergleich der vorliegenden Erfindung mit der konventionellen Einrichtung ist die Aufdruck-Zeitablaufsteuerung entsprechend der konventionellen Einrichtung stark verzögert.

Es wird jetzt eine Operation zu einem Zeitpunkt erklärt, zu welchem die Bogenzuführung gestoppt wird. Bei der Ausführungsform wird die Operation des Abziehens aus der Aufdruckstellung gestartet, nachdem der Zustand einer Unregelmäßigkeit, beispielsweise ein fehlender Bogen, durch den Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten S3 erkannt worden ist.

Nachstehend wird jede Betriebsform und eine entsprechende Operation in dem Schaltungsteil, wie in Fig. 1 gezeigt, bei jeder Betriebsform erklärt.

Die Betriebsform 1 (in Fig. 3(a)) ist eine Arbeits-Betriebsform (M1-1) zu einem Zeitpunkt, an dem die Produktion gestartet wird. Ein Pegel eines Ausgangsanschlusses Q wird zu einem hohen Pegel H durch Einschalten eines Produkt-Startschalters PB1 und das Eingeben eines monostabilen Eingabesignals an einen Setzanschluß des Flip-Flops FF1. Zu diesem Zeitpunkt wird, wenn die Taktimpulse von dem Taktimpulsgenerator T1 erzeugt werden, ein Ausgang aus dem UND-Gatter G2 zu einem hohen Pegel H und wird ein Ausgang aus dem ODER-Gatter G5 ebenfalls zu einem hohen Pegel H. Deshalb wird die Anlegerkupplung dadurch betätigt (M1-2), daß die Magnetspulen-Treibeinrichtung SC1 getrieben und die Magnetspule SOL1 erregt wird. Wenn die Anlegerkupplung betätigt ist, dann wird der Bogen 1 von dem Anleger 2 zugeführt, schaltet sich der Aufdrucksensor S1 EIN (M1-3), geht der Setzanschluß S des Flip-Flops FF3 auf einen hohen Pegel und wird der hohe Pegel H des Ausgangsanschlusses Q in das UND-Gatter G6 eingegeben. Wenn der Taktimpuls von dem Taktimpulsgenerator T4 zu diesem Zeitpunkt in das UND-Gatter G6 eingegeben wird, dann geht der Ausgang aus dem UND-Gatter G6 auf einen hohen Pegel H. Weiterhin wird, da ja der Anleger-EIN-Schalter PB4 nicht auf EIN geschaltet ist, ein Ausgang aus dem Ausgangsanschluß Q des Flip-Flops FF4 zu einem hohen Pegel H und wird zum UND-Gatter G16 übertragen, so daß ein Ausgang aus dem UND-Gatter 16 zu einem hohen Pegel H wird und ein Ausgang aus dem ODER-Gatter G7 zu einem hohen Pegel H wird. Deshalb werden die Magnetspulen SOL2, SOL4 durch Treiben der Magnetspulen-Treibeinrichtung SC2, SC4 erregt, und die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c und die Duktorwalzen 6a, 6b, 6c werden angedrückt (M1-4). Und dann wird, wenn der Bogen 1 an der Seite stromab der Anlegeplatte 3 angekommen ist, der Aufdrucksenor S2 auf EIN geschaltet (M1-5). Wenn der H durch das ODER-Gatter G13 eingebene hohe Signalpegel, das EIN-Signal von dem Aufdrucksensor S2 und das Taktimpulssignal von dem Taktimpulsgenerator T6 in das UND-Gatter 14 eingegeben werden, dann wird ein Ausgang aus dem UND-Gatter T14 zu einem hohen Pegel H. Dann wird die Magnetspulen-Treibeinrichtung SC6 getrieben, die Magnetspule SOL6 wird erregt, und der Aufdruckzylinder wird angedrückt (M1-6).

Die Betriebsform 2 (in Fig. 3(b)) ist eine Arbeits-Betriebsform für das erneute Starten (M2-1) zu einem Zeitpunkt, zu dem der Aufdrucksensor S1 den Bogen 1 nicht feststellt, nachdem der Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten S3 den nicht ordnungsgemäßen Bogen feststellt und die Bogenzuführung angehalten wird. Zuerst schaltet sich der Anleger-EIN-Schalter PB4 auf EIN (M2-2), das Signal mit dem hohen Pegel H wird in den Setzanschluß S des Flip-Flops FF4 eingegeben, und ein Pegel des Ausgangsanschlusses Q wird zu einem hohen Pegel H. Zu diesem Zeitpunkt wird dann, wenn der Taktimpuls aus dem Taktimpulsgenerator T5 ausgegeben wird, ein Ausgang aus dem UND-Gatter G9 zu einem hohen Pegel H und wird zu dem UND-Gatter G12 übertragen. Ein weiteres Ausgangssignal aus dem UND-Gatter G12 wird zu einem hohen Pegel H zu dem Zeitpunkt, wenn der Andrucksensor S1 den Bogen 1 nicht feststellt. Dadurch wird ein Ausgang aus dem UND-Gatter G12 zu einem hohen Pegel und geht ein Ausgang aus dem ODER-Gatter G5 auf einen hohen Pegel. Deshalb wird die Anlegerkupplung dadurch betätigt (M2-3), daß die Magnetspulen-Treibeinrichtung SC1 und die Magnetspule SOL1 getrieben wird, und der Bogen 1 wird von dem Anleger 2 zugeführt. Folglich wird der Bogen 1 zugeführt, und dann wird der Andruck-Sensor S1 auf EIN geschaltet (M2-4), und die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c und die Duktorwalzen 6a, 6b, 6c werden angedrückt (M2-5). Weiterhin schaltet sich, wenn der Bogen 1 zugeführt wird und an der Seite stromab der Anlegeplatte 3 angekommen ist, der Andrucksensor auf EIN (M2-6), und dann wird der Aufdruckzylinder angedrückt.

Die Betriebsform 3 (in Fig. 3(c)) ist eine Arbeits-Betriebsform zum erneuten Starten (M3-1) zu dem Zeitpunkt, zu dem der Andrucksensor S1 den Bogen 1 feststellt, nachdem der Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten S3 den nicht ordnungsgemäßen Bogen feststellt und die Bogenzuführung gestoppt wird. Zuerst schaltet sich der Anleger-EIN-Schalter PB4 auf EIN (M3-2), und dann wird das Signal mit hohem Pegel H in den Setzanschluß S des Flip- Flops FF4 eingegeben und kommt der Ausgangsanschluß Q auf einen hohen Pegel H und wird in das UND-Gatter G15 eingegeben. Ein weiteres Eingangssignal des UND-Gatters G15 wird zu einem hohen Pegel für den Fall, daß der Andrucksensor S1 den Bogen 1 feststellt. Deshalb wird ein Ausgang aus dem UND-Gatter G15 und dem ODER-Gatter G7 zu einem hohen Pegel H, werden die Magnetspulen- Treibeinrichtungen SC2, SC4 und die Magnetspulen SOL2, SOL4 betätigt, und die Tiefdruck- Farbrollen 7a, 7b, 7c und die Duktorwalzen 6a, 6b, 6c werden angedrückt (M3-3). Ein Ausgang aus dem UND-Gatter G9 wird zu einem hohen Pegel und wird in das UND- Gatter G10 dadurch eingegeben, daß der Anleger-EIN-Schalter PB4 eingeschaltet und ein Ausgang eines Taktimpulses aus dem Takt impulsgenerator T5 eingegeben wird.

Der Ausgang aus dem UND-Gatter G10 wird zu einem hohen Pegel H, und der Ausgang aus dem ODER-Gatter G5 wird zu einem hohen Pegel H. Dadurch wird die Anleger-Kupplung betätigt (M3-3), indem die Magnetspulen-Treibeinrichtung SC1 und die Magnetspule SOL1 getrieben wird, und dann wird der Bogen 1 von dem Anleger 2 zugeführt. Wenn der Bogen 1 stromab von der Anlegeplatte 3 angekommen ist, wird der Andrucksensor S2 auf EIN geschaltet (M3-4) und wird der Taktimpuls aus dem Taktimpulsgenerator T6 ausgegeben, so daß der Ausgang aus dem UND-Gatter G14 zu einem hohen Pegel wird, die Magnetspulen-Treibeinrichtung SC6 und die Magnetspule SOL6 werden getrieben, und der Aufdruckzylinder wird angedrückt (M3-5).

Die Betriebsform 4 ist eine Arbeitsform zu einem Zeitpunkt, an welchem die Produktion gestoppt wird. Wenn der Produkt-Stopschalter PB2 bei einer Druckoperation aus EIN geschaltet wird, dann geht ein Ausgangsanschluß Q des Flip-Flops FF2 auf einen hohen Pegel. Zu dieser Zeit werden dann, wenn der Taktimpuls aus dem Taktimpulsgenerator T2 ausgegeben wird, die Ausgänge aus dem UND-Gatter G4 und dem ODER-Gatter G5 zu einem hohen Pegel H. Dadurch wird der Ausgangsanschluß Q des Flip-Flops FF1 zu einem niedrigen Pegel L und wird der Ausgang aus dem UND-Gatter G2 und dem ODER-Gatter G5 zu einem niedrigen Pegel L. Deshalb wird das Treiben der Magnetspulen-Treibeinrichtung SC1 gestoppt, wird die Magnetspule SOL1 spannungslos gemacht und wird die Anlegerkupplung gelöst (M4-2). Durch Lösen der Anlegerkupplung wird die Zuführung von Bögen von dem Bogenanleger 2 gestoppt. Wenn der letzte Bogen 1 vor dem Stillsetzen der Bogenzuführung von der Anlegeplatte 3 auf die Papierzuführungswalze 4 übergeben ist, wird der Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten S3 eingeschaltet (M4-3). Zu diesem Zeitpunkt wird, wenn der Taktimpuls aus dem Taktimpulsgenerator T3 ausgegeben wird, der Ausgang aus dem UND- Gatter G8 zu einem hohen Pegel H, und die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c und die Duktorwalzen 6a, 6b, 6c und der Aufdruckzylinder 5 werden aus der Aufdruckstellung zurückgezogen (M4-4).

Die Betriebsform 5 (in Fig. 4(b)) ist eine Arbeits-Betriebsform für das Stoppen der Bogenzuführung (M5-1) durch Feststellen des nicht ordnungsgemäßen Bogens durch den Sensor für Bogenunregelmäßigkeiten S3. Zu diesem Zeitpunkt wird, wenn ein Taktimpuls aus dem Taktimpulsgenerator T3 ausgegeben wird, ein Ausgang aus dem UND-Gatter G8 zu einem hohen Pegel. Dadurch wird ein Ausgang aus dem ODER-Gatter G3 zu einem hohen Pegel, wird der Flip-Flop FF1 zurückgestellt und wird dann die Anlegerkupplung gelöst (M5-3). Andererseits werden die Magnetspulen-Treibeinrichtungen SC3, SC5, SC7 und die Magnetspulen SOL3, SOL5, SOL7 betätigt, und die Tiefdruck-Farbrollen 7a, 7b, 7c und die Duktorwalzen 6a, 6b, 6c und der Aufdruckzylinder 5 werden aus ihrer Andruckstellung zurückgezogen (M5-4).

Die Betriebsform 6 (Fig. 4(c)) ist eine Arbeits-Betriebsform zu einem Zeitpunkt, zu dem der Anleger-AUS-Schalter PB3 gedrückt ist (M6-1). Nach dem Drücken des Anleger-AUS-Schalters PB3 wird eine Abziehoperation aus der Andruckstellung genauso, wie die Operation bei der Betriebsform 4 ausgeführt.

Wie vorstehend unter Bezugnahme auf die Ausführungsform entsprechend der vorliegenden Erfindung beschrieben, wird eine Aufdruckoperation der angedrückten Tiefdruck-Farbrollen und der Duktorwalzen zum Übertragen der Druckfarbe im Vergleich zu einer Aufdruckoperation der konventionellen Einrichtung beschleunigt, so daß ein genaues Bedrucken auf dem ersten Bogen vom Starten der Bogenzuführung an erfolgen kann. Bei der konventionellen Druckpresse werden, wenn die Druckoperation nach dem Stoppen der Druckpresse erneut gestartet wird, mehrere Bögen zu minderwertigen Produkten, so daß ein Arbeitsaufwand benötigt wird, um die minderwertigen Bögen aus dem Stapelteil 10 bei der Feststelloperation herauszuziehen. Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird kein minderwertiges Produkt erzeugt, ist der vorstehend beschriebene Arbeitsaufwand unnötig und wird die Arbeitseffektivität erhöht.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Steuerung der Anlaufvorgänge bei einer Tiefdruckpresse,

wobei ein Bogen von einer stromaufwärts einer Zuführplatte gelegenen Zuführeinrichtung bezüglich der Zuführplatte weiter stromabwärts transportiert und der Bogen bedruckt wird, indem er zwischen einem Anpreßzylinder und einem Plattenzylinder hindurchgeführt wird, wobei Tinte von Tintenrollen auf den Plattenzylinder übertragen wird, und

wobei die Bogenzufuhr angehalten und der Druck der Tintenrollen und des Anpreßzylinders gelöst wird, wenn während des Druckvorgangs eine unregelmäßige Ausrichtung auftritt,

wobei das Verfahren zur Steuerung der Anlaufvorgänge bei der Tiefdruckpresse dadurch gekennzeichnet ist, daß die Tintenrollen angedrückt werden, wenn sich zu Beginn der Bogenzufuhr ein erster Bogen stromaufwärts der Zuführplatte befindet, daß der Anpreßzylinder angedrückt wird, wenn der erste Bogen stromabwärts der Zuführplatte angekommen ist, und daß der Zeitpunkt, zu dem die Tinte erstmalig den Spalt zwischen dem Plattenzylinder und dem Anpreßzylinder (Punkt B) erreicht, und der Zeitpunkt, zu dem der erste Bogen in diesen Spalt eingeführt wird, genau aufeinander abgestimmt sind.

2. Vorrichtung zur Steuerung der Anlaufvorgänge bei einer Tiefdruckpresse,

wobei ein Bogen (1) von einer stromaufwarts einer Zuführplatte (3) gelegenen Zuführeinrichtung (2) bezüglich der Zuführplatte weiter stromabwärts transportiert und der Bogen bedruckt wird, indem er zwischen einem Anpreßzylinder (5) und einem Plattenzylinder (8) hindurchgeführt wird, wobei Tinte von Tintenrollen (7a, 7b, 7c) auf den Plattenzylinder (8) übertragen wird,

mit einem ersten Anlauf-Sensor (S1) zum Erfassen des Vorhandenseins eines Bogens (1), wobei der erste Anlauf-Sensor stromaufwärts der Zuführplatte (3) angeordnet ist,

mit einem zweiten Anlauf-Sensor (S2) zum Erfassen des Vorhandenseins des Bogens (1), wobei sich der zweite Anlauf- Sensar stromabwärts der Zuführplatte (3) befindet,

mit einem Bogenfehler-Sensor (S3) zum Erfassen einer unregelmäßigen Ausrichtung, wobei der Bogenfehler-Sensor stromabwärts des zweiten Anlauf-Sensors (S2) angeordnet ist, und

mit einem Steuerschaltkreis (13),

wobei ein Anlauf-Befehl für die Tintenrollen (7a, 7b, 7c) erzeugt wird, wenn der erste Anlauf-Sensor (S1) zu Beginn der Bogenzufuhr den ersten sich stromaufwärts der Zuführplatte (3) befindlichen Bogen (1) erfaßt, wobei ein Anlauf- Befehl für den Anpreßzylinder (5) erzeugt wird, wenn der zweite Anlauf-Sensor (S2) den ersten Bogen (1) stromabwärts der Zuführplatte (3) erfaßt, und wobei ein Befehl zum Anhalten der Bogenzufuhr und ein Befehl zum Lösen des Anpreßdrucks für die Tintenrollen (7a, 7b, 7c) und den Anpreßzylinder (5) erzeugt wird, wenn der Bogenfehler-Sensor (S3) während des Druckvorgangs das Vorhandensein einer unregelmäßigen Ausrichtung erfaßt.







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