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Verfahren zur Herstellung von Kernen aus Permalloy. - Dokument DE69109794T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69109794T2 08.02.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0480265
Titel Verfahren zur Herstellung von Kernen aus Permalloy.
Anmelder Nippon Steel Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Iwayama, Kenzo, c/o Nippon Steel Corp., Technical, Kitakyushu City, Fukuoka Prefecture, JP;
Shimizu, Tsunehiro, c/o Nippon Steel Corporation, Hikari City, Yamaguchi Prefecture, JP;
Sumitomo, Hidehiko, c/o Nippon Steel Corporation, Hikari City, Yamaguchi Prefecture, JP;
Takashima, Kunihide, c/o Nippon Steel Co., Techn., Kitakyushu City, Fukuoka Prefecture, JP;
Amemura, Akira, c/o Nippon Steel Corporation, Tokyo, JP;
Tanaka, Osamu, c/o Nippon Steel Co., Techn., Kitakyushu City, Fukuoka Prefecture, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69109794
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 27.09.1991
EP-Aktenzeichen 911165470
EP-Offenlegungsdatum 15.04.1992
EP date of grant 17.05.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.1996
IPC-Hauptklasse C21D 1/70
IPC-Nebenklasse H01F 41/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kernen aus Permalloy (Ni-Fe-Legierung mit hoher Permeabilität).

Magnetische Ni-Fe-Legierungen mit hoher Permeabilität werden in großem Maße verwendet, um Magnetkerne für Anwendungen in elektrischen Schwachstrom-Ausrüstungen auszubilden. Die Kerne werden hergestellt durch Längsteilen des Permalloy- Breitbandes auf eine endgültige Breite und durch Wicklen des Bandes zu Wickelkernen oder durch die Schritte des Stanzens, Biegens und Ziehens von Kernblechen zu einer endgültigen Form. Nach einem Glühen bei 1 000 bis 1 300ºC, um innere Spannungen und Verunreinigungen zu beseitigen, wird das Material zu der betreffenden Vorrichtung zusammengefügt.

Die verarbeiteten Kernstücke werden zum Glühen im Ofen gestapelt. Die hohe Temperatur kann bewirken, daß die Kernstücke aneinander hängenbleiben oder an Berührungspunkten mit dem Metallgefäß zusammenbacken. Um dies z.B. bei Wickelkernen nach dem Längsteilen auf die vorgeschriebene endgültige Breite zu verhindern, werden die Kernbänder entfettet, in eine Aufschlämmung aus Wasser und Aluminium- oder Magnesiumoxid eingetaucht, getrocknet, zu einem vorbestimmten Durchmesser gewickelt und dann geglüht.

Nachdem bei der Herstellung von E- und I-Magnetkernen die Kerne ausgestanzt worden sind, wird die Stanzflüssigkeit entfernt, und die Kerne werden dann mit einem feinen Aluminiumoxid- oder Magnesiumoxid-Pulver beschichtet, um sie auf das Glühen vorzubereiten. Magnetische Abschirmmaterialien werden zuerst entfettet, gebogen und zu der vorgeschriebenen Form gezogen und dann mit einem Gluhtrennmittel an bestimmten Punkten beschichtet, um sie auf den Glühvorgang vorzubereiten.

Im Stand der Technik werden also die Kernstücke, z.B. Kernbänder für Wickelkerne, auf eine endgültige Breite längsgeteilt, entfettet, beschichtet, getrocknet und gewickelt, eine Reihe von Schritten, die für jeden einzelnen Kern ausgeführt werden muß, was äußerst zeitaufwendig und unrationell ist. Außerdem kann sich die Dicke der Beschichtung von Kern zu Kern oder von Stelle zu Stelle ändern, was leicht zu ungleichmäßigem Druck während des Wickelvorgangs führen und die magnetischen Eigenschaften des Endprodukts verschlechtern kann. Nachdem bei E- und I-Kernen und bei magnetischem Abschirmmaterial die kleinen Kerne ausgebildet worden sind, werden sie außerdem normalerweise einzeln entfettet, beschichtet und getrocknet, was in der Praxis eine sehr komplexe und unrationelle Aufgabe ist.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur rationellen Herstellung von Wickelkernen, E-Kernen, I-Kernen und anderen derartigen Magnetkernen aus Permalloy mit äußerst stabilen magnetischen Eigenschaften bereitzustellen.

Das Hauptmerkmal der Erfindung, das sie von herkömmlichen Verfahren unterscheidet, besteht darin, daß das Glühtrennmittel zu einer anderen Zeit aufgebracht wird. Insbesondere weist das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Permalloy-Kernen den Schritt des Aufbringens einer Glühtrennmittelschicht von 0,1 bis 50 um Dicke auf mindestens eine Oberfläche des breiten Permalloy-Bandes und die nachfolgenden Schritte auf, für die es zwei Arten des Aufbringens gibt, die nachstehend beschrieben werden.

Die Erfindung ist in den Ansprüchen 1 und 2 definiert. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Ansprüchen 3 bis 8 dargestellt.

Ein erstes Verfahren umfaßt die Schritte des Längsteilens des breiten Permalloy-Bandes auf eine endgültige Breite, gefolgt von Wickeln oder Stanzen, des Aufbringens eines zusätzlichen Glühtrennmittels, wie es erforderlich ist, um Oberflächenteile nach einem Biegen oder Ziehen, das erforderlich ist, abzutrennen, und des Glühens in einem Temperaturbereich von 1 000 bis 1 300ºC.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Permalloy-Kernen ermöglicht es, Wickelkerne, E-Kerne, I-Kerne und andere derartige Kerne effektiv herzustellen, wobei die Produkte sehr stabile magnetische Eigenschaften und als solche einen hohen Handelswert haben.

Im Stand der Technik wird das Glühtrennmittel aufgebracht, nachdem das Kernmaterial auf die endgültige Breite längsgeteilt worden ist. Das Merkmal des ersten erfindungsgemäßen Verfahrens besteht jedoch darin, daß, wenn die Bänder auf die endgültige Breite längsgeteilt werden, sie bereits mit dem Glühtrennmittel beschichtet worden sind, eine Anordnung, die, wie man festgestellt hat, eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt.

Zur Realisierung dieses ersten erfindungsgemäßen Verfahrens kann das Permalloy irgendeine Ni-Fe-Legierung sein. Zur Herstellung von Magnetkernen mit hoher Permeabilität und von magnetischen Abschirmmaterialien wird allerdings eine Ni- Fe-Legierung mit einem Nickelgehalt im Bereich von 40 bis 90% bevorzugt. Elemente wie Molybdän, Kupfer, Kobalt, Chrom, Mangan, Bor, Vanadium, Niob und Titan können hinzugefügt werden. Es besteht keine bestimmte Begrenzung für die Dicke des Permalloy-Bandes, die gewöhnlich von 0,01 mm bis 5,0 mm reicht. Ebenso besteht keine bestimmte Begrenzung für die Breite des Bandes, außer daß es eine solche Breite haben sollte, daß es in mehrere Bänder mit der endgültigen Breite längsgeteilt werden kann. In der Praxis gibt es einen großen Bereich von Breiten, und zwar von etwa 10 mm bis 1 200 min, meistens jedoch von 50 mm bis 700 mm.

Der Einfachheit halber wird das Band des Ausgangsbundes als Breitbundband bezeichnet. Die Glühtrennmittelschicht wird auf eine oder beide Oberflächen des Bandes aufgebracht.

Die Dicke der Schicht ist beschränkt auf 0,1 bis 50 um, weil die Schicht, wenn sie dünner ist als 0,1 um, keine ausreichende Trennung ermöglicht, während eine Dicke über 50 um eine deutliche Verringerung des Abstandsfaktors bewirkt. Es besteht keine besondere Beschränkung bei den Hauptbestandteilen der Glühtrennmittelschicht; es kann eine herkömmliche Zusammensetzung verwendet werden. Das Breitbundband wird in eine Lösung, die eine Suspension aus Wasser und einem feinen Pulver aus einer oder mehreren Substanzen ist, die z.B. aus Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Magnesiumhydroxid, Calciumoxid, Calciumhydroxid und Titanoxid ausgewählt ist bzw. sind, eingetaucht, wonach die Feuchtigkeit verdampft wird. Für Schmalband kann das in JP-A-63-121 670 offenbarte Verfahren verwendet werden, welches umfaßt Eintauchen des Bandes in eine Lösung, die aus mindestens einer Substanz besteht, die aus organisch-metallischen Verbindungen und deren Abbauprodukten ausgewählt ist, und anschließendes Trocknen des Bandes.

Eine Anwendungsmöglichkeit für Permalloy-Band sind Wickelkerne, die ausgebildet werden durch Längsteilen des Permalloys zu Bändern mit der endgültigen Nutzbreite, die von mehreren Millimetern bis zu mehreren Zentimetern reicht, Beschichten der Bänder mit einer Aufschlämmung aus feinem Aluminiumoxidpulver, Trocknen der Beschichtung, Wickeln der Bänder zu Bunden mit einem bestimmten Durchmesser, der von mehreren Millimetern bis zu mehreren Dezimetern reicht, und Glühen dieser Bunde.

Das Beschichten des Breitbandausgangsmaterials mit dem Glühtrennmittel gemäß dem ersten erfindungsgemäßen Verfahren verkürzt die Zeit, die erforderlich ist, um Wickelkerne herzustellen, weil nämlich, obwohl das Beschichten und Trocknen die Wickelgeschwindigkeit des herkömmlichen Verfahrens einschränkten, die Bänder erfindungsgemäß mit hoher Geschwindigkeit zu Kernen gewickelt werden können, nachdem die Bänder auf die endgültige Breite längsgeteilt worden sind. Dies beschleunigt den Arbeitsablauf, wobei u.a. ein Vorteil darin besteht, daß dies zu einer gleichmäßigen Beschichtungsdicke und einem gleichmäßigen Beschichtungsdruck führt, die es leichter machen, stabilere magnetische Eigenschaften zu erzielen, und es besteht wenig Abweichung beim Abstandsfaktor bzw. Füllfaktor.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit des Periualloy-ßandes sind E- und I-Kerne zur Verwendung in kleinen Transformatoren. Um diese auszubilden, wird das Permalloy in Bänder mit der endgültigen Nutzbreite, die von mehreren Millimetern bis zu mehreren Zentimetern reicht, längsgeteilt, die E- und I- Kernstücke werden gestantz dann mit einem feinen Pulver aus Al&sub2;O&sub3; o.dgl. als das Glühtrennmittel beschichtet, und die Kerne werden dann geglüht.

Durch die Herstellung von E- und I-Kernen aus Permalloy-Band, das mit dem Glühtrennmittel beschichtet worden ist, wird der schwierige, zeitaufwendige Vorgang des bekannten Verfahrens, zu dem das einzeln ausgeführte Aufbringen des Al&sub2;O&sub3;-Pulvers auf jedes der kleinen, ausgestanzten Kernstücke gehört, überflüssig. Stattdessen kann erfindungsgemäß das Stanzen und mechanische Stapeln der Kernstücke zwecks Glühens kontinuierlich implementiert werden, wodurch der Wirkungsgrad des Vorgangs stark erhöht wird.

Bei dem ersten erfindungsgemäßen Verfahren muß das Glühtrennmittel grundsätzlich nicht mehr unmittelbar vor dem Glühen aufgebracht werden. Ein wahlweise zusätzliches Glühtrennmittel kann jedoch aufgebracht werden, wenn ein Zusammenbacken der Schnitt- oder der Stanzkanten möglicherweise ein Problem ist. Im Vergleich zu dem bekannten Ablauf verursacht dieses zusätzliche Aufbringen des Glühtrennmittels weit weniger Arbeit.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist der Grund für die Festlegung einer unteren Grenze, nämlich 1 000ºC, als Glühtemperatur der, daß ein Spannungsabbau und eine Beseitigung von Verunreinigungen bei einer niedrigeren Temperatur nicht ausreichend ist, während Temperaturen über 1 300ºC das Permalloy weich machen wodurch es seine Festigkeit verliert. Deshalb ist ein Bereich von 1 000 bis 1 300ºC als Glühtemperatur festgelegt worden. Die Glühzeit beträgt normalerweise 1 bis 3 Stunden, kann jedoch bei hohen Temperaturen nur wenige Minuten erfordern.

Das Magnesiumhydroxid (Mg(OH)&sub2;), das als Hauptbestandteil des Glühtrennmittels des ersten erfindungsgemäßen Verfahrens festgelegt ist, vergrößert die Wirkung des Verfahrens. Der Grund, warum Mg(OH)&sub2; als Hauptbestandteil des Glühtrennmittels festgelegt worden ist, besteht darin, daß durch Hydrolyse während des Glühens MgO erzeugt wird, das gute Glühtrenneigenschaften hat, wobei die Schicht, die aus Mg(OH)&sub2; besteht, eine bessere Haftung am Permalloy aufweist als andere Trennmittel, z.B. Aluminiumoxid (Al&sub2;O&sub3;). Der wichtigste Grund für die Verwendung von Mg(OH)&sub2; besteht darin, daß es eine gute Festschmierstoffwirkung besitzt, so daß während des Längsteilens, des Stanzens, des Biegens und des Ziehens im Gegensatz zur schädlichen Abriebwirkung des Al&sub2;O&sub3;, das im allgemeinen verwendet wird, seine Schmierwirkung die Betriebslebensdauer von Werkzeugmaschinen verlängert und die Notwendigkeit zur Verwendung der üblichen Längsteilungs- und Stanzschmierflüssigkeiten verringert oder überflüssig macht. Das heißt, daß in bestimmten Fällen der Schritt des Abwaschens der Schmierflüssigkeiten nicht mehr erforderlich ist, was eine beträchtliche Wirkung mit sich bringt.

Die Beschichtung, die hauptsächlich aus Mg(OH)&sub2; besteht, kann in Form einer Aufschlämmung aus Wasser und Mg(OH)&sub2; aufgebracht werden. Eine geringe Menge eines feinen Pulvers einer Keramiksubstanz, z.B. MgO, Al&sub2;O&sub3;, CaCO&sub3;, kann hinzugefügt werden. Wahlweise kann bzw. können eines oder mehrere Mittel, die aus einem Bindemittel, einem Verdickungsmittel und einem Schaumverhütungsmittel ausgewählt sind, der Aufschlämmung hinzugefügt werden, um die Permalloy-Haftung, -Ausbreitung und weitere derartige Eigenschaften zu verbessern. Es ist insbesondere nützlich, die Haftung in den Fällen zu verbessern, wo Längsteilungs-, Stanz-, Biege- und Ziehvorgänge eine Reibungskraft auf die Oberfläche der Permalloy-Bandes ausüben, die ein Abtrennen der Beschichtung bewirkt.

Das Bindemittel sollte vorzugsweise eines sein, das für Keramikanwendungen entwickelt worden ist, und zwar mit so wenig organischen Bestandteilen wie möglich, und es sollte nur die Mindestmenge, die erforderlich ist, verwendet werden. Durch Hinzufügen einer großen Menge von Bindemittel wird die Viskosität erhöht, wobei die Ausbreitbarkeit verringert wird, und beim Glühvorgang gehen organische Bestandteile, die im Ni- Fe enthalten sind, als Verunreinigungen ein, wodurch sich die magnetischen Eigenschaften verschlechtern.

Es besteht keine bestimmte Beschränkung für die Zus ammensetzung des Bindemittels. Jede Substanz, die die erforderliche Funktion aufweist, kann als Hauptbestandteil verwendet werden, z.B. ein Acrylester-Copolymerharz in einer wasserlöslichen Emulsion oder ein Ethylenvinylacetat-Copolymerharz.

Im allgemeinen setzen sich in einer Aufschlämmung, die aus Wasser und Mg(OH)&sub2; oder aus Wasser, Mg(OH)&sub2; und MgO mit dem Zusatz einer kleinen Menge Bindemittel besteht, Feststoffe in der Aufschlämmung, z.B. das Mg(OH)&sub2; und das MgO, ab, wodurch sich die Ausbreitbarkeit verschlechtert. Dies kann in einem bedeutenden Maße verhindert werden, indem man eine kleine Menge eines Verdickungsmittels hinzufügt, um zu bewirken, daß die Aufschlämmung die richtige Viskosität behält. Das Hinzufügen von zu viel Verdickungsmittel kann ein Gelieren bewirken, wodurch die Ausbreitbarkeit deutlich herabgesetzt wird. Ein solches Verdickungsmittel kann aus einer Substanz bestehen, die eine smektische Struktur aufweist und hauptsächlich aus SiO&sub2; besteht; dieses ist jedoch nicht darauf beschränkt, und jede Substanz mit der oben beschriebenen Wirkung kann verwendet werden.

Die Hinzufügung eines Bindemittels ruft mitunter ein Schäumen in der Trennmittellösung hervor, was die Ausbreitbarkeit verringert. In den meisten Fällen kann dies gelöst werden, indem man kleine Mengen eines handelsüblichen Schaumverhütungsmittels hinzufügt.

Nachdem z.B. während der Herstellung von Wickelkernen das Permalloy-Band auf die endgültige Breite längsgeteilt worden ist, wird das Trennmittel aufgebracht und auf dem Band getrocknet, doch dieses Tauchverfahren erzeugt nicht immer eine Beschichtung mit der vorgeschriebenen gleichmäßigen Dicke. Eine Walzen- oder Querstangenauftragseinrichtung kann verwendet werden, um eine Beschichtung mit einer Dicke von 0,1 bis 50 um, vorzugsweise 0,5 bis 10 um, aufzubringen. Die Anwendung der Walzen- oder Querstangenauftragseinrichtung ist ein bekanntes Verfahren zum Aufbringen einer gleichmäßigen Beschichtung auf dünne Bandmaterialien und ist ebenfalls gut geeignet für die Aufgabe des ersten erfindungsgemäßen Verfahrens. Walzenauftragseinrichtungen sind geeignet für Bahndicken von 0,1 bis 5 mm und Querstangenauftragseinrichtungen für Dicken von 0,01 bis 0,1 mm.

Die aufgebrachte Aufschlämmung wird so lange getrocknet, bis der Wasseranteil verdampft ist und sie sich nicht klebrig anfühlt. Das Trocknen dauert bei 100ºC nicht lange und wird gewöhnlich kontinuierlich durchgeführt. Die Dicke der Beschichtung wird entsprechend der Dicke des Permalloy-Bandes und der beabsichtigten Anwendung gewählt, kann jedoch beim Aufbringen mit einer Walzen- oder Querstangenauftragseinrichtung im Bereich von 0,1 bis 50 um liegen, wobei eine 50-um-Beschichtung für dicke Bahnen und eine 0,1-um-Beschichtung für sehr dünne Bahnen geeignet ist. In der Praxis beträgt die Dicke normalerweise 0,5 bis 10 um.

Da die Beschichtung, die hauptsächlich aus Mg(OH)&sub2; besteht, Schmiereigenschaften hat, wie erwähnt, kann die Menge der Schmierflüssigkeit, die im allgemeinen für Längsteilungs-, Stanz-, Biege- und Ziehvorgänge verwendet wird, verringert oder weggelassen werden. Dies bedeutet auch, daß der Vorgang des Abwaschens der herkömmlichen Schmierflüssigkeit verkürzt oder überflüssig wird, was eine der Hauptwirkungen der Erfindung ist.

Wenn eine sehr dünne Beschichtung verwendet wird, kann das gesamte Glühtrennmittel oder ein Teil davon als Zwischenschichtisolierung verwendet werden, da das Glühen nicht zu einer großen Verminderung der Haftung führt.

Die Herstellung von Permalloy-Kernen mit dem ersten erfindungsgemäßen verfahren verbessert den Wirkungsgrad der Herstellung deutlich und führt zu Magnetkernen mit äußerst guten magnetischen Eigenschaften und Abstandsfaktoren.

Die vorstehende Beschreibung ist die Beschreibung des ersten erfindungsgemäßen Verfahrens.

Das zweite erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend beschrieben mit Bezug auf die Herstellung von Wickelkernen aus Permalloy-Breitband, das mit einem Glühtrennmittel beschichtet worden ist. Gemäß dem zweiten erfindungsgemäßen Verfahren werden die Wickelkerne ausgebildet durch Wickeln eines nichtlängsgeteilten Permalloy-Bandes, d.h. einem Permalloy-Bandes in seiner ganzen Breite, das mit einem Glühtrennmittel beschichtet worden ist, zu Bunden mit einem bestimmten Innendurchmesser und einer bestimmten Dicke. Eine weitere Verbesserung des Wirkungsgrads kann erreicht werden, indem dieser Wickelvorgang in der gleichen Produktionslinie angeordnet wird, die zum Aufbringen und Trocknen der Beschichtung verwendet wird. Es ist außerdem möglich, die Beschichtung aufzubringen und zu trocknen und die Bänder zu großen Ausgangsbunden zu wickeln, das Band dann danach abzuwickeln und es erneut zu wickeln, um Wickelkerne mit dem bestimmten Innendurchmesser und der bestimmten Dicke auszubilden.

Die derartig ausgebildeten Bunde werden auf die endgültige Breite der Wickelkerne längsgeteilt. Im Vergleich zu dem herkömmlichen Verfahren, bei dem das Band für jeden Wickelkern einzeln beschichtet, getrocknet und gewickelt wird, gibt es weit weniger Schwankungen zwischen den endbearbeiteten Wickelkernen, die nach dem zweiten erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden sind, welches umfaßt: gleichmäßiges Beschichten eines gesamten Bundes aus Breitbandmaterial, Wickeln des Breitbandes Tait einem konstanten Druck und anschließendes Längsteilen des gewickelten Bandes in Abschnitte, um die einzelnen Wickelkerne auszubilden. Längsteilungsverfahren unterscheiden sich nach dem Durchmesser des Kerns und der beabsichtigten Anwendung und umfassen schnelle Feinzahnrotationslängsteilungseinrichtungen, Sägen und Laserstrahltrenneinrichtungen. Man achte darauf, daß man das Band nicht dort trennt, wo es durchhängt. Die Schmiereigenschaften der Hauptbestandteile der Beschichtung Mg(OH)&sub2; treten in den Vordergrund, wenn eine Säge verwendet wird. Die Wickelkerne werden dann in ihrer endgültigen Form geglüht. An diesem Punkt kann das Glühtrennmittel wahlweise dort verwendet werden, wo Oberflächenabschnitte mit Metallglanz an den Schnittkanten freiliegen. Diese zusätzliche Anwendung ist sehr einfach im Vergleich zu der herkömmlichen Anordnung. Das Glühen findet bei einer Temperatur von 1000 bis 1 300ºC für eine Dauer von 1 bis 3 Stunden statt.

Die Herstellung der Bunde, die zu einem bestimmten Durchmesser und zu einer bestimmten Dicke zum Trennen in Abschnitte gewickelt sind, wird nachstehend beschrieben. Es gibt zwei Verfahren. Beim ersten Verfahren werden die Kerne auf der gleichen Produktionslinie gewickelt, die auch verwendet Wird um die Beschichtung aufzubringen, und beim zweiten Verfahren wird das Band zu Ausgangsbunden mit großem Durchmesser gewalzt und dann abgewickelt und zu Kernen gewickelt. Die Beschichtung, die bei dem zweiten Verfahren verwendet wird, muß eine stärkere Haftung haben, als die Beschichtung, die beim ersten Verfahren verwendet wird. Dies kann erreicht werden durch Hinzufügen einer kleinen Menge von Bindemittel. Es ist günstig, ein Bindemittel zu verwenden, das einen sehr geringen organischen Anteil hat, dessen größter Teil im Laufe des Glühvorgangs beseitigt wird. Ein Bindemittel, das für Keramikanwendung entwickelt worden ist, kann verwendet werden, z.B. eines, das hauptsächlich aus einem Acrylester-Copolymerharz in einer wasserlöslichen Emulsion oder einem Ethylenvinylacetat-Copolyinerharz besteht, aber dieses ist nicht darauf beschränkt, da jede Substanz, die die oben beschriebene erforderliche Wirkung hat, verwendet werden kann.

Bei einer Aufschlämmung aus feinem Keramikpulver kann die Ausbreitbarkeit nachteiligt beeinflußt werden, wenn die Feststoffe in der Aufschlämmung sich absetzen. Dies kann verhindert werden durch Hinzufügen einer kleinen Menge eines Verdickungsmittels. Das Verdickungsmittel kann bestehen aus einer Substanz, die eine smektische Struktur aufweist und hauptsächlich aus SiO&sub2; besteht. Dieses ist jedoch nicht darauf beschränkt, und jede Substanz mit der oben beschriebenen Wirkung kann verwendet werden. Das Hinzufügen eines Bindemittels führt mitunter zu einem Schäumen in der Trennmittellö- sung, wodurch die Ausbreitbarkeit verringert wird. In den meisten Fällen kann dies gelöst werden durch Hinzufügen von kleinen Mengen eines handelsüblichen Schaumverhütungsmittels.

Durch die erfindungsgemäße Herstellung von Permalloy- Kernen wird die Produktivität verbessert, und es werden Permalloy-Wickelkerne mit ausgezeichneter Qualität bereitgestellt.

Der Wirkungsgrad des ersten und des zweiten erfindungsgemäßen Verfahrens wird nachstehend mit Bezug auf die folgenden Beispiele beschrieben.

Beispiel 1

PC-Permalloy, das aus 77,0% Ni, 3,6 Cu, 4,3% Mo, 0,007% C, 0,4% Si, 0,6% Mn und im übrigen aus Fe und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, wurde kaltgewalzt, um Bunde aus breitem Permalloy-Blech mit einer Breite von 350 mm und einer Dicke von 0,1 mm auszubilden. Diese Bunde wurden in Typ (1) und (2) eingeteilt. Typ (1) sind Bunde mit einer endgültigen Breite von 10 mm, die durch erfindungsgemäßes Längsteilen des Permalloy-Breitbandes hergestellt worden sind. Nach Entfetten mit Trichlorethylen wurden das Schmalbandbund (1) und das Breitbandbund (2) in eine Aufschlämmung aus destilliertem Wasser und Aluminiumoxidpulver mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 0,2 um eingetaucht und dann beim Durchlauf durch einen Ofen bei 150ºC getrocknet. An diesem Punkt betrug die Dicke der aufgebrachten Beschichtung in beiden Fällen etwa 5 um, aber bei den Schmalbandbunden (1) war eine Schwankung der Dicke über die Breite vorhanden, wobei die Dicke im mittleren Abschnitt 4,5 bis 5,5 um betrug, während die Dicke an den Rändern 5 bis 15 um betrug. Während beim Breitbandbund (2) die Dicke direkt an den Rändern von 5 bis 15 um betrug, betrug die Dicke in den meisten mittleren Abschnitten 4,5 bis 5,5 um. Die Schmalbandbunde (1) bildeten eine Gesamtmenge von 30 Wickelkernen, jeder 50 Wicklungen dick und mit einem Innendurchmesser von 40 mm, und diese Kerne wurden geglüht. Ein Längsteilungseinrichtung wurde verwendet, um das Material des Breitbandbundes (2) in Bänder von 10 mm Breite zu trennen, die verwendet worden sind, um 30 Wickelkerne auszubilden, jeder 50 Wicklungen dick und mit einem Innendurchmesser von 40 mm, und diese Kerne wurden geglüht. Die Wickelkerne, die aus den Schmalbandbunden (1) und dem Breitbandbund (2) hergestellt worden sind, wurden für eine Dauer von 30 min bei 1150ºC in einem Strom von trockenem Wasserstoff geglüht. Die magnetischen Eigenschaften und der Außendurchmesser (der Auswirkungen auf den Abstandsfaktor hat) wurden gemessen und in Tabelle 1 eingetragen.

Aus den in Tabelle 1 aufgeführten Ergebnissen kann man erkennen, daß die Wickelkerne, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden sind, sehr stabile magnetische Eigenschaften und einen ausgezeichneten Abstandsfaktor (Füllfaktor) aufweisen.

Tabelle 1
effektive relative Permeabilität (im Durchschnitt bei 30 Kernen) und Schwankungen (bei 1 kHz) Außendurchmesser (mm) (Min. - Max.) bekanntes Verfahren erfindungsgemäßes Verfahren

Beispiel 2

PCS-Permalloy, das aus 79,3% Ni, 5,1% Mo, 0,003% C, 0,33% Si, 0,9% Mn, 0,0004% S, 0,002% P, 0,0007% N und im übrigen aus Fe und unvermeidbaren Verunreinigungen besteht, wurde kaltgewalzt, um Permalloy-Breitband mit einer Breite von 250 mm und einer Dicke von 0,01 mm auszubilden. Nach Entfetten mit Trichlorethylen wurde eine Beschichtung mit einer Dicke von 3 um, die hauptsächlich aus Magnesiumhydroxid bestand, auf jede Oberfläche des Blechbandes nach dem folgenden Verfahren aufgebracht. 150 g hochaktives Magnesiumhydroxid mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 0,1 um wurde in 5 l destilliertes Wasser gemischt, und das Gemisch wurde für die Dauer von 30 min bei Zimmertemperatur kräftig gerührt. Danach wurde eine kleine Nenge eines Bindemittels, das aus Acrylester-Copolymerharz in einer wasserlöslichen Emulsion bestand, das für Keramikanwendungen entwickelt worden ist, dem Gemisch hinzugefügt, und zwar zusammen mit einer kleinen Menge eines smektischen Verdickungsmittels, das hauptsächlich aus SiO&sub2; bestand, und das Gemisch wurde für die Dauer von weiteren 30 min gerührt. Die resultierende Aufschlämmung wurde dann mit einer Gummi-Querstangen-Auftragseinrichtung auf das Band aufgebracht und dann in einem Ofen bei 150ºC getrocknet, um Permalloy- Blech mit einer Glühtrennmittelbeschichtung auszubilden, die hauptsächlich aus Mg(OH)&sub2; bestand und eine hohe Haftung bot. Das Blech wurde dann in Bänder mit einer Breite von 15 mm, nämlich der endgültigen Breite, längsgeteilt, und eine schnelle automatische Wickelmaschine wurde dann verwendet, um die Bänder zu Wickelkernen mit einer Dicke von 100 Wicklungen und einem Innendurchmesser von 50 mm zu wickeln. Feines Al&sub2;O&sub3;- Pulver wurde dann über die Schnittkanten der Kerne verteilt, die dann für die Dauer von 2 h bei 1 100ºC vakuumgeglüht wurden. Die derartig hergestellten zehn Wickelkerne hatten bei 1 kHz eine durchschnittliche effektive relative Permeabilität von 47 500.

Bei dem bekannten Verfahren, bei dem das Glühtrennmittel auf die Bänder, die bereits auf die endgültige Breite längsgeteilt worden sind, aufgebracht und auf ihnen getrocknet wird, läßt es die Ungleichmäßigkeit der Beschichtungsdicke nicht zu, eine schnelle automatische Wickeleinrichtung zu verwenden, um das Band auf zuwickeln. Beim erfindungsgemäßen Verfahren gibt es jedoch ein solches Problem nicht, das Wickeln verläuft reibungslos.

Beispiel 3

PC-Permalloy, das aus 77,5% Ni, 3,4% Cu, 4,4% Mo, 0,008% C, 0,2% Si, 0,5% Mn und im übrigen aus Fe und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, wurde kaltgewalzt, um Permalloy-Breitbandbunde mit einer Breite von 400 mm und einer Dicke von 0,25 mm auszubilden. Diese Breitbandbunde wurden in einen Typ (3) und einen Typ (4) eingeteilt. Das Band des Typs (3) wurde mit einem herkömmlichen Verfahren in Bänder längsgeteilt, die eine endgültige Breite von 20 mm hatten. E- und I-Kernstücke wurden aus diesen Bändern ausgestanzt, mit Trichlorethylen entfettet und mit Aluminiumoxidpulver mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 0,3 um beschichtet. Das Breitband des Typs (4) wurde mit Trichlorethylen entfettet und in einen Tank mit einer Zr(OC&sub4;H&sub2;)&sub4;-Lösung mit 5 Gew.-% Butylacetat eingetaucht und dann durch einen Trocknungsofen befördert. Dieser Bearbeitungszyklus wurde mehrere Male wiederholt, um eine Oberflächenbeschichtung mit einer Dicke von 3 um auszubilden. Das Band wurde dann auf Breiten zu 20 mm längsgeteilt, aus denen E- und I-Kernstücke ausgestanzt wurden.

100 kg Kerne, die aus jedem der Typen (3) und (4) auf diese Weise hergestellt worden waren, wurden dann für die Dauer von einer Stunde bei 1120ºC in einem Strom von trockenem Wasserstoff geglüht. In Tabelle 2 sind die für die Herstellung der Kerne erforderliche Zeit (im Vergleich zu der Zeit, die vom Breitband bis zum Glühen erforderlich ist) und die magnetischen Eigenschaften (Messungen wurden mit Gruppen von vier hohlen, rechteckigen Probestücken durchgeführte die aus jedem Band mit endgültiger Breite gestanzt worden sind; die Probestücke waren 20 mm × 20 mm groß, so daß die Bandrandabschnitte eingeschlossen waren, und hatten Mittellöcher, die 12 mm × 12 mm groß waren) dargestellt. Wie Tabelle 2 zeigt, braucht man mit dem erfindungsgemäßen Verfahren weniger Zeit, um die Kerne herzustellen, im Vergleich zu der Zeit, die bei den herkömmlichen Verfahren erforderlich ist, und es gab weniger Schwankungen bei den Kernen.

Tabelle 2
Verfahren erforderliche Zeit (h) (im Vergleich) durchschnittliche Anfangspermeabilität und Schwankungen bekanntes Verfahren erfindungsgemäßes Verfahren Breitband - Längsteilen - Stanzen - Entfetten - Al&sub2;O&sub3; - Aufbringen Breitband - Entfetten - Tauchen/Trocknen - Längsteilen - Stanzen

Beispiel 4

PCS-Permalloy, das aus 79,5% Ni, 5,0% Mo, 0,004% C, 0,24% Si, 0,8% Mn, 0,0003% S, 0,001% P, 0,0005% N und im übrigen aus Fe und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, wurde kaltgewalzt, um breites Permalloy-Blech in Form von Bunden mit einer Breite von 250 mm und einer Dicke von 0,35 mm auszubilden. Dieses Breitbandbund wurde in einen Typ (5) und einen Typ (6) eingeteilt. Das Material des Typs (5) entspricht dem Band, das nach dem herkömmlichen Verfahren hergestellt worden ist, und wurde verwendet, um geglühte Proben mit dem gleichen Verfahren herzustellen, das auch für das Band des Typs (3) gemäß Beispiel 3 verwendet worden ist. Das Breitbandbund des Typs (6) wurde mit Trichlorethylen entfettet, und eine Beschichtung von etwa 2 um Dicke, die hauptsächlich aus Magnesiumhydroxid bestand, wurde auf jede Oberfläche des Bandes mit dem folgenden Verfahren aufgebracht. 150 g hochaktives Magnesiumhydroxid mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 0,1 um wurde in 5 l destilliertes Wasser gemischt, und das Gemisch wurde für die Dauer von 20 min bei Raumtemperatur kräftig gerührt. Eine kleine Menge eines Bindemittels, das aus Acrylester-Copolymerharz in einer wasserlöslichen Emulsion besteht, das für Keramikanwendungen entwickelt worden ist, wurde dann dem Gemisch hinzugefügt, und zwar zusammen mit einer kleinen Menge eines smektischen Verdickungsmittels, das hauptsächlich aus SiO&sub2; bestand, und das Gemisch wurde für die Dauer von weiteren 30 min gerührt. Die resultierende Aufschlämmung wurde dann mit einer Gummiwalzen-Auftragungseinrichtung aufgebracht und dann in einem Ofen bei 250ºC getrocknet, um Permalloy-Bahnmaterial mit einer Glühtrennmittelbeschichtung auszubilden, die hauptsächlich aus Mg(OH)&sub2; bestand und eine hohe Haftung bot. Eine Rundzahn-Längsteilungseinrichtung wurde dann verwendet, um das derartig hergestellte Breitband in Bänder mit einer Breite von 20 mm, nämlich der endgültigen Breite, zu trennen, und E- und I-Kerne wurden aus diesen Bändern ausgestanzt. Längsteilungs- oder Stanzflüssigkeit ist nicht erforderlich, so daß der nachfolgende Entfettungsvorgang weggelassen werden kann. 100 kg E- und I-Kerne, die auf diese Weise aus jedem der Typen (5) und (6) hergestellt worden sind, wurden dann für die Dauer von 3 Stunden bei 1 100ºC vakuumgeglüht. Auch nach dem Glühen wies bei den Kernen, die aus dem Band des Typs (6) hergestellt worden waren, die Beschichtung eine bestimmte Haftung auf, so daß die Kerne so installiert werden konnten, wie sie waren; somit kann die Beschichtung als Zwischenschichtisolierung fungieren.

Tabelle 3 zeigt gemessene Werte, die nach dem gleichen Verfahren, das auch im Beispiel 3 verwendet worden ist, ermittelt worden sind.

Tabelle 3
Verfahren erforderliche Zeit (h) (im Vergleich) durchschnittliche Anfangspermeabilität mit Schwankungen bekanntes Verfahren erfindungsgemäßes Verfahren Breitband - Längsteilen - Stanzen - Entfetten - Al&sub2;O&sub3; - Aufbringen Breitband - Entfetten - Mg(OH)&sub2;-Beschichten/Trocknen - Längsteilen - Stanzen

Beispiel 5

PB-Permalloy, das aus 45% Ni, 0,013% C, 0,3% Si, 0,5% Mn, 0,0005% S und im übrigen aus Fe und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, wurde kaltgewalzt, um Permalloy- Breitband mit einer Breite von 250 mm und einer Dicke von 0,1 mm auszubilden. Diese breiten Bunde wurden in Typen (7) bis (10) eingeteilt. Der Typ (7) wurde gemäß dem herkömmlichen Verfahren längsgeteilt, um Bänder mit einer endgültigen Breite von 8 mm auszubilden, und nach dem Entfetten mit Trichlorethylen wurden die Bänder in eine Aufschlämmung getaucht, die aus destilliertem Wasser und Aluminiumoxidpulver mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 0,5 um bestand, mittels einer schnellen Rühreinrichtung gründlich gemischt und dann beim Durchlauf durch einen Ofen bei 180ºC getrocknet, wobei eine Beschichtung mit einer Dicke von 3 um ausgebildet wurde. 20 herkömmliche Wickelkerne wurden dann hergestellt, indem diese Bänder zwanzigmal auf eine Spule mit einem Durchmesser von 30 mm gewickelt wurden.

Die Breitbandbunde (8), (9) und (10), die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden sind, wurden entfettet, in ihrer ursprünglichen Breite in die gleiche Aluminiumoxidaufschlämmung getaucht, die für den Typ (7) verwendet worden ist, und wurden nach dem Trocknungsschritt, bei dem eine Beschichtung von 3 um ausgebildet worden ist, jeweils zwanzigmal auf eine lange Spule mit einem Durchmesser von 30 mm gewickelt. Die gewickelten Bunde wurden dann jeweils in Abschnitte von 8 mm Länge getrennt, und zwar unter Verwendung einer schnellen Trenneinrichtung bei Typ (8), einer Feinzahnsäge bei Typ (9) und einer Laserstrahltrenneinrichtung bei Typ (10), wodurch 20 Wickelkerne pro Spule hergestelt wurden, und diese Kerne wurden für die Dauer von drei Stunden bei 1 100ºC in einem Strom von trockenem Wasserstoff geglüht. In Tabelle 4 sind die bis zum Glühen erforderliche Zeit und die magnetischen Eigenschaften in bezug auf jeden Typ aufgeführt. Wie Tabelle 4 zeigt, braucht man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur die Hälfte der Zeit, um die Kerne herzustellen, im Vergleich zu der Zeit, die bei dem herkömmlichen Verfahren erforderlich ist, und die Kerne hatten eine bessere Qualität mit weniger Abweichungen.

Tabelle 4
Verfahren erforderliche Zeit (h) (im Vergleich) durchschnittliche Anfangspermeabilität und Schwankungen (bei 1 kHz) bekanntes Verfahren erfindungsgemäßes Verfahren Breitband - Längsteilen - Entfetten - Al&sub2;O&sub3; - Aufbringen/Trocknen - Wickeln Breitband - Entfetten - Al&sub2;O&sub3; - Aufbringen/Trocknen - Wickeln in voller Breite - Trennen mit schneller Trenneinrichtung Trennen mit Säge Trennen mit Laserstrahltrenneinrichtung

Beispiel 6

PC-Permalloy, das aus 77,5% Ni, 3,4% Cu, 4,4% Mo, 0,008% C, 0,2% Si, 0,5% Mn und im übrigen aus Fe und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, wurde kaltgewalzt, um Permalloy-Breitbandbunde (11) und (12), jedes 400 mm breit und 0,1 mm dick, auszubilden. Der Typ (11) wurde längsgeteilt, um Bänder mit einer Breite von 20 min, nämlich der endgültigen Breite, auszubilden. Nach dem Entfetten mit Trichlorethylen wurden das Schmalbandbund (11) und das Breitbandbund (12) in einen Behälter mit einer Zr(OC&sub4;H&sub2;)&sub4;-Lösung mit 5 Gew.-% Butylacetat getaucht und dann in einem Ofen getrocknet. Dieser Bearbeitungszyklus wurde mehrere Male wiederholt, um eine Oberflächenbeschichtung mit einer Dicke von 2,5 um auszubilden.

Die Bänder (11) wurden dann aufgewickelt, um 15 Wickelkerne jeweils mit einer Dicke von 8 mm und einem Innendurchmesser von 50 mm auszubilden. Das Band (12) wurde in seiner vollen Breite zu einem Innendurchmesser von 50 mm und einer Dicke von 8 mm gewickelt und wurde dann unter Verwendung einer schnellen Trenneinrichtung in Abschnitte von 20 mm Länge getrennt, so daß 15 endbearbeitete Wickelkerne entstanden. Al&sub2;O&sub3;-Pulver wurde über die Schnittkanten der Kerne verteilt, die dann zusammen mit den Kernen (11) für die Dauer von zwei Stunden bei 1150ºC in einem Wasserstoffstrom geglüht wurden. In Tabelle 5 sind die bis zum Glühe erforderliche Zeit und die magnetischen Eigenschaften aufgeführt. Die Ergebnisse, die in Tabelle 5 dargestellt sind, zeigen, daß das erfindungsgemäße Verfahren die rationelle Herstellung von Kernen mit guten magnetischen Eigenschaften ermöglicht.

Tabelle 5
Verfahren erforderliche Zeit (h) (im Vergleich) durchschnittliche Anfangspermeabilität und Schwankungen bekanntes Verfahren erfindungsgemäßes Verfahren Breitband - Längsteilen - Entfetten - Tauchen in Behälter mit 5 Gew.-% Butyl - acetatlösung/Trockenen - Wickeln Breitband - Längsteilen - Entfetten - Tauchen in Behälter mit 5 Gew.-% Butylacetatlösung/-Trocknen - Wickeln in voller Breite - Trennen mit schneller Trenneinrichtung

Beispiel 7

PCS-Permalloy, das aus 79,5% Ni, 5,0% Mo, 0,004% C, 0,24% Si, 0,8% Mn, 0,0003% S, 0,001% P, 0,0005% N und im übrigen aus Fe und unvermeidlichen Verunreinigungen besteht, wurde kaltgewalzt, um ein Permalloy-Breitbandbund mit einer Breite von 300 mm und einer Dicke von 0,05 min auszubilden. In seiner ursprünglichen Breite wurde das Band mit Trichlorethylen entfettet, und eine Beschichtung mit einer Dicke von etwa 2 um, die hauptsächlich aus Magnesiumhydroxid bestand, wurde auf jede Oberfläche des Bandes in dem folgenden Verfahren aufgebracht. 150 g hochaktives Magnesiumhydroxid mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 0,1 um wurde in 5 l destilliertes Wasser gemischt, und das Gemisch wurde für die Dauer von 20 min bei Raumtemperatur stark gerührt. Eine kleine Menge eines Bindemittels, das aus Acrylester-Copolymerharz in einer wasserlöslichen Emulsion für Keramikanwendungen bestand, wurde dann dem Gemisch hinzugefügt, und zwar zusaiunen mit einer kleinen Menge eines smektischen Verdickungsmittels, das hauptsächlich aus SiO&sub2; bestand, und das Gemisch wurde für die Dauer von weiteren 30 min gerührt. Die resultierende Aufschlämmung wurde dann mit einer -Gummiwalzen- Auftragseinrichtung auf das Blech aufgebracht und dann in einem Ofen bei 200ºC getrocknet, um Permalloy-Bunde mit großem Durchmesser und mit einer Glühtrennmittelbeschichtung auszubilden, die hauptsächlich aus Mg(OH)&sub2; bestand und eine hohe Haftung bot. Die Bunde wurden dann wieder auf Spulen gewickelt, um zwei Rollen auszubilden, eine mit einem Durchmesser von 300 mm und einer Dicke von 3 mm und die andere mit einem Durchmesser von 100 mm und einer Dicke von 3 mm. Eine Laserstrahltrenneinrichtung wurde dann verwendet, um die Bunde in Abschnitte mit einer Breite von 8 mm zu trennen. Al&sub2;O&sub3;-Pulver wurde über die Schnittkanten der Kerne verteilt, die dann für die Dauer von einer Stunde bei 1150ºC vakuumgeglüht wurden. Die derartig hergestellten Wickelkerne hatten bei 1 kHz eine durchschnittliche effektive relative Permeabilität von 48 000 bis 52 000, die über dem JIS-Standard (40 000 oder darüber) lag.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Herstellung von Permalloy-Kernen mit den Schritten:

Aufbringen einer Glühtrennmittelbeschichtung mit einer Dicke von 0,1 bis 50 um auf mindestens eine Oberfläche eines Permalloy-Breitbandes;

Längsteilen des Permalloy-Breitbandes auf eine endgültige Breite;

Wickeln oder Stanzen des Bandes mit der endgültigen Breite;

Glühen bei einer Temperatur im Bereich von 1 000 bis 1 300ºC.

2. Verfahren zur Herstellung eines Permalloy-Wickelkerns mit den Schritten:

Aufbringen einer Glühtrennmittelbeschichtung mit einer Dicke von 0,1 bis 50 um auf mindestens eine Oberfläche eines Permalloy-Breitbandes;

Wickeln des Permalloy-Bandes in seiner ganzen Breite, um einen Kern mit einem vorgeschriebenen endgültigen Innendurchmesser und einer vorgeschriebenen endgültigen Dicke auszubilden;

Längsteilen des Kerns, um Wickelkerne mit einer endgültigen Breite auszubilden;

Glühen bei einer Temperatur im Bereich von 1 000 bis 1 300ºC.

3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das gewickelte oder gestanzte Band gebogen oder gezogen wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Glühen durchgeführt wird, nachdem das Glühtrennmittel auf die Schnittflächen des Bandes aufgebracht worden ist.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem der Hauptbestandteil der Glühtrennmittelbeschichtung Magnesiumhydroxid (Mg(OH)&sub2;) ist.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, das ferner das Aufbringen eines Glühtrennmittel-Beschichtungsmittels umfaßt, das aus einer Aufschlämmung aus Wasser, Ng(OH)&sub2; und MgO besteht, zu der ein Bindemittel, ein Verdickungsmittel und/oder ein Schaumverhütungsmittel hinzugefügt worden ist.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem eine Walzen- oder Querstangenauftragseinrichtung verwendet wird, um die Glühtrennmittel-Beschichtungslösung auf das Permalloy-Band aufzubringen, und die Beschichtungslösung getrocknet wird, um eine Beschichtung mit einer Dicke im Bereich von 0,1 bis 50 um und vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 10 um auszubilden.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem das gesamte oder ein Teil des Glühtrennmittels, das nach dem Glühen an der Oberfläche haftet, als eine Zwischenlagenisolierschicht verwendet wird.







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