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Dokumentenidentifikation DE4429546A1 22.02.1996
Titel Stufenwechselgetriebe mit schaltbarer Vorgelegewelle
Anmelder ZF Friedrichshafen AG, 88046 Friedrichshafen, DE
Erfinder Hoyer, Herbert, 88085 Langenargen, DE
DE-Anmeldedatum 19.08.1994
DE-Aktenzeichen 4429546
Offenlegungstag 22.02.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.1996
IPC-Hauptklasse F16H 3/16
Zusammenfassung Vorgestellt wird ein mehrgängiges Stufenwechselgetriebe (2) mit einer Eingangswelle (12) und einer in axialer Verlängerung der Eingangswelle (12) angeordneten Hauptwelle (16), die die Ausgangswelle des Getriebes darstellt. Parallel zur Eingangswelle (12) und zur Hauptwelle (16) ist eine Vorgelegewelle (24, 26) angeordnet, wobei Eingangswelle (12), Hauptwelle (16) und Vorgelegewelle (24, 26) Zahnräder aufweisen, die miteinander in Eingriff stehen und Übersetzungsstufen des Getriebes (2) bilden. Die Vorgelegewelle (24, 26) ist geteilt und das Getriebe (2) weist Mittel zur wahlweisen Verbindung der beiden Teile der Vorgelegewelle (24, 26) auf. Hauptwelle (16) und ein Teil (24) der Vorgelegewelle sind in einer Zwischenwand (8) des Getriebes (2) gelagert. In den normalen Vorwärtsgängen bleibt der zweite Teil (26) der Vorgelegewelle abgekoppelt und dreht nicht mit. Die zu synchronisierenden Massen werden verringert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Aus der ZF-Firmenschrift F 43541/RT 3426 ist ein mehrgängiges Stufenwechselgetriebe bekannt. Es weist eine Eingangswelle und eine in axialer Verlängerung der Eingangswelle angeordnete Hauptwelle auf, die auch die Ausgangswelle des Getriebes darstellt. Parallel zur Eingangswelle und zur Hauptwelle ist eine Vorgelegewelle angeordnet, wobei Eingangswelle, Hauptwelle und Vorgelegewelle Zahnräder aufweisen, die miteinander in Eingriff stehen und Übersetzungsstufen des Getriebes bilden.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, ein Getriebe mit vergrößerter Gangstufenzahl zu schaffen.

In üblicher Form läßt sich die Zahl der Gangstufen durch Hinzufügen eines weiteren Zahnradpaares erreichen. Dies führt zu einer erhöhten Durchbiegung der Wellen durch das zusätzliche Radpaar. Soll dabei das Getriebeeingangsmoment erhöht und die Übersetzung des ersten Ganges angehoben werden, führt dies zwangsläufig zu einer Vergrößerung des Achsabstandes. Dies zieht jedoch eine Vergrößerung der Durchmesser der Zahnräder nach sich, verbunden mit einer Erhöhung ihrer Massenträgheitsmomente. Dies führt in Folge zu einer Vergrößerung der zu synchronisierenden Massen, was sich als Einbuße in der Bedienbarkeit der Schaltung bemerkbar macht. Eine Vergrößerung des Achsabstandes führt auch zu einer zunehmenden Geräuschbelastung in Form von Getrieberasseln.

Die gestellte Aufgabe wird durch ein Getriebe mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird die Vorgelegewelle zweigeteilt ausgeführt. Dabei weist der erste Teil der Vorgelegewelle die Zahnräder für die Vorwärtsgangstufen auf, während der zweite Teil der Vorgelegewelle die Zahnräder für eine Rückwärtsgangübersetzung und eine Kriechgangübersetzung aufweist. Beim Betrieb der Vorwärtsgangstufen steht der zweite Teil der Vorgelegewelle still und muß auch nicht mitsynchronisiert werden.

Die Hauptwelle ist in ihrem Mittenbereich durch ein weiteres Lager in einer Zwischenwand des Getriebegehäuses gelagert, wodurch sich die Durchbiegung der Hauptwelle gering halten läßt. Ebenfalls ist in einem zweiten Lager in der Zwischenwand der erste Teil der Vorgelegewelle gelagert. Zur Schaltung von Rückwärtsgangübersetzung und Kriechgangübersetzung werden die beiden Teile der Vorgelegewelle miteinander verbunden. Dies geschieht vorteilhafterweise während der Wählbewegung mit dem Schalthebel, bei der der Fahrer durch Verschieben des Schalthebels in der Wählgasse die gewünschte Schaltgasse auswählt. Vorzugsweise liegt die Schaltgasse für die Rückwärtsgangübersetzung und die Kriechgangübersetzung in der Schaltkulisse ganz links neben der Schaltgasse für den ersten und zweiten Vorwärtsgang. Bewegt der Fahrer den Schalthebel aus der Schaltgasse für den ersten und zweiten Vorwärtsgang nach links in die Schaltgasse für Rückwärtsgang und Kriechgang, so wird über geeignete Mittel während des Gassensprunges die Verbindung zwischen den beiden Teilen der Vorgelegewelle hergestellt.

Für die Umsetzung der Wählbewegung in die Verbindung der beiden Teile der Vorgelegewelle sind verschiedene Mittel anwendbar. Vorzugsweise wird die Umsetzung durch mechanische Elemente in der Schaltung gewährleistet, sie kann jedoch auch pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch erzielt werden.

Bei einer vorzugsweise anzuwendenden Verbindung der beiden Vorgelegewellenteile durch eine mechanische Einrichtung wird der Schalthebel über eine bestimmte Strecke zwischen den beiden Schaltgassen Rückwärts-/Kriechgang und erster/zweiter Gang bewegt und dabei die Schaltwelle über einen bestimmten Winkel gedreht. Auf der Schaltwelle ist ein Bauteil angeordnet, das eine Kulisse und ein Kegelradsegment aufweist. Dieses Bauteil ist verdrehfest mit der Schaltwelle verbunden, aber in Längsrichtung auf der Schaltwelle beweglich. In die Kulisse greift ein Zapfen eines weiteren Bauteils ein. Über eine Kreisbogenverzahnung, die an diesem Bauteil rechtwinklig zur Längsrichtung des Zapfens angeordnet ist, steht dieses Bauteil mit einer Verzahnung an einer Schaltschiene in Eingriff. Die Schaltschiene verbindet über eine Schaltschwinge und eine durch die Schaltschwinge betätigte Synchronisiereinrichtung die beiden Teile der Vorgelegewelle. An dem weiteren Bauteil ist ebenfalls ein Kegelradsegment vorgesehen, dessen Verzahnung der Verzahnung des Kegelradsegments an dem anderen Bauteil gegenüberliegt.

Die Kulisse ist so ausgebildet, daß der in der Kulisse geführte Zapfen die Verdrehung der Schaltwelle in eine Längsbewegung des ersten Bauteils auf der Schaltwelle umsetzt, und zwar dann, wenn der Gassenwechsel zwischen den Gassen Rückwärts-/Kriechgang und erster/zweiter Gang oder zurück stattfindet. Bei allen übrigen Gassenwechseln wird die Drehung der Schaltwelle nicht in eine entsprechende Längsbewegung umgesetzt.

Bei der Längsbewegung des ersten Bauteils werden die beiden Kegelradsegmente zunächst zusammengekuppelt und bei dieser Längsbewegung auch verdreht. Dadurch dreht sich das zweite Bauteil und bewegt über die in Eingriff stehenden Verzahnungen die Schaltschiene. Die mit der Schaltschiene verbundene Schaltschwinge bewegt dann die Schiebemuffe der Synchronisiereinrichtung, die beiden Vorgelegewellenteile zu kuppeln oder zu entkuppeln. Beim anschließenden Schalten des gewünschten Ganges wird die Schaltwelle durch den Schalthebel in die gewünschte Richtung gedrückt.

Die Erfindung wird anhand von Figuren näher beschrieben.

Es zeigen

Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung eines Getriebes mit geteilter Vorgelegewelle und

Fig. 2 eine mechanische Ausführung der Verbindung der beiden Vorgelegewellenteile.

Fig. 1 zeigt ein Getriebe 2 mit einem Getriebegehäuse 4. Das Getriebegehäuse 4 weist in Längsrichtung eine erste Wand 6, eine mittlere Trennwand 8 und eine Wand 10 auf. Eine Getriebeeingangswelle 12, die über eine hier nicht gezeigte Kupplungseinrichtung mit einem hier ebenfalls nicht gezeigten Antriebsmotor verbunden ist, ist mit einem Lager 14 in der Wand 6 des Gehäuses 4 angeordnet. Die Hauptwelle 16 des Getriebes 2 ist dreifach gelagert, über ein erstes Lager 18 innerhalb der Getriebeeingangswelle 12, über ein Lager 20 in der Trennwand 8 und über ein Lager 22 in der Wand 10 des Getriebes 2.

Das Getriebe 2 weist eine geteilte Vorgelegewelle 24, 26 auf. Der eine Teil 24 der Vorgelegewelle ist über ein Lager 28 in der Wand 6 des Getriebegehäuses 4 und über ein Lager 30 in der Trennwand 8 gelagert. Der zweite Teil 26 der Vorgelegewelle ist einerseits innerhalb des ersten Teils 24 gelagert und andererseits über ein Lager 32 in der Wand 10 des Gehäuses 4. Dieses Lager 32 kann als Kegelrollenlager 32A oder auch als Wälzrollenlager 32B vorgesehen sein. Beide Versionen sind in der Fig. 1 alternativ dargestellt. Auch eine andere Form der Lagerung, beispielsweise ein entsprechend ausgebildetes Nadellager, ist möglich. Die Lager sind in bekannter Form im Gehäuse 4 befestigt. Ebenfalls kann die Lagerung des zweiten Teils 26 der Vorgelegewelle im ersten Teil 24 über die obengenannten verschiedenen Lagerformen durchgeführt werden. In der Trennwand 8 ist weiterhin eine Halterung 34 zur Lagerung des Rückwärtsgangrades 36 vorgesehen.

Die Getriebeeingangswelle 12 weist ein Zahnrad 38 auf, das mit einem Zahnrad 40 des ersten Teils der Vorgelegewelle 24 über entsprechende Verzahnungen in Eingriff steht. Über die Zahnräder 38, 40 wird der Teil 24 der Vorgelegewelle bei geschlossener Kupplungseinrichtung ständig vom Antriebsmotor angetrieben. Dieser Teil 24 der Vorgelegewelle weist drei weitere Zahnräder 42, 44, 46 auf, die gemeinsam mit dem Zahnrad 40 zwischen den Wänden 6 und 8 des Getriebegehäuses 4 angeordnet sind. Die drei Zahnräder 42, 44, 46 stehen mit drei Zahnrädern 48, 50, 52, die lose auf der Hauptwelle 16 gelagert sind, über entsprechende Verzahnungen in ständigem Eingriff. Auch diese drei Zahnräder 48, 50, 52 sind zwischen den Wänden 6 und 8 angeordnet.

Zwischen den Wänden 8 und 10 ist an der Hauptwelle 16 ein Zahnrad 54 vorgesehen, das mit einem Zahnrad 56, das lose auf dem Teil 24 der Vorgelegewelle angeordnet ist, in Eingriff steht. Auf der Hauptwelle 16 sind weiterhin zwischen den Wänden 8 und 10 zwei lose gelagerte Zahnräder 58 und 60 vorgesehen. Davon ist das Zahnrad 60 für eine Kriechgang-Übersetzung vorgesehen und steht über entsprechende Verzahnungen mit dem Zahnrad 62 am zweiten Teil 26 der Vorgelegewelle in Eingriff. Das Zahnrad 58 steht über entsprechende Verzahnungen mit dem Rückwärtsgangrad 36 in Eingriff, welches wiederum mit dem Zahnrad 62 des zweiten Teils 26 der Vorgelegewelle in Eingriff steht.

Die Synchronisierungen 64, 66 und 68 sind drehfest mit der Hauptwelle 16 verbunden. Die Synchronisierung 70, mit der die beiden Teile 24 und 26 der Vorgelegewelle verbunden werden, ist drehfest mit dem ersten Teil 24 der Vorgelegewelle verbunden.

Vom Antriebsmotor wird über die Kupplungseinrichtung die Getriebeeingangswelle 12 angetrieben. Über die Zahnräder 38 und 40 gelangt der Kraftfluß von der Getriebeeingangswelle 12 auf den Teil 24 der Vorgelegewelle. Im ersten Vorwärtsgang wird mit der Synchronisierung 66 die Hauptwelle 16 mit dem Zahnrad 52 fest verbunden. Dadurch kann der Kraftfluß von dem Teil 24 der Vorgelegewelle über das Zahnrad 46, das Zahnrad 52 und die Synchronisierung 66 auf die Hauptwelle 16 und von dort auf den Abtriebsflansch 72 gelangen. Der Abtriebsflansch 72 ist in bekannter Weise mit weiteren, hier aber nicht gezeigten Bauteilen des Antriebsstranges eines Kraftfahrzeuges verbunden.

Im zweiten Vorwärtsgang kann der Kraftfluß von dem Teil 24 der Vorgelegewelle über das Zahnrad 44, das Zahnrad 50 und die Synchronisierung 66 auf die Hauptwelle 16 gelangen. Im dritten Vorwärtsgang kann der Kraftfluß von dem Teil 24 der Vorgelegewelle über das Zahnrad 42, das Zahnrad 48 und die Synchronisierung 64 auf die Hauptwelle 16 gelangen. Im vierten Vorwärtsgang wird die Getriebeeingangswelle 12 über die Synchronisierung 64 direkt mit der Hauptwelle 16 verbunden. Im fünften Vorwärtsgang gelangt der Kraftfluß von dem Teil 24 der Vorgelegewelle über die Synchronisierung 70 auf das Zahnrad 56 und über das Zahnrad 54 auf die Hauptwelle 16.

Für den Rückwärtsgang und den Kriechgang werden durch die Synchronisierung 70 die Teile 26 und 24 der Vorgelegewelle miteinander verbunden. Nachdem beim Wählvorgang zwischen den Gassen erster/zweiter Gang und Kriechgang/Rückwärtsgang die Verbindung der beiden Vorgelegewellenteile stattgefunden hat, können mit der Synchronisierung 68 entweder Rückwärtsgang oder Kriechgang geschaltet werden.

Im Kriechgang verläuft der Kraftfluß von der Getriebeeingangswelle 12 über die Zahnräder 38 und 40 auf den Teil 24 der Vorgelegewelle, von dort über die Synchronisierung 70 auf den Teil 26 der Vorgelegewelle, über das Zahnrad 62 auf das Zahnrad 60 und über die Synchronisierung 68 auf die Hauptwelle 16. Im Rückwärtsgang verläuft der Kraftfluß von der Getriebeeingangswelle 12 über die Verzahnungen 38 und 40 auf den Teil 24 der Vorgelegewelle, von dort über die Synchronisierung 70 auf den Teil 26 der Vorgelegewelle, über das Zahnrad 62 auf den Rückwärtsgang 36, dann auf das Zahnrad 58 und über die Synchronisierung 68 auf die Hauptwelle 16.

Durch die erfindungsgemäße Anordnung einer zweiteiligen Vorgelegewelle mit einer Zwischenlagerung der Hauptwelle und eines Teils der Vorgelegewelle im Gehäuse läßt sich eine zusätzliche Übersetzung realisieren, ohne daß die Durchbiegung der Wellen im Getriebe erhöht wird. Durch die Abtrennung eines Teils der Vorgelegewelle und der darauf angeordneten oder damit verbundenen Zahnräder lassen sich die Massenträgheitsmomente bei den Schaltungen der Vorwärtsgänge ein bis fünf reduzieren. Da diese Abtrennung insbesondere die großen Zahnradpaare betrifft, wird eine wesentliche Erhöhung der Schaltqualität dadurch erreicht, daß diese Zahnradpaare nicht mitsynchronisiert werden müssen. Gleichzeitig wird eine Reduzierung des Getrieberasselns als unangenehme Geräuschbelästigung erreicht.

Einsetzbar sind derartige Getriebe insbesondere dort, wo auf ein geringes Geräuschaufkommen und hohe Schaltqualität besonderer Wert gelegt wird, beispielsweise bei Bussen aber auch bei Nutzfahrzeugen.

Die Fig. 2 zeigt eine vorzugsweise anzuwendende Verbindung der beiden Vorgelegewellenteile durch eine mechanische Einrichtung.

Ein hier nicht dargestellter Schalthebel wird über eine bestimmte Strecke zwischen den beiden Schaltgassen Rückwärts-/Kriechgang (R/C) und erster/zweiter Gang nach Schaltbild 78 bewegt und dabei die Schaltwelle 74 über einen bestimmten Winkel gedreht. Auf der Schaltwelle 74 ist ein Mitnehmer 76 angeordnet, der eine Kulisse 80 und ein Kegelradsegment 96 aufweist. Dieser Mitnehmer 76 ist verdrehfest mit der Schaltwelle 74 verbunden, aber in Längsrichtung auf der Schaltwelle 74 beweglich. In die Kulisse 80 greift ein Zapfen 98 einer Halterung 86 ein, die mit dem Getriebegehäuse 4 verbunden ist. An der Halterung 86 ist eine Wippe 82 drehbar gelagert. Über eine Kreisbogenverzahnung 88, die an der Wippe 82 rechtwinklig zur Längsachse 100 des Zapfens 98 angeordnet ist, steht die Wippe 82 mit einer Verzahnung 90 an einer Schaltschiene 92 in Eingriff. Die Schaltschiene 92 verbindet über eine Schaltschwinge 94 und eine durch die Schaltschwinge 94 betätigte Synchronisiereinrichtung 70 die beiden Teile 24 und 26 der Vorgelegewelle (Fig. 1) in bekannter Weise. An der Wippe 82 ist ein Kegelradsegment 102 vorgesehen, dessen Verzahnung der Verzahnung des Kegelradsegments 96 an dem Mitnehmer 76 gegenübersteht.

Die Kulisse 80 ist so ausgebildet, daß der in der Kulisse 80 geführte Zapfen 98 die Verdrehung der Schaltwelle 74 in eine Längsbewegung des Mitnehmers 76 gemäß Richtungspfeil 104 auf der Schaltwelle 74 umsetzt, und zwar dann, wenn der Gassenwechsel zwischen den Gassen Rückwärts-/ Kriechgang (R/C) und erster/zweiter Gang oder zurück nach Schaltbild 78 stattfindet. Bei allen übrigen Gassenwechseln wird die Drehung der Schaltwelle 74 nicht in eine entsprechende Längsbewegung des Mitnehmers 76 umgesetzt.

Bei der Längsbewegung des Mitnehmers 76 werden die beiden Kegelradsegmente 96 und 102 zunächst zusammengekuppelt und bei dieser Längsbewegung des Mitnehmers 76 auch verdreht. Dadurch dreht sich die Wippe 82 und bewegt über die in Eingriff stehenden Verzahnungen 88 und 90 die Schaltschiene 92. Die mit der Schaltschiene 92 verbundene Schaltschwinge 94 bewegt dann die Schiebemuffe der Synchronisiereinrichtung 70, um die beiden Vorgelegewellenteile 24 und 26 zu kuppeln oder zu entkuppeln.

Beim umgekehrten Vorgang wird beim Gassenwechsel von R/C- Gang nach erstem/zweitem Gang die Schaltschiene 92 durch die Wippe 82 über die Verzahnungen 88 und 90 wieder zurückgeschoben und die Kulisse 80 führt die beiden Kegelradsegmente 96 und 102 wieder außer Eingriff.

Durch die erfindungsgemäße Anordnung einer zweiteiligen Vorgelegewelle mit einer Zwischenlagerung der Hauptwelle und eines Teils der Vorgelegewelle im Gehäuse läßt sich eine zusätzliche Übersetzung realisieren, ohne daß die Durchbiegung der Wellen im Getriebe erhöht wird. Durch die Abtrennung eines Teils der Vorgelegewelle und der darauf angeordneten oder damit verbundenen Zahnräder lassen sich die Massenträgheitsmomente bei den Schaltungen der Vorwärtsgänge ein bis fünf reduzieren. Da diese Abtrennung insbesondere die großen Zahnradpaare betrifft, wird eine wesentliche Erhöhung der Schaltqualität dadurch erreicht, daß diese Zahnradpaare nicht mitsynchronisiert werden müssen. Gleichzeitig wird eine Reduzierung des Getrieberasselns als unangenehme Geräuschbelästigung erreicht.

Einsetzbar sind derartige Getriebe insbesondere dort, wo auf ein geringes Geräuschaufkommen und hohe Schaltqualität besonderer Wert gelegt wird, beispielsweise bei Bussen aber auch bei Nutzfahrzeugen.

Bezugszeichenliste

2 Getriebe

4 Getriebegehäuse

6 Wand des Getriebegehäuses

8 Trennwand

10 Wand des Getriebegehäuses

12 Getriebeeingangswelle

14 Lager

16 Hauptwelle

18 Lager

20 Lager

22 Lager

24 Teil der Vorgelegewelle

26 Teil der Vorgelegewelle

28 Lager

30 Lager

32 Lager

32A Kegelrollenlager

32B Wälzrollenlager

34 Halterung

36 Rückwärtsgangrades

38 Zahnrad

40 Zahnrad

42 Zahnrad

44 Zahnrad

46 Zahnrad

48 Zahnrad

50 Zahnrad

52 Zahnrad

54 Zahnrad

56 Zahnrad

58 Zahnrad

60 Zahnrad

62 Zahnrad

64 Synchronisierung

66 Synchronisierung

68 Synchronisierung

70 Synchronisierung

72 Abtriebsflansch

74 Schaltwelle

76 Mitnehmer

78 Schaltbild

80 Kulisse

82 Wippe

86 Halterung

88 Kreisbogenverzahnung

90 Verzahnung

92 Schaltschiene

94 Schaltschwinge

96 Kegelradsegment

98 Zapfen

100 Längsachse

102 Kegelradsegment

104 Richtungspfeil


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe mit einer Eingangswelle und einer in axialer Verlängerung der Eingangswelle angeordneten Hauptwelle, die die Ausgangswelle des Getriebes darstellt, mit einer parallel zur Eingangswelle und zur Hauptwelle angeordneten Vorgelegewelle, wobei Eingangswelle, Hauptwelle und Vorgelegewelle Zahnräder aufweisen, die miteinander in Eingriff stehen und Übersetzungsstufen des Getriebes bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorgelegewelle geteilt ist und daß Mittel zur wahlweisen Verbindung der beiden Teile (24, 26) der Vorgelegewelle vorgesehen sind.
  2. 2. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zum Verbinden der beiden Teile der Vorgelegewellen eine Synchronisiereinrichtung (70) vorgesehen ist.
  3. 3. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zwischenplatte (8) im Getriebegehäuse (4) vorgesehen ist, in der der eine Teil (24) der Vorgelegewelle und die Hauptwelle (16) gelagert ist.
  4. 4. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (26) der Vorgelegewelle auf einer Seite im anderen Teil (24) der Vorgelegewelle gelagert ist.
  5. 5. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teil (24) der Vorgelegewelle Zahnräder (40, 42, 44, 46, 56) für Vorwärtsgangstufen und der andere Teil (26) der Vorgelegewelle ein Zahnrad (62) für die Rückwärtsgangübersetzung und eine Kriechgangübersetzung aufweist.
  6. 6. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (74, 76, 80, 82, 88, 90, 92, 94, 96, 102) vorgesehen sind, die eine Wählbewegung des Schalthebels in der Schaltkulisse in einen Verbindungsvorgang der beiden Teile (24, 26) der Vorgelegewelle umsetzen.
  7. 7. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Umsetzung der Wählbewegung eine mit dem Schalthebel verbundene Schaltwelle (74), einen auf der Schaltwelle angeordneten Mitnehmer (76) mit Kulisse (80) und Kegelradsegment (96), eine quer zum Mitnehmer (76) angeordnete drehbare Wippe (82) mit einem Kegelradsegment (102), das dem Kegelradsegment (96) gegenübersteht, und mit einer Verzahnung (88), eine Schaltschiene (92) mit Verzahnung (90) und eine mit der Schaltschiene (92) verbundene Schaltschwinge (94), die die beiden Teile (24, 26) der Vorgelegewelle verbindenden Mittel (70) schaltet, aufweisen, wobei die Verzahnungen (88, 90) von Wippe (82) und Schaltschiene (92) ineinandergreifen.
  8. 8. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltwelle (74) derart angeordnet ist, daß die Wählbewegung des Schalthebels die Schaltwelle (74) dreht.
  9. 9. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Hauptwelle (16) und auf der Vorgelegewelle (24, 26) sowohl frei drehbare Zahnräder (48, 50, 52, 56, 58, 60) als auch mit der jeweiligen Welle (16, 24, 26) fest verbundene Zahnräder (40, 42, 44, 46, 54, 62) angeordnet sind.
  10. 10. Mehrgängiges Stufenwechselgetriebe nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Umsetzung der Wählbewegung pneumatischer, hydraulischer oder elektrischer Art sind.






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