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Dokumentenidentifikation DE69111851T2 22.02.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0445076
Titel Stabile Dispersionen von Benzotriazol-Ultraviolett-absorbierenden Agenzien.
Anmelder Ciba-Geigy AG, Basel, CH
Erfinder Cooke, Thomas W., Dr., Greensboro, N.C. 27410, US
Vertreter TER MEER-MÜLLER-STEINMEISTER & Partner, Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69111851
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.02.1991
EP-Aktenzeichen 918101130
EP-Offenlegungsdatum 04.09.1991
EP date of grant 09.08.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.1996
IPC-Hauptklasse D06M 13/352
IPC-Nebenklasse D06M 15/01   D06P 1/16   D06P 1/46   D06P 1/642   B01F 17/50   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft stabile Dispersionen von Benzotriazol-Ultraviolett(UV)-Absorptionsmitteln und ein Verfahren zum Dispergieren der Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel.

Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel werden oft gemeinsam mit Dispersionsfarbstoffen auf Textilien aufgetragen, um die Lichtbeständigkeit zu verbessern. Das UV-Absorptionsmittel wird im allgemeinen auf die Textilie in Form einer wäßrigen Dispersion, zusammen mit Dispersionsfarbstoffen, in unter Druck befindlichen Wassersystemen bei 110-130ºC aufgetragen. Unter diesen Hochtemperaturbedingungen desorbieren gewöhnliche Dispersionsmittel, wie unmodifizierte Ligninsulfonate und Formaldehydkondensate von Naphthalinsulfonaten, wie beispielsweise in EP-A-0 354 174 beschrieben, von dem UV-Absorptionsmittel, wodurch undispergierte Abscheidungen bzw. Ablagerungen auf der Textilie resultieren. Die EP-A-0 354 174 beschreibt wäßrige Zusammensetzungen, welche als Dispergiermittel unmodifizierte Ligninsulfonate und Formaldehydkondensate von Naphthalinsulfonaten enthalten, wohingegen die vorliegenden Zusammensetzungen Formaldehydkondensate von Ligninsulfonaten enthalten.

Dieses Problem ist besonders ernsthaft bei Anwendungen, wo die Textilie in einer fixierten Position gehalten und die Färbebadlösung durch die Textilie gepumpt wird. Unter diesen Bedingungen wird sämtliches undispergiertes UV-Absorptionsmittel ausfiltriert, wodurch Abscheidungen erzeugt werden. Balken- und Packungsauftragsmethoden sind Beispiele, bei denen das Problem besonders ernsthaft ist.

Es hat sich gezeigt, daß Formaldehydkondensate von Ligninsulfonaten Dispersionen von Benzotriazol-UV-Absorptionsmitteln die erforderliche Hochtemperaturstabilität verleihen können.

Die vorliegende Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum Dispergieren von Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmitteln, welches den Schritt des Vermischens der Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmittel mit einem Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat umfaßt.

Die bei der Erfindung eingesetzten Dispergiermittel sind Formaldehydkondensate von Ligninsulfonat. Bevorzugte Dispergiermittel sind Polymere von Ligninsulfonaten (in deren zahlreichen Salzformen) mit Formaldehyd und Phenol oder Hydroxybenzylalkoholen der Formel

worin n 1, 2 oder 3 ist und A ein aus der Wasserstoff, C&sub1;-C&sub4;-Alkyl und Hydroxymethyl umfassenden Gruppe gewählter Substituent ist.

Das am meisten bevorzugte Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat ist ein Lignosulfonsäurenatriumsalz-Polymer mit Formaldehyd und Phenol.

Die erfindungsgemäßen modifizierten Ligninsulfonat-Dispergiermittel können von gewöhnlichen Ligninsulfonaten durch ihre Fähigkeit unterschieden werden, wäßriges Benzotriazol in Suspension zu halten in Filtrationstests bei 110-130ºC in einer Labor-Färbetestausrüstung mit unter Druck befindlichem Wasser. Die Pretema-Laborfärbemaschine ist ein Beispiel einer Labortestausrüstung mit unter Druck befindlichem Wasser.

Obwohl ein Ligninsulfonsäurenatriumsalz-Polymer mit Formaldehyd und Phenol bei der Herstellung von Dispersionsfarbstoffen bekannt ist, ist über dessen Verwendung zur Herstellung stabiler Dispersionen von Benzotriazol-UV-Absorptionsmitteln früher nicht berichtet worden.

Die Zugabe dieser modifizierten Ligninsulfonate zu den Benzotriazol-Absorptionsmitteln verringert die Filtrationsablagerungen, welche gewöhnlicherweise beim Auftragen von Benzotriazol-UV-Absorptionsmitteln auf Textilien mittels den Balken- und Packungsauftragsmethoden beobachtet werden, in starkem Umfang oder eliminiert diese vollständig.

Bei der Balkenfärbung ist Webware oder Strickware bzw. Wirkware fest um einen Zylinder mit darin befindlichen Löchern (der Balken) gewickelt. Die Farbflotte wird durch die umwickelten Textilien unter Druck und Wärme gepumpt.

Die Packungsfärbung ist ähnlich der Balkenfärbung, beinhaltet jedoch Garn anstelle von textilen Flächengebilden.

Weiterhin erzeugen die gemäß der Erfindung eingesetzten, modifizierten Ligninsulfonat-Dispergiermittel Dispersionen, welche wenig Sedimentation und praktisch kein Teilchengrößenwachstum (das heißt Rekristallisation) selbst nach vielen Monaten der Lagerung bei erhöhten Temperaturen zeigen. Diese erhöhte Lagerungsstabilität ist ein zusätzlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung.

Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel sind in der Technik bestens bekannt, um Textilien aufgrund der Belichtung mit UV-Licht vor Schaden zu bewahren. Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel werden in US-A-3 004896, US-A-3 189615 und US-A-4 141 903 beschrieben.

Bevorzugte Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel sind 2-Aryl-4,5-arylo-1,2,3 -triazol-Verbindungen, wie in US-A-3 004 896 beschrieben. Besonders bevorzugte Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel sind diejenigen, bei denen die 2-Arylgruppe ein Phenylrest mit einer freien Hydroxylgruppe in der 2-Position hinsichtlich der Bindung mit dem Triazolring ist. Es ist bevorzugt, daß der Phenylrest weiterhin in den 2- und 5- oder in den 4- und 5-Positionen durch Niederalkyl und/oder Chlor substituiert ist.

Ein besonders geeignetes Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel ist 2-(3'-tert-Butyl- 2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol.

Die vorliegende Erfindung betrifft ebenso ein Verfahren zum Schützen einer Textilie gegenüber Ultraviolettlicht, umfassend den Schritt des Kontaktierens der Textilie mit einer wäßrigen Dispersion, umfassend:

(a) ein Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel, und

(b) ein Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat,

mit der Maßgabe, daß die wäßrige Dispersion während 1 Monat bei einerTemperatur von 60ºC stabil ist und in Labor-Filtrationstests in unter Druck befindlichen Wassersystemen bei Temperaturen von 110-130ºC nicht ausfiltert.

Das Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmittel (a) ist vorzugsweise 2-(3'-tert- Butyl-2'-hydroxy-5',-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol, und das Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat (b) ist vorzugsweise ein Lignosulfonsäurenatriumsalz-Polymer mit Formaldehyd und Phenol.

Die zu behandelnde Textilie wird mit der wäßrigen Dispersion mittels einer Einrichtung in Kontakt gebracht, bei der die Textilie in einer fixierten Position gehalten und die wäßrige Dispersion durch die Textilie gepumpt wird.

Der Kontakt zwischen der Textilie und der wäßrigen Dispersion wird mittels einer Balkenfärbemaschine, einer Packungsfärbemaschine, einer Strahlfärbemaschine, mittels Sprühen bewerkstelligt, oder die Textilie wird mit der wäßrigen Dispersion mittels einer Einrichtung, in welcher die Textilie in einem stationärem Bad zirkuliert wird, in Berührung gebracht.

Der in dieser Anmeldung verwendete Begriff Textilie beinhaltet verschiedene Fasern, Garne und textile Flächengebilde. Unter den zu schützenden Textilien befinden sich solche, welche aus Polyester und Polyamid aufgebaut sind. Die vorliegende Erfindung ist besonders geeignet zur Verbesserung der Lichtechtheit von Polyester-Kraftfahrzeugtextilien.

Die vorliegende Erfindung betrifft ebenso eine wäßrige Dispersion zur Behandlung von Textilien, umfassend:

(a) ein Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel, und

(b) ein Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat;

mit der Maßgabe, daß die Dispersion während 1 Monat bei 60ºC stabil ist und bei Labor-Filtrationstests in unter Druck befindlichen Wassersystemen bei Temperaturen von 110-130ºC nicht ausfiltert.

Das Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat ist vorzugsweise ein Lignosulfonsäurenatriumsalz-Polymer mit Formaldehyd und Phenol, und das bevorzugte Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel ist 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol.

Ein weiteres bevorzugtes Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel der erfindungsgemäßen wäßrigen Dispersion ist ein 2-Aryl-4,5-arylo-1,2,3-triazol, worin die 2- Arylgruppe ein Phenylrest mit einer freien Hydroxylgruppe in der 2-Position hinsichtlich der Bindung mit dem Triazolring ist.

Die erfindungsgemäßen wäßrigen Dispersionen umfassend etwa 10 bis 60 Gew.-% Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel und etwa 3 bis 24 Gew.-% modifiziertes Ligninsulfonat-Dispergiermittel. Vorzugsweise enthalten die Zusammensetzungen etwa 25 bis 35 Gew.-% des Benzotriazol-UV-Absorptionsmittels und etwa 9 bis 13 Gew.-% modifiziertes Ligninsulfonat.

Im allgemeinen liegt das Verhältnis von Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel zu modifiziertem Ligninsulfonat-Dispergiermittel im Bereich von etwa 2:1 bis 4:1, vorzugsweise 2,5:1 bis 3,0:1.

Zusätzlich zu dem Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel und dem modifizierten Ligninsulfonat-Dispergiermittel können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen typischerweise verwendete Färbebad-Hilfsmittel enthalten, wie etwa Biozide, Konservierungsmittel, Gefrier-Auftau-Stabilisatoren (beispielsweise Glykole), Verdickungsmittel, Benetzungsmittel, Entschäumer und Puffer.

Die erfindungsgemäßen Dispersionen können durch Auflösen der Komponente (b) in Wasser zusammen mit irgendwelchen Färbebad-Hilfsmitteln hergestellt werden. Die Komponente (a) als ein unlösliches Pulver wird unter heftigem Rühren langsam zugegeben, um eine imprägnierte bzw. benetzte Aufschlämmung zu bilden. Diese Aufschlämmung wird dann gemahlen, beispielsweise in einer Sandmühle oder einer Kugelmühle, bis die durchschnittliche Teilchengröße etwa 1,5 Mikron oder weniger beträgt. Die gebildete Dispersion ist eine freifließende, opake Flüssigkeit, welche sich mit Wasser leicht unter mäßigem Rühren verdünnt.

Der pH der Dispersionen wird im allgemeinen auf den Bereich von 4-9 eingestellt.

Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Beispiel 1

Bestandteile Wasser 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol Lignosulfonsäurenatriumsalz-Polymer mit Formaldehyd und Phenol Propylenglykol Konservierungsmittel/Biozid Herstellungsverfahren:
Ansatz kontinuierliches Zermahlen (20 Stunden) in Labor-Sandmühle mit Sand von 20-30 mesh 17 Durchgänge durch eine Dyno-Mill-Pilot-Sandmühle mit 1 mm Glaskügelchen Lagerungsstabilität:
Anfängliche Teilchengröße - 50 %-Wert (mittels Granulometer) Gealtert bei 40ºC während 3 Monaten: Flüssigkeits(Serum)-Abtrennung Feststoffsedimentation Gealtert bei 60ºC während 3 Monaten: Flüssigkeits(Serum)-Abtrennung Feststoffsedimentation Teilchengröße micron

Leistungsfähigkeit*:

1,2 g 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol-Dispersionen mit 25 % Wirkstoffgehalt, für 0,3 g Wirkstoffe auf 30 g PES-Gewebe (für 1 % 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol-Wirkstoffe auf das Gewicht des Gewebes) in 300 g der gesamten Färbebadlösung (Flottenverhältnis von 10 zu 1)

Erwärmen auf, Minuten halten, Kühlen auf 80ºC gut, keine Ablagerungen

* Filtrations-Ablagerungstest mit einer "Pretema"-Labor-Balkenfärbemaschine auf 30 g Gewebeproben (vorgefärbter schwarzer Polyester) mit typischerweise verwendeten Färbebad-Hilfsmitteln (0,4 % o.w.f. eines Natriumnaphthalinsulfonsäurekondensat-Dispergiermittels und 1 % o.w.f. eines ethoxylierte Fettsäure- Egalisiermittels).

Zum Vergleich zeigt eine ähnliche 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)- 5-chlor-benzotriazol-Dispersion, welche mit einem gewöhnlichen, unmodifizierten Ligninsulfonat-Dispergiermittel (das heißt Ammoniumlignosulfonat) hergestellt worden ist, ernsthafte Filtrationsablagerungen auf dem Gewebe bei dem Pretema-Maschinen-Test unter den gleichen Bedingungen, insbesondere bei 110 und 120ºC.

Beispiel 2

Zubereitungen (C) und (D) mit den folgenden Zusammensetzungen werden hergestellt und in den Beispielen (3) bis (6) eingesetzt. Die Zubereitung (D) ist eine mit unmodifiziertem Ligninsulfonat-Dispergiermittel hergestellte Kontrolle.

Bestandteile (Gramm/Liter) 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'- methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol Propylenglykol Ethylenglykol Lignosulfonsäurenatriumsalz-Polymer mit Formaldehyd und Phenol Ammoniumlignosulfonat 1,2-Benzoisothiazolin-3-on Wasser Rest

Beispiel 3

Die Zubereitungen aus Beispiel 2 werden hinsichflich der Teilchengröße und Rekristallisation mit den folgenden Ergebnissen geprüft:

Teilchengröße (anfänglich)
Rekristallisation
Monate bei Monat keine Beispiel 4
Filtertest (2/4-Filterpapier-Konfiguration bei der AATCC-Methode 146-1989)
Monate Monat Versagen

Beispiele 5-7

Die Leistungsfähigkeit der Zubereitungen aus Beispiel 2 wurde bei Balken- oder Packungsauftragsmethoden in den Beispielen 5-7 geprüft.

Bei jedem der Beispiele 5-7 wurde eine Färbebadlösung hergestellt durch Zugeben der angegebenen Farbstoffe und der UV-Absorber-Dispersion in ein das beschriebene Farbsystem (Hilfsstoffe) enthaltendes Färbebad. Sämtliche Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht der Faser.

Die UV-Absorber-Dispersionen aus Beispiel 2 werden zu dem Färbebad in einer ausreichenden Menge zugegeben, um ein Färbebad herzustellen, das 1 % 2-(3'- tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol enthält, bezogen auf das Gewicht der Faser. Dies ist äquivalent zu 4 % der Zubereitung (C) oder 3,0 % der Zubereitung (D).

Beispiel 5 - Packungsmaschine

Maschine: Callibaut de blicqui, Kapazität 150 Liter

Substrat: PES-DACRON-Garn, 6 Packungen, Gesamtgewicht 9,917 kg

Färbesystem: 5,0 g/l Natriumsalz von kondensierter Naphthalinsulfonsäure

5,0 g/l Glykoldiester

2,5 g/l Essigsäure (20 %-ig)

Flottenverhältnis: 1:15

Farbstoffe: 1,7689 % Terasil Yellow GWL

1,5300 % Palanil Red FFN-Y

0,7420 % Palanil Pink REL 200 %

0,4051 % Terasil Blue E-LF 27

0,1002 % Poly. Blue FS 200 %

Färbezyklus: Programm AUTO: Beschicke Chemikalien bei 70ºC, Erhitze auf 133ºC innerhalb 30 Minuten (3 Haltezeiten von je 6 Minuten bei 95, 105, 112ºC), Färbe 30 Minuten bei 133ºC, Abtropfen in heißem Zustand bei 133ºC

Spülung: 1,75 g/l Alkali

1,75 g/l Reduktionsmittel

Die Packungen wurden aufgebrochen und zu Socken gestrickt mit Garn von der Innenseite, der Mitte und der Außenseite, um hinsichtlich Ablagerungen und Egalität der Färbung zu prüfen.

Ergebnisse
Ablagerungen Egalisierung Nein Schwach Ja

Beispiel 6 - Balkenmaschine (Pilot)

Maschine: Bentley-Pegg-Balkenmaschine, Kapazität 208 Liter plus Expansionstank

Substrat: BASF-DACRON-Gewebe, Gesamtgewicht 19,50-20,00 kg

Vorspülung: Nicht angewandt

Färbesystem: 0,4 % Natriumsalz von kondensierter Naphthalinsulfonsäure

1,0 % Nichtionisches Egalisiermittel

1,0 % Essigsäure (28 %-ig)

Flottenverhältnis: Ungefähr 1:10

Farbstoffe: 0,34 % Terasil Yellow GWL new

0,26 % Terasll Brilliant Pink 3G

0,719 % Blue E-GLF

0,037 % Terasil Blue BGE

Färbezyklus: Beschicke Chemikalien bei 120ºF (50ºC) und lasse 10 Minuten laufen; Beschicke Farbstoffe bei 120ºF (50ºC) und lasse 5 Minuten laufen, Erhitze auf 265ºF (130ºC) bei 3ºF/min, Färbe bei 265ºF während 45 Minuten, Innenseite nach außen, Kühle auf 200ºF bei 5ºF/min, dann auf 160ºF bei 5ºF/min, Abtropfenlassen des Bades und führe Überlauf-Waschung durch

Nachspülung: Nur für die Mitte des Balkens, nachdem die Proben am oberen und unteren Teil entnommen wurden

0,5 % Natrium-Ether-Alkohol-Sulfat

1,0 % Dialkylester von Natriumsulfosuccinat

2,0 % Alkali (50 %-ig)

3,0 % Na-Hydrosulfiteinspülung in die Maschine, sämtliche Gewebe zusammengenäht

Trocknung: Bei 250ºF auf einem Famatex-Rahmen

Vor der Nachspülung wurden Proben vom oberen und unteren Teil des Balkens entnommen, um hinsichtlich Ablagerungen zu prüfen.

Ergebnisse
Ablagerungen Wenig Viel

Beispiel 7 - Balkenfärbemaschine

Maschine: Bentley-Pegg-Balkenmaschine, Kapazität etwa 1200 Liter

Substrat: Am Boden: Guilford-Gewebe-Polyester

Auf dessen Oberseite: BASF-PES-DACRON,

Gesamtgewicht 75 kg

Vorspülung: 1,0 g/l Sodaasche,

2,0 g/l Netzmittel, beispielsweise das im Handel erhältliche Ritescour TE

2,0 g/l Netzmittel, beispielsweise das im Handel erhältliche Tanapon INF bei 200ºF während 30 Minuten, Abtropfenlassen und Überlaufwaschung

Färbesystem: 0,4 % Natriumsalz von kondensierter Naphthalinsulfonsäure

1,75 % nichtionisches Egalisiermittel

2,8 % Essigsäure (28 %-ig) zur Erreichung von pH = 4,5

Flottenverhältnis: etwa 1:15, der Balken wurde nur zur Hälfte seiner Kapazität gefüllt, um Versuche mit zwei verschiedenen Materialien durchzuführen,

Farbstoffe: 0,252 % Terasil Yellow GWL new

0,137 % Terasil Pink 2 GLA

0,146 % Terasil Blue BFL

Färbezyklus: Beschicke Chemikalien bei 120ºF (50ºC) und lasse 10 Minuten laufen; Beschicke Farbstoffe bei 120ºC (50ºC) und lasse 5 Minuten laufen; Erhitze auf 265ºF (130ºC) bei 3ºF/min, Färbe bei 265ºF während 45 Minuten, Innenseite nach außen, Kühle auf 200ºF bei 2ºF/min, dann auf 160ºF bei 3ºF/min, spüle 10 Minuten bei 100ºF (38ºC)

Nachspülung: wie in Beispiel 6, 15 Minuten bei 160ºF (71ºC)

Trocknung: bei 250ºF auf einem Famatex-Rahmen

Die Menge an Ablagerungen auf dem ungewebten Polypropylen-Liner (Typar-Material), welcher die innerste Seite des Balkens bedeckt und die ersten Schichten des Gewebes werden hinsichtlich Ablagerungen bewertet.

Ergebnisse:

Zubereitung (C): Einige Ablagerungen auf dem Typar-Liner. Einige kleine weiße Flecken auf der ersten Schicht des aufgewickelten Gewebes.

Zubereitung (D): Keine Ablagerungen auf demTypar-Liner. Schwere Ablagerungen auf den Balken-Außenrändern und auf Seiten der aufgewickelten Geweberolle.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Dispergieren von Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmitteln, umfassend den Schritt des Vermischens der Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmittel mit einem Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat, mit der Maßgabe, daß die wäßrige Dispersion während 1 Monat bei einer Temperatur von 60ºC stabil ist und bei Labor-Filtrationstests in unter Druck befindlichen Wassersystemen bei Temperaturen von 110 bis 130ºC nicht ausfiltert.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat ein Polymer von Ligninsulfonat mit Formaldehyd und einer Hydroxylbenzylalkoholverbindung der Formel

ist, worin n 1, 2 oder 3 ist und A ein aus der Wasserstoff, Alkyl (mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen) und Hydroxymethyl umfassenden Gruppe gewählter Substituent ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat ein Polymer von Ligninsulfonat mit Formaldehyd und Phenol ist.

4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, wobei das Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat ein Lignosulfonsäurenatriumsalz-Polymer mit Formaldehyd und Phenol ist.

5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmittel ein 2-Aryl-4,5-arylo-1,2,3-triazol ist, worin die 2-Arylgruppe ein Phenylrest mit einer freien Hydroxylgruppe in der 2-Position hinsichtlich der Bindung mit dem Triazolring ist.

6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Phenylrest weiterhin in den 2- und 5- oder in den 4- und 5-Positionen durch Niederalkyl oder Chlor substituiert ist.

7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmittel 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol ist.

8. Verfahren zum Schützen von Textilien gegenüber Ultraviolettlicht, umfassend den Schritt des Kontaktierens der Textilie mit einer wäßrigen Dispersion, umfassend

(a) ein Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel, und

(b) ein Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat,

mit der Maßgabe, daß die wäßrige Dispersion während 1 Monat bei einerTemperatur von 60ºC stabil ist und bei Labor-Filtrationstests in unter Druck befindlichen Wassersystemen bei Temperaturen von 110 bis 130ºC nicht ausfiltert.

9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Benzotriazol-Ultraviolettabsorptionsmittel 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol ist und das Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat ein Lignosulfonsäurenatrium-Polymer mit Formaldehyd und Phenol ist.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Textilie mit der wäßrigen Dispersion mittels einer Einrichtung in Kontakt gebracht wird, bei der die Textilie in einer fixierten Position gehalten und die wäßrige Dispersion durch die Textilie gepumpt wird.

11. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Kontakt zwischen der Textilie und der wäßrigen Dispersion mittels einer Balkenfärbemaschine bewerkstelligt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Kontakt zwischen der Textilie und der wäßrigen Dispersion mittels einer Packungsfärbemaschine bewerkstelligt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Kontakt zwischen der Textilie und der wäßrigen Dispersion mittels Sprühen bewerkstelligt wird.

14. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Textilie mittels einer Einrichtung, bei der die Textilie in einem stationären Bad zirkuliert wird, mit der wäßrigen Dispersion in Kontakt gebracht wird.

15. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Kontakt zwischen der Textilie und der wäßrigen Dispersion mittels einer Strahlfärbemaschine bewerkstelligt wird.

16. Wäßrige Dispersion zur Behandlung von Textilien, umfassend:

(a) ein Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel, und

(b) ein Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat;

mit der Maßgabe, daß die Dispersion während 1 Monat bei 60ºC stabil ist und in Labor-Filtrationstests in unter Druck befindlichen Wassersystemen bei Temperaturen von 110 bis 130ºC nicht ausfiltert.

17. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 16, wobei das Formaldehydkondensat von Ligninsulfonat ein Lignosulfonsäurenatriumsalz-Polymer mit Formaldehyd und Phenol ist.

18. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 16, wobei das Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel 2-(3'-tert-Butyl-2'-hydroxy-5'-methylphenyl)-5-chlor-benzotriazol ist.

19. Wäßrige Dispersion nach Anspruch 18, wobei das Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel ein 2-Aryl-4,5-arylo-1,2,3-triazol ist, worin die 2-Arylgruppe ein Phenylrest mit einer freien Hydroxylgruppe in der 2-Position hinsichtlich der Bindung mit dem Triazolring ist.

20. Wäßrige Dispersionen nach mindestens einem der Ansprüche 16 bis 19, umfassend etwa 10 bis 60 Gew.-% Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel und etwa 3 bis 24 Gew.-% eines modifizierten Ligninsulfonat-Dispergiermittels.







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