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Dokumentenidentifikation DE19530709A1 29.02.1996
Titel Vorrichtung zum Entnehmen von Proben als Feststoff oder Flüssigkeit aus Kesseln
Anmelder Dierbach, Rolf, 22850 Norderstedt, DE
Erfinder Dierbach, Rolf, 22850 Norderstedt, DE
DE-Anmeldedatum 21.08.1995
DE-Aktenzeichen 19530709
Offenlegungstag 29.02.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.02.1996
IPC-Hauptklasse G01N 1/02

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Aus Kesseln, in denen aus verschiedenen Stoffen durch Rühren unter Druck und Temperatur ein neues Produkt erstellt wird, sind in gewissen Phasen des Prozesses Proben zu entnehmen.

Zu Anfang ist der Kessel mit einer über die gesamte Füllhöhe gleichmäßigen Mischung aus Feststoffen und Flüssigkeit gefüllt. Im Verlauf des Prozesses bildet sich langsam eine festere Phase, bis sich zum Ende des Prozesses im unteren Teil eine teigartige Masse gebildet hat. Genau an der sich bildenden Trennschicht zwischen der Masse und der sich darüber befindenden Flüssigkeit sollen Proben aus der festen Schicht entnommen werden.

Problem

Bisher werden Proben mit einem Schöpfbecher entnommen, der an einer langen Stange befestigt ist und der von Hand durch eine Öffnung oben auf dem Kessel bis auf die feste Schicht abgesenkt wird.

Diese Probenahme verläuft nicht zufriedenstellend, da das Füllen des Schöpfbechers problematisch ist und der offene Schöpfbecher beim Hochziehen die flüssige Phase durchlaufen muß.

Soweit bekannt, gibt es bisher keine andere zufriedenstellende Lösung, da der Einsatz z. B. von Greifern oder anderen Vorrichtungen an dem Problem des Befüllens, der Verschmutzung und speziell dem Umfüllen in einen Probenbehälter scheitert.

Ein spezielles Problem ist das Verschließen von Probenbehältern, nachdem sie mit der Probe gefüllt sind. Aufgrund eines physikalischen Prinzips, das sich die Erfindung zunutze macht, kann auf eine Verschlußmechanik verzichtet werden. Das physikalische Prinzip beruht darauf, daß aus Behältern, die voll gefüllt sind und deren Öffnung kleiner als 10 mm ist, keine Flüssigkeit ausläuft, auch wenn man den Behälter senkrecht, mit der Öffnung nach unten, hält.

Aufgabe der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,

  • 1. Eine Probe aus der festen Schicht zu entnehmen.
  • 2. Den Zustand der Probe beim Durchfahren von anderen Schichten (flüssig oder fest) nicht zu beeinflussen.
  • 3. Das Umfüllen der Probe in einen Transportbehälter zu vermeiden.

Lösung

Das Prinzip der Erfindung besteht darin, einen speziell entwickelten Probenbehälter Fig. 1 mit einer Sonde oder Tauchkörper Fig. 3 direkt in die jeweils gewünschte Tiefe abzusenken und an der Trennschicht eine Probe aufzunehmen.

Das Gerät nach vorliegender Erfindung besteht:

  • 1. aus einem Probenbehälter Fig. 1, der nach dem Prinzip einer Tube funktioniert.

    Der Probenbehälter, in Form eines Zylinders, besitzt eine flexible Außenwand 1.1 und kann dadurch vollständig, wie eine Tube, flachgedrückt werden Fig. 2.
  • 2. aus einer Sonde oder Tauchkörper Fig. 3, mit der der Probenbehälter im Kessel abgesenkt werden kann.
  • 3. aus einer in der Sonde integrierten Druckkammer 3.1 für das vollständige Zusammenpressen des Probenbehälters auf gesamter Länge (Tube).

Angabe der Wirkung der Erfindung s. Fig. 3

Zum Zwecke der Probenahme wird der Probenbehälter in die Sonde oder Tauchkörper geschraubt und durch Erhöhung des Druckes in der Kammer 3.1Fig. 3 flachgedrückt. Hierdurch entweicht die Luft aus dem Probenbehälter, wodurch später das vollständige Befüllen des Probenbehälters möglich wird.

Die Sonde oder der Tauchkörper wird in den Kessel abgesenkt.

Bei Erreichen der festen Phase wird der Gasdruck in Kammer 3.1Fig. 3 abgesenkt und der Probenbehälter kann sich bei weiterem Absenken der Sonde mit der Probe füllen.

Nachdem die Sonde oder der Tauchkörper aus dem Kessel hochgezogen wurde, kann der Probenbehälter mit einer Kappe verschlossen und der gefüllte Probenbehälter dann der Sonde entnommen werden.

Die Probentube kann problemlos entleert werden, indem die Tube von Hand oder durch Luftdruck von außen zusammengedrückt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Entnehmen von Proben aus Kesseln, gekennzeichnet durch eine Sonde oder Tauchkörper Fig. 3 mit einem, in vorbestimmte Tiefe absenkbaren Probenbehälter Fig. 1. Dieser ist gekennzeichnet durch eine tubenähnliche Form mit flexibler Außenwandung 1.1 und Verschlußkappe. 1.2.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Probenbehälter auf der ganzen Länge in einer, in der Sonde oder Tauchkörper integrierten, Druckkammer 3.1 durch Luftdruck zusammendrücken läßt.






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