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Dokumentenidentifikation DE69022335T2 29.02.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0412335
Titel Verfahren und Gerät zur Ermittlung der Sehgewohnheiten der Zuschauer.
Anmelder A.C. Nielsen Co., Schaumburg, Ill., US
Erfinder Zurlinden, Everett V., Dunedin, Florida, US
Vertreter Patentanwälte Dr. Boeters, Bauer, Dr. Meyer, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69022335
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.07.1990
EP-Aktenzeichen 901138974
EP-Offenlegungsdatum 13.02.1991
EP date of grant 13.09.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.02.1996
IPC-Hauptklasse H04H 9/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich generell auf ein Verfahren und ein Gerät zum Melden und Steuern eines ferngesteuerten Empfängers zur Bestimmung des Kanals, auf den der ferngesteuerte Empfänger eingestellt ist, um damit Vorzugsprogramme des Publikums festzustellen.

Verschiedenartige Anordnungen haben dazu Verwendung gefunden, Vorzugsprogramme des Publikums sowie Betrachtungsgewohnheiten von Fernseh- und sonstigen Teilnehmern festzustellen. Diese Systeme melden den Kanal, auf den ein Fernsehempfänger eingestellt ist, ob der Empfänger ein- oder ausgeschaltet ist, und, in einigen Fällen, ob der Empfänger ein drahtlos übermitteltes Programm, ein Kabel- oder Satellitenprogramm oder ein von einem Videorekorder wiedergegebenes Programm empfängt. Ein Nachteil vieler bekannter Meldeanordnungen besteht darin, daß eine interne Verbindung zu dem Fernsehempfänger erforderlich ist. Beispielsweise offenbart das am 3. August 1976 für Haselwood u.a. erteilte US-Patent 3,973,206 ein Verfahren zur Bestimmung der Kanaleinstellung durch Abfrage der Varaktordioden-Abstimmspannung und erfordert auf diese Weise eine interne Verbindung in dem Fernsehempfänger.

Ein anderes Verfahren zur Bestimmung der Kanaleinstellung, wie es in dem am 10. Januar 1984 für Haselwood u.a. erteilten US- Patent 4,425,578 angegeben ist, verwendet eine Signaleinspeisungsquelle und einen Detektor/Empfänger, der in der Lage ist, das kombinierte Signal aus der Signaleinspeisungsquelle und einem Videoträger zu ermitteln, auf den der Fernsehempfänger eingestellt ist. Ein beträchtlicher Mangel von Signaleinspeisungs-Meldeanordnungen besteht in der möglichen Beeinflussung der Arbeitsweise des überwachten Fernsehempfängers.

Das am 2. Februar 1988 für Fulmer u.a. erteilte US-Patent 4,723,302 gibt ein weiteres Verfahren zur Bestimmung der Kanaleinstellung an, welches mit der Messung einer lokalen Oszillatorfrequenz des überwachten Empfängers arbeitet. Während das betreffende Verfahren und das betreffende Gerät für ihren vorgesehenen Zweck geeignet sind, erfordern sie, daß an einem bestimmten Ort in dem überwachten Empfänger eine Sonde angebracht wird, und erfordern so körperlichen Zugang zu dem Empfänger.

Das am 29. September 1987 für Kiewit u.a. erteilte US-Patent 4,697,209 gibt ein weiteres Verfahren und Gerät zur Bestimmung der Kanaleinstellung an. Dieses Verfahren schließt die Abfrage des Ein-/Ausschaltzustandes des Fernsehempfängers und eines Videorekorders über einen Zugang ein, wobei ein Kennzeichen aus einem Videosignal extrahiert und das Kennzeichen mit einem Bezugskennzeichen verglichen wird, um den eingestellten Kanal zu bestimmen.

Zugang zu dem Abstimmechanismus wird zunehmend schwierig mit der Einführung von Kabel- und Zahlungsfernsehsystemen, die verschiedenartige Umwandler und Decodierer verwenden, von denen viele nur schwierig Zutritt gewähren. Das am 24. Oktober 1989 auch für Kiewit erteilte US-Patent 4,876,736 offenbart ein Verfahren und ein Gerät zum Melden des Zustands eines ferngesteuerten Fernsehtuners durch Zwischenschaltung einer Übersetzungs- und Aufzeichnungsvorrichtung zwischen den Fernsehtuner und eine spezielle, dem Benutzer gelieferte Fernsteuerung. Die Übersetzungs- und Aufzeichnungsvorrichtung empfängt die Signale aus der speziellen Steuerung, zeichnet sie auf, übersetzt sie aus dem von der speziellen Steuerung verwendeten Format in ein für den Fernsehtuner verwertbares Format und überträgt die übersetzten Signale zurück zu dem Fernsehtuner. Dieses System gestattet die Kanalmeldung ohne körperlichen Zutritt zu dem Empfänger, hat jedoch den Nachteil, daß der Benutzer seine eigene Fernsteuerung gegen die spezielle Steuerung austauschen muß, welche die speziellen, vom Benutzer gewünschten Merkmale haben kann oder nicht.

Es ist daher das Hauptziel der vorliegenden Erfindung, wie beansprucht, ein Verfahren und ein Gerät zur Bestimmung der Betrachtungsgewohnheiten eines Publikums ohne Eingriff anzugeben, wobei der Betrachter sogar sein vorhandenes Fernsteuergerät verwenden kann.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist eine Teilnehmer-Übertragungsvorrichtung ein Tastenfeld oder eine sonstige Schnittstelle für den Empfang vom Betrachter eingegebener Vorgaben sowie einen Fernübertrager auf, der Infrarot-, Ultraschall-, Radiofrequenz- oder sonstige ausgestrahlte Steuersignale für eine jede der vom Betrachter eingegebenen Abstimm- und Einschaltzustands-Vorgaben überträgt. Eine Empfangseinrichtung in einem Kanalermittlungssystem empfängt ein Signal in dem ausgewählten Übertragungsmedium und informiert sogleich eine Blockiereinrichtung, um eine Beeinträchtigung auszustrahlen, welche den ferngesteuerten Empfänger daran hindert, auf das Übertragene Steuersignal hin zu identifizieren und tätig zu werden. Die Empfangseinrichtung gibt das empfangene Signal auf eine Verarbeitungseinrichtung, die ein gespeichertes Programm ausführt, um zu bestimmen, ob das empfangene Signal einem übertragenen Steuersignal aus der Betrachterübertragungsvorrichtung entspricht, und, ist dies der Fall, den Kanal zu identifizieren, auf den der überwachte Empfänger eingestellt ist. Eine zugehörige Speichereinrichtung dient dazu, die identifizierten Kanalempfangsdaten zu speichern. Die Verarbeitungseinrichtung identifiziert die Benutzervorgabe und gibt entweder ein entsprechendes Steuersignal auf eine zweite Übertragungsvorrichtung, welche ein Steuersignal ausreichender Stärke aussendet, um die Beeinträchtigung zu überwinden, oder die Blockiereinrichtung instruiert, um die Ausstrahlung von Beeinträchtigungssignalen zu beenden. In beiden Fällen empfängt der ferngesteuerte Empfänger nunmehr und führt die Betrachtervorgabe aus. Die Verarbeitungseinrichtung strahlt periodisch einen Bef ehl an den ferngesteuerten Empfänger aus, der die zuletzt identifizierten Kanaldaten enthält, um sicherzustellen, daß ein Betrachter nicht manuell den gerade betrachteten Kanal verstellt,

Das Wesen der Erfindung einschließlich zusätzlicher Ziele und Vorteile wird leicht ersichtlich bei Betrachtung der folgenden detaillierten Beschreibung und angefügten Zeichnungen, worin

Fig. 1 einen Fernsteuerungsempfänger, ein Kanalermittlungsgerät, einen Videorekorder und einen Fernsehbildschirm mit einem Fernsteuerungsempfänger nach der vorliegenden Erfindung zeigt,

Fig. 2 ein Blockschaltbild des Kanalermittlungsgeräts nach Fig. 1 ist,

die Figuren 3A-3B Flußdiagramme sind, welche die von dem Gerät nach den Figuren 1 und 2 durchgeführten logischen Schritte darstellen, und

die Figuren 4A-4B Beispiele von normalen und beeinträchtigten Übertragungen von hypothetischen Seriendaten sind.

Beziehen wir uns nun auf die Figuren 1 und 2, so ist darin ein neuartiges und verbessertes Kanalermittlungsgerät nach der Erfindung gezeigt, das generell mit der Bezugszahl 10 bezeichnet ist. Während das Kanalermittlungsgerät 10 als ein solches dargestellt und allgemein beschrieben ist, welches für die Überwachung eines Fernsehempfängers Verwendung findet, sind die Grundzüge der vorliegenden Erfindung ebenso auf Rundfunkempfänger, Videokassettenrekorder und sonstige Empfänger anwendbar. Des weiteren wird die Erfindung anhand von Fernsteuerungsübertragern erörtert, die eine Infrarotlichtguelle, wie z.B. eine solche mit einem 40 KHz-Trägersignal, modulieren. Sie ist indessen ebenso aber nicht ausschließlich auf andere Infrarotträgersignale und Fernsteuerungsübertrager anwendbar, die andere Übertragungsmedien, wie z.B. Ultraschall, Radiofrequenzwellen oder sonstige ausgestrahlte Wellen, verwenden.

Bei einem nichtüberwachten ferngesteuerten Fernsehsystem erzeugt und überträgt ein vorhandener Betrachter-Fernsteuerungsübertrager 24 mit einem Tastenfeld 26 Steuersignale auf der Grundlage von vom Betrachter über das Tastenfeld eingegebenen Vorgaben. Ein Fernsteuerungsempfänger 12 empfängt die übertragenen Steuersignale und reagiert auf die empfangenen Steuersignale, indem er einen Tuner 14 steuert, der ein interner Fernsehtuner, ein externer Kabeltuner, wie er in Fig. 1 gezeigt ist, oder ein Tuner in einem externen Gerät, wie z.B. einem Videorekorder oder einem sonstigen herkömmlicherweise in Verbindung mit einem Fernsehbildschirm 16 verwendeten Gerät, sein kann. Mit dem Fernsehtuner 14 ist eine Signalquelle 18 verbunden, wie z.B. eine Empfangsantenne oder ein Fernsehkabelsystem. Alternativ hierzu liefert eine Satellitenantenne 18A, die in Verbindung mit einem Satellitenwähler 19 Verwendung findet, ein ausgewähltes Satellitensendesignal an den Fernsehtuner 14. Der Satellitenwähler 19 wird von dem Fernsteuerungsempfänger 12 gesteuert, um die Satellitenantenne 18A auf einen bestimmten einer Mehrzahl von Rundfunksatelliten zu richten.

Bei einer normalen Überwachungsoperation des Kanalermittlungsgeräts 10 der vorliegenden Erfindung empfängt ein Fernsteuerungsempfänger 28 des Kanalermittlungsgeräts 10 die übertragenen Steuersignale aus dem Übertrager 24 und gibt das Steuersignal an eine Verarbeitungseinrichtung, wie z.B. einen Mikroprozessor 30, weiter, der einen Speicher für wahlfreien Zugriff (RAM) 32 zur Datenspeicherung und einen Nur-Lese-Speicher (ROM) 34 zur Programmspeicherung aufweist. Falls erwünscht, kann eine herkömmliche Ein-/Aus-Sonde 38 dazu Verwendung finden, die Einschaltzustände des überwachten Fernsehers einschließlich des Tuners 14 und Bildschirms 16 zu melden. Ein Ein-/Aus-Schwellwertschaltkreis 40 dient in Verbindung mit der Ein-/Aus-Sonde 38 dazu, ein Signal an den Mikroprozessor 30 zu liefern, welches den Ein- und Aus-Schaltzuständen des Fernsehers 16 entspricht. Eine Stromabwesenheitssonde 42 des Kanalermittlungsgeräts 10 liefert ein Signal an den Mikroprozessor 30, welches angibt, ob der überwachte Fernsehtuner 14 von der Stromquelle getrennt ist oder ein sonstiger Stromausfall vorliegt. Ist der Fernseher nach Wiedereintreffen des Stromes an dem überwachten Tuner 14 eingeschaltet, so wird von dem Tuner 14 ein Fehlerkanal eingestellt. Auf diese Weise wird das Signal aus der Stromabwesenheitssonde 42 von dem Mikroprozessor 30 dazu verwendet, diesen anfänglichen Kanalempfang akkurat zu identifizieren.

Eingeschlossen in das Kanalermittlungsgerät 10 ist eine Beeinträchtigungserzeugungseinrichtung 44, die später genauer beschriebene Signale in dem gleichen Übertragungsmedium erzeugt und überträgt wie der Fernsteuerungsübertrager 24 des Betrachters. Während diese Beeinträchtigungserzeugungseinrichtung 44 Signale mit derselben Frequenz wie der Fernsteuerungsübertrager 24 des Betrachters erzeugen kann, ist es in der Praxis vorteilhaft, als die Beeinträchtigungs- oder Blockierfrequenz eine andere bekannte Frequenz zu verwenden, die dem Zweifachen derjenigen des Trägersignals entspricht. In dem spezifischen erörterten Ausführungsbeispiel ist dies eine Beeinträchtigungsfrequenz von 80 KHz. Dies gestattet es, dem Empfänger 28 des Kanalermittlungsgeräts 10 einen Filter 46 hinzuzufügen, welcher das Steuersignal von dem Beeinträchtigungssignal zu trennen vermag, so daß das Steuersignal analysiert werden kann. Alternativ hierzu kann, da auf das Steuersignal durch den Fernsteuerungsempfänger 12 nicht eingewirkt wird, bevor es durch den Empfang mehrfacher redundanter Steuersignalübertragungen bestätigt worden ist, die Blockierung des Steuersignals verzögert werden, bis das Kanalermittlungsgerät 10 das ursprünglich übertragene Steuersignal für die Analyse erhalten hat. Ist die ursprüngliche Übertragung empfangen worden, so werden die verbleibenden redundanten Steuersignalübertragungen danach unterbunden. Der Fernsteuerungsempfänger 12 erfordert im allgemeinen 6, 8 oder 10 redundante Übertragungen des Fernsteuerungssignals, deren exakte Zahl von den Spezifikationen des Herstellers und dem Einsatzort des Systems abhängt. Da die redundanten Übertragungen nach der anfänglichen Übertragung beeinträchtigt werden und die erforderliche Zahl redundanter Übertragungen nicht empfangen wird, ist der Fernsteuerungsempfänger 12 nicht in der Lage, die Genauigkeit des ursprünglich übertragenen Fernsteuerungssignals zu verifizieren, und damit daran gehindert, die in das Fernsteuerungssignal eincodierten Befehle des Betrachters auszuführen.

Das Kanalermittlungsgerät 10 enthält des weiteren einen mit dem Mikroprozessor 30 verbundenen Fernsteuerungsübertrager 48 zum Übertragen von Steuersignalen im Format derjenigen des Fernsteuerungsübertragers 24 des Betrachters für die Steuerung des Tuners 14. Im Idealfall besitzt der Fernsteuerungsübertrager 48 des Kanalermittlungsgeräts 10 die Fähigkeit, Fernsteuerungssignale mit erheblich größerer Intensität zu übertragen als der Fernsteuerungsübertrager 24 des Betrachters, was es dem Fernsteuerungsübertrager 48 ermöglicht, Steuersignale an den Fernsteuerungsempfänger auszustrahlen, ohne im Sichtbereich desselben zu liegen. Obgleich die Beeinträchtigungserzeugungseinrichtung 44 und der Fernsteuerungsübertrager 48 hier als separate Einheiten beschrieben sind, besitzen sie eine ähnliche Funktion und können sie gewünschtenfalls in einer einzigen Einheit vereinigt werden.

Das Kanalermittlungsgerät 10 enthält des weiteren ein Tastenfeld 50 in Verbindung mit dem Mikroprozessor 30 zur manuellen Bedienung durch den Betrachter. Das Mikroprozessor-Tastenfeld 50 wird verwendet anstelle des vorhandenen Fernsehtuner-Tastenfeldes (nicht gezeigt), das typischerweise in dem Fernsehtuner 14 enthalten ist, da, wie weiter unten noch genauer beschrieben wird, eine manuelle Steuerung des Fernsehtuners 14 über das vorhandene Tastenfeld unterbleiben soll. Auf eine Eingabe über das Mikroprozessor-Tastenfeld 50 hin gibt der Mikroprozessor 30 die entsprechenden Steuersignale an den Übertrager 48 zur Steuerung des Tuners 14. Die Kanalwahl wird identifiziert für eine vom Betrachter über das Tastenfeld 50 vorgenommene Eingabe durch die gleichen logischen Schritte seitens des Mikroprozessors 30 wie für eine Eingabe über den Übertrager 24.

Eine Datenspeicher- und -übermittlungseinrichtung 52 nimmt die Daten aus dem Mikroprozessor 30 über eines verschiedener bekannter Übermittlungsverfahren auf und speichert sie für nachfolgende Wiedergewinnung, gewöhnlich über eine Telefonleitung in Verbindung mit dem öffentlichen Telefonnetz, durch einen Zentralcomputer (nicht gezeigt). Ein Anschluß 54 ist mit dem Mikroprozessor 30 zur Verwendung bei der Installation und zu Testzwecken verbunden.

Nun wird die Arbeitsweise des Kanalermittlungsgeräts 10 unter Bezugnahme auf die in den Figuren 3A - 3B gezeigten Flußdiagramme beschrieben. Beziehen wir uns zunächst auf Fig. 3A, so sind darin die logischen Schritte dargestellt, welche durch das Kanalermittlungsgerät 10 während eines Vorbereitungsprozesses erfolgen. Der Vorbereitungsprozeß schließt eine sequentielle Korrelation und Speicherung entsprechender Betrachtervorgaben in dem Mikroprozessor 30 aus dem vorhandenen Benutzerübertrager 24 und der zulässigen Benutzerfunktionen für eine jede mögliche Betrachtervorgabe ein. Ein erstes vorbestimmtes Steuersignal wird von dem vorhandenen Fernsteuerungsübertrager 24 übertragen und empfangen sowie gespeichert durch den Empfänger 28 und den Mikroprozessor 30 des Kanalermittlungsgeräts 10. Das gespeicherte vorbestimmte Steuersignal wird einem entsprechenden zulässigen Signal angepaßt, wie es ursprünglich durch eine Bedienungsperson an dem Installationseingang 54 bestimmt wurde, und mit diesem gespeichert. Das entsprechende zulässige Signal wird in den meisten Fällen das gleiche sein wie das gespeicherte vorbestimmte Steuersignal, kann jedoch auch ein unterschiedliches vorbestimmtes Steuersignalformat für einen jeden der Befehle aufweisen, der von dem Fernsehempfänger empfangen werden kann. Ob das vorbestimmte Fernsteuerungssignal und sein entsprechendes zulässiges Steuersignal identisch sind, wird im allgemeinen davon abhängen, ob der mittels des Fernsehempfängers zu betrachtende Kanal mittels des Kanalermittlungsgeräts 10 aus der in dem vorbestimmten Steuersignal enthaltenen Betrachterwahlinformation bestimmt werden kann. Wo der gewählte Kanal nicht durch den Monitor 10 bestimmt werden kann, wird das vorbestimmte Fernsteuerungssignal durch ein zulässiges Steuersignal mit möglichst gleicher Funktion ersetzt. Die betreffenden Steuersignalpaare werden dann von dem Mikroprozessor sequentiell gespeichert, um eine Befehlstabelle zu bilden.

Als ein Beispiel für ein vorbestimmtes Steuersignal, das von dem zulässigen Steuersignal abweicht, bieten einige Fernsteuerungen eine Kanalabtastung, wobei ein Aufwärts- oder Abwärts- Befehl kontinuierlich an den Tuner ausgestrahlt wird, bis der Tuner einen brauchbaren Kanal findet, Dieses Beispiel liefert das schwierigste Szenarium beim Betrieb des Überwachungsgeräts für seine vorgesehene Datensammelarbeit. Bei der Kanalüberwachung ist es erforderlich, jederzeit zu wissen, auf welche Station der Fernseher eingestellt ist. Diese Arbeit ist normalerweise eine einfache für den Monitor, da der Monitor 10 einfach die zu sendende Kanalnummer erwartet, während der Benutzer den Kanal wählt, und dann die Kanalnummer abspeichert. Die Aufwärts-/Abwärts-Pfeile ergeben eine schwierige Herausforderung, da die Datenanfallgeschwindigkeit völlig willkürlich ist aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der Übertragung, die von Faktoren, wie dem Übertragungswinkel und der Signalstärke abhängen, und weil der Monitor 10 nicht mit der Zahl der redundanten Übertragungen synchronisiert ist, welche der Fernsteuerungsempfänger 12 erfordert, um einen akkuraten Befehlsempfang festzustellen. Daher kann der Monitor 10 nicht wissen, welcher Kanal letztlich gewählt wurde. Die in dieser Anmeldung beschriebene Technik löst dieses Problem durch Blockierung der Übertragung, was den Zielempfänger 12 veranlaßt, den übertragenen Code zu ignorieren. Daraufhin geht der Monitor dazu über, der bestimmten laufenden Kanalnummer "1" hinzuzufügen bzw. davon abzuziehen, je nachdem, durch welchen Richtungspfeil übertragen wurde, und den neuen Kanal auf dem Display des Monitors anzugeben. Hat sich der Teilnehmer entschieden, welchen Kanal er ansehen möchte, so sendet der Monitor 10 die absolute Kanalnummer an den Zielempfänger 12, womit sichergestellt wird, daß der Monitor 10 stets den Kanal weiß, auf den der Fernsteuerungsempfänger 12 eingestellt ist.

Der Installationsvorgang wird fortgesetzt, bis alle möglichen Befehle des Betrachters einschließlich Befehlen von dem Tastenfeld 50 wie auch dem vorhandenen Fernsteuerungsübertrager 24 identifiziert und zulässige Befehle an die Stelle eines jeden vom Betrachter stammenden Befehls gesetzt worden sind, der das Kanalermittlungsgerät 10 daran hindern könnte, den Kanal des Zielempfängers 12 zu melden. Am Ende des Installationsprozesses wird der von dem Tuner 14 nach einem Stromausfall eingestellte Fehlerkanal identifiziert und gespeichert. Darauf wird einer der vorbestimmten Kanäle des Tuners 14 als Kanalwahl eingegeben und als zuletzt auftretender Kanal gespeichert. Schließlich wird der Überwachungsmodus des Kanalermittlungsgeräts 10 gewählt und der in Gang gesetzte Prozeß abgeschlossen.

Beziehen wir uns nun auf Fig. 3B, so sind darin die während des Überwachungsbetriebs seitens des Kanalermittlungsgeräts 10 erfolgenden logischen Schritte dargestellt. Zu Zwecken des gezeigten Beispiels werden Infrarot- (IR)-Übertragungen angenommen.

Der Mikroprozessor 30 frägt beständig die Signale sowohl von dem Fernsteuerungsempfänger 28 als auch dem Tastenfeld 50 ab, um Selektionen des Betrachters zu identifizieren. Wird von dem Fernsteuerungsempfänger 28 irgendein Signal empfangen, so instruiert der Mikroprozessor 30 die Beeinträchtigungseinrichtung 44, das empfangene Signal zu beeinträchtigen. Die Beeinträchtigungseinrichtung 44 beginnt sogleich, Beeinträchtigungssignale zu übertragen, die alle an den Fernsehempfänger 12 übertragenen Fernsteuerungssignale unidentifizierbar machen.

Wie in den Figuren 4A und 4B gezeigt, macht die Erfindung Übertragungen unkenntlich, indem sie die Lücken zwischen serieilen Datengruppen mit Beeinträchtigungssignalen ausfüllt. Die Ausschaltung von Pausen oder Zwischenräumen in den seriellen Daten ändert das Steuerungsformat des übertragenen Signals in ein Format, zu dem keine Entsprechung gefunden werden kann und das durch das Zielgerät 12 nicht identifizierbar oder decodierbar ist, Alternativ hierzu kann durch die Blockiereinrichtung 44 ein kontinuierliches Beeinträchtigungssignal erzeugt werden, welches gleichfalls die Übertragung unkenntlich macht, indem es den Empfang irgendwelcher Datenbits verhindert.

Im allgemeinen erfolgt die Beeinträchtigung in dem gleichen Übertragungsmedium, jedoch mit einer anderen bekannten Frequenz als derjenigen des Steuersignals vom Benutzer. Dies gestattet es dem Kanalermittlungsgerät 10, mit dem Filter 46 die spezielle Frequenz des Beeinträchtigungssignals herauszufiltern und sodann den Benutzerbefehl aus dem Benutzersteuersignal zu lesen. Beispielsweise modulieren die meisten heutzutage in Gebrauch befindlichen Infrarot-Fernbedienungen mit einem 40-KHz-Signal. Die Beeinträchtigungseinrichtung blockiert ein solches Signal mit einem 80-KHz-Signal, welches anschließend gefiltert werden kann. Die Beeinträchtigungseinrichtung kann die Übertragung selbstverständlich mit der gleichen Signalfrequenz blockieren, wie ausgesandt. Jedoch muß die Auslösung des Beeinträchtigungssignals, wie vorausgehend beschrieben, den Empfang eines unbeeinträchtigten Signals durch den Mikroprozessor 30 vor Beginn der Erzeugung von Beeinträchtigungen abwarten.

Kehren wir zu Fig. 3B zurück: Wurde in dem Übertragungsmedium ein Signal ermittelt, so beginnt die Beeinträchtigung, und der Mikroprozessor 30 meldet das seitens des Ein-/Aus-Schwellwertschaltkreises 40 angelegte Ein-/Aus-Signal, um zu bestimmen, ob der Fernseher ein- oder ausgeschaltet ist. Ist der Fernseher ausgeschaltet, so wird das ermittelte Signal mit dem gespeicherten Einschaltsignal des Übertragers 24 oder des Tastenfeldes 50 verglichen, je nach der Quelle des ermittelten Signals. Wird entsprechend einer durch den Betrachter erfolgten Einschaltung eine Übereinstimmung festgestellt, so fragt der Mikroprozessor 30 die Stromausfallsonde 42 ab, um zu ermitteln, ob vor der festgestellten Einschaltung ein Stromausfall aufgetreten ist. Wird ein Stromausfall an dem überwachten Empfänger angezeigt, so wird der Kanalempfang auf den gespeicherten Stromausfall-Fehlerkanal geschaltet. Anderenfalls, wenn kein Stromausfall angegeben wird, wird der Kanalempfang auf den gespeicherten letzten Kanal gesetzt. Daraufhin wird das entsprechende gespeicherte Einschaltsignal des Übertragers 24 durch den Mikroprozessor 30 auf den Übertrager 48 gegeben, um an den Fernsteuerungsempfänger 12 weitergeleitet zu werden. Anderenfalls, wenn die verglichenen Signale einander nicht entsprechen, wird das empfangene Signal beeinträchtigt, bis es erlischt.

Ist der Fernseher eingeschaltet, so wird das ermittelte Signal mit den gespeicherten Befehlssignalen des Übertragers 24 oder des Tastenfeldes 50 der Befehlstabelle verglichen. Wird eine Übereinstimmung festgestellt, so wird das gespeicherte entsprechende Signal des Übertragers 24 durch den Mikroprozessor 30 an den Übertrager 48 gegeben, um das entsprechende Steuersignal durch die Beeinträchtigung an den Fernsteuerungsempfänger 12 zu übertragen. Anderenfalls kann der Mikroprozessor 30 die Beeinträchtigungseinrichtung 44 instruieren, die Beeinträchtigung zu beenden und den Fernsteuerungsempfänger 12 das Fernsteuerungssignal unbehindert empfangen zu lassen. Daraufhin wird der gegenwärtig betrachtete Kanal als der zuletzt empfangene Kanal gespeichert.

Wird in der Befehlstabelle keine Übereinstimmung festgestellt, so wird das ermittelte Signal blockiert, bis es erlischt, jedoch ansonsten ignoriert.

Um sicherzustellen, daß das Kanalermittlungsgerät 10 bei dem von dem Betrachter gewählten Kanal bleibt, sendet es periodisch immer wieder ein Fernsteuerungssignal an den Fernsteuerungsempfänger 12, womit es diesen instruiert, den Fernseher auf den von dem Kanalermittlungsgerät 10 gespeicherten zuletzt eingestellten Kanal einzustellen. Diese Sendewiederholungsperiode kann in Zeitabständen von einigen Sekunden bis zu einigen Minuten erfolgen und soll die manuelle Umgehung des Fernsteuerungsübertragers 24 am Fernsehtuner 14 selbst durch fortwährendes Neueinstellen des Fernsehers 16 auf den von dem Monitor 10 zuletzt aufgezeichneten Kanal untunlich erscheinen lassen. Dies hat den Vorteil, den Betrachter zu animieren, den Fernsteuerungsübertrager 24 zu verwenden, womit sichergestellt ist, daß der tatsächlich betrachtete Kanal derjenige ist, der am Monitor 10 als eingestellt aufgezeichnet ist.

Bei einem anderen Ausführungsbeispiel beeinträchtigt die Beeinträchtigungseinrichtung irgendwelche Übertragungen in dem Übertragungsmedium fortwährend durch Aussenden einer kontinuierlichen Beeinträchtigung mit einer bekannten Frequenz, welche von derjenigen des vorhandenen Fernsteuerungsübertragers 24 abweicht. Der Empfänger 28 des Kanalermittlungsgeräts 10 filtert diese bekannte Frequenz und meldet in dem gefilterten Übertragungsmedium empfangene Signale. So empfangene Signale werden wie oben beschrieben behandelt und entweder mit großer Energie an den Fernsteuerungsempfänger 12 weitergegeben, oder es wird die Beeinträchtigung lange genug unterbrochen, um das Signal aus dem Übertrager 24 empfangen zu lassen.


Anspruch[de]

1. Gerät (10) zur Überwachung und Steuerung eines ferngesteuerten Empfängers (12) zur Ermittlung desjenigen Kanals aus einer Mehrzahl von Kanälen, auf welche der ferngesteuerte Empfänger eingestellt ist, und enthaltend:

Mittel (28) zum Empfangen eines vorbestimmten, einen Betrachter-Befehl repräsentierenden Steuersignals, das von einer Fernsteuerungseinheit (24) zu dem ferngesteuerten Empfänger (12) übertragen wird,

von diesen Empfangsmitteln (28) gesteuerte Mittel (30, 44) zur Beeinträchtigung der Übertragung dieses vorbestimmten Steuersignals an den ferngesteuerten Empfänger (12),

von den Empfangsmitteln (28) gesteuerte Mittel (30) zum Identifizieren des durch das vorbestimmte Steuersignal repräsentierten Betrachter-Befehls,

von den Identifizierungsmitteln (30) gesteuerte Mittel (52) zum Speichern eines den identifizierten Betrachter-Befehl repräsentierenden Signals und

von den Identifizierungsmitteln (30) gesteuerte Mittel (48) zum Steuern des Betriebs des ferngesteuerten Empfängers.

2. Gerät (10) nach Anspruch 1, worin die Identifizierungsmittel (30) Mittel zum Bestimmen des letzten Kanals enthalten, auf den der ferngesteuerte Empfänger (12) eingestellt ist, aus dem gespeicherten Betrachter-Befehl.

3. Gerät (10) nach Anspruch 2, worin die Steuermittel (48) periodisch ein Fernsteuerungssignal an den ferngesteuerten Empfänger (12) senden, welches dem ferngesteuerten Empfänger aufgibt, auf den genannten letzten Kanal einzustellen.

4. Gerät (10) nach Anspruch 1, worin die Empfangsmittel (28) Mittel (46) zum Filtern der von den Beeinträchtigungsmitteln (44) erzeugten Beeinträchtigung enthalten, wobei das vorbestimmte Steuersignal durch die Identifizierungsmittel verarbeitet werden kann.

5. Gerät (10) nach Anspruch 1, worin die Beeinträchtigungsmittel (44) Mittel zum Erzeugen eines Beeinträchtigungssignals mit der gleichen Frequenz wie derjenigen des vorbestimmten Steuersignals enthalten.

6. Gerät (10) nach Anspruch 1, worin das vorbestimmte Steuersignal im Seriendatenformat vorliegt und die Beeinträchtigungsmittel (44) ein Beeinträchtigungssignal während Zeiträumen der Nichtübertragung erzeugen, welche Seriendatenübertragungen trennen, wobei das Seriendatenformat des vorbestimmten Steuersignals durch den ferngesteuerten Empfänger nicht lesbar ist.

7. Gerät nach Anspruch 1, worin das Übertragungsmedium für das genannte vorbestimmte Steuersignal Infrarotlicht, Ultraschall oder Rundfunkfrequenz ist.

8. Verfahren zur Bestimmung desjenigen Kanals aus einer Mehrzahl von Kanälen, auf den ein ferngesteuerter Empfänger (12) eingestellt ist, mit folgenden Schritten:

Abfragen eines Übertragungsmediums für Signale,

Ermitteln eines in diesem Medium übertragenen Signals,

Beeinträchtigung der Übertragung dieses Signals in dem Übertragungsmedium,

Bestimmen, ob das Signal irgendeinem einer Mehrzahl vorbestimmter, Informationen enthaltender, zulässiger Signale entspricht,

Festhalten des Informationsgehalts des vorbestimmten zulässigen Signals und

Steuern des ferngesteuerten Empfängers entsprechend dem Informationsgehalt des vorbestimmten zulässigen Signals.







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