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Dokumentenidentifikation DE3854020T2 14.03.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0299194
Titel Verfahren zur Untersuchung von Blättern mit gleichzeitiger Auslösung der Messbereiche und der spektralen Bänder.
Anmelder ABB Industrial Systems Inc., Columbus, Ohio, US
Erfinder Burk, Gary Neil, Columbus Ohio 43224, US;
Williams, Paul, Columbus Ohio 43221, US
Vertreter Rupprecht, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 61476 Kronberg
DE-Aktenzeichen 3854020
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 04.06.1988
EP-Aktenzeichen 881089767
EP-Offenlegungsdatum 18.01.1989
EP date of grant 21.06.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.03.1996
IPC-Hauptklasse G01N 21/86

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Technisches Gebiet

Diese Erfindung betrifft Bahn-Sichtkontrollsysteme der bei der Messung von Gütemerkmalen einer sich bewegenden Materialbahn während ihrer fortlaufenden Herstellung benutzten Art. Insbesondere betrifft die Erfindung diejenigen Systeme, die solche Messungen aus vorherigen Messungen physischer Bahneigenschaften ableiten, wobei diese vorherigen Messungen auf der Wechselwirkung eines oder mehrerer ausgewählter Wellenlängenbändern von Strahlungsenergie mit einem oder mehreren Bestandteilen der Bahn beruhen. Weiterhin betrifft die Erfindung insbesondere auch solche Systeme, die solche Messungen für jede einer Mehrzahl von (auch als "Datenkästen" bekannten) sich quer über die Bahn erstreckenden Meßzonen erzeugen müssen.

2. Stand der Technik

Systeme nach der obigen Beschreibung sind schon viele Jahre lang im Gebrauch. In einer typischen Anordnung bewegen sich ein oder mehrere auf einer gebräuchlichen bahnüberquerenden Struktur befestigten Sensoren über die gesamte Maschinenquerbreite der Bahn hin und her, um die Messung in jeder Meßzone zu ermöglichen. Diese Hinund Herbewegung wird gewöhnlich als "Abtastung" bezeichnet.

Die Sensoren bedienen sich typisch einer Strahlungsenergiequelle. Von der Quelle gelenkte und mit der Bahn in Wechselwirkung tretende Strahlung wird von einem Erkennungssystem erkannt, das typischerweise eine oder mehrere physische Bahneigenschaften anzeigende Analogsignale erzeugt. Beispiele solcher physischen Eigenschaften sind Durchlässigkeitsgrad, Reflexionsgrad und Fluoreszenz. Die physische Eigenschaft deutet wiederum ein oder mehrere Gütemerkmale an. Beispiele solcher Gütemerkmale sind Grundgewicht, Feuchtigkeitsgehalt, Farbe, Aushärtungsgrad, Stärke, Glanz und Aschegehalt.

Bei einigen Gütemerkmalen ist es unnötig, den Sensor für die Erkennung von Strahlung in zwei oder mehr ausgewählten Wellenlängenbereichen (hiernach "Wellenlängenbändern") auszulegen. Bei der Messung von Glanz wird beispielsweise eine Quelle sichtbaren Lichts mit einer geeigneten Quellen-/Detektorgeometrie benutzt und eine Glanzmessung aus dem Reflexionsgrad eines relativ breiten Bereichs sichtbarer Lichtwellenlängen ohne Berücksichtigung des Reflexionsgrads schmälerer Bänder innerhalb des sichtbaren Bereichs erzeugt. Die Fähigkeit, andere Gütemerkmale wie Farbe, Feuchtigkeitsgehalt, Polymergehalt und Gewicht pro Flächeneinheit zu messen, kann jedoch auf unabhängiger Erkennung einer Mehrzahl von ausgewählten Wellenlängenbändern mit einem oder mehreren Bahnbestandteilen beruhen. Bei der Messung von Farbe ist es beispielsweise notwendig, Licht auf zulösen, das mit der Bahn in eine Mehrzahl (typischerweise mindestens 16) von Wellenlängenbändern in Wechselwirkung getreten ist, und die physische Eigenschaft für jedes der Bänder zu messen, ehe die Messungen der physischen Eigenschaften kombiniert werden, um eine einzelne Farbmessung zu erzeugen.

Wie oben erwähnt, bewegt sich der Sensor typisch über die gesamte Maschinenquerbreite der Bahn hin und her. Die vom Sensor zur überquerung der Gesamtbreite benötigte Zeit kann in der Größenordnung von 15 bis 60 Sekunden liegen. Im Vergleich dazu kann sich die Bahn mit 1000 Meter pro Minute übersteigenden Geschwindigkeiten in der Maschinenrichtung bewegen. Infolgedessen können zwischen auf einanderfolgenden Erscheinungen eines Sensors in einer bestimmten Meßzone mehrere hundert Herstellungsmeter ohne Messung in dieser Zone am Sensor vorbeigelauf en sein. Darüber hinaus können bei obigen Geschwindigkeiten in der vom Sensor zur Fortbewegung von einer Zone zur nächsten benötigten Zeit mehr als 15 Herstellungsmeter vorbeigelauf en sein. So kann die Meßlinie für eine bestimmte Abtastung als sehr lange, sich von einer Kante der Bahn zur anderen erstreckende Diagonale angesehen werden.

Eines der so entstehenden technischen Probleme besteht in der Schwierigkeit, wenn Änderungen bei einem Gütemerkmal beobachtet werden, zu wissen, inwieweit die Änderungen aus Merkmalschwankungen in der Maschinenrichtung (MD - machine direction) im Gegensatz zu Schwankungen in Maschinenquerrichtung (CD - cross-machine direction) resultieren. Das stellt bei der Regelung des Gütemerkmals ein Problem dar, da sich die zur Korrektur von MD-Schwankungen unternommenen Schritte bedeutend von den zur Korrektur von CD-Schwankungen unternommenen Schritten unterscheiden. Die genaue Beschaffenheit der Schwankung muß daher bekannt sein, um sofort die richtige Kombination von Regelschritten zu implementieren. Da die Bewegung der Sensoren eine Kenntnis der Beschaffenheit der Schwankung zu jeder bestimmten Zeit ausschließt, werden in gegenwärtigen Regelanordnungen die richtungsbezogene Eigenschaft der Schwankung berücksichtigende Annahmen benutzt, um optimale Kombinationen von Regelschritten zu berechnen. Diese Berechnungen werden wiederholt aktualisiert, um die jüngsten Meßdaten für das interessierende Gütemerkmal wiederzuspiegeln.

Zusätzlich zu dem obigen Problem gibt es verschiedene Wartungs- und Genauigkeitsprobleme in Verbindung mit der durch gebräuchliche Abtastsensoren bedingten mechanischen Bewegung.

Dementsprechend bestand auf dem Gebiet der Messung und Regelung von fortlaufend hergestellten Bahnmaterialien, wo die Messung auf der Wechselwirkung eines oder mehrerer ausgewählter Strahlungswellenlängenbänder mit der Bahn beruht, und insbesondere im Bereich der Papierherstellung ein andauerndes Erfordernis nach Sensoren, die eine schnellere Messung von Gütemerkmalen in jeder Meßzone der Bahn bereitstellen können, und nach Sensoren, die dieses ohne Anwendung der gebräuchlichen Abtastbewegung bewerkstelligen können.

In US-A-4,544,271 ist ein Verfahren der optischen Messung einer Feststoffprobe offenbart, bei dem durchgelassenes oder von der besagten Probe reflektiertes Licht an den Eintrittsschlitz eines Dispersionselements weitergeleitet wird und eine Mehrzahl von Bildsensoren bei unterschiedlichen Wellenlängen gebildete Abbildungen des Schlitzes erkennen. Die in dem Verfahren benutzten Proben liegen in der Form von Dunnschicht-Chromatographieplättchen vor.

Die Erfindung nach Anspruch 1 stellt ein nicht abtastendes Verfahren zur Verwendung bei der Messung, in jeder Meßzone einer sich bewegenden Materialbahn, eines ausgewählten Gütemerkmals der Bahn bereit.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Messen eines Gütemerkmals einer sich bewegenden Materialbahn in jeder einer Mehrzahl von sich über die Bahn erstrekkenden Meßzonen bereit, wobei die Messung auf der Wechselwirkung eines oder mehrerer Strahlungswellenlängenbänder mit einem oder mehreren Bestandteilen der Bahn beruht. Die Erfindung richtet sich hauptsächlich auf Papierprodukte, ist aber auch auf andere fortlaufend hergestellte Materialien wie beispielsweise Kunststoffilm und Folie anwendbar.

In einem Aspekt stellt die Erfindung nicht abtastende Verfahren bereit, die Strahlung dispergieren, die von einer Quelle auf einen abgebildeten Streifen gelenkt wird, der sich über die gesamte Maschinenquerbreite der Bahn erstreckt. Nach ihrer Wechselwirkung mit der Bahn wird die Strahlung in ein Spektrum einschließlich einer Mehrzahl von Strahlungswellenlängenbändern dispergiert, die mindestens ein ausgewähltes Band enthalten, für das Messungen der physischen Eigenschaft durchzuführen sind, ehe eine Messung des Gütemerkmals erzeugt wird. Ein Detektor mit einem zweidimensionalen Feld von Erkennungszonen ist so positioniert, daß er das Spektrum in mindestens die ausgewählten Wellenlängenbänder auflöst und den abgebildeten Streifen in die erforderliche Anzahl von Datenkästen oder Meßzonen auflöst, so daß für jede Meßzone den ausgewählten Strahlungswellenlängenbändern entsprechende Detektorreaktionen erzeugt werden können. Da sich der abgebildete Teil über die gesamte Maschinenquerbreite der Bahn erstreckt, ist keine Abtastbewegung notwendig.

In einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung bei einer Bahn-Sichtkontrolleinrichtung, die sich einer Abtastbewegung bedient, eine bedeutende Verbesserung der Fähigkeit, MD- von CD-Schwankungskomponenten im Gütemerkmal auszusondern, bereit. Diese Verbesserung beruht auf der Tatsache, daß mehrere Meßzonen gleichzeitig abgebildet werden und damit im wesentlichen gleichzeitige Messung der physischen Eigenschaft für jedes der ausgewählten Wellenlängenbänder in mehreren Meßzonen ermöglicht wird. Das erlaubt wiederum die Erzeugung zahlreicher "differenzsignale", die zur CD-Veranderung der physischen Eigenschaft proportional sind, auf der die Messung des Gütemerkmals beruht.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Figur 1 ist ein Schaltschema der bevorzugten Ausführungsform, in dem ein Meß- und Regelsystem einschließlich eines nicht abtastenden Sensors dargestellt wird, das sich einer Reflexionsgeometrie bedient, um den Reflexionsgrad über die gesamte Maschinenquerbreite einer sich bewegenden Papierbahn für jedes einer Mehrzahl von ausgewählten Wellenlängenbändern zu messen.

Figur 2 ist eine schematische Darstellung der mit dem abgebildeten Streifen und dem Bereichsdetektor der Figur 1 in Verbindung stehenden Meßzonen bzw. Erkennungszonen.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Bezugnehmend auf Figur 1 der Zeichnungen ist ein Sensor 2 durch eine eine Quelleneinheit 4 und eine Abbildungs- und Erkennungseinheit 6 umschließende gestrichelte Linie angezeigt. Der Sensor 2 gehört einer für die Messung eines Gütemerkmals einer fortlaufend hergestellten Bahn 8 aus Material während ihrer Herstellung benutzten Klasse an. Die Bahn 8 kann als sich in der durch die Ziffer 10 angezeigten Maschinenrichtung bewegend angesehen werden.

Die Quelleneinheit 4 ist durch eine eine Quelle 12 elektromagnetischer Strahlung und Strahlungsfiltermittel 14 einschließende gestrichelte Linie angedeutet. Das Filtermittel 14 kann in einer bestimmten Anwendung vorhanden sein oder nicht, und zwar in Abhängigkeit von solchen Faktoren wie dem von der Quelle 12 abgegebenen Spektralband und dem Gütemerkmal, für das Messungen auszuführen sind. Wenn es vorhanden ist, und abgesehen von Anwendungen, bei denen die interessierende physische Eigenschaft Fluoreszenz ist, kann es an jeder geeigneten Stelle im Strahlungsweg zwischen Quelle und Detektor plaziert sein, obwohl es in der Figur 1 als in der Quelleneinheit 4 enthalten angezeigt ist. Die Quelle 12 kann je nach den von der Breite der Bahn 8 im Verhältnis zu der anwendbaren Abmessung einer Einzelquelle bedingten Erfordernissen eine Einzelquelle oder eine Reihe von nebeneinander angeordneten Quellen sein. Alternativ kann die Quelle 12 ein Laser sein, der in Verbindung mit einer zylindrischen Linse die gesamte Maschinenquerbreite 21 der Bahn 8 bestrahlen kann. Die bestimmte Strahlungsquelle 12 kann von der für die Anwendung benötigten Intensität und spektralen Bandbreite abhängig sein. Beispielsweise ist, wenn das zu messende Gütemerkmal Farbe ist, eine relativ flache Quelle hoher Intensität (d.h. eine Quelle mit einer relativ gleichförmigen Verteilung von Wellenlängen) sichtbaren Lichts wie eine Xenon-Blitzröhre zu bevorzugen. Wo das Gütemerkmal Feuchtigkeitsgehalt ist und die Messung auf der Erscheinung von molekularer Resonanzabsorption beruht, kann die Quelle 12 eine gewöhnliche Infrarot abgebende Wolframlampe sein. Mit der Auswahl einer richtigen Quelle in Beziehung stehende Betrachtungen sind in der Technik bekannt und brauchen nicht weiter erläutert zu werden.

Es wird gezeigt, daß mit der Ziffer 16 angedeutete Strahlung von der Quelle 12 auf die Bahn 8 gelenkt wird. So wird die Bahn 8 über einen Teil 18 bestrahlt, der einen sich über die gesamte Maschinenquerbreite 21 der Bahn erstreckenden Streifen 20 enthält. Ein Teil der Strahlung 16 wird vom Streifen 20 (wie bei 23 angedeutet) zur Abbildungs- und Erkennungseinheit 6 reflektiert. Die Abbildungs- und Erkennungseinheit 6 wird durch eine das Streifenabbildungsmittel 22, Strahlungsdispergiermittel 24 und Strahlungserkennungsmittel 26 umschließende gestrichelte Linie angedeutet.

Das Streifenabbildungsmittel 22 kann irgendeine geeignete Vorrichtung oder Kombination zur Abbildung des Streifens 20 auf dem Strahlungsdispergiermittel 24, wie beispielsweise eine Projektionsschlitz- und/oder Linsenanordnung sein.

Das Strahlungsdispergiermittel 24 ist vorzugsweise ein Beugungsgitter mit einer Dispersion und einem Blazewinkel, die den Erfordernissen der bestimmten Anwendung entsprechen. Weniger wünschenswerte Dispergiermittel einschließlich Prismen können benutzt werden, um im wesentlichen dasselbe Ergebnis wie das vom Dispergiermittel 24 erreichte zu bieten. Das Beugungsgitter ist hinsichtlich des Streifenabbildungsmittels 22 so positioniert, daß der Streifen 20 wie erforderlich darauf abgebildet wird und parallel zu den Gitterteilungen liegt. Der Wellenlängendispersionswinkel liegt daher im rechten Winkel zur Abbildung des Streifens 20. Das Dispergiermittel 24 dispergiert die Strahlung 27, die mit der Bahn 8 am Streifen 20 in Wechselwirkung trat und einen entsprechenden Weg zum Streifenabbildungsmittel 22 verfolgt hat, in ein Spektrum einschließlich der Mehrzahl von ausgewählten Wellenlängenbändern, um die dispergierte Strahlung 28 bereitzustellen. Das Strahlungserkennungsmittel 26 ist vorzugsweise ein Einbereichsdetektor wie CCD, CID oder Vidicon, der eine zweidimensionale Auflösung bietet. Das Erkennungsmittel 26 ist hinsichtlich des Dispergiermittels 24 so positioniert, daß auf dem Erkennungsmittel eine dispergierte Abbildung des Streifens 20 gebildet wird. Die dispergierte Strahlung 28 trifft auf das Erkennungsmittel 26, um den Reflexionsgrad der Bahn 8 in jeder Meßzone für jedes der Wellenlängenbänder anzeigende Detektorreaktionen 30 zu erzeugen.

Die Anzahl ausgewählter Wellenlängenbänder sowie auch ihre Bandbreiten sind von dem gemessenen Gütemerkmal abhängig und können in manchen Anwendungen von der Gegenwart von Verunreinigungen oder sonstigen Bestandteilen der Bahn 8 beeinflußt sein. (In Verbindung mit den letzteren siehe beispielsweise US-Patent Nr. 4,577,104 Sturm). Beispielsweise erfordert eine zufriedenstellende Farbmessung eine Auflösung von mindestens sechzehn sich über den sichtbaren Bereich erstreckenden Wellenlängenbändern. Im Vergleich dazu kann eine Feuchtigkeitsgehaltmessung eine Auflösung von nur zwei Wellenlängenbändern erfordern und eine Stärkemessung kann unter Umständen nur eines erfordern.

Bezugnehmend auf die Figur 2 ist der Streifen 20 so dargestellt, daß er eine Anzahl "n" von Meßzonen "z" enthält. Wie gut bekannt ist, ist diese Anzahl entsprechend Faktoren einschließlich der Datenerfassungsgeschwindigkeit und Datenverarbeitungsgeschwindigkeit begrenzt und ist nicht dieselbe für jede Anwendung. Das Erkennungsmittel 26 ist schematisch so dargestellt, daß es "m mal n" Erkennungszonen enthält, die sowohl numerisch als auch in der Reihenfolge der Anzahl "m" von Wellenlängenbändern "λ" entsprechen, in die es die dispergierte Strahlung 28 auflöst, bzw. die Anzahl von Meßzonen. Wie aus Obigem ersichtlich ist, fungieren das Streifenabbildungsmittel 22 und das Strahlungsdispergiermittel 24 so, daß sie eine Abbildung des dispergierten Bildes des Streifens 20 auf das Erkennungsmittel 26 bewirken, um eine Eins-zu-Eins-Entsprechung zwischen einer bestimmten Erkennungszone und einem bestimmten Wellenlängenband innerhalb einer bestimmten Meßzone zu erzeugen. Gegebenenfalls können dahingehend eine oder mehrere (nicht gezeigte) Linsenanordnungen benutzt werden.

So wird Strahlung gleichzeitig in allen Erkennungszonen erkannt, und aus der auf die Erkennungszonen auftreffenden Strahlung 28 wird für jede Meßzone "z" eine Mehrzahl "m mal k" von Detektorreaktionen 30 erzeugt, wobei "k" die Anzahl von Pixeln in jeder gegebenen Erkennungszone "zi, λi" ist. Jede der Detektorreaktionen 30 zeigt die Intensität der auf das zugehörige Pixel auftreffenden Strahlung an. In der Ausführungsform der Figur 1 zeigen die Detektorreaktionen 30 daher den Reflexionsgrad der Bahn 8 bei verschiedenen Wellenlängen in verschiedenen Meßzonen an. Die jeder gegebenen Erkennungszone "zi, λi" entsprechenden "k" Detektorreaktionen 30 können mit bekannten Signalverarbeitungsverfahren summiert werden, um Gesamtmessungen des Reflexionsgrads für das bestimmte Wellenlängenband und die dieser Erkennungszone entsprechende bestimmte Meßzone zu erzeugen. Es kann entsprechende Software eingesetzt werden, um nur die Detektorreaktionen 30 von einem ausgewählten Wellenlängenband oder einer Mehrzahl von ausgewählten Wellenlängenbändern entsprechenden Erkennungszonen zu benutzen. Indem man weiterhin eine schnelle Datenerfassungsvorrichtung wie eine CCD für das Strahlungserkennungsmittel 26 und eine wie in der anhängigen Anmeldung mit der Seriennummer 06/940,139 beschriebene schnelle Datenverarbeitungsschaltung benutzt, kann eine vollständige Gruppe "n mal m mal k" von Detektorreaktionen 30 erhalten werden, und damit kann ein vollständiger Satz "n mal m" von Reflexionsgradmessungen in einem Zeitabstand in der Größenordnung in fünfzehn Millisekunden durchgeführt werden. Damit wird die Fähigkeit, zwischen MD und CD- Schwankung im Gütemerkmal zu unterscheiden, drastisch erhöht.

Die Detektorreaktionen 30 werden einer Schnittstelle 32 übermittelt (die der in der oben angeführten anhängigen Anmeldung beschriebenen Einrichtung ähnlich sein kann), in digitale Reaktionen 34 umgewandelt und dann einem Digitalrechner 36 übermittelt, in dem die physische Eigenschaft betreffende Eichungsdaten gespeichert sind. Aus den Eichungsdaten, den digitalen Reaktionen 34 und bekannten Formeln erzeugt der Rechner 36 die Messungen des Gütemerkmals. Diese werden typischerweise mit in den Rechner 36 eingegebenen Zielwerten verglichen, und entsprechende digitale Regeldaten 38 werden über eine weitere Schnittstelle 40 in Regelsignale 42 umgewandelt, die einem Prozeßsteuerungsbetätigungsglied 44 übermittelt werden.

Das Prozeßsteuerungsbetätigungsglied 44 kann eine Menge von Ventilen zur Veränderung der Durchflußrate von Farbstoffen oder sonstigen Färbungsmitteln umfassen, wenn das Gütemerkmal Farbe ist, oder kann eine Menge von Heizelementen oder Wassersprühdüsen umfassen, wenn beispielsweise das Gütemerkmal Feuchtigkeitsgehalt ist. So dient das Prozeßsteuerungsbetätigungsglied 44 dazu, eine Änderung des Gütemerkmals als Reaktion auf Messungen desselben zu bewirken.

In der bevorzugten Ausführungsform der Figur 1 erstreckt sich der Streifen 20 über die gesamte Maschinenquerbreite der Bahn 8 und es besteht daher kein Erfordernis, daß der Sensor 2 auf einer bahnüberquerenden Struktur befestigt ist. Der Sensor 2 befindet sich dementsprechend in einer im allgemeinen mittigen Stellung in bezug auf den Bewegungsweg der Bahn 8 und ist auf einer geeigneten (nicht gezeigten) stationären Struktur befestigt. Wie in der Zeichnung angedeutet, wird es typischerweise notwendig sein, die Abbildungs- und Erkennungseinheit 6 beträchtlich weiter von der Bahn 8 entfernt als die Quelleneinheit 4 anzubringen, um einen Streifen abzubilden, der sich über die gesamte Bahnbreite erstreckt. In einer Anwendung, in der es nicht sinnvoll ist, die gesamte Breite der Bahn 8 abzubilden, kann die Erfindung in einer Abtastanordnung benutzt werden. In diesem Fall erstreckt sich der abgebildete Streifen 20 über eine zweckdienliche Bandbreite und solange wie die Abbildung eine Mehrzahl von Meßzonen bedeckt, kann die Erfindung dazu benutzt werden, mit einem einzelnen Sensor die Fähigkeit, zwischen CD- und MD-Schwankung des Gütemerkmals zu unterscheiden, bedeutend zu verbessern. Dies ergibt sich aus der Fähigkeit, mehrere "Differenzsignale" zu benutzen, die zur CD-Änderung der physischen Eigenschaft (zum Beispiel Durchlässigkeitsgrad) proportional sind, auf der die Messung des Gütemerkmals beruht. Man siehe beispielsweise US-Patent Nr. 3,673,865, Michaelsen, in dem eine begrenzte Version dieses Prinzips in einer Abtastanordnung mit zwei Sensoren angewandt wird.

In einer veränderten Version der Erfindung wird das Strahlungsdispergiermittel 24 weggelassen und es wird in der Quelleneinheit 4 oder der Detektoreinheit 6 ein gebräuchliches Filterrad bereitgestellt. In diesem Fall bildet das Streifenabbildungsmittel 24 (gegebenenfalls in Verbindung mit einer geeigneten Linse) den Streifen direkt auf das Erkennungsmittel 26 ab. Wegen der mit dieser Multiplexanordnung verbundenen Geschwindigkeitsnachteile ist dies eine weniger zu bevorzugende Alternative.

Obgleich in der Figur 1 eine Reflexionsgeometrie dargestellt ist, ist zu verstehen, daß die Erfindung ebensogut in anderen gebräuchlichen Geometrien eingesetzt werden kann und im allgemeinen die obige Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform nur als Beispiel dienen soll. So soll die Beschreibung nicht den Umfang der Erfindung über den von den nachfolgenden Ansprüchen definierten hinaus beschränken.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Messen eines Gütemerkmals einer fortlaufend hergestellten Materialbahn auf nicht abtastende Weise während deren Herstellung mit folgenden Schritten:

a. Bestrahlung eines Teils der besagten Bahn, wobei der besagte Teil einen sich über eine Mehrzahl von Meßzonen erstreckenden Streifen einschließt;

b. Abbildung des besagten Streifens auf einem Strahlungsdispergiermittel, so daß mit der besagten Bahn am besagten Streifen in Wechselwirkung tretende Strahlung auf das besagte Dispergiermittel auftrifft;

c. Dispergieren der besagten Strahlung in ein Spektrum mit einer Mehrzahl von Strahlungswellenlängen bändern, deren Reflexionsgrade oder Durchlässigkeitsgrade von der Materialbahn vor Erzeugung einer Messung des besagten Gütemerkmals für jede der besagten Meßzonen gemessen werden;

d. Erkennen der den besagten Wellenlängenbändern entsprechenden Strahlung zur gleichzeitigen Erzeugung für jede Meßzone einer Mehrzahl von der besagten Mehrzahl von Wellenlängenbändern entsprechenden Detektorreaktionen; und

e. Verarbeiten der besagten Detektorreaktionen zur Erzeugung der besagten Messung des besagten Gütemerkmals für jede Meßzone.

2. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin mit dem Schritt der Bewirkung einer Veränderung des besagten Gütemerkmals als Reaktion auf die besagte Messung.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das besagte Gütemerkmal Farbe ist.

4. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das besagte Gütemerkmal Feuchtigkeitsgehalt ist.

5. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das besagte Gütemerkmal Gewicht pro Flächeneinheit ist.







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