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Dokumentenidentifikation DE4401480C2 21.03.1996
Titel Ausbaustempel mit integrierter Ventilhülse für ein Druckbegrenzungsventil
Anmelder Richard Voß Grubenausbau GmbH, 58239 Schwerte, DE
Erfinder Voß, Richard, 58239 Schwerte, DE
Vertreter Schulte, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 20.01.1994
DE-Aktenzeichen 4401480
Offenlegungstag 27.07.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.1996
IPC-Hauptklasse E21D 15/44

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Ausbaustempel für den Untertageeinsatz im Bereich Streb und Strecke mit ineinanderschiebbarem Außen- und Innenstempel und den damit verbundenen Kronkopf, Rundring und Fußplatte sowie mit in den Stempelkopf integriertem Druckbegrenzungsventil und dem am Innenstempel angeordneten Füll- und Raubventil, das als entsperrbares Rückschlagventil mit doppeltem Setzpistolenanschluß ausgebildet ist, wobei Außen- und Innenstempel, Fußplatte, Stempelkopf und Kronkopf lösbar aneinander befestigt und wobei Außen- und Innenstempel zusätzlich innen über eine Rückholfeder miteinander verbunden sind, nach Patent P 43 23 462.

Im untertägigen Berg- und Tunnelbau dienen die auch als Einzelstempel bezeichneten Ausbaustempel zum Offenhalten der bergmännisch hergestellten Hohlräume. Die bekannten Ausbaustempel werden als Einfach- und Mehrfachteleskopstempel ausgeführt und vorzugsweise mit einer Wasser-in-Öl-Emulsion beschickt. Über außerhalb des Strebes oder in einiger Entfernung vom jeweiligen Betriebspunkt angeordnete Pumpen wird diese Emulsion über entsprechende Schlauchleitungen bis zum jeweiligen Ausbaustempel gepumpt. Über sogenannte Setzpistolen wird dann der Innenraum des Ausbaustempels mit der Pumpe verbunden und entsprechend gefüllt und auseinandergefahren und damit zwischen Hangendem und Liegendem verspannt. Bei den bekannten Ausbaustempeln sind die unterschiedliche Durchmesser aufweisenden Außen- und Innenstempel einmal mit dem Kronkopf und zum anderen mit dem Bundring und der Fußplatte verschweißt. Da heute meist vergütete Rohre, d. h. kaltverfestigte Rohre eingesetzt werden, wird das Gefüge durch das Anschweißen von Kronkopf, Bundring und Fußplatte beeinträchtigt oder gar zerstört, wobei eine genaue Überprüfung dieser geänderten Eigenschaften nicht möglich ist. Darüber hinaus ist das zum Einsatz kommende Füll- und Raubventil relativ aufwendig ausgebildet, wobei in der Regel dieses Füll- und Raubventil von außen an den Innenstempel angesetzt und mit dem Druckbegrenzungsventil gekoppelt ist, um auf diese Art und Weise die einzelnen Funktionen Setzen, Rauben und auch Schützen gegen Überlast miteinander durch das integrierte Druckbegrenzungsventil zu koppeln. Diese Ventile haben insbesondere bezüglich des Druckbegrenzungsventils eine relativ geringe Durchflußmenge, so daß dementsprechend auch die Einschubgeschwindigkeit für wirkliche Überlastfälle zu gering ist. Aus diesem Grunde sind in den Stempelkopf integrierte Druckbegrenzungsventile mit hoher Durchflußmenge geschaffen worden (DE-OS 40 35 874.7), bei denen relativ große Durchflußmengen von bis zu 1000 l pro Minute erreicht werden. Nachteilig dabei ist allerdings, daß nach wie vor das relativ aufwendig gebaute Setz- und Raubventil benötigt wird, das außen am Innenstempel angebracht ist. Nachteilig ist außerdem, dies gibt auch für die Hauptanmeldung, daß die einzelnen Stempelteile zum Teil miteinander verschraubt zum anderen Teil miteinander verdrahtet sind, wobei für die einzelnen Teile jeweils Sonderkonstruktionen dann erforderlich sind, wenn das Druckbegrenzungsventil in den Stempelkopf integriert werden soll.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Ausbaustempel gem. Hauptanmeldung vom Aufbau her zu vereinfachen und weitgehend aus Baukastenteilen zusammensetzbar zu gestalten, die auch für andere Ausbaustempeltypen einsetzbar sind.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Druckbegrenzungsventil einer in den Innenstempel einschiebbaren und damit einer mit dem Innendurchmesser des den Innenstempel bildenden Rohres korrespondierenden Außendurchmesser aufweisenden Ventilhülse zugeordnet ist, die am oberen Rand Querbohrungen für zugleich den Kronkopffixierende Halteschrauben und am unteren Rand Radialbohrungen für den Haltesplint der Rückholfeder aufweist und daß der Stempelkopf mit dem Kronkopf und der Stempelfuß mit dem Außenstempel und der Fußplatte miteinander verstiftet sind.

Bei einer derartigen Ausbildung des Ausbaustempels ist es überraschend möglich, mit relativ wenigen Bauteilen auszukommen, wobei lediglich noch der Kolben bzw. der Kolbenkopf mit dem Innenstempel verschraubt sind. Alle anderen Teile sind lediglich verstiftet und können daher schnell montiert und auch demontiert werden. Darüber hinaus ist das in den Stempelkopf zu integrierende Druckbegrenzungsventil zu einer Einheit geworden, die als solche leicht und schnell in den Stempelkopf integriert werden kann, wobei gleichzeitig mit dem Festlegen dieser Ventilhülse auch der Stempelkopf bzw. auch eine Halterung für die Rückholfeder angeordnet bzw. montiert werden. Damit ist der gesamte Montageaufwand wesentlich verringert und gleichzeitig eine Lösung geschaffen, die dem Bedarf entsprechend, d. h. praktisch baukastenmäßig zusammengebaut werden kann.

Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ventilhülse im Abstand zu den Querbohrungen bzw. Radialbohrungen und den Rändern festlegbare Tragscheiben aufweist, die ein mit dem Innengewinde der Ventilhülse korrespondierendes Außengewinde aufweisen und außenseitig mit mehreren Sack- oder Axialbohrungen ausgerüstet sind. Die Ventilhülse ist damit nicht nur vorteilhaft als komplettes Bauteil, d. h. mit integriertem Druckbegrenzungsventil einsetzbar, sondern sie kann auch als Bauteil im Stempel ohne Druckbegrenzungsventil angeordnet werden, wobei bei Bedarf das Druckbegrenzungsventil mit seinen Einzelteilen zwischen den Tragscheiben angeordnet werden kann. Die einzelnen Tragscheiben sind in die Ventilhülse einschraubbar, so daß die Federn und der Federteller sowie der Ventilkolben damit vorgespannt eingebracht werden können, um bei einer bestimmten Druckbeaufschlagung anzusprechen.

Um das unnötige Eindringen von Druckflüssigkeit in den Innenraum des Druckbegrenzungsventils zu vermeiden, ist vorgesehen, daß die den Ventilkolben des Druckbegrenzungsventils aufnehmende Tragscheibe randseitig eine Nut für einen Dichtring aufweist. Dieser Dichtring verhindert das Eindringen von Druckflüssigkeit bei nicht angesprochenem Ventil, so daß damit gleichzeitig auch einer Beeinträchtigung der Ventilfedern und der anderen Innenteile des Druckbegrenzungsventils entgegengewirkt wird.

Zur Erleichterung des Einschraubens der Tragscheiben sind jeweils Sackbohrungen und Axialbohrungen vorgesehen. Dabei sind die Axialbohrungen in der als Stellplatte dienenden Tragscheibe zugleich als Zuführungsbohrung für die Austrittsbohrung wirkend bemessen, so daß beim Ansprechen des Druckbegrenzungsventils die Druckflüssigkeit auch über diesen Weg zusätzlich abgeführt werden kann.

Zur Vereinfachung der Montage und um ein Aufsetzen des Kolbens auf den Stempelfuß zu vermeiden, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Stempelkopf den Innenstempel aufnehmend erweitert und im eingefahrenen Zustand sich auf dem Bundring abstützend ausgebildet und angeordnet ist. Damit ist sichergestellt, daß im eingefahrenen Zustand immer ein ausreichender Spalt zwischen dem Kolben bzw. Kolbenkopf und dem Stempelfuß verbleibt.

Einmal zur Befestigung des Füll- und Raubventils am Stempel und zum anderen um ein Verdrehen dieses Füll- und Raubventils sicher zu vermeiden und zusätzlich Stempelkopf und Innenstempel zu verbinden, ist vorgesehen, daß das Füll- und Raubventil über Sicherungsstifte mit Stempelkopf und dem Innenstempel verbunden ist, wozu der Innenstempel eine Ringnut aufweist. Bei der Montage ist so eine wirksame Verbindung immer gewährleistet, wenn der Sicherungsstift durch die entsprechenden Bohrungen in dem Stempelkopf hindurch geschoben wird.

Aufgrund der geschilderten Ausbildung und um den Stempel dicht zu halten, ist es zweckmäßig, daß der Stempelkopf mit beidseitig des Ansatzes zum Verbindungskanal angeordneten Dichtringen ausgerüstet ist, die gegen die Ventilhülse bzw. den Innenstempel abdichtend angeordnet sind. Diese Dichtringe sind so ausgebildet, daß die hier auftretenden Drücke sicher aufgenommen werden können, ohne daß es zu Leckagen kommen kann.

Eine besonders sichere und wirksame Ausbildung der Dichtringe ist die, bei der die zum Einsatz kommenden Dichtringe, zumindest die dem Kolben bzw. Kolbenkopf und dem Stempelfuß zugeordneten Dichtringe auf der dem Druck abgewandten Seite einen Verstärkungsring aus Teflon aufweisen. Damit wird der Dichtring bei auftretendem Druck quasi gezwungen sich um den Verstärkungsring herumzudrücken, so daß durch die entsprechende Verformung dann auch eine Abdichtung dieses Spaltes vollständig sicher ist.

Ein vorteilhafter Gleitfilm ergibt sich im Bereich des Kolbenkopfes bzw. des Kolbens indem gezielt zwischen die hier wirksamen beiden Dichtringe ein Wasserfilm vorgegeben wird. Hierzu sind über die Länge des Kolbenkopfes verteilt mehrere Außennuten vorgesehen, von denen die dem Dichtring zugeordnete Außennut bis zum Dichtring abgeschrägt und über eine Radialbohrung mit der Kolbeninnenbohrung verbunden ist. Dadurch ist die entsprechende Dichtung bzw. der Dichtring entlastet, so daß es nicht zu hydrodynamischen Schleppströmungen kommen kann.

Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Ausbaustempel geschaffen ist, der vom Aufbau her baukastenmäßig vorgegeben ist, so daß er sowohl für die Ausbildung mit integriertem Druckbegrenzungsventil wie auch mit außensitzendem Druckbegrenzungsventil zumindest von den Hauptteilen her einsetzbar ist. Darüber hinaus ist das Druckbegrenzungsventil als solches so geschickt in den Stempelkopf integriert, daß es als solches vorbereitet eingesetzt und auch ggf. gegen andere Bauarten ausgetauscht werden kann, so daß der Stempel sehr vielseitig einsetzbar ist, ohne daß es wesentlicher Änderungen bedarf. Die einzelnen Teile sind dabei leicht und meist durch kombinierte Verbindungsteile verbunden, so daß der Montageaufwand verringert ist, ohne daß die Wirksamkeit und damit die Sicherheit des Ausbaustempels beeinträchtigt wird. Die Verwendung neuartiger Dichtringe sichert bei optimaler Führung des Kolbens eine ausgesprochen günstige Standzeit, vor allem aber ein schnelles Ansprechen und Betreiben des jeweiligen Ausbaustempels.

Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen

Fig. 1 einen Ausbaustempel im Längsschnitt mit nur angedeutetem integrierten Druckbegrenzungsventil,

Fig. 2 einen Längsschnitt durch die das Druckbegrenzungsventil aufnehmende Ventilhülse und

Fig. 3 einen Schnitt durch einen Dichtring mit integriertem Verstärkungsring.

Der in Fig. 1 wiedergegebene Ausbaustempel 1 besteht aus dem Außenstempel 2, der daran über Stifte festgelegten Fußplatte 3, wobei gleichzeitig mit Festlegen der Fußplatte 3 über die Stifte 5 auch der Stempelfuß 4 mitfestgelegt ist, sowie aus dem Innenstempel 10. Der Stempelfuß 4 ist in den Außenstempel 2 integriert und mit ihm und der Fußplatte 3 gleichzeitig über den Stift 5 verbunden. Dieser Stift 5 bzw. diese Stifte 5 sind herausschlagbar, wozu im Stempelfuß 4 ein entsprechender Hohlraum 6 vorgegeben ist. Aus Fig. 1 ist dabei ersichtlich, daß unterschiedliche Stifte 5, 5&min; zum Einsatz kommen, wobei einmal die längeren Stifte 5 zum gleichzeitigen Festlegen von Stempelfuß 4 und Fußplatte 3 dienen, während die Stifte 5&min; lediglich den Außenstempel 2 mit dem Stempelfuß 4 verbinden sollen.

In dem Stempelfuß 4 ist außerdem ein Schraubanschluß 7 vorgesehen, der über eine Hakenaufnahme 9 zur Verbindung der Rückholfeder 8 verfügt. Dieser Schraubanschluß 7 besteht beispielsweise aus Stahl, während der übrige Stempelfuß 4 aus Aluminium besteht, so daß hiermit eine entsprechende Gewichtsreduzierung erreicht werden kann, ohne daß eine Gefährdung auftreten kann, da lediglich der innenliegende Teile, d. h. hier der Stempelfuß 4 aus Aluminium hergestellt ist.

Der Stempelkopf 11 ist mit dem Kronkopf 12 verbunden, wobei hier abweichend vom Hauptpatent Halteschrauben 13 zur Verbindung eingesetzt werden. Diese Halteschrauben 13 verlaufen quer durch den Stempelkopf 11 und dienen wie weiter hinten noch beschrieben wird gleichzeitig auch zum Festlegen der das Druckbegrenzungsventil 15 aufnehmenden Ventilhülse.

Das Druckbegrenzungsventil 15 ist im Stempelinneren 14 bzw. im Bereich des Stempelkopfes 11 angeordnet, wobei in Fig. 1 lediglich Einzelteile angedeutet bzw. wiedergegeben sind, so der Ventilkolben 16, die Ventilfedern 17, 18, der Federteller 19 und die obere, das Widerlager für die Ventilfedern 17, 18 bildende Stellplatte 20. In der Stellplatte 20 sind Axialbohrungen 21 vorgesehen, um diese Platte einschrauben zu können. Einzelheiten hierzu sind weiter hinten noch erläutert. Die einzelnen Axialbohrungen 21 gehen von einer entsprechenden Ausnehmung 22 in der Stellplatte 20 aus.

Das untere Ende des Innenstempels 10, der tief in den Außenstempel 2 eintaucht, bildet der Kolben 25, der hier zusammen mit dem Kolbenkopf 27 eine Baueinheit darstellt. Auch dies weicht von der Ausbildung des Hauptpatentes ab. Die Druckflüssigkeit wird über das Füll- und Raubventil 40 und den hier nur angedeuteten Verbindungskanal 39 in den Innenraum des Ausbaustempels 1 bzw. in das Stempelinnere 14 geleitet. Es sorgt dafür, daß der Innenstempel 10 dann aus dem Außenstempel 2 herausgeschoben wird, bis der Kronkopf 12 am Hangenden bzw. einer dort angeordneten Kappe anliegt. Dabei gelangt die Druckflüssigkeit auch in den Bereich zwischen Kolben 25 und Innenwand 29 des Außenstempels 2. Um hier ein Austreten zu verhindern, ist ein Dichtring 28 vorgesehen, dessen Aufbau und Wirkungsweise weiter hinten noch erläutert wird. Auch gegenüber dem unteren Ende des Ausbaustempels 1 ist für die notwendige Dichtigkeit gesorgt, indem in die Fußplatte 3 ein Dichtring 31 integriert ist. Damit ist der Bereich zwischen Innenwand 29 des Außenstempels 2 und Außenwand 36 des Innenstempels 10 wirksam abgedichtet.

Mit 37 ist der Bundring bezeichnet, der die Handhabung des Ausbaustempels 1 erleichtert. Auch hier ist eine Dichtung 38 vorgesehen, um das Eintreten von Schmutz u. ä. in diesen Bereich wirksam zu verhindern. Diese Dichtung 38 liegt am Innenstempel 10 an und sorgt dafür, daß dieser beim Aus- und Einfahren gleichzeitig geführt und gesäubert wird. Der Innenstempel 10 hat die Form eines Rohres 70, was weiter vorne schon erläutert ist. Fig. 1 kann entnommen werden, daß der Stempelkopf 11 auf dieses Rohr 10 aufgestülpt ist bzw. er ist so erweitert ausgebildet, daß er das Rohr 70 des Innenstempels 10 aufnehmen kann.

In den Stempelkopf 11 und damit auch in den oberen Teil des Innenstempels 10 integriert ist eine Ventilhülse 71 mit dem Druckbegrenzungsventil 15. Einzelheiten hierzu zeigt Fig. 2. Am oberen Rand 72 der Ventilhülse 71 ist eine Tragscheibe 73 angeordnet, die die Funktion der Stellplatte 20 übernimmt. Sie verfügt am oberen Rand 72 über Querbohrungen 74, die zum Durchführen der Halteschraube 13 dienen. Auf die Fixierung der Ventilhülse 71 in dem Stempelkopf ist weiter vorne schon hingewiesen worden. Die Halteschraube oder die Halteschrauben 13 werden durch die entsprechenden Bohrungen im Ventilkopf 11 und die Querbohrungen 74 in der Ventilhülse 71 hindurchgeführt, so daß damit eine Festlegung im Stempelkopfbereich gesichert ist.

Die Tragscheibe 73 verfügt über ein Außengewinde 75, das mit dem Innengewinde 79 der Ventilhülse 71 korrespondierend ausgebildet ist und das ein Verschieben bzw. Einschrauben der Tragscheibe 73 in Richtung unterer Rand 80 der Ventilhülse 71 erlaubt. Die Axialbohrungen 76, 77 in der Tragscheibe 73 dienen vor allem dazu, die Tragscheibe 73 in die Ventilhülse 71 gegen die Kraft der Ventilfedern 17, 18 einzuschrauben und so den Ansprechpunkt des Druckbegrenzungsventils 15 genau vorzugeben.

Im Abstand zum unteren Rand 80 der Ventilhülse 71 ist eine weitere Tragscheibe 81 vorgesehen, die den Ventilkolben 16 aufnimmt, wobei hier Radialbohrungen 82 vorgesehen sind, um daran den Haltesplint 86 für die Rückholfeder 8 festzulegen. Auf diese Art und Weise wird die Ventilhülse 71 quasi eingespannt und kann sich auch unbeabsichtigt nicht bewegen und damit Geräusche oder sonst was verursachen.

Die Tragscheibe 81 ist ebenfalls mit einem Außengewinde 83 ausgerüstet, das mit einem Innengewinde in der Ventilhülse 71 übereinstimmt, so daß mit Hilfe von in die Sackbohrungen 84, 85 eingeführte Hilfsmittel ein Festlegen der Tragscheibe 81 erfolgen kann. Die Tragscheibe 81 weist auf dem Außenrand eine Nut 87 auf, in der ein Dichtring 88 positioniert ist, um hier die notwendige Dichtheit zu gewährleisten.

Einmal zum Festlegen des Füll- und Raubventils 40 und zum anderen zum Verbinden auch des Stempelkopfes 11 mit dem Innenstempel 10 ist ein Sicherungsstift bzw. sind Sicherungsstifte 90 vorgesehen, die in eine Ringnut 91 im Innenstempel 10 eingreifen. Diese Nut kann dazu eine Innenmuldung bildend ausgebildet sein bzw. umgekehrt der Stift kann so ausgebildet werden, daß er hier auch auf der Rückseite der Ringnut 91 eingreift.

Beidseitig des Ansatzes 93 zum Verbindungskanal 39 sind Dichtringe 92, 94 vorgesehen, so daß die Druckflüssigkeit sicher in den hier nicht dargestellten Ringkanal eindringt, um von dort in das Stempelinnere 14 zu gelangen.

Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Dichtringes, hier beispielsweise 28, der auf der dem Druck abgewandten Seite 96 einen integrierten Verstärkungsring 97 aufweist. Dieser Dichtring 28 ist wie gezeigt im Bereich der Außenwand 36 des Kolbens 25 eingesetzt und zwar entlastet durch die besondere Ausbildung der oberen Außennut 98 und einer zugeordneten Radialbohrung 100. Die Radialbohrung 100 verbindet die Außennut 98 mit der Kolbeninnenbohrung 101, so daß es hier nicht zu hydrodynamischen Schleppströmungen kommen kann. Eine wirksame Entlastung des Dichtringes 28 ist so erreicht. Über die Höhe oder Länge des Kolbens 25 verteilt sind weitere Außennuten 99 vorgesehen, so daß sich ein vorteilhafter Gleitfilm ergibt, der ein problemloses Verschieben des Kolbens 25 im Außenrohr 2 zuläßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Ausbaustempel für den Untertageeinsatz im Bereich Streb und Strecke mit ineinanderschiebbarem Außen- und Innenstempel und den damit verbundenen Kronkopf, Rundring und Fußplatte sowie mit in den Stempelkopf integriertem Druckbegrenzungsventil und dem am Innenstempel angeordneten Füll- und Raubventil, das als entsperrbares Rückschlagventil mit doppeltem Setzpistolenanschluß ausgebildet ist, wobei Außen- und Innenstempel, Fußplatte, Stempelkopf und Kronkopf lösbar aneinander befestigt und wobei Außen- und Innenstempel zusätzlich innen über eine Rückholfeder miteinander verbunden sind, nach Patent P 43 23 462, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckbegrenzungsventil (15) einer in den Innenstempel (10) einschiebbaren und damit einer mit dem Innendurchmesser des den Innenstempel bildenden Rohres (70) korrespondierenden Außendurchmesser aufweisenden Ventilhülse (71) zugeordnet ist, die am oberen Rand (72) Querbohrungen (74) für zugleich den Kronkopf (12) fixierende Halteschrauben (13) und am unteren Rand (80) Radialbohrungen (82) für den Haltesplint (86) der Rückholfeder (8) aufweist und daß der Stempelkopf (11) mit dem Kronkopf (12) und der Stempelfuß (4) mit dem Außenstempel (2) und der Fußplatte (3) miteinander verstiftet sind.
  2. 2. Ausbaustempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilhülse (71) im Abstand zu den Querbohrungen (74) bzw. Radialbohrungen (82) und den Rändern (72, 80) festlegbare Tragscheiben (73, 81) aufweist, die ein mit dem Innengewinde (71) der Ventilhülse korrespondierendes Außengewinde (75, 83) aufweisen und außenseitig mit mehreren Sack- (84, 85) oder Axialbohrungen (76, 77) ausgerüstet sind.
  3. 3. Ausbaustempel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Ventilkolben (16) des Druckbegrenzungsventils (15) aufnehmende Tragscheibe (81) randseitig eine Nut (87) für einen Dichtring (88) aufweist.
  4. 4. Ausbaustempel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Axialbohrungen (76, 77) in der als Stellplatte (20) dienenden Tragscheibe (73) zugleich als Zuführungsbohrung für die Austrittsbohrung wirkend bemessen sind.
  5. 5. Ausbaustempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempelkopf (11) den Innenstempel (10) aufnehmend erweitert und im eingefahren Zustand sich auf dem Bundring (37) abstützend ausgebildet und angeordnet ist.
  6. 6. Ausbaustempel nach Anspruch 1 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Füll- und Raubventil (40) über Sicherungsstifte (90) mit Stempelkopf (11) und dem Innenstempel (10) verbunden ist, wozu der Innenstempel eine Ringnut (91) aufweist.
  7. 7. Ausbaustempel nach Anspruch 1 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempelkopf (11) mit beidseitig des Ansatzes (93) zum Verbindungskanal (39) angeordneten Dichtringen (92, 94) ausgerüstet ist, die gegen die Ventilhülse (71) bzw. den Innenstempel (10) abdichtend angeordnet sind.
  8. 8. Ausbaustempel nach Anspruch 1 bis Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Einsatz kommenden Dichtringe (92, 94, 28, 31), zumindest die dem Kolben (25) bzw. Kolbenkopf (27) und dem Stempelfuß (4) zugeordneten Dichtringe (28, 31) auf der dem Druck abgewandten Seite (96) einen Verstärkungsring (97) aus Teflon aufweisen.
  9. 9. Ausbaustempel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß über die Länge des Kolbenkopfes (27) verteilt mehrere Außennuten (98, 99) vorgesehen sind, von denen die dem Dichtring (28) zugeordnete Außennut (98) bis zum Dichtring abgeschrägt und über eine Radialbohrung (100) mit der Kolbeninnenbohrung (101) verbunden ist.






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