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Dokumentenidentifikation DE69022013T2 21.03.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0435347
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Blasformen.
Anmelder Nissei ASB Machine Co., Ltd., Komoro, Nagano, JP
Erfinder Kouhei, Koga, Ueda-shi, Nagano-ken, JP
Vertreter Weber & Heim Patentanwälte, 81479 München
DE-Aktenzeichen 69022013
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 28.12.1990
EP-Aktenzeichen 901257709
EP-Offenlegungsdatum 03.07.1991
EP date of grant 30.08.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.1996
IPC-Hauptklasse B29C 49/06
IPC-Nebenklasse B29C 49/42   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Blasformen eines Vorformlings, welcher zuvor durch Spritzgießen oder Extrudieren gefertigt wurde. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Blasformtechnik, bei welcher zweireihig angeordnete Formen verwendet werden.

Beschreibung des Standes der Technik

Zur Verbesserung des Durchsatzes ist in der Blasformungstechnik üblicherweise vorgesehen, mehrere Hohlgefäße gleichzeitig in einem Zyklus zu fertigen, welcher eine Reihe von Verfahrensschritten aufweist, beispielsweise den Verfahrensschritt des Spritzgießens, des Blasformens, des Ausstoßens und andere Verfahrensschritte. Eine der vorbekannten Anordnungen zur Durchführung eines derartigen Zyklus weist zwei Reihen von Halteplatten für Halsformen und zwei Reihen von Blasformen auf, wie in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 18 847/1989 beschrieben ist. Fig. 9 ist eine Querschnittsansicht, welche eine derartige Blasformungsanordnung zeigt, welche eine Spritzgußstation 10 zum Formen eines Vorformlings und eine Blasforrnungsstation 12 zum Formen eines Endproduktes 22 aus dem Vorformling aufweist.

Die Anordnung weist auch zwei Reihen von Halteplatten 16 an jeder Station auf, wobei jede der Reihen in einem Abstand P voneinander entfernt angeordnet sind. Jede der Halteplatten 16 hält eine oder mehr als zwei Halsformen 14. Die Vorformling-Spritzgußstation 10 weist zwei Reihen von Spritzgußhohlformen 18 auf, welche gegenüberliegend zu der zugehörigen Reihe der Halteplatten 16 und durch den Abstand P voneinander entfernt angeordnet sind, während die Blasformungsstation 12 zwei Reihen von Blashohlformen 20 aufweist, welche gegenüberliegend zu der zugehörigen Reihe von Halteplatten 16 und durch den gleichen Abstand voneinander entfernt angeordnet sind.

Der Abstand P zwischen jeder Reihe der Halteplatten 16 muß jedoch so ausgewählt werden, daß er relativ breit ist. Dies bewirkt, daß die gesamte Anordnung in der Größe zunimmt, da der Abstand P so bestimmt sein muß, daß dieser kompatibel mit der Öffnungsbewegung in der Blasformungsstation 12 ist. Insbesondere weist jede der Blashohlformen 20 ein Paar von Formhälften 20a auf, welche geöffnet werden, wenn ein Hohlkörper aus der Form entfernt werden muß. Daher muß die Größe des Abstandes P notwendigerweise der Gesamtdicke der zwei inneren Formhälften 20a zuzüglich der Bewegung der Blasformhälften 20a zum Öffnen entsprechen. Gleichzeitig muß jede der Formhälften 20a eine ausreichende Dicke haben, um einem vorgegebenen inneren Druck (Blasdruck) ohne Biegung zu widerstehen. Demzufolge wird eine derartige Dicke jeder Formhälfte 20a zu einer Dicke einer Rückenplatte (nicht dargestellt) zum Halten der Formhälften addiert. Dies verursacht eine Erhöhung des Abstandes P.

Aus diesem Grund kann die gesamte Formgebungsanordnung nur in der Größe zunehmen und auch einen großen Platz belegen. Ein derartiges Problem verschlimmert sich, wenn es gegewünscht ist, Hohlgefäße mit einem vergrößerten Durchmesser zu formen. Zwei Reihen von Spritzgußformen oder Temperatursteuerungsbereichen können bestenfalls in Ausrichtung auf die Reihen von Blasformen angeordnet werden. Dies führt zusätzlich zu einer Erhöhung des Transportbereiches.

Der Oberbegriff des Anspruchs 5 basiert auf der FR-A-2 389 580, welche ebenfalls eine Abstandsveränderung in einer Blasformungsvorrichtung betrifft.

Zusammenfassende Beschreibung der Erfindung

Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Blasformen zu schaffen, welche die Gesamtgröße der Anordnung reduzieren, während zwei Reihen von Vorformling-Halteplatten verwendet werden, um den Durchsatz pro Zyklus zu erhöhen.

Hierzu sieht die Erfindung ein Verfahren gemäß dem Anspruch 1 und eine Vorrichtung gemäß dem Anspruch 5 vor.

Der Reihenabstand zwischen zwei Reihen von Halteplatten erreicht den maximalen Wert, wenn die Blasformen in der Blasformungsstation geöffnet werden. Wenn es gewünscht ist, den Reihenabstand für das Öffnen zu erhöhen, braucht der Reihenabstand zwischen den Halteplatten lediglich in der Blasformungsstation erhöht zu werden, wenn der Reihenabstand von dem maximalen Wert zu einem anderen kleineren Wert geändert werden kann. Der Reihenabstand zwischen zwei Reihen von Halteplatten kann beim Transport oder in dem anderen Verfahrensschritt verringert werden. Dies ermöglicht es, die Gesamtanordnung im Vergleich zu der vorbekannten Anordnung, welche den festen Reihenabstand zwischen zwei Reihen von Halteplatten verwendet, in der Größe zu reduzieren.

Wenn jede der Blasformen ein Paar von Formhälften aufweist, können die ersten Formhälften der Blasformen Rücken an Rücken fest miteinander verbunden sein, wobei lediglich jede der zweiten Formhälften bewegbar ist. Bei einer derartigen Anordnung kann jede der ersten Formhälften eine verringerte Dicke haben, welche ausreichend ist, um dem Blasdruck zu widerstehen. Der Mitte-zu-Mitte Abstand zwischen zwei Reihen von Blasformen kann entsprechend reduziert werden, wenn die zweiten Formhälften geöffnet sind. Selbst wenn der Reihenabstandswert beim Öffen auf den Reihenabstand zwischen zwei Reihen von Halteplatten beim Transport oder in dem anderen Verfahrensschritt eingestellt wird, kann die gesamte Anordnung in der Größe reduziert werden. In diesem Fall wird der Reihenabstand zwischen zwei Reihen von Halteplatten vorzugsweise verringert, um dem Reihenabstand zwischen zwei Reihen von Blasformen zu entsprechen, da lediglich die erste Formhälfte zu der zweiten Formhälfte zum Blasformen bewegt wird, um den Reihenabstand zwischen den Reihen von Blasformen zu reduzieren.

Dort, wo ein Paar von Formhälften voneinander fortbewegt werden müssen, in bezug auf die Reihenabstandslinie in zwei Reihen von Blasformen, wird der feste Reihenabstand zwischen den Reihen von Blasformen wesentlich größer. Wenn die Anordnung ausgelegt ist, um im Reihenabstand variabel zu sein, braucht der Reihenabstand lediglich in der Blasformungsstation erhöht zu werden, während der Reihenabstand beim Transport oder in der anderen Betriebsphase verringert werden kann. Dies führt ebenfalls zu einer Reduktion der Gesamtgröße der Anordnung.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 und 2 sind schematische Ansichten einer Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgelegten Bewegungsrahmens für Vorformlinge, bei welchem der Abstand zwischen jeder Reihe von Halteplatten variabel ist.

Fig. 3 ist eine schematische Querschnittsansicht der Blasformungsanordnung mit geöffneten Blasformen.

Fig. 4 ist eine schematische Querschnittsansicht der Blasformungsanordnung mit geschlossenen Blasformen.

Fig. 5 ist eine vergrößerte Ansicht, welche das Verhältnis zwischen einer ersten und einer zweiten Halsform-Halteplatte darstellt.

Fig. 6 ist eine schematische Ansicht, welche eine Modifikation des Mechanismus zum Ändern des Reihenabstandes zwischen zwei Reihen von Halteplatten darstellt.

Fig. 7 ist eine schematische Ansicht, welche die andere Ausführungsform darstellt, welche einen unterschiedlichen Zeitablauf zum Verändern des Reihenabstandes hat.

Fig. 8 ist eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, welche auf eine Blasformungsstation mit einer ersten und einer zweiten bewegbaren Formhälfte bei jeder Blasform bezogen ist.

Fig. 9 ist eine schematische Querschnittsansicht einer Blasformungsvorrichtung des Standes der Technik.

Detallierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die Erfindung wird mit Bezug auf den Typ des Blasformungsverfahrens mit biaxialer Orientierung beschrieben.

In den Fig. 1 und 2 ist ein Halsform-Bewegungsrahmen 30 gezeigt, welcher eine quadratähnliche Ausbildung besitzt und zwei Reihen von ersten Halsform-Halteplatten 32 aufweist, welche darin derart gelagert sind, daß der Reihenabstand zwischen diesen Reihen variabel ist. Der Reihenabstand kann zwischen einem ersten kleineren Abstand P1 und einem zweiten größeren Abstand P2 verändert werden. Der Bewegungsrahmen 30 umfaßt auch vier Anschläge 30a, welche darin benachbart zu dessen vier Ecken ausgebildet sind, und vier Positionierungselemente 30b zum Zentrieren der Halteplatten in dem zweiten Abstand P2. Der Bewegungsrahmen 30 weist weiterhin Führungsschäfte 34 auf, entlang derer die zwei Reihen von Halteplatten 32 bewegt werden. Jeder der Führungsschäfte 34 ragt in ein Durchgangsloch 32a durch jede der Halteplatten 32. Jedes Durchgangsloch 32a ist abgestuft, um eine Schulter zu bilden. Eine spiralförmige Druckfeder 36 ist zwischen den Schultern in den gegenüberliegenden Durchgangslöchern 32a angeordnet und mit Gleitpassung um den zugehörigen Führungsschaft 34 ausgebildet, welcher sich durch die Führungslöcher 32a erstreckt. Unter Einwirkung jeder Feder 36 sind die ersten HalsformHalteplatten 32 vorgespannt, um den zweiten Abstand P2 festzusetzen. Wenn die Halteplatten 32 eingestellt sind, um den zweiten Reihenabstand P2 einzunehmen, greifen die Positionierungselemente 30b in dreieckförmige Nuten 32b ein, welche in den entsprechenden ersten Halsform-Halteplatten an deren Kopfseiten ausgebildet sind. Wenn irgendeine äußere Kraft an die ersten Halsform-Halteplatten 32 entgegen der Wirkung der Federn 36 angelegt werden, können die Halteplatten 32 an ihren gegenüberliegenden Enden zum Anliegen kommen, um beispielsweise den ersten Abstand P1 herzustellen. Alternativ kann auch eine andere Anschlageinrichtung vorgesehen werden, um die ersten Halsform-Halteplatten 32 in dem ersten Abstand P1 zu positionieren.

Wie in Fig. 5 gezeigt ist, sind die ersten Halsform-Halteplatten 32 an ihrem Boden auf einer Führungsschiene 32c gelagert. Die Führungsschiene 32c hält gleitend die zweiten zu öffnenden Halsform-Halteplatten 38 (siehe auch Fig. 3). Durch Öffen und Schließen der zweiten Halsform-Halteplatten 38 werden die Halsformen 14 (beispielsweise zwei für jede Platte) geöffnet und geschlossen.

Die Figuren 3 und 4 stellen eine Blasformungsstation vom Typ einer biaxialen Orientierung dar, in welche der vorgenannte Halsform-Bewegungsrahmen 30 eingebaut ist. Der Halsform-Bewegungsrahmen 30 ist so angeordnet, daß er durch irgendeinen geeigneten Betätigungsmechanismus horizontal bewegbar und geführt ist, welcher ein Betätigungsmechanismus sein kann, wie er in der EP-A-0 411 592 offenbart ist. Alternativ kann auch ein Mechanismus vom Typ des Rotationstransports hierin eingesetzt werden, wie er in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 18 847/1989 offenbart ist.

Zwei Reihen von Blasformen 40 sind für zwei Reihen von ersten Halsform-Halteplatten 32 vorgesehen. Jede der Blasformen 40 weist eine erste Formhälfte 42, welche mit einer anderen ersten Formhälfte 42 in der anderen Blasform Rücken an Rücken befestigt ist, und eine zweite Formhälfte 44 auf, welche relativ zu der stationären Formhälfte 42 bewegbar ist. Jede der zweiten Formhälften 44 ist mit einem bewegbaren Block 46 starr verbunden, welcher ebenfalls als ein Verstärkungselement zum Widerstehen des Blasdrucks dient. Jeder der bewegbaren Blöcke 46 ist mit einem Verschluß- und Antriebsmechanismus 48 verbunden.

Jeder der bewegbaren Blöcke 46 trägt starr an seiner Oberseite ein Druckelement 50, welches verwendet wird, um die zugehörige Halsform-Halteplatte zu verdrängen. Jedes der Druckelemente 50 ist mit einer Dämpfungsfeder 52 zum Absorbieren eines Stoßes bei Betätigung verbunden. Die Druckelemente 50 sind in derselben Höhe angeordnet, in der die zweiten Halsform-Halteplatten 38 angeordnet sind.

Bei einer derartigen Anordnung verläuft ein Blasformungszyklus folgendermaßen:

Vorformlinge 24 werden in einer Spritzgießstation (nicht dargestellt) geformt und werden anschließend durch die ersten Halsform-Halteplatten 32 gehalten. Die Vorformlinge 24 werden dann in einer Temperatursteuerungsstation (nicht dargestellt) temperaturreguliert und werden danach zu der Blasformungsstation vom Typ der biaxialen Orientierung transportiert. Beim Transport wird der Reihenabstand zwischen den Reihen der ersten Halsform-Halteplatten 32 auf den zweiten Abstand P2 gesetzt.

Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, ist der zweite Abstand P2 ausgewählt, um mit dem Mitte-zu-Mitte Abstand zwischen zwei Reihen von ersten und zweiten Formhälften 42, 44 gleich zu sein, wenn diese geöffnet sind. In jeder Blasform 40 ist die zweite Formhälfte 44 bewegbar, während die erste Formhälfte 42 ortsfest ist. Des weiteren sind die zwei ersten Formhälften 42 in den benachbarten Blasformen 40 Rücken an Rücken starr miteinander verbunden. Daher können die ersten Formhälften 42 einem vorgegebenen Blasdruck widerstehen, selbst wenn diese eine verringerte Dicke haben. Folglich kann bei dieser Ausführungsform der zweite Abstand P2 im Vergleich zu den Blasformen 20 des Standes der Technik mit einem Mitte-zu-Mitte Abstand P, welcher in Fig. 9 dargestellt ist, in der Größe reduziert werden.

Bei einem derartigen zweiten Abstand P2 können die Vorformlinge transportiert und die Spritzgießhohlformen, die temperaturregulierten Tiegel und anderes angeordnet werden. Demgemäß kann die gesamte Anordnung entsprechend verkleinert werden.

In der Blasformungsstation vom Typ der biaxialen Orientierung ist der Reihenabstand bei den ersten Halsform-Halteplatten 32 auf den zweiten Abstand P2 gesetzt, wenn die Vorformlinge in die Blasformen 40 transportiert werden.

Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, werden die Verschluß- und Antriebsmechanismen 48 betätigt, nachdem jeder der Vorformlinge 24 zwischen der ersten und der zweiten Formhälfte 42, 44 paarweise plaziert ist. Die zweiten Formhälften 44 werden in ihre geschlossene Position bewegt, wenn die bewegbaren Blöcke 46 durch den entsprechenden Verschluß- und Antriebsmechanismus 48 bewegt werden. Gleichzeitig werden die Druckelemente 50 gegen die entsprechenden zweiten Halsform-Halteplatten 38 bewegt.

Nachdem die Druckelemente 50 auf die entsprechenden Platten 38 einwirken, bewegen die Druckelemente 50 die zweiten bewegbaren Halteplatten 38, entgegen der Wirkung der Druckfedern 36, um den Reihenabstand zwischen der ersten und der zweiten Halteplatte zu reduzieren. Nachdem das Verschließen beendet ist, wie in Fig. 4 gezeigt ist, ist der erste Abstand P1 mit den gegenüberliegenden Enden der ersten Halsform-Halteplatten 32 festgesetzt, welche miteinander in Kontakt stehen. Gleichzeitig werden die erste und die zweite Formhälfte 42, 44 in jeder Blasform 40 in engen Kontakt miteinander gebracht. Dieser Zustand ermöglicht es, das Blasformungsverfahren vom Typ der biaxialen Orientierung auszuführen. Demgemäß wird jeder Vorformling 24 zu einem Hohlgefäß 22 sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Achsrichtung gedehnt.

Nach dem Verfahrensschritt des Blasformens werden die Verschluß- und Antriebsmechanismen 48 in entgegengesetzter Richtung erneut betätigt, um die zweiten Formhälften 44 in ihre geöffnete Position zu bewegen und die Druckelemente 50 zu lösen. Demgemäß werden die Reihen der ersten Halsform- Halteplatten 32 automatisch zu ihren Ursprungspositionen im zweiten Abstand P2 unter der Einwirkung der Druckfedern 36 zurückgestellt. Als ein Ergebnis können die Hohlgefäße 22 in einem abschließenden oder einem AuswurfVerfahrensschritt aus den Blasformen 40 entfernt werden.

Das Öffen und Schließen der Blasformen 40 wird lediglich durch Antreiben der zweiten Formhälften 44 durchgeführt. Daher kann der Öffnungs- und Schließmechanismus bezüglich der Konstruktion vereinfacht und bezüglich der Größe reduziert werden.

Es ist verständlich, daß die Erfindung nicht auf die vorgenannte Anordnung beschränkt ist, sondern innerhalb des Erfindungsbereiches in verschiedenen Modifikationen und Änderungen angewendet werden kann.

Fig. 7 zeigt eine andere Ausführungsform einer Blasformungsvorrichtung gemäß der Erfindung, bei der der Reihenabstand bei einem unterschiedlichen Zeitablauf geändert werden kann. Mit Bezug auf Fig. 7 ist jede der Blasformen 40 zwischen einer Position, welche in Fig. 7 (A) gezeigt ist, und einer anderen Position, welche in Fig. 7 (B) gezeigt ist, vertikal bewegbar. Bei der Aufwärtsbewegung wird die Blasform 40 derart geöffnet, daß ein Vorformling 24 darin plaziert werden kann. Bei der Abwärtsbewegung kann ein Endprodukt 22 aus der Blasform 40 entnommen werden. Alternativ können die Halteplatten, welche die Vorformlinge halten, vertikal bewegt werden.

Zuallererst wird der erste Abstand P1 festgesetzt. In diesem Zustand wird der Blasformungsvorgang durchgeführt. Wenn es gewünscht ist, die Blasformen zu öffnen, wird der zweite Abstand P2 eingestellt. Nachdem die Endprodukte 22 aus den Formen entfernt wurden, wird der Reihenabstand erneut auf den ersten Abstand P1 eingestellt. Während der Verfahrensschritte vor und nach der Blasformungsstation kann das Transportieren und Formen der Vorformlinge 24 mit dem ersten Abstand P1 verwirklicht werden. So kann die gesamte Anordnung in der Größe reduziert werden. In einem derartigen Fall können die Reihen der ersten Halsform-Halteplatten 32 vorgespannt werden, um unter Einwirkung einer spiralähnlichen Spannfeder 70 auf den zweiten Abstand P2 eingestellt zu werden. Um den zweiten Abstand P2 einzustellen, können die ersten Halsform-Halteplatten 32 entgegen der Einwirkung der Spannfeder 70 unter Verwendung irgendeines geeigneten Antriebsmechanismus voneinander weg bewegt werden. Bei einer derartigen Ausführung wird keine äußere Kraft benötigt, um den ersten Abstand P1 beim Transportieren oder in anderen Verfahrensschritten vorzusehen.

Die Erfindung kann auch bei einer Blasformungsanordnung angewendet werden, welche Blasformen 20 aufweist, von denen jede ein Paar von Formhälften 20a aufweist, welche in ihre Öffnungsposition bewegbar sind, wie in Fig. 9 gezeigt ist. Eine derartige Ausführungsform ist in Fig. 8 gezeigt. Mit Bezug auf Fig. 8 haben zwei Reihen von Blasformen 20 einen Reihenabstand, welcher dem zweiten Abstand P2 entspricht.

Während eines Zyklus, welcher das Plazieren eines Vorformlings, Blasformen und Entfernen des Endprodukts umfaßt, werden die ersten Halsform-Halteplatten 32 festgesetzt, um den gleichen Reihenabstand zu haben, wie bei den in Fig. 8 (A) gezeigten Blasformreihen. Beim Transportieren oder bei anderen Verfahrensschritten wird der Reihenabstand eingestellt, um kleiner als der zweite Abstand P2 zu sein (das heißt, auf den ersten Abstand P1), wie in Fig. 8 (B) gezeigt ist. Folglich bleibt-die Größe der Blasformungsstation unverändert, jedoch können der Transportweg und andere Stationen in der Größe reduziert werden. Selbst in einem derartigen Fall sind die ersten Halsform-Halteplatten 32 vorzugsweise vorgespannt, um zu jeder Zeit unter Einwirkung der Spannfeder 70 den ersten oder den kleineren Abstand P1 dazwischen vorzusehen.

Obwohl die Erfindung vorzugsweise bei einem Blasformungssystem angewendet wird, welches in einem Zyklus mit allen Verfahrensschritten von dem anfänglichen Verfahrensschritt des Spritzgießens bis zu dem abschließenden Auswurf-Verfahrensschritt betrieben wird, kann es in gleicher Weise bei einem sogenannten kalten Vorformling-System angewendet werden, welches lediglich mit zwei Verfahrensschritten des Steuerns der Temperatur eines Vorformlings und dem Blasformen des Vorformlings bei einer geeigneten Blastemperatur betrieben wird. In letzterem Fall werden die oben beschriebenen Halsform-Halteplatten nicht verwendet und der Reihenabstand zwischen den Halteplatten zum Halten der Vorformlinge an deren Halsbereichen kann variabel sein.

Es ist nicht beabsichtigt, daß die vorgenannten Ausführungsformen auf irgendeinen Mechanismus zum Verändern des Abstandes bei den Halteplattenreihen beschränkt sind.

Fig. 6 zeigt einen anderen Mechanismus zum Verändern des Reihenabstandes unter Verwendung von verjüngten Flächen, welche relativ zueinander bewegbar sind. Wie aus Fig. 6 (A) zu ersehen ist, weist jede der ersten Halsform-Halteplatten 32 eine verjüngte Front 32d auf, welche darin an einer Randseite ausgebildet ist und als ein Nockenfolger funktioniert. Ein Plattenschließzylinder 60 ist oberhalb der ersten Halsform-Halteplattenreihen 32 angeordnet. Der Zylinder 60 weist eine Zylinderstange 62 auf, welche Schrägnokken 64 trägt, die ausgelegt sind, um mit den verjüngten Frontseiten 32d an den Halteplatten 32 zusammenzuwirken. Wenn die Zylinderstange 62 durch den Zylinder 60 nach unten bewegt wird, bevor die zweiten Formhälften 44 zu ihren geschlossenen Positionen bewegt werden oder in Synchronisation mit dem Formschließvorgang, wirken die Schrägnocken 64 mit den entsprechenden verjüngten Frontseiten 32d in der Weise einer Kontaktfläche zusammen, um die ersten Halsform- Halteplatten 32 zueinander zu bewegen, so daß der erste Abstand P1 vorgesehen wird, wie in Fig. 6 (B) gezeigt ist.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Transportieren von Vorformlingen (24) von einer Spritzgußstation zu einer Blasformstation mit den Verfahrensschritten:

- Spritzgießen von Vorformlingen (24) in der Spritzgußstation, welche Reihen von Spritzgußformen aufweist,

- Halten der Vorformlinge (24) durch zwei Reihen von Halteplatten (32), welche in ihrem Reihenabstand variabel sind, wobei jede der Halteplatten (32) mehrere Vorformlinge (24) hält,

- Transportieren der Vorformlinge (24) zu einer Blasformstation, während die Reihen der Halteplatten bei einem ersten Reihenabstand (P1) gehalten werden,

- Anordnen jedes Vorformlings (24) innerhalb einer zugehörigen Blasform, welche in Reihen von Blasformen (20, 40) angeordnet ist,

- Schließen jeder der Blasformen (20, 40) zur Bildung eines Hohlkörpers (22) und

- Verändern des Reihenabstandes der Reihen der Halteplatten (32) von dem ersten Reihenabstand (P1) zu einem anderen größeren Reihenabstand (P2) in der Blasformstation in der Richtung, welche parallel zu den Öffnungs- und Schließrichtungen der Blasformen (20, 40) verläuft.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

daß jede der Blasformen (40) eine erste Formhälfte (42), welche Rücken an Rücken an einer anderen ersten Formhälfte der benachbarten Blasform befestigt ist, und eine zweite Formhälfte (44) aufweist, welche relativ zu der ersten Formhälfte (42) bewegbar ist, und

daß weiterhin die Verfahrenschritte vorgesehen sind:

- Festlegen eines Reihenabstandes zwischen den Reihen der Blasformen (40) auf einen ersten Abstand (P1), wenn die Blasformen (40) geschlossen sind, und Festlegen des Reihenabstandes auf einen zweiten Abstand (P2), welcher größer als der erste Abstand (P1) ist, wenn die Blasformen (40) geöffnet werden und der Hohlkörper (22) entfernt wird,

- Festlegen des Reihenabstandes zwischen den Halteplatten (32) auf einen ersten Abstand (P1), wenn die Blasformen (40) geschlossen sind, und Festlegen des Reihenabstandes zwischen den Halteplatten (32) auf einen zweiten Abstand (P2), wenn die Blasformen (40) geöffnet werden und der Hohlkörper (22) entfernt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

daß jede der Blasformen ein Paar von Formhälften aufweist, welche an den gegenüberliegenden Seiten der Reihenabstandslinie um den gleichen Betrag voneinander weg und aufeinander zu bewegbar sind, und

daß ein Reihenabstand der Reihen der Spritzgußformen ein erster Abstand (P1) ist, ein Reihenabstand der Reihen der Blasformen (20) ein zweiter Abstand (P2) ist, welcher größer als der erste Abstand (P1) ist, wobei der Reihenabstand der Reihen der Halteplatten (32) beim Verfahrensschritt des Veränderns von dem ersten Abstand (P1) auf den zweiten Abstand (P2) verändert wird.

4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

daß der Verfahrensschritt des Festlegens des Reihenabstandes zwischen den Halteplatten (32) mit der Bewegung der Blasformen (40) gekoppelt ist, so daß der erste Abstand (P1) zwischen den Halteplatten (32) auf den zweiten Abstand (P2) geändert wird, wenn die Blasformen (40) geöffnet werden.

5. Vorrichtung zum Blasformen mit zwei Halteplatten (32) zum Halten und Transportieren von Vorformlingen (24) von einer Spritzgußstation mit Spritzgußformen zu einer Blasformungsstation mit Blasformen (20, 40), wobei der Abstand zwischen den Halteplatten variabel ist, wobei jede der Blasformen (20, 40) ein Paar von Formhälften (20a, 42, 44) aufweist, welche relativ zueinander in einer Richtung voneinander weg und aufeinander zu bewegbar sind, wobei jeder der Vorformlinge (24) in einer Blasform (20, 40), welche durch die geschlossenen Formhälften (20a, 42, 44) gebildet ist, angeordnet ist und blasgeformt wird, wobei der geformte Körper (22) aus der geöffneten Blasform (20, 40) entfernt wird, wenn die Formhälften (20a, 42, 44) relativ zueinander weg bewegt sind, und mit einer Abstandsveränderungseinrichtung zum Verändern des Abstandes der Halteplatten von einen Abstand zu einem anderen Abstand, dadurch gekennzeichnet,

- daß jede Halteplatte (32) mehrere Vorformlinge (24) in einer Reihe hält,

- daß die Abstandsveränderungseinrichtung Führungseinrichtungen (34) zum Verändern des Reihenabstandes der Halteplatten (32) entlang der Richtung aufweist, welche parallel zu der öffnungs- und Schließrichtung der Blasformen (20, 40) verläuft, und

- die Abstandsveränderung in der Blasformungsstation ausgeführt ist.

6. Vorrichtung zum Blasformen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,

daß jede der Blasformen (40) eine erste Formhälfte (42) und eine zweite Formhälfte (44) aufweist, welche von der ersten Formhälfte (42) weg und auf diese zu bewegbar ist,

daß der Reihenabstand ein erster Abstand (P1) ist, wenn die Blasformen (40) durch Verschieben der zweiten Formhälften (44) in deren geschlossene Position geschlossen sind, und der Reihenabstand ein zweiter Abstand (P2) ist, welcher größer als der erste Abstand ist, wenn die Blasformen (40) geöffnet sind,

daß die Abstandsveränderungseinrichtung mit der Öffnungsbewegung der Blasformen (40) gekoppelt ist, so daß der Reihenabstand zwischen den Halteplatten den zweiten Abstand (P2) erreicht.

7. Vorrichtung zum Blasformen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Formhälfte (42) einer ersten Blasform Rücken an Rücken an einer anderen ersten Formhälfte (42) einer benachbarten Blasform befestigt ist.

8. Vorrichtung zum Blasformen nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,

daß die Halteplatten (32) vorgespannt sind, um jederzeit unter Einwirkung einer Vorspannungseinrichtung (36) den zweiten Abstand zu halten, und

daß die Abstandsveränderungseinrichtung ausgelegt ist, um den ersten Abstand entgegen der Wirkung der Vorspannungseinrichtung (36) durch Verschieben der Halteplatten (32) zueinander festzusetzen.

9. Vorrichtung zum Blasformen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,

daß die Halteplatten (32) vorgespannt sind, um jederzeit unter Einwirkung der Vorspannungseinrichtung (36) den ersten Abstand festzusetzen, und

daß die Abstandsveränderungseinrichtung ausgelegt ist, um entgegen der Wirkung der Vorspannungseinrichtung (36) den zweiten Abstand durch Verschieben der Halteplatten (32) aufeinander festzusetzen.

10. Vorrichtung zum Blasformen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,

daß jede der Blasformen ein Paar von Formhälften (20a) aufweist, welche an den entgegengesetzten Seiten der Reihenabstandslinie um den gleichen Betrag voneinander weg und aufeinander zu bewegbar sind, und

daß die Abstandsveränderungseinrichtung eine Einrichtung zum Festsetzen des Reihenabstandes zwischen den Halteplatten (32) auf den gleichen Abstand (P1) wie bei den Spritzguß-Formreihen, wenn die Halteplatten (32) von der Spritzgußstation zu der Blasformstation bewegt werden, und zum Setzen des Reihenabstandes auf den gleichen Abstand (P2) wie bei den Blasformreihen, bevor die Vorformlinge (24) zwischen den Formhälften (20a) angeordnet werden, aufweist.

11. Vorrichtung zum Blasformen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatten (32) vorgespannt sind, um unter Einwirkung der Vorspanneinrichtung (36) jederzeit einen gegebenen Abstand einzuhalten, und daß die Abstandsveränderungseinrichtung ausgelegt ist, um den gleichen Abstand wie den Reihenabstand der Blasformreihen durch Drücken der Halteplatten (32) entgegen der Wirkung der Vorspanneinrichtung festzulegen.

12. Vorrichtung zum Blasformen nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Halteplatten (32) bewegbar zwei Platten hält, welche voneinander weg und aufeinander zu bewegbar sind, wobei jede der bewegbaren Platten eine Hälfte eines Formhälftenpaares starr hält, welches eine Halsform zum Halten des Halsabschnittes des Vorformlings (24) bildet.







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