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Dokumentenidentifikation DE69300708T2 21.03.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0633988
Titel WÄRMESCHUTZVORRICHTUNG.
Anmelder Allied Signal Europe Services Techniques, Drancy, FR
Erfinder MORONI, Jonny, F-93190 Livry-Gargan, FR
Vertreter Prinz und Kollegen, 81241 München
DE-Aktenzeichen 69300708
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 16.02.1993
EP-Aktenzeichen 939053955
WO-Anmeldetag 16.02.1993
PCT-Aktenzeichen FR9300153
WO-Veröffentlichungsnummer 9321457
WO-Veröffentlichungsdatum 28.10.1993
EP-Offenlegungsdatum 18.01.1995
EP date of grant 25.10.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.1996
IPC-Hauptklasse F16D 65/84
IPC-Nebenklasse F16D 65/16   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wärmeschutzvorrichtung, die insbesondere zum Schutz einer Kappe für eine Scheiben- oder Trommelbremse geeignet ist, die aus einem Träger und einem Wärmeschirm besteht, wobei dieser eine Platte aufweist, die von einer Öffnung durchsetzt ist und damit einen Außenrand und einen Innenrand bildet, und die aus einem elastisch verformbaren Material besteht, das keinem Knicken unterworfen ist, und über wenigstens eine erste Anlagefläche an Platz an dem Träger gehalten wird, auf die sie durch ihren Innenrand eine sich aus ihrer elastischen Verformung ergebende Kraft ausübt, wobei diese Vorrichtung zusätzliche Anlagemittel aufweist, die der Platte eine zweite Anlagefläche bereitstellen und es dieser Platte ermöglichen, auf die erste und die zweite Anlagefläche Kräfte auszuüben, die in entgegengesetzte Richtungen orientiert sind, wobei der Innenrand der Platte derart ausgeschnitten ist, daß er mehrere Klammern aufweist, und wobei der Träger einen ersten zylindrischen Teil aufweist, der an seinem Umfang eine erste, im wesentlichen zu einem Kreis reduzierte Anlagefläche bereitstellt, wobei die zweite Anlagefläche wenigstens einen Teil einer axialen Seite eines zweiten zylindrischen Teils des Trägers aufweist, der an den ersten angrenzt und nach außerhalb des ersten zylindrischen Teils entlang einer radialen Richtung angeordnet ist.

Eine Vorrichtung dieses Typs ist beispielsweise in dem Dokument EP-A-0 362 546 beschrieben, in dem der Träger durch einen der Kolben gebildet ist, die die Platten einer Scheibenbremse betätigen, wobei diese Patentschrift aus dem Stand der Technik das Interesse an Wärmeschutzvorrichtungen bei diesem Anwendungstyp verdeutlicht.

Diese Vorrichtung aus dem Stand der Technik, die im wesentlichen für Kraftfahrzeuge ausgelegt ist, zeigt gewisse Schwächen hinsichtlich des mechanischen Halts des Wärmeschirms, wodurch sie unter extremen Bedingungen wie Stößen, Verformungen und Vibrationen, verwendungsmäßig problematisch ist, auf die man beispielsweise bei Bremssystemen für Lastkraftwagen trifft.

Die Aufgabe der Erfindung liegt in diesem Zusammenhang darin, eine perfektionierte Wärmeschutzvorrichtung vorzuschlagen, die zwar kostengünstig und leicht und rasch zu montieren ist, aber beispielsweise am Bremskolben für einen besonders widerstandsfähigen mechanischen Halt des Wärmeschirms an dem Träger sorgt.

Zu diesem Zweck ist die Vorrichtung der Erfindung im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Seite des zweiten zylindrischen Teils des Trägers abgesehen vom Ort der zweiten Anlagefläche derart ausgehöhlt ist, daß ein Hohlraum erscheint, daß die Platte in der Nähe ihres Innenrandes aus ihrer Ebene nach zwei Falzen mit entgegengesetzter Konkavität verformt ist, um einen ringförmigen Wulst zu bilden, daß der Wulst in dem Hohlraum in Eingriff steht, ohne seinen Boden zu berühren, und daß die zweite Anlagefläche wenigstens einen Teil des Umfangs der axialen Seite des zweiten zylindrischen Teils umfaßt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich deutlich aus der folgenden und in keinster Weise einschränkend gegebenen Beschreibung unter Bezug auf die beigefügte Zeichnung; darin zeigen

- Fig. 1 eine Schnittansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung;

- Fig. 2 eine Vorderansicht eines Wärmeschirms zur Verwendung bei der Erfindung; und

- Fig. 3 eine Profilansicht des gleichen Wärmeschirms.

Die Wärmeschutzvorrichtung nach der Erfindung weist im wesentlichen einen Wärmeschirm 1 auf, der an einen Träger 2 wie einen Kolben einer Scheibenbremse angepaßt werden kann, um alle (nicht dargestellten) empfindlichen Elemente gegen die von einer starken Wärmequelle emittierten Strahlung 3 zu schützen, die hinter dem Schirm liegen (rechts vom Schirm 1 in Fig. 1 und 4).

Der Wärmeschirm weist eine im wesentlichen ebene Platte auf, die von einer zentralen Öffnung 1a (Fig. 2) derart durchsetzt ist, daß sie einen äußeren Rand 1b und einen inneren Rand 1c aufweist.

Diese Platte ist aus einem elastisch verformbaren Material gebildet, das keinem Knicken unterworfen ist, und sie ist beispielsweise aus einer Stahlfolie hergestellt.

Der so gebildete Wärmeschirm 1 wird über wenigstens eine erste Anlagefläche 4a an Platz an dem Träger 2 gehalten, auf die der Schirm durch seinen Innenrand eine sich aus der elastischen Verformung ergebende Kraft ausübt.

Um diese elastische Verformug des Wärmeschirms in der Nähe seines Innenrandes bestens zu gewährleisten, sind wie nach der Darstellung von Fig. 2 vorteilhaft Ausschnitte wie 1d derart vorgesehen, daß mehrere Klammern wie 1e erscheinen.

Die erste Anlagefläche wird vom Umfang eines zylindrischen Teils 2a des Trägers 2 bereitgestellt, die Ränder 1b und 1c des Schirms sind im wesentlichen kreisförmig und konzentrisch und die erste Anlagefläche ist ihrerseits im wesentlichen auf einen Kreis reduziert.

Die Vorrichtung weist zusätzliche Anlagemittel auf (2b in Fig. 1), die dem Schirm 1 eine zweite Anlagefläche 4b bereitstellen und es der diesen Schirm bildenden Platte ermöglichen, auf die erste und die zweite Anlagefläche Kräfte auszuüben, die in entgegengesetzte Richtungen orientiert sind.

Erfindungsgemäß (Fig. 1) weist die zweite Anlagefläche 4b wenigstens einen Teil einer axialen Seite eines zweiten zylindrischen Teils 2b des Trägers auf, der an den ersten zylindrischen Teil 2a angrenzt, die gleiche Achse 2c, aber einen größeren Durchmesser besitzt.

Zur Begrenzung der thermischen Energieübertragung vom Träger 2 zu dem Schirm 1 kann die Anlagefläche 4b auf eine Einheit von Kontaktpunkten reduziert werden, wobei diese dem Schirm 1 mehrere Anlagepunkte bereitstellt, die in der Ebene 2d liegen, die die zylindrischen Teile 2a und 2b virtuell trennt, oder in der Nähe dieser Ebene liegen; dies allerdings in einem Abstand von der Achse 2c, der über demjenigen liegt, der diese Achse von der ersten Anlagefläche 4a trennt.

Der erste und der zweite zylindrische Teil 2a, 2b sind vorzugsweise unter Bildung einer Auskehlung 2e angeschlossen, deren diesen Teilen gemeinsame Rand die erste Anlagefläche 4a bildet.

Im übrigen ist die axiale Seite des zweiten zylindrischen Teils 2b des Trägers 2, die dem Schirm 1 zugewandt ist, bevorzugt ausgehöhlt, und zwar bis auf den Teil ihres Umfangs, der die zweite Anlagefläche 4b bildet, so daß ein ringförmiger Hohlraum 2f erscheint, der zur Aufnahme eines ringförmigen Wulstes 1f des Schirms besimmt ist, wobei sich dieser Wulst aus einer Verformung des Schirms aus seiner Ebene in der Nähe seines Innenrandes 1c nach zwei kreisförmigen Falzen ergibt, die konzentrisch und von entgegengesetzter Konkavität sind und sich in den Hohlraum einfügen, ohne in der Ruhestellung dessen Boden zu berühren.

Der Schirm 1 wird an dem Träger 2 eingesetzt, indem dieser Schirm an dem Teil des Trägers 2 (rechts in Fig. 1) mit dem kleineren Durchmesser eingeführt wird, danach auf die Innenseite des Wulstes 1f (von rechts nach links) ein Druck ausgeübt wird, wobei dann die flexiblen Klammern in die Auskehlung 2e eingreifen.

In dieser Position ist der Schirm 1 in einer Richtung vorgespannt, die ihm tendenziell von vornherein eine konische Form verleiht, die zur linken Seite von Fig. 1 gerichtet ist.

Sofern der Schirm 1 jedoch aus einem elastischen, keinem Knicken unterworfenen Material hergestellt ist, widersteht er dieser Vorspannung und übt dabei auf die erste Anlagefläche 4a eine Kraft aus, die von links nach rechts gerichtet ist, und auf die zweite Anlagefläche 4b eine Kraft, die in die entgegengesetzte Richtung gelenkt ist, wobei diese Kräfte vereint dazu führen, daß der Schirm 1 selbst unter sehr ungünstigen Bedingungen sicher an dem Träger 2 gehalten wird.


Anspruch[de]

Wärmeschutzvorrichtung, insbesondere zur Verwendung zum Schutz einer Kappe für eine Scheiben- oder Trommelbremse, die aus einem Träger (2) und einem Wärmeschirm (1) besteht, wobei dieser eine Platte aufweist, die von einer Öffnung (1a) durchsetzt ist und damit einen Außenrand (1b) und einen Innenrand (1c) bildet, und die aus einem elastisch verformbaren Material besteht, das keinem Knicken unterworfen ist, und über wenigstens eine erste Anlagefläche (4a) an Platz an dem Träger gehalten wird, auf die sie durch ihren Innenrand eine sich aus ihrer elastischen Verformung ergebende Kraft ausübt, wobei diese Vorrichtung zusätzliche Anlagemittel (2b) aufweist, die der Platte eine zweite Anlagefläche (4b) bereitstellen und es dieser Platte ermöglichen, auf die erste und die zweite Anlagefläche Kräfte auszuüben, die in entgegengesetzte Richtungen orientiert sind, wobei der Innenrand der Platte derart ausgeschnitten ist, daß er mehrere Klammern (1e) aufweist, und wobei der Träger einen ersten zylindrischen Teil (2a) aufweist, der an seinem Umfang eine erste, im wesentlichen zu einem Kreis reduzierte Anlagefläche bereitstellt, wobei die zweite Anlagefläche (4b) wenigstens einen Teil einer axialen Seite eines zweiten zylindrischen Teils (2b) des Trägers aufweist, der an den ersten angrenzt und nach außerhalb des ersten zylindrischen Teils (2a) entlang einer radialen Richtung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Seite des zweiten zylindrischen Teils des Trägers abgesehen vom Ort der zweiten Anlagefläche derart ausgehöhlt ist, daß ein Hohlraum (2f) erscheint, daß die Platte in der Nähe ihres Innenrandes aus ihrer Ebene nach zwei Falzen mit entgegengesetzter Konkavität verformt ist, um einen ringförmigen Wulst (1f) zu bilden, daß der Wulst in dem Hohlraum in Eingriff steht, ohne seinen Boden zu berühren, und daß die zweite Anlagefläche (4b) wenigstens einen Teil des Umfangs der axialen Seite des zweiten zylindrischen Teils umfaßt.







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