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Dokumentenidentifikation DE4434494A1 28.03.1996
Titel 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivate zum Färben keratinhaltiger Fasern
Anmelder Henkel KGaA, 40589 Düsseldorf, DE
Erfinder Möller, Hinrich, Dr., 40789 Monheim, DE;
Höffkes, Horst, Dr., 40595 Düsseldorf, DE
DE-Anmeldedatum 27.09.1994
DE-Aktenzeichen 4434494
Offenlegungstag 28.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.03.1996
IPC-Hauptklasse D06P 3/04
IPC-Nebenklasse A61K 7/13   C07C 49/83   C07C 49/17   
IPC additional class // D06P 3/14,3/30,3/60,3/62,3/24,3/70,3/52,B01F 17/00  
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivaten zum Färben von keratinhaltigen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren.

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von 2-Hydroxy-1-ethanon- Derivaten zum Färben von keratinhaltigen Fasern sowie diese Verbindungen enthaltende Färbemittel.

Für das Färben von keratinhaltigen Fasern, z. B. Haaren, Wolle oder Pelzen, kommen im allgemeinen entweder direktziehende Farbstoffe oder Oxidationsfarbstoffe, die durch oxidative Kupplung einer oder mehrerer Entwicklerkomponenten untereinander oder mit einer oder mehreren Kupplerkomponenten entstehen, zur Anwendung. Mit Oxidationsfarbstoffen lassen sich zwar intensive Färbungen mit guten Echtheitseigenschaften erzielen, die Entwicklung der Farbe geschieht jedoch unter dem Einfluß von Oxidationsmitteln wie z. B. H&sub2;O&sub2;, was häufig Schädigungen der Faser zur Folge hat. Direktziehende Farbstoffe werden unter schonenderen Bedingungen appliziert, ihr Nachteil liegt jedoch darin, daß die Färbungen häufig nur über unzureichende Echtheitseigenschaften verfügen.

Färbesysteme auf Basis der unten näher beschriebenen 2-Hydroxy-1- ethanon-Derivate sind zum Färben von keratinhaltigen Fasern bislang nicht bekannt.

Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß sich 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivate auch in Abwesenheit von oxidierenden Agentien hervorragend zum Färben von keratinhaltigen Fasern eignen. Der Einsatz von oxidierenden Agentien soll dabei jedoch keineswegs prinzipiell ausgeschlossen werden.

Als keratinhaltige Fasern kommen z. B. Wolle, Pelze, Felle und menschliche Haare in Betracht. Die unten näher bezeichneten 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivate können prinzipiell aber auch zum Färben anderer Naturfasern, wie z. B. Baumwolle, Jute, Sisal, Leinen oder Seide, modifizierter Naturfasern, wie z. B. Regeneratcellulose, Nitro-, Alkyl- oder Hydroxyalkyl- oder Acetylcellulose und synthetischer Fasern, wie z. B. Polyamid-, Polyacrylnitril,-, Polyurethan- und Polyesterfasern verwendet werden.

Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivaten der Formel I



in der R¹ für einen Alkylrest mit 1 bis 5 C-Atomen, der gegebenenfalls mit einer Hydroxygruppe substituiert sein kann, für einen unsubstituierten oder mit C&sub1;-C&sub4;-Alkyl-, C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy-, C&sub1;-C&sub4;-Alkylamino-, C&sub1;-C&sub4;-Dialkylamino-, Amino-, Hydroxy-, Sulfo-, Carboxylgruppen oder Halogenatomen substituierten Arylrest, für einen unsubstituierten oder mit C&sub1;-C&sub4;-Alkyl-, C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy-, C&sub1;-C&sub4;-Alkylamino-, C&sub1;-C&sub4;-Dialkylaminogruppen oder Halogenatomen substituierten Furyl-, Thienyl- oder Pyridylrest steht,

R² für die gleichen Reste wie R¹ steht, zusätzlich aber - unabhängig von der Bedeutung von R¹ - ein Wasserstoffatom darstellen kann,

und R¹ und R² gemeinsam auch einen, gegebenenfalls sauerstoff- oder stickstoffhaltigen, 4-, 5-, 6- oder 7-Ring darstellen können, zum Färben von keratinhaltigen Fasern.

Bevorzugte Verwendung finden 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivate der Formel I: in denen R¹ und R² für Phenylreste oder 4-Methoxyphenylreste stehen; in denen R¹ für einen Dimethylaminophenylrest und R² für einen Phenylrest steht; in denen R¹ für eine Methyl- oder Hydroxymethylgruppe und R² für ein Wasserstoff steht.

Als Beispiele für die erfindungsgemäß einzusetzenden 2-Hydroxy-1- ethanon-Derivate können genannt werden: Acetoin, Butyroin, Caproin, Benzoin, Furoin, 4,4&min;-Anisoin, 2,2&min;-, 3,3&min;-, 4,4&min;-Pyridoin, 2,2&min;-Dihydroxybenzoin, 4,4&min;-Dimethylbenzoin, Hydroxyaceton, 2&min;-Hydroxyacetophenon, Adipoin, 1-(4-Dimethylamino)-2-hydroxy-2-phenyl-1-ethanon, Dihydroxyaceton.

Diese Substanzen sind i.a. literaturbekannt oder im Chemikalienhandel erhältlich.

Die 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivate der Formel I alleine färben Keratinfasern nur schwach. Brillante Färbungen im Orange-, Braun-, Rotbraun-, Blauschwarz- und Schwarzbereich mit guten Echtheitseigenschaften (Lichtechtheit, Waschechtheit, Reibechtheit) werden erzielt, wenn die 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivate der Formel I gemeinsam mit Verbindungen mit primärer oder sekundärer Aminogruppe, z. B. Anilinderivaten, mit einer Stickstoff enthaltenden heterocyclischen Verbindung, z. B. primären heteroaromatischen Aminen, oder einer aromatischen Hydroxyverbindung verwendet werden.

Geeignete Verbindungen mit primärer oder sekundärer Aminogruppe sind z. B. primäre aromatische Amine wie N-(2-Hydroxyethyl)-N-ethyl-, N,N- Bis-(2-hydroxyethyl)-, N-(2-Methoxyethyl-), 2,3-, 2,4-, 2,5-Dichlor- p-phenylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin, 2,5-Dihydroxy-4-morpholinoanilin-dihydrobromid, 2-, 3-, 4-Aminophenol, o-, m-, p-Phenylendiamin, 2,5-Diaminotoluol, -phenol, -anisol, -phenethol, 2-Chlor-p- phenylendiamin, 4-Methylamino-, 3-, 4-Dimethylamino-, 3,4-Methylendioxyanilin, 3-Amino-2,4-dichlor-, 4-Methylamino-, 2-Methyl-5-amino-, 3-Methyl-4-amino-, 2-Methyl-5-(2-hydroxyethylamino)-, 2-Methyl-5-amino-6-chlor-, 2-Methyl-5-amino-4-chlor-, 2-Methyl-5-amino- 6-chlor-, 5-(2-Hydroxyethylamino)-4-methoxy-2-methyl-, 4-Amino-2- aminomethyl-phenol, 1,3-Diamino-2,4-dimethoxybenzol, 2-, 3-, 4-Aminobenzoesäure, -phenylessigsäure, 2,3-, 2,4-, 2,5-, 3,4-, 3,5-Diaminobenzoesäure, 4-, 5-Aminosalicylsäure, 3-Amino-4-hydroxy-, 4-Amino-3-hydroxy-benzoesäure, 2-, 3-, 4-Aminobenzolsulfonsäure, 3-Amino-4-hydroxybenzolsulfonsäure, 4-Amino-3-hydroxynaphthalin-1- sulfonsäure, 6-Amino-7-hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure, 7-Amino-4- hydroxynaphthalin-2-sulfonsäure, 4-Amino-5-hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure, 3-Amino-2-naphthoesäure, 3-Aminophthalsäure, 5-Aminoisophthalsäure, 1,3,5-, 1,2,4-Triaminobenzol, 1,2,4,5-Tetraaminobenzol-tetrahydrochlorid, 2,4,5-Triaminophenol-trihydrochlorid, Pentaaminobenzol-pentahydrochlorid, Hexamaminobenzol-hexahydrochlorid, 2,4,6-Triaminoresorcin-trihydrochlorid, 4,5-Diaminobrenzcatechinsulfat, 4,6-Diaminopyrogallol-dihydrochlorid, 3,5-Diamino-4-hydroxybrenzcatechin-sulfat, aromatische Aniline bzw. Phenole mit einem weiteren aromatischen Rest wie 4,4&min;-Diaminostilben-dihydrochlorid, 4,4&min;-Diaminostilben-2,2&min;-disulfonsäure, Na-Salz, 4,4&min;-Diaminodiphenylmethan, -sulfid, -sulfoxid, -amin, 4,4&min;-Diaminodiphenylamin-2- sulfonsäure, 4,4&min;-Diaminobenzophenon, -diphenylether, 3,3&min; ,4,4&min;-Tetraaminodiphenyl-tetrahydrochlorid, 3,3&min; ,4,4&min;-Tetraamino-benzophenon, 1,3-Bis-(2,4-diaminophenoxy)-propan-tetrahydrochlorid, 1,8-Bis- (2,5-diaminophenoxy)-3,6-dioxaoctan-tetrahydrochlorid, 1,3-Bis-(4- aminophenylamino)-propan, -2-propanol, 1,3-Bis-[N-(4-aminophenyl)-2- hydroxyethylamino]-2-propanol, N,N-Bis-[2-(4-aminophenoxy)-ethyl]- methylamin-trihydrochlorid.

Geeignete stickstoffhaltige Heterocyclen sind z. B. 2-, 3-, 4-Amino-, 2-Amino-3-hydroxy-, 2,6-Diamino-, 2,5-Diamino-, 2,3-Diamino-, 2-Dimethylamino-5-amino-, 3-Amino-2-methylamino-6-methoxy-, 2,3-Diamino-6-methoxy-, 3,5-Diamino-2,6-dimethoxy-, 2,4,5-Triamino-, 2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin, 4,5,6-Triamino-, 4-Hydroxy-2,5,6-triamino-, 2,4,5,6-Tetraamino-, 2-Methylamino-4,5,6-triamino-, 2,4-, 4,5-Diamino-, 2-Amino-4-methoxy-6-methyl-pyrimidin, 3,5-Diaminopyrazol, -1,2,4-triazol, 3-Amino-, 3-Amino-5-hydroxypyrazol, 2-,3-, 8-Aminochinolin, 4-Amino-chinaldin, 2-, 6-Aminonicotinsäure, 5-Aminoisochinolin, 4-, 5-, 6-, 7-Aminoindol, 5-, 6-Aminoindazol, 5-, 7-Amino-benzimidazol, -benzothiazol, 2,5-Dihydroxy-4-morpholinoanilin sowie Indol- und Indolinderivate, z. B. 5,6-Dihydroxyindol, 5,6-Dihydroxyindolin und 4-Hydroxyindolin, sowie deren mit vorzugsweise anorganischen Säuren wie z. B. Salz- oder Schwefelsäure gebildeten Salze.

Geeignete aromatische Hydroxyverbindungen sind z. B. 2-, 4-, 5-Methylresorcin, Resorcin, 3-Methoxyphenol, Brenzkatechin, Hydrochinon, Pyrogallol, Phloroglucin, Hydroxyhydrochinon, 2-, 3-, 4-Methoxy-, 3-Dimethylamino-, 2-(2-Hydroxyethyl)-, 3,4-Methylendioxyphenol, 2,4-, 3,4-Dihydroxybenzoesäure, -phenylessigsäure, Gallussäure, 2,4,6-Trihydroxybenzoesäure, -acetophenon, 2-, 4-Methyl-, 2-, 4-Chlorresorcin, 1-, 2-Naphthol, 1,5-, 2,3-, 2,7-Dihydroxynaphthalin, 6-Dimethylamino-4-hydroxy-2-naphthalinsulfonsäure, 3,6-Dihydroxy-2,7-naphthalinsulfonsäure.

Auch Aminosäuren oder aus 2 bis 9 Aminosäuren aufgebaute Oligopeptide sind geeignet. Als Aminosäuren kommen alle natürlich vorkommenden und synthetischen Aminosäuren in Frage, z. B. die durch Hydrolyse aus pflanzlichen oder tierischen Proteinen, z. B. Kollagen, Keratin, Casein, Elastin, Sojaprotein, Weizengluten oder Mandelprotein zugänglichen Aminosäuren. Dabei können sowohl sauer als auch alkalisch reagierende Aminosäuren eingesetzt werden. Geeignete Oligopeptide sind alle aus natürlich vorkommenden und synthetischen Aminosäuren aufgebauten Oligopeptide.

Die Oligopeptide können dabei natürlich vorkommende oder synthetische Oligopeptide, aber auch die in Polypeptid- oder Proteinhydrolysaten enthaltenen Oligopeptide sein, sofern sie über eine für die Anwendung in den erfindungsgemäßen Färbemitteln ausreichende Wasserlöslichkeit verfügen. Als Beispiele sind z. B. Glutathion oder die in den Hydrolysaten von Kollagen, Keratin, Casein, Elastin, Sojaprotein, Weizengluten oder Mandelprotein enthaltenen Oligopeptide zu nennen.

In allen Färbemitteln können auch mehrere verschiedene 2-Hydroxy-1- ethanon-Derivate der Formel I gemeinsam zum Einsatz kommen; ebenso können auch mehrere verschiedene Komponenten aus den Gruppen von Verbindungen mit primärer oder sekundärer Aminogruppe, von stickstoffhaltigen Heterocyclen, aromatischen Hydroxyverbindungen oder Aminosäuren gemeinsam verwendet werden.

Die Färbemittel ergeben bereits bei physiologisch verträglichen Temperaturen von unter 45°C intensive Färbungen. Sie eignen sich deshalb besonders zum Färben von menschlichen Haaren. Zur Anwendung auf dem menschlichen Haar können die Färbemittel in einen wasserhaltigen kosmetischen Träger eingearbeitet werden. Geeignete wasserhaltige kosmetische Träger sind z. B. Cremes, Emulsionen, Gele oder auch tensidhaltige schäumende Lösungen wie z. B. Shampoos oder andere Zubereitungen, die für die Anwendung auf dem Haar geeignet sind.

Der wasserhaltige kosmetische Träger enthält üblicherweise Netz- und Emulgiermittel wie anionische, nichtionische oder ampholytische Tenside, z. B. Fettalkoholsulfate, Alkansulfonate, α-Olefinsulfonate, Fettalkoholpolyglykolethersulfate, Alkylglycoside, Ethylenoxidanlagerungsprodukte an Fettalkohole, an Fettsäuren, an Alkylphenole, an Sorbitanfettsäureester, an Fettsäurepartialglyceride und Fettsäurealkanolamide; Verdickungsmittel, z. B. Fettalkohole, Fettsäuren, Paraffinöle, Fettsäureester und andere Fettkomponenten in emulgierter Form; wasserlösliche polymere Verdickungsmittel wie natürliche Gummen, z. B. Gummi arabicum, Karaya-Gummi, Guar-Gummi, Johannisbrotkernmehl, Leinsamengummen und Pektin, biosynthetische Gummen, z. B. Xanthan-Gummi und Dextrane, synthetische Gummen, z. B. Agar- Agar und Algin, Stärke-Fraktionen und Derivate wie Amylose, Amylopektin und Dextrine, modifizierte Cellulosemoleküle, z. B. Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Carboxymethylcellulose, Tone wie z. B. Bentonit oder vollsynthetische Hydrokolloide, z. B. Polyvinylalkohol oder Polyvinylpyrrolidon, haarpflegende Zusätze, wie z. B. wasserlösliche kationische Polymere, anionische Polymere, nichtionische Polymere, amphotere oder zwitterionische Polymere, Pantothensäure, Vitamine, Pflanzenextrakte oder Cholesterin, pH- Stellmittel, Komplexbildner und Parfumöle sowie Reduktionsmittel zur Stabilisierung der Inhaltsstoffe, z. B. Ascorbinsäure, schließlich können auch Farbstoffe zum Einfärben der kosmetischen Zubereitungen enthalten sein.

Außerdem kann der Zusatz von Lösungsvermittlern wie Ethylen-, 1,3- Propylen-, 1,2-Propylen-, 1,2-Butylenglykol, Glycerin, Ethanol, tert. Butanol, 2-Propanol oder Phenethol in Mengen von 2-50% nützlich sein.

Die 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivate der Formel I sowie die Verbindungen mit primärer oder sekundärer Aminogruppe, die Aminosäuren oder aus 2 bis 9 Aminosäuren aufgebaute Oligopeptide, die stickstoffhaltigen Heterocyclen bzw. die aromatischen Hydroxyverbindungen sind dabei in einer Menge von jeweils 0,3 bis 65, vorzugsweise 6 bis 20 mMol, jeweils bezogen auf 100 g des gesamten Färbemittels, enthalten.

Für das Färbeergebnis kann es vorteilhaft sein, den Färbemitteln Ammonium- oder Metallsalze zuzugeben. Geeignete Metallsalze sind z. B. die Formiate, Carbonate, Halogenide, Sulfate, Butyrate, Valeriate, Capronate, Acetate, Lactate, Glykolate, Tartrate, Citrate, Gluconate, Propionate, Phosphate und Phosphonate des Kaliums, Natriums, Lithiums, Magnesiums, Calciums, Strontiums, Bariums, Mangans, Eisens, Kobalts, Kupfers, Zinks; bevorzugt sind Natriumacetat, Lithiumbromid, Calciumbromid, Calciumgluconat, Zinkchlorid, Zinksulfat, Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat, Ammoniumcarbonat, -chlorid und -acetat, die im gegebenen Falle in einer Menge von 0,3 bis 65, vorzugsweise 6 bis 20 mMol, bezogen auf 100 g des gesamten Färbemittels, enthalten sind.

Der pH-Wert der gebrauchsfertigen Färbezubereitungen liegt zwischen 2 und 11, vorzugsweise zwischen 5 und 9.

Zum Haarefärben werden die Färbemittel in Form des wasserhaltigen, kosmetischen Trägers in einer Menge von 100 g auf das Haar aufgebracht, ca. 30 Minuten dort belassen und dann ausgespült oder mit einem handelsüblichen Haarshampoo ausgewaschen.

Die beiden reaktiven Komponenten können entweder gleichzeitig auf das Haar aufgebracht werden oder aber auch nacheinander, wobei es keine Rolle spielt, welche der beiden Komponenten zuerst aufgetragen wird; die Ammonium- oder Metallsalze können dabei der ersten oder zweiten Komponente zugesetzt werden. Zwischen dem Auftragen der ersten und der zweiten Komponente können bis zu 30 Minuten Zeitabstand liegen. Auch eine Vorbehandlung der Haare mit der Salzlösung ist möglich.

Die beiden reaktiven Komponenten können getrennt und zusammen entweder wasserfrei oder bereits in der fertigen Formulierung gelagert werden. Bei der getrennten Lagerung werden die reaktiven Komponenten erst unmittelbar vor der Anwendung miteinander innig vermischt. Dabei ist bei der trockenen Lagerung eine definierte Menge warmen (50-80°C) Wassers hinzuzufügen und eine homogene Mischung herzustellen.

Die folgenden Beispiele sollen den Erfindungsgegenstand näher erläutern, ohne ihn jedoch hierauf zu beschränken.

Beispiele Herstellung einer Färbelösung

Es wurde eine Aufschlämmung von 10 mMol eines 2-Hydroxy-1-ethanon- Derivats der Formel I und 10 mMol eines Reaktants, 10 mMol Natriumacetat und ein Tropfen einer 20-%igen Fettalkylethersulfat-Lösung in 100 ml Wasser bereitet. Die Aufschlämmung wurde auf Siedetemperatur erhitzt und nach dem Abkühlen filtriert, der pH-Wert wurde anschließend auf 6 eingestellt.

In diese Färbelösung wurden bei 30°C 30 Minuten lang zu 90% ergraute, nicht vorbehandelte Menschenhaare eingebracht. Die jeweiligen Färbetemperaturen, Färbedauern, Farbnuancen und Farbtiefen sind der Tabelle 1 zu entnehmen.

Die Farbtiefe wurde dabei nach folgender Skala bewertet:

- = keine oder eine sehr blasse Ausfärbung

(+) = schwache Intensität

+ = mittlere Intensität

+(+) = mittlere bis starke Intensität

++ = starke Intensität

++(+) = starke bis sehr starke Intensität

+++ = sehr starke Intensität










Anspruch[de]
  1. 1. Verwendung von 2-Hydroxy-1-ethanon-Derivaten der Formel I



    in der R¹ für einen Alkylrest mit 1 bis 5 C-Atomen, der gegebenenfalls mit einer Hydroxygruppe substituiert sein kann, für einen unsubstituierten oder mit C&sub1;-C&sub4;-Alkyl-, C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy-, C&sub1;-C&sub4;-Alkylamino-, C&sub1;-C&sub4;-Dialkylamino-, Amino-, Hydroxy-, Sulfo-, Carboxylgruppen oder Halogenatomen substituierten Arylrest, für einen unsubstituierten oder mit C&sub1;-C&sub4;-Alkyl-, C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy-, C&sub1;-C&sub4;-Alkylamino-, C&sub1;-C&sub4;-Dialkylaminogruppen oder Halogenatomen substituierten Furyl-, Thienyl- oder Pyridylrest steht,

    R² für die gleichen Reste wie R¹ steht, zusätzlich aber - unabhängig von der Bedeutung von R¹ - ein Wasserstoffatom darstellen kann,

    und R¹ und R² gemeinsam auch einen, gegebenenfalls sauerstoff- oder stickstoffhaltigen, 4-, 5-, 6- oder 7-Ring darstellen können,

    zum Färben von keratinhaltigen Fasern.
  2. 2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R¹ und R² für Phenylreste oder 4-Methoxyphenylreste stehen.
  3. 3. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R¹ für einen 4-Dimethylaminophenyl- und R² für einen Phenylrest steht.
  4. 4. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R¹ für eine Methyl- oder Hydroxymethylgruppe und R² für Wasserstoff steht.






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