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Dokumentenidentifikation DE69206058T2 18.04.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0522761
Titel In einer Flüssigkeit untergetauchte Scheibenbremse.
Anmelder Lucas Industries p.l.c., Solihull, West Midlands, GB
Erfinder Price, Anthony George, Gwmbran, Gwent, NP44 2EY, Wales, GB;
Parry, David, Gwmbran, Gwent, NP44 5EJ, Wales, GB;
Taylor, Michael Anthony, Gilwern, Gwent, Wales, GB;
Broadwell, Andrew Robert, Pontypool, Gwent, NP4 5DN, Wales, GB
Vertreter Cohausz & Florack, 40472 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69206058
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 29.06.1992
EP-Aktenzeichen 923059745
EP-Offenlegungsdatum 13.01.1993
EP date of grant 15.11.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.04.1996
IPC-Hauptklasse F16D 65/853
IPC-Nebenklasse F16D 55/14   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine in Flüssigkeit eingetauchte Scheibenbremse, in erster Linie für ein Fahrzeug der allgemeinen Bauart, die ein Gehäuse umfaßt, das mindestens ein Reibelement, das mit einem abzubremsenden Element drehbar ist und eine erste Bremsfläche vorsieht, ein Drehmomentwiderstandselement, das eine zweite Bremsfläche benachbart zur ersten Fläche vorsieht und während des Bremsens relativ stationär ist, Betätigungseinrichtungen, die die erste und zweite Fläche in Bremseingriff bringen, und Einrichtungen zur Zuführung von Kühlflüssigkeit zum Gehäuse in kühlende Beziehung zu den Flächen enthält.

Bremsen der vorstehend beschriebenen allgemeinen Bauart finden in erster Linie in Traktoren und anderen Off-Road- Fahrzeugen Verwendung, wobei das Getriebeöl des Fahrzeuges dann üblicherweise als Kühlflüssigkeit verwendet wird. Obwohl eine relativ große Menge an Öl zum Kühlen der Bremse während verlängerter und/oder starker Bremsperioden benötigt wird, ist es wünschenswert, die im Gehäuse zu anderen Zeiten vorhandene Ölmenge zu reduzieren, um auf diese Weise die bekannten parasitären Ölwiderstandseffekte zu minimieren und auf diese Weise übermäßig große Bremslaufspiele und die daraus folgenden langen Bremspedalwege und/oder hohen Betätigungskräfte zu vermeiden. Zur Lösung dieser miteinander in Konflikt stehenden Flüssigkeitsanforderungen sind bereits diverse Vorschläge unterbreitet worden, um sicherzustellen, daß die Zufuhr von Kühlflüssigkeit zu den Bremsflächen während des Bremsens wesentlich größer ist als im nicht angelegten Zustand der Bremse.

Beispiele von derartigen Vorschlägen gehen aus den früheren europäischen Patenten 0 315 433 und 0 315 444 hevor und basieren darauf, daß das Bremsmoment ein Ventil betätigt, das in einer Nase vorgesehen ist, die auf einer Druckplatte der Bremse angeordnet ist, um den Zufluß an Kühlflüssigkeit zu steuern. Diese Anordnung ist im Betrieb allgemein zufriedenstellend, macht jedoch den Einsatz einer nicht standardgemäßen Druckpatte zur Unterbringung des Ventils erforderlich, die selbst robust sein muß, um die kontinuierlichen Aufprälle mit dem Drehmomentaufnahmeanschlag auszuhalten. Diese Anordnung ist daher in der Herstellung ziemlich teuer.

Ein weiterer Vorschlag ist in der WO-A-87/05084 offenbart, gemäß dem ein an eine Ölquelle angeschlossener Innenkanal durch die Wirkung einer inneren Betätigungsvorrichtung in der Außerbetriebsstellung derselben geschlossen und bei Inbetriebnahme der Betätigungsvorrichtung geöffnet wird, so daß Strömungsmittel zu den Reibelementen fließen kann.

Erfindungsgemäß umfaßt eine in Flüssigkeit eingetauchte Scheibenbremse ein Gehäuse, das mindestens ein Reibelement, das mit einem abzubremsenden Element drehbar ist und eine erste Bremsfläche vorsieht, ein Drehmomentwiderstandselement, das eine zweite Bremsfläche benachbart zur ersten Fläche vorsieht und während des Bremsens relativ stationär ist, Betätigungseinrichtungen, die die erste und zweite Fläche in Bremseingriff bringen, und ein Ventil zum Steuern der Zufuhr von Kühlflüssigkeit zum Gehäuse in kühlende Beziehung zu den Flächen enthält, wobei das Ventil durch Einwirkung der Betätigungseinrichtungen in ihrer Außerbetriebsstellung geschlossen und dadurch, daß die Betätigungseinrichtungen eine Betätigungsbewegung durchführen, geöffnet wird, damit Kühlflüssigkeit zur Bremse fließen kann, und wobei die Betätigungseinrichtungen eine über eine Betätigungsvorrichtung betätigbare Kraf taufbringüngsvorrichtung umfassen, um das Reibelement und das Drehmomentwiderstandselement in Bremseingriff zu bringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftaufbringungsvorrichtung außerhalb des Gehäuses und das Ventil radial außerhalb der Reibelemente angeordnet sind und daß ein Teil der Kraftaufbringungsvorrichtung einen ersten Teil des Ventils, der mit einem Kühlflüssigkeitseinlaß zusammenwirkt, welcher einen zweiten Teil des Ventils bildet, betätigt oder bildet.

Bei einer zweckmäßigen Anordnung umfassen die Betätigungseinrichtungen einen hydraulisch betätigten Kolben, der einen Teil des Ventils, das durch die hydraulische Betätigung des Kolbens geöffnet wird, um auf diese Weise das kühlende Strömungsmittel zur Bremse strömen zu lassen, bildet oder dieses betätigt.

Bei einer anderen Anordnung, bei der die Bremse mechanisch betätigt wird, ist ein Teil der Betätigungseinheit so angeordnet, daß das Ventil während des nichtbetätigten Zustandes der Bremse in seiner geschlossenen Position gehalten wird, wobei dieser Teil während der Betätigungsbewegung der Betätigungseinrichtungen verschoben wird, damit das Ventil in seine offene Position bewegt werden kann, und zwar zweckmäßigerweise unter der Wirkung von Federeinrichtungen.

Bei einer weiteren Ausführungsform ist das Ventil so angeordnet, daß im betätigten Zustand der Bremse bei Entfernung einer Ventilschließkraft, die vom Ventilbetätigungselement aufgebracht wird, das Ventil unter der Wirkung des Drucks der Kühlflüssigkeit geöffnet wird, um das Kühlmittel in die Bremse fließen zu lassen.

Die Erfindung wird nunmehr anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Teiles von einer Ausführungsform einer in Flüssigkeit eingetauchten Scheibenbremse der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 eine Ansicht, die im allgemeinen Figur 1 entspricht und eine weitere Ausführungsform der Bremse zeigt;

Figur 3 eine Figur 2 entsprechende Ansicht, die eine weitere Ausführungsform der Bremse zeigt; und

Figur 4 eine den Figuren 2 und 3 entsprechende Ansicht, die noch eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgebildeten Bremse zeigt.

Figur 1 der Zeichnung zeigt eine in Öl eingetauchte Mehrplatten-Scheibenbremse, die in herkömmlicher Weise eine Vielzahl von drehoaren und stationären Reibelementen (nicht gezeigt) aufweist, die abwechselnd in einem Gehäuse 1 angeordnet sind. Der grundlegende Innenaufbau der Bremse ist vollständig von herkömmlicher Bauart und kann beispielsweise so ausgebildet sein, wie im europäischen Patent 0 109 230 der Patentinhaberin beschrieben. Das Gehäuse enthält normalerweise einen Minimalpegel an Öl, um eine angemessene Schmierung der Bremsscheiben sicherzustellen. Die dargestellte Bremse wird durch eine Betätigungsvorrichtung in der Form eines Keilelementes 2 betätigt, von der ein Keil 3 über Rollen 4 auf Nasen 5 einwirkt, die von einem Paar von Druckplatten getragen werden, welche in gegenüberliegenden benachbarten Flächen ausgenommene Betätigungsrampen besitzen, wobei gegenüberliegende Ausnehmungen Betätigungskugeln zur Zusammenwirkung mit den Rampen zur Betätigung der Bremse aufweisen, und zwar in bekannter Weise.

Kraftaufbringungseinrichtungen zur Betätigung des Keilelementes besitzen die Form einer Betätigungseinheit 6, die über Bolzen 7 am Gehäuse 1 befestigt ist. Ein Schaft 8 des Keiles erstreckt sich sowohl durch das Gehäuse 1 als auch durch die Betätigungseinheit 6 und ist an seinem äußersten Endabschnitt über eine Mutter 8A an einem mechanischen Betätigungshebel 9 befestigt, der bei 9A am Gehäuse angelenkt und durch eine Feder 10 in eine Außerbetriebsstellung vorgespannt ist. Der Hebel 9 ist über ein Seil 11 mit einem Handbremshebel o.ä. (nicht gezeigt) verbunden. Die Einheit 6 besitzt eine abgestufte Innenbohrung, von der ein Abschnitt 13 mit größerem Durchinesser einen hydraulischen Betätigungskolben 14 enthält, der darin unter der Wirkung eines hydraulischen Druckmittels, das über eine Öffnung 16 auf eine Betätigungskammer 15 aufgebracht wird, gleiten kann. Ein Bohrungsabschnitt 13a mit kleinerem Durchmesser empfängt einen abwärts gerichteten Mantel 17 des Kolbens 14, dessen unteres freies Ende 18 ein Ventil bildet, das eine Öffnung 19 des Gehäuses umgibt, von dem aus sich eine trichterförmige Düse 20 erstreckt, durch welche in noch zu beschreibender Weise Öl in das Innere des Gehäuses geführt werden kann. Der Kolben 14 wird normalerweise von der Feder 10 in seiner dargestellten Außerbetriebsstellung gehalten. Die Feder 10 wirkt über den Hebel 9 und einen Kraftübertragungsblock 21 auf die Oberfläche des Kolbens ein. Die Feder hält daher auch das Ventil 18 in seiner geschlossenen Position um die Öffnung 19 herum.

Eine Quelle einer Kühlflüssigkeit für die Bremse, normalerweise unter einem relativ niedrigem Druck, ist an eine Einlaßöffnung 22 angeschlossen. Die Kühlflüssigkeit wird somit einer Kammer 23 zugeführt, die normalerweise vom Ventil 18 daran gehindert wird, mit der Düse 20 in Verbindung zu treten.

Wenn Betätigungsdruck auf die Kammer 15 aufgebracht wird, um die Bremse zu betätigen, wird der Kolben 14 angehoben und wirkt über den Block 21, den Hebel 9 und die Mutter 8A auf den Schaft 8 des Keiles, um diesen nach oben zwischen die Rollen 4 und Nasen 5 der Druckplatten zu ziehen und die Druckplatten somit voneinander zu trennen, so daß die zugehörigen Kugeln und Rampen eine Klemmkraft auf die sich drehenden Bremsscheiben aufbringen, welche mit einer abzubremsenden Welle, beispielsweise einer Getriebewelle des Traktors, verkeilt sind. Diese Scheiben werden somit gegen die stationären Bremsscheiben ge.klemmt, um in bekannter Weise ein Bremsmoment zu erzeugen, dem das Gehäuse entgegenwirkt. Durch das Anheben des Kolbens 14 wird ferner das Ventil 18 angehoben und der Niederdrucköleinlaß in Verbindung mit der Düse 20 gebracht, durch die dieses Öl in das Innere des Bremsmechanismus geführt wird, um die Scheiben während des Bremsens zu kühlen. Falls der Bremsvorgang eine relativ kurze Dauer hat, dringt nur eine relativ geringe Menge an Kühlflüssigkeit in die Bremsmechanismen ein, so daß der darin befindliche Kühlflüssigkeitspegel somit nicht wesentlich ansteigt. Durch einen verlängerten Betrieb der Bremse kann eine beträchtliche Menge an Kühlflüssigkeit über die Düse 20 eindringen, wodurch der Ölpegel im Bremsmechanismus auf ein ausreichendes Niveau angehoben wird, um eine angemessene Kühlung der Bremsscheiben während eines derartigen verlängerten Bremsvorganges zu bewirken. Wenn die Betätigung der Bremse gestoppt wird, wird die Druckzufuhr zur Kammer 15 abgesperrt und der Kolben 14 durch die Feder 10 in seine dargestellte Position zurückgeführt. Gleichzeitig wird das Ventil 18 geschlossen und auf diese Weise die Zufuhr von Kühlmittel zur Bremse abgesperrt.

Bei der in Figur 2 dargestellten anderen Ausführungsform ist der Keilschaft 30 wiederum mit einem mechanischen Betätigungshebel 31 verbunden, der alternativ durch ein Handbremsseil 32 oder eine hydraulische Betätigungseinheit 33 betätigbar ist. Die Einheit 33 enthält wiederum einen hydraulischen Kolben 34, von dem eine Verlängerung ein elastisches Ventilelement 35 enthält, das ein Ventil bildet, das normalerweise eine Einlaßöffnung zum Gehäuse verschließt. Die Einlaßöffnung 36 ist bei dieser Ausführungsform seitlich gegenüber dem Keilschaft 30 verschoben. Eine Quelle von Kühlflüssigkeit ist an einen Einlaß 37 angeschlossen, um eine Zuführung zum Gehäuse zu ermöglichen, falls erforderlich. Bei dieser Ausführungsform wird durch das Anheben des Kolbens 34 durch Aufbringung von Strömungsmitteldruck auf eine Druckkammer 38 mit Hilfe einer Druckstange 39 der mechanische Betätigungshebel 31 nach oben gedrückt, wodurch dieser nach oben gegen die Wirkung einer Rückzugsfeder 40 verschwenkt und eine Zugkraft auf den Keilschaft 30 ausgeübt wird, die die Bremse in der vorstehend beschriebenen Weise betätigt. Durch das Ansteigen des Kolbens 34 wird das Ventil 35 von der Öffnung 36 wegbewegt, wodurch Kühlflüssigkeit vom Einlaß 37 in die Bremse eindringen kann. Wenn der Betätigungsdruck aus der Kammer 38 entferut wird, wird der Kolben 34 unter der Wirkung der Feder 40 in seine dargestellte Position zurückgeführt. Die Feder 40 wirkt dabei über den Hebel 31 und die Druckstange 39. Das Ventil 35 kehrt somit in seine geschlossene Position zurück und sperrt den Zufluß von Kühlflüssigkeit zur Bremse.

Figur 3 zeigt eine rein mechanisch betätigte Version der erfindungsgemäß ausgebildeten Bremse, die ein Ventil zum Steuern des Kühlmitteleinlasses zur Bremse aufweist, wie vorstehend beschrieben. Der Keilschaft 50 ist mit einem mechanischen Betätigungshebel 51 verbunden, auf den eine Betätigungskraft über ein Seil 52 aufgebracht wird, um den Hebel um eine Schwenkverbindung 51A zu verschwenken und auf diese Weise eine aufwärts gerichtete Zugkraft auf den Schaft 50 aufzubringen, damit der zugehörige Keil in der vorstehend beschriebenen Weise die Bremse betätigt. Bei dieser Ausführungsform wird der Durchfluß von Kühlflüssigkeit zwischen einem Einlaß 53 und einer Öffnung 54 des Gehäuses durch einen Plungerkolben 55 gesteuert, dessen unteres Ende ein Ventilelenient 56 enthält, das normalerweise unter der Wirkung einer Hebelrückzugsfeder 57 in eine geschlossene Position über der Öffnung 54 gedrückt wird. Die Feder 57 wirkt über eine Druckstange 58, die schwenkbar mit dem Hebel 51 verbunden ist, auf den Plungerkolben 55 ein. Der Plungerkolben 55 wird normalerweise durch eine Feder 59 nach oben gedrückt, so daß durch das Aufwärtsschwenken des Hebels 51 zur Betätigung der Bremse die von der Druckstange 58 übertragene Kraft entfernt wird, so daß die Feder 59 den Kolben nach oben bewegen kann und dadurch die Öffnung 54 geöffnet wird und Kühlflüssigkeit durch den Einlaß 53 über die Öffnung 54 in das Gehäuse eindringen kann. Wenn die Betätigung der Bremse beendet wird, kehrt der Hebel 51 durch die Feder 57 in seine dargestellte Position zurück, wodurch die Druckstange 58 den Plungerkolben 55 nach unten gegen die Wirkung der Feder 59 in seine dargestellte geschlossene Position verschieben kann, um den Zufluß von Kühlflüssigkeit in die Bremse zu unterbrechen.

Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgebildeten Bremse ist in Figur 4 dargestellt. Diese Bremse kann mit Hilfe eines Betätigungshebels 60, der bei 61 schwenkbar gelagert und mit dem Keilschaft 62 verbunden ist, mechanisch betätigt werden. Eine Rückzugsfeder 63 übt eine Hebelrückzugskraft aus. Eine hydraulische Betätigung wird über eine hydraulische Vorrichtung 64 erreicht, die einen Kolben 65 enthält, der bei Aufbringung eines Druckmittels über einen Einlaß 66 nach oben gedrückt wird. Die nach oben gerichtete Betätigungsbewegung des Kolbens wird auf den Hebel 60 über eine Druckstange 67 aufgebracht, die bei 68 an den Hebel gelenkt ist. Der Kolben wird bei Stoppen des Druckmittelzuflusses zum Einlaß 66 durch die Rückzugsfeder 63, welche über den Hebel 60 und die Druckstange 67 auf den Kolben einwirkt, zurückgeführt. Bei dieser Ausführungsform wird Kühlmittel für die Bremse einer Einlaßöf fnung 69 zugeführt, die entfernt vom Betätigungskolben 65 angeordnet ist und auf ein Ventil 70 einwirkt, das eine Einlaßöffnung 71 des Gehäuses steuert. Wenn sich der Betätigungshebel 60 in seiner dargestellten Außerbetriebsstellung befindet, wird das Ventil 70 durch einen Anschlag 72 am Hebel in seiner geschlossenen Position gegen den eindringenden Flüssigkeitsdruck gehalten. Wenn der Hebel zum Betätigen der Bremse verschwenkt wird, bewegt sich der Anschlag 72 nach rechts, wie in der Zeichnung gezeigt, so daß der Kühlmitteldruck das Ventil 70 nach rechts bewegen kann und dadurch die Öffnung 71 geöffnet wird, um Kühlflüssigkeit der Bremse zuzuführen. Der Zufluß von Kühlflüssigkeit wird bei Rückkehr des Hebels 60 in seine dargestellte Außerbetriebsstellung wieder unterbrochen.

Es versteht sich, daß die Erfindung auch bei Scheibenbremsen Anwendung finden kann, die in anderer Weise als durch eine Keilvorrichtung betätigt werden. Eine übliche Alternative hierzu ist eine Anordnung aus Kniehebelgliedern, die beispielsweise in der europäischen Patentschrift 0 109 230 der Patentinhaberin beschrieben ist. Die Betätigungseinheit, insbesondere wenn sie vom Keiltyp ist, kann entweder durch Druck oder durch Zug arbeiten.

Man erkennt, daß die Erfindung eine einfache und zweckmäßige Einrichtung zur Zuführung von zusätzlicher Flüssigkeit zu einer in Flüssigkeit eingetauchten Bremse während der Betätigung derselben vorsieht, indem das Flüssigkeitszuflußsteuerventil über die Betätigungseinrichtungen betätigt wird, wodurch die Nachteile der vorstehend beschriebenen Vorrichtungen des Standes der Technik vermieden werden. Ein zusätzlicher Vorteil wird erhalten, indem das Steuerventil in eine Einheit eingebaut wird, die ohne weiteres für Wartungs-. und Reparaturzwecke entfernt werden kann, ohne daß hierzu die inneren Teile der Bremse demontiert werden müssen.


Anspruch[de]

1. In eine Flüssigkeit eingetauchte Scheibenbremse mit einem Gehäuse (1), das mindestens ein mit einem abzubremsenden Element drehbares Reibelement, das eine erste Bremsfläche vorsieht, ein Drehmomentwiderstandselement, das eine zweite Bremsfläche benachbart zur ersten Fläche vorsieht und relativ stationär während des Bremsens ist, Betätigungseinrichtungen (6), die die erste und zweite Fläche in Bremseingriff bringen, und ein Ventil (18) zum Steuern der Zufuhr von Kühlflüssigkeit zum Gehäuse in kühlender Beziehung zu den Flächen enthält, wobei das Ventil (18) durch Einwirkung der Betätigungseinrichtungen (6) in ihrer Außerbetriebsstellung geschlossen und durch Durchführung einer Betätigungsbewegung durch die Betätigungseinrichtungen geöffnet wird, um einen Zufluß von Kühl flüssigkeit zur Bremse zu ermöglichen, und wobei die Betätigungseinrichtungen eine Kraftaufbringungsvorrichtung (14) aufweisen, die über eine Betätigungsvorrichtung (2) betätigbar ist, um das Reibelement und das Drehmomentwiderstandselement in Bremseingriff zu bringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftaufbringungsvorrichtung (14) außerhalb des Gehäuses (1) gelagert und das Ventil radial außerhalb der Reibelemente angeordnet ist und daß ein Teil (17) der Kraftaufbringungsvorrichtung einen ersten Teil des Ventils (18), der mit einem Kühlflüssigkeitseinlaß (19) zusammenwirkt, welcher einen zweiten Teil des Ventils bildet, betätigt oder bildet.

2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtungen (6) einen hydraulisch betätigten Kolben (14) aufweisen, der einen Teil des Ventils (18), das durch hydraulische Betätigung des Kolbens geöffnet wird, um den Zufluß der Kühlflüssigkeit zur Bremse zu ermöglichen, bildet oder betätigt.

3. Bremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine axiale Verlängerung des Kolbens einen zylindrischen Mantel (17) bildet, der als erster Teil des Ventils (18) dient und mit einer Öffnung (19) im Gehäuse zusammenwirkt, die einen zweiten Teil des Ventils (18) bildet, um den Zufluß der Kühlflüssigkeit durch die Öffnung (19) zum Gehäuse zu steuern.

4. Bremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseöffnung (19) mit einem Trichterelement (20) zusammenwirkt, das sich innerhalb des Gehäuses (1) erstreckt.

5. Bremse nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der sowohl hydraulische (14) als auch mechanische (9) Betätigungseinrichtungen zur Betätigung der Bremse vorgesehen sind.

6. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtungen (51, 58) mechanisch und so angeordnet sind, daß ein Teil (58) derselben das Ventil (56) in seiner geschlossenen Position während des nichtbetätigten Zustandes der Bremse hält, wobei dieser Teil während der Betätigungsbewegung der Betätigungseinrichtungen verschoben wird, um eine Bewegung des Ventils in seine offene Stellung zu ermöglichen.

7. Bremse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (56) durch Federeinrichtungen (59) während der Betätigungsbewegung der Betätigungseinrichtungen (51, 58) in seine offene Stellung bewegt wird.

8. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (60) dem Druck der Kühlflüssigkeit ausgesetzt ist und normalerweise durch Anschlageinrichtungen (72). in seiner geschlossenen Stellung gehalten wird, wenn sich die Betätigungseinrichtungen (60, 64) in ihrer Außerbetriebsstellung befinden, wobei sich die Anschlageinrichtungen (72) bei einer Betätigung der Bremse bewegen, so daß das Ventil (70) durch den Kühlflüssigkeitsdruck bewegt werden kann, um einen Flüssigkeitszufluß in das Gehäuse (1) der Bremse zu ermöglichen.

9. Bremse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlageinrichtungen (72) von den Betätigungseinrichtungen (60) gelagert werden und sich hiermit bewegen.

10. Bremse nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß hydraulische und mechanische Betätigungseinrichtungen (60, 64) vorgesehen sind, wobei die hydraulischen Einrichtungen (64) über die mechanischen Einrichtungen (60) zur Betätigung dem Ventils (70) wirken.







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