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Dokumentenidentifikation WO9425233 25.04.1996
Titel Verfahren zum Verleimen einer Holzelement-Schichtung
Anmelder Fankhauser, Thomas, Reiden, CH;
Fankhauser, Sally Gabriele, Reiden, CH
Erfinder Fankhauser, Thomas, Reiden, CH
Vertreter Allgeier & Vetter, 79618 Rheinfelden
DE-Aktenzeichen 4397352
Vertragsstaaten AT, CA, CH, DE, GB, JP, KR, NL, US
Sprache des Dokument DE
WO-Anmeldetag 13.12.1993
PCT-Aktenzeichen EP9303523
WO-Veröffentlichungsnummer 9425233
WO-Veröffentlichungsdatum 10.11.1994
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.04.1996
IPC-Hauptklasse B27D 1/00
IPC-Nebenklasse B32B 21/13   B32B 21/14   B32B 7/12   C09J 5/00   

Beschreibung[de]

Beschreibung Verfahren zum Verleimen einer Holzelement-Schichtung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verleimen einer Holzelement-Schichtung. welche vorzugsweise aus aufeinander geschichteten Holzbrettern oder Holzplatten besteht; es können jedoch auch Holzspann- bzw.

Holzfaserplatten bearbeitet werden. Nach dem Stand der Technik werden zur Herstellung verleimter Schichtholzelemente Fournierpressen verschiedener Ausführung mit mechanischer oder Druckmittelbetätigung benutzt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, um derartige technisch relativ aufwendige und auch teure Anlagen zu ersparen, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben. wodurch derselbe Erfolg mit wesentlich einfacheren technischen Mitteln erzielt wird.

15 Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäss vorgeschlagen. dass die zum Verleimen vorbereitete Schichtung von bretterartigen Holzelementen von einer schlauchähnlichen, luftdichten Ummantelung aus einem elastisch oder plastisch verformbaren Werkstoff allseitig umschlossen, und dass die Ummantelung durch ein in dieser angeordnetes Ventil mittels einer Vakuumpumpe evakuiert wird.

Es hat sich erwiesen, dass das durch Evakuieren mittels einer normalen Vakuumpumpe in der Ummantelung hergestellbare Vakuum genügt, dass die Wandungen des Ummantelungs-Werkstoffes mit ausreichender Kraft auf die beidseitigen äusseren Schichtflächen angepresst werden und dadurch die gesamte Schichtung unter einen derart hohen Pressdruck gesetzt wird, dass die Verleimung der Holzelemente nach Ablauf der Abbindezeit an Festigkeit den Ergebnissen der herkömmlichen Technik und Arbeitsweise nicht nachsteht.

Die Herstellung der luftdichten Ummantelung bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Dazu wird Bahnenmaterial aus dem elastisch oder plastisch leicht verformbaren Werkstoff verwendet, um dielu ummantelnde Holzlement-Schichtung herumgelegt und an beiden Enden sowie an den Längsseiten verklebt.

An die Qualität der Verklebung sind hohe technische Anforderungen nicht zu stellen, weil infolge des sich ausbildenden Vakuums die überlappt aufeinander aufgelegten Partien des Ummantelungswerkstoffes sich luftdicht aneinander und aufeinander anlegen und anpressen. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass sich in den überlappungsbereichen keine Falten bilden, sondern die Werkstoffbahnen glatt aufeinanderliegen.

An den längslaufenden überlappungsbereichen ist in zahlreichen Fällen aus den genannten Gründen eine Verklebung nicht erforderlich. Nach dem Wiederbelüften der Ummantelung können in diesen Fällen die Werkstoffbahnen einfach auseinandergenommen, von der Holzelement-Schichtung abgestreift und wiederverwendet werden.

Es ist daher auch möglich. dass die schlauchähnliche Ummantelung nur aus einer langstreckten Flach-Folie gebildet ist, welche um die zum Verleimen vorbereitete Schichtung von bretterartigen Holzelementen gelegt wird, und deren Längsseiten und deren schmalseitige Enden sich überlappend luftdicht durch wiederlösbares Kleben verbunden und durch ein Ventil mittels einer Vakuumpumpe evakuiert werden. Hier kann auch eine wiederlösbare Klebung in Betracht kommen. In vielen Fällen kann auch auf das Kleben ganz verzichtet werden, so dass die aus der langgestreckten Flach-Folie gebildete Ummantelung an deren Längsseiten und an den schmalseitigen Enden durch Aufeinanderlegen sich überlappend luftdicht und nach Gebrauch wieder leicht lösbar verbunden und durch ein Ventil mittels einer Vakuumpumpe evakuiert wird.

Von Bedeutung für den praktischen Gebrauch kann es ferner vorteilhaft sein, wenn nach einem weiteren Erfindungsmerkmal die der Holzelement-Schichtung zugewandten Innenflächen der luftdichten schlauchähnlichen Ummantelung mit flächenverteilt angebrachten hochstehenden Noppen versehen sind.

In aller Regel genügt es, die zum Verleimen vorbereiteten Holzelement-Schichtungen als Paket mit der Ummantelung zu versehen und danach die Evakuierung zu bewirken. Es kann Jedoch in gewissen Fällen, z. B. bei sehr umfangreichen.

schweren Schichtungen zweckmässig sein, dass die zum Verleimen vorbereitete Schichtung vor der Ummantelung mit eine gewisse Vorspannung ausübenden, den Zusammenhalt der Holzelemente bewirkenden Klammerelementen versehen wird.

is Wenn es sich um das Verleimen von Holzelementen handelt, die als glatte, ebene Schichtungen verwendet werden sollen.

dann wird vorgeschlagen, dass die Schichtung in die luftdichte Ummantelung eingesetzt und vor dem Evakuieren auf eine formsteife, ebene oder gekrümmte Unterlage aufgespannt wird oder in abgewandelter Arbeitsweise, dass die zum Verleimen vorbereitete Schichtung mittels der Klammerelemente auf einer formsteifen, ebenen oder gekrümmten Unterlage aufgespannt, darauf von der luftdichten Ummantelung umgeben und diese danach evakuiert wird. Das Verfahren und die Vorrichtung eignen sich in hervorragender Weise dazu, derartige Holzelement-Schichtungen beim Verleimen in geometrisch verschiedenartige Formgestaltungen zu bringen. beispielsweise ebene oder räumliche (also ein- oder mehrachsige) Krümmungen oder Verwindungen zu verwirklichen, wie dies dadurch vorgeschlagen wird, dass die Schichtung nach dem Einhüllen in die Ummantelung mittels Spannelementen an vertikalgerichtet verlaufenden, ortsfest verankerten in Abständen voneinander angeordneten Stäben festgespannt und danach die Ummantelung evakuiert wird oder in abgewandelter Weise, dass die Schichtung vor dem Ummanteln in eine gewünschte ebene oder räumliche Krümmungen aufweisende Endform vorgeformt und darauf nach dem Einhüllen in die Ummantelung mittels Spannelementen an vertikalgerichtet verlaufenden.

ortsfest verankerten in Abständen voneinander angeordneten Stäben festgespannt und danach die Ummantelung evakuiert wird. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Spannbügel dass die Spannelemente aus Spannbügeln bestehen, die an beiden Enden mittels Gewindebolzen mit Geitsteinen verschraubbar

.sind, welche in T-Nuten der vertikal angeordneten Stäbe verschoben und auf den räumlichen Verlauf der Schichtung eingestellt werden können. Darüberhinaus kann die Arbeitsweise dadurch weiter vervollkommnet werden, dass auf den Gewindebolzen Stellmuttern als Widerlager für Schraubenfedern dienen. mittels welchen deren Anpressdruck auf die Spannbügel einstellbar ist.

Schliesslich hat es sich als zweckmässig erwiesen, dass die vertikalgerichtet verlaufenden Stäbe entsprechend dem,gewünschten räumlichen Krümmungsverlauf der Schichtung an beliebiger Stelle eines Werkraumes zwischen Decke und Funsboden durch Ausspreizen eines Spannelements ortsfest verankerbar sind wobei es in diesem Zusammenhang weiter vorteilhaft ist, dass das Ausspreizen des Spannelements der Stäbe mit- Gels Druckmittelantrieben erfolgt.

Eine zweckmässige Vorrichtung zur Durchführung der in den


Anspruch[de]

Patentansprüchen 5 bis 10 beschriebenen Verfahrensweisen besieht in einer Anzahl von einzelnen Stäben, welche ein- oder beidendig mit teleskopartig ausfahrbaren Ausspreizelementen aufweisen. mittels welchen sie zwischen Decke und Fussboden eines Werkraumes durch Verspannen ortsfest verankerbar, und die ferner mit wenigstens einer längslaufenden T-Nut und mit zwei oder mehr mit je einem Muttergewinde versehenen, in derselben laufenden Gleitsteinen ausgerüstet sind.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der beigefügten Zeichnung schematisch dargestellt und im folgenden näher erläutert. Es zeigen, Fig. 1 in Querschnittsdarstellung durch eine Holzelement- Schichtung die Verfahrensabschnitte.

0 Fig. 2 die Verfahrensweise zum Herstellen einer räumlich gekrümmten Gestaltungsform.

17 Fig. 3 einen Ausschnitt bei M gem. Fig. 2.

I Die Darstellung gemäss Fig. 1 zeigt die Holzelement-Schichtung HS im Querschnitt, und zwar im unteren Teil, wie diese von der Ummantelung 2 umgeben, jedoch noch nicht über das Ventil 3 und den Schlauchanschluss 4 evakuiert ist. Wie im obereren Teil der Darstellung erkennbar, liegt die Ummantelung 2 allseitig unter Atmosphärendruck an der Holzelement-Schichtung HS an.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. sind vertikal gerichtet angeordnete Stäbe 11 zwischen Decke 7 und Fussboden 8 des Werkraumes mittels der Spannelemente 9 festgespannt; sie sind geometrisch im Grundriss etwa einem Teil-Kreisbogen ähnlich ausgerichtet und dienen dazu, die Holzelement-Schichtung als Handlauf einer Wendeltreppe zu formen.

.25 Dabei ist die Holzelement-Schichtung HS in einer evakuierbaren Ummantelung allseitig luftdicht umschlossen und mittels der Spannbügel 10 an einigen der Stäbe 11 festgespannt. Diese Spannbügel 10 sind mittels den Gewindebolzen 12 verspannt, welche in Gleitsteine 13 eingeschraubt sind.

welche in T-Nuten 14 der Stäbe 11 vertikal verschiebbar sind. Die Spanndruckausübung auf die eingespannte Holzelement-Schichtung HS erfolgt elastisch unter der Wirkung des Federdrucks der Schraubenfedern 16, deren verstellbares Widerlager von den Stellmuttern 15 gebildet wird.

Ansprüche 6 1. Verfahren zum Verleimen einer Holzelement-Schichtung, 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Verleimen vorbereitete Schichtung (HS) von bretterartigen Holzelementen von einer schlauchähnlichen.

luftdichten Ummantelung (2) aus einem elastisch oder plastisch verformbaren Werkstoff allseitig umschlossen, und dass die Ummantelung durch ein in dieser angeordnetes Ventil (3) mittels einer Vakuumpumpe evakuiert wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schlauchähnliche Ummantelung (2) aus einer langgestreckten Flach-Folie gebildet ist. welche um die zum Verleimen vorbereitete Schichtung von bretterartigen Holzelementen (HS) gelegt wird, und deren Längsseiten und deren schmalseitige Enden sich überlappend luftdicht durch wiederlösbares Kleben verbunden und durch ein Ventil (3) mittels einer Vakuumpumpe evakuiert werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet. dass die aus der langgestreckten Flach-Folie gebildete Ummantelung (2) an deren Längsseiten und an den schmalseitigen Enden durch Aufeinanderlegen sich überlappend luftdicht und nach Gebrauch wieder leicht lösbar verbunden und durch ein Ventil (3) mittels einer Vakuumpumpe evakuiert wird.

4. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Holzelement-Schichtung (HS) zugewandten Innenflächen der luftdichten sphlauchähnlichen Ummantelung (2) mit flächenverteilt angebrachten hochstehenden Noppen (5) versehen sind.

5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Verleimen vorbereitete Schichtung (HS) vor der Ummantelung (2) mit eine gewisse Vorspannung ausübenden, den Zusammenhalt der Holzelemente bewirkenden Klammerelementen versehen wird.

6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtung (HS) in die luftdichte Ummantelung (2) eingesetzt und vor dem Evakuieren auf eine formsteife, ebene oder gekrümmte Unterlage aufgespannt wird.

7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Verleimen vorbereitete Schichtung (HS) mittels der Klammerelemente auf einer formsteifen, ebenen oder gekrümmten Unterlage aufgespannt. darauf von der luftdichten Ummantelun5 (2) umgeben und diese danach evakuiert wird.

II 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtung (HS) nach dem Einhüllen in die Ummantelung (2) mittels Spannvorrichtungen an vertikalgerichtet verlaufenden, ortsfest verankerten in engen Abständen voneinander angeordneten Stäben (11) festgezpannt und danach die Ummantelung evakuiert wird.

9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtung (HS) vor dem Ummanteln in eine gewünschte ebene oder räumliche Krümmungen aufweisende Endform vorgeformt und darauf nach dem Einhüllen in die Ummantelung (2) mittels Spannvorrichtungen an vertikalgerichtet verlaufenden, ortsfest verankerten in Abständen voneinander angeordneten Stäben (11) festgespannt und danach die Ummantelung evakuiert wird.

10. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtungen aus Spannbügeln (10) bestehen, die an beiden Enden mittels Gewindebolzen (12) mit Gleitsteinen (13) verschraubbar sind, welche in T-Nuten (14) der vertikal angeordneten Stäbe (11) verschoben und auf den räumlichen Verlauf der Schichtung (HS) eingestellt werden können.

11. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Gewindebolzen (12) Stellmuttern (15) als Widerlager für Schraubenfedern (16) dienen, mittels welchen deren Anpressdruck auf die Spannbügel (10) einstellbar ist.

12. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalgerichtet verlaufenden Stäbe (11) entsprechend dem gewünschten räumlichen Krümmungsverlauf der Schichtung (HS) an beliebiger Stelle eines Werkraumes zwischen Decke (7) und Fussboden (8) durch Ausspreizen eines Spannelements (9) ortsfest verankerbar sind.

13. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausspreizen des Spannelements (9) der Stäbe (11) mittels Druckmittelantrieben erfolgt.







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