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Dokumentenidentifikation DE4438325A1 02.05.1996
Titel Verfahren zur Überwachung des Schiffsverkehrs auf See mit Erkennung von Ölverschmutzungen und potentiellen Schiffskollisionen
Anmelder Dornier GmbH, 88090 Immenstaad, DE
Erfinder Schüssler, Harald, Dr.-Ing., 88718 Daisendorf, DE;
Herrmann, Jörg, Dipl.-Ing., 88682 Salem, DE;
Langemann, Manfred, Dipl.-Ing., 88719 Stetten, DE
DE-Anmeldedatum 27.10.1994
DE-Aktenzeichen 4438325
Offenlegungstag 02.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.05.1996
IPC-Hauptklasse G01C 21/02
IPC-Nebenklasse G08G 3/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur schnellen Erkennung von Ölverschmutzungen auf See und zur Navigationshilfe für den Schiffsverkehr bei Kollisionsgefahr zwischen Schiffen und bei Auftreten von Eisbergen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur schnellen Erkennung von Ölverschmutzungen auf See und zur Navigationshilfe für den Schiffsverkehr bei Kollisionsgefahr zwischen Schiffen und bei Auftreten von Eisbergen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein zentrales System zur Überwachung der Meere zu schaffen.

Aufgabe der Erfindung ist die Einrichtung eines Gesamtsystems unter Verwendung an sich bekannter Einzelelemente zur Erkennung von Eisbergen und Ölverschmutzungen auf See in Verbindung mit einer Überwachung und Steuerung von Schiffsbewegungen auf See zur Vermeidung möglicher Kollisionen zwischen Schiffen und von Schiffen mit Eisbergen, sowie zur Identifikation der Verursacher von Ölverschmutzungen auf See.

Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren nach dem Patentanspruch gelöst.

Das Verfahren beinhaltete folgende Funktionen:

  • - Erkennung von Ölverschmutzungen und Eisbergen auf See mittels satellitengestützter aktiver Mikrowelleninstrumente
  • - Genaue Positionsbestimmung der am System angeschlossenen Schiffe
  • - die Kommunikation zwischen den am System angeschlossenen Schiffen und den zum System gehörenden Satelliten, sowie die Kommunikation zwischen den Satelliten und einer Überwachungszentrale.


Die vorteilhafte Verknüpfung dieser Einzelfunktionen zu einem Gesamtsystem erlaubt:

  • - die zentrale Überwachung und Rekonstruktion der Schiffsbewegungen auf See
  • - eine zentrale eindeutige Identifizierung der Verursacher von Ölverschmutzungen auf See
  • - die zentrale rechtzeitige Erstellung und gezielte Verbreitung von Warnmeldungen über mögliche Kollisionskurse (Schiff/Schiff und Schiff/Eisberg).


Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Figur näher erläutert.

Das Gesamtsystem ist in der Fig. 1 dargestellt und besteht aus einem System von Satelliten 1, die die Meeresoberfläche nach Ölverschmutzungen 2 und Eisbergen 3 mit geeigneten Aufnahmesensoren 4 beobachten. Wird vom Aufnahmesensor die Präsenz von Ölverschmutzungen und Eisbergen erkannt, werden sowohl die geographische Position als auch die Größe der Ölverschmutzungen und Eisberge mit Hilfe einer Datenübertragungsstrecke 5 an die Systemzentrale 6 übermittelt. Des weiteren besteht das System aus einem Schiffsterminal 7, welches auf den am System angeschlossenen Schiffen fest installiert ist. Das Schiffsterminal ermittelt durch eine geeignete Einrichtung 8 die aktuelle Position des Schiffes und sendet unter Zuhilfenahme der Datenübertragungsstrecke 9 diese Positionsinformation zu dem Satellit, der zum gegebenen Zeitpunkt im Sichtbarkeitsbereich des Schiffsterminals liegt. Die vom Satellit empfangene Schiffsposition wird dort solange gespeichert, bis der Satellit in den Empfangsbereich der Systemzentrale gelangt. Dann wird die Positionsinformation mit Hilfe der Datenübertragungsstrecke 5 an die Systemzentrale übermittelt.

In der Systemzentrale werden die Positionen aller an das System angeschlossenen Schiffe ausgewertet und mit den verfügbaren Positionsinformationen der Ölverschmutzungen und Eisberge verglichen. Der Vergleich dieser Daten erlaubt die eindeutige Identifizierung des Verursachers einer Ölverschmutzung, sowie die Berechnung von Vorhersagen möglicher Kollisionen zwischen zwei Schiffen und/oder potentieller Kollisionsgefahren zwischen Eisbergen und Schiffen.

Im Falle der Identifizierung des Verursachers einer Ölverschmutzung kann diese Information zwecks strafrechtlicher Maßnahmen und Schadensregulierungsmaßnahmen an die verantwortlichen Seeämter und Versicherungen weitergeleitet werden.

Im Falle von Vorhersagen von möglichen Kollisionen können entsprechende Warnmeldungen über die Datenstrecken 10 und 11 an die betroffenen Schiffsterminals weitergeleitet werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Überwachung des Schiffsverkehrs auf See, wobei
    1. - von einem System bestehend aus einem oder mehreren Satelliten Ölverschmutzungen und Eisberge auf der Meeresoberfläche mittels Sensoren beobachtet und erkannt werden
    2. - die Daten der Position und die Größe der Ölverschmutzung und der Eisberge an eine Zentrale übertragen werden,
    3. - die aktuelle Position von den am System angeschlossenen Schiffen mittels der oben genannten Satelliten an die Zentrale übertragen wird,
    4. - in der Zentrale die Daten der Position und Größe der Ölverschmutzung und Eisberge, sowie die Position aller angeschlossenen Schiffe ausgewertet wird,
    5. - die Auswertung der Daten eine eindeutige Identifizierung des Verursachers von Ölverschmutzungen erlaubt,
    6. - die Auswertung der Daten mögliche potentielle Kollisionsgefahren zwischen zwei oder mehreren Schiffen erlaubt,
    7. - die Auswertung der Daten mögliche Kollisionen zwischen einem Schiff und Eisbergen zeigt und
    8. - die mögliche Kollision in Form einer Warnmeldung mittels der oben genannten Satelliten an die betroffenen Schiffe geleitet wird.






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