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Dokumentenidentifikation DE19537902A1 09.05.1996
Titel Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Kondo, Hiroshi, Nishikamo, Aich, JP;
Oota, Shinji, Nagoya, Aich, JP;
Yamada, Tomoyasu, Owariasahi, Aich, JP;
Oota, Harumasa, Toyota, Aich, JP;
Kondo, Hiroyoshi, Kariya, Aich, JP
Vertreter J. Strasse und Kollegen, 81541 München
DE-Anmeldedatum 11.10.1995
DE-Aktenzeichen 19537902
Offenlegungstag 09.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.05.1996
IPC-Hauptklasse B60R 1/08
IPC-Nebenklasse B60R 1/06   G02B 5/10   
Zusammenfassung Es soll eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug bereitgestellt werden, die zur Erhöhung der Sicherheit während der Fahrt eines Kraftfahrzeuges beiträgt, indem sie das Sichtfeld zur Überwachung der Bereiche hinter dem und um das Fahrzeug herum mittels eines einfachen Aufbaus erweitert. Es soll gleichzeitig eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug bereitgestellt werden, die es dem Fahrer ermöglicht, das zu überwachende Objekt genau einzuschätzen, indem sie es in einem Zustand mit nur geringer Verzerrung wiedergibt. Ferner soll eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug bereitgestellt werden, die das zu überwachende Objekt in einem konstanten Längen-Breiten-Verhältnis reflektiert, so daß der Fahrer dessen genaue Entfernung bestimmen kann.
Ein Spiegel ist über eine Halterung und eine Fassung an einem Kraftfahrzeug befestigt und in seiner Position einstellbar. Ein sich allmählich verändernder Spiegelabschnitt ist zumindest am oberen, unteren oder den seitlichen Rändern des Haupt-Spiegelabschnittes des Spiegels vorgesehen, wobei der sich allmählich veränderte Spiegelabschnitt derart ausgebildet ist, daß er gekrümmte Oberflächen bezüglich gekrümmter Oberflächen hat, die durch kreisförmige Bögen verlaufen, deren Krümmungsradien anhand der in der Beschreibung und den Ansprüchen angegebenen Formel berechnet werden, und die in ihrem Verlauf allmählich kleiner werden, sowie hyperbolische Kurven, wobei die hyperbolischen Kurven bezüglich jeder Position in einer ...

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug.

Ein am Fahrzeugäußeren angebrachter Rückspiegel, ein im Fahrzeuginneren angebracht er Rückspiegel sowie ein am Fahrzeugäußeren angebrachter Spiegel für Sicht nach unten sind wohlbekannte Bestandteile der Spiegelvorrichtung eines Kraftfahrzeuges zur Überwachung der Vorgänge hinter und um das Kraftfahrzeug herum. Zur Erweiterung dieses Sichtfelds ist zum Beispiel in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 4-20818 eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug beschrieben, die einen Haupt-Rückspiegelabschnitt umfaßt, der aus einem gekrümmten Spiegelkörper besteht und eine rechteckige Form hat, deren Längsrichtung in vertikaler Richtung verläuft, wobei sich ein Punkt als Schnittpunkt an einem Seitenrand des Haupt-Spiegelabschnittes an einer Stelle in der Nähe des oberen Randes befindet, ein weiterer Punkt als weiterer Schnittpunkt auf dem anderen Seitenrand an einer Stelle in der Nähe des unteren Randes vorgesehen ist, eine schräge Linie orthogonal zu der Linie verläuft, die diese beiden Schnittpunkte an ihrem Mittelpunkt verbindet, wobei eine Grenze mit einem kreisförmigen Bogen mit einem vorbestimmten Radius entsteht, der seinen Mittelpunkt auf der schrägen Linie hat und durch die genannten Schnittpunkte hindurchgeht, wobei eine andere Grenze mit einem kreisförmigen Bogen mit einem Radius entsteht, der größer als der beschriebene ist und denselben Mittelpunkt hat, und der den Seitenrand an einer Stelle in der Nähe des unteren Randes und den unteren Rand in der Nähe des anderen Seitenrandes schneidet, wobei diese Grenzen eine Rückspiegelzone definieren, die aus einer gekrümmten Oberfläche besteht, welche gegenüber dem anderen oberen Seitenbereich versetzt ist und im wesentlichen die Hälfte der Fläche des Haupt-Rückspiegelabschnittes einnimmt, und eine Spiegelzone für Sicht nach unten mit einer gekrümmten Oberfläche, die sich im unteren Seitenbereich des Haupt-Rückspiegelabschnittes befindet, sowie eine Übergangszone mit einer gekrümmten Oberfläche, die diese beiden Zonen verbindet, und wobei eine Linie entsteht, die senkrecht durch diesen Mittelpunkt verläuft, wobei der Krümmungsradius der gekrümmten Oberfläche für die Rückspiegelzone, deren Mittelpunkt sich auf der genannten Linie befindet, einen vorbestimmten Wert hat, und wobei der Krümmungsradius der gekrümmten Oberfläche für die Spiegelzone für Sicht nach unten, deren Mittelpunkt sich auf der genannten Linie befindet, kleiner als derjenige der Rückspiegelzone ist, wobei der Krümmungsradius der gekrümmten Oberfläche für die Übergangszone, deren Mittelpunkt sich auf der genannten Linie befindet, kleiner als derjenige der Rückspiegelzone, aber größer als derjenige der Spiegelzone für Sicht nach unten ist, wobei sich der Krümmungsradius an jeder Grenze sequentiell verändert und von einem großen Krümmungsradius kontinuierlich in einen kleineren übergeht, wodurch der nachfolgende den vorhergehenden einbeschreibt.

Bei der in der voranstehend erwähnten japanischen Offenlegungsschrift beschriebenen Kraftfahrzeugspiegelvorrichtung wird jedoch ein Spiegel mit einer starken Krümmung über einen Übergangsbereich einstückig mit einem Spiegel mit kleiner Krümmung kombiniert, so daß sich die Wiedergabe reflektierter Bilder im Spiegel mit starker Krümmung erheblich von der Wiedergabe im Spiegel mit kleiner Krümmung unterscheidet. Dementsprechend erweist sich die genaue Einschätzung der Entfernung des zu überwachenden Objekts als schwierig. Wenn überdies die Abbildung des zu überwachenden Objekts über die Fläche des Spiegels mit starker Krümmung, des Übergangsbereichs und des Spiegels mit kleiner Krümmung hinausgeht, da die Längen- und Seitenverhältnisse der Abbildung von einem Bereich zum anderen äußerst unterschiedlich sind und die Abbildung im Übergangsbereich verzerrt ist, läßt sich das Objekt nicht genau einschätzen.

Mit vorliegender Erfindung sollen die voranstehend angeführten herkömmlichen Nachteile überwunden werden und eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug bereitgestellt werden, mit der aufgrund der Tatsache, daß das Sichtfeld zur Überwachung des hinteren Bereichs und des Bereichs um das Fahrzeug herum durch einen einfachen Aufbau erweitert wird, die Sicherheit während des Fahrvorganges verbessert wird.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug anzugeben, die dem Fahrer eine genaue Einschätzung des zu überwachenden Objekts ermöglicht, da sie dieses Objekt mit geringer Verzerrung wiedergibt.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug bereit zustellen, die das zu überwachende Objekt mit konstanten Längen- und Seitenverhältnissen reflektiert, um dem Fahrer eine genaue Einschätzung der Entfernung zu ermöglichen.

Zu diesem Zweck handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um eine Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug mit einem Spiegel, der mit einer Halterungsvorrichtung und einer Fassung in seiner Position einstellbar an einem Kraftfahrzeug befestigt ist, wobei ein sich allmählich verändernder Spiegelabschnitt zumindest am oberen, unteren oder den seitlichen Rändern eines Haupt-Spiegelabschnittes des Spiegels vorgesehen ist, wobei der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt so ausgebildet ist, daß er gekrümmte Oberflächen bezüglich gekrümmter Oberflächen hat, die durch kreisförmige Bögen verlaufen, deren Krümmungsradien aus der nachstehenden Gleichung berechnet werden, und die in ihrem Verlauf allmählich kleiner werden, sowie hyperbolische Kurven, wobei die hyperbolischen Kurven bezüglich jeder Position in einer Richtung senkrecht zur Verlaufsrichtung angenommen werden:



Da gemäß vorliegender Erfindung der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt einstückig mit dem Haupt-Spiegelabschnitt des Spiegels ausgebildet ist, so daß er gekrümmte Oberflächen bezüglich gekrümmter Oberflächen hat, die durch kreisförmige Bögen verlaufen, deren Krümmungsradien in ihrem Verlauf allmählich kleiner werden, sowie hyperbolische Kurven, wobei die hyperbolischen Kurven bezüglich jeder Position in einer Richtung senkrecht zur Verlaufsrichtung angenommen werden, läßt sich eine Abbildung mit konstanten Längen- und Seitenverhältnissen reflektieren.

Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung, in der auf die nachstehend Ansprüche und die Zeichnungen Bezug genommen wird.

Es zeigen

Fig. 1 ein Diagramm, in dem Krümmungen eines sich allmählich verändernden Spiegelabschnittes dargestellt sind;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht, die eine Überblicksdarstellung einer am Fahrzeugäußeren angebrachten Rückspiegelvorrichtung zeigt;

Fig. 3 eine Längsschnittansicht der Darstellung aus Fig. 2, entlang der Linie III-III;

Fig. 4 eine Querschnittsansicht der Darstellung aus Fig. 2, entlang der Linie IV-IV;

Fig. 5 eine Darstellung, aus der hervorgeht, wie gekrümmte Oberflächen in seitlicher Richtung auf dem sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt entstehen;

Fig. 6 eine Darstellung, aus der hervorgeht, wie gekrümmte Oberflächen in vertikaler Richtung auf dem sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt entstehen;

Fig. 7 eine Darstellung, die das Prinzip zur Bildung gekrümmter Oberflächen in seitlicher Richtung auf dem sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt veranschaulicht;

Fig. 8 eine Darstellung, die das Prinzip zur Bildung gekrümmter Oberflächen in vertikaler Richtung auf dem sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt veranschaulicht;

Fig. 9 ein auf einem Schirm dargestelltes Gittermuster;

Fig. 10 eine Darstellung, aus der das mit einer herkömmlichen, am Fahrzeugäußeren angebrachten Rückspiegelvorrichtung erhaltene Sichtfeld zur Überwachung des Bereiches hinter dem Fahrzeug hervorgeht; und

Fig. 11 eine Darstellung, aus der das mit einer am Fahrzeugäußeren angebrachten Rückspiegelvorrichtung gemäß vorliegender Erfindung erhaltene Sichtfeld zur Überwachung des Bereiches hinter dem Fahrzeug hervorgeht.

Es wird nunmehr eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben, in denen die vorliegende Erfindung als ein am Fahrzeugäußeren angebrachter Rückspiegel dargestellt ist.

Wie in den Fig. 1-7 zu sehen ist, ist eine am Fahrzeugäußeren angebrachte Rückspiegelvorrichtung 1 als Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug mittels einer Halterung 3 anklappbar an einer Tür eines Kraftfahrzeugs (beide nicht dargestellt) befestigt (obgleich in den Fig. 1-4 nur der rechte Außenspiegel dargestellt ist, hat der linke Außenspiegel jedoch symmetrische Form, weshalb seine Darstellung und detaillierte Beschreibung hierin entfallen kann). Ein Spiegel 7 ist in seiner Stellung einstellbar in einer Fassung 5 der am Fahrzeugäußeren angebrachten Rückspiegelvorrichtung 1 angebracht.

Der Spiegel 7 ist aus Glas oder Kunstharz mit beschichteter Oberfläche oder Rückseite und umfaßt einen Haupt-Spiegelabschnitt 9 und einen sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt 11, der sich rechts vom Haupt-Spiegelabschnitt befindet. Der Haupt-Spiegelabschnitt 9 ist im wesentlichen als ebene Spiegelfläche ausgebildet. Die Grenze zwischen dem Hauptspiegelabschnitt 9 und dem sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt 11 bildet die Anfangsposition der allmählichen Veränderung. Der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt 11 ist so angeordnet, daß er Krümmungsradien im Mittelabschnitt in vertikaler Richtung hat, die nach rechts hin kleiner werden, im Verhältnis, wie es in Gleichung 1 angegeben ist. Außerdem ist der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt 11 derart ausgebildet, daß die vertikale Oberfläche an jedem Punkt im Mittelabschnitt in vertikaler Richtung zum rechten Ende hin eine hyperbolische Kurve hat,



wobei A1, A2, . . . An-1, An Asphärizitätsfaktoren sind, die die Asphärizität an entsprechenden Positionen (x1, x2, . . . , xn-1, xn) in seitlicher Richtung darstellen, n eine beliebige ganze Zahl ist, K=0, und C=1/r0 (r0 stellt den Krümmungsradius an der Anfangsposition der allmählichen Veränderung dar, beispielsweise ist r0 auf 400 000 eingestellt).

Es werden nunmehr die Krümmungen des sich allmählich verändernden Spiegelabschnittes 11 beschrieben.

Wie es in Fig. 5 dargestellt ist, wird eine Linie L1 angenommen, die vom Mittelpunkt (x0) der Anfangsposition allmählicher Veränderung in vertikaler Richtung nach rechts verläuft. Dann wird davon ausgegangen, daß die Positionen x1, x2, . . . , xn-1, xn auf der Linie L1 liegen, in gleichen Intervallen von der Anfangsposition der allmählichen Veränderung. Nachdem der Krümmungsradius an jeder Position durch Substitution des Wertes einer jeden Position x1, x2, . . . , xn-1, und xn für Gleichung 1 berechnet wurde, werden Kreise mit den berechneten Krümmungsradien um entsprechende Mittelpunkte an den Positionen gezeichnet, die den Asphärizitätsfaktoren A1, A2, . . . An-1, An entsprechen, so daß eine asphärische Linie C1 entsteht, die allgemein durch diese Kreise verläuft. Die asphärische Kurve hat Krümmungsradien, die von der Anfangsposition der allmählichen Veränderung nach rechts hin kleiner werden, wobei der am weitesten rechts befindliche Krümmungsradius beispielsweise 500 mm beträgt.

Ferner sind orthogonale Achsen an entsprechenden Positionen x1, x2, . . . , xn-1 und xn auf der Linie L1 als Lx1, Lx2, Lxn-1, Lxn und Ly1, Ly2, . . . , Lyn-1, Lyn definiert, und Schnittpunkte zwischen Lx1, Lx2, . . . , Lxn-1, Lxn und der asphärischen Kurve C1 sind als a1, a2, . . . , an-1 und an definiert.

Dann werden gekrümmte Oberflächen erzeugt, indem hyperbolische Kurven definiert werden, die durch die Schnittpunkte a1, a2, . . . , an-1 und an mit der hyperbolischen Kurve C1 verlaufen.

Dies bedeutet, die entsprechenden Kurven C2 in den oberen Bereichen über der Linie L1 sind als hyperbolische Kurven definiert, wie in Fig. 6 dargestellt. In Fig. 7 stellt das Bezugssymbol tk die Höhe des oberen Bereiches über der Linie L1 auf dem sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt 11 dar, das Bezugssymbol dk stellt die Tiefe am oberen Bereich des sich allmählich verändernden Spiegelabschnittes 11 dar, das Bezugssymbol A stellt einen Schnittpunkt aα dar (wobei α eine beliebige ganze Zahl im Bereich von 1 ≤ α ≤ n ist), und das Bezugssymbol B stellt das obere Ende des sich allmählich verändernden Spiegelabschnittes 11 am Schnittpunkt aα dar. Dann wird ein hyperbolische Kurve Ck bestimmt, die durch diagonale Eckpositionen Aα und Bα in einem Rechteck verläuft, das durch die Höhe tk und die Tiefe dk definiert ist.

Diese hyperbolische Kurve läßt sich durch eine Gleichung x²/a²-y²/b²=1 ausdrücken. Dann läßt sich eine durch Gleichung 2 definierte und in Fig. 8 dargestellte Beziehung ermitteln, indem davon ausgegangen wird, daß a Positionen auf der hyperbolischen Kurve durch die diagonalen Ecken eines Rechtecks mit diagonalen Ecken P(θ) und PO, Ak = P(θ) und Bk = PO verlaufen,

Gleichung 2

P(θ) = PO + tk · T + dk · D

tk = {P(θ) - PO} · T

dk = {P(θ) - PO} · D

wobei T die Einheitskomponente der Höhe ist, während D die Einheitskomponente der Tiefe darstellt.

Ferner läßt sich, wenn der Krümmungsradius am Punkt PO gleich RO ist, folgende Beziehung für eine hyperbolische Kurve ermitteln:

a + RO · b² = 0.

Da in obenstehender Gleichung a auf einen Wert an den entsprechenden Positionen a1, a2, . . . , an-1 und an bezüglich der asphärischen Kurve C1 eingestellt ist, und die Krümmungsradien R1, R2, . . . , Rn-1 und Rn an den entsprechenden Positionen a1, a2, . . ., an-1 und an auf einen gewünschten Wert gesetzt sind, wird die Gleichung der hyperbolischen Kurve durch Berechnung des Wertes von b aus den Positionen a1, a2, . . . , an-1 und an und den Krümmungsradien Rd1, R2, . . ., Rn-1 und Rn ermittelt.

Es wird nunmehr ein Gittermuster beschrieben, das in dem Hauptspiegel, der mit dem voranstehend beschriebenen, sich allmählich verändernden Abschnitt versehen ist, reflektiert wird.

Wenn ein Gittermuster mit 10 mm Zwischenabstand auf dem Spiegel 7 aufgezeichnet wird und Licht auf den Spiegel 7 fällt, dann wird auf einen dem Spiegel 7 gegenüberliegenden Schirm, wie in Fig. 9 dargestellt, ein Bild projiziert, das vergrößert ist, um konstante Längen- und Seitenverhältnisse von der Anfangsposition der allmählichen Veränderung zum rechten Ende und zum oberen und unteren Ende hin zu haben, da der sich allmählich verändernde Spiegelabschnittes 11 in einer gekrümmten Oberfläche ausgebildet ist, die hinsichtlich ihrer seitlichen Richtung durch Gleichung 1 und in ihrer Längsrichtung durch die hyperbolischen Kurven definiert ist. In diesem Fall wird im sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt 11 des Spiegels 7 ein Bild reflektiert, das gegenüber dem auf den Schirm projizierten Bild allmählich kontrahiert ist, so daß es von der Anfangsposition der allmählichen Veränderung zum rechten Ende und zum oberen und unteren Ende hin konstante Längen- und Seitenverhältnisse hat.

Es wird nunmehr beschrieben, wie das Sichtfeld zur Überwachung des Bereiches hinter dem Fahrzeug vergrößert wird.

Wie in den Fig. 10 und 11 gezeigt ist, wird das Sichtfeld zur Überwachung des hinteren Bereiches auf dem herkömmlichen Außenspiegel 21 durch den Winkel der Sichtlinie des Fahrers zum rechten Rand des Spiegels 23 hin bestimmt. Wie in Fig. 10 gezeigt, kann in diesem Fall der Fahrer den hinteren Bereich in einem Winkel betrachten, der im wesentlichen dem Winkel zwischen der Sichtlinie c und einer am rechten Rand des Spiegels 23 angenommenen vertikalen Linie entspricht. Im Gegensatz dazu kann bei der Außenspiegelvorrichtung 1 gemäß vorliegender Erfindung, wie in Fig. 11 gezeigt, der Winkel zwischen Sichtlinie und einer imaginären vertikalen Linie, die von jeder beliebigen Position auf dem sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt 11 verlaufen kann, gegenüber dem herkömmlichen Winkel c um einen Winkel α erweitert werden, so daß der Fahrer einen breiteren hinteren Bereich betrachten kann. Aufgrund der bereits beschriebenen Tatsache, daß der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt 11 in jeder Position ein Bild mit konstanten Längen- und Seitenverhältnissen reflektieren kann, ist es in diesem Fall möglich zu verhindern, daß das in jeder Position reflektierte Objekt in Längs- oder seitlicher Richtung vergrößert wird, so daß das Entfernungsgefühl zum reflektierten Objekt beibehalten wird. Auf ähnliche Weise ist es möglich zu verhindern, daß das Bild im sich allmählich verändernden Spiegelabschnitt 11 erheblich verzerrt wird, so daß das Objekt richtig betrachtet werden kann.

Obgleich in der voranstehenden Beschreibung die Kraftfahrzeugspiegelvorrichtung die am Fahrzeugäußeren angebrachte Spiegelvorrichtung 1 ist, und der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt 11 am äußeren Rand (rechter oder linker Rand) des flachen Haupt-Spiegelabschnittes 9 des Spiegels 7 vorgesehen ist, kann der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt 11 zusätzlich zum äußeren Rand auch am oberen bzw. unteren Rand oder an beiden Rändern vorgesehen werden. Der Haupt-Spiegelabschnitt 9 des Spiegels 7 kann ein konvexer Spiegel mit einem großen Krümmungsradius sein. Ferner kann die Kraftfahrzeugspiegelvorrichtung auch eine Innenrückspiegelvorrichtung sein. Wird die vorliegende Erfindung als Innenrückspiegel verwendet, kann der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt an jedem Außenrand des Hauptabschnittes, der aus einem flachen oder konvexen Spiegel besteht, vorgesehen sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug, mit einem Spiegel, der mit einer Halterung und in einer Fassung in seiner Position einstellbar an einem Kraftfahrzeug befestigt ist, wobei ein sich allmählich verändernder Spiegelabschnitt zumindest am oberen, unteren oder den seitlichen Rändern eines Haupt-Spiegelabschnittes des Spiegels vorgesehen ist, wobei der sich allmählich verändernde Spiegelabschnitt so ausgebildet ist, daß er gekrümmte Oberflächen bezüglich gekrümmter Oberflächen hat, die durch kreisförmige Bögen verlaufen, deren Krümmungsradien aus der nachstehenden Formel berechnet werden, und die in ihrem Verlauf allmählich kleiner werden, sowie hyperbolische Kurven, wobei die hyperbolischen Kurven bezüglich jeder Position in einer Richtung senkrecht zur Verlaufsrichtung angenommen werden,



    wobei A1, A2, . . . , An-1, An Asphärizitätsfaktoren sind, die die Asphärizität an entsprechenden Positionen in seitlicher Richtung darstellen, n eine beliebige ganze Zahl ist, K = 0, und C=1/r0 ist (wobei r0 den Krümmungsradius an der Anfangsposition der allmählichen Veränderung darstellt).
  2. 2. Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haupt-Spiegelabschnitt des Spiegels aus einem flachen Spiegel besteht.
  3. 3. Spiegelvorrichtung für ein Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haupt-Spiegelabschnitt des Spiegels aus einem konvexen Spiegel mit einem großen Krümmungsradius besteht.






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