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Dokumentenidentifikation DE19543029A1 09.05.1996
Titel Verfahren zum Bearbeiten von Scheiben
Anmelder Koss, Mario, 14169 Berlin, DE
Erfinder Koss, Mario, 14169 Berlin, DE
Vertreter Lüke, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 14195 Berlin
DE-Anmeldedatum 07.11.1995
DE-Aktenzeichen 19543029
Offenlegungstag 09.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.05.1996
IPC-Hauptklasse B23P 17/00
IPC-Nebenklasse B23C 3/00   B23K 26/00   G11B 7/26   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten von Scheiben, insbesondere von kreisförmigen Datenträgern, wie Compact Disc (CD/CD-ROM).
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung eines gattungsgemäßen Verfahrens, mit dem eine exakte Bearbeitung der äußeren Form der fertigen CD/CD-ROM ohne Nachbearbeitung gewährleistet wird.
Das vorgeschlagene Verfahren gewährleistet durch die Verankerung des Scheibenstapels in einer Fixiereinrichtung sowie durch die Anordnung von Justiermitteln zur genauen Übereinanderlage der Scheiben eine korrekte Veränderung der äußeren Umgrenzung der Scheiben nach dem vorgegebenen Rechnerprogramm ohne Nachbehandlung, wie Entgraten oder Versiegeln. Durch Anwendung eines hartmetallbeschichteten Fräswerkzeuges wird eine saubere Kontur erreicht, die bestehende Farbaufträge nicht ausfranst und so ein Abblättern dieser Aufträge verhindert.
Durch die Ausbildung einer bestimmten geometrischen Form der CD, zum Beispiel ein Herz, kann signalisiert werden, daß die CD romantische Musik bzw. Liebeslieder enthält. Der Einsatz und die Wiedergabe der CD über die handelsüblichen Geräte wird dadurch gewährleistet, daß der ursprüngliche Durchmesser der CD an mindestens zwei Umfangpunkten der CD erhalten bleibt, so daß sich die CD auf dem CD-Teller des Wiedergabegerätes fixieren kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten von Scheiben, insbesondere von kreisförmigen Datenträgern, wie Compact Disk (CD/CD-ROM).

Es sind keine Verfahren bekannt, mit denen bereits mit Informationen versehene und beschichtete sowie mit einem Farbaufdruck versiegelte CD/CD-ROM nachträglich bearbeitet werden.

Die bekannten kreisförmigen Datenträger der Unterhaltungsindustrie (Musik- und Sprach-CD&min;s) lassen keine Rückschlüsse auf die darauf gespeicherten Informationen zu.

Von daher ist es Aufgabe der Erfindung, diese Mängel zu beseitigen und ein gattungsgemäßes Verfahren zu entwickeln, mit dem eine exakte Bearbeitung der äußeren Form der fertigen CD/CD-ROM ohne Nachbearbeitung gewährleistet wird.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruches 1.

Das vorgeschlagene Verfahren gewährleistet durch die Verankerung des Scheibenstapels in einer Fixiereinrichtung sowie durch die Anordnung von Justiermitteln zur genauen Übereinanderlage der Scheiben eine korrekte Veränderung der äußeren Umgrenzung der Scheiben nach dem vorgegebenen Rechnerprogramm ohne Nachbehandlung, wie Entgraten oder Versiegeln. Durch Anwendung eines hartmetallbeschichteten Fräswerkzeuges wird eine saubere Kontur erreicht, die bestehende Farbaufträge nicht ausfranst und so ein Abblättern dieser Aufträge verhindert.

Durch die Ausbildung einer bestimmten geometrischen Form der CD wird eine Vororientierung auf den gespeicherten Inhalt gegeben, zum Beispiel signalisiert die Herzform, daß die CD romantische Musik bzw. Liebeslieder enthält. Der Einsatz und die Wiedergabe der CD über die handelsüblichen Geräte wird dadurch gewährleistet, daß der ursprüngliche Durchmesser der CD an mindestens zwei Umfangpunkten der CD erhalten bleibt, so daß sich die CD auf dem CD-Teller des Wiedergabegerätes fixieren kann.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles einer geformten CD näher erläutert. Die einzige Figur zeigt die Draufsicht auf eine in angenäherter Dreiecksform ausgebildeten CD.

Die CD-Ausgangsform für die Behandlung nach dem Verfahren ist eine kreisrunde CD 1, welche zum Abspielen in den handelsüblichen Wiedergabegeräten geeignet ist, d. h., es ist eine CD 1 mit aufgebrachten Informationen, mit einer Beschichtung und mit einem Farbaufdruck.

Diese Art von CD&min;s werden in einem z. B. fünf bis acht CD&min;s 1 umfassenden Paket zwischen zwei Führungsplatten übereinandergestapelt. Die Führungsplatten können aus Aluminium oder einem anderen harten Material bestehen, wobei die Feinheit bzw. Kompliziertheit der vorgegebenen und gewünschten Kontur der bearbeiteten CD 5 die notwendige Härte der Führungsplatten bestimmt; eine komplizierte Struktur, z. B. spitze Zacken, erfordert ein härteres Material, um saubere Konturen erzielen zu können.

Mittels einer Justiereinrichtung werden die CD&min;s 1 korrekt übereinandergestapelt. Es werden dazu beispielsweise am Innenkreis 2 der CD 1 drei transparente Markierungspfeile 3 eingebracht, die mittels Lichtstrahlen von unten durchleuchtet werden. Zur Erhöhung der Justiergenauigkeit können weitere transparente Markierungsmittel (nicht dargestellt) am äußeren, später eventuell abgetrennten, Rand der CD 1 vorgesehen werden, durch die von oben Lichtstrahlen geführt werden.

Durch ein Bearbeitungswerkzeug, hier beispielsweise durch einen Konturenfräser, wird der CD-Stapel in seiner äußeren Begrenzung 4 so bearbeitet, daß die gewünschte CD 5 entsteht, hier in einer angenäherten Dreiecksform. Es können jedoch auch Herzen, Ovale, Sterne, Rechtecke, Figuren-Konturen, Länderkonturen oder beliebige Konturen geformt werden. Es ist dabei auf einen sauberen Schnitt der Konturen 6 zu achten, was einerseits durch die verwendeten Führungsplatten, andererseits durch die Wahl des Fräswerkzeuges erreicht werden kann. Das Fräswerkzeug sollte z. B. mit einem Hartmetall oder dergleichen beschichtet sein und eine bestimmte Länge nicht überschreiten, um Vibrationen auszuschließen. Die Fräsgeschwindigkeit ist dem Scheibenmaterial, der Konturenform sowie der Stärke des CD-Stapels anzupassen.

Um Verunreinigungen beim Bearbeiten der CD&min;s 1 zu vermeiden, ist die Fräseinrichtung mit einer Absaugeinrichtung gekoppelt, die Späne oder andere kleine Partikel sofort absaugt.

Durch eine mit der Fräseinrichtung verbundene Kühlung wird die beim Fräsen entwickelte Wärme abgeleitet, so daß eine Überhitzung sowohl der Scheiben als auch des Werkzeugs vermieden wird.

Die gewünschte Ausformung der CD-Kontur 6, hier der Dreieckform, erfolgt durch ein den Fräser steuerndes Computerprogramm. Durch das Computerprogramm kann die Steuerung beliebiger Konturen 6 erfolgen, auch die Herstellung von völlig unregelmäßigen Konturen 6, wie z. B. die Landesgrenzen eines Staates, ist möglich.

Es muß bei jeder Bearbeitung der ursprünglich runden CD 1 gewährleistet werden, daß vom ursprünglichen Umfang der CD 1 mindestens zwei Umfangspunkte 7 erhalten bleiben, die eine Fixierung der CD 5 im Wiedergabegerät ermöglichen. Im Beispiel sind drei Punkte 7 der ursprünglichen Begrenzung 4 der CD erhalten geblieben.

Der Informationsgehalt der geformten CD 5 befindet sich in dem jeweils verbleibenden kreisförmigen Zentrum 8 der CD 5.

Bezugszeichenliste

1 CD/CD-ROM

2 Innenkreis

3 Markierungspfeil

4 Begrenzung

5 Geformte CD/CD-ROM

6 Kontur

7 Punkt

8 Zentrum


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Bearbeiten von Scheiben, insbesondere von kreisförmigen Datenträgern, wie Compact Disk (CD/CD-ROM), dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Stapel mittels einer Fixiereinrichtung verankerten kreisförmigen Scheiben (1) mittels einer Justiereinrichtung in ihrer korrekten Übereinanderlage justiert werden, daß die äußere Begrenzung (4) des justierten Scheibenstapels mittels eines Bearbeitungswerkzeuges, wie eine Schneid- und/oder Fräsvorrichtung, in eine beliebige geometrische Form (5) gebracht wird, wobei mindestens zwei Punkte (7) der ursprünglichen äußeren Begrenzung (4) des Scheibenstapels erhalten werden, daß während der Formung der neuen äußeren Begrenzung des Scheibenstapels entstehende Partikel und dgl. abgesaugt und die Scheiben (1) und/oder das Bearbeitungswerkzeug gekühlt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Begrenzung (4) des Scheibenstapels durch Fräsen und/oder durch Schneiden mittels Laser in die beliebige geometrische Form (5) gebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ursprüngliche Kreisform des Scheibenstapels in nichtrunde Flächen, wie Dreieck, Rechteck, Stern und dgl., umgeformt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ursprüngliche Form des Scheibenstapels in nichtkreisförmige Flächen, wie Herz, Oval, Ellipse und dgl., umgeformt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ursprüngliche Form des Scheibenstapels in beliebige Kurvenverläufe umgeformt wird.






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