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Dokumentenidentifikation DE69206728T2 05.06.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0533287
Titel Winkelhebel, insbesondere für Webstuhlverbindungen
Anmelder Nuovopignone - Industrie Meccaniche e Fonderia S.p.A., Florenz/Firenze, IT
Erfinder Vinciguerra, Costantino, I-50129 Florence, IT
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Wuesthoff & Wuesthoff, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69206728
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, IE, LI, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 17.09.1992
EP-Aktenzeichen 922028485
EP-Offenlegungsdatum 24.03.1993
EP date of grant 13.12.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.1996
IPC-Hauptklasse D03C 1/14
IPC-Nebenklasse F16C 33/08   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft einen neuartigen Winkelhebel, der wegen seiner extremen Leichtigkeit und folglich geringen Trägheit bei dennoch sehr großer Festigkeit insbesondere zur Verwendung in der Verbindung zwischen Schaftmaschine und Litzenrahmen moderner Webstühle geeignet ist, von denen eine immer größere Arbeitsgeschwindigkeit gefordert wird.

Es ist bekannt, zur Übermittlung der Schaftmaschinensteuerbefehle an die Litzenrahmen eines Webstuhls zwei Gruppen Winkelhebel zu benutzen, bei denen die Hebel jeder Gruppe aneinander anliegend angeordnet sind und um die gleiche Welle geschwenkt werden.

Die genannten Winkelhebel sind üblicherweise aus Stahl oder Gußeisen in einem Stück durch Schmieden oder Gießen hergestellt und daher sehr schwer. Angesichts des heutigen Bestrebens nach immer höheren Geschwindigkeiten, ist versucht worden, die beweglichen Bauteile des Webstuhls so viel wie möglich leichter zu machen, insbesondere diese Winkelhebel. Jedoch ist die Herstellung eines einteiligen Winkelhebels durch Gießen aus Aluminium, von dem die geforderte Leichtigkeit erwartet würde, in diesem Fall nicht möglich, weil bei Aluminiumguß wegen der möglicherweise vorhandenen Porosität im Gußwerkstofff oder wegen Gußfehlern nicht garantiert werden kann, daß er die notwendige Dauerfestigkeit aufweist, obwohl diese Festigkeit wegen der hohen dynamischen Belastungen gefordert wird, die bei den derzeitigen hohen Geschwindigkeiten moderner Webstühle auftreten. Außerdem kann ein solcher Winkelhebel am Drehmittelpunkt des Hebels nicht den notwendigen kreisringförmigen Bereich aufweisen, der genügend hart ist, um Reibung und Abnutzung so gering wie möglich zu halten, wobei dieser mittige kreisringförmige Bereich sowohl als Drehlager wie auch als Axialdrucklager für benachbarte Winkelhebel zu wirken hat.

EP-A-393 750 offenbart einen Verbundwinkelhebel, der dem Oberbegriff des Hauptanspruchs entspricht.

Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Winkelhebels, der einfache Konstruktion mit Leichtigkeit und folglich sehr niedriger Trägheit bei großer Oberflächenhärte seines Mittelbereichs vereint.

Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, daß der Winkelhebel die Merkmale des einzigen Patentanspruchs aufweist.

Dieser Hebel ist zweiteilig ausgebildet, wobei der das mittige Loch aufweisende Hebelkörper von einer hochfesten Aluminiumplatte von geringem Gewicht gebildet ist, wogegen der Mittelbereich aus einer ringförmigen Dreh- und Drucklagerbüchse aus vorzugsweise geschmiedetem Stahl, vorzugsweise durch thermochemische Behandlung oberflächengehärtet, besteht, wobei die oberflächengehärtete Stahlbüchse in das mittige Loch des Aluminiumkörpers eingesetzt und mit dem Aluminiumkörper nicht durch Schweißen, sondern durch plastische Druckverformung seines äußeren, ringförmigen Randes verblockt ist, der dort eine durch eine Nut auf beiden Büchsenseiten bestimmte Querschnittsverkleinerung aufweist, wobei die Nut das plastische Zusammendrücken des ringförmigen Randes und folglich seine Verblockung durch Wechselwirkung zwischen der Seitenfläche des Randes, der sich folglich in einer radialen Richtung vergrößert, und der entsprechenden Seitenfläche des Aluminiumkörpers vereinfacht und die Ausbreitung jeglicher Verformung über die Verkleinerung hinaus, ausgehend von der Innenseite der Büchse, verhindert, deren Zweck es ist, als Dreh- und Drucklager zu wirken.

Auf diese Weise ist ein Hebel geschaffen, der extrem niedrige Trägheit aufweist, weil der einzige echt schwere Körper die Büchse aus Stahl ist, die jedoch wegen ihrer extremen Nähe zum Drehmittelpunkt die Gesamtträgheit wenig beeinflußt. Es ist nunmehr möglich, den mittigen Drehbereich zu härten, weil die Oberflächenhärtung der Stahlbüchse beim Pressen keine Brüche oder Risse verursacht, da die beim Pressen eintretende plastische Verformung nur Druckverformung ist, ohne schädliche Zug- oder Biegebeanspruchungen.

Die Erfindung wird nachstehend im einzelnen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die eine bevorzugte Ausführungsform von ihr als nicht einschränkendes Beispiel darstellen.

In den Zeichnungen zeigt:

Fig. 1 eine Draufsicht im Schnitt auf ein Paket Winkelhebel, die gemäß der Erfindung hergestellt wurden und in Webstühlen verwendet werden,

Fig. 2 eine Vorderansicht in größerem Maßstab eines der Winkelhebel gemäß Fig. 1,

Fig. 3 und 4 Schnittansichten in sehr großem Maßstab eines Teils des erfindungsgemäßen Hebels vor und nach dem Verblocken der mittigen Büchse mit dem Hebelkörper.

In den Figuren bezeichnet 1 die Welle, auf der das Paket Winkelhebel 2, 3, ..., 9 lose angeordnet ist; die Winkelhebel berühren sich gegenseitig an ihren mittigen kreisringförmigen, Axialdruck aufnehmenden Flächen 10i und 11i, wobei i zwischen 2 und 9 beträgt. Jeder Winkelhebel umfaßt einen Hebelkörper 12 von geringem Gewicht mit einem mittigen Loch 13, der aus einer hochfesten Aluminiumplatte ausgestanzt ist, und eine die Axialdruck aufnehmenden Flächen 10i und 11i aufweisende mittige, kreisringförmige Drehbüchse 14, die in das Loch 13 eingesetzt ist. Die Büchse 14 ist aus geschmiedetem Stahl hergestellt und durch thermochemische Behandlung oberflächengehärtet. In der Nähe ihres äußeren kreisringförmigen Randes 15 ist sie auf beiden Seiten mit einer Nut 16 versehen, die eine Verkleinerung ihres Querschnitts bildet, und ist mit dem Aluminiumkörper 12 durch plastische Verformung durch Kräfte 17 auf den kreisringförmigen Rand 15 (sh. insbesondere Fig. 3) verblockt, der folglich, wie in Fig. 4 deutlich zu erkennen, mit der Seitenfläche des Loches 13 in Wechselwirkung steht.


Anspruch[de]

Ein Winkelhebel (2), wie er insbesondere für Verbindungen in Webstühlen geeignet ist, umfassend einen Hebelkörper (12) mit einem mittigen Loch (13) und eine mittige ringförmige Dreh- und Drucklagerbüchse (14) aus Stahl mit einer Oberflächenhärtung, vorzugsweise durch thermochemische Behandlung, welche in das mittige Loch (13) des Körpers (12) eingesetzt und darin durch plastische Druckverformung ihres äußeren ringförmigen Randes (15) befestigt ist, der eine durch eine Nut (16) in jeder Außenseite der Büchse (14) hervorgerufene Verringerung seines Querschnittes aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebelkörper (12) aus einer einzigen Platte (12) aus hochfestem Aluminium besteht und daß die Befestigung der Lagerbüchse (14) in dem mittigen Loch (13) des Hebelkörpers (12) ausschließlich durch Wechselwirkung zwischen der vor der genannten Deformation zylindrischen Seitenfläche des genannten, in radialer Richtung aufgeweiteten Randes (15) und der entsprechenden Seitenfläche des Aluminiumkörpers (12) erzielt ist.







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