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Dokumentenidentifikation DE69023397T2 27.06.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0406054
Titel Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung für optische Platten.
Anmelder Art Tech Gigadisc ATG, Toulouse, FR
Erfinder Bec, Daniel, F-92045 Paris la Defense, FR;
Le Merer, Jean-Pierre, F-92045 Paris la Defense, FR
Vertreter Wördemann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 31787 Hameln
DE-Aktenzeichen 69023397
Vertragsstaaten DE, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 15.06.1990
EP-Aktenzeichen 904016730
EP-Offenlegungsdatum 02.01.1991
EP date of grant 08.11.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.06.1996
IPC-Hauptklasse G11B 7/08

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zugriff und zur Verfolgung einer Spur, die von einem Träger von Informationen getragen wird, welche optisch mittels einer fokussierten Strahlung gelesen und/oder geschrieben werden können, wie etwa einer optischen Platte.

In der Tat ist es im Falle des Schreibens auf und/oder des Lesens von einer optischen Platte erforderlich, auf einen Bereich der Platte zuzugreifen und gleichzeitig dann mit einer hohen Genauigkeit sowohl radial als auch orthogonal zur Oberfläche der Platte in diesem Bereich zu verbleiben. Daher umfassen diese Vorrichtungen nach dem Stand der Technik im allgemeinen drei getrennte Motorvorrichtungen.

Nun wurde, um die Gesamtheit der drei obengenannten Funktionen zu realisieren, im französischen Patent Nr. 82 03425 bereits eine Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung beschrieben, bei der nur zwei Motorvorrichtungen verwendet werden. In diesem Falle wird die Zugriffsspule verwendet, um gleichzeitig die Funktionen des Zugriffs und der radialen Verfolgung zu erfüllen. Um jedoch eine gute Funktionsweise zu erzielen, sind flexible Verbindungsmittel zwischen der Spule und den Gleitelementen der Spule vorgesehen, welche den Zugriff und die radiale Verfolgung im Spalt eines festen Magnetkreises realisieren. In der Tat gestattete es die Verwendung von Mitteln zum einfachen Gleiten nicht, eine zufriedenstellende Genauigkeit der Spurverfolgung zu erzielen. Weiterhin sind im französischen Patent Nr. 82 03425 die Spulen der zwei Motorvorrichtungen mittels einer flexiblen Befestigung miteinander verbunden, um zu vermeiden, daß der Fokussierungsvorgang von einem Blendeneffekt auf die Optik begleitet wird, wobei jede Spule mit einem Element des eigentlichen optischen Kopfes fest verbunden ist. Die Struktur der so hergestellten Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung vergrößert die Unwucht des beweglichen Elementes und somit die Masse des zum Ausgleich erforderlichen Gegengewichts, was hauptsächlich den Nachteil hat, daß sich das Gewicht des Kopfes erhöht.

Aus dem europäischen Patent A 0287235 ist ebenfalls eine Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung für optische Platten bekannt. In diesem Falle umfaßt die Zugriffsvorrichtung eine Gleitvorrichtung 43, einen optischen Kopf 30 und wenigstens einen Aufhängungsarm 44, der den Kopf mit der den Zugriff realisierenden Gleitvorrichtung verbindet. Außerdem realisiert eine spezielle Spule den Zugriff, und eine andere Spule gestattet die radiale Verfolgung.

Bei der Durchführung von Untersuchungen an den Vorrichtungen zum Zugriff und zur Spurverfolgung für optische Platten hat die Anmelderin festgestellt, daß es bei Verwendung einer aus einem Stück bestehenden Struktur für die Baugruppe, die aus dem optischen Kopf und den zwei in den Motorvorrichtungen zur Realisierung der Spurverfolgung und des Zugriffs vorgesehenen Spulen gebildet wird, möglich ist, durch Verwendung von nur zwei Spulen auf die weiter unten erklärte Weise auf die flexiblen Verbindungsmittel zu verzichten, und zwar bei gleichzeitiger Beibehaltung einer ausgezeichneten Positioniergenauigkeit, und so das bewegliche Element leichter zu machen, was es ermöglicht, den Zugriff auf die Spur zu beschleunigen.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine Vorrichtung zum Zugriff und zur Verfolgung einer Spur, die von einem Träger von Informationen getragen wird, die optisch mittels einer fokussierten Strahlung gelesen und/oder geschrieben werden können, wobei der Informationsträger eine Vielzahl von konzentrischen oder spiralförmigen Spuren umfaßt, wobei die besagte Vorrichtung folgendes umfaßt: einen optischen Kopf mit einer zur Ebene des Trägers senkrechten optischen Achse, wobei der optische Kopf ein Fokussierungsobiektiv und ein Reflexionsmittel zum Reflektieren des in Richtung der Mitte einfallenden Lichtbündels im wesentlichen entlang der optischen Achse umfaßt, wobei das Objektiv und das Reflexionsmittel starr aneinander befestigt sind, wenigstens einen ersten festen Magnetkreis, der wenigstens einen Kern aufweist, welcher in einer bezüglich der besagten Spuren radialen Richtung angeordnet ist, eine erste Motorvorrichtung, die den Zugriff auf eine Spur gestattet, wobei die erste Motorvorrichtung aus wenigstens einer ersten Spule besteht, die auf bewegliche Weise am Kern des Magnetkreises befestigt ist, und eine zweite Motorvorrichtung, welche die Fokussierung des Lichtbündels auf die Spur gestattet, wobei die zweite Motorvorrichtung aus einer zweiten Spule besteht&sub1; die mit einem Magnetkreis zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der optische Kopf, die Spule(n) der ersten Motorvorrichtung und die Spule der zweiten Motorvorrichtung starr miteinander verbunden sind, so daß sie eine einzige bewegliche Baugruppe bilden.

Somit ist es bei der obengenannten Vorrichtung nicht mehr erforderlich, flexible Verbindungsmittel zu verwenden, die zwischen der beweglichen Baugruppe und den Gleitmitteln am Magnetkreis für den Zugriff und die radiale Verfolgung angeordnet sind. In der Tat erzeugt die Bewegung der Verfolgung der Fokussierung eine dynamische Viskosität bei der radialen Verfolgung oder bei der Zugriffsbewegung und umgekehrt. Diese dynamische Viskosität läßt sich wie folgt erklären.

Wenn sich ein Festkörper in Bewegung befindet und sich dabei auf einen anderen Festkörper abstützt, wie die Spule für den Zugriff und die radiale Verfolgung am Kern ihres Magnetkreises, existiert an ihrer als eben angenommenen Kontaktfläche eine Reibungskraft, deren Größe von der relativen Geschwindigkeit der zwei Festkörper abhängt. Diese Feststoffreibungskraft begrenzt bekanntlich die Genauigkeit der relativen Positionierung dieser zwei Festkörper.

Wenn man jetzt zu der oben beschriebenen nützlichen Bewegung eine andere Bewegung hinzufügt, die von dieser ersten Bewegung unabhängig ist und ebenfalls in der Kontaktebene der beiden Festkörper erfolgt, verschwindet der Feststoffreibungscharakter der nützlichen Bewegung; es existiert dann für diese nützliche Bewegung eine lineare Beziehung zwischen Reibungskraft und Geschwindigkeit, wie im Falle einer viskosen Reibung. Diese Situation erhält man, wenn man auf den gleichen Festkörper die Kräfte einwirken läßt, die in den Spulen erzeugt werden, welche einerseits für die Fokussierung bzw. andererseits für den Zugriff und die radiale Verfolgung verwendet werden.

Somit vereinfacht die Möglichkeit, auf die flexiblen Verbindungselemente zu verzichten, die Realisierung der Vorrichtung für den Zugriff und die Spurverfolgung und gestattet es außerdem, eine bessere Stabilität der Fokussierungsschleife zu erhalten.

Weiterhin besteht die bewegliche Baugruppe aus einem Stück. Sie kann daher auf sehr kompakte Weise hergestellt werden und demzufolge eine sehr geringe Masse haben. Dies gestattet es, sehr hohe Beschleunigungen und demzufolge sehr kurze Zugriffszeiten zu erhalten.

Gemäß einem Merkmal der Erfindung umfaßt die Vorrichtung zwei Magnetkreise, die jeweils mit einer Spule der Motorvorrichtungen zusammenwirken.

Weiterhin ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform die erste Spule eine Zylinderspule, deren aktive Leiter in Richtung der optischen Achse des optischen Kopfes ausgerichtet sind, und die zweite Spule ist eine Spule, vorzugsweise eine Flachspule, deren aktive Leiter senkrecht zur optischen Achse ausgerichtet sind. Die zweite Spule ist vorzugsweise über mindestens ein Halterungselement, wie etwa Zwischenstücke oder starre Aufhängungselemente, starr mit der Zylinderspule verbunden.

Gemäß einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung umfaßt die Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung außerdem wenigstens eine Anti-Nickbewegungsvorrichtung. Diese Anti-Nickbewegungsvorrichtung bewirkt eine Verbesserung der Stabilität der Winkellage zwischen der beweglichen Baugruppe und der Platte.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Anti-Nickbewegungsvorrichtung aus einem Stab, der an einem Ende der beweglichen Baugruppe befestigt ist und an seinem anderen Ende wenigstens ein in einer Gleitführung parallel zum Kern des ersten Magnetkreises gleitendes Mittel umfaßt.

Gemäß einem weiteren zusätzlichen Merkmal der vorliegenden Erfindung sind kleine Teile aus einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizient, zum Beispiel aus "Teflon", an der Spule für den Zugriff und die radiale Verfolgung und an der Fokussierungsspule befestigt, um die Führungsreibung zu lokalisieren und die Stabilität der Winkellage bezüglich der Achsen zu verbessern, welche der Rollbewegung und der Gierbewegung entsprechen.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform ersichtlich, welche unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Anhang erfolgt, wobei:

- Figur 1 eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung für optische Platten ist, die in die Schreib-Lese-Vorrichtung der Platte eingebaut ist;

- Figur 2 ein Längsschnitt einer Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

- Figur 3 ein Querschnitt der Vorrichtung von Figur 2 ist;

- Figur 4 eine Draufsicht des ersten Magnetkreises ist;

- die Figuren 5A bis SD verschiedene Ausführungsformen einer Anti-Nickbewegungsvorrichtung darstellen und

- Figur 6 eine vereinfachte Perspektivansicht einer Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung ist.

In der Figur 1 ist eine Vorrichtung zum Zugriff und zur Verfolgung einer Spur einer um eine Drehachse A rotierenden optischen Platte 1 gemäß der vorliegenden Erfindung schematisch dargestellt.

Auf bekannte Weise sind die zu lesenden oder zu schreibenden Informationen entlang konzentrischer Kreise oder auf einer Spirale, welche die Spur bilden, aufgezeichnet. Als Beispiel ist diese Spur in der Figur 1 durch Rillen oder Windungen 2 schematisch dargestellt.

Um eine Information zu lesen oder zu schreiben, und unter der Voraussetzung, daß die Fokussierung bereits erfolgt ist, wird die Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung in eine Position gegenüber der Rille 2 gebracht; danach wird die Vorrichtung mittels radialer Verfolgung derart gesteuert, daß sie bezüglich der Spur korrekt positioniert bleibt.

Wie in Figur 1 dargestellt, umfaßt die Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung wenigstens einen optischen Kopf 3, der weiter unten ausführlicher beschrieben wird, eine erste Spule 4 für den Zugriff und die radiale Verfolgung und eine zweite Spule 5 für die Fokussierung. Diese Gesamtheit bildet eine bewegliche Baugruppe. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Kopf 3 fest mit der Spule für den Zugriff und die radiale Verfolgung sowie mit der Spule 5 für die Fokussierung verbunden. Diese bewegliche Baugruppe wird dazu veranlaßt, eine Translationsbewegung in den Spalten von zwei festen Magnetkreisen auszuführen. Um die Zeichnung von Figur 1 zu vereinfachen, wurde nur der zentrale Kern 6 des ersten festen Magnetkreises dargestellt. Dieser Kern 6 schneidet alle Rillen oder Windungen 2 der Platte 1 und erstreckt sich über eine Länge, die wenigstens gleich der nützlichen Aufzeichnungslänge ist, vergrößert um die Länge der beweglichen Baugruppe ohne die Anti- Nickbewegungsvorrichtung. In der Tat werden die Informationen üblicherweise längs eines kreisförmigen Ringes aufgezeichnet. Der erste Magnetkreis bildet in Verbindung mit der Spule 4 die erste Motorvorrichtung, die den Zugriff und die Verfolgung der Spur gestattet. Der zweite Magnetkreis bildet in Verbindung mit der Spule 5 die zweite Motorvorrichtung, welche die Fokussierung gestattet. Es wurde darauf verzichtet, in der Abbildung 1 die Laserquelle, die Fokussierungslinsen oder die mit den Spulen 4 und 5 zusammenhängenden elektronischen Schaltungen für die Realisierung der Verfolgungen darzustellen, da diese Schaltungen der Fachwelt wohlbekannt sind.

Andererseits ist die bewegliche Baugruppe, wie in Figur 1 dargestellt, mit einer Anti- Nickbewegungsvorrichtung 7 ausgerüstet. Diese Vorrichtung 7 besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus einer Gleitführung 8, in der ein Stab 9 gleiten kann, welcher an einem Ende an der beweglichen Baugruppe befestigt ist und an seinem anderen Ende spezielle Mittel zur Begrenzung der Nickbewegung trägt, deren Form der Form der Gleitführung 8 entspricht und die weiter unten ausführlicher beschrieben werden.

Nunmehr werden unter Bezugnahme auf die Figuren 2 bis 4 die bewegliche Baugruppe und die zwei festen Magnetkreise ausführlicher beschrieben, die es gestatten, die zwei Motorvorrichtungen zu realisieren, welche für den Zugriff und für die radiale Verfolgung sowie für die Fokussierung erforderlich sind. Wie in den Figuren 2 und 3 dargestellt, besteht der optische Kopf 3 insbesondere aus einem zylindrischen Element 30, das an seinem oberen Ende ein Fokussierungsobjektiv 31 und an seinem unteren Ende einen Umlenkspiegel 32, der dazu bestimmt ist, das von der Laserquelle ausgesandte Strahlenbündel zur Platte hin zu reflektieren, trägt. Die Achse B des Kopfes ist orthogonal zur Ebene der Platte angeordnet. Dieser Kopf 3 ist an einem starren Halterungselement 33 befestigt, das mit der Spule 4 der Motorvorrichtung, die den Zugriff auf die Spur und ihre radiale Verfolgung ermöglicht, fest verbunden ist. Wie in den verschiedenen Figuren dargestellt, kann diese Spule 4 aus einem zylindrischen Gestell mit einer zu einem Radius der Platte parallelen Achse bestehen, auf welches wenigstens ein Leiter aufgewickelt ist, dessen Windungen in ihrem aktiven Teil nach der optischen Achse des Kopfes ausgerichtet sind, das heißt senkrecht zur Achse der Zylinderspule. Vorzugsweise ist die Spule 4 selbsttragend, das heißt, sie besitzt kein Gestell, und ihre Steifigkeit wird allein durch das Zusammenkleben der Windungen ihres Leiters gewährleistet. Wie in den Figuren 3 und 4 dargestellt, umgibt die Spule 4 den zentralen Kern 6 des ersten Magnetkreises, auf welchem sie zu gleiten veranlaßt wird.

Andererseits sind, wie in Figur 3 dargestellt, zwei Teile 40 und 41 an der Spule 4 für den Zugriff und die radiale Verfolgung befestigt. Diese Teile 40 und 41 gewährleisten die Führung dieser Spule auf dem Kern 6 ihres Magnetkreises bei jeder Bewegung, und zwar sowohl in der Zugriffs- oder radialen Richtung als auch in der Fokussierungsrichtung. Indem sie mit der Anti-Nickbewegungsvorrichtung 7 verbunden sind, gestatten sie es, die Gierbewegung der beweglichen Baugruppe zu begrenzen. Wie in der Figur 4 genauer dargestellt ist, umfaßt der erste Magnetkreis außer dem zentralen Kern 6 einen rechten und einen linken Magnet 12, die an Polschuhen 13 befestigt sind. Die Polschuhe 13 und der zentrale Kern 6 sind durch Endstangen 14 fest miteinander verbunden, welche das Schließen des Feldes an den Enden dieser Motorvorrichtung gestatten. In diesem Falle haben die Feldlinien die Form, die durch die Linien mit Pfeilen 15 dargestellt ist. In Abhängigkeit von der Richtung des an die Leiter der Spule 4 angelegten Stroms I wird die bewegliche Baugruppe dazu veranlaßt, sich in Figur 1 radial nach links oder nach rechts zu bewegen, so daß sie gegenüber einer Rille 2 positioniert wird, um den Zugriff zu realisieren und anschließend diese Rille in Abhängigkeit von den gesendeten Verfolgungssignalen zu verfolgen.

Des weiteren ist unterhalb der Spule 4 mittels eines Befestigungssystems 17, das zum Beispiel aus Winkelstücken oder starren Elementen besteht, eine Spule starr befestigt, die dazu verwendet wird, die Fokussierung vorzunehmen. Diese Spule 5 ist bei der Ausführungsform von Figur 2 eine Flachspule von im wesentlichen elliptischer Form. Diese Spule umfaßt Leiter, die senkrecht zur optischen Achse des optischen Kopfes 3 ausgerichtet sind. Wie in Figur 3 dargestellt, ist der untere Teil der Spule 5, nämlich die unteren Teilstücke der Leiter 5, im Spalt eines zweiten festen Magnetkreises angeordnet, dessen Spalt 18 parallel zu den Spalten des ersten Magnetkreises ist. Dieser zweite Magnetkreis umfaßt einen Magnet 19 und zwei Polschuhe 20, wobei die Baugruppe in dem beschriebenen Beispiel die Form eines C aufweist. In diesem Falle sind die Magnetfeldlinien durch die Bezugszahl 21 dargestellt. Somit wird eine Kraft F erzeugt, die in vertikaler Richtung wirkt, wenn die Spule 5 von einem elektrischen Strom I durchflossen wird. Dies gestattet es, die Verfolgung bei der Fokussierung einfach zu realisieren. Weiterhin sind an der Fokussierungsspule 5 zwei Teile 42 und 43 befestigt. Sie gewährleisten die Führung dieser Spule in ihrem Magnetkreis. Indem sie mit den Teilen 40 und 41 verbunden sind, gestatten sie es, die Rollbewegung der beweglichen Baugruppe zu begrenzen.

Weiterhin umfaßt die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung eine Anti-Nickbewegungsvorrichtung 7, wie in Figur 2 dargestellt, welche aus einem Stab 9 besteht, der an seinem Ende mit einer Kugel 10 ausgestattet ist, die dazu veranlaßt wird, in einer Gleitführung 8 zu gleiten, deren Achse im wesentlichen parallel zu einem Radius der Platte ist.

Wie in den Figuren 5A bis 5D dargestellt, können für die Anti-Nickbewegungsvorrichtung verschiedene Ausführungsformen in Betracht gezogen werden.

Bei der Ausführungsform von Figur 5A besteht die Anti-Nickbewegungsvorrichtung aus einem Element mit drei Schenkeln 10', welches in einer von einem Rohr 8 gebildeten Gleitführung gleitet.

In Figur 5B besteht die Anti-Nickbewegungsvorrichtung aus zwei zylindrischen Zapfen 10a, 10b, die über Zwischenstücke mit dem Stab 9 verbunden sind und dazu veranlaßt werden, in zwei halbzylinderförmigen Gleitführungen 8a, 8b zu gleiten.

Bei der Vorrichtung von Figur 5C ist ein Zwischenstück 10" mit rechteckigem Querschnitt am Ende des Stabes 9 befestigt und wird dazu veranlaßt, in zwei Gleitführungen 8'a, 8'b mit im wesentlichen U-förmigem Querschnitt zu gleiten.

In Figur 5D besteht die Anti-Nickbewegungsvorrichtung aus zwei Schenkeln, die in Richtung der Mitte der Schreib-Lese-Vorrichtung ausgerichtet und auf beiden Seiten der Antriebsachse A vorbeigeführt werden können, wodurch sich die Abmessungen der Vorrichtung verringern.

Die zwei Gleitführungen 8"a und 8"b sind zu denen von Figur 5C analog. Die zwei Zapfen 10"a und 10"b haben die Form eines Parallelepipeds.

Diese Vorrichtung gewährleistet gleichzeitig einen Nickbewegungs- und einen Rollbewegungs-Schutz, wie dies auch die Vorrichtungen der Figuren 5B und 5C gestatten. Bei Verwendung dieser drei Vorrichtungen kann auf die auf beiden Seiten der Fokussierungsspule angeordneten Führungselemente zur Begrenzung der Rollbewegung verzichtet werden.

Es ist anzumerken, daß mit der zur Mitte der Platte hin ausgerichteten Anti-Nickbewegungsvorrichtung die Fehler der Neigung der Fläche der Platte, die in einer radialen, durch die Achse der Platte verlaufenden Ebene angeordnet ist, teilweise korrigiert werden können.

Für Fachleute ist offensichtlich, daß für die Anti-Nickbewegungsvorrichtung andere Ausführungsformen in Betracht gezogen werden können.

In Figur 6 ist die Position der Spule 4 für den Zugriff und die radiale Verfolgung gegenuber einer Fokussierungsspule 5' perspektivisch dargestellt. Um die Figur zu vereinfachen, wurden nur die Spulen schematisch dargestellt. Die Seiten 4a und 4b sind die aktiven Abschnitte des Leiters oder der Leiter der Spule 4. Die Teile 5'a und 5'b sind die aktiven Abschnitte des Leiters oder der Leiter der Spule 5'. Diese Ausführungsform gestattet es, nur einen einzigen Magnetkreis 13, 12, 6 zu verwenden. In diesem Falle kann die Spule 5 eine Flachspule sein, die derart U-förmig gebogen ist, daß sie sich von unten in die Zugriffsspule 4 einfügt.

Die Vorrichtung zum Zugriff und zur Spurverfolgung gemäß der vorliegenden Erfindung weist den Vorteil auf, daß sie aus einem Stück besteht und auf sehr kompakte Weise realisiert werden kann, wodurch es möglich ist, ihr Gewicht merklich zu verringern. Bei dieser Vorrichtung war es möglich, durch Ausnutzung der dynamischen Viskosität, die von der gleichzeitigen Bewegung der ersten Motorvorrichtung und der zweiten Motorvorrichtung erzeugt wird, auf die flexiblen Verbindungen zwischen der Spule 4 und den Gleitelementen zu verzichten.

So konnte zum Beispiel bei Verwendung eines Objektivs mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Öffnungszahl von 0,47 bis 0,55, eines totalreflektierenden Prismas für die Erfüllung der Funktion eines radialen Spiegels und von Wicklungen aus Aluminiumdraht eine bewegliche Baugruppe erhalten werden, die eine Länge (in Richtung der radialen Bewegung) von 15 mm, eine Höhe (Richtung der Drehachse der Platte) von 26 mm, eine Breite von 10 mm und eine Masse von 3 g aufwies und Beschleunigungen von 2000 Metern pro Sekundenquadrat gestattete.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Zugriff und zur Verfolgung einer Spur, die von einem Träger von Informationen getragen wird, die optisch mittels einer fokussierten Strahlung gelesen und/oder geschrieben werden können, wobei der Informationsträger eine Vielzahl von konzentrischen oder spiralförmigen Spuren umfaßt, wobei die besagte Vorrichtung folgendes umfaßt: einen optischen Kopf (3) mit einer zur Ebene des Trägers (1) senkrechten optischen Achse (B), wobei der optische Kopf ein Fokussierungsobjektiv und ein Reflexionsmittel zum Reflektieren des in Richtung der Mitte einfallenden Lichtbündels im wesentlichen entlang der optischen Achse umfaßt, wobei das Objektiv und das Reflexionsmittel starr aneinander befestigt sind, wenigstens einen ersten festen Magnetkreis (12, 13), der wenigstens einen Kern (6) aufweist, welcher in einer bezüglich der besagten Spuren radialen Richtung angeordnet ist, eine erste Motorvorrichtung, die den Zugriff auf eine Spur und ihre radiale Verfolgung gestattet, wobei die erste Motorvorrichtung aus wenigstens einer ersten Spule (4) besteht, die auf bewegliche Weise am Kern des Magnetkreises befestigt ist, und eine zweite Motorvorrichtung, welche die Fokussierung des Lichtbündels auf die Spur gestattet, wobei die zweite Motorvorrichtung aus einer zweiten Spule (5) besteht, die mit einem Magnetkreis zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der optische Kopf (3), die Spule(n) (4) der ersten Motorvorrichtung und die Spule (5) der zweiten Motorvorrichtung starr miteinander verbunden sind, so daß sie eine einzige bewegliche Baugruppe bilden.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen zweiten festen Magnetkreis (9, 10) umfaßt, dessen Spalt eine zum Träger im wesentlichen senkrechte und alle Spuren schneidende Ebene bildet, in welcher sich die Spule (5) der zweiten Motorvorrichtung bewegt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen einzigen festen Magnetkreis (12, 13) umfaßt, der aus wenigstens einem die Gesamtheit der Spuren uberschneidenden Kern (6) besteht, in dessen Spalten sich die Spulen (4, 5') der beiden Motorvorrichtungen bewegen.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Spule (4) eine Zylinderspule ist, deren aktive Leiter (4a, 4b) in Richtung der optischen Achse ausgerichtet sind.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spule (5) eine Spule ist, deren aktive Leiter senkrecht zur optischen Achse ausgerichtet sind.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spule über mindestens ein Halterungselement starr mit der Zylinderspule verbunden ist.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Spule so gestaltet ist, daß sie sich in die erste Spule einfügt.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem wenigstens eine Anti-Nickbewegungsvorrichtung (7) umfaßt.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anti-Nickbewegungsvorrichtung aus wenigstens einem Stab (9) besteht, der an einem Ende an der beweglichen Baugruppe befestigt ist und an seinem anderen Ende wenigstens ein in wenigstens einer Gleitführung (8) parallel zum Kern des ersten Magnetkreises gleitendes Mittel (10) umfaßt.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem Anti- Rollbewegungs- und Anti-Gierbewegungsmittel (40, 41, 42, 43) umfaßt.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Anti-Rollbewegungs- und Anti- Gierbewegungsmittel aus Teilen aus einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizient bestehen, die an den Spulen befestigt sind.







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