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Dokumentenidentifikation DE19522679C1 14.08.1996
Titel Werkzeugwagen mit einer Leuchteneinrichtung
Anmelder Mercedes-Benz Aktiengesellschaft, 70327 Stuttgart, DE
Erfinder Krauß, Heinz, 71384 Weinstadt, DE
DE-Anmeldedatum 22.06.1995
DE-Aktenzeichen 19522679
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.08.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.08.1996
IPC-Hauptklasse B25H 5/00
IPC-Nebenklasse F21V 33/00   F21L 11/00   F21V 23/00   F21V 3/00   B25H 3/00   
Zusammenfassung Ein Werkzeugwagen mit einer oberen festen Abdeckung wird in dem Bereich seiner oberen Abdeckung teilweise durchsichtig ausgebildet, um dadurch unter diesem durchsichtigen Bereich eine Lichtquelle als mobile Leuchte vorsehen zu können.
Ein mit einer solchen Leuchte ausgerüsteter Werkzeugwagen eignet sich besonders gut zum Einsatz in Werkstätten unter angehobenen zu bearbeitenden Teilen, um die zu bearbeitenden Teile ohne Verwendung eines besonderen Leuchtenständers ausleuchten zu können.
Als bevorzugtes Anwendungsgebiet kommen 2- und 4-Säulen-Hebebühnen und Montagegruben in Kraftfahrzeugwerkstätten infrage.
Die Leuchteinrichtung in dem Werkzeugwagen kann teilbar gestaltet sein, so daß ein Teil als herausnehmbare Handlampe verwendet werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Werkzeugwagen mit einer oberen festen Abdeckung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein solcher Werkzeugwagen ist aus DE 43 24 628 A1 bekannt. Die Leuchteneinrichtung ist dort eine an einem verstellbaren Arm befestigte Lampe.

Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, in Werkstätten, in denen über dem Werkstattboden angehobene Teile von unten zu Bearbeitungszwecken angeleuchtet werden müssen, und in denen hierfür keine ortsfesten Leuchten bzw. Strahler verwendet werden können, für eine gute Ausleuchtung zu sorgen und einfach und problemlos zu handhabende Ständer für mobile Leuchten zu schaffen. Dabei sollen diese Ständer anders als bei der obengenannten bekannten Einrichtung bei der Arbeit nicht im Wege stehen und leicht an die jeweils auszuleuchtende Stelle, an der eine Bearbeitung erfolgt, gebracht werden können. Außerdem sollen die Ständer helfen, eine möglichst blendfreie Lichtübertragung zu realisieren.

Eine Lösung für die vorstehend geschilderte Problematik besteht darin, in solchen Fällen, in denen ohnehin für die Bearbeitung der angehobenen Teile ein beweglicher Werkzeugwagen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 vorhanden ist, diesen Werkzeugwagen durch eine Ausgestaltung nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 als Ständer für eine mobile Leuchte auszubilden.

Bei dem gattungsgemäßen Werkzeugwagen dient die obere feste Abdeckung in der Regel als Werkzeugablagefläche, wozu diese Abdeckung schalen- bzw. muldenförmig ausgebildet ist. Auch bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung als Leuchtenträger kann diese Abdeckung weiterhin die Funktion als Werkzeugablage erfüllen. Es ist hierfür lediglich erforderlich und möglich, den durchsichtigen Bereich der Abdeckung aus einem gleichzeitig bruchfesten Material herzustellen.

Ein erfindungsgemäß ausgebildeter Werkzeugwagen kann in üblicher Weise an diejenige Stelle gefahren werden, an der gerade an dem angehobenen Teil eine Bearbeitung erfolgt. Damit erfüllt der Werkzeugwagen eine Doppelfunktion, wobei die Leuchtfunktion mit keinem zusätzlichen Aufwand für die mit dem Werkzeugwagen arbeitende Person verbunden ist. Die Leuchteinrichtung des Werkzeugwagens kann über ein Stromkabel von einer stationären Werkstattsteckdose gespeist werden. Beim Bewegen und Verschieben des Werkzeugwagens stört das Elektrokabel nicht sonderlich.

Ein erfindungsgemäßer Werkzeugwagen eignet sich besonders, um in Automobilwerkstätten unter zur Bearbeitung angehobene Kraftfahrzeuge geschoben zu werden. Dies gilt insbesondere für diejenigen Fälle, in denen Kraftfahrzuege in 4-Säulen-Hebebühnen angehoben sind. In gleicher Weise günstig ist der Einsatz erfindungsgemäßer Werkzeugwagen mit Leuchteinrichtungen in Montagegruben unterhalb von Kraftfahrzeugen. Eine Ausleuchtung des Kraftfahrzeugbodens in dem jeweils zu bearbeitenden Bereich ist mit einem solchen Werkzeugwagen äußerst einfach und günstig erreichbar. Es entfällt insbesondere jeglicher Zusatzaufwand für die gezielte Bereitstellung einer Lichtquelle, da der Werkzeugwagen ohnehin bereits in der Nähe der das Fahrzeug untersuchenden oder bearbeitenden Person an der Stelle steht, an der der an dem Fahrzeugboden zu bearbeitende Bereich beleuchtet werden muß.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist Gegenstand des Anspruchs 2 und besteht darin, zumindest einen Teil der Leuchteinrichtung herausnehmbar zu gestalten. Auf diese Art erhält der mit dem Werkzeugwagen arbeitende Monteur die Möglichkeit, aus der Leuchteinrichtung des Werkstattwagens eine Handleuchte entnehmen zu können, mit der er gezielt bestimmte Bereiche des von ihm zu bearbeitenden Teiles ausleuchten kann. Ist diese Sonderausleuchtung beendet, kann der Monteur seine Handlampe wieder in den Werkzeugwagen einschieben, womit ihm die in dem Werkzeugwagen fixierte Lichtquelle wieder voll zur Verfügung steht.

Um mit einer aus dem Werkzeugwagen herausgenommenen Handleuchte möglichst mobil und ungestört arbeiten zu können, führt das von einer stationären Steckdose kommende Elektrokabel direkt in den als Handleuchte ausgebildeten Teil der Leuchteinrichtung. Dies bedeutet, die Handleuchte kann vollständig getrennt von dem Werkzeugwagen, wenn sie aus diesem herausgezogen ist, wie eine normale direkt an eine Steckdose angeschlossene Lampe gehandhabt werden.

Ist die herausnehmbare Handleuchte lediglich ein Teil der gesamten Leuchteinrichtung des Werkzeugwagens und ist sie wie vorstehend beschrieben direkt mit dem von der stationären Steckdose kommenden Elektrokabel verbunden, so kann zwischen der Handlampe und dem restlichen Teil der Leuchteinrichtung eine Steckverbindung bestehen, durch die für den elektrischen Strom beim Hineinschieben der Handleuchte in den übrigen Teil der Leuchteinrichtung eine direkte Stromführung in den übrigen Teil der Leuchteinrichtung erzeugt wird. Diese Stromführung wird umgekehrt beim Herausnehmen der Handleuchte dann automatisch unterbrochen.

Selbstverständlich ist es auch möglich, für die Stromversorgung der Leuchteinrichtung in dem Werkzeugwagen einen aufladbaren Akkumulator vorzusehen, der jeweils in Zeiten, in denen der Werkzeugwagen nicht gebraucht wird, durch Anschluß an eine ortsfeste Steckdose aufgeladen werden kann. In diesem Fall ist dann jeweils ein Teil des Akkumulators in die herausnehmbare Handlampe zu integrieren, wenn eine solche Handlampe vorhanden ist. Ein Vorteil dieser Ausführung besteht darin, daß bei einer Aufteilung eines Akkumulators in einen Teil, der in die herausnehmbare Handlampe integriert ist und einen anderen, der in den fest mit dem Werkzeugwagen verbundenen Teil der Leuchteinheit integriert ist, beide Teile der Leuchteinrichtung getrennt voneinander leuchten können. Dies bedeutet, daß bei herausgenommener Handlampe auch der im Werkzeugwagen verbliebene Teil der Leuchteinrichtung weiterhin Licht spenden kann.

Damit auf dem durchsichtigen Bereich der Werkzeugwagenabdeckung, durch den das Licht hindurchtritt, Werkzeuge abgelegt werden können, kann dieser durchsichtige Bereich aus bruchfestem Material ausgebildet sein.

Des weiteren empfiehlt sich als Material für den durchsichtigen Bereich ein solches, das nicht nur bruchfest ist, sondern das Licht auch möglichst streut, um dadurch den Monteur, wenn er in die Leuchteinrichtung schaut, nicht übermäßig zu blenden. Ein zusätzlicher Blendschutz kann in dem Vorsehen eines Rasters aus Lamellen im oder unterhalb des durchsichtigen Materials bestehen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.

Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines mit einer Leuchteinrichtung versehenen Werkzeugwagens,

Fig. 2 eine aus dem Werkzeugwagen herausgenommene Handlampe.

Bei einem Werkzeugwagen ist in den Boden der oberen festen muldenförmigen Abdeckung ein Bereich 1 aus durchsichtigem Material wie beispielsweise bruchsicherem Glas eingearbeitet. Unterhalb dieses aus Glas bestehenden Bereiches 1 ist eine beispielsweise aus Neonleuchten bestehende Leuchteneinrichtung 2 in der festen oberen Abdeckung gelagert.

Diese Leuchteneinrichtung 2 ist aufgeteilt in einen fest mit dem Werkzeugwagen verbundenen Teil und eine herausnehmbare Handlampe 3.

Die Stromzuführung in die Leuchteneinrichtung 2 erfolgt über ein im Bereich eines Griffes 4 der Handlampe 3 der Leuchteneinrichtung 2 zugeführtes Elektrokabel 5. Durch den direkten Anschluß an das stationär angeschlossene Elektrokabel 5 kann die Handlampe 3 in aus dem Werkzeugwagen herausgenommenen Zustand wie eine normale Handlampe 3 benutzt werden.

Zwischen der Handlampe 3 und dem übrigen Teil der Leuchteneinrichtung 2 besteht eine Steckverbindung 6 über die der über das Elektrokabel 5 in die Handlampe 3 eintretende Strom bei in die Leuchteneinrichtung 2 eingeschobenem Zustand in den übrigen Teil der Leuchteneinrichtung 2 fließen kann. Die Handlampe 3 muß damit lediglich in die Leuchteneinrichtung 2 eingeschoben werden, um dadurch automatisch die gesamte Leuchteneinrichtung 2 in Betrieb zu versetzen.

Soll die Leuchteneinrichtung 2 teilweise oder auch insgesamt ausschließlich über aufladbare Akkumulatoren versorgt werden, so sind diese Akkumulatoren neben der Leuchteneinrichtung 2 unterhalb der Abdeckplatte des Werkzeugwagens angebracht. Durch ein beispielsweise in den Werkzeugwagen einführbares Elektrokabel 5 kann dieser Akkumulator in Zeiten, in denen der Werkzeugwagen nicht benutzt wird, aufgeladen werden. Bei erschöpften Akkumulatoren ist es bei einer solchen Ausführung allerdings auch möglich, die Leuchteneinrichtung 2 dann über das in dem Werkzeugwagen vorhandene Elektrokabel 5 mit einer ortsfesten Steckdose zur Stromversorgung zu verbinden.


Anspruch[de]
  1. 1. Werkzeugwagen mit einer oberen festen Abdeckung und einer Leuchteneinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abdeckung mindestens ein durchsichtiger Bereich (1) vorgesehen ist, unter dem die Leuchteneinrichtung (2) durch diesen Bereich (1) lichtspendend angebracht ist.
  2. 2. Werkzeugwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Leuchteneinrichtung (2) über einen gut zugänglichen Griff (4) seitlich als Handlampe (3) aus dem Werkzeugwagen herausnehmbar ist.
  3. 3. Werkzeugwagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchteneinrichtung (2) über ein an eine stationäre Stromquelle führendes Elektrokabel (5) mit Strom versorgt wird, daß dieses Elektrokabel (5) in den herausnehmbaren Teil der Leuchteneinrichtung (2) geführt ist und daß der Strom von dem herausnehmbaren Teil über eine in die Leuchteneinrichtung (2) integrierte Steckverbindung (6) auf den anderen Teil der Leuchteneinrichtung (2) übertragen wird, wobei die Steckverbindung (6) beim Herausnehmen des herausnehmbaren Teiles selbsttätig öffnet und beim Hineinstecken wieder selbsttätig schließt.
  4. 4. Werkzeugwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Werkzeugwagen zur Stromversorgung der Leuchteneinrichtung (2) ein von außen aufladbarer Akkumulator vorgesehen ist.
  5. 5. Werkzeugwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Leuchteneinrichtung (2) mit einem herausnehmbaren Teil, der herausnehmbare Teil und der andere Teil der Leuchteneinrichtung (2) mit getrennten Akkumulatoren versehen sind, um die beiden Teile auch in getrenntem Zustand jeweils für sich leuchten lassen zu können.
  6. 6. Werkzeugwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der durchsichtige Bereich (1) der oberen Abdeckung des Werkzeugwagens aus das hindurchtretende Licht streuendem Material besteht.
  7. 7. Werkzeugwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der durchsichtige Bereich (1) raster- oder lamellenartig ausgebildet ist, um das Licht im wesentlichen von seitlich gesehen blendfrei austreten zu lassen.






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