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Dokumentenidentifikation DE68926113T2 22.08.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0404872
Titel UMWELTSICHERE INSEKTIZIDE
Anmelder Safer, Inc., Eden Prairie, Minn., US
Erfinder PURITCH, George, S., Saanichton, British Columbia VOS 1MO, CA;
SALLOUM, Gregory, S., Victoria,, British Columbia V8W 1Y0, CA
Vertreter Barz, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80803 München
DE-Aktenzeichen 68926113
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.09.1989
EP-Aktenzeichen 899104772
WO-Anmeldetag 11.09.1989
PCT-Aktenzeichen US8903927
WO-Veröffentlichungsnummer 9003730
WO-Veröffentlichungsdatum 19.04.1990
EP-Offenlegungsdatum 02.01.1991
EP date of grant 27.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.08.1996
IPC-Hauptklasse A01N 25/02
IPC-Nebenklasse A01N 37/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine für die Umwelt sichere insektizide Zusammensetzung. Insbesondere betrifft die Erfindung eine spezielle Insektizid-Formulierung, welche bestimmte Fettsäureseifen und Pyrethroide kombiniert.

Die Verwendung von Insektiziden hat die landwirtschaftliche Produktivität stark erhöht, es ist jedoch offensichtlich geworden, daß bezüglich der Menge an Materialien auf Petrochemikalien-Basis, die von der Umwelt sicher absorbiert werden können, Grenzen existieren. Unvorhergesehene katastrophale, relativ langfristige Wirkungen, die bei Materialien wie DDT festgestellt wurden, haben das Bewußtsein für die potentiell gefährlichen Umweltfolgen der weit verbreiteten Anwendung synthetischer Stoffe erhöht, zur Schaffung von Ordnungsbehörden, welche den Umweltschutz zur Aufgabe haben, beigetragen und die Entwicklung von wirkungsvollen, aber anscheinend weniger gefährlichen insektiziden Materialien aus Petrochemikalien gefördert. Diese neuen Insektizide sind jedoch nichtsdestoweniger unter dem Gesichtspunkt der Umweltsicherheit weit davon entfernt, ideal zu sein und sammeln sich manchmal in Nahrungs- und Frischwasser-Resourcen an.

Seit kurzem sind natürliche insektizide Materialien, z.B. bakterielle Präparationen, die für Insekten tödlich sind, im Handel erhältlich. Das Potential von nicht-bakteriellen natürlichen Materialien mit insektiziden Eigenschaften ist jedoch weitgehend ignoriert worden, vermutlich aufgrund der höheren Kosten und geringeren insektiziden Wirkung solcher bekannter natürlicher Substanzen.

Salze von Fettsäuren, vorwiegend Natrium- oder Kalium-Fettsäureseifen, sind kürzlich im Handel als Insektizide eingesetzt worden. Zusammensetzungen mit ausgezeichneten insektiziden Eigenschaften, welche diese Salze verwenden, sind im Handel unter dem Warenzeichen SAFER INSECTICIDAL SOAP erhältlich. Dieses Produkt stellt dementsprechend eine Ausnahme in dem oben festgestellten Trend dar. Diese Fettsäureseifen sind in der Natur vorkommende Materialien, die keine bekannten Langzeitwirkungen auf die Umwelt haben. Sie sind sehr wirksam gegen Weichkörper-Insekten wie Blattläuse und "Weißfliegen" (whiteflies), aber weniger wirksam gegen andere Insektenarten.

Pyrethrum wurde viele Jahre zuvor hauptsächlich in Form von "oleoresin of pyrethrum" als Insektizid im Handel eingesetzt. "Oleoresin of pyrethrum" ist ein archaischer pharmazeutischer Begriff für einen Etherextrakt der Chrysanthemen-Varietät cinerariaefolium. Er enthält flüchtige Öle und Bestandteile mit insektiziden Eigenschaften, die Pyrethrine und Cinerine genannt werden. Diese Materialien sind bekanntermaßen für Insekten toxisch, aber im wesentlichen nicht-toxisch für Säuger. Pyrethrinen fehlt auch die Persistenz in der Umwelt und sind durch eine vernachlässigbare biologische Anreicherung in der Nahrungskette gekennzeichnet.

Ein Hauptproblem bei der Verwendung dieser Pyrethrine als Insektizide stellen deren hohe Kosten pro Dosiseinheit dar. Versuche zur Verlängerung der Wirksamkeit der Pyrethrine, um eine wirtschaftliche Brauchbarkeit zu erzielen, waren im Handel nicht erfolgreich. Ein Beispiel einer solchen Zusammensetzung, die eine Mischung von verseiften organischen Säuren, d.h. Salze von Kokosnußöl, und Pyrethrinen umfaßt, wurde einmal im Handel unter dem Warenzeichen "Red Arrow" vertrieben. Diese Verbindungen waren jedoch wirtschaftlich immer noch nicht brauchbar, aufgrund ihres hohen Pyrethrin-Gehalts (etwa 40 Gew.-%) und weil die Kokosnußölseifen wenig zu deren insektizider Wirksamkeit beitrugen. In der Tat enthalten die meisten im Handel erhältlichen Fettsäureseifen- Zusammensetzungen einen Überschuß an Alkali, von dem angenommen wird, daß es die Hydrolyse und Inaktivierung von Pyrethrinen fördert. Insektizide auf Pyrethrin-Basis bauen sich auch in Anwesenheit von Sonnenlicht und während der Lagerung schnell ab.

Andere Materialien, die zur Verlängerung der Wirksamkeit von Pyrethrinen eingesetzt wurden, sind nicht nur für Insekten, sondern auch für eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren toxisch. Ein Material, das oft zur Verwendung mit Pyrethrinen vorgeschlagen wurde, ist Piperonylbutoxid. Während diese Art der Zusammensetzung ein sehr potentes Insektizid ergeben kann, können hohe Dosen bei vielen Lebewesen, einschließlich Menschen, Übelkeit verursachen und die Zusammensetzungen sind deutlich phytotoxisch. Andere Kombinationen von Insektiziden und Pyrethrinen haben entweder ähnliche Bedenken hinsichtlich der Toxizität oder einen Verlust an Wirksamkeit aufgrund von Inaktivierung der Pyrethrine mit sich gebracht.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Eine wäßrige insektizide Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt:

eine Lösung von Alkalimetallsalzen von Ölsäure und Linolsäure, wobei die Menge des Ölsäuresalzes größer als die Menge des Linolsäuresalzes ist;

eine pyrethroide Verbindung; und

einen C&sub2;&submin;&sub6;-Alkohol, der ein Lösungsmittel für die pyrethroide Verbindung darstellt,

worin die Mengen der Salze und der pyrethroiden Verbindung eine synergistische Insektizidwirkung ergeben.

Die neue wäßrige insektizide Lösung umfaßt eine Kombination von aktiven, leicht biologisch abbaubaren, insektiziden Materialien. Es ist festgestellt worden, daß diese Kombination die Wirksamkeit der einzelnen insektiziden Materialien erhöht. Die insektizide Lösung ist wirksam beim Schutz einer Vielzahl von Pflanzen gegen eine Vielzahl von Insekten und verwandter Schädlinge. Darüber hinaus ist das Insektizid wirtschaftlich zu verwenden und im wesentlichen für Pflanzen und Tiere nicht-toxisch. Es kann auch eine im Handel annehmbare Lagerbeständigkeit aufweisen.

Die erste Komponente der neuen Formulierung umfaßt eine Lösung von Alkalimetallsalzen von Ölsäure und Linolsäure. Andere Carbonsäuren mit weniger als 21 Kohlenstoffatomen und deren Salze können ebenfalls in der Mischung anwesend sein.

Eine zweite insektizide Komponente der insektiziden Formulierung umfaßt eine pyrethroide Verbindung. Obwohl praktisch jede als Insektizid wirksame pyrethroide Verbindung in der Erfindung eingesetzt werden kann, umfassen die gegenwärtig bevorzugten Pyrethroide Cypermethrin, Fenvaleat, Fluvalinat und Permethrin. Ein Lösungsmittel für das Pyrethroid, d.h. ein Alkohol mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen (z.B. Ethanol oder Isopropanol), ist in der insektiziden Formulierung eingeschlossen. Das Lösungsmittel trägt dazu bei, die Fettsäuresalze bei höheren Konzentrationen (z.B. größer als 20%) zu solubilisieren.

Eine konzentrierte Formulierung kann 25:1 bis 500:1 mit Wasser verdünnt werden, um eine gebrauchsfertige Formulierung zu ergeben. Die gebrauchsfertige Formulierung ist wirksam beim Aufbringen auf eine Pflanze in einer solchen Verdünnung in Wasser, daß die aufgebrachte Lösung mindestens etwa 0,05 - 2,0 Gew.-% der Monocarbonsäuremischung und mindestens 0,001% einer als Insektizid wirksamen pyrethroiden Verbindung enthält.

Diese insektizide Formulierung bieten Schutz gegen Pflanzenschäden durch den Befall von Insektenspezies aus mindestens den Ordnungen Homoptera; Coleoptera; Dermaptera; Hemiptera; und Lepidoptera; und von Krustazeen-Spezies der Ordnung Isopoda. Konkreter ist die Anwendung der Lösungen effektiv gegen Spezies der Familien Homoptera aphididae; Homoptera aleyrodidae; Homoptera coccidae; Homoptera psyllidae; Coleoptera chrysomelidae; Coleoptera tenebrionidae; Lepidoptera arctiidae; Lepidoptera lasiocampidae; Lepidoptera tortricidae; Lepidoptera pieridae; und Lepidoptera noctuidae. Diese Ordnungen und Familien schließen im wesentlichen alle Insekten der nördlichen Hemisphäre ein, welche Schmuckpflanzen, Bäume und Gemüsepflanzen schädigen. Die insektiziden Lösungen sind auch wirksam bei der Bekämpfung von Moskitos, Flöhen, Läusen und Zecken und können dementsprechend beispielsweise zum Schutz von Haustieren und deren Ruheplätzen im Haus verwendet werden.

Das Insektizid der Erfindung ist geeignet zum Schutz von Äpfeln, Avocados, Grapefruits, Zitronen, Orangen, Mandarinen, Pfirsichen, Nektarinen, Aprikosen, Birnen, Mandeln, Pecanüssen, Walnüssen, Kiwi, Brombeeren, Logan-Beeren, Himbeeren, Erdbeeren und Weintrauben gegen Insekten, einschließlich Japankäfer, Erdflöhe, adulte Getreidekäfer, Raupen, Blattläuse, Grashüpfer, Blattflöhe, "Schuppenkriecher" (scale crawlers) und Blattwespen-Larven. Neben dem Schutz von gewerblichen Gärten oder Gemüsegärten kann das erfindungsgemäße Insektizid eingesetzt werden zum Schutz von Rasen, Rasengras, Zierbäumen und -büschen, Blumen und Hauspflanzen gegen eine Vielfalt von Insekten. Beispielsweise schützt das Insektizid Rasen gegen Getreidewanzen, den "Rasennachtfalter" (lawn moth) , die "Rasenraupe" (sod webworm) und Wanderameisen sowie Zierbäume und -büsche gegen Blattläuse, Käfer, Raupen, "lace bugs", Eschen-Ahorn-Käfer, Grashüpfer, Blattflöhe, Blattwespen, Schildläuse und "wollige Blattläuse". Im wesentlichen vollständiger Schutz vor Insekten wird ermöglicht für Zierbäume und -büsche, einschließlich Azaleen, Kamelien, Kakteen, Hartriegel, Rhododendron, immergrüne Pflanzen und breitblättrige Schattenbäume. Es ist gezeigt worden, daß das Insektizid der Erfindung effektiven Schutz für Blumen, einschließlich Astern, Gartennelken, Chrysanthemen, Geranien, Ringelblumen, Petunien und Rosen gegen den Angriff von Blattläusen, Erdflöhen, Japankäfern, Raupen und der "Weißfliege" (whitefly) bietet.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Wie oben festgestellt, kombiniert die insektizide Formulierung der vorliegenden Erfindung zwei als Insektizid wirksame Materialien (Fettsäureseifen und Pyrethroide), um eine insektizide Wirksamkeit zu erhalten, die der Wirksamkeit jeder der beiden Komponenten allein überlegen ist. Im allgemeinen ist es möglich, die insektiziden Komponenten der Erfindung in verschiedenen Mengen zu kombinieren, um eine wäßrige Lösung zu bilden. Da jedoch pyrethroide Verbindungen stärker insektizid sind als die Fettsäureseifen, kann die pyrethroide Verbindung im allgemeinen in kleineren Mengen anwesend sein.

Das erfindungsgemäße Insektizid wird vorzugsweise als Konzentrat hergestellt und anschließend zur Verwendung in eine gebrauchsfertige Form verdünnt. Eine bevorzugte Formulierung in Konzentratform umfaßt

(1) etwa 50 Gew.-% einer wäßrigen Lösung von Carbonsäuren und deren Alkalimetall (vorzugsweise Kalium)-Salze;

(2) etwa 0,2 bis 2,0 Gew.-% einer pyrethroiden Verbindung;

(3) etwa 30 Gew.-% eines Alkohols mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen;

(4) Wasser.

Das Konzentrat kann 25:1 bis 500:1, und vorzugsweise etwa 50:1 bis etwa 100:1, mit Wasser verdünnt werden, um eine gebrauchsfertige Formulierung zu ergeben, die etwa 1,0 Gew.-% Carbonsäuren und mindestens 0,001 Gew.-% einer pyrethroiden Verbindung umfaßt. Vorzugsweise ist die pyrethroide Verbindung in etwa 0,002 Gew.-% bis 0,04 Gew.-% anwesend.

In einer gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Carbonsäuremischung in wäßriger Lösung etwa 10 bis 50 Gew.-%, und besonders bevorzugt etwa 49 Gew.-%, einer Mischung der Alkalimetallsalze von Fettsäuren und unneutralisierten Fettsäuren.

Eine geeignete Carbonsäurelösung ist im Handel von Safer, Inc., Wellesley, Massachusetts unter dem Warenzeichen "Safer Insecticidal Soap" erhältlich. Die Zusammensetzung dieses Produkts variiert leicht je nach Ansatz, aber dessen Carbonsäure-Komponente umfaßt immer mindestens etwa 70% der Salz (oder Säure)-Form von Ölsäure und mindestens etwa 6% Salz (oder Säure)-Form von Linolsäure. Die verbleibenden gelösten Stoffe umfassen andere Fettsäuren oder Salze mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen. Die Seifenkomponente ist in dem Konzentrat in Niveaus im Bereich von 10 bis 50, vorzugsweise etwa 49, Gew.-% anwesend.

Die pyrethroide Verbindung umfaßt etwa 0,2 bis 2,0 Gew.-% des Konzentrats. Nach der Verdünnung zu einer gebrauchsfertigen Formulierung ist die pyrethroide Verbindung in etwa 0,001 bis 0,04, und vorzugsweise 0,009 bis 0,025, Gew.-% anwesend. Die für die vorliegende Erfindung geeigneten pyrethroiden Verbindungen sind Ester, die als Antwort auf die hohen Kosten und den schnellen Abbau natürlicher Pyrethrine entwickelt wurden. Diese synthetischen Verbindungen besitzen die insektizide Wirkung, die mit den in der Natur vorkommenden Pyrethrinen verbunden ist, ohne deren hohe Kosten, unsicheren Nachschub oder geringe Umweltbeständigkeit.

Praktisch jede bekannte pyrethroide Verbindung, die insektizide Wirkung aufweist, ist zur Durchführung der vorliegenden Erfindung geeignet. Solche geeigneten Pyrethroide schließen ein, sind jedoch nicht beschränkt auf, Alfoxylat, Cyfluthrin, Cyhalothrin, Cypermethrin, Cyphenothrin, Deltamethrin, Esfenvalerat, Fenfluthrin, Fenopropathrin, Fenpynthrin, Fenvalerat, Fluorcythrin, Furamethrin, Fluvalinat, Permethrin, Phencyclat, Phenothrin, Tetrallethrin, Tralocythrin und Tralomethrin. Gegenwartig sind die am meisten bevorzugten Pyrethroide Cypermethrin, Fenvalerat, Fluvalinat und Permethrin.

Bevorzugte Cypermethrin-Verbindungen sind von BASF (Indien) unter dem Warenzeichen "Basathrin"; von FMC, Agri. Chem. Group unter den Warenzeichen "Ammo", "Arrivo" und "Cynoff"; von ICI Americas, Inc., Agri. Chem. Div. unter dem Warenzeichen "Cymbush"; von IGI Agrochemicals (U.K.) unter den Warenzeichen "Cymbush", "Kafil Super" und "Cymperator"; von Mitchell Cotts Chem. Ltd. (U.K.) unter dem Warenzeichen "Cyperkill"; von Shell Int'l Chem. Co., Ltd. (London) unter den Warenzeichen "Barricade", "Flectron", "Folcord" und "Ripcord"; und von United Phosphorous, Ltd. (Indien) unter den Warenzeichen "Ustaad 10EC" und "Cyroxy 25EC" erhältlich.

Fenvalerat-Verbindungen sind von E.I. du Pont de Nemours und Co., Inc., Inc. Agri. Products Dept. unter dem Warenzeichen "Pydrin"; von Fermenta Animal Health unter dem Warenzeichen "Ectrin"; von Rallis India Ltd. unter dem Warenzeichen "Sumicidin"; von Shell Intl. Chem. Co., Ltd. (London) unter dem Warenzeichen "Belmark"; von Sumitomo Chem. Co., Ltd. (Japan) unter dem Warenzeichen "Sumicidin"; und von United Phosphorus Ltd. (Indien) unter dem Warenzeichen "Fenkill" erhältlich.

Fluvalinat-Verbindungen sind von Sandoz Crop Protection Corp. unter dem Warenzeichen "Mavrik" erhältlich.

Permethrin-Verbindungen sind von FMC Agri. Chem. Group unter den Warenzeichen "Cellutec", "Dragnet", "Pounce" und "Pounce Peach"; von ICI Americas Inc., Agr. Chem. Div. unter den Warenzeichen "Ambush" und "Torpedo"; von ICI Agrochemicals (U.K.) unter den Warenzeichen "Ambush", "Dragon", "Imperator", "Kafil" und "Perthrine"; von Mitchell Cotts Chem. Ltd. (U.K.) unter dem Warenzeichen "Permasect"; von Penick-Bio UCLAF Corp. unter dem Warenzeichen "Pramex"; von Shell Int'l Chem. Co., Ltd. (London) unter den Warenzeichen "Outflank" und "Talcord"; von Sumitomo Chem. Co., Ltd. (Japan) unter dem Warenzeichen "Eksmin"; von Wellcome Foundation Ltd. (U.K.) unter den Warenzeichen "Coopex" und "Qamlin" erhältlich.

Das Konzentrat kann auch einen Alkohol mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen einschließen, welcher dazu dient, die Seife im Konzentrat zu lösen, falls die Seifenkonzentration etwa 20% übersteigt. Bevorzugte Alkohole schließen Ethanol und Isopropanol ein, die mit etwa 30 Gew.-% anwesend sind. Der Ausgleich der konzentrierten Formulierung besteht aus Wasser.

Die Zusammensetzung wird hergestellt durch Zusammenmischen einer Lösung von Salzen von Fettsäuren, Wasser und Alkohol, der als Träger und Lösungsmittel für das Pyrethroid dient.

Eine gegenwärtig bevorzugte Ausführungsform der konzentrierten Formulierung wird hergestellt durch Kombinieren und sanftes Rühren der Mischungskomponenten. Eine insektizide Lösung unter Verwendung von Fenvalerat als Pyrethroid wird hergestellt, indem etwa 200 Teile Kalium-Fettsäureseifen wie oben beschrieben, 7 Teile Fenvalerat, 73 Teile Wasser und 120 Teile Ethanol kombiniert werden. Diese Formulierung wird vor der Anwendung 50:1 bis 100:1 mit Wasser verdünnt.

Eine insektizide Lösung unter Verwendung von Permethrin als pyrethroide Verbindung wird auf dieselbe Weise hergestellt unter Einsatz von 200 Teilen Kalium-Fettsäuresalzen wie oben beschrieben, 8 Teilen Permethrin, 72 Teilen Wasser und 120 Teilen Ethanol. Diese Formulierung wird vor der Anwendung gleichermaßen 50:1 bis 100:1 mit Wasser verdünnt.

Eine konzentrierte insektizide Formulierung mit Cypermethrin als Pyrethroid wird auf dieselbe Weise wie die Fluvalinat-enthaltende Formulierung hergestellt. In dieser Formulierung werden jedoch 200 Teile Kalium-Fettsäuresalze wie oben beschrieben, 4 Teile Cypermethrin, 76 Teile Wasser und 120 Teile Ethanol kombiniert. Diese Formulierung wird vor der Anwendung 50:1 bis 100:1 mit Wasser verdünnt.

Eine insektizide Lösung unter Verwendung von Fluvalinat als pyrethroide Verbindung wird auf dieselbe Weise hergestellt, wobei 200 Teile Kalium-Fettsäuresalze wie oben beschrieben, 8 Teile Fluvalinat, 72 Teile Wasser und 120 Teile Ethanol eingesetzt werden. Diese konzentrierte Formulierung wird vor der Anwendung 50:1 bis 100:1 mit Wasser verdünnt.

Insektizide Produkte mit den obigen Formulierungen weisen eine Kombination von insektizider Wirkung, Wirkungsspektrum, niedriger Wirbeltier- und Phytotoxizität und leichter Bioabbaubarkeit auf, die mit jeder der den Anmeldern bekannten Zusammensetzungen unerreichbar ist. Ferner ist im Verhältnis zur Kombination von Seife und dem natürlichen Pyrethrin die Lagerungsbeständigkeit und Umweltbeständigkeit sowohl der gebrauchsfertigen Formulierung als auch des Konzentrats verbessert.

Das folgende Beispiel erläutert die Wirksamkeit und synergistische Wirkung der insektiziden Zusammensetzung der Erfindung.

BEISPIEL

In diesem Beispiel wurde ein Vergleich der Tötungseffizienz durchgeführt zwischen einem Insektizid auf Fettsäurebasis allein (Safer Insecticidal Soap), dem pyrethroiden Extrakt allein, und einem Insektizid, das eine gemäß dem hier offenbarten Verhältnis formlierte Kombination der Fettsäuremischung und verschiedenen Pyrethroiden umfaßt. Das Versuchsverfahren beinhaltete die Aufbringung derselben Probemenge auf Kartoffelpflanzen und die Messung der Sterblichkeitsprozentsätze des Colorado-Kartoffelkäfers. Tabelle A zeigt die Ergebnisse dieses Versuchs. Wie aus der Tabelle ersichtlich, zeigt die insektizide Formulierung der vorliegenden Erfindung nicht rein additive insektizide Eigenschaften bezüglich dieses speziellen Insektenschädlings, sondern vielmehr ein unerwartetes synergistisches Tötungsverhältnis.

TABELLE A
Safer 0% Insecticidal Soap 0,75% 1,0% destilliertes Wasser Fenvalerat Permethrin Cypermethrin


Anspruch[de]

1. Wäßrige insektizide Zusammensetzung, umfassend:

eine Lösung von Alkalimetallsalzen von Ölsäure und Linolsäure, wobei die Menge des Ölsäuresalzes größer als die Menge des Linolsäuresalzes ist;

eine pyrethroide Verbindung; und

einen C&sub2;&submin;&sub6;-Alkohol, der ein Lösungsmittel für die pyrethroide Verbindung darstellt, worin die Mengen der Salze und der pyrethroiden Verbindung eine synergistische Insektizidwirkung ergeben.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin die pyrethroide Verbindung Cypermethrin, Fenvalerat, Fluvalinat oder Permethrin ist.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, worin die Lösung etwa 50 Gewichts-% einer Mischung von Alkalimetallsalzen von Monocarbonsäuren umfaßt, wobei die Mischung mindestens 70 Gewichts-% des Alkalimetallsalzes von Ölsäure und mindestens 6% des Alkalimetallsalzes von Linol säure umfaßt.

4. Zusammensetzung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, worin der Alkohol Ethanol ist.

5. Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, worin der Alkohol Isopropanol ist.

6. Zusammensetzung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Alkalimetall Kalium ist.

7. Zusammensetzung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, welche 0,001 bis 0,4% w/w der Pyrethroid- Zusammensetzung umfaßt.

8. Konzentrierte Formulierung, bestehend aus:

etwa 50% w/w einer Lösung von Alkalimetallsalzen wie in irgendeinem der Ansprüche 1, 3 und 6 definiert;

0,2 bis 2,0% w/w einer pyrethroiden Verbindung wie in Anspruch 1 oder Anspruch 2 definiert;

nicht mehr als 30% w/w C&sub2;&submin;&sub6;-Alkohol; und 20 bis 50% w/w Wasser.

9. Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7, erhältlich durch Verdünnung der konzentrierten Formulierung nach Anspruch 8 25:1 bis 500:1 mit Wasser.

10. Zusammensetzung nach Anspruch 9, welche umfaßt:

0,05 bis 2,0% w/w der Alkalimetallsalze;

0,002 bis 0,04% w/w der pyrethroiden Verbindung;

und bis zu 0,35% w/w Ethanol.

11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, welche 0,009% w/w Cypermethrin als pyrethroide Verbindung umfaßt.

12. Zusammensetzung nach Anspruch 10, welche 0,017% w/w Fenvalerat als pyrethroide Verbindung umfaßt.

13. Zusammensetzung nach Anspruch 10, welche 0,01% w/w Fluvalinat als pyrethroide Verbindung umfaßt.

14. Zusammensetzung nach Anspruch 10, welche 0,021% w/w Permethrin als pyrethroide Verbindung umfaßt.

15. Verwendung der Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7 und 9 bis 14 als Insektizid gegen Spezies, die aus den Familien Homoptera aphididae, Homoptera aleyrodidae, Homoptera coccidae, Homoptera psyllidae, Coleoptera chrysomelidae, Coleoptera tenebrionidae, Lepidoptera arctiidae, Lepidoptera lasiocampidae, Lepidoptera tortricidae, Lepidoptera pieridae und Lepidoptera noctuidae ausgewählt sind.







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