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Dokumentenidentifikation DE19608884A1 12.09.1996
Titel Laminat
Anmelder Tosoh Corp., Shinnanyo, Yamaguchi, JP
Erfinder Inoue, Hiroshi, Yokkaichi, Mie, JP;
Doi, Toru, Yokkaichi, Mie, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Anmeldedatum 07.03.1996
DE-Aktenzeichen 19608884
Offenlegungstag 12.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.09.1996
IPC-Hauptklasse C08L 35/00
IPC-Nebenklasse C08L 25/06   C08L 69/00   B32B 27/08   B32B 27/34   B32B 27/36  
IPC additional class // (C08L 35/00,23:00)C08G 63/64,64/04  
Zusammenfassung Es wird ein Laminat beschrieben, umfassend N-alkylsubstituiertes Maleinimid-Olefin-Copolymer und aromatisches Polycarbonat, wobei die Dicke der Schicht x aus N-alkylsubstituiertem Maleinimid-Olefin-Copolymer und die Dicke der Schicht y aus aromatischem Polycarbonat der folgenden Formel genügen.
0,4 < x/(x + y) < 0,98
Es wird ein Laminat mit herausragender Transparenz, Hitzebeständigkeit, Festigkeit und Steifigkeit bereitgestellt, das die geringe Schlagfestigkeit verbessert, welche ein Nachteil von N-alkylsubstituiertem Maleinimid-Olefin-Copolymer war.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Laminat mit herausragender Transparenz Hitzebeständigkeit mechanischer Festigkeit Steifigkeit und Schlagfestigkeit, das N-alkylsubstituiertes Maleinimid-Olefin-Copolymer und aromatisches Polycarbonat umfaßt.

N-alkylsubstituiertes Maleinimid-Olefin-Copolymer wird erwartungsgemäß im Bereich der Photoelektronik, der Kraftfahrzeuge, im elektrischen und elektronischen Bereich als transparentes hochmolekulares Material mit herausragender Transparenz, Hitzebeständigkeit, mechanischer Festigkeit, Steifigkeit, Wetterbeständigkeit, Oberflächenhärte, u.ä. Verwendung finden.

Bisher wurde im allgemeinen Glas als Schichtmaterial verwendet, aber in den letzten Jahren wurde im Hinblick auf die Produktivität, Gewichtsersparnis, Sicherheit, Gestaltungsmöglichkeiten, u.ä. transparentes hochmolekulares Material eingesetzt.

Als derartige Materialien werden Poly(vinylchlorid) (nachstehend mit PVC abgekürzt), Poly(methylmethacrylat) (nachstehend mit PMMA abgekürzt), aromatisches Polycarbonat (nachstehend mit PC abgekürzt), u.ä. verwendet. PVC ist ein billiges Material aber es bereitet hinsichtlich seiner geringen Hitzebeständigkeit, schlechten Oberflächeneigenschaften der Schichten, u.ä. Probleme. Daher wurde es durch PMMA oder PC ersetzt. PMMA besitzt hervorragende optische Eigenschaften, jedoch unzulängliche Hitzebeständigkeit, wodurch seine Verwendung eingeschränkt wird. PC besitzt relativ hohe Hitzebeständigkeit, bereitet aber Probleme wegen seiner geringen Oberflächenhärte, und dadurch bedingtes leichtes Verkratzen, schlechte Formbarkeit, schlechte Wetterbeständigkeit, geringe Lösungsmittelbeständigkeit, weshalb durch das Lösungsmittel bedingte Risse, u. dgl. auftreten.

Da Maleinimid-Copolymere hohe Hitzebeständigkeit besitzen, werden zudem verschiedene Copolymere untersucht. Beispielsweise ist in der japanischen Patentschrift Nr. Sho 43-9753 und den ungeprüften japanischen Patentoffenlegungsschriften Nr. Sho 61-141715, Sho 61-171708 und Sho 62-109811 ein Verfahren zur Copolymerisation von Methylmethacrylat mit N-arylsubstituiertem Maleinimid offenbart. In den ungeprüften japanischen Patentoffenlegungsschriften Nr. Sho 47-6891, Sho 61- 76512 und Sho 61-276807 ist auch ein Verfahren zur Copolymerisation von Styrolharz mit N-arylsubstituiertem Maleinimid offenbart. Je höher der Gehalt an N-arylsubstituiertem Maleinimid in den Harzen ist, die mit diesen Verfahren erhältlich sind, desto besser ist die Hitzebeständigkeit, jedoch bereiten sie hinsichtlich ihrer Sprödigkeit, schlechten Verarbeitbarkeit, ihrer Färbung, u.ä. Probleme, so daß sie als Schichtmaterial keine Verwendung finden.

Andererseits erregt das in den ungeprüften japanischen Patentoffenlegungsschriften Nr. Hei 4-31407 und Hei 5-59193 offenbarte N-alkylsubstituierte Maleinimid-Olefin- Copolymer Aufmerksamkeit als transparentes hochmolekulares Material, mit dem die Nachteile herkömmlicher Materialien überwunden wurden, jedoch besitzt dieses Material eine unzulängliche Schlagfestigkeit, was seine Verwendung einschränkte.

Das Problem der geringen Schlagfestigkeit, die ein Nachteil des N-alkylsubstituierten Maleinimid-Olefin-Copolymers ist, wurde erfindungsgemäß durch Laminieren mit PC gelöst, wodurch ein Laminat zur Verfügung gestellt wird, das zusätzlich herausragende Festigkeit und Steifigkeit aufweist.

Die Erfindung betrifft ein Laminat mit hervorragender Transparenz, mechanischen Eigenschaften und Schlagfestigkeit und umfaßt N-alkylsubstituiertes Maleinimid-Olefin-Copolymer, das als Bestandteil die nachstehend gezeigte Komponente (I) mit 30 bis 98 Mol-%, bezogen auf das gesamte Polymer, und als weiteren Bestandteil die Komponente (II) mit 70 bis 2 Mol-%, bezogen auf das gesamte Polymer, mit einem gewichtsbezogenen mittleren Molekulargewicht von nicht weniger als 1·10³ bis nicht mehr als 5·10&sup6;, in Bezug auf Polystyrol, und PC enthält, wobei die Dicke der Schicht x aus N-alkylsubstituiertem Maleinimid-Olefin-Copolymer und die Dicke der PC-Schicht y in dem Laminat der folgenden Formel (III) genügen



wobei R¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet



wobei R² ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen und R³ und R&sup4; Alkylgruppen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten.

0,4 < x/(x + y) < 0,98 (III)

Das N-alkylsubstituierte Maleinimid-Olefin-Copolymer, das erfindungsgemäß verwendet werden soll, kann beispielsweise durch Radikalpolymerisation von N-alkylsubstituierten Maleinimiden mit Olefinen erhalten werden.

Verbindungen, die Komponente (I) als Bestandteil ergeben, sind N-alkylsubstituierte Maleinimide wie N-Methylmaleinimid, N-Ethylmaleinimid, N-n-Propylmaleinimid, N-i-Propylmaleinimid, N-n-Butylmaleinimid, N-i-Butylmaleinimid, N-sek. Butylmaleinimid, N-tert. Butylmaleinimid, N-n-Pentylmaleinimid, N- n-Hexylmaleinimid, N-n-Heptylmaleinimid, N-n-Octylmaleinimid, N-Laurylmaleinimid, N-Stearylmaleinimid, N-Cyclopropylmaleinimid, N-Cyclobutylmaleinimid und N-Cyclohexylmaleinimid, davon werden N-Methylmaleinimid, N-Ethylmaleinimid, N-i-Propylmaleinimid oder N-Cyclohexylmaleinimid bevorzugt. Darüberhinaus können diese Verbindungen allein oder als Kombination von zwei oder mehreren Arten verwendet werden.

Verbindungen, die Komponente (II) als Bestandteil ergeben, sind Olefine wie Isobuten, 2-Methyl-1-buten, 2-Methyl-1-penten, 2-Methyl-1-hexen, 2-Methyl-1-hepten, 1-Isoocten, 2-Methyl-1-octen, 2-Ethyl-1-penten, 2-Methyl-2-buten, 2-Methyl-2- penten und 2-Methyl-2-hexen, von diesen wird Isobuten insbesondere bevorzugt. Darüberhinaus können diese Verbindungen allein oder als Kombination von zwei oder mehreren Arten verwendet werden.

Der Gehalt der Komponente (I) als Bestandteil beträgt 30 bis 98 Mol-%, vorzugsweise 40 bis 75 Mol-% und insbesondere bevorzugt 50 bis 70 Mol-%, bezogen auf das gesamte Polymer. Wenn der Anteil der Komponente (I) als Bestandteil über 95 Mol-% liegt, wird das gebildete Polymer spröde und wenn er unter 30 Mol-% liegt, nimmt die Hitzebeständigkeit des Polymers ab, was nicht bevorzugt wird.

Zudem können gegebenenfalls andere Vinylmonomere innerhalb eines Bereiches copolymerisiert werden, der dem Zweck der Erfindung nicht zuwiderläuft. Als weiter Vinylmonomere können eine oder mehrere der Verbindungen erwähnt werden, ausgewählt aus Styrol, α-Methylstyrol, Vinyltoluol, 1,3-Butadien, Isopren und deren halogensubstituierte Derivate, Methacrylsäureester wie Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat, Phenylmethacrylat und Benzylmethacrylat, Acrylsäureester wie Methylacrylat, Ethylacrylat, Butylacrylat, Cyclohexylacrylat, Phenylacrylat und Benzylacrylat, Vinylester wie Vinylacetat und Vinylbenzoat, Vinylether wie Methylvinylether, Ethylvinylether, Propylvinylether und Butylvinylether, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Maleinsäureanhydrid, N-Phenylmaleinimid, N-Carboxyphenylmaleinimid, Acrylnitril, Ethylen, Propylen, 1-Buten, 2-Buten und 1-Hexen.

Zur Polymerisation dieser Monomere kann jedes bekannter Polymerisationsverfahren angewendet werden, z. B. das Blockpolymerisations-, Lösungsmittelpolymerisations-, Suspensionspolymerisations- und Emulsionspolymerisationsverfahren.

Als Polymerisationsinitiatoren seien organische Peroxide wie Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, Octanoylperoxid, Acetylperoxid, Di-tert.-Butylperoxid, tert.-Butylcumylperoxid, Dicumylperoxid, tert.-Butylperoxyacetat und tert.-Butylperoxybenzoat oder Initiatoren vom Azotyp wie 2,2&min;-Azobis-(2,4-dimethylvaleronitril) , 2,2&min;-Azobis-(2-butyronitril), 2,2&min;-Azobisisobutyronitril, Dimethyl-2,2&min;-azobisisobutyrat und 1,1&min;- Azobis-(cyclohexan-1-carbonitril) erwähnt.

Für die Lösungsmittelpolymerisation verwendbare Lösungsmittel sind Benzol, Toluol, Xylol, Ethylbenzol, Cyclohexan, Dioxan, Tetrahydrofuran, Aceton, Methylethylketon, Dimethylformamid, Isopropanol, Butanol, etc. sowie deren Mischungen.

Die Polymerisationstemperatur kann abhängig von der Zersetzungstemperatur des Initiators zweckmäßig eingestellt werden, aber im allgemeinen wird die Reaktion bevorzugt in einem Bereich von 40 bis 150°C durchgeführt.

Die Menge des verbleibenden Monomers im Polymer liegt nicht über 3 Gew.-%, vorzugsweise nicht über 1 Gew.-% und insbesondere bevorzugt nicht über 0,1 Gew.-%. Wenn die Menge des verbleibenden Monomers über 3 Gew.-% liegt, verfärbt sich das Polymer im Laufe der Zeit oft.

Die oben erwähnten Harze können auch erhalten werden, indem man ein durch Copolymerisation von Maleinsäureanhydrid mit Olefinen gewonnenes Harz unter Verwendung von primären Aminen wie Alkylaminen u. dgl. nachträglich in die Imide überführt.

Eine derartige nachträgliche Imidisierungsreaktion kann beispielsweise durch Lösen oder Dispergieren von Maleinsäureanhydrid-Isobuten-Copolymer in alkoholischen Lösungsmitteln wie Methanol, Ethanol oder Propanol, amidischen Lösungsmitteln wie N-Methyl-2-pyrrolidon oder Dimethylformamid, aromatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmitteln wie Benzol oder Toluol, aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmitteln wie n-Nonan, n- Decan, n-Undecan u. a. und Umsetzung mit primärem Amin wie Methylamin bei einer Temperatur von 100 bis 350°C, durchgeführt werden.

Dabei kann das gewichtsbezogene mittlere Molekulargewicht (Mw) des erzeugten Harzes mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt werden. Das gewichtsbezogene mittlere Molekulargewicht des erfindungsgemäßen Harzes liegt vorzugsweise in einem Bereich von nicht unter 1·10³ bis nicht über 5·10&sup6;, insbesondere von nicht unter 1·10&sup5; bis nicht über 1 ≙&sup6;. Wenn das gewichtsbezogene mittlere Molekulargewicht über 5·10&sup6; liegt, wird die Formbarkeit schlecht und wenn es unter 1·10³ liegt, wird das erhaltene Harz leicht spröde.

Andererseits ist das erfindungsgemäß zu verwendende PC ein Polymer, das die Einheit

-(O-A&sub1;-O-CO)- (IV)

enthält, wobei A&sub1; ein zweiwertiger aromatischer Rest ist, der von zweiwertigem Phenol abgeleitet ist, das zur Herstellung dieses Polymers verwendet wird. Diese werden im allgemeinen durch Umsetzung von zweiwertigen Phenolverbindungen mit Carbonat-Vorläufern, z. B. Phosgen, Halogenformiat oder Carbonatestern, hergestellt. Als zweiwertige Phenole zur Herstellung dieser PC können monocyclische oder polycyclische aromatische Verbindungen mit zwei Hydroxylgruppen, die jeweils direkt an das Kohlenstoffatom des aromatischen Ringes gebunden sind, verwendet werden.

Es kann auch verzweigtes PC verwendet werden, das an sich z. B. aus der US-Patentschrift 4,001,184 bekannt ist. Erfindungsgemäß zu verwendende PC beinhalten auch sogenanntes Polyestercarbonat, das erhältlich ist durch die Polymerisationsreaktion in Gegenwart von Estervorläufern, z. B. bifunktionalen Carbonsäuren wie Terephthalsäure oder deren esterbildenden Derivaten. Diese Polyestercarbonate besitzen sowohl Esterbindungen als auch Carbonatbindungen in ihrer Polymerkette. Die Polyestercarbonate sind z. B. beschrieben in der US-Patentschrift 3,169,121 und Mischungen dieser verschiedenen PC sind ebenso verwendbar.

Als nächstes wird das erfindungsgemäße Laminat beschrieben. Um das Laminat mit herausragender Festigkeit, Steifigkeit und Schlagfestigkeit zu erhalten, welches erfindungsgemäße Merkmale sind, muß die Dicke der Schicht x aus N-alkylsubstituiertem Maleinimid-Olefin-Copolymer und die Dicke der PC- Schicht y in dem Laminat der folgenden Formel (III) genügen:

0,4 < x/(x + y) < 0,98 (III)

Wenn der Wert x/(x + y) nicht größer als 0,4 ist, verbessert sich die Schlagfestigkeit, aber die Steifigkeit verringert sich beträchtlich, was nicht bevorzugt wird. Andererseits ist die Abnahme der Steifigkeit gering, aber die Verbesserungswirkung hinsichtlich der Schlagfestigkeit ist nicht erkennbar, wenn der Wert x/(x + y) nicht geringer als 0,98 ist, was nicht bevorzugt wird.

Darüberhinaus gibt es hinsichtlich des Herstellungsverfahren für das erfindungsgemäße Laminat aufgrund der guten Haftung zwischen dem N-alkylsubstituierten Maleinimid-Olefin- Copolymer und PC keine besondere Einschränkung. Daher ist die Herstellung unter Verwendung von bekannten Formverfahren, d. h. Strangpressen wie Coextrusion und Laminierung, Spritzguß wie Zweifarbguß und Filmeinlagerung, Preßformen, u. dgl. möglich.

Daneben können zu dem Harz, aus dem das erfindungsgemäße Laminat besteht, gegebenenfalls verschiedene Farbstoffe, anorganische und organische Teilchen, thermische Stabilisatoren wie gehindertes Phenol, organisches Phosphat, UV-Stabilisatoren vom Benzotriazol-Typ und vom gehinderten Amintyp, Antistatikmittel, verschiedene Schmiermittel, etc. zugegeben werden und ferner können andere Harze und andere Elastomere zugemischt werden, sofern vom erfindungsgemäßen Zweck nicht abgewichen wird. Darüberhinaus kann das erfindungsgemäße Laminat mit anderen Harzen und anderen Elastomeren zusätzlich beschichtet werden, sofern vom erfindungsgemäßen Zweck nicht abgewichen wird. Ferner kann die Oberfläche des gewonnenen Laminats modifiziert werden, indem ein fester Überzug unter Verwendung von Mitteln für einen festen Überzug auf Basis von Silikon, Acrylat oder Melamin vorgesehen wird, durch Bildung eines transparenten elektrisch leitfähigen Films mit ITO (Indium-Zinnoxid) o. dgl. oder durch Bildung eines reflektierenden Films, eines reflexionsmindernden Films o. dgl. Auch verschiedene Drucke etc. sind möglich.

Da das erfindungsgemäße Laminat nicht nur hervorragende Transparenz, Hitzebeständigkeit, Festigkeit und Steifigkeit sondern auch hervorragende Schlagfestigkeit besitzt, kann es für verschiedene Hinweisschilder, Zeichen, Anzeigen, Beleuchtungsverkleidungen, Konsolen für Verkaufsautomaten, Ausstellungsregale im Supermarkt etc., Baumaterialien für Unterstellplätze, Terrassen, Balkone, Schiebedächer, Lichtkuppeln, Raumteiler, Türen und Fenster, Namensschilder, OA-Instrumente wie CRT, elektrische und elektronische Teile, Teile für Kraftfahrzeuge, elektrische Züge und Flugzeuge wie Konsolen, Schiebedächer, Sonnenblenden und Fenster, sowie für Büromaterial und anderes wie Schablonen, Lineale und Schreibtischunterlagen verwendet werden.

Nachstehend wird die Erfindung auf der Grundlage von Beispielen detailliert erläutert, sie ist jedoch nicht auf diese Beispiele beschränkt.

Im übrigen wurde das gewichtsbezogenen mittlere Molekulargewicht des hergestellten Polymers bezogen auf Polystyrol unter Einsatz von GPC (HLC-802A von Tosoh Corp.) bestimmt.

Synthesebeispiel 1

Nachstehend wird als Synthesebeispiel das in den Beispielen und Vergleichsbeispielen verwendete N-Methylmaleinimid-Isobuten-Copolymer dargestellt.

In einen 50-l-Autoklaven, der mit einem Rührer, Stickstoff- Einleitungsrohr, Thermometer und Entlüftungsrohr ausgerüstet ist, wurden 2780 g (25 mol) N-Methylmaleinimid, 4 g (0,025 mol) 2,2&min;-Azobisisobutyronitril (AIBN) und 40 1 Dioxan gefüllt. Nach mehrmaliger Spülung mit Stickstoff wurden 2805 g (50 mol) Isobuten eingefüllt und die Mischung 12 Stunden lang bei 60°C umgesetzt. Nach der Umsetzung wurde der Inhalt in Ethanol gegossen, um das Polymer auszufällen. Das so gewonnene Polymer wurde zur Reinigung mit einer Dioxan-Methanol- Mischung erneut gefällt und dann 24 Stunden lang bei 60°C und reduziertem Druck getrocknet. Die Ausbeute betrug 4025 g.

Nach dem Ergebnis der Elementaranalyse des erhaltenen Polymers (C: 64,7 Gew.-%, H: 7,8 Gew.-%, N: 8,4 Gew.-%) betrug der Anteil der Maleinimid-Einheit in dem hergestellten Polymer 50 Mol-%. Zudem war das gewichtsbezogene mittlere Molekulargewicht (Mw) des erhaltenen Polymers 163.000.

Beispiel 1

In Synthesebeispiel 1 erhaltenes N-Methylmaleinimid-Isobuten- Copolymer wurde mit Labo Plastmill (von Toyo Seiki Co., Ltd.) zur Herstellung eines 1,5 mm dicken Films extrudiert. Andererseits wurde auch PC (Handelsbezeichnung Panlite von Teijin Kasei Co., Ltd.) unter Verwendung der gleichen Anlage zur Herstellung eines 1,5 mm dicken Films extrudiert. Die erhaltenen Bahnen wurden jeweils in eine Metallform für die Preßformung gegeben und bei 260°C und 300 kg/cm² zur Herstellung eines Laminats komprimiert. Ein Teststück von 80×12×3 mm wurde von dem erhaltenen Laminat abgeschnitten, um die Biegefestigkeit und den Biege-Elastizitäts-Modul nach ASTM D790 zu messen. Zudem wurde ein Teststück mit 30 mm Durchmesser und 3 mm Dicke von dem erhaltenen Laminat abgeschnitten, um die Schlagfestigkeit unter Verwendung des DuPont-Schlagprüfgeräts zu messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Es ist ersichtlich, daß das Laminat nicht nur eine hohe Biegebeständigkeit und einen hohen Biege-Elastizitäts-Modul, sondern auch herausragende Schlagfestigkeit besitzt.

Beispiele 2 und 3

N-Methylmaleinimid-Isobuten-Copolymer und PC wurden, wie in Tabelle 1 angegeben, mit ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 zu Bahnen mit vorbestimmter Dicke geformt und jede erhaltene Bahn wurde zur Herstellung eines Laminats mit einem ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 preßgeformt. Es wurden von dem mit ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 gewonnenen Laminat Teststücke abgeschnitten, um die Biegefestigkeit, den Biege-Elastizitäts-Modul und die Schlagfestigkeit zu messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 1

Es wurde eine 3,0 mm dicke Bahn aus N-Methylmaleinimid-Isobuten-Copolymer mit einem ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 hergestellt und es wurden Teststücke von dieser Bahn abgeschnitten, um die Biegefestigkeit, den Biege-Elastizitäts-Modul und die Schlagfestigkeit zu messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Während die Biegefestigkeit und der Biege-Elastizitäts-Modul im Vergleich zu den Ausführungsbeispielen höher sind, ist ersichtlich, daß die Schlagfestigkeit niedriger ist und sich schlechte Schlagbeständigkeit zeigt. Tabelle 1



Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich ist, besitzt das erfindungsgemäße Laminat nicht nur herausragende Transparenz, Hitzebeständigkeit, Festigkeit und Steifigkeit sondern auch hervorragende Schlagfestigkeit und ist sehr brauchbar, da die Verwendungsmöglichkeiten von N-alkylsubstituiertem Maleinimid-Olefin-Copolymer, dessen Einsatz aufgrund seiner geringen Schlagfestigkeit bisher eingeschränkt war, erweitert werden können.

Vergleichsbeispiel 2

Es wurde eine 3,0 mm dicke Bahn aus PC (Handelsbezeichnung Panlite von Teijin Kasei Co., Ltd.) mit einem ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 hergestellt und es wurden Teststücke von dieser Bahn abgeschnitten, um die Biegefestigkeit, den Biege-Elastizitäts-Modul und die Schlagfestigkeit zu messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Während die Schlagfestigkeit im Vergleich zu den Ausführungsbeispielen höher sind, ist ersichtlich, daß die Biegefestigkeit und der Biege-Elastizitäts-Modul niedriger sind.

Vergleichsbeispiel 3

N-Methylmaleinimid-Isobuten-Copolymer und PC wurden, wie in Tabelle 1 angegeben, mit ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 zu Bahnen mit vorbestimmter Dicke geformt und jede erhaltene Bahn wurde zur Herstellung eines Laminats mit einem ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 preßgeformt. Es wurden von dem mit ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 gewonnenen Laminat Teststücke abgeschnitten, um die Biegefestigkeit, den Biege-Elastizitäts-Modul und die Schlagfestigkeit zu messen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Es ist ersichtlich daß kein Laminat mit herausragenden Eigenschaften hinsichtlich Biegefestigkeit, Biege-Elastizitäts-Modul und Schlagfestigkeit erhalten werden kann, wenn der Wert x/(x + y) außerhalb des erfindungsgemäßen Bereichs liegt, selbst wenn beide Materialien laminiert werden können.


Anspruch[de]
  1. Laminat umfassend N-alkylsubstituiertes Maleinimid-Olefin-Copolymer, das als Bestandteil die nachstehend gezeigte Komponente (I) mit 30 bis 98 Mol-%, bezogen auf das gesamte Polymer, und als weiteren Bestandteil die Komponente (II) mit 70 bis 2 Mol-%, bezogen auf das gesamte Polymer, mit einem gewichtsbezogenen mittleren Molekulargewicht von nicht weniger als 1·10³ bis nicht mehr als 5·10&sup6;, in Bezug auf Polystyrol, und aromatisches Polycarbonat enthält, wobei die Dicke der Schicht x aus N-alkylsubstituiertem Maleinimid-Olefin- Copolymer und die Dicke der Schicht y aus aromatischem Polycarbonat in dem Laminat der folgenden Formel (III) genügen



    wobei R¹ eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet,



    wobei R² ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen und R³ und R&sup4; Alkylgruppen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten,

    0,4 < x/(x + y) < 0,98 (III).






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