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Dokumentenidentifikation DE19509379A1 19.09.1996
Titel Hydraulische Verrohrungsmaschine als Anbaugerät für eine mobile Drehbohranlage
Anmelder Fromme, Theo, Dipl.-Ing. (FH), 56154 Boppard, DE;
Roob, Josef, Dipl.-Ing. (FH), 66606 St Wendel, DE
Erfinder Fromme, Theo, Dipl.-Ing. (FH), 56154 Boppard, DE;
Roob, Josef, Dipl.-Ing. (FH), 66606 St Wendel, DE
Vertreter Allgeier & Vetter, 79618 Rheinfelden
DE-Anmeldedatum 15.03.1995
DE-Aktenzeichen 19509379
Offenlegungstag 19.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.1996
IPC-Hauptklasse E21B 7/02
Zusammenfassung Mit der erfindungsgemäßen hydraulischen Verrohrungsmaschine, die als Anbaugerät an bekannten, mobilen Drehbohranlagen einzusetzen ist, können Bohrrohre in größere Bohrtiefen oder durch härtere Bodenschichten volldrehend niedergebracht werden, ohne daß zusätzliche hydraulische Vorschalt-Getriebemotore und ein separates hydraulisches Antriebsaggregat erforderlich sind. Wenn das vom Kraftdrehkopf auf das Bohrrohr direkt übertragene Drehmoment nicht mehr ausreicht, um das Bohrrohr weiter einzudrehen, wird das Bohrgestänge bzw. die Kelly-Stange der Drehbohranlage mit der Kelly-Box der Verrohrungsmaschine in Eingriff gebracht und mittels Übersetzungstriebwerk in der Verrohrungsmaschine so das Drehmoment der Kelly-Stange auf ein Mehrfaches übersetzt und auf das Bohrrohr übertragen (siehe Fig. 2). Dabei auftretende größere Reaktionskräfte aus der Verrohrungsmaschine werden auf den Unterwagen der Anlage abgeleitet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine hydraulische Verrohrungsmaschine als Anbaugerät für eine mobile Drehbohranlage zum Herstellen verrohrter Bohrungen für Pfähle oder Brunnen mittels sogenannter Trocken-Drehbohrwerkzeuge mit einem hydraulisch höhenverstellbaren Grundkörper, ortsfest aufgelagerten Abstützpratzen, einer im Abstand zum Unterwagen flexibel gestalteten Anlenkung und einer im Grundkörper drehbar gelagerten, hydraulisch-mechanischen Spannvorrichtung zu Übertragung des Antriebsdrehmomentes auf die Bohrrohre.

Mit den Drehbohranlagen für das sogenannte Trocken-Drehbohrverfahren, die mittels Schneid- und Fräswerkzeugen das Erdreich lösen und auch aus dem Boden fördern, lassen sich die zum Schutz des Bohrloches erforderlichen Rohre eindrehen. Dabei ist es bekannt, den Drehantrieb - auch Kraftdrehkopf genannt - höhenverstellbar an einem Bohrmast geführt, zu nutzen. Das zum Bohren erforderliche und ausreichende Drehmoment läßt sich durch Zuschalten eines weiteren Antriebsmotors um 100% steigern und wird über einen Adapter direkt auf das Bohrrohr übertragen. In den meisten Fällen reicht auch das vergrößerte Drehmoment nicht aus, um die Bohrrohre bis in die Regeltiefen, die mit dem Bohrgestänge erreichbar sind, einzudrehen.

Eine weitere, dieser Vorgehensweise folgende Erhöhung des Antriebs-Drehmomentes im Kraftdrehkopf würde eine Überlastung des Bohrmastes und des Oberwagens zur Folge haben. Der Einsatz einer den erforderlichen Verrohrungstiefen angepaßten und mit entsprechenden Drehmomenten des Kraftdrehkopfes ausgelegten Drehbohranlage wäre aus rein wirtschaftlichen und oft auch aus geometrischen Gründen nicht vertretbar.

Um auch mit den Regelantrieben, die zum Bohren erforderlich sind, weiterhin auszukommen, bedient man sich deshalb zur Erreichung größerer Verrohrungstiefen einer oszillierenden Verrohrungsmaschine, die die Bohrrohre in einem Drehwinkel von ca. 25° bis 30° hin- und herbewegt und dabei die Mantelreibung gegen das Erdreich überwindet. Auch die oszillierende Bewegung wird über eine mechanisch-hydraulische Spannschelle auf das Bohrrohr übertragen.

Es ist aber in der Praxis erprobt und gemessen worden, daß sich Bohrrohre bei gleichen Erdwiderständen drehend schneller und auf das Drehmoment bezogen leichter eindrehen lassen als solche, die nur auf kurzem Wege hin und her, also oszillierend, bewegt werden. Besonders dann, wenn härtere Bodenschichten, z. B. leichter Fels, durchfahren werden müssen, können die Bohrrohrkronenzähne für eine fräsend-schneidende Drehbewegung nach einer Bewegungsrichtung hin optimaler ausgebildet werden.

Die bekannten drehenden Verrohrungsmaschinen mit hydraulischmechanischer Spannvorrichtung haben einen separaten, eigenen Antrieb. Von einem Hydraulikaggregat werden die hydraulischen Getriebemotore angetrieben. Diese Art von Konstruktion baut sich relativ schwer und hoch, so daß das Umsetzen von Bohrpunkt zu Bohrpunkt als geschlossene Einheit mit der Drehbohranlage nicht möglich ist. Außerdem sind die Getriebemotore sehr teuer und diffizil und zwingen wegen ihrer Baulänge zu hohen, ungünstigen Bauhöhen der Grundkörper.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine hydraulische Verrohrungsmaschine mit hydraulisch-mechanischer Spannvorrichtung zu schaffen, die in Verbindung mit einer Drehbohranlage steht und mit der es ermöglicht wird, nicht oszillierend sondern drehend die Bohrrohre auch für größere Tiefen einzudrehen, und die dabei keinen eigenen Hydraulikantrieb benötigt und im Gewicht und in der Bauhöhe so gehalten ist, daß sie sich mit einer Drehbohranlage als geschlossene, bewegliche Einheit einsetzen, transportieren und umsetzen läßt.

Nach der Erfindung wird das Drehmoment des Kraftdrehkopfes in die erfindungsgemäße Verrohrungsmaschine geleitet und dort in ein größeres Drehmoment umgewandelt, ähnlich einem Drehmomentwandler. Dies kann sowohl über die Kellystange (Bohrgestänge) oder aber über einen Anschluß-Adapter erfolgen.

Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch ein drehmomenterhöhendes Kraftübertragungsgetriebe zwischen der im Grundkörper drehbar gelagerten, hydraulisch-mechanischen Spannvorrichtung und einer in einem am Grundkörper befestigten Anbaugehäuse gelagerten Kelly-Box zur Aufnahme des von einer Kelly-Stange übertragenen Drehmoments von einem an einem Bohrmast heb- und senkbar geführten Kraftdrehkopf.

Nach einer alternativen Ausbildungsform der Erfindung kann die Übertragung des Drehmomentes statt über eine Kelly-Stange auch über einen Anschluß-Adapter erfolgen. In dem am Grundkörper befestigten Anbaugehäuse ist auch in diesem Fall die Kelly-Box gelagert, und in dieser ist dann ein Gegenadapter für den mit dem am Bohrmast heb- und senkbar geführten Kraftdrehkopf direkt verbundenen Anschluß-Adapter eingesetzt, so daß das Drehmoment des Kraftdrehkopfs erhöht auf die das Bohrrohr klemmende hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung übertragen wird.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dies im wesentlichen durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

  • a) die hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung weist an ihrem Außenumfang einen Zahnkranz auf;
  • b) seitlich am Grundkörper der Verrohrungsmaschine ist das als Ritzelgehäuse ausgebildete Anbaugehäuse vorgesehen, in dem ein Antriebsritzel drehbar gelagert ist, das
  • c) mit dem Zahnkranz der Spannvorrichtung in Eingriff steht und
  • d) zentrisch eine Kelly-Box aufweist, mit der
  • e) der Drehzapfen der am Bohrmast der Anlage hydraulisch heb- und senkbar geführten Kelly-Stange in Eingriff bringbar ist.


Als Kraftübertragungsgetriebe kann alternativ auch ein Kettentrieb zur Anwendung kommen. Dazu wird dann am Außenumfang der hydraulisch-mechanischen Spannvorrichtung ein Kettenkranz vorgesehen und im seitlich am Grundkörper befestigten Anbaugehäuse ist ein Kettenrad drehbar gelagert, das mit dem Kettenkranz der Spannvorrichtung über eine Kette in Eingriff steht.

Sobald das durch einen Bohrrohr-Adapter vom Kraftdrehkopf direkt auf das Bohrrohr übertragene Drehmoment zum Eindrehen der Bohrrohre nicht mehr ausreicht, kann die Kelly-Stange oder der Anschluß-Adapter mit der Kelly-Box der Verrohrungsmaschine in Eingriff gebracht werden; das ankommende Drehmoment wird dann innerhalb des Grundkörpers der Verrohrungsmaschine durch das Kraftübertragungsgetriebe in ein größeres Drehmoment mit geringerer Umdrehungszahl umgewandelt und auf das Bohrrohr übertragen.

Mit dem so vergrößerten Drehmoment läßt sich das Bohrrohr auch in größere Bohrtiefen oder durch härtere Bodenschichten volldrehend einbringen, ohne daß ein eigener Hydraulikantrieb für die Verrohrungsmaschine erforderlich wäre. Genutzt werden ausschließlich die vom Kraftdrehkopf und vom Bohrgestänge bzw. der Kelly-Stange kommenden Drehmomente.

Indem die baugroßen und kostenaufwendigen Hydraulik-Getriebemotore innerhalb der Verrohrungsmaschine entfallen, wird deren Eigengewicht und auch ihre Bauhöhe so verringert, daß das Umsetzen der Verrohrungsmaschine zusammen mit der Drehbohranlage als Trägergerät in geschlossener Einheit möglich ist. Wegen der reduzierten Bauhöhe ist eine 360°-Schwenkung des Oberwagens der Bohranlage möglich.

Es ist von Vorteil, wenn beidseitig am Grundkörper der Verrohrungsmaschine eine Anschlußmöglichkeit für das Teile des Kraftübertragungsgetriebes, wie Antriebsritzel oder Kettenrad, und die Kelly-Box umschließende Anbaugehäuse vorgesehen ist; es kann dann das Bohrgestänge bzw. die Kelly-Stange vom Trägerfahrzeug aus gesehen wahlweise links oder rechts am Grundkörper in Eingriff gebracht werden. Der jeweils freistehende Anschluß für dieses Anbaugehäuse kann in vorteilhafter Weise für das Anbringen eines Kunststoff-Schmierritzels genutzt werden.

Vorzugsweise ist der Grundkörper der erfindungsgemäßen Verrohrungsmaschine durch eine Anlenkung mit dem Unterwagen der Drehbohranlage verbunden. Dies kann z. B. mittels hydraulisch verstellbarer Teleskopstangen oder mechanischer Teleskopierung geschehen, die beidseitig am Grundkörper angreifen. Dadurch werden die großen Reaktionskräfte, die an der Verrohrungsmaschine auftreten, wenn erfindungsgemäß das Drehmoment des Bohrgestänges bzw. der Kelly-Stange über das Kraftübertragungsgetriebe und die hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung auf das Bohrrohr übertragen wird, auf dem kürzesten Weg in den stabilen Unterwagen der Drehbohranlage geleitet.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der anhängenden Zeichnungen beispielhaft näher beschrieben.

Fig. 1 zeigt in Seitenansicht den für die Erfindung wesentlichen Teil einer Drehbohranlage mit angekuppelter erfindungsgemäßer Verrohrungsmaschine;

Fig. 2 zeigt die erfindungswesentlichen Teile der Anlage nach Fig. 1 in Vorderansicht mit seitlich aus der Bohrachse verschwenktem Bohrmast;

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht der Drehbohranlage gemäß Fig. 1 mit verschwenktem Oberwagen und Bohrmast;

Fig. 4 zeigt die Vorderansicht gemäß Fig. 2 bei bevorstehender Drehmomenteinleitung über den Kraftdrehkopf-Anschluß- Adapter;

Fig. 5 zeigt, teilweise geschnitten, die erfindungsgemäße Verrohrungsmaschine mit eingesetztem Bohrrohr und Drehmomenteinleitung über das Bohrgestänge bzw. die Kelly- Stange mit einem Zahnradtrieb;

Fig. 6 zeigt eine Verrohrungsmaschine gemäß Fig. 5, jedoch mit einem Kettentrieb.

In Fig. 1 sind die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Teile einer Drehbohranlage in Seitenansicht wiedergegeben. Am Unterwagen 10 des Trägerfahrzeugs dieser Drehbohranlage ist über eine Anlenkung 9 eine erfindungsgemäße Verrohrungsmaschine über ihren Grundkörper 1 angekuppelt. Am Oberwagen 16 angelenkt ist in bekannter Weise ein Bohrmast 15, auch Bohrmäkler genannt, an dem heb- und senkbar der Kraftdrehkopf 13 geführt ist. Mit dem Kraftdrehkopf 13 verbunden ist ein rohrförmiger Anschluß- Adapter 14, der zwecks Übertragung des Drehmomentes vom Kraftdrehkopf 13 auf das Bohrrohr 17 mit diesem direkt bzw. mittels Kupplung in kraft- oder formschlüssige Verbindung gebracht werden kann. Konzentrisch zum Kraftdrehkopf 13 und dem Anschluß-Adapter 14 ist ein Bohrgestänge 19, im dargestellten Fall eine Kelly-Stange 19, ebenfalls am Bohrmast 15 heb- und senkbar geführt. Der Bohrmast 15 und die an ihm geführten Teile sind mit dem Oberwagen 16 horizontal verschwenkbar (siehe dazu Fig. 3).

Der mit dem Unterwagen 10 der Drehbohranlage gelenkig verbundene Grundkörper 1 der erfindungsgemäßen Verrohrungsmaschine kann rund, quadratisch oder auch rechteckig sein; in jedem Fall ist er durch Hub-Fußzylinder 7 hydraulisch höhenverstellbar und durch Abstützpratzen 8 auf dem Erdboden ortsfest aufgelagert. In dem Grundkörper 1 ist eine hydraulisch-mechanische (Keil-)Spannvorrichtung 2 für das Bohrrohr 17 durch Kugellaufringe 4 drehbar gelagert; betätigt wird sie durch hydraulische Spannzylinder 6. An ihrem Umfang weist die Spannvorrichtung 2 einen Zahnkranz 3 oder Kettenkranz 25 mit Kranzlagern auf, der mit einem Antriebsritzel 5 bzw. einer Antriebskette 27 in Eingriff steht. Das Antriebsritzel 5 bzw. ein Kettenrad 26 ist in einem seitlich am Grundkörper 1 vorgesehenen Anbaugehäuse (Ritzelgehäuse) 11 untergebracht und weist innerhalb der Ritzel- oder Kettenradlagerung 21 versenkt eine sogenannte Kelly-Box 12 auf (siehe dazu auch Fig. 2 und 3), die als Nabe den Drehzapfen 22 des Bohrgestänges bzw. der Kelly-Stange 19 aufnehmen kann.

Vorzugsweise ist seitlich am Grundkörper 1 der Verrohrungsmaschine je eine Anschlußmöglichkeit für das vom Anbaugehäuse 11 mit Antriebsritzel 5 oder Kettenrad 26 und Kelly-Box 12 gebildete Vorschaltgetriebe vorgesehen, so daß, vom Trägerfahrzeug der Drehbohranlage aus gesehen, das Bohrgestänge bzw. die Kelly-Stange 19 wahlweise links oder rechts am Grundkörper 1 in Eingriff gebracht werden kann. Der jeweils freistehende Anschluß kann in vorteilhafter Weise für die Anbringung eines Kunststoff-Schmierritzels 20 genutzt werden (siehe dazu Fig. 2 bis 4).

Gemäß Fig. 4 ist außerdem in der Kelly-Box 12 ein Gegenadapter 18 für den rohrförmigen Anschluß-Adapter 14 am Kraftdrehkopf 13 vorgesehen.

Vor dem Einsatz der erfindungsgemäßen Verrohrungsmaschine wird das Bohrrohr 17 durch die offene Spannvorrichtung 2 geführt und mit dem abgesenkten Kraftdrehkopf 13 über den Anschluß-Adapter 14 direkt drehend, drückend eingebracht. Erst dann, wenn die Mantelreibung des Bohrrohres 17 größer wird als das maximale Drehmoment des Kraftdrehkopfes 13, wird das Bohrrohr 17 über die hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung 2 der erfindungsgemäßen Verrohrungsmaschine - vom Hydraulikantrieb der Bohranlage gespeist - geklemmt und mittels Kelly-Stange 19 über die Kelly- Box 12 oder mittels Anschluß-Adapter 14 und den in die Kelly- Box 12 eingesetzten Gegenadapter 18 in eine drehende Bewegung mit größerem Drehmoment versetzt. Der Zahnkranz 3 und das Antriebsritzel 5 haben dabei die Funktion eines Übersetzungsgetriebes. Gemäß Fig. 6 kann das Übersetzungsgetriebe auch von einem Kettentrieb, bestehend aus dem Kettenrad 26, dem Kettenkranz 25 sowie der Kette 27 gebildet sein und die gleiche Funktion erfüllen.

Damit ist es möglich, den Antrieb des installierten Kraftdrehkopfes 13, führend und stützend an einem Bohrmast 15, unter Umwandlung seines Drehmomentes mittels der erfindungsgemäßen Verrohrungsmaschine weiterhin für größere Verrohrungstiefen zu nutzen.

Die größeren Reaktionskräfte aus dem stärkeren Drehmoment lassen sich auf kürzestem Wege vom Grundkörper 1 über die Anlenkung 9 in den Unterwagen einleiten. Die Anlenkung 9 kann mittels hydraulisch oder mechanisch verstellbarer Teleskopstangen 23, 24 geschehen, die beidseitig am Grundkörper 1 angreifen.

Bezugszeichenliste

1 Grundkörper

2 hydr.-mech. Spannvorrichtung

3 Zahnkranz

4 Kugellaufring

5 Antriebsritzel

6 hydr. Spannzylinder

7 Hub-Fußzylinder

8 Abstützpratzen

9 Anlenkung

10 Unterwagen

11 Ritzelgehäuse, Anbaugehäuse

12 Kelly-Box

13 Kraftdrehkopf

14 Anschluß-Adapter

15 Bohrmast

16 Oberwagen

17 Bohrrohr

18 Gegenadapter

19 Bohrgestänge, Kelly-Stange

20 Kunstst.-Schmierritzel

21 Ritzellagerung

22 Drehzapfen

23 Teleskopstange

24 Teleskopstange

25 Kettenkranz

26 Kettenrad

27 Antriebskette

28 Bohrrohradapter


Anspruch[de]
  1. 1. Hydraulische Verrohrungsmaschine als Anbaugerät für eine mobile Drehbohranlage zum Herstellen verrohrter Bohrungen für Pfähle oder Brunnen mittels sogenannter Trocken-Drehbohrwerkzeuge mit einem hydraulisch höhenverstellbaren Grundkörper, ortsfest aufgelagerten Abstützpratzen, einer im Abstand zum Unterwagen flexibel gestalteten Anlenkung und einer im Grundkörper drehbar gelagerten, hydraulisch-mechanischen Spannvorrichtung, zur Übertragung des Antriebsdrehmomentes auf die Bohrrohre, gekennzeichnet durch ein drehmomenterhöhendes Kraftübertragungsgetriebe (3, 5; 25, 26, 27) zwischen der im Grundkörper (1) drehbar gelagerten, hydraulisch-mechanischen Spannvorrichtung (2) und einer in einem am Grundkörper (1) befestigten Anbaugehäuse (11) gelagerten Kelly-Box (12) zur Aufnahme des von einer Kelly-Stange (19) übertragenen Drehmoments von einem an einem Bohrmast (15) heb- und senkbar geführten Kraftdrehkopf (13).
  2. 2. Hydraulische Verrohrungsmaschine als Anbaugerät für eine mobile Drehbohranlage zum Herstellen verrohrter Bohrungen für Pfähle oder Brunnen mittels sogenannter Trocken-Drehbohrwerkzeuge mit einem hydraulisch höhenverstellbaren Grundkörper, ortsfest aufgelagerten Abstützpratzen, einer im Abstand zum Unterwagen flexibel gestalteten Anlenkung und einer im Grundkörper drehbar gelagerten, hydraulisch-mechanischen Spannvorrichtung, zur Übertragung des Antriebsdrehmomentes auf die Bohrrohre, gekennzeichnet durch ein drehmomenterhöhendes Kraftübertragungsgetriebe (3, 5; 26, 27) zwischen der im Grundkörper (1) drehbar gelagerten, hydraulischmechanischen Spannvorrichtung (2) und einer in einem am Grundkörper (1) befestigten Anbaugehäuse (11) als lösbares Verbindungsmittel gelagerten Kelly-Box (12), in die ein Gegenadapter (18) für einen mit einem an einem Bohrmast (15) heb- und senkbar geführten Kraftdrehkopf (13) direkt verbundenen Anschluß-Adapter (14) einsetzbar ist, so daß das Drehmoment des Kraftdrehkopfes (13) erhöht auf die das Bohrrohr (17) klemmende hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung (2) übertragbar ist.
  3. 3. Verrohrungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) die hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung (2) an ihrem Außenumfang einen Zahnkranz (3) aufweist und
    2. b) seitlich am Grundkörper (1) der Verrohrungsmaschine das als Ritzelgehäuse ausgebildete Anbaugehäuse (11) vorgesehen ist, in dem ein Antriebsritzel (5) drehbar gelagert ist, das
    3. c) mit dem Zahnkranz (3) der Spannvorrichtung (2) in Eingriff steht und
    4. d) zentrisch eine Kelly-Box (12) aufweist, mit der
    5. e) der Drehzapfen (22) der am Bohrmast (15) der Anlage hydraulisch heb- und senkbar geführten Kelly-Stange (19) in Eingriff bringbar ist.
  4. 4. Verrohrungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) die hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung (2) an ihrem Außenumfang einen Kettenkranz (25) aufweist und
    2. b) seitlich am Grundkörper (1) der Verrohrungsmaschine das Anbaugehäuse (11) vorgesehen ist, in dem ein Kettenrad (26) drehbar gelagert ist, das
    3. c) mit dem Kettenkranz (25) der Spannvorrichtung (2) über eine Kette (27) in Eingriff steht und
    4. d) zentrisch eine Kelly-Box (12) als lösbares Verbindungsmittel aufweist, mit der
    5. e) der Drehzapfen (22) der am Bohrmast (15) der Anlage hydraulisch heb- und senkbar geführten Kelly-Stange (19) in Eingriff bringbar ist.
  5. 5. Verrohrungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) die hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung (2) an ihrem Außenumfang einen Zahnkranz (3) aufweist und
    2. b) seitlich am Grundkörper (1) der Verrohrungsmaschine das als Ritzelgehäuse ausgebildete Anbaugehäuse (11) vorgesehen ist, in dem ein Antriebsritzel (5) drehbar gelagert ist, das
    3. c) mit dem Zahnkranz (3) der Spannvorrichtung (2) in Eingriff steht und
    4. d) zentrisch die Kelly-Box (12) aufweist, in die
    5. e) der Gegenadapter (18) für den mit dem am Bohrmast (15) heb- und senkbar geführten Kraftdrehkopf (13) direkt verbundenen Anschluß-Adapter (14) eingesetzt ist.
  6. 6. Verrohrungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) die hydraulisch-mechanische Spannvorrichtung (2) an ihrem Außenumfang einen Kettenkranz (25) aufweist und
    2. b) seitlich am Grundkörper (1) der Verrohrungsmaschine das Anbaugehäuse (11) vorgesehen ist, in dem ein Kettenrad (26) drehbar gelagert ist, das
    3. c) mit dem Kettenkranz (25) der Spannvorrichtung (2) über eine Kette (27) in Eingriff steht und
    4. d) zentrisch eine Kelly-Box (12) als lösbares Verbindungsmittel aufweist, in die
    5. e) der Gegenadapter (18) für den mit dem am Bohrmast (15) heb- und senkbar geführten Kraftdrehkopf (13) direkt verbundenen Anschluß-Adapter (14) eingesetzt ist.
  7. 7. Verrohrungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig am Grundkörper (1) je eine Anschlußmöglichkeit für das Teile des Kraftübertragungsgetriebes (5, 26) und die Kelly-Box (12) umschließende Anbaugehäuse (11) vorgesehen ist.
  8. 8. Verrohrungsmaschine nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß an dem jeweils freistehenden Anschluß für das Anbaugehäuse (11) ein Kunststoff-Schmierritzel (20) vorgesehen ist.
  9. 9. Verrohrungsmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1) durch eine Anlenkung (9) verbunden ist mit dem Unterwagen (10) der Drehbohranlage.
  10. 10. Verrohrungsmaschine nach Anspruch 9. dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1) mittels hydraulisch oder mechanisch verstellbarer Teleskopstangen (23, 24), die beidseitig am Grundkörper (1) angreifen, am Unterwagen (10) der Drehbohranlage mittels Anlenkung (9) angelenkt ist.






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