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Dokumentenidentifikation DE69302418T2 19.09.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0556721
Titel Bügeleisensohle und ihr Herstellungsverfahren
Anmelder Moulinex S.A., Bagnolet, Seine, FR
Erfinder Assier, Michel Raymond Marcel, F-61002 Alencon Cedex, FR;
Desmarais, Jean-Paul Alain Georges, F-61002 Alencon Cedex, FR
Vertreter May, H., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80538 München
DE-Aktenzeichen 69302418
Vertragsstaaten DE, ES, GB, IT, NL
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 11.02.1993
EP-Aktenzeichen 931021471
EP-Offenlegungsdatum 25.08.1993
EP date of grant 01.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.1996
IPC-Hauptklasse D06F 75/38

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bügeleisensohle mit einem durch einen elektrischen Widerstand heizbaren Sohlenträger, dessen untere Fläche von einem dünnen aufgesetzten Sohlenblech bedeckt ist, welches durch Umfalzen seines Randes über den äußeren Rand des Sohlenträgers befestigt ist und dessen äußere Fläche eine Bügelfläche bildet.

Eine solche Bügeleisensohle ist beschrieben in US-A-1 674 092.

Bei bekannten Bügeleisensohlen dieses Typs ist der thermische Kontakt zwischen dem Sohlenträger und dem umgefalzten Blech nicht immer sehr gut, da zwischen der unteren Fläche des Sohlenträgers und dem Sohlenblech ein kleiner Zwischenraum besteht. Zur Verbesserung des thermischen Kontakts kann eine gut wärmeleitfähige Paste, wie z.B. ein Fett oder ein Klebstoff verwendet werden, der zwischen dem Träger und dem Blech eingebracht wird. Der Nachteil dieser Faste liegt darin, daß sie kostspielig ist und sich nach gewisser Zeit abnutzt und somit die Bügelgualität beeinträchtigt.

Die Erfindung bezweckt die Behebung dieser Nachteile und vor allem die Schaffung einer Bügeleisensohle mit besonders gutem und dauerhaftem thermischen Kontakt zwischen dem Sohlenträger und dem aufgesetzten Sohlenblech und mit niedrigen Kosten bei der Großserienherstellung.

Erfindungsgemäß ist das Sohlenblech ursprünglich leicht in Richtung auf den Sohlenträger gewölbt und die untere Fläche des Sohlenträgers ist leicht konkav, so daß das am Träger befestigte Sohlenblech durch Elastizität gegen die untere Fläche des Trägers gedrückt wird.

So wird aufgrund der leicht gekrümmten Form des Sohlenblechs und des Sohlenträgers ein sehr guter mechanischer und thermischer Kontakt zwischen der unteren Fläche des Sohlenträgers und dem Sohlenblech erreicht. Wenn das Sohlenblech gegen die untere Fläche angelegt wird, wird nämlich durch die Elastizität des Sohlenblechs, welche durch die Wölbung erzielt wird, der Zwischenraum zwischen dem Sohlenträger und dem Sohlenblech beseitigt. Das Sohlenblech drückt also gegen die gesamte Fläche des Sohlenträgers. Außerdem bleibt die Qualität des thermischen Kontakts während der verschiedenen Heiz-Zyklen der Sohle bestehen, denn die Elastizität wird durch wärmebedingte Verformungen nicht beeinträchtigt. Andererseits ist in der Praxis eine nicht vollkommen plane Bügelfläche durchaus akzeptabel. Die wölbung und die Konkavität sind nämlich so schwach, daß sie die Bügelgualität nicht beeinträchtigen, und der optische Aspekt der Sohle bleibt unverändert, da die Wölbung, wenn das Sohlenblech einmal am Sohlenträger befestigt ist, mit bloßem Auge praktisch nicht zu sehen ist. Somit wird eine besonders kostengünstige Sohle erhalten, die gleichzeitig gute Bügelqualität aufweist.

Die Merkmale und Vorteile dieser Erfindung gehen weiter aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels hervor, die sich auf die beigefügte Zeichnung bezieht. Hierin zeigen:

Fig.1 einen vertikalen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Sohlenträgers;

Fig.2 einen vertikalen Querschnitt eines Sohlenblechs, das auf den erfindungsgemäßen Sohlenträger gefalzt werden soll;

Fig.3 den Sohlenträger der Fig.1, auf den das Sohlenblech der Fig.2 aufgefalzt ist.

Die in Fig.l bis 3 dargestellte Bügeleisensohle weist einen Sohlenträger 1 auf (Fig. 1 und Fig.3), welcher von einem in seiner Masse eingebetteten Heizwiderstand beheizt wird. Der Sohlenträger 1 ist aus einem geformten Metall hergestellt, wie z.B. Aluminium. Der Sohlenträger weist in an sich bekannter Weise eine Verdampfungskammer 3 und eine Dampfaustrittskammer 4 auf, die mit sich verbreiternden Dampfaustrittsöffnungen 5 verbunden ist, welche den Sohlenträger 1 durchsetzen und an der unteren Fläche 6 münden. Die untere Fläche 6 ist mit einem dünnen aufgesetzten Sohlenblech 7 (Fig.2 und 3) überzogen, welches durch Umfalzen seines Randes 8 über den äußeren Rand 9 des Sohlenträgers befestigt ist und dessen außere Fläche 10 eine Bügelfläche bildet. Das Sohlenblech ist ein ausgebauchtes, aus einem Metall, wie z.B. verchromter Stahl oder Edelstahl, hergestelltes Teil.

Erfindungsgemäß weist die untere Fläche 6 des Sohlenträgers 1 eine leichte Konkavität auf (gut sichtbar in Fig.1) und.. das Sohlenblech 7 weist ursprünglich eine leichte Wölbung in Richtung auf den Sohlenträger 1 auf (gut sichtbar in Fig.2). So wird das Sohlenblech 7 nach Befestigung am Sohlenträger 1 (Fig.3), durch Elastizität gegen die untere Fläche 6 des Sohlenträgers 1 gedrückt, wodurch ein sehr guter thermischer und mechanischer Kontakt hergestellt wird. Durch die Elastizität des Sohlenblechs 7 verschwindet nämlich der Zwischenraum zwischen dem Sohlenträger und dem Sohlenblech. Außerdem bleibt die Elastizität während der Heizzyklen bestehen. Darüberhinaus sind die Wölbung und die Konkavität so schwach, daß sie für das bloße Auge kaum sichtbar sind und die Bügelgualität nicht beeinträchtigen.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Wölbung des Sohlenblechs 7 etwas stärker als die Konkavität des unteren Fläche 6 des Sohlenträgers 1. Auf diese Weise wird die Elastizität des Sohlenblechs 7 verstärkt und der Kontakt zwischen dem Sohlenblech 7 und dem Sohlenträger 1 verbessert.

Das Sohlenblech 7 weist Löcher 11 auf, welche mit den Dampfaustrittsöffnungen des Sohlenträgers 1 übereinstimmen und deren Ränder 12 hochgezogen sind, so daß sie beim Anfalzen des Sohlenblechs in die Ausweitungen der Öffnungen 5 eindringen.

Der Herstellungsvorgang einer erfindungsgemäßen Bügeleisensohle ist demnach besonders einfach. Der Sohlenträger 1 der Sohle wird so geformt, daß seine untere Fläche 6 leicht konkav ist; das Sohlenblech 7 wird tiefgezogen, so daß es leicht gewölbt wird; das Sohlenblech 7 wird gegen die untere Fläche 6 des Sohlenträgers angelegt und sein Rand 8 wird über den äußeren Rand 9 des Sohlenträgers 1 gefalzt. Dieser Herstellungsvorgang ist besonders geeignet für Großserienherstellung.


Anspruch[de]

1. Bügeleisensohle mit einem durch einen Heizwiderstand (2) beheizten Sohlenträger (1), dessen untere Fläche (6) von einem dünnen angesetzten Sohlenblech (7) bedeckt wird, welches durch Umfalzen seines Randes (8) über den äußeren Rand (9) des Sohlenträgers befestigt ist und dessen äußere Fläche (10) eine Bügelfläche bildet, dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlenblech (7) ursprünglich leicht in Richtung auf den Sohlenträger (1) gewölbt ist und daß die untere Fläche (6) des Sohlenträgers (1) schwach konkav ist, so daß das Sohlenblech (7), wenn es am. Sohlenträger (1) befestigt ist, durch Elastizität gegen die untere Fläche (6) des Sohlenträgers angedrückt wird.

2. Bügeleisensohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wölbung des Sohlenblechs (7) deutlich stärker ausgebildet ist als die Konkavität der unteren Fläche (6) des Sohlenträgers (1).

3. Bügeleisensohle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sohlenträger (1) aus geformtem Metall, wie z.B. Aluminium besteht.

4. Bügeleisensohle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlenblech (7) ein tiefgezogenes Teil aus verchromtem Stahl ist.

5. Bügeleisensohle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlenblech (7) ein tiefgezogenes Teil aus Edelstahl ist.

6. Bügeleisensohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sohlenträger (1) Dampfaustrittsöffnungen (5) aufweist, die die untere Fläche (6) des Sohlenträgers (1) durchsetzen und daß das Sohlenblech (7) entsprechende Löcher (11) aufweist, deren Ränder (12) so hochgezogen sind, daß sie in die Öffnungen (5) eindringen.

7. Verfahren zur Herstellung einer Bügeleisensohle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sohlenträger (1) so geformt wird, daß seine untere Fläche (6) leicht konkav ist; daß das Sohlenblech (7) so tiefgezogen wird, daß eine schwache Wölbung entsteht; daß das Sohlenblech (7) gegen die untere Fläche (6) des Sohlenträgers (1) angelegt wird und sein Rand (8) über den äußeren Rand (9) des Sohlenträgers (1) gefalzt wird.







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