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Dokumentenidentifikation DE19511961A1 02.10.1996
Titel Verfahren sowie Vorrichtung zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte
Anmelder Intensiv-Filter GmbH & Co KG, 42555 Velbert, DE
Erfinder Lehrer, Anton, 85051 Ingolstadt, DE
Vertreter Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte, 40547 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 31.03.1995
DE-Aktenzeichen 19511961
Offenlegungstag 02.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.1996
IPC-Hauptklasse F26B 3/08
IPC-Nebenklasse F26B 17/10   
Zusammenfassung Ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte soll so ausgebildet sein, daß eine Eignung auch zur Behandlung unterschiedlicher Produkte besteht, ohne daß hierfür Veränderungen in insbesondere konstruktiver und apparativer Hinsicht erforderlich sind. Hierzu wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem
a) das zugeführte Produkt zunächst mit einem Teil der Trocknerluft vermischt wird;
b) das so gebildete Gemisch in einen ersten Trocknerraum (4) gelangt, in dem sich zumindest ein Teil des Produktes an in den Trocknerraum ragenden, periodisch gereinigten Filterelementen (12) zeitweise absetzt;
c) die Resttrocknung in einem zweiten Trocknerraum (5) erfolgt, der von einem weiteren, über Öffnungen (18) im Boden (19) des zweiten Trocknerraums (5) eintretenden Teil der Trocknerluft im wesentlichen von unten nach oben und mit tangentialer Strömungskomponente durchströmt wird.
Ferner wird eine insbesondere zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung beschrieben.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte sowie ferner eine insbesondere zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung.

Bei den bekannten Trocknern und Kühlern wird der Wärmeaustausch zwischen der Trocknerluft und dem Produkt durch einen Kontakt des Produktes mit Inneneinbauten, z. B. gekühlten Rohren, erreicht. Es sind ferner Trockner bekannt, bei denen das zu trocknende Gut auf einem kontinuierlich angetriebenen oder in Schwingungen versetzten Siebband gefördert und hierbei von der Trocknerluft oder einem anderen geeigneten Gas durchströmt wird. Derartige Trocknungs- und ggf. Kühlprozesse erfordern einen relativ großen apparativen Aufwand, wobei die Eignung des solcherart konzipierten Trockners sich auf spezielle Verwendungszwecke mit vorgegebenen Verfahrensparametern beschränkt. Spätere Anpassungen des Trockners an geänderte Betriebsbedingungen, an ein geändertes Produkt oder an sonstige Umstände sind oft überhaupt nicht oder nur mit erheblichem Aufwand möglich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Trocknen ggf. Kühlen feinkörniger Produkte zu entwickeln, welches sich zur Behandlung auch unterschiedlicher Produkte eignet, ohne daß hierfür Veränderungen insbesondere konstruktiver und apparativer Hinsicht erforderlich sind. Ferner soll eine Vorrichtung geschaffen werden, die sich in besonderer Weise zur Durchführung des Verfahrens eignet.

Zur Lösung wird ein Verfahren zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte vorgeschlagen, bei dem

  • a) das zugeführte Produkt zunächst mit einem Teil der Trocknerluft vermischt wird;
  • b) das so gebildete Gemisch in einen ersten Trocknerraum gelangt, in dem sich zumindest ein Teil des Produktes an in den Trocknerraum ragenden, periodisch gereinigten Filterelementen zeitweise absetzt;
  • c) die Resttrocknung in einem zweiten Trocknerraum erfolgt, der von einem weiteren, über Öffnungen im Boden des zweiten Trocknerraums eintretenden Teil der Trocknerluft im wesentlichen von unten nach oben und mit tangentialer Strömungskomponente durchströmt wird.


Ein solches Verfahren eignet sich zur Behandlung einer Vielzahl feinkörniger Produkte, wie z. B. Sande, Baustoffe, Gips, Düngemittel, feinkörniger Lebensmittel, Kunststoffprodukte, pharmazeutische und sonstige chemische Produkte. Zusätzlich zum Trocknungsprozeß kann je nach Anwendungsfall eine zusätzliche Kühlung des behandelten Produktes durchgeführt werden, sofern die Trocknerluft oder ein anderes geeignetes Trocknergas die zur Kühlung des feinkörnigen Produktes geeignete Temperatur aufweist.

Das Verfahren ist dreistufig aufgebaut, wobei in einer ersten Stufe eine Vermischung des zugeführten Produktes mit einem Teil des Trocknungsgases erfolgt, in einer zweiten Stufe das so gebildete Gemisch in einen ersten, mit Filterelementen versehenen Trocknerraum gelangt, und schließlich das Produkt zur Resttrocknung in einen zweiten Trocknerraum gelangt, in dem das Produkt in einer künstlich erzeugten, im wesentlichen von unten nach oben gerichteten Strömung einer weiteren Einwirkung des Trocknungsgases ausgesetzt ist, bevor das Produkt schließlich in den Produktaustritt gelangt.

Anders als die individuell an die jeweiligen Betriebsumstände angepaßten, einstufigen Verfahren gemäß dem Stand der Technik eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren auch zur Behandlung unterschiedlicher Produkte, ohne daß hierfür Veränderungen in insbesondere konstruktiver und apparativer Hinsicht erforderlich sind.

Mit der Erfindung wird ferner eine insbesondere zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens geeignete Vorrichtung zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte vorgeschlagen, mit

  • a) einer Mischkammer, in der das zugeführte Produkt mit einem Teil der Trocknerluft vermischt wird;
  • ß) einem ersten Trocknerraum mit darin angeordneten Filterelementen, deren Reinluftseite mit einem Austrittskanal für die gefilterte Trocknerluft verbunden ist;
  • c) einem zweiten Trocknerraum mit einem Öffnungen für den Eintritt eines weiteren Teils der Trocknerluft aufweisenden Boden;
  • d) Einrichtungen zur Erzeugung einer Trockenluftströmung mit tangentialer Komponente innerhalb des zweiten Trocknerraums;
  • e) einem Produktaustritt in dem Boden des zweiten Trocknerraums.


Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Vorrichtung ist der Mischkammer ein sich düsenförmig verengender Kanal nachgeordnet. Die sich in dem Kanal einstellende Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit führt zu einer besonders guten Mischung des zugeführten Produktes mit dem Trocknungsgas. Die Wirkung kann noch zusätzlich dadurch verbessert werden, daß in der Mischkammer Verwirbelungselemente angeordnet sind.

Die Filterelemente können schlauchförmig gestaltet sein, und sich parallel zueinander in den ersten Trocknerraum erstrecken. Auf diese Weise wird eine besonders günstige Raumausnutzung innerhalb des ersten Trocknerraums erreicht.

Vorzugsweise befinden sich erster und zweiter Trocknerraum in einem gemeinsamen, langgestreckten und vorzugsweise zylindrischen Behälter, wobei der erste Trocknerraum mit den von oben herabragenden Filterelementen über dem nach unten durch den Boden begrenzten zweiten Trocknerraum angeordnet ist. Eine solche Baueinheit ist besonders kompakt und erfordert einen relativ geringen konstruktiven Aufwand. Teilweise können handelsübliche verfahrenstechnische Baugruppen eingesetzt werden.

Eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, daß mindestens ein Teil der in dem Boden angeordneten Öffnungen Düsen mit tangentialer Ausströmkomponente sind. Derartige Düsen sind besonders geeignet, um in dem zweiten Trocknerraum eine wendelförmige Strömung zu erzeugen, bei der sich die Trocknerluft im wesentlichen von unten nach oben und mit ausgeprägter tangentialer Strömungskomponente bewegt.

Weiterhin wird vorgeschlagen, daß sich der Produktaustritt im Zentrum des symmetrischen Bodens befindet und daß zumindest die um den Produktaustritt herum angeordneten Öffnungen Düsen mit radial nach innen gerichteter Ausströmkomponente sind. Als günstig hat sich ein kreisförmiger Boden herausgestellt, bei dem die Öffnungen in dem äußeren Bereich überwiegend tangential ausgerichtet sind, während die weiter innen angeordneten Öffnungen überwiegend radial nach innen gerichtet sind.

Die auf diese Weise erzeugte wendelförmige Strömung innerhalb des ersten Trocknerraums kann noch durch einen axial in dem zweiten Trocknerraum oberhalb des Produktaustritts angeordneten Kegel verstärkt und verbessert werden.

Die Herstellung der Öffnungen erfolgt vorzugsweise durch Stanzen und Verformen des den Boden bildenden Bleches.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, die auf der Zeichnung dargestellt sind. Darin zeigen:

Fig. 1 in einer schematischen Schnittdarstellung eine Vorrichtung zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte;

Fig. 2 in einer schematischen Schnittdarstellung eine weitere Vorrichtung zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte;

Fig. 3 eine teilweise Draufsicht auf einen in den Vorrichtungen gemäß den Fig. 1 und 2 verwendeten, mit einer Vielzahl von Öffnungen versehenen Boden;

Fig. 4 einen Teilschnitt durch den Boden gemäß Fig. 3 und

Fig. 5 einen Teilschnitt durch den Boden gemäß Fig. 3 in einer im Vergleich zur Fig. 4 um 90° versetzten Vertikalebene.

Ein vertikal angeordneter, zylindrischer Behälter 1 ist mittels eines Filterbodens 2 in einen oberhalb angeordneten Reinluftraum 3 sowie einen unterhalb angeordneten Trocknerraum unterteilt. Der Trocknerraum gliedert sich wiederum in einen oberen ersten Trocknerraum 4 sowie einen unterhalb angeordneten, zweiten Trocknerraum 5. Koaxial im oberen Teil des Behälters 1 ist eine Mischkammer 6 angeordnet, in die eine Produktzuführung 7 sowie eine Mehrzahl von Eintrittsöffnungen 8 für Trocknerluft mündet. Axial innerhalb der Mischkammer 6 ist ein kegelförmiges Verwirbelungselement 9 angeordnet.

Nach unten hin ist die Mischkammer 6 in Gestalt eines sich düsenförmig verengenden Kanals 10 verlängert, der über eine mittig in dem Filterboden 2 angeordnete Öffnung in den ersten Trocknerraum 4 mündet. Auf der Längsachse des ersten Trocknerraumes 4 befinden sich unterhalb der Mündung des düsenförmigen Kanals 10 mehrere fest eingebaute Umlenk- und Verwirbelungselemente 11. Die Umlenk- und Verwirbelungselemente 11 führen dazu, daß die über den düsenförmigen Kanal 10 in den ersten Trocknerraum 4 gelangende Strömung zu Filterelementen 12 hin umgelenkt wird. Die Filterelemente 12 sind Filterschläuche oder Filterkerzen, die, von dem Filterboden 2 ausgehend, in den ersten Trocknerraum 4 über dessen ganze Länge hinabragen. Die Filterelemente 12 füllen den gesamten Umfang des ersten Trocknerraums 4 aus und lassen lediglich in dessen Zentrum einen Strömungskanal 13 frei, in dem sich die Umlenk- und Verwirbelungselemente 11 befinden.

Oberhalb jedes Filterelementes 12 befindet sich in dem Reinluftraum 3 jeweils ein Druckimpuls-Reiniger 14. Dieser gibt bei entsprechender Ansteuerung einen kurzzeitigen hohen Druckimpuls in Längsrichtung des Filterelementes 12 ab, und reinigt dieses hierbei von Produktteilchen, die sich an der äußeren Mantelfläche des Filterelementes 12 anlagern.

Der Reinluftraum 3 ist über einen mittels einer verstellbaren Klappe 15 regulierbaren Austrittskanal 16 an ein Sauggebläse 17 angeschlossen.

An den ersten Trocknerraum 4 schließt sich unterhalb direkt der zweite, ebenfalls zylindrische Trocknerraum 5 an. Der zweite Trocknerraum 5 ist nach unten hin durch einen mit einer Vielzahl von Öffnungen 18 versehenen Boden 19 begrenzt. Der Boden 19 besteht aus einer kreisförmigen Platte mit einer zentralen Öffnung 20, die zu einem nach unten aus dem Behälter 1 herausführenden Produktaustritt 21 führt. Unterhalb des Bodens 19, aber noch innerhalb des Behälters 1 befindet sich eine ringförmige Verteilerkammer 22 für einen Teil der Trocknerluft. Diese wird über ein Gebläse 23 und eine Regulierklappe 24 in die Verteilerkammer 22 gefördert.

Oberhalb der zentralen Öffnung 20 für den Produktaustritt 21 ist axial innerhalb des zweiten Trocknerraums 5 ein nach unten erweiterter Kegel 25 angeordnet. Der Kegel 25 bildet einen umströmten Körper, der zwischen seiner Mantelfläche und der zylindrischen Wand des zweiten Trocknerraums 5 einen ringförmigen Strömungsquerschnitt 26 frei läßt, dessen Fläche sich über die Höhe des Kegels 25 verändert.

In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt. Hierbei mündet die Mischkammer 6 über den düsenförmigen Kanal 10 nicht von oben in den ersten Trocknerraum 4, sondern seitlich knapp unterhalb des oberen ersten Trocknerraums 4. In diesem Fall füllen die Filterelemente 12 nahezu das gesamte Innere des ersten Trocknerraums 4 aus. Die Eintrittsöffnung 8 für den einen Teil der Trocknerluft ist mit einem Einstellelement 27 versehen, um auf diese Weise die Menge der in die Mischkammer 6 gelangenden Trocknerluft zu regulieren. Entsprechende Einstellelemente 27 in Gestalt von Schiebern sind auch bei der Mischkammer 6 gemäß Fig. 1 vorgesehen.

Der Aufbau des den zweiten Trocknerraum 5 nach unten begrenzenden Bodens 19 ist in Fig. 3 dargestellt. Der Boden 19 verfügt über ein die zentrale Öffnung 20 für den Produktaustritt 21 umschließendes, inneres Kreissegment 28 sowie ein von dort bis zur Mantelfläche reichendes, äußeres Kreissegment 29. Die Öffnungen 18 in dem Boden sind, wie die Fig. 4 und 5 erkennen lassen, durch Stanzen und Verformen des den Boden bildenden Blechmaterials hergestellt. Hierbei ergeben sich Öffnungen 18, aus denen die Trocknerluft schräg austritt. Hierbei sind die Öffnungen 18a in dem äußeren Kreissegment 29 des Bodens 19 so ausgerichtet, daß die hierüber in den zweiten Trocknerraum 5 eintretende Trocknerluft eine deutliche tangentiale Ausströmkomponente aufweist. Hingegen sind die Öffnungen 18b in dem inneren Kreissegment 28 dem Bodens 19 so ausgerichtet, daß die hierdurch in den zweiten Trocknerraum 5 eintretende Trocknerluft eine deutlich nach innen gerichtete Ausströmkomponente aufweist. Hierdurch kommt es zu den in Fig. 3 anhand von Pfeilen dargestellten Strömungssituationen.

Die Arbeitsweise der Vorrichtung wird nunmehr anhand der Fig. 1 erläutert.

Das zu trocknende und ggf. zu kühlende Produkt gelangt über die Produktzuführung 7 in die Mischkammer 6 und wird dort mit der über die Eintrittsöffnungen 8 zuströmenden Trocknerluft vermischt. Die hierzu erforderliche Ansaugwirkung wird von dem mit dem Reinluftraum 3 verbundenen Sauggebläse 17 aufgebracht. Die Mischung durchströmt anschließend den düsenförmigen Kanal 10, was die Verteilung der Produktpartikel innerhalb der Luftströmung weiter verbessert.

Anschließend gelangt die Strömung im Rahmen einer zweiten Verfahrensstufe in den ersten Trocknerraum 4, wobei sich der überwiegende Anteil der Produktpartikel an den Außenflächen der unter Unterdruck stehenden Filterelemente 12 anlagert. Hierbei findet der wesentliche Teil des Trocknungs- und Kühlprozesses statt, indem die einzelnen Partikel von der Trocknerluft über eine gewisse Zeit umströmt werden. Die so an den Filterelementen 12 haftenden Produktpartikel werden von Zeit zu Zeit durch Druckstöße der Druckimpuls-Reiniger 14 gelöst. Hierbei fällt das Produkt unter der Wirkung der Schwerkraft in den zweiten Trocknerraum 5, in welchem die dritte Verfahrensstufe durchgeführt wird. In der dritten Verfahrensstufe, die der Resttrocknung und -kühlung des Produktes dient, unterliegen die Produktpartikel der im wesentlichen von unten nach oben aufsteigenden Strömung innerhalb des ringförmigen Strömungsquerschnittes 26. Diese Strömung wird durch einen zweiten Teilstrom der Trocknerluft erreicht, der von dem Gebläse 23 erzeugt wird. Dieser Teilstrom gelangt in die Verteilerkammer 22, und führt von dort durch die schräggestellten Öffnungen 18 in den zweiten Trocknerraum 5. Im zweiten Trocknerraum 5 entsteht auf diese Weise eine schrauben- oder wendelförmig aufsteigende Strömung um den feststehenden Kegel 25 herum. In dieser im wesentlichen aufwärts gerichteten Strömung werden die Produktpartikel einer Resttrocknung und -kühlung unterzogen, bevor sie infolge der durch die Lage und Ausrichtung der Öffnungen 18 hervorgerufenen Strömungsverhältnisse zu der zentralen Öffnung 20 und von dort zum Produktaustritt 21 gelangen.

Die Regulierung der Strömungsverhältnisse und deren Anpassung an das jeweils zu behandelnde Produkt erfolgt durch entsprechende Einstellung der Klappe 15 im Austrittskanal 16, der Regulierklappe 24 sowie des Einstellelementes 27 vor der Mischkammer 6. Entscheidend ist, daß die Zuführung der Trocknerluft in zwei Teilströmen erfolgt, wohingegen die gefilterte Abluft ausschließlich über das Sauggebläse 17 aus der Vorrichtung abgeführt wird.

Bezugszeichenliste

1 Behälter

2 Filterboden

3 Reinluftraum

4 erster Trocknerraum

5 zweiter Trocknerraum

6 Mischkammer

7 Produktzuführung

8 Eintrittsöffnung für Trocknerluft

9 Verwirbelungselement

10 düsenförmiger Kanal

11 Umlenk- und Verwirbelungselement

12 Filterelement

13 Strömungskanal

14 Druckimpuls-Reiniger

15 Klappe

16 Austrittskanal

17 Sauggebläse

18 Öffnung

18a Öffnung

18b Öffnung

19 Boden

20 zentrale Öffnung

21 Produktaustritt

22 Verteilerkammer

23 Gebläse

24 Regulierklappe

25 Kegel

26 Strömungsquerschnitt

27 Einstellelement

28 inneres Kreissegment

29 äußeres Kreissegment


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte, bei dem
    1. a) das zugeführte Produkt zunächst mit einem Teil der Trocknerluft vermischt wird;
    2. b) das so gebildete Gemisch in einen ersten Trocknerraum gelangt, in dem sich zumindest ein Teil des Produktes an in den Trocknerraum ragenden, periodisch gereinigten Filterelementen zeitweise absetzt;
    3. c) die Resttrocknung in einem zweiten Trocknerraum erfolgt, der von einem weiteren, über Öffnungen im Boden des zweiten Trocknerraums eintretenden Teil der Trocknerluft im wesentlichen von unten nach oben und mit tangentialer Strömungskomponente durchströmt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt durch Schwerkrafteinwirkung von dem ersten Trocknerraum in den zweiten Trocknerraum gelangt.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Teil der Trocknerluft den zweiten Trocknerraum nach Art einer Wendel durchströmt.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das getrocknete Produkt in der Mitte des Bodens abgezogen wird.
  5. 5. Vorrichtung zum Trocknen und ggf. Kühlen feinkörniger Produkte, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, mit
    1. a) einer Mischkammer (6), in der das zugeführte Produkt mit einem Teil der Trocknerluft vermischt wird;
    2. b) einem ersten Trocknerraum (4) mit darin angeordneten Filterelementen (12), deren Reinluftseite mit einem Austrittskanal (16) für die gefilterte Trocknerluft verbunden ist;
    3. c) einem zweiten Trocknerraum (5) mit einem Öffnungen (18) für den Eintritt eines weiteren Teils der Trocknerluft aufweisenden Boden (19);
    4. d) Einrichtungen zur Erzeugung einer Trockenluftströmung mit tangentialer Komponente innerhalb des zweiten Trocknerraums (5);
    5. e) einem Produktaustritt (21) in dem Boden (19) des zweiten Trocknerraums (5).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischkammer (6) ein sich düsenförmig verengender Kanal (10) nachgeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mischkammer (6) Verwirbelungselemente (9) angeordnet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterelemente (12) schlauchförmig gestaltet sind und sich parallel zueinander in den ersten Trocknerraum (4) erstrecken.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich erster (4) und zweiter (5) Trocknerraum in einem gemeinsamen, langgestreckten und vorzugsweise zylindrischen Behälter (1) befinden, wobei der erste Trocknerraum (4) mit den von oben herabragenden Filterelementen (12) über dem nach unten durch den Boden (19) begrenzten zweiten Trocknerraum (5) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der in dem Boden (19) angeordneten Öffnungen (18a) Düsen mit tangentialer Ausströmkomponente sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Produktaustritt (21) im Zentrum des symmetrischen Bodens (19) befindet und daß zumindest die um den Produktaustritt (21) herum angeordneten Öffnungen (18b) Düsen mit radial nach innen gerichteter Ausströmkomponente sind.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, gekennzeichnet durch einen axial in dem zweiten Trocknerraum (5) oberhalb des Produktaustritts (21) angeordneten Kegel (25).
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittskanal (16) für die gefilterte Trocknerluft an ein Sauggebläse (17) angeschlossen ist.
  14. 14 Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, gekennzeichnet durch oberhalb der Filterelemente (12) angeordnete Druckimpuls-Reiniger (14).
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (18, 18a, 18b) durch Stanzen und Verformen des Bodens (19) hergestellt sind.






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