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Dokumentenidentifikation DE68926517T2 02.10.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0330504
Titel Lichtempfindliches Material und Bilderzeugungsverfahren
Anmelder Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Fukui, Tetsuro, Kawasaki-shi Kanagawa-ken, JP;
Fukumoto, Hiroshi, Kawasaki-shi Kanagawa-ken, JP;
Katayama, Masato, Yokohama-shi Kanagawa-ken, JP;
Arahara, Kozo, Kawasaki-shi Kanagawa-ken, JP;
Kagami, Kenji, Atsugi-shi Kanagawa-ken, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Aktenzeichen 68926517
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 24.02.1989
EP-Aktenzeichen 893018747
EP-Offenlegungsdatum 30.08.1989
EP date of grant 22.05.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.1996
IPC-Hauptklasse G03F 7/00

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf ein lichtempfindliches Material, das ein Polymerbild durch Erhitzen oder Belichtung bildet, und ein bildgebendes Verfahren, das das lichtempfindliche Material einsetzt.

Zugehöriger Stand der Technik

Energien, die verwendet werden zur Bildung oder Aufzeichnung eines Bildes, schließen ein Licht, Schall, Elektrizität, Magnetismus, Wärme, Strahlungen, wie zum Beispiel Elektronenstrahlungen und Röntgenstrahlungen, und chemische Energie, unter denen insbesondere Licht, Elektrizität, Wärmeenergie oder eine Kombination daraus weite Verbreitung gefunden hat.

Zum Beispiel schließt das bildgebende Verfahren, das eine Kombination aus Lichtenergie und chemischer Energie einsetzt, einen elektrofotografischen Prozeß auf Silbersalzgrundlage und ein Verfahren, bei dem ein Diazokopierpapier verwendet wird, ein. Das Verfahren, das die Kombination aus Lichtenergie und elektrischer Energie einsetzt, schließt ein elektrofotografisches System ein. Auch schließt das Verfahren, das Wärmeenergie einsetzt, ein Verfahren ein, in dem ein Thermoaufzeichnungspapier oder Transferaufzeichnungspapier verwendet wird. Auf der anderen Seite ist ein Verfahren als das Verfahren bekannt, das elektrische Energie einsetzt, bei dem ein elektrostatisches Aufzeichnungspapier, ein elektrothermisches Aufzeichnungspapier oder ein elektrosensitives Aufzeichnungspapier verwendet wird.

Unter den genannten bildgebenden Verfahren ist das fotografische Verfahren auf Grundlage eines Silbersalzes in der Lage, ein Bild mit hoher Auflösung zu erhalten. Der fotografische Prozeß auf Silbersalzgrundlage erfordert allerdings die Entwicklung und Fixierung unter Verwendung komplizierter flüssiger Zusammensetzungen und das Trocknen des Bildes (oder des Ausdruckes).

Nun wird energisch an bildgebenden Verfahren entwickelt, die ein Bild durch eine einfache Verarbeitung bilden können.

Zum Beispiel lehrt das US-Patent Nr. 4629676 ein Verfahren, bei dem eine Polymerisationsreaktion unter trockenen (thermischen) Bedingungen durch die lichtempfindliche Reaktion des Silberhalogenides verursacht wird, das als Schwellwertschalter wirkt, wobei ein Bild erzeugt wird, das ein Polymer umfaßt.

Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß keine komplizierten Naßverarbeitungen erforderlich sind, hatte aber bisher den Nachteil, daß die Polymerbildungsgeschwindigkeit (das heißt, die Polymerisationsgeschwindigkeit einer polymeren Verbindung) so langsam ist, daß es eine lange Zeit braucht, das Polymerbild zu erzeugen. Übrigens tritt dieser Nachteil vermutlich wegen eines Reaktionszwischenproduktes (das als Polymerisationsinitiator wirkt) auf, das, während erhitzt wird, durch die Reaktion zwischen dem Silber, das aus dem Silberhalogenid durch bildgebende Belichtung erzeugt wird, und einem Reduktionsmittel gebildet wird, wobei angenommen wird, daß die Zwischenstufe so stabil ist und eine so niedrige Aktivität als Polymerisationsinitiator besitzt, daß die Polymerisationsreaktion nicht so schnell ablaufen kann.

Auf der anderen Seite offenbart die ungeprüfte japanische Patentveröffentlichung Nr. 62-70836, um mit diesem Problem, die Polymerisation zu beschleunigen, fertig zu werden, ein Verfahren, bei dem ein thermischer Polymerisationsinitiator verwendet wird.

Diese Verfahren umfaßt es,

ein latentes Bild zu erzeugen, das Silbermetall umfaßt, das aus einem Silberhalogenid durch bildgebende Belichtung erzeugt wurde, ein Reduktionsmittel durch Verwendung der katalytischen Wirkung des genannten Silbermetalles unter Erwärmen in ein oxidiertes Produkt umzuwandeln, das eine polymerisationshemmende Wirkung besitzt, die verschieden ist von der des Reduktionsmittels, wodurch ein Unterschied in der polymerisationshemmenden Wirkung zwischen dem Reduktionsmittel und dem sich ergebenden oxidierten Produkt erzeugt wird, und auch eine thermische Polymerisationsreaktion zu verursachen, die den thermischen Polymerisationsinitiator verwendet, wodurch ein Polymerbild gebildet wird entsprechend dem Unterschied der polymerisationshemmenden Wirkung.

Dieses Verfahren wurde allerdings bisher von dem Nachteil begleitet, daß ein guter Kontrast im Polymerbild nur mit Schwierigkeiten erreicht werden kann.

Dieser Nachteil tritt vermutlich auf, weil zugelassen wird, daß die Redoxreaktion, die in einem Bereich des latenten Bildes zur Bildung des oxidierten Produktes stattfindet, und die Polymerisationsreaktion zur Bildung des Polymerbildes im gleichen Erhitzungsschritt stattfinden, so daß diese Reaktionen in einer kompetitiven Art ablaufen können, und so die entsprechenden Reaktionen nicht mit einer guten Effizienz ablaufen können.

Auch ist die Bilderzeugung gemäß diesem Verfahren sehr instabil bezüglich der Tatsache, daß zum Beispiel die Flächen, auf denen das Polymer gebildet wird, sich selbst wegen einer geringen Änderung der Menge des Reduktionsmittels in belichtete Flächen oder unbelichtete Flächen verwandeln können.

Zusätzlich offenbart US-Patent Nr. 4649098 ein Verfahren, bei dem ein Reduktionsmittel mit einer polymerisationshemmenden Wirkung in ein oxidiertes Produkt umgewandelt wird durch bildgebenden Verbrauch desselben, das heißt durch bildgebende Oxidation (in den im Rahmen der Bilderzeugung belichteten Flächen) im Verlauf der Entwicklung von Silberhalogenid, und Lichtenergie, nachdem die Polymerisationsreaktion bildgebend (in den im Rahmen der Bilderzeugung unbelichteten Flächen) durch die Wirkung des verbliebenen Reduktionsmittels gehemmt wurde, gleichmäßig auf die gesamte Fläche von außen aufgestrahlt wird, um die Fotopolymerisation in den Bereichen zu bewirken, in denen das Reduktionsmittel verbraucht wurde, wodurch ein Polymerbild gebildet wird.

Das genannte Verfahren hat den Vorteil, daß es eine hohe Empfindlichkeit beim Schreiben eines latenten Bildes erreichen kann, da Silberhalogenid eingesetzt wird, und die Schritte beginnend beim Schreiben, um ein Bild zu erzeugen, bis hin zur Ganzflächenbelichtung mit guter Effizienz getrennt werden können. Es ist allerdings schwierig, ein Polymerbild zu erhalten, das einen ausreichenden Kontrast besitzt. Das wird durch den folgenden Grund verursacht.

Das Reduktionsmittel, das im vorstehenden Verfahren verwendet wird, ist für sich selbst gesehen ein Reduktionsmittel, das als Polymerisationsinhibitor wirkt, und verwandelt sich nach der Reduktion des Silberhalogenides in ein Mittel, das nicht als Polymerisationsinhibitor wirkt. So muß das Reduktionsmittel an den bildgebend belichteten Flächen ausreichend in ein oxidiertes Produkt verwandelt werden, damit die Polymerisation ausreichend erreicht werden kann. Allerdings kann die Anwendung von Wärmeenergie in ausreichender Menge bei der Durchführung der Entwicklung mit der Absicht, das Reduktionsmittel an den bildgebend belichteten Flächen ausreichend in ein oxidiertes Produkt zu verwandeln, eine nicht geplante Redoxreaktion an den bildgebend unbelichteten Flächen verursachen. Auf der anderen Seite kann die Einwirkung von Wärmeenergie auf eine verringerte Menge beim Durchführen der Entwicklung mit dem Ziel, die Redoxreaktion davon abzuhalten stattzufinden, im bildgebend unbelichteten Bereich umgekehrt dazu führen, daß die Redoxreaktion in den belichteten Flächen nicht ausreichend abläuft. Da in diesem Fall die bildgebend belichtete Fläche eines Redoxbildes nur schwer polymerisiert werden kann, muß die Lichtenergie bei der Durchführung der Ganzflächenbelichtung in einer größeren Menge angewendet werden. Das kann zu einer unerlaubten Polymerisation in den unbelichteten Flächen führen, was ihre Menge erhöht, was es möglicherweise unmöglich macht, ein Polymerbild mit ausreichendem Kontrast zu erhalten.

Das gemäß den vorstehend beschriebenen Verfahren zu erzeugende Polymerbild ist ein Bild, das eine polymerisierte Fläche und eine unpolymerisierte Fläche umfaßt. Um dieses Polymerbild sichtbar zu machen und es weiter in ein Farbbild zu verwandeln, offenbaren US-Patent Nr. 4649098 und dergleichen verschiedene Verfahren, die die Unterschiede in den physikalischen Eigenschaften und dergleichen zwischen der polymerisierten Fläche und der unpolymerisierten Fläche ausnutzen. Zum Beispiel wurde ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem eine Behandlung durchgeführt wird unter Verwendung einer Flüssigkeit, die die polymerisierte Fläche nicht auflöst, die Schicht der unpolymerisierten Fläche allerdings auflöst, wodurch die unpolymerisierte Fläche aufgelöst und entfernt wird (das heißt, durch Ätzen), es wurde ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem unter Ausnutzung der Unterschiede zwischen der Haftung der polymerisierten Fläche und der der unpolymerisierten Fläche ein Blatt, wie zum Beispiel eine Kunststoffolie angeklebt und danach abgeschält wird, um die polymerisierte Fläche von der unpolymerisierten Fläche unter trockenen Bedingungen abzutrennen (das heißt, Trennschälen), es wurde in dem Fall, in dem das Polymerbild in ein Farbbild verwandelt wird, ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem zuvor eine fotopolymerisierbare Schicht unter Verwendung eines Pigmentes oder eines Farbstoffes gefärbt wird, die dann einem Auslösungsprozeß (das heißt, dem genannten Abätzen) oder einem Abschälen (das heißt, dem genannten Trennschälen) unterworfen wird, um das Farbbild zu erzeugen, oder es wurde ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem unter Verwendung der Klebefähigkeit der unpolymerisierten Fläche ein Farbpulver aufgebracht wird, um eine selektive Färbung durchzuführen (das heißt, Einfärbung mit Toner oder Einfärbung mit Tinte), oder unter Verwendung der Unterschiede zwischen der Durchlässigkeit für Flüssigkeiten der polymerisierten Fläche und der unpolymerisierten Fläche die unpolymerisierte Fläche selektiv eingefärbt wird durch Behandeln mit einer Farbstofflösung.

Allerdings kann kein Polymerbild mit ausreichendem Kontrast mit den konventionellen polymerbilderzeugenden Verfahren gemäß vorstehender Beschreibung erhalten werden, und deshalb besitzen selbst, wenn ein beliebiges der genannten Verfahren zur Erstellung des sichtbaren Bildes oder zur Umwandlung desselben in ein Farbbild eingesetzt werden, das sichtbare Bild und das Farbbild, die aus einem solchen Polymerbild erhalten werden, keinen ausreichenden Kontrast, und insbesondere war es bisher schwierig ein besonders detailliertes sichtbares Bild und Farbbild zu erhalten.

Um diesem zu begegnen, wurde von den Autoren der vorliegenden Erfindung bereits eine lichtempfindliche Zusammensetzung, ein lichtempfindliches Material und ein bildgebendes Verfahren vorgeschlagen, bei dem ein oxidiertes Produkt mit einer polymerisationshemmenden Wirkung durch Bestrahlung mit Licht und Erhitzen gebildet wird, worauf ein Polymerbild in einer bildgebend unbelichteten Fläche gebildet wird (US-Patentanmeldung, eingereicht am 29. Januar 1989 auf Grundlage der japanischen Patentanmeldungen Nrr. 63-17155, 63-18502, 63- 183441, 63-251958 und 1-1153).

Zusammenfassung der Erfindung

In einem Gesichtspunkt stellt die Erfindung ein lichtempfindliches Material bereit, wie es in Anspruch 1 beschrieben ist.

In einem anderen Gesichtspunkt stellt die Erfindung ein bildgebendes Verfahren bereit, wie es in Anspruch 15 beschrieben ist.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können ein lichtempfindliches Material bereitstellen, das ein Polymerbild in einer bildgebend unbelichteten Fläche bildet, gute Grünlagerstabilität besitzt und auch ein Bild mit hoher Auflösung erzeugen kann. Hier bedeutet "Grünlagerung", daß die lichtempfindliche Zusammensetzung oder das lichtempfindliche Material gelagert werden können, wie es ist, bis es der bildgebenden Belichtung unterworfen wird.

Andere Ausführungsformen der Erfindung stellen ein bildgebendes Verfahren bereit, das es umfaßt, daß ein Polymerbild auf einem lichtempfindlichen Material erzeugt wird, in dem eine lichtempfindliche Zusammensetzung mit den vorstehend genannten Fähigkeiten in einem mikrokapselartigem Zustand dispergiert ist, wonach eine unpolymerisierte Fläche auf ein Bildempfangspapier übertragen wird, wodurch ein Farbbild erzeugt wird. Dieses Verfahren wird im folgenden als "Kapselverfahren" beschrieben und stellt ein bildgebendes Verfahren dar, das Bilder mit guter Auflösung bereitstellen kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Figg. 1A, 1B und 1C und Figg. 2A, 2B und 2C sind skizzenhafte Querschnitte zur Veranschaulichung der entsprechenden Schritte im erfindungsgemäßen bildgebenden Verfahren.

Figg. 3 und 4 sind schematische Querschnitte zur Veranschaulichung der entsprechenden Schritte zur Sichtbarmachung eines Bildes im erfindungsgemäßen Verfahren.

Figg. 5A bis 5D sind skizzenhafte Querschnitte des erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Materials. Und

Figg. 5E ist ein skizzenhafter Querschnitt zur Veranschaulichung einer Ausführungsform einer lichtempfindlichen Schicht 1 im erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Material.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die erfindungsgemäße lichtempfindliche Zusammensetzung und das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material gemäß Beschreibung in Anspruch 1 enthalten einen polymerisierbaren Polymervorläufer mit einem Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr und wenigstens eine der Verbindungen, die durch die Formel (I), (II) und (III) dargestellt sind.

In den genannten Formen (I), (II) und (III) stellen R¹, R², R³, R&sup5; und R&sup6; jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe, eine Alkoxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe dar, stellt R&sup4; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe, ein Carboxylgruppe oder ein Carbonsäureestergruppe dar, stellt A ein Sauerstoffatom oder ein Schwefelatom dar, stellt R ein Wasserstoffatom, eine unsubstituierte Alkylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe dar, ist n 0 oder 1 und ist Z eine divalente Verknüpfungsgruppe und stellt eine Alkylidengruppe, ein Aralkylidengruppe oder ein Schwefelatom dar.

Unter Verwendung eines lichtempfindlichen Materials mit einer lichtempfindlichen Schicht aus dieser lichtempfindlichen Zusammensetzung kann ein gutes Bild, das frei von Bildunschärfe ist, erzeugt werden, durch Ausführen des Verfahrens, das in den ungeprüften japanischen Patentveröffentlichungen Nrr. 62- 78552 und 62-81635 offenbart ist, das heißt, durch das Verfahren, in dem ein polymerisierbares Polymer unter Verwendung eines Silbersalzes gebildet wird und in dem zum Zwecke des Erhaltens eines endgültigen Farbbildes ein Bild, das aus dem Unterschied der Bruchstabilität von Kapseln in der Fläche, in der das polymerisierbare Polymer gebildet wurde, und in der Fläche, in der es nicht gebildet wurde, herrührt, auf ein Bildempfangsmaterial durch Erwärmen und Druck übertragen wird.

Allerdings kann die erfindungsgemäße lichtempfindliche Zusammensetzung nicht nur im Verfahren angewendet werden, das in den ungeprüften japanischen Patentveröffentlichungen Nrr. 62-78552 und 62-81635 offenbart ist, sondern auch in einem Verfahren angewendet werden, bei dem ein Farbbild oder ein Polymerbildes durch Ätzen, Trennschälen oder Tonereinfärbung oder Tinteneinfärbung nach der Polymerisationsbehandlung erzeugt wird, wobei es möglich ist, ein Bild mit guter Grünlagerstabilität und hervorragender Auflösung zu erhalten.

Insbesondere ermöglicht die erfindungsgemäße lichtempfindliche Zusammensetzung die Unterdrückung der Dunkelreaktion während der Grünlagerung, hat das Problem des Blockierens ausgeräumt, da die lichtempfindliche Schicht dahingehend verbessert wurde, daß sie nicht klebrig wurde, und ermöglicht ebenfalls die Unterdrückung einer Spannung, die in der lichtempfindlichen Schicht bei Ausführung der Wärmebehandlung erzeugt wird, so daß das Polymerbild und das Farbbild mit hoher Auflösung erhalten werden können.

Andere Vorteile der Erfindung werden für jedes bildgebende Verfahren beschrieben. In Fällen, in denen das Kapselverfahren verwendet wird, ist es möglich, das Sich-Ausbreiten eines Bildes zu unterdrücken, wenn eine unpolymerisierte Fläche auf das Bildempfangsmaterial übertragen wird, und gleichzeitig das Problem von üblem Geruch zu vermeiden, der auftreten kann, wenn ein polymerisierbarer Polymervorläufer mit einem Schmelzpunkt von weniger als 35ºC verwendet wird, was bisher üblich war. Es ist auch möglich, die Lagerstabilität des Bildes zu verbessern, wenn es einmal auf das Bildempfangsmaterial übertragen wurde. Insbesondere wird es möglich, das Verfärbungsproblem zu beseitigen, daß ein Farbbild umgekehrt mit einem Leukofarbstoff umgesetzt wird, was dann auftreten kann, wenn die polymerisierbaren Polymervorläufer, die in den ungeprüften japanischen Patentveröffentlichungen Nrr. 62-78552 und 62-81635 beschrieben sind, verwendet werden, oder daß die Bildklarheit sich verringert, was verursacht werden kann durch das Sich-Ausbreiten des polymerisierbaren Polymervorläufers im Bildempfangsmaterial während der Lagerung der Bilder. In den Fällen, in denen das Einfärben mit Tinte oder das Einfärben mit Toner angewendet wird, wird der Vorteil der Handhabungsbequemlichkeit eingebracht, weil das erzeugte Polymerbild nicht klebrig ist.

In den Fällen, in denen das Trennschälen verwendet wird, wird es möglich, ein abgeschältes Bild zuverlässig zu erhalten, da das Klebungsversagen, das üblicherweise in der lichtempfindlichen Schicht wegen Unterschieden der Betriebsumgebungen auftrat, verringert wurde.

Wie vorstehend beschrieben wurde gefunden, daß die vorliegende Erfindung verschiedene Vorteile zusätzlich zur Verbesserung der Grünlagerstabilität und der Verbesserung der Auflösung besitzt.

In der Erfindung bezieht sich der Begriff "Schmelzpunkt" auf die Temperatur, bei der eine Verbindung im kristallinen oder festen Zustand schmilzt oder erweicht, oder die Temperatur, bei der eine Verbindung im wachsartigen Zustand schmilzt, wobei sie in einen lichtdurchlässigen Zustand übergeht.

Der Grund, warum die Lagerstabilität verbessert wird unter Verwendung des polymerisierbaren Polymervorläufers mit einem Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr, ist nicht klar, hat aber seine Begründung vermutlich in folgendem:

1. Wegen seiner geringeren Feuchtigkeitsabsorption verläuft die Dunkelreaktion zwischen Silbersalz und Reduktionsmittel in der vorliegenden Erfindung mit Schwierigkeit.

2. Die Wasserstoffbindung zwischen der Urethangruppe oder Estergruppe des polymerisierbaren Polymervorläufers und der Hydroxylgruppe des Reduktionsmittels führt zur Existenz des Reduktionsmittels in einem stabilen Zustand, und deshalb verläuft die Dunkelreaktion nur schwierig.

Auch liegt der Grund, warum die Auflösung verbessert ist, vermutlich darin, daß die Spannung der lichtempfindlichen Schicht verringert wird, während die Erhitzung durchgeführt wird, und zusätzlich dazu beeinflußt wahrscheinlich die Verwendung des polymerisierbaren Polymervorläufers mit einem Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr die Redoxreaktion zwischen dem Silbersalz und dem erfindungsgemäßen Reduktionsmittel.

Die Erfindung kann durch Tatsachen erreicht worden sein, die sich von den vorstehend genannten unterscheiden, aber es ist nicht eine Aufgabe der Erfindung, die Gründe zu erforschen.

Die Polymerisationshilfsmittel in der Erfindung sollten auf einem Verfahren beruhen, in dem ein Polymerbild in der bildgebend unbelichteten Fläche gebildet wird entweder durch Thermopolymerisation oder durch Fotopolymerisation und bevorzugt durch Fotopolymerisation im Hinblick auf die Güte des Kontrastes.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das lichtempfindliche Material ein Silberhalogenid und einen Fotopolymerisationsinitiator. In einer solchen Ausführungsform wird das lichtempfindliche Material der bildgebenden Belichtung unterworfen unter Verwendung einer Energie von bis zu maximal 1 mJ/cm² durch eine Maske mit einer optischen Dichte von 3,0 oder mehr an den maskierten Bereichen und unter Verwendung von Licht mit einer Wellenlänge, gegenüber der ein Silberhalogenid eine Empfindlichkeit aufweist, wie es beispielhaft dargestellt ist durch Licht von 400 nm oder weniger im Falle, daß das Silberhalogenid Silberchlorid umfaßt und nicht sensibilisiert wurde, Licht von 450 nm oder weniger im Fall, daß das Silberhalogenid Silberbromid umfaßt und nicht sensibilisiert wurde, und Licht mit 480 nm oder weniger in dem Fall, daß das Silberhalogenid ein Silberiodbromid umfaßt und nicht sensibilisiert wurde, und Licht innerhalb des Sensibilisierungsbereiches in dem Fall, daß das Silberhalogenid sensibilisiert wurde (zum Beispiel Licht von etwa 900 nm oder weniger, wenn es infrarotsensibilisiert wurde), und dann einer Erhitzung unterworfen auf Temperaturen von 60 bis 180ºC und bevorzugt von 100 bis 150ºC für einen Zeitraum von 1 Sekunde bis 5 Minuten und bevorzugt von 3 Sekunden bis 60 Sekunden unter Verwendung einer Heizplatte, einer Heizwalze oder dergleichen. Auf dieser Stufe kann ein optisches Bild auf der bildgebend belichteten Fläche erzeugt werden oder nicht erzeugt werden. Danach wird eine Ganzflächenbelichtung angewendet unter Verwendung einer Energie von maximal 500 J/cm² und unter Verwendung von Licht mit einer Wellenlänge, gegenüber der der Fotopolymerisationsinitiator eine Empfindlichkeit aufweist, im Falle der Fotopolymerisation, das heißt, Licht im Bereich von 250 nm bis 700 nm und weiter bevorzugt von 300 nm bis 500 nm, worauf die bildgebend unbelichtete Fläche polymerisiert wird.

Im Fall der Thermopolymerisation wird eine solche Erhitzung 1 bis 100 Sekunden lang bei 70 bis 180ºC und bevorzugt bei 80 bis 150ºC ausgeführt. Die Hitzebehandlung, die vorstehend beschrieben wurde, kann anstelle dieses Erhitzens eingesetzt werden, oder dieses Erhitzen kann erneut ausgeführt werden.

Die erfindungsgemäße lichtempfindliche Zusammensetzung wird in folgendem genauer beschrieben.

Der polymerisierbare Polymervorläufer, der in der vorliegenden lichtempfindlichen Zusammensetzung enthalten ist, kann bevorzugt eine difunktionelle oder polyfunktionelle Verbindung sein im Hinblick auf die Empfindlichkeit und eine Sorte oder zwei oder mehrere Sorten davon können verwendet werden.

In dem Fall, in dem das Kapselverfahren verwendet wird, muß der polymerisierbare Polymervorläufer eine Verbindung darstellen, die die unpolymerisierte Fläche wesentlich zum Schmelzen bringen kann oder eine Klebrigkeit zeigt, die groß genug ist, daß diese Fläche übertragen wird gemäß dem Erwärmungszustand beim Durchführen der Übertragung.

Polymerisierbare Polymervorläufer, die aus einem Polymer bestehen, das eine polymerisierbare funktionelle Kette in seiner Seitenkette trägt, sind nicht bevorzugt, da die Vorläufer, von denen viele bei Raumtemperatur fest sind, selbst im erwärmten Zustand nicht schmelzen oder sich von der unpolymerisierten Fläche nur schwer unterscheiden lassen, selbst wenn die Polymerisation stattgefunden hat.

Insbesondere sind in den Fällen des Ätzens, des Einfärbens mit Tinte, des Einfärbens mit Toner und des Trennschälens die polymerisierbaren Polymervorläufer, die aus einem Polymer bestehen, das eine polymerisierbare funktionelle Kette an seinem Ende besitzt, nicht bevorzugt, da Unterschiede in der Lösungsmittellöslichkeit, der Klebefähigkeit und der Klebrigkeit zwischen den polymerisierten und den unpolymerisierten Flächen nur mit Schwierigkeit erkannt werden können.

Auch in den Fällen, in den das Kapselverfahren eingesetzt wird, kann der polymerisierbare Polymervorläufer bevorzugt einen Schmelzpunkt von 140ºC oder weniger besitzen aus dem Grund, daß die Übertragung auf das Bildempfangsmaterial bei Temperaturen erreichbar sein muß, die niedriger sind als die Temperatur der Redoxreaktion.

Polymerisierbare Polymervorläufer vom Acrylamidtyp, wie sie beispielhaft dargestellt sind durch Acrylamid, Methylenbisacrylamid und Ethylenbisacryamid, sind ebenfalls ungeeignet für ein Verfahren, in dem sie in kapselförmigem Zustand oder Öltropfenzustand in die Bildgebungsschicht eingearbeitet sind. Dies hat seinen Grund darin, daß sie löslich in Wasser sind.

Die polymerisierbaren Polymervorläufer, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, schließen difunktionelle oder polyfunktionelle Polyesteracrylate oder Polyurethanacrylate ein und schließen auch Esterkondensate aus Hexamethylenglycol, Octamethylenglycol, Decamethylenglycol, Dodecamethylenglycol oder Trimethylolpropan und Acryloxyessigsäure oder Acryloxypropionsäure und Reaktionsprodukte aus Cyclohexylendiisocyanat, 4,4'-Methylenbis(cyclohexylisocyanat), 1,4-Cyclohexylenmethylendiisocyanat oder Phenylendiisocyanat und Hydroxyalkylacrylat oder Hydroxyalkoxyalkylacrylat ein. Spezifische Beispiele dafür sind in folgendem dargestellt, aber die Polymervorläufer sind in keiner Weise auf diese begrenzt:

Bis{4-[2-acryloxy)ethoxycarbamoyl]cyclohexyl}methan (Schmp. 126 bis 129ºC), Bis{4-[2-acryloxy)ethoxycarbamoyl]phenyllmethan (Schmp. 75 bis 78ºC), 1,6- Bis[2-(acryloxy)acetoxy]hexan (Schmp. 63 bis 65ºC), 1,12-Bis[2-(acryloxy)acetoxy]dodecan (Schmp. 70 bis 72ºC), 1,4-Bis[2(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoylmethyl]cyclohexan (Schmp. 104 bis 106ºC), 1,3-Bis[2-(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoylmethyl]benzol (Schmp. 67 bis 70ºC), Bis{4-[2-(acryloxyacetoxy)isopropoxycarbamoyl]phenyl}methan (Schmp. 71 bis 74ºC), 2,4-Bis[2-(acryloxy)ethoxycarbamoyl]toluol (Schmp. 75 bis 77ºC), 2,4-Bis[2-(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoyl]toluol (Schmp. 72 bis 74ºC), 1,6-Bis[2-(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoyl]hexan (Schmp. 125 bis 127ºC), und Bis{4-[3-(acryloxy)propoxycarbamoyl]cyclohexyl}methan (Schmp. 51 bis 55ºC).

Es ist auch möglich, einen polymerisierbaren Polymervorläufer zu verwenden, der einen Schmelzpunkt von weniger als 35ºC besitzt, in Mischung mit einer der vorstehend genannten Verbindungen, solange der Schmelzpunkt der Mischung 35ºC oder mehr beträgt.

Solche polymerisierbaren Polymervorläufer können einschließen monovalente Monomere, beispielhaft dargestellt durch Styrol, Methylstyrol, Chlorstyrol, Bromstyrol, Methoxystyrol, Dimethylaminostyrol, Cyanostyrol, Aminostyrol, Acrylsäure, Methylacrylat, Ethylacrylat, Cyclohexylacrylat, Methacrylsäure, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Propylmethacrylat, Butylmethacrylat, Phenylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat, N-Vinylimidazol, N-Methyl-2-vinylimidazol, Propylvinylether, Butylvinylether, Isobutylvinylether, β-Chlorethylvinylether, Phenylvinylether, p-Methylphenylvinylether und p-Chlorphenylvinylether, divalente Monomere, beispielhaft dargestellt durch Divinylbenzol, Oxalsäuredi(ethylacrylat), Oxalsäuredi(methylethylacrylat), Malonsäuredi(ethylacrylat), Malonsäuredi(methylethylacrylat), Bernsteinsäuredi(ethylacrylat), Glutarsäuredi(ethylacrylat), Adipinsäuredi(ethylacrylat), Maleinsäuredi(ethylacrylat), Fumarsäuredi(ethylacrylat), β,β'-Dimethylglutarsäuredi(ethylacrylat), Oxalsäuredi(ethylmethacrylat), Oxalsäuredi(methylethylmethacrylat), Malonsäuredi(ethylmethacrylat), Malonsäuredi(methylethylmethacrylat), Bernsteinsäuredi(ethylmethacrylat), Bernsteinsäuredi(methylethylmethacrylat), Glutarsäuredi(ethylmethacrylat), Adipinsäuredi(ethylmethacrylat), Maleinsäuredi(ethylmethacrylat), Fumarsäuredi(methylethylmethacrylat) und β,β'-Dimethylglutarsäuredi(ethylmethacrylat), trivalente Monomere, beispielhaft dargestellt durch Pentaerythritoltriacrylat, Pentaerythritoltrimethacrylat, Pentaerythritoltri(hydroxystyrol), Cyanursäuretriacrylat, Cyanursäuretrimethacrylat, 1,1,1-Trimethylolpropantriacrylat, 1,1,1-Trimethylolpropantrimethacrylat, 1,1,1-Trimethylolpropantri(ethylacrylat) und Cyanursäuretri(ethylvinylether), tetravalente Monomere, beispielhaft dargestellt durch Tetra(acryloxymethyl)methan und Tetra(methacryloxymethyl)methan, hexavalente Monomere, beispielhaft dargestellt durch Dipentaerythritolhexaacrylat, Dipentaerythritolhexamethacrylat, und auch einen polymerisierbaren Polymervorläufer, der eine reaktive Vinylgruppe umfaßt, die am Ende eines Oligomers oder Polymers verbleibt, oder einen polymerisierbaren Polymervorläufer, der eine reaktive Vinylgruppe umfaßt, die an der Seitenkette eines Oligomers oder Polymers verbleibt.

In dem Fall, in dem der polymerisierbare Polymervorläufer in einem verkapselten Zustand verwendet wird, kann ein Verfahren, bei dem die Verbindung durch Erhitzen und Schmelzen verkapselt wird, und ein Verfahren, bei dem sie durch Auflösen in einem Lösungsmittel verkapselt wird, eingesetzt werden. Dieses vorausgesetzt, wenn der zweite Fall eingesetzt wird, ist es erforderlich, ein Verfahren zu verwenden, in dem kein Lösungsmittel in der Kapsel zurückbleibt, und es ist zum Beispiel das Verfahren bevorzugt, das in der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung Nr. 63-80838 offenbart ist. Kapselfilme, die verwendet werden können, schließen bekannte Filme aus Gelatine, Polyurethan, Polyharnstoff, Harnstoff-Formalin, Melamin-Formalin und dergleichen ein.

Als spezifische Verkapselungsverfahren können die Verkapselungsverfahren verwendet werden, die bisher in kohlenstoffreiem Durchschlagpapier verwendet werden, und sie schließen zum Beispiel die Verfahren ein, die in den US-Patenten Nrr. 2730456 und 2800457 und den japanischen Patentveröffentlichungen Nrr. 36-9168, 37-12379, 37-7730 und 43-23909 beschrieben sind.

In den Fällen, in denen nicht das Kapselverfahren verwendet wird, sondern das Ätzen, das Trennschälen, das Einfärben mit Tinte und das Einfärben mit Toner durchgeführt werden, ist es für das lichtempfindliche Silbersalz, das Reduktionsmittel, den Polymerisationsinitiator und den polymerisierbaren Polymervorläufer erforderlich, in der selben Schicht vorhanden zu sein.

Die Schichtstruktur kann aus einer Einzelschichtstruktur oder einer Mehrschichtstruktur bestehen, und im Falle der Mehrschichtstruktur kann der Typ und das Verhältnis der Bestandteile der Zusammensetzungen für jede Schicht verschieden sein.

Das lichtempfindliche Silbersalz, das in der erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Zusammensetzung enthalten ist, bezieht sich auf lichtempfindliche Silberhalogenide oder organische Salze, die Silberhalogenide enthalten. Die lichtempfindlichen Silberhalogenide spielen grundsätzlich die Rolle, durch die Bestrahlung mit Licht Silbermetall, das als Katalysator dient, zu erzeugen, und das organische Salz spielt grundsätzlich die Rolle, das Reduktionsmittel durch Reaktion mit dem Reduktionsmittel in ein oxidiertes Produkt umzuwandeln.

Das lichtempfindliche Silberhalogenid kann Silberchlorid, Silberbromid, Silberchlorbromid, Silberiodbromid und Silberchloriodbromid einschließen, und diese können der chemischen Sensibilisierung oder der optischen Sensibilisierung unterworfen werden, wie es konventionell getan wird im Bezug auf gewöhnliche fotografische Emulsionen. Insbesondere verwendbar als chemische Sensibilisierung sind Schwefelsensibilisierung, Edelmetallsensibilisierung und Reduktionssensibilisierung und verwendbar als optische Sensibilisierung sind Verfahren, bei denen konventionell bekannte Sensibilisierungsfarbstoffe verwendet werden.

Das organische Silbersalz schließt Silbersalze von aliphatischen Carbonsäuren, aromatischen Carbonsäuren, Thiocarbonylverbindungen mit einer Mercaptogruppe oder einem α-Wasserstoffatom oder iminogruppenhaltigen Verbindungen ein.

Die aliphatischen Carbonsäuren schließen Essigsäure, Buttersäure, Bernsteinsäure, Sebacinsäure, Adipinsäure, Oleinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Weinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Behensäure und Camphersäure ein, aber im allgemeinen sind Silbersalze mit einer kleineren Zahl von Kohlenstoffatomen nicht proportional stabiler, und deshalb sind die, die eine angemessene Anzahl von Kohlenstoffatomen besitzen, bevorzugt. Die aromatischen Carbonsäuren schließen Benzoesäurederivate, Chinolinsäurederivate, Naphthalincarbonsäurederivate, Salicylsäurederivate, Gallensäure, Gerbsäure, Phthalsäure, Phenylessigsäurederivate und Pyromellithsäure ein.

Die Verbindungen mit einer Mercapto- oder Thiocarbonylgruppe schließen 3- Mercapto-4-phenyl-1,2,4-triazol, 2-Mercaptobenzoimidazol, 2-Mercapto-5-aminothiadiazol, 2-Mercaptobenzothiazol, s-Alkylthioglycolsäure (Kohlenstoffatomzahl der Alkylgruppen 12 bis 22), Dithiocarbonsäuren, wie zum Beispiel Dithioessigsäure, Thiamide, wie zum Beispiel Thiostearoamid, und Mercaptoverbindungen wie zum Beispiel 5-Carboxy-1-methyl-2-phenyl-4-thiopyridin, Mercaptotriazin, 2- Mercaptobenzoxazol, Mercaptooxazol und 3-Amino-5-benzylthio-1,2,4-triazol, die im US-Patent Nr. 4123274 beschrieben sind.

Die Verbindungen mit Iminogruppe schließen typischerweise Benzotriazol oder seine Derivate ein, wie sie in den japanischen Patentveröffentlichungen Nrr. 44- 30270 oder 45-18416 beschrieben sind, wie beispielhaft dargestellt durch Benzotriazol und alkylsubstituierte Benzotriazole, wie zum Beispiel Methylbenzotriazol, halogensubstituierte Benzotriazole, wie zum Beispiel 5-Chlorbenzotriazol, Carboimidobenzotriazole wie zum Beispiel Butylcarboimidobenzotriazol, Nitrobenzotriazole, wie sie zum Beispiel in der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung Nr. 58-118639 beschrieben sind, Sulfobenzotriazol, Carboxybenzotriazol oder Salze davon oder Hydroxybenzotriazol, wie es in der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung Nr. 58-118639 beschrieben ist, 1,2,4-Triazol, wie es in US-Patent Nr. 4220709 beschrieben ist, oder 1H-Tetrazol, Carbazol, Saccharin, Imidazol und seine Derivate ein. Von diesen schließen die bevorzugten organischen Salze organischen Salze der aliphatischen Carbonsäuren ein.

Das Reduktionsmittel, das in der erfindungsgemäßen lichtempfindlichen Zusammensetzung enthalten ist, wird durch die Wirkung des Silbermetalles als Katalysator in ein oxidiertes Produkt verwandelt und schließt die Verbindungen ein, die durch die folgenden Formeln (I), (II) und (III) dargestellt sind:

In den genannten Formen (I), (II) und (III) stellen R¹, R², R³, R&sup5; und R&sup6; jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe, eine Alkoxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe dar, stellt R&sup4; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe, ein Carboxylgruppe oder ein Carbonsäureestergruppe dar, stellt A ein Sauerstoffatom oder ein Schwefelatom dar, stellt R ein Wasserstoffatom, eine unsubstituierte Alkylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe dar, ist n 0 oder 1 und ist Z eine divalente Verknüpfungsgruppe und stellt eine Alkylidengruppe, ein Aralkylidengruppe oder ein Schwefelatom dar.

Spezifische Beispiele der Verbindung, die durch die Formel (I) darstellt ist, schließen zum Beispiel 1,4-Dihydroxynaphthalin, 4-Methoxy-1-naphthol, 4-Ethoxy-1-naphthol, 5-Methyl-4-methoxy-1-naphthol, 1-5-Dihydroxynaphthalin, 4- Chlor-1-naphthol, 5-Chlor-1-naphthol, 4-Methylthio-1-naphthol, 4-Ethylthio-1- naphthol, 6-Phenyl-4-methyl-1-naphthol, 6-Phenyl-4-methoxy-1-naphthol, 6- Benzyl-1-naphthol, 6-Benzyl-4-methoxy-1-naphthol, 4-Methyl-1,7-dihydroxynaphthalin, 4-Methoxy-6-benzyl-1-naphthol, 4-Methoxy-6-cyclohexyl-1-naphthol, 4-Methylthio-6-cyclohexyl-1-naphthol, 3,4-Dimethyl-1-naphthol und 4-Benzyloxy-1-naphthol ein.

Spezifische Beispiele der Verbindung, die durch die Formel (II) dargestellt ist, schließen zum Beispiel 8-Hydroxychinolin, 4,8-Dihydroxychinolin-2-carbonsäure, 4-Hydroxychinolin-2-carbonsäure, 4-Methyl-8-hydroxychinolin, 4-Benzyl-8- hydroxychinolin und 4,8-Dihydroxy-5-methylchinolin ein.

Spezifische Beispiele der Verbindung, die durch die Formel (III) dargestellt ist, schließen zum Beispiel 2,2'-Methylenbis(6-t-butyl-1,4-dihydroxybenzol), 2,2'- Methylenbis(4-methoxyphenol), 2,2'-Methylenbis(4,6-di-t-butylphenol), 2,2'- Methylenbis(4-methyl-6-t-butylphenol), 2,2'-Butylidenbis(4-methoxyphenol), 2,2'-Butylidenbis(6-t-butyl-1,4-dihydroxybenzol), 2,2'-Thiobis(4-methoxyphenol), 2,2'-Thiobis(6-methyl-1,4-dihydroxybenzol), 2,2'-Thiobis(4,6-di-t-butylphenol), Bis(2-hydroxy-5-methylphenyl)phenylmethan und (3-t-Butyl-5-methyl-2-hydroxyphenyl)-(5-methoxy-2-hydroxyphenyl)methan ein.

Von den genannten Reduktionsmittel können zwei oder mehrere Arten in Kombination verwendet werden, und es ist auch möglich, diese Verbindungen in Kombination mit irgendeinem konventionell bekannten Reduktionsmittel zu verwenden, solange die Aufgabe der Erfindung nicht behindert wird.

Der Fotopolymerisationsinitiator kann Carbonylverbindungen, Schwefelverbindungen, Halogenverbindungen und Fotopolymerisationsinitiatoren vom Redoxtyp einschließen.

Insbesondere schließen die Carbonylverbindungen ein: Diketone, wie beispielhaft dargestellt durch Benzyl, 4,4'-Dimethoxybenzyl, Diacetyl und Campherchinon, Benzophenone wie beispielhaft dargestellt durch 4,4'-Bis(dimethylamino)benzophenon und 4,4'-Dimethylbenzophenon, Acetophenone, wie beispielhaft dargestellt durch Acetophenon und 4'-Methoxyacetophenon, Benzoinalkylether, Thioxanthone, wie beispielhaft dargestellt durch 2-Chlorthioxanthon, 2,5-Diethylthioxanthon und Thioxanthon-3-carbonsäure-β-methoxyethylester, Chalcone und Styrylketone mit einer Dialkylaminogruppe und Cumarine, wie beispielhaft dargestellt durch 3,3'-carbonylbis(7-methoxycumarin) und 3,3'-carbonylbis(7-diethylaminocumarin).

Die Schwefelverbindungen schließen Disulfide ein, wie beispielhaft dargestellt durch Dibenzothiazolylsulfid und Decylphenylsulfid.

Die Halogenverbindungen schließen zum Beispiel Tetrabromkohlenstoff, Chinolinsulfonylchlorid und S-Triazine mit Trihalomethylgruppen ein.

Die Fotopolymerisationsinitiatoren vom Redoxtyp schließen solche ein, die als Kombination einer trivalenten Eisenionenverbindung (wie beispielhaft dargestellt durch Eisen(III)amoniumcitrat) und eines Peroxides verwendet werden, und solche, die als Kombination eines Fotoreduktionsfarbstoffes, wie zum Beispiel Riboflavin oder Methylenblau, und eines Reduktionsmittels, wie zum Beispiel Triethanolamin oder Ascorbinsäure, verwendet werden.

Unter den Fotopolymerisationsinitiatoren gemäß vorstehender Beschreibung können auch zwei oder mehrere Verbindungen in Kombination verwendet werden, um eine wirksamere Fotopolymerisationsreaktion zu erreichen.

Eine solche Kombination aus Fotopolymerisationsinitiatoren schließen eine Kombination aus Chalconen und Styrylketonen mit einer Dialkylaminogruppe oder Cumarinen mit S-Triazinen, die eine Trihalomethylgruppe besitzen, oder Campherchinon ein.

Daneben können auch Diazoverbindungen oder Peroxide, die die Wirkung eines Fotopolymerisationsinitiators besitzen, als Fotopolymerisationsinitiator eingesetzt werden. Diese Fotopolymerisationsinitiatoren können auch in Kombination aus zwei oder mehreren Arten oder in Kombination mit den vorstehend genannten Verbindungen verwendet werden.

Als Thermopolymerisationsinitiator können bekannte Initiatoren verwendet werden, die im allgemeinen grob in Azoinitiatoren und Peroxyinitiatoren eingeteilt werden.

Zuerst bezieht sich der Azoinitiator auf eine organische Verbindung, die wenigstens eine Stickstoff-Stickstoff-Doppelbindung in ihrem Molekül besitzt, und kann zum Beispiel einschließen: Azobisisobutyronitril, Azobiscyclohexancarbonitril, Azobismethylphenethylcarbonitril, Azobis-sec-amylonitril, Azobisphenylethan, Azobiscyclohexylpropylonitril, Azobismethylchlorethan, Tritylazobenzol, Phenylazoisobutyronitril und 9-(p-Nitrophenylazo)-9-phenylfluorenon.

Der Peroxidinitiator schließt fast alle Verbindungen ein, solange sie organische Verbindungen sind mit wenigstens einer Sauerstoff-Sauerstoff-Bindung im Molekül. Zum Beispiel können sie einschließen: Methylethylketonperoxid, Cyclohexanonperoxid, 3,3,5-Trimethylcyclohexanonperoxid, Methylcyclohexanonperoxid, Acetylacetonperoxid, 1,1-Bis(t-butylperoxy)-3,3,5-Trimethylcyclohexan, 1,1- bis(t-butylperoxy)cyclohexan, n-Butyl-4,4-bis(t-butylperoxy)valerat, 2,2-Bis(t-butylperoxy)butan, t-Butylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid, Diisopropylbenzolhydroperoxid, p-Menthanhydroperoxid, 2,5-Dimethylhexan-2-dihydroperoxid, 1,1,3,3-Tetramethylbutylhydroperoxid, Di-t-butylperoxid, t-Butylcumylperoxid, Dicumylperoxid, α,α'-bis(t-butylperoxyisopropyl)benzol, 2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)hexan, 2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)hexin-3-acetylperoxid, Isobutyroperoxid, Octanoylperoxid, Decanoylperoxid, Lauroylperoxid, 3,5,5-Trimethylhexanoylperoxid, Bernsteinsäureperoxid, Benzoylperoxid, 2,4- Dichlorbenzoylperoxid, m-Toluoylperoxid, Diisopropylperoxydicarbonat, Di-2- ethylhexylperoxydicarbonat, Di-n-propylperoxydicarbonat, Di-2-ethoxyethylperoxydicarbonat, Dimethoxyisopropylperoxydicarbonat, Di(3-methyl-3-methoxybutyl)peroxydicarbonat, t-Butylperoxyacetat, t-Butylperoxyisobutyrat, t-Butylperoxypivalat, t-Butylperoxyneodecanoat, t-Butylperoxyoctanoat, t-Butylperoxy- 3,5,5-trimethylhexanoat, t-Butylperoxylaurat, t-Butylperoxybenzoat, Di-t-diperoxyisophthalat, 2,5-Dimethyl-2,5-di(benzoylperoxy)hexan, t-Butylmaleinsäureperoxid und t-Peroxyisopropylcarbonat. Andere bekannte Thermopolymerisationsinitiatoren können auch verwendet werden.

Das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material wird in den Figg. 5A bis 5D veranschaulicht. Das erfindungsgemäße lichtempfindliche Material kann erhalten werden durch Auflösen der vorstehenden essentiellen Bestandteile in einem Lösungsmittel zusammen mit Zusätzen (wie zum Beispiel Polymerisationsinitiatoren) und Bindemitteln, die geeignet verwendet werden können, und Auftragen der sich ergebenden Lösung auf einen Träger aus Metall, Kunststoff oder Papier, worauf getrocknet wird.

Wie in Fig. 5A veranschaulicht, muß ein Träger nicht erforderlich sein, wenn die lichtempfindliche Schicht 1 selber als Träger dienen kann, aber es wird, wie in Fig. 5B veranschaulicht, üblicherweise die lichtempfindliche Schicht 1 auf den Träger 2 aufgebracht. Weiter kann, wie in Fig. 5C veranschaulicht, eine Sauerstoffhemmschicht 9 aus PVA und dergleichen auf der lichtempfindlichen Schicht 1 bereitgestellt werden, so daß die lichtempfindliche Schicht 1 davon abgehalten werden kann, von Sauerstoff beeinflußt zu werden, während die später zu beschreibende Polymerisation durchgeführt wird, oder, wie in Fig. 5D veranschaulicht, ein Bildempfangsmaterial 8, wie es zum Beispiel durch Kunstpapier, beschichtetes Papier, Folien und Metallfolien veranschaulicht wird, auf der lichtempfindlichen Schicht 1 bereitgestellt werden.

Alternativ können die genannten essentiellen Bestandteile in Mikrokapseln umgewandelt werden zusammen mit den Zusätzen, wie sie gemäß Wunsch verwendet werden, (wie zum Beispiel der Polymerisationsinitiator) zur Bildung der lichtempfindlichen Schicht 1, die die Mikrokapseln 10 und ein Bindemittel 11 umfaßt (Fig. 5E).

Das lichtempfindliche Material kann jede beliebige Form haben einschließlich flachen Blättern, Zylindern, Walzen und dergleichen ohne irgendeine Beschränkung.

Geeignete Bindemittel, die in der Erfindung verwendet werden, können ausgewählt werden aus einem weiten Bereich von Harzen.

Sie schließen insbesondere ein: Celluloseester, wie beispielhaft dargestellt durch Nitrocellulose, Cellulosephosphat, Cellulosesulfat, Celluloseacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat, Cellulosemyrystat, Cellulosepalmitat, Cellulosacetatpropionat und Cellulosacetatbutyrat, Celluloseether, wie beispielhaft dargestellt durch Methylcellulose, Ethylcellulose, Propylcellulose und Butylcellulose, Vinylharze wie beispielhaft dargestellt durch Polystyrol, Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat, Polyvinylbutyral, Polyvinylacetal, Polyvinylalkohol und Polyvinylpyrrolidon, Copolymerharze, wie beispielhaft dargestellt durch ein Copolymer aus Styrol und Butadien, ein Copolymer aus Styrol und Acrylnitril, ein Copolymer aus Styrol, Butadien und Acrylnitril und ein Copolymer aus Vinylchlorid und Vinylacetat, Acrylharze, wie beispielhaft dargestellt durch Polymethylmethacrylat, Polymethylacrylat, Polybutylacrylat, Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure, Polyacrylamid und Polyacrylnitril, Polyester, wie beispielhaft dargestellt durch Polyethylenterephthalat, Polyarylatharze, wie beispielhaft dargestellt durch Poly(4,4'-isopropylidendiphenylen-co-1,4-cyclohexylendimethylencarbonat), Poly(ethylendioxy-3,3'-phenylenthiocarbonat), Poly(4,4'-isopropylidendiphenylencarbonat-co-terephthalat), Poly(4,4'-isopropylidendiphenylencarbonat), Poly(4,4'-sec-butylidendiphenylencarbonat) und Poly(4,4'-isopropylidendiphenylencarbonat-block-oxyethylen), Polyamide, Polyimide, Epoxidharze, Phenolharze und Polyolefine, wie beispielhaft dargestellt durch Polyethylen, Polypropylen und chloriertes Polyethylen.

Daneben ist es auch möglich, gegebenenfalls zur lichtempfindlichen Schicht ein Färbematerial, ein Antischleierbildungsmittel, ein Lichtverfärbungsschutzmittel, ein Feststofflösungsmittel, ein oberflächenaktives Mittel, ein Antistatikmittel und dergleichen zuzugeben.

Im lichtempfindlichen Material können die vorstehend im Detail beschriebenen Bestandteile bevorzugt in den folgenden Verhältnissen verwendet werden:

Das Silberhalogenid kann in einer Menge bevorzugt im Bereich von 0,001 mol bis 2 mol und weiter bevorzugt im Bereich von 0,05 mol bis 0,4 mol pro mol des organischen Silbersalzes enthalten sein. Das Reduktionsmittel kann in einer Menge bevorzugt im Bereich von 0,2 mol bis 3 mol und weiter bevorzugt von 0,4 mol bis 1,3 mol pro mol des organischen Silbersalzes enthalten sein. Der Polymerisationsinitiator kann in einer Menge bevorzugt im Bereich von 0,1 Gewichtsteilen bis 50 Gewichtsteilen und weiter bevorzugt von 0,5 Gewichtsteilen bis 30 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des polymerisierbaren Polymervorläufers, enthalten sein. Der Polymerisationsinitiator kann in einer Menge bevorzugt im Bereich von 0,01 mol bis 10 mol und weiter bevorzugt von 1 mol bis 3 mol pro mol Reduktionsmittel enthalten sein.

Die lichtempfindliche Schicht kann näherungsweise eine Filmdicke von 0,1 µm bis 2 mm und bevorzugt von 1 µm bis 0,1 mm besitzen.

Bevorzugte Mischungsverhältnisse der genannten Bestandteile in der lichtempfindlichen Schicht können variieren abhängig von den eingesetzten Verfahren zur Erzeugung des Polymerbildes, aber die Verwendung des polymerisierbaren Polymervorläufers mit einem Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr bringt keinen wie auch immer gearteten Unterschied im Mischungsverhältnis mit sich gegenüber den entsprechenden Techniken, die zeitlich vor der Erfindung bereitgestellt wurden.

Das erfindungsgemäße bildgebende Verfahren wird im folgenden beschrieben.

Das erfindungsgemäße bildgebende Verfahren schließt ein Verfahren (A) ein, das die Schritte der bildgebenden Belichtung und der Erwärmung umfaßt, wodurch ein Polymerbild in einer bildgebend unbelichteten Fläche erzeugt wird, ein Verfahren (B), das es umfaßt, daß die bildgebende Belichtung und die Erwärmung durchgeführt wird, worauf eine Ganzflächenbelichtung folgt, wodurch ein Polymerbild in der bildgebend unbelichteten Fläche gebildet wird, und ein Verfahren (C), das umfaßt, daß das so erzeugte Polymerbild und das Bildempfangsmaterial aufeinandergelegt werden und Erwärmen und Druck ausgeübt werden, um die bildgebend unbelichtete Fläche auf das Bildempfangsmaterial zu übertragen.

Beispielhaft dargestellt, umfaßt das bildgebende Verfahren (A) die folgenden Schritte:

(a) Unterwerfen des lichtempfindlichen Materials einer bildgebenden Belichtung zur Bildung eines latenten Bildes, wie in Fig. 1A dargestellt.

(B) Erhitzen des lichtempfindlichen Materials, auf dem das latente Bild erzeugt wurde, um dieses latente Bild in ein latentes Bild umzuwandeln, das aus dem beschriebenen Reduktionsmittel und dem oxidierten Produkt, das aus dem Reduktionsmittel durch das Erhitzen erzeugt wurde, besteht, wie in Fig. 1B dargestellt, und

(c) Ablaufenlassen der Thermopolymerisation unter Verwendung des zuerst erwähnten Erwärmens oder durch Erwärmen unter neuen Bedingungen zum Erzeugen eines Polymerbildes in der bildgebend unbelichteten Fläche, die im Schritt (a) erzeugt wurde, wie in Fig. 1C dargestellt.

In diesem Fall muß das lichtempfindliche Material den Thermopolymerisationsinitiator enthalten.

Beispielhaft dargestellt, umfaßt das bildgebende Verfahren (B) die folgenden Schritte:

(a) Unterwerfen des lichtempfindlichen Materials einer bildgebenden Belichtung zur Bildung eines latenten Bildes, wie in Fig. 2A dargestellt.

(B) Erhitzen des lichtempfindlichen Materials (1), auf dem das latente Bild erzeugt wurde, um dieses latente Bild in ein latentes Bild umzuwandeln, das aus dem beschriebenen Reduktionsmittel und dem oxidierten Produkt, das aus dem Reduktionsmittel durch das Erhitzen erzeugt wurde, besteht, wie in Fig. 2B dargestellt, und

(c) Unterwerfen des lichtempfindlichen Materials mit dem latenten Bild, das aus dem genannten Reduktionsmittel und dem oxidierten Produkt besteht, einer Ganzflächenbelichtung zur Polymerisation des genannten polymerisierbaren Polymervorläufers entsprechend der Verteilung des genannten Reduktionsmittels und des oxidierten Produktes, wodurch ein Polymerbild erzeugt wird, wie in Fig. 2C dargestellt.

In diesem Fall muß das lichtempfindliche Material dem Fotopolymerisationsinitiator enthalten.

Wie jeder Schritt beim Verfahren (A) oder (B) abläuft, wird im folgenden weiter beschrieben unter Bezug auf Figg. 1A, 1B und 1C und Figg. 2A, 2B und 2C.

Schritt (a) im erfindungsgemäßen bildgebenden Verfahren (A) oder (B) (Figg. 1A und 2A) besteht darin, daß das Schreiben eines Bildes durch Licht ausgeführt wird, wobei eine lichtempfindliche Schicht 1 auf einem Träger 2 mit Licht bestrahlt wird für ein gewünschtes Bild gemäß der analogen Belichtung unter Verwendung einer Maske oder dergleichen oder der digitalen Belichtung unter Verwendung eines Lasers oder dergleichen zum Aufbringen von Bildsignalen, wie zum Beispiel externen elektrischen Signalen oder Lichtsignalen, wobei ein gewünschtes Bild mit Licht bestrahlt wird.

Als Ergebnis wird Silbermetall 3 auf dem lichtempfindlichen Silberhalogenid in einer belichteten Fläche 1-a gebildet, das das latente Bild bildet. Das so gebildete Silbermetall 3 wirkt als Katalysator für die thermische Reaktion zwischen dem organischen Silbersalz und dem Reduktionsmittel, das in der lichtempfindlichen Schicht 1 enthalten ist.

Die Belichtung im Zustand des Schreibens des latenten Bildes kann durchgeführt werden durch geeignetes Auswählen von Bedingungen, unter denen irgendwelche gewünschten Leistungen, wie zum Beispiel ein ausreichender Kontrast, im sich ergebenen Polymerbild erhalten werden können, abhängig von der Konzentration, der Art und dergleichen des Silberhalogenides, das in der lichtempfindlichen Schicht enthalten ist.

Da in diesem Schritt das lichtempfindliche Silberhalogenid verwendet wird, wird es möglich, das Schreiben mit hoher Empfindlichkeit zu bewirken.

Als nächstes wird im Schritt (b) beim erfindungsgemäßen Verfahren (A) oder (B) (Figg. 1B und 2B) das lichtempfindliche Material 1, auf dem das latente Bild gebildet wurde, erhitzt, so daß die Silbermetallteilchen 3 in der belichteten Fläche 1-a selektiv als Katalysator wirken, wobei sie eine Reaktion zwischen dem organischen Silbersalz und dem Reduktionsmittel verursachen, wodurch das organische Silbersalz zu einem Silberatom reduziert und gleichzeitig das Reduktionsmittel oxidiert wird und dabei das oxidierte Produkt 5 bildet.

Als Ergebnis werden die belichtete Fläche 1-a, die das oxidierte Produkt 5 enthält, und die unbelichtete Fläche 1-b, die das Reduktionsmittel 4 enthält, erzeugt. Da das Reduktionsmittel 4, das im lichtempfindlichen Material 1 verwendet wird, oxidiert wird, wobei es sich in ein oxidiertes Produkt umwandelt, das eine polymerisationshemmende Wirkung gegenüber dem polymerisierbaren Polymervorläufers besitzt, oxidiert wird, wird ein latentes Bild auf der lichtempfindlichen Schicht 1 erzeugt, das einem Unterschied in der polymerisationshemmenden Wirkung zuschreibbar ist, die durch die Verteilung des oxidierten Produktes 5 bewirkt wird.

Beim Verfahren (A) findet die Thermopolymerisation zur gleichen Zeit, in der das latente Bild gebildet wird, oder zu einer Zeit, nachdem das latente Bild gebildet wurde, statt und erzeugt so eine polymerisierte Fläche 6 in der bildgebend unbelichteten Fläche, wie in Fig. 1 C dargestellt.

Das Erhitzen in diesem Schritt (b) wird durchgeführt, indem die Bedingungen geeignet ausgewählt werden, die erforderlich sind, damit die Redoxreaktion ablaufen kann. Obwohl nicht einfach zu beschreiben, da das Erwärmen abhängig ist von der Zusammensetzung und dergleichen der lichtempfindlichen Schicht, kann die Erhitzung bevorzugt bei 60ºC bis 180ºC und weiter bevorzugt bei 100ºC bis 150ºC 1 sec bis 5 min lang und weiter bevorzugt 3 sec bis 60 sec lang ausgeführt werden. Im allgemeinen kann die Erwärmung bei hohen Temperaturen in einer kurzen Zeit abgeschlossen werden, und die Erwärmung bei einer niedrigen Temperatur verbraucht eine lange Zeit bis zu ihrem Abschluß. Eine Heizeinrichtung schließt ein Verfahren ein, in dem eine Heizplatte, ein Heizwalze, ein Thermokopf oder dergleichen verwendet wird, genauso wie ein Verfahren, bei dem ein Heizelement des Trägers mit elektrischer Energie versorgt wird, um das Erhitzen durchzuführen, oder ein Verfahren, bei dem das Erhitzen durch Bestrahlung mit einem Laserstrahl ausgeführt wird. Gewöhnlich wird die Erwärmung unter im wesentlichen gleichmäßigem Erhitzen durchgeführt.

Darauf folgt beim erfindungsgemäßen Verfahren (B) Schritt (c), aber bevor Schritt (c) beginnt, kann ein Übertragungsmaterial oder dergleichen auf die Oberfläche, die dem Licht ausgesetzt werden soll, auflaminiert werden, um die Polymerisationsreaktion davor zu schützen, durch Sauerstoff inhibiert zu werden.

In Schritt (c) (Fig. 2C) wird die lichtempfindliche Schicht 1 einer Ganzflächenbelichtung unterzogen, um den in der Schicht enthaltenen Fotopolymerisationsinitiator zum Zersetzen anzuregen und dabei Radikalspezies zu erzeugen. Die Radikalspezies bewirken, daß die Polymerisationsreaktion eine polymerisierte Fläche 6 in der lichtempfindlichen Schicht 1 bildet. Da nämlich die Konzentration des oxidierten Produktes mit der polymerisationshemmenden Wirkung in der belichteten Fläche 1-a und der unbelichteten Fläche 1-b unterschiedlich ist, wird ein Unterschied im Polymerisationszustand erzeugt zwischen der belichteten Fläche 1-a und der unbelichteten Fläche 1-b, und dieser Unterschied bewirkt die Erzeugung des Polymerbildes.

Bei den bildgebenden Verfahren (A) und (B) der Erfindung besitzt das oxidierte Produkt 5 die polymerisationshemmende Wirkung und die belichtete Fläche verwandelt sich in eine polymerisierte Fläche, so daß ein Polymerbild erzeugt werden kann, das positiv ist.

Als Lichtquellen, die in den genannten Schritten (a) und (c) verwendet werden, sind zum Beispiel Sonnenlicht, Wolframlampen, Quecksilberlampen, Halogenlampen, Xenonlampen, Fluoreszenzlampen, LEDs und Laser verwendbar, und die Wellenlänge des in diesen Schritten verwendeten Lichtes kann gleich oder voneinander verschieden sein. Selbst wenn das Licht mit der gleichen Wellenlänge verwendet wird, kann das latente Bild ausreichend geschrieben werden unter Verwendung von Licht mit einem Intensitätswert, der keine Fotopolymerisation im genannten Schritt (a) bewirken kann, da das Silberhalogenid üblicherweise eine ausreichend höhere Lichtempfindlichkeit besitzt als der Fotopolymerisationsinitiator.

Im genannten Schritt (c) kann das lichtempfindliche Material zusätzlich erhitzt werden, um die Fotopolymerisation stärker zu beschleunigen, oder aber es kann die Restwärme aus dem genannten Schritt (b) eingesetzt werden.

Beim Verfahren (C) wird das auf diese Weise im Verfahren (A) oder (B) erhaltene Polymerbild auf das Bildempfangsmaterial auflaminiert, worauf erhitzt wird und durch Aufwendung von Druck die unpolymerisierte Fläche auf das Bildempfangsmaterial übertragen wird.

Das Verfahren (C) wird beschrieben unter Bezug auf Figg. 3 und 4. Fig. 3 veranschaulicht einen Zustand, in dem das Polymerbild auflaminiert wurde, wobei die unpolymerisierte Fläche 1 durch Erhitzen und Druckausübung auf das Bildempfangsmaterial übertragen wird, wodurch ein Bild 8 auf dem Bildempfangsmaterial erzeugt wird, wie in Fig. 4 dargestellt. Wenn diese Übertragung bewirkt wird, kann die Erfindung, die den polymerisierbaren Polymervorläufer mit einem Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr einsetzt, die Ausgabe eines Bildes erreichen, das frei ist von Bildunschärfe, eine gute Entsprechung zwischen der unpolymerisierten Fläche 1 und der Bildfläche 8 zeigt und eine große Auflösung besitzt. Das Erhitzen und die Druckanwendung müssen unter solchen Bedingungen ausgeführt werden, daß der polymerisierbare Polymervorläufer Klebrigkeit ergeben kann. So kann das Erhitzen bevorzugt bei einer Temperatur von 60 bis 180ºC und die Druckausübung bevorzugt bei einem Druck von 20 bis 300 kg/m² ausgeführt werden.

Beispiele

Die Erfindung wird im folgenden durch Angabe von Beispielen beschrieben, aber die Erfindung ist in keiner Weise auf diese begrenzt. Im folgenden gelten "Teile" als "Gewichtsteile".

Beispiel 1 Herstellung von Mikrokapseln

In einer Lösungsmittelmischung aus 45 Teilen Chloroform und 40 Teilen Methylethylketon wurden 30 Teile eines polymerisierbaren Polymervorläufers (Schmelzpunkt 75 bis 77ºC) mit der nachfolgend dargestellten Struktur und 3,1 Teile eines Leukofarbstoffes, TG-11 (Handelsname, erhältlich von Nippon Kayaku Co., Ltd.), gelöst. Darauf wurden 0,8 Teile Behensäure zugegeben, worauf 1,0 Teile Silberbehenat zugegeben wurden, und diese wurden mit einem Homogenisator (5000 U/min) etwa 10 min lang dispergiert.

Darauf wurden 0,2 Teile AgBr, 0,35 Teile 4-Methoxynaphthol, 0,1 Teile Phthalazinon, 1,3 Teile 2-Chlorthioxanthon und 0,6 Teile Ethyl-p-dimethylaminobenzoat zugegeben, und die Mischung wurde weitere 30 min gerührt.

Die so hergestellte Dispersion wurde durch das folgende Verfahren verkapselt: 2,0 Gew.-% Isoban (Handelsname, erhältlich von Kuraray Co., Ltd.), das ein Copolymer aus Isobutyren und Maleinsäureanhydrid darstellt, und 0,3 Gew.-% Pectin wurden gelöst und dann in 150 Teile einer wäßrigen Lösung gegeben, die mit Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 4,5 eingestellt worden war, und die Mischung wurde unter Verwendung eines Homogenisators bei 7000 U/min emulgiert. Die Emulsion wurde, während Luft durchgeblasen wurde, 3h lang gerührt, worauf 2 Teile Melamin, 5,5 Teile einer wäßrigen, 50 gew.-%igen Harnstofflösung und 12 Teile einer wäßrigen 37%igen Formalinlösung zugegeben wurden, worauf dann die Reaktion bei 65ºC 3h lang durchgeführt. Danach wurde der pH- Wert unter Verwendung einer wäßrigen 20%igen NaOH auf 9,0 eingestellt, und 0,6 Teile Natriumhydrogensulfat und 1,1 Teile Natriumsulfit wurden zugegeben, und die Reaktionsmischung wurde zum Abkühlen stehen gelassen. Die sich ergebenden Kapseln besaßen eine mittlere Teilchengröße von 8,6 µm.

Herstellung von lichtempfindlichen Blättern mit einer Bilderzeugungsschicht

Zur genannten Kapseldispersion wurden 40 Teile einer wäßrigen, 5 gew.-%igen Polyvinylalkohollösung gegeben, und die Lösung wurde einheitlich auf ein Kunstdruckpapier mit 45 g/m² aufgebracht, so daß sich ein Beschichtungsgewicht von 6 g/m² ergab.

Herstellung des Bildempfangsmaterials

In 125 g Wasser wurden 11 g einer wäßrigen 40%igen Natriumhexametaphosphatlösung und 30 g eines Zinksalzes eines Salicylsäurederivates (R-054, Handelsname, erhältlich von Sanko Kagaku K.K.) gelöst und weiter 60 g 55%ige Calciumcarbonataufschlämmung und 20 g aktiver Ton zugemischt, und die Mischung wurde mit einer Kugelmühle gemahlen. Zu 100 g der erhaltenen Lösung wurden 3 g 50%iger SBR-Latex und 20 g 3%iger Polyvinylalkohol gegeben. Die sich ergebende Lösung wurde einheitlich auf ein Kunstdruckpapier von 45 g/m² aufgetragen, so daß sich ein Beschichtungsgewicht von 10 g/m² ergab. Danach wurde kalandriert, wodurch ein Bildempfangsmaterial erhalten wurde.

Bilderzeugung

Eine Maske, die ein Linienbild mit 20 µm, 30 µm und 40 µm Abstand und Breite umfaßte, wurde in engen Kontakt mit dem vorstehenden lichtempfindlichen Blatt gebracht, und Licht aus einer Fluoreszenzlampe mit 360 nm und einer elektrischen Leistung von 20 Watt wurde 1 sec darauf eingestrahlt. Die Anordnung wurde durch eine Wärmeentwicklungsmaschine geschickt, die auf eine Temperatur von 120ºC eingestellt war, und das Licht wurde weiter 30 sec lang auf die gesamte Fläche eingestrahlt. Dieses und das Bildempfangsmaterial wurden zusammengegeben und durch eine 80ºC heiße Walze geschickt, die einen Druck von 85 kg/cm² aufbrachte. Als Ergebnis ergab sich ein Bild mit schwarzen Linien entsprechend der bildgebend belichteten Fläche, die auf der Seite des Bildempfangsmaterials erzeugt wurde.

Beispiel 2

Beispiel 1 wurde wiederholt zur Erzeugung eines Bildes, mit der Ausnahme, daß der polymerisierbare Polymervorläufer durch 20 Teile einer Struktur mit einem Schmelzpunkt von 51 bis 55ºC, die im folgenden dargestellt ist, und 5 Teile Dipentaerythritolhexaacrylat ersetzt wurde.

Vergleichsbeispiel 1

Beispiel 1 wurde wiederholt, um ein lichtempfindliches Blatt zu erhalten, mit der Ausnahme, daß der polymerisierbare Polymervorläufer durch flüssiges Trimethylolpropantriacrylat ausgetauscht wurde. Nach der bildgebenden Belichtung, Wärmeentwicklung und Fotopolymerisation wurden das Blatt und das Bildempfangsmaterial zusammengebracht und durch eine Walze geschickt, die mit einem Druck von 250 kg/cm² einwirkte, um ein Bild zu enthalten.

Beispiel 3

Beispiel 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß der polymerisierbare Polymervorläufer ersetzt wurde durch 20 Teile 1,6-Bis[2-(acryloxy)acetoxy]hexan (Schmelzpunkt 63 bis 65ºC) und 5 Teile Trimethylolpropantriacrylat. Die genannte Mischung der polymerisierbaren Polymervorläufer in einem wachsartigen Zustand wurde bei 40ºC geschmolzen, um sie in einen lichtdurchlässigen Zustand zu verbringen.

Beispiel 4

Beispiel 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß der polymerisierbare Polymervorläufer ersetzt wurde durch 15 Teile Bis{[2-(acryloxy)ethoxycarbamoyl]cyclohexyl}methan (Schmelzpunkt 125 bis 129ºC) und 5 Teile Trimethylolpropantriacrylat. Die genannte Mischung aus polymerisierbaren Polymervorläufern im wachsartigen Zustand wurde bei etwa 36ºC geschmolzen, um sie in einen lichtdurchlässigen Zustand zu überführen.

Vergleichsbeispiel 2

Beispiel 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß der polymerisierbare Polymervorläufer durch 1,2 Teile 1,6-Bis[2-(acryloxy)acetoxy]hexan und 30 Teile Trimethylolpropantriacrylat ersetzt wurde. Die vorstehende Mischung aus polymerisierbaren Polymervorläufern war eine Flüssigkeit bei Raumtemperatur (25ºC).

[Untersuchung]

Im Vergleich zu den Beispielen 1, 2, 3 und 4 erzeugten die Vergleichsbeispiele 1 und 2 einen starken üblen Geruch, wenn der Übertragungsprozeß durchgeführt wurde, und brachten praktische Probleme mit sich.

Die Auflösung der in jedem der Beispiele 1 bis 4 und den Vergleichsbeispielen 1 und 2 erhaltenen Bilder wurde unter Verwendung eines Mikroskopes gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.

Tabelle 1
Minimale auflösbare Linienbreite Beispiel Vergleichsbeispiel

Beispiel 1 wurde wiederholt, um ein lichtempfindliches Blatt zu erhalten, mit der Ausnahme, daß der polymerisierbare Polymervorläufer durch NK-Ester 23G (Handelsname, erhältlich von Shin-Nakamura Chemical Co., Ltd., Schmelzpunkt 30ºC) ersetzt wurde. Nach der bildgebenden Belichtung, Wärmeentwicklung und Fotopolymerisation wurden das Blatt und das Bildempfangsmaterial zusammengegeben und durch eine Walze geleitet, die einen Druck von 250 kg/cm² aufbrachte, um ein Bild zu erhalten.

Bei dieser Gelegenheit war die Bilddichte niedrig, nämlich 0,9, obwohl sie im Vergleichsbeispiel 1 1,4 betrug. Ausführung der Übertragung durch Erhitzen und Pressen unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 ergab ein Anwachsen der Bilddichte auf 1,4, aber die minimal auflösbare Linienbreite wurde von 20 µm auf 40 µm erhöht.

Beispiel 5

In 10 Teilen Isopropanol wurden 0,8 Polyvinylbutyral aufgelöst und weiter 0,1 Teile AgBr und 0,6 Teile Silberbehenat in dieser Lösung dispergiert. Darauf wurde in der sich ergebenden Dispersion 0,29 Teile 4-Methoxy-1-naphthol aufgelöst, um die Lösung A erhalten.

Getrennt davon wurden 0,15 Teile 2-Chlorthioxanthon, 0,18 Teile Ethyl-p-dimethylaminobenzoat, 0,6 Teile Polymethylmethacrylat und 2,5 Teile 1,6-Bis[2- (acryloxy)acetoxy]hexan (Schmelzpunkt 63 bis 65ºC) in 15 Teilen Methylethylketon gelöst, um eine Lösung B zu erhalten.

Als nächstes wurde die Lösung B intensiv mit der Lösung A gemischt, und die sich ergebende Lösungsmischung wurde auf eine Polyethylenterephthalatfolie (PET) von 12 µm Dicke aufgebracht, so daß sich eine Trockenfilmdicke von 2 µm ergab, um eine lichtempfindliche Schicht bereitzustellen, und weiter wurde eine Polyvinylalkoholschicht (PVA) von 2 µm Dicke darauf bereitgestellt, wodurch ein lichtempfindliches Material erhalten wurde.

Als nächstes wurde ein Maskenfilm auf das lichtempfindliche Material aufgelegt, das dann zur Erzeugung eines latenten Bildes bildgebend mit Licht bestrahlt wurde. Diese bildgebende Belichtung wurde auf dem lichtempfindlichen Material 10 msec lang bei einer Entfernung von 5 cm von einer Lichtquelle durchgeführt unter Verwendung einer Fluoreszenzlampe als Lichtquelle mit einem Fluoreszenzpeak von 420 nm und einer Lichtausgangsleistung von 5 mW.

Danach wurde die Maske entfernt und das lichtempfindliche Material in 20 sec durch eine Wärmeentwicklungsmaschine geschickt, die auf 105ºC eingestellt war. Weiter wurde das lichtempfindliche Material auf eine Heizplatte, die auf 60ºC erwärmt war, aufgelegt und Licht aus einer Fluoreszenzlampe mit einem Fluoreszenzpeak von 390 nm und einer Lichtausgangsleistung von 10 mW wurde zur Bestrahlung des Blattes 10 sec lang bei einer Entfernung von 5 cm verwendet.

Als letzter Schritt wurde die PVA-Schicht durch Waschen mit Wasser entfernt und danach das lichtempfindliche Material im Ethanol gespült. Als Ergebnis wurde die bildgebend belichtete Fläche von der PET-Folie entfernt, und ein scharfes positives Bild, das aus der polymerisierten Fläche bestand, blieb auf der PET-Folie zurück.

Die Verarbeitung im vorliegenden Beispiel wurde komplett unter Sicherheitslicht durch geführt.

Vergleichsbeispiel 4

Beispiel 5 wurde wiederholt, um ein lichtempfindliches Material zu erhalten, mit der Ausnahme, daß 2,5 Teile 1,6-Bis[2-(acryloxy)acetoxy]hexan in Beispiel 5 ausgetauscht wurden gegen 2,5 Teile Trimethylolpropantriacrylat.

Nachdem dieses lichtempfindliche Material bildgebend mit Licht bestrahlt worden war, wurde es durch eine Wärmeentwicklungsmaschine geschickt, die auf 105ºC eingestellt war, worauf eine Ganzflächenbelichtung erfolgte, um ein Polymerbild zu erzeugen, wobei allerdings gefunden wurde, daß das Bild keine Schärfe nach dem Ätzprozeß zeigte.

Die lichtempfindliche Materialien, die in Beispiel 5 und Vergleichsbeispiel 4 hergestellt wurden, wurden Lagerbeständigkeitsprüfungen mit 2000 h unter Sicherheitslicht und bei Bedingungen von 35ºC und 70% relativer Feuchte unterworfen, wobei heraus kam, daß auf dem lichtempfindlichen Material des Vergleichsbeispieles 4 Schleier erzeugt wurden, aber kein Schleier auf dem lichtempfindlichen Material des Beispieles 5.

Beispiel 6

AgBr 0,1 Teile

Silberbehenat 0,7 Teile

Isopropylalkohol/Toluol (1/1) 15,0 Teile

4-Benzyloxy-1-naphthol 0,4 Teile

Polymethylmethacrylat 3,0 Teile

1,12-Bis[2-(acryloxy)acetoxy]dodecan (Schmelzpunkt 70 bis 72ºC) 1,5 Teile

7-Methoxy-3-benzoylcumarin 0,16 Teile

Ethyl-4-dimethylaminobenzoat 0,04 Teile

Eine Lösung aus der vorstehend beschriebenen Formulierung wurde intensiv durch Dispergieren mit einem Dispersionsmischer gemischt, um eine Emulsion herzustellen. Als nächstes wurde die Emulsion auf eine Polyesterfolie von 50 µm Dicke unter Verwendung eines Stabbeschichters aufgetragen, worauf getrocknet wurde, um eine lichtempfindliche Schicht mit 5 µm Dicke zu bilden, und dann wurde eine Polyesterfolie von 12 µm Dicke auflaminiert. Darauf wurde die lichtempfindliche Schicht bildgebend mit Licht einer Wellenlänge von etwa 400 nm oder mehr 5 sec lang durch einen Kantenfilter (Y-42, Handelsname, erhältlich von Toshiba Glas Co., Ltd.) unter Verwendung einer Ultrahochdruckquecksilberdampflampe (VSH-500D Handelsname, hergestellt von Ushio Inc.) als Lichtquelle bestrahlt. Als nächstes wurde die lichtempfindliche Schicht 10 sec lang auf 115ºC aufgeheizt, um eine thermische Verstärkung des latenten Silberhalogenidbildes zu erreichen. Darauf wurde der Filter entfernt, worauf 20 sec lang mit Licht bestrahlt wurde. Danach wurde die Polyesterfolie abgeschält. Dann wurde ein gewöhnliches Papier und die lichtempfindliche Schicht aufeinander gelegt, auf 80ºC erhitzt und zwischen Walzen durchgeschickt, die einen Druck von 25 kg/cm² aufbrachten, worauf abgeschält wurde. Die lichtempfindliche Schicht, die der unbelichteten Fläche entsprach, wurde auf das gewöhnliche Papier übertragen, und ein wenig blieb auf der Polyesterfolie zurück.

Vergleichsbeispiel 5

Beispiel 6 wurde wiederholt zur Bildung eines lichtempfindlichen Materials und zur Durchführung einer Untersuchung, mit der Ausnahme, daß das 1,12-Bis[2- (acryloxy)acetoxy]dodecan im Beispiel 6 ersetzt wurde durch einen flüssigen polymerisierbaren Polymervorläufer. Die lichtempfindliche Schicht entsprechend der unbelichteten Fläche wurde auf gewöhnliches Papier übertragen, blieb aber teilweise auf der Polyesterfolie zurück und auch noch mit einem ungleichmäßigen Rückhaltegrad.

Beispiel 7

AgBr 0,1 Teile

Silberbehenat 0,7 Teile

Isopropylalkohol/Toluol (1/1) 10,0 Teile

Copolymer aus Methylmethacrylat und Butylacrylat 2,0 Teile

4,8-Dihydroxychinolin-2-carbonsäure 0,35 Teile

1,3-Bis[2-(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoyl]benzol 1,8 Teile

Dipentaerythritolhexaacrylat 0,2 Teile

7-Methoxy-3-benzoylcumarin 0,16 Teile

Ethyl-4-dimethylaminobenzoat 0,04 Teile

Eine Lösung aus der vorstehend beschriebenen Formulierung wurde intensiv durch Dispergieren mit einem Dispersionsmischer gemischt, um eine Emulsion herzustellen. Als nächstes wurde die Emulsion auf eine Polyesterfolie von 50 µm Dicke unter Verwendung einer Auftragevorrichtung aufgetragen, worauf getrocknet wurde, um eine lichtempfindliche Schicht mit 5 µm Dicke zu bilden. Danach wurde eine Polyesterfolie von 12 µm Dicke auflaminiert. Darauf wurde die lichtempfindliche Schicht 5 sec lang bildgebend unter Verwendung einer Wolframlampe als Lichtquelle mit Licht bestrahlt. Als nächstes wurde die lichtempfindliche Schicht 20 sec lang auf 120ºC aufgeheizt, um eine thermische Verstärkung des latenten Silberhalogenidbildes zu erreichen. Darauf wurde 60 sec lang eine Ganzflächenbelichtung unter Verwendung einer Fluoreszenzlampe durchgeführt. Danach wurde die Polyesterfolie auf der lichtempfindlichen Schicht davon abgeschält, und eine Entwicklung wurde mit Ruß unter Verwendung einer Fellbürste durchgeführt. Als Ergebnis haftete der Ruß an der belichteten Fläche (unpolymerisierte Fläche), und kein Kohlenstoff haftete an der unbelichteten Fläche (polymerisierte Fläche), was die Bildung eines schwarzen Musters mit hervorragender Auflösung ergab.

Was die Auflösung des schwarzen Musters betrifft, war ein Muster mit einer Linienbreite von 10 µm auflösbar und auch von guter Bildschärfe.

Vergleichsbeispiel 6

Beispiel 7 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß 1,3-Bis[2-(acryloxy)ethoxycarbamoyl]benzol durch Trimethylolpropantriacrylat ersetzt wurde.

Das sich ergebende Bild mit einem schwarzen Muster war nicht konstant bezüglich der Linienbreite von 10 µm. Die lichtempfindlichen Materialien, die in Beispiel 7 und Vergleichsbeispiel 6 hergestellt wurden, wurden ebenfalls Lagerbeständigkeitsprüfungen mit 2000 h unter Sicherheitslicht und bei Bedingungen von 35ºC und 70% relativer Feuchte unterworfen, wobei heraus kam, daß auf dem lichtempfindlichen Material des Vergleichsbeispieles 6 Schleier erzeugt wurden, aber kaum Schleier auf dem lichtempfindlichen Material des Beispieles 7.

Beispiel 8

AgBr 0,1 Teile

Silberbehenat 0,7 Teile

Isopropylalkohol/Toluol (1/1) 10,0 Teile

Polyvinylbutyral 2,0 Teile

2,2'-Methylenbis(4-methoxyphenol) 0,4 Teile

1,4-Bis[2-(acrylxyacetoxy)ethoxycarbamoyl]cyclohexan (Schmelzpunkt 104 bis 106ºC) 2,5 Teile

Azobisisobutyronitril 0,5 Teile

Phthalazinon 0,1 Teile

Eine Lösung aus der vorstehend beschriebenen Formulierung wurde intensiv durch Dispergieren mit einem Dispersionsmischer gemischt, um eine Emulsion herzustellen. Als nächstes wurde die Emulsion auf eine Polyesterfolie von 50 µm Dicke unter Verwendung einer Auftragevorrichtung aufgetragen, worauf getrocknet wurde, um eine lichtempfindliche Schicht mit 5 µm Dicke zu bilden. Danach wurde eine Polyesterfolie von 12 µm Dicke auflaminiert. Darauf wurde die lichtempfindliche Schicht 10 sec lang bildgebend unter Verwendung einer Wolframlampe als Lichtquelle mit Licht bestrahlt. Als nächstes wurde die lichtempfindliche Schicht 40 sec lang unter Verwendung einer Wärmeentwicklungsmaschine erhitzt, die auf 80ºC eingestellt war, und dann 10 sec lang unter Verwendung einer Wärmeentwicklungsmaschine erhitzt, die auf 110ºC eingestellt war. Danach wurde die 12 µm dicke Polyesterfolie abgeschält und in einem Ethanolbad eingetaucht gehalten, so daß die bildgebend belichtete Fläche aufgelöst wurde und ein Polymerbild auf dem Film zurückblieb.

Wie vorstehend in Detail ausgeführt wurde, ermöglichte die Verwendung einer lichtempfindlichen Zusammensetzung, in der der polymerisierbare Polymervorläufer mit einem Schmelzpunkt von 35ºC und mehr verwendet wird, gemäß den verschiedenen Ausführungsformen die Erzeugung eines Bildes ohne Erzeugung von üblem Geruch, ohne komplizierte Verarbeitung und ohne Bildunschärfe.


Anspruch[de]

1. Lichtempfindliches Material, umfassend eine Schicht, die ein lichtempfindliches, wärmeentwickelbares Element, das ein lichtempfindliches Silbersalz und ein fotopolymerisierbares Element enthält, wobei das wärmeentwickelbare Element und das fotopolymerisierbare Element empfindlich gegenüber Licht verschiedener Wellenlänge sind oder das wärmeentwickelbare Element eine höhere Lichtempfindlichkeit als das fotopolymerisierbare Element aufweist, wobei das Material wenigstens eine Verbindung enthält, die ausgewählt ist aus den Verbindungen, die durch die Formeln (I), (II) oder (III), die im folgenden abgebildet sind, dargestellt ist, und einen polymerisierbaren Polymervorläufer mit einem Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr enthält.

worin R¹, R², R³, R&sup5; und R&sup6; jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe, eine Alkoxygruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe darstellen, R&sup4; ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe, ein Carboxylgruppe oder ein Carbonsäureestergruppe darstellt, A ein Sauerstoffatom oder ein Schwefelatom darstellt, R ein Wasserstoffatom, eine unsubstituierte Alkylgruppe oder eine substituierte oder unsubstituierte Aralkylgruppe darstellt, n 0 oder 1 ist und Z eine divalente Verknüpfungsgruppe ist und eine Alkylidengruppe, ein Aralkylidengruppe oder ein Schwefelatom darstellt.

2. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 1, wobei das lichtempfindliche und wärmeentwickelbare Element wenigstens ein lichtempfindliches Silberhalogenid und ein organisches Silbersalz zusätzlich zu der Verbindung, die durch die Formeln (I), (II), (III) dargestellt ist, umfaßt.

3. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 2, worin das lichtempfindliche Silberhalogenid in einer Menge von 0,001 mol bis 2 mol pro Mol des organischen Silbersalzes enthalten ist.

4. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 3, worin wenigstens eine Verbindung, die ausgewählt ist aus der Gruppe von Verbindungen, die durch die Formeln (I), (II) oder (III) dargestellt sind, in einer Menge von 0,2 mol bis 3 mol pro Mol des organischen Silbersalzes enthalten ist.

5. Lichtempfindliches Material nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin das fotopolymerisierbare Element wenigstens einen Fotopolymerisationsinitiator zusätzlich zum polymerisierbaren Polymervorläufer mit einem Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr umfaßt.

6. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 5, worin der Fotopolymerisationsinitiator in einer Menge von 0,01 mol bis 10 mol pro Mol der Verbindung enthalten ist, die durch die Formeln (I), (II) oder (III) dargestellt ist.

7. Lichtempfindliches Material nach Anspruch 5, worin der Fotopolymerisationsinitiator in einer Menge von 0,1 Gewichtsteilen bis 50 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile des polymerisierbaren Polymervorläufers mit einem Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr, enthalten ist.

8. Lichtempfindliches Material nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der polymerisierbare Polymervorläufer, der einen Schmelzpunkt von 35ºC oder mehr besitzt, ein Schmelzpunkt von 140ºC oder weniger besitzt.

9. Lichtempfindliches Material nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das lichtempfindliche Material eine Dicke von 0,1 µm bis 2 mm aufweist.

10. Lichtempfindliches Material nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der lichtempfindliche Material weiter einen Träger umfaßt.

11. Lichtempfindliches Material nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der polymerisierbare Polymervorläufer eine difunktionelle oder polyfunktionelle Verbindung ist, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einem Polyesteracrylat oder Polyurethanacrylat, einem Esterkondensat aus Hexamethylenglycol, Octamethylenglycol, Decamethylenglycol, Dodecamethylenglycol oder Trimethylolpropan und Acryloxyessigsäure oder Acryloxypropionsäure oder einem Reaktionsprodukt von Cyclohexylendiisocyanat, 4,4'-Methylenbis(cyclohexylisocyanat), 1,4-Cyclohexylenmethylendiisocyanat oder Phenylendiisocyanat mit Hydroxyalkylacrylat oder Hydroxyalkoxyalkylacrylat.

12. Lichtempfindliches Material nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der polymerisierbare Polymervorläufer eine der folgenden Verbindungen umfaßt:

Bis{4-[2-acryloxy)ethoxycarbamoyl]cyclohexyl}methan (Schmp. 126 bis 129ºC), Bis{4-[2-acryloxy)ethoxycarbamoyl]phenyllmethan (Schmp. 75 bis 78ºC), 1,6- Bis[2-(acryloxy)acetoxy]hexan (Schmp. 63-65ºC), 1,12-bis[2-(acryloxy)acetoxy]dodecan (Schmp. 70 bis 72ºC), 1,4-Bis[2(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoylmethyl]cyclohexan (Schmp. 104 bis 106ºC), 1,3-Bis[2-(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoylmethyl]benzol (Schmp. 67 bis 70ºC), Bis{4-[2-(acryloxyacetoxy)isopropoxycarbamoyl]phenyl}methan (Schmp 71 -74ºC), 2,4-Bis[2-(acryloxy)ethoxycarbamoyl]toluol (Schmp. 75 bis 77ºC), 2,4-Bis[2-(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoyl]toluol (Schmp. 72 bis 74ºC), 1,6-Bis[2-(acryloxyacetoxy)ethoxycarbamoyl]hexan (Schmp. 125 bis 127ºC), und Bis{4-[3-(acryloxy)propoxycarbamoyl]cyclohexyl}methan (Schmp. 51 bis 55ºC).

13. Lichtempfindliches Material nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin der polymerisierbare Polymervorläufer in einem verkapselten Zustand vorhanden ist.

14. Lichtempfindliches Material nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Reduktionsmittel ausgewählt ist aus:

(a) 1,4-Dihydroxynaphthalin, 4-Methoxy-1-naphthol, 4-Ethoxy-1-naphthol, 5- Methyl-4-methoxy-1-naphthol, 1-5-Dihydroxynaphthalin, 4-Chlor-1-naphthol, 5-Chlor-1-naphthol, 4-Methylthio-1-naphthol, 4-Ethylthio-1-naphthol, 6-Phenyl-4-methyl-1-naphthol, 6-Phenyl-4-methoxy-1-naphthol, 6-Benzyl-1- naphthol, 6-Benzyl-4-methoxy-1-naphthol, 4-Methyl-1,7-dihydroxynaphthalin, 4-Methoxy-6-benzyl-1-naphthol, 4-Methoxy-6-cyclohexyl-1-naphthol, 4- Methylthio-6-cyclohexyl-1-naphthol, 3,4-Dimethyl-1-naphthol und 4-Benzyloxy-1-naphthol;

(b) 8-Hydroxychinolin, 4,8-Dihydroxychinolin-2-carbonsäure, 4- Hydroxychinolin-2-carbonsäure, 4-Methyl-8-hydroxychinolin, 4-Benzyl-8- hydroxychinolin und 4,8-Dihydroxy-5-methylchinolin;

(c) 2,2'-Methylenbis(6-t-butyl-1,4-dihydroxybenzol), 2,2'-Methylenbis(4-methoxyphenol), 2,2'-Methylenbis(4,6-di-t-butylphenol), 2,2'-Methylenbis(4-methyl-6-t-butylphenol), 2,2'-Butylidenbis(4-methoxyphenol), 2,2'-Butylidenbis(6-t-butyl-1,4-dihydroxybenzol), 2,2'-Thiobis(4-methoxyphenol), 2,2'-Thiobis(6-methyl-1,4-dihydroxybenzol), 2,2'-Thiobis(4,6-di-t-butylphenol), Bis(2- hydroxy-5-methylphenyl)phenylmethan und (3-t-Butyl-5-methyl-2-hydroxyphenyl)-(5-methoxy-2-hydroxyphenyl)methan.

15. Bildgebendes Verfahren, umfassend folgende Schritte:

(a) Unterwerfen des lichtempfindlichen Materials nach einem der Ansprüche 1 bis 14 einer bildweisen Belichtung,

(b) Erhitzen des lichtempfindlichen Materials und

(c) Unterwerfen des lichtempfindlichen Materials einer Ganzflächenbelichtung, um die Fläche zu polymerisieren, die bei der bildweisen Belichtung unbelichtet blieb.

16. Bildgebendes Verfahren nach Anspruch 15, worin der Schritt der bildweisen Belichtung darin besteht, daß das lichtempfindliche Material bildweise mit Licht einer Wellenlänge von wenigstens 400 nm und nicht mehr als 900 nm belichtet wird.

17. Bildgebendes Verfahren nach Anspruch 15 oder Anspruch 16, worin der Schritt der Erwärmung darin besteht, daß das lichtempfindliche Material auf eine Temperatur von 60 bis 180ºC erhitzt wird.

18. Bildgebendes Verfahren nach einem der Ansprüche 15, 16 oder 17, worin der Schritt der Ganzflächenbelichtung darin besteht, daß die gesamte Fläche des lichtempfindlichen Materials mit Licht mit einer Wellenlänge von wenigstens 250 nm oder nicht mehr als 700 nm belichtet wird.

19. Bildgebendes Verfahren nach einem Ansprüche 15 bis 18, das weiter den Schritt umfaßt, daß eine bei der bildweisen Belichtung belichtete Fläche von einer bei der bildweisen Belichtung nicht belichtenden Fläche des lichtempfindlichen Materials nach dem Schritt der Gesamtflächenbelichtung getrennt wird.

20. Bildgebendes Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, das weiter den Schritt umfaßt, daß ein Farbentwickler auf eine bildweise belichtete Fläche oder bildweise nicht belichtete Fläche des lichtempfindlichen Materials nach dem Schritt der Gesamtflächenbelichtung aufgebracht wird.

21. Bildgebendes Verfahren, das folgende Schritte umfaßt:

a) Unterwerfen des lichtempfindlichen Materials nach einem der Ansprüche 1 bis 14 einer bildweisen Belichtung,

b) Erwärmen des lichtempfindlichen Materials,

c) Polymerisation einer bei der bildweisen Belichtung unbelichteten Fläche des lichtempfindlichen Materials, und

d) Übertragen einer bei der bildweisen Belichtung belichteten Fläche des lichtempfindlichen Materials auf ein Bildempfangsmaterial.

22. Bildgebendes Verfahren nach Anspruch 21, worin der Schritt der bildweisen Belichtung darin besteht, daß das lichtempfindliche Material bildweise mit Licht einer beliebigen Wellenlänge im Bereich von wenigstens 400 bis 900 nm belichtet wird.

23. Bildgebendes Verfahren nach Anspruch 21 oder Anspruch 22, worin der Schritt der Erwärmung darin besteht, daß das lichtempfindliche Material auf eine Temperatur von 60 bis 180ºC erhitzt wird.

24. Bildgebendes Verfahren nach einem der Ansprüche 21, 22 oder 23, worin der Schritt des Polymerisierens darin besteht, daß das lichtempfindliche Material auf eine Temperatur von 60 bis 180ºC erhitzt wird.

25. Bildgebendes Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 24, worin die Schritte b) und c) gleichzeitig ausgeführt werden.

26. Bildgebendes Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 25, worin das Polymerisieren einen Schritt darstellt, bei dem die gesamte Fläche des lichtempfindlichen Materials mit Licht mit einer Wellenlänge von wenigstens 250 nm und nicht mehr als 700 nm belichtet wird.

27. Bildgebendes Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 26, worin der Schritt der Übertragung in den Schritten besteht, das ein Bildempfangsmaterial auf das lichtempfindliche Material auflaminiert wird und danach der sich ergebende laminierte Körper erwärmt und gepreßt wird.

28. Bildgebendes Verfahren nach Anspruch 27, worin das Erwärmen ein Erwärmen des laminierten Körpers bei einer Temperatur von 60 bis 150ºC umfaßt.

29. Bildgebendes Verfahren nach Anspruch 27 oder Anspruch 28, worin das Pressen ein Pressen des laminierten Körpers bei einem Druck von 20 bis 300 kg/cm² umfaßt.







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