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Dokumentenidentifikation DE69400139T2 02.10.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0611845
Titel Vorrichtung zum Einbringen von Dampf in ein Silo
Anmelder Andritz-Patentverwaltungs-Ges.m.b.H., Graz, AT
Erfinder Kilpeläinen, Reijo, SF-15870 HOLLOLA, FI;
Laukkanen, Risto, SF-57710 Savonlinna, FI;
Virolainen, Matti, SF-57710 Savonlinna, FI
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Aktenzeichen 69400139
Vertragsstaaten DE, FR, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 28.01.1994
EP-Aktenzeichen 941013039
EP-Offenlegungsdatum 24.08.1994
EP date of grant 17.04.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.1996
IPC-Hauptklasse D21B 1/02
IPC-Nebenklasse D21C 1/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur zuführung von Dampf in ein Silo nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

In der Zellstoffindustrie wird das als Rohmaterial verwendete Holz in Späne geschnitten, wie dies für den Produktionsprozeß erforderlich ist. Neben Außenabmessungen muß die Qualität der Späne auch hinsichtlich anderer Eigenschaften stimmen. Die Späne werden in ein Dämpfsilo gefördert und von dort weiter dem Pulpprozeß zugeführt. Im Silo wird die Feuchtigkeit der Späne durch zuführung von Dampf in das Silo auf ein geeignetes Maß eingestellt. Gleichzeitig wird die zwischen den Spänen befindliche Luft, die für den Pulpprozeß von Nachteil ist, abgezogen.

In früher bekannter Technologie (z.B in EP-A-0326012) wird der Dampf verschiedenen Teilen des Silos über Dampfzuführungsrohre zugeführt. Um sicherzustellen, daß alle Teile des Silos genügend Dampf erhalten, müssen die Dampfzuführungsstellen in verschiedenen Teilen der Silowände und des Silobodens verteilt werden. Deshalb hat die Rohrleitung mehrere Abzweigstellen und ist von komplexer Konstruktion. Der Dampf wird in das Silo durch Lochbleche geführt, die auf den Rohrenden an den Zuführungsstellen montiert sind. Diese Lochbleche werden manchmal durch sich auf ihnen ansammelnde Späne oder durch mit dem Dampf eindringende Verunreinigungen verstopft. Dies gilt besonders für die Dampfzuführungsstellen im Boden des Silos. Die Reinigung und der eventuelle Austausch der Rohrleitung und Lochbleche ist eine zeitraubende Arbeit, wobei das Silo gewöhnlich geleert werden muß.

Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, eine neue und einfache Dampfzuführungsvorrichtung auszuführen, die eine zuverlässige Dampfzufuhr in das Silo sicherstellt und die leicht zu warten ist. Zu diesem Zweck weist die Erfindung die in der Beschreibung des Anspruchs 1 festgelegten charakteristischen Merkmale auf. Weitere Ausführungsarten der Erfindung werden durch die in den Unteransprüchen dargelegten Merkmale gekennzeichnet.

Durch die Lösung der Erfindung entfällt die Notwendigkeit, eine komplexe Rohrleitung unter dem Silo zu bauen, da die eigentlichen Dampfzuführungsrohre am Silorand enden, wo ein oder zwei Zuführungsanschlüsse vorgesehen sind. Der Dampf gelangt zu verschiedenen Teilen des Silobodens über Hohlträger, die am Boden befestigt sind und vorzugsweise dessen Tragkonstruktion bilden. Die Düsen können leicht eingebaut und später ausgetauscht werden. Als Düsen können Normbauteile dienen, die zuverlässig in die richtige Lage gebracht werden. Das Entfernen von Ver unreinigungen aus den Düsen und Lochblechen, die mit dem Siloraum in Verbindung stehen, ist einfach und möglich, selbst wenn das Silo Späne enthält.

Nachstehend wird die Erfindung anhand einer ihrer Ausführungsarten beschrieben, unter Hinweis auf die Zeichnungen, in welchen

- Fig. 1 den Boden eines Silos als Draufsicht darstellt,

- Fig. 2 eine Schnittsansicht eines Bodenkanals und

- Fig. 3 eine Schnittansicht eines anderen Bodenkanals darstellt.

Fig. 1 zeigt die Bodenkonstruktion des Silos 1 von oben gesehen. Das Silo besteht aus einer zylindrischen Wand 2, die an ihrem unterem Rand an einem Bodenblech 3 und an ihrem oberen Rand an einer Deckkonstruktion (nicht dargestellt) befestigt ist. Die Späne werden durch das Oberteil in das Silo geführt und durch im Boden 3 gebildete Austragsöffnungen 4 entfernt. In der Mitte des Bodenblechs ist eine Austragsvorrichtung montiert, die aus einer durch ein Lager im Bodenblech gestütztenAustragsnabe 5 und an der Nabe 5 befestigten Austragsarmen 6 besteht. Die Austragsvorrichtung wird mittels eines Stellglieds (nicht dargestellt) in einem Winkel von ca. +/-40º hin und her geschwenkt. Die vier über den ganzen Siloboden hinweg streichenden Arme fördern die Späne zu den Austragsöffnungen 4. Unter dem Siloboden sind zwei Hohlträger 7 und 8 montiert, deren Enden 9 und 10 mit Anschlüssen für die Dampfzuführungsrohre versehen sind. Der Siloboden 3 ist mit entlang den Hohlträgern 7 und 8 angeordneten Dampfzuführungsöffnungen 11 und 12 versehen.

Fig. 2 zeigt Schnitt A - A in Fig. 1 rund um Hohiträger 8. Hohlträger 8, wie auch der andere Hohlträger 7, besteht aus Seitenwänden 13 und 14 und einer Unterseite 15. Die Seitenwände sind mit dem Siloboden 3 verbunden, der die Oberseite des Hohlträgers bildet. Hohlträger 8 dient als gemeinsamer Dampfzuführungskanal für mehrere im Boden 3 des Silos gebildete Dampfzuführungsöffnungen 12. Im Innern des Hohlträgers 8 ist eine rohrförmige Dampfdüse 17 unter jeder Öffnung 12 montiert. Ein Ende der Düse erstreckt sich bis zum Siloboden und ist mit einem Lochblech 16 versehen. Das andere Ende der Düse ist mit einem Abschlußblech versehen, das auch einen Befestigungst lansch 21 bildet und an dem rohrförmigen Teil der Düse z.B. durch Schweißen befestigt ist. Der Rand des Lochblechs und der Rand 19 der Düse sowie die untere Kante der Öffnung im Siloboden sind so bearbeitet, daß die Düse 17 in die richtige Lage gebracht und eine ausreichend feste Verbindungsstelle gebildet wird. Das andere Ende der Dampfdüse 17 erstreckt sich bis zu einer in der Unterseite 15 des Hohlträgers vorgesehenen Öffnung. An die Unterseite des Hohlträgers ist ein Flansch angeschweißt, der ein Loch mit einer im wesentlichen der Öffnung entsprechenden Größe aufweist, wobei besagter Flansch direkt unter besagter Öffnung angeordnet wird. Der Befestigungsflansch 21 für die Duse ist an der Unterseite des Flansches 20 z.B. mit Schrauben befestigt, so daß die Dampfdüse 17 gegen die Unterseite des Silobodens 3 gepreßt wird. In der Innenfläche der Loches im Flansch 20 befindet sich eine Sitzfläche für einen Dichtungsring 22, der eine Abdichtung zwischen Flansch 20 und dem sich in das Loch erstreckenden Teil 28 des Befestigungsflansches 21 bildet. Ungefähr in der Mitte der Düse 17 befindet sich eine Dampfeintrittsöffnung 18, durch welche der Dampf vom Kanal 8 in die Düse 17 und weiter durch das Gitter 16 in das Silo fließt.

Jeglicher Müll und Schmutz, der eventuell während des Betriebs in die Dampfdüse 17 gelangt, wird an der Oberfläche des Befestigungsflansches 21 gesammelt, von wo er entfernt werden kann, indem man die Befestigungsschrauben löst und die Düse herausnimmt. In ähnlicher Weise kann ein verstopftes oder eventuell verschlissenes oder beschädigtes Lochblech ersetzt werden, indem man die Schrauben des Befestigungsflansches löst und die Dampfdüse 17 und das Lochblech 16 durch die Öffnung in der Unterseite des Hohlträgers herausnimmt. Die Positionierung der Ersatzdüse, wie auch der ursprünglichen Düse, wird durch die bearbeiteten Führungsflächen in der Düse und der Öffnung im Siloboden erleichtert.

Fig. 3 stellt eine weitere Ausführungsart der Vorrichtung der Erfindung zur Zuführung von Dampf in ein Silo dar. Der Dampfzuführungskanal wird als Rohrträger 23 ausgeführt, der unter dem Siloboden 3 angeordnet wird. Ein Ende des Rohrträgers 23 ist mit Dampfzuführungsanschlüssen versehen, durch welche der Dampf diesem zugeführt wird. An den unter den Öffnungen 12 im Siloboden liegenden Stellen ist der Rohrträger 23 mit Stützen 24 versehen, die bis zum Siloboden reichen. Gleichermaßen ist der Rohrträger 23 an entsprechenden Stellen mit abwärts gerichteten Stützen 25 versehen, deren Unterkante die Unterseite 26 bildet. An der Unterseite ist ein Befestigungsflansch 21 mit Schrauben befestigt, wobei eine Dichtung 27 zwischen dem Befestigungsflansch 21 und der Unterseite angeordnet wird. Die Konstruktion der Dampfdüse 17 und der zugehörigen Teile ist im wesentlichen genauso wie in Fig. 2 dargestellt. Auch in diesem Fall kann die Dampfdüse in einer Art und Weise eingebaut und gewartet werden, die der in Zusammenhang mit Fig. 2 beschriebenen entspricht.

Die Erfindung ist vorstehend anhand einiger ihrer Ausführungsarten beschrieben worden. Die Darstellung ist jedoch nicht als die Erfindung einschränkend anzusehen; statt dessen können die Ausführungsarten der Erfindung aber innerhalb der durch die Ansprüche festgelegten Grenzen variieren.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur Zuführung von Dampf in ein Silo durch Öffnungen (12) im Boden (3) des Silos, wobei besagtes Silo zumindest aus einem Boden (3) und aus vom Boden nach oben verlaufenden Wänden besteht und mit mindestens einem unter dem Boden (3) liegenden Dampfzuführungskanal (7, 8) ausgerüstet ist; wobei besagter Kanal eine dem Boden (3) des Silos gegenüberliegende Oberseite und eine Unterseite (15, 26) unter der Oberseite hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfzuführungskanal (8) mit einem Zuführungsanschluß (10) versehen ist, durch welchen der dem Silo zuzuführende Dampf in den Dampfzuführungskanal (8) gelangt, und daß der Dampfzuführungskanal (8) mit Dampfdüsen (17) versehen ist, die unter den im Boden (3) des Silos vorgesehenen Öffnungen (12) angeordnet sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfdüse (17) ein Rohrkörper, dessen eines Ende bis zum Boden (3) des Silos reicht, während das andere Ende sich im wesentlichen bis zur Unterseite (15, 26) des Dampfzuführungskanals erstreckt, und daß sich zwischen den Enden der Dampfdüse (17) eine Dampfeintrittsöffnung (18) befindet, die in den Dampfzuführungskanal (8) führt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Boden (3) des Silos gegenüberliegende Ende der Dampfdüse (17) mit einem Gitter (16) versehen ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (15, 26) des Dampfzuführungskanals mit Montageöffnungen für die Dampfdüsen (17) versehen ist, die es erlauben, einen am unteren Ende der Düse (17) vorgesehenen Befestigungsflansch (21) herausnehmbar in der Öffnung zu montieren.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfdüse (17) und demgemäß der Boden (3) des Silos mit Führungsflächen (19) versehen sind, die dazu dienen, die Düse (17) in die richtige Lage zu bringen, und daß Dichtungselemente (22, 27) zwischen dem Befestigungsflansch (21) der Düse und der Montageöffnung in der Unterseite (15, 26) des Dampfzuführungskanals vorgesehen sind.







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