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Dokumentenidentifikation DE19512403A1 10.10.1996
Titel Vorrichtung zum Schneiden von Gipskartonplatten
Anmelder Wirth, Volker, 18119 Rostock, DE
Erfinder Wirth, Volker, 18119 Rostock, DE
DE-Anmeldedatum 03.04.1995
DE-Aktenzeichen 19512403
Offenlegungstag 10.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.10.1996
IPC-Hauptklasse B28D 1/22
Zusammenfassung Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die von einer Person transportierbar, montierbar, verschiebbar und bedienbar ist und mit der mit geringem Einstellaufwand Gipskartonplatten auf Einbaumaß schneidbar sind.
Die Vorrichtung besteht aus einem Grundrahmen 1, einem darauf angeordneten Grundgestell 2 bis 4, in deren Mittelteil 2 die Schneideinrichtung 5 angeordnet ist. Diese ist um ein Schwenklager 28, 28', das sich in Höhe der Auflageschiene 13 und in der Schnittlinie des Schneidwerkzeuges befindet, im V-förmigen Spalt des Mittelteiles 2 schwenkbar. Die Werkzeugträger 30, 30' sind über umlaufende Antriebsketten 29, 29', Kettenritzel 24, 24', die auf im Ober- und Unterteil der Schneideinrichtung 5 angeordneten Kettenradwellen 23 und 27 sitzen, mechanisch miteinander verbunden, wodurch ein gleichzeitiges Schneiden der Kartonage auf beiden Seiten der Gipskartonplatten 16 erfolgt.
Die Vorrichtung wurde vorrangig zum Schneiden von Gipskartonplatten im Trockenbau entwickelt. Sie ist aber auch zum Schneiden anderer Platten mit ähnlicher Struktur geeignet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft das Gebiet des Bauwesens insbesondere den Trockenbau unter Verwendung von Gipskartonplatten.

Gipskartonplatten werden in Normgrößen geliefert. Sie müssen daher auf der Baustelle auf Einbaumaß geschnitten werden. Dazu wird die auf dem Stapel zuoberst liegende Platte angezeichnet, eine gerade Schiene angelegt und an dieser entlang mit einem Cutmesser (Teppichmesser) der außen befindliche Karton eingeschnitten. Die Platte wird dann bis zum Schnitt an den Rand des Stapels gezogen mit einem kurzen Ruck gebrochen und dann vorsichtig gewendet. Durch nochmaliges Schneiden mit dem Cutmesser entlang der auf der Rückseite entstandenen Faltlinie wird die Platte endgültig getrennt.

Das ständige Niederbeugen über den Plattenstapel beim Anzeichnen das oftmalige Verrutschen der Schneideschiene das manchmal verlaufende Cutmesser und die damit zusammenhängende schlechte Bruchqualität aber vor allem das beschwerliche Wenden der Platten bei dem es oft zum Einreißen der rückseitigen Kartonlage und zu fehlerhaftem Bruch kommt sind Nachteile dieser Arbeitsweise.

Die DE-PS 30 44 467 schlägt nun ein Schneidgerät vor das mit Rollen auf der Oberkante einer aufgestellten Gipskartonplatte verfahrbar ist und auf beiden Seiten der Gipskartonplatte fliegend befestigte und in der Länge verstellbare Arme als Werkzeugträger hat. Als Schneidwerkzeug werden federnd abgestützte Tapetenmesser verwendet. Sie werden mittels der längsverstellbaren Arme auf Schneidmaß eingestellt. Der Schnitt erfolgt durch Verfahren des Schneidgerätes auf der Oberkante der Gipskartonplatte.

Bei diesem Gerät ist aber für jeden Schnitt ein Einstellen der Schneidmesser auf die benötigte Schnittbreite erforderlich was einen hohen Einstellaufwand bedeutet.

Mit diesem Gerät sind auch nur Schnitte parallel zur Oberkante der Gipskartonplatte und auch nur für eine begrenzte Streifenbreite möglich. Schrägschnitte können nicht ausgeführt werden. Dazu kommt daß für diese Arbeiten möglichst zwei Arbeitskräfte vorhanden sein sollten eine für das Halten der Gipskartonplatte und eine für das Führen des Schneidegerätes.

Für genaue Schnitte ist zudem eine saubere Oberkante der Gipskartonplatte erforderlich was bei der Verarbeitung von Reststücken ihr Vorbearbeiten bedingt.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zum Schneiden von Gipskartonplatten zu schaffen die von nur einer Arbeitskraft zum Einsatzort transportierbar am Einsatzort montierbar und verschiebbar ist und mit der ebenfalls von nur einer Arbeitskraft eine saubere und schnelle Schnittdurchführung beim Schneiden von Gipskartonplatten auf Einbaumaß mit geringem Einstellaufwand und bei geringem Platzbedarf am Einsatzort gewährleistet ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung gelöst die aus einem auf dem Boden liegenden verfahrbaren Grundrahmen aus einem auf dem Grundrahmen angeordneten mehrteiligen Grundgestell und der eigentlichen Schneideinrichtung besteht.

Der Grundrahmen besteht aus zwei Längsträgern mit Querverbindungen. In Längsrichtung ist nach etwa 2/3 der Länge eine Ausparung als Freiraum für die Schneideinrichtung angeordnet.

Das Grundgestell besteht aus drei Teilen die einzeln nebeneinander auf dem vorderen Längsträger des Grundrahmens angeordnet und rückseitig mit Stützen auf dem zweiten Längsträger des Grundrahmens abgestützt sind. Unmittelbar über dem Grundrahmen sind an ihnen Auflageschienen für die Aufnahme der zu schneidenden Gipskartonplatten angeordnet. Im mittleren Teil ist im Bereich der Aussparung im Grundrahmen ein senkrechter V-förmiger Spalt angeordnet in dem sich die Schneideinrichtung befindet. Der V-förmige Spalt ist oben und unten durch rechtwinklig zum Grundgestell angeordnete Rahmen verbunden. Der untere Rahmen befindet sich dabei in der Aussparung für die Schneideinrichtung im Grundrahmen unterhalb des Niveaus der Auflageschiene. Durch die Abstützung ist das Grundgestell ca. 7 Grad nach hinten geneigt. Damit ist die Vorderfläche des Grundgestelles eine sichere Anlagefläche für die zu schneidenden Gipskartonplatten.

Die Schneideinrichtung besteht aus einem geschlossenen Rahmen wobei sich ein senkrechter Rahmenteil vor der Anlagefläche für die Gipskartonplatten am Grundrahmen und der zweite senkrechte Teil dahinter befindet. Sie ist unten um eine in Höhe der Auflageschiene in Querrichtung angeordnete Schwenkachse im V-förmigen Spalt des mittleren Teils schwenkbar und wird am oberen Rahmen des mittleren Teiles durch eine Arretierung gehalten mit der die Schneideinrichtung in jeder Stellung innerhalb des V-förmigen Ausschnittes im mittleren Teil fixierbar ist.

Jeder senkrechte Rahmenteil ist als Führung für einen Werkzeugträger ausgebildet. Die Werkzeugträger mit den Werkzeugen werden manuell oder durch einen geeigneten Antrieb gleichzeitig bewegt und sind hierzu miteinander mechanisch verbunden Zu schneidende Gipskartonplatten werden auf der Auflageschiene positioniert. Zum Schneiden werden die Werkzeugträger mit den daran befindlichen Schneidwerkzeugen von oben nach unten geführt. Dabei schneiden sie gleichzeitig vorn und hinten die Kartonage der Gipskartonplatte durch und die Platte kann anschließend leicht gebrochen werden.

Die Erfindung wird am nachfolgenden Beispiel näher erläutert. Die dazugehörigen Bilder zeigen

Fig. 1 Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung von vorn und von der Seite,

Fig. 2 Hauptbestandteile in perspektivischer Ansicht ohne Schneideinrichtung Stützleisten und Skalen,

Fig. 3 Schneideinrichtung in Vorderansicht,

Fig. 4 Ansicht A aus Fig. 3,

Fig. 5 Schnitt C-C aus Fig. 3,

Fig. 6 Schnitt B-B aus Fig. 3,

Fig. 7 Werkzeugträger mit Schneidrädchen Ansicht D zu Fig. 6,

Fig. 8 Arretierung der Schneideinrichtung,

Fig. 9 Verfahreinrichtung,

Fig. 10 Schematische Darstellung der Schnittdurchführung.

Die Fig. 1 bis 3 zeigen die beanspruchte Vorrichtung in der Ansicht sowie in den Hauptbestandteilen.

Danach besteht der Grundrahmen 1 aus zwei Längsträgern mit vier Querverbindungen wobei der vordere Längsträger 8 zur Aufnahme und Befestigung der Teile 2 bis 4 des Grundgestelles ausgebildet sind. Außerdem hat der vordere Längsträger 8 eine Aussparung 9 für den Fußrahmen 10 des Mittelteiles 2.

Die Seiten des Mittelteiles 2 bestehen aus Kastenprofilen. Der V-förmige Spalt 12 wird seitlich durch Winkelprofile begrenzt. Oben bildet ein rechtwinklig zur Schnittlinie angeordneter Kopfrahmen 11 und unten ein rechtwinklig zur Schnittlinie angeordneter Fußrahmen 10 den Abschluß. Das Mittelteil 2 ist mittels einer Steckverbindung auf dem vorderen Längsträger 8 befestigt und rückseitig mittels zweier Stützen 6 gegen den hinteren Längsträger des Grundrahmens 1 abgestützt. Dabei sitzt das Mittelteil 2 mit seinen Fußrahmen 10 in der Aussparung 9 des vorderen Längsträgers 8.

Rechts und links vom Mittelteil 2 befinden sich das rechte Seitenfeld 4 und das linke Seitenfeld 3. Sie bestehen an den Seiten und oben aus Kastenprofilen und unten aus einer Winkelschiene. Die Seitenteile 3 und 4 sind zweckmäßig mittels Steckverbindungen mit dem Mittelteil 2 verbunden und mittels Schraubverbindung am vorderen Längsträger 8 befestigt.

Über die gesamte Länge aller Teile 2 bis 4 erstreckt sich nach deren Montage unmittelbar über dem vorderen Längsträger 8 eine Auflageschiene 13. Lediglich über der Aussparung 9 im vorderen Längsträger 8 im Bereich des V-förmigen Spaltes 12 des Mittelteiles 2 hat die Auflageschiene 13 eine Unterbrechung von ca. 30 mm für den Durchlauf der Schneidwerkzeuge.

Für ein leichtes Verschieben der Gipskartonplatten 16 auf der Auflageschiene ist diese vorteilhaft mit abgekanteten CrNi-Stahlblechen beschichtet.

Zwecks besserer Auflage der zu schneidenden Gipskartonplatten 16 sind in der Anlagefläche der Teile 2 bis 4 zusätzlich waagerechte Stützleisten 14 aus Holz angebracht. Dabei ist die unterste Stützleiste 14 (Fig. 1) als Skalenträger 15 ausgebildet. Mit ihrer Hilfe kann die Gipskartonplatte 16 leicht auf der Auflageschiene 13 auf das gewünschte Schnittmaß ausgerichtet werden. Dazu sind zweckmäßig 3 Skalen angebracht von denen eine von 200 bis 0 cm eine von 0 bis 125 cm und eine von 0 bis 200 cm jeweils bezogen auf den senkrechten Schnitt reicht. Durch diese Einteilung erübrigt sich ein Gegenrechnen beim Einstellen kurzer oder schmaler Abschnitte von der Gipskartonplatte 16.

Am Kopfrahmen 11 des Mittelteiles 2 befinden sich auf einer hier befestigten Skalentafel 18 ebenfalls zwei Skalen (Fig. 8). Nach ihnen kann die Schneideinrichtung 5 für den Schrägschnitt von sowohl hochkant als auch flach stehenden Gipskartonplatten 16 auf einen von der Senkrechten abweichenden Wert eingestellt und damit ein Schrägschnitt durchgeführt werden. Dazu gehen die Skalen zweckmäßig von einem Nullpunkt in der Skalenmitte aus was einem senkrechten Schnitt entspricht und geben die Abweichung der Schnittlinie von der Senkrechten an der Oberkante der Gipskartonplatten vorteilhaft in Längeneinheiten an. Die obere Skala gilt dabei für hochkant stehende Gipskartonplatten 16 und die untere Skala zweckmäßig für flach stehende Gipskartonplatten 16. Diese Skalentafel 18 ist an der Unterkante außerdem mit einer Verzahnung versehen.

Die Schneideinrichtung 5 (siehe Fig. 3 bis 7) besteht aus einem geschlossenen Rahmen dessen Seitenteile als Führungsstangen 21 (vor der Anlagefläche im Grundgestell) und 21&min; (hinter der Anlagefläche im Grundgestell) ausgebildet sind. Diese bestehen zweckmäßig aus Hohlprofilen. Das Oberteil der Schneideinrichtung 5 (siehe Fig. 4) ist ebenfalls als Rahmen 22 ausgeführt der sich im Kopfrahmen 11 befindet. Er umschließt beide Führungsstangen 21, 21&min; und nimmt eine obere Kettenradwelle 23 mit zwei Kettenritzeln 24, 24&min; in sich auf. Die Kettenradwelle 23 ist in der Vorder- und Hinterseite des Rahmens 22 gelagert.

Seitliche Rollen 25, 25&min; am Rahmen 22 erleichtern die Bewegung des Rahmens 22 im Kopfrahmen 11 des Mittelteiles 2.

Am Rahmen 22 ist vorn die Arretierung angebracht (Fig. 8). Sie ist zweckmäßig als ein nach unten in eine günstige Griffhöhe geführter Ausleger 17 ausgeführt an dem eine Zunge 19 die über eine Stange 20 gegen eine Feder zurückziehbar ist und in die Verzahnung 21 eingreift befestigt ist. Dabei trägt die Zunge 19 eine Verlängerung als Zeiger bis an die auf der oberen Skalentafel 18 angebrachten Skalen heran.

Das Unterteil der Schneideinrichtung (siehe Fig. 5) ist als Bügel 26 ausgeführt der im Fußrahmen 10 sitzt und in sich wieder beide Führungsstangen 21, 21&min; eine untere Kettenradwelle 27 mit den Kettenritzeln 24, 24&min; und Schwenklager 28, 28&min; in sich aufnimmt. Der Bügel 26 ist nach rechts geöffnet und gestattet den Ausbau der Schneideinrichtung 5 aus den unteren Teil des V-förmigen Spaltes 12 bei Reparaturen. Die Kettenradwelle 27 ist in der Vorder- und Hinterseite des Bügels 26 gelagert. Die Schwenklager 28, 28&min; befinden sich ebenfalls in der Vorder- und Hinterseite des Bügels 26 und des Fußrahmens 10 des Mittelteiles 2. Sie liegen in Höhe der Auflageschiene 13 in der Schnittlinie und schaffen die Verbindung der Schneideinrichtung 5 zum Fußrahmen 10 des Mittelteiles 2. Um die Schwenklager 28, 28&min; ist die Schneideinrichtung 5 im V-förmigen Spalt 12 schwenkbar und mittels der Arretierung 18 am Kopfrahmen 11 arretierbar. Die Schwenklager 28, 28&min; liegen auf der senkrechten Schnittlinie der Schneidrädchen 34.

An jeder Führungsstange 21, 21&min; befindet sich ein Werkzeugträger 30, 30&min; der auf Rollen 31 in Führungsbahnen 32, 32&min; die vorn und hinten in jeder Führungsstange 21, 21&min; vorhanden sind auf den Führungsstangen 21, 21&min; verfahrbar ist. An jedem Werkzeugträger 30, 30&min; ist zur Anlagefläche der Gipskartonplatten 16 gerichtet ein Werkzeughalter 33, 33&min; befestigt. Dieser trägt an seiner untersten Stelle die Schneidrädchen 34.

Die Werkzeughalter 33, 33&min; sind um einen Schwenkpunkt 35 35&min; im Werkzeugträger 30, 30&min; schwenkbar und mittels Schrauben 36, 36&min; in Langlöchern 37, 37&min; in der eingestellten Lage fixierbar. Damit sind die Schneidrädchen 34 auf unterschiedliche Stärken der Gipskartonplatten 16 und unterschiedliche Schnittiefen einstellbar.

Über die Kettenritzel 24 vor der Anlagefläche der Gipskartonplatten 16 und die Kettenritzel 24&min; hinter der Anlagefläche wird je eine umlaufende Antriebskette 29, 29&min; geführt die über die Kettenbefestigung 42 mit den Werkzeugträgern 30, 30&min; verbunden sind (siehe Detail in Fig. 7). Über sie und die Kettenradwellen 23 und 27 ist eine mechanische Bindung des vorderen Werkzeugträgers 30 mit dem hinteren Werkzeugträger 30&min; und damit eine gleichsinnige Bewegung beider gesichert. Die obere Kettenradwelle 23 ist durch einen Kettenspanner 39 im Rahmen 22 in der Höhe verstellbar wodurch die Antriebsketten 29, 29&min; spannbar sind. Außerdem ist jede Antriebskette 29, 29&min; über ihre gesamte Länge von je einem Kettenschutz 40, 40&min; umgeben.

Zur Montage wird die beanspruchte Schneidvorrichtung in ihre Hauptbestandteile zerlegt zum Einsatzort transportiert. Dort wird der Grundrahmen 1 an geeigneter Stelle abgelegt. Danach wird das Mittelteil 2 mit der Schneideinrichtung 5 mit seinen in der Unterseite befindlichen Löchern auf Zapfen auf den vorderen Längsträger 8 gesteckt und mit zwei Stützen 6 am hinteren Längsträger des Grundrahmens 1 in dazugehörigen Aufnahmen arretiert. Nun werden das rechte und das linke Seitenteil 3 und 4 nacheinander mit in der Unterseite befindlichen Langlöchern (siehe Detail in Fig. 2) auf Zapfen die sich auf dem vorderen Längsträger befinden und als Gewindebolzen ausgebildet sind, gesteckt und in diesen Langlöchern gegen das Mittelteil 2 geschoben wo wieder Zapfen und Bohrungen ineinander greifen und eine formschlüssige Verbindung der Teile 2 bis 4 bewirken. Der Sitz in den Langlöchern wird durch Verschraubung mit Flügelmuttern gesichert und die Seitenteile 3 und 4 durch je eine Stütze 6 am hinteren Längsträger des Grundrahmens 1 arretiert. Zusätzlich werden die Teile 2 bis 4 oben durch Schnellverbindungen 41 miteinander verbunden.

Zum Schneiden einer Gipskartonplatte 16 auf die benötigte Größe wird diese auf die Auflageschiene 13 gestellt und auf dieser durch die Schneideinrichtung 5 geschoben bis das Schneidmaß auf der entsprechenden Skala auf dem Skalenträger 15 ablesbar ist. Danach wird der vordere Werkzeugträger 30 am Handgriff 38 nach unten gezogen (siehe Fig. 10). Dabei rollen die Schneidrädchen 34 beidseitig gleichzeitig über die Gipskartonplatte 16 bis unter das Niveau der Auflageschiene 13 und schneiden die Kartonage durch. Die Gipskartonplatte 16 kann danach leicht an der Schnittlinie gebrochen werden.

Steht vor dem Schnitt die Verlängerung der Zunge 19 in der Mitte der Skalen der oberen Skalentafel 18 dann erfolgt ein senkrechter Schnitt (Parallelschnitt).

Nach Lösen der Arretierung ist die Schneideinrichtung 5 nach rechts oder links schwenkbar und damit ein Schrägschnitt gemäß Skalenangabe einstellbar. Dabei gewährleistet der V-förmige Spalt 12 eine Abweichung der Schnittlinie von der Senkrechten in Höhe der Oberkanten der Gipskartonplatten 16 von ca. +/- 8 cm womit die beim Trockenbau am häufigsten vorkommenden Schrägschnitte ausführbar sind.

Wird die beanspruchte Vorrichtung an einer anderen Stelle des Einsatzortes benötigt dann wird sie mittels der Verfahreinrichtung 7 (siehe Fig. 2 und 9) durch Umiegen eines Hebels und dadurch Drehen einer quer im Grundrahmen 1 angeordneten Welle an deren Enden zwei Räder an kurzen Gabeln angebracht sind angehoben und auf den dazugehörigen Rädern fortgerollt.

Mit dieser Vorrichtung wird gesichert daß eine Arbeitskraft das Schneiden der Gipskartonplatten 16 allein und schnell durchführen kann. Alle Hauptbestandteile der Vorrichtung sind so bemessen daß sie von einer Person durch Treppenhäuser Korridore und Türöffnungen üblicher Größe getragen werden können. Durch die gewählten Verbindungselemente ist auch die Montage von einer Person in kurzer Zeit durchführbar. Die Skalen gewährleisten eine leichte und schnelle Positionierung der Gipskartonplatten 16 auf das zu schneidende Maß auch bei Schrägschnitt so daß das zeitraubende Anzeichnen der Gipskartonplatten 16 entfällt. Durch die Lage der Schwenklagerachse in der Auflageschiene 13 und in der Schnittlinie der Schneidrädchen 34 behalten die Skalen im Skalenträger 15 auch bei Schrägschnitten ihre Gültigkeit für das unterseitige Plattenmaß. Die Werkzeuganordnung und ihre Führung beim Schnitt garantieren saubere Schnittkanten.

Durch die Verfahreinrichtung ist außerdem eine schnelle Umsetzung der Vorrichtung am Einsatzort gesichert.

Diese Schneidvorrichtung ist auch zum Schneiden von Platten aus anderen Materialien z. B. Wedi- oder Mineralfaserdeckenplatten einsetzbar.

Nach Austausch der Werkzeuge sind mit dieser Vorrichtung auch Platten anderer Materialien die beim Zuschnitt beidseitig angeschnitten und gebrochen werden bearbeitbar.

Bezugszeichenliste

1 Grundrahmen

2 Mittelteil des Grundgestelles

3 linkes Seitenteil des Grundgestelles

4 rechtes Seitenteil des Grundgestelles

5 Schneideinrichtung

6 Stützen des Grundgestelles

7 Verfahreinrichtung

8 vorderer Längsträger

9 Aussparung

10 Fußrahmen

11 Kopfrahmen

12 V-förmiger Spalt

13 Auflageschiene

14 Stützleisten

15 Skalenträger

16 Gipskartonplatte

17 Ausleger

18 Arretierung

19 Zunge

20 Zugstange

21, 21&min; Führungsstangen

22 Rahmen

23 obere Kettenradwelle

24, 24&min; Kettenritzel

25, 25&min; seitliche Rollen

26 Bügel

27 untere Kettenradwelle

28, 28&min; Schwenklager

29, 29&min; Antriebskette

30, 30&min; Werkzeugträger

31 Rollen

32, 32&min; Führungsbahnen

33, 33&min; Werkzeughalter

34 Schneidrädchen

35, 35&min; Schwenkpunkt

36, 36&min; Schrauben

37, 37&min; Langlöcher

38 Handgriff

39 Kettenspanner

40, 40&min; Kettenschutz

41 Schnellverbindungen

42 Kettenbefestigung


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum beidseitigen Schneiden von Gipskartonplatten dadurch gekennzeichnet,

    daß ein Mittelteil (2) ein rechtes Seitenteil (4) und ein linkes Seitenteil (3) eines Grundgestelles auf dem vorderen Längsträger eines Grundrahmens (1) mit ca. sieben Grad Neigung angeordnet sind und rückseitig mittels Stützen (6) gegen den hinteren Längsträger des Grundrahmens (1) abgestützt sind, daß an den Teilen (2 bis 4) unmittelbar über dem vorderen Längsträger (8) eine Auflageschiene (13) angeordnet ist,

    daß im Mittelteil (2) ein senkrechter V-förmiger Spalt (12) vorhanden ist der oben durch einen rechtwinklig zur Schnittlinie angeordneten Kopfrahmen (11) und unten durch einen senkrecht zur Schnittlinie angeordneten Fußrahmen (10) geschlossen ist wobei sich der Fußrahmen (10) in einer im vorderen Längsträger (8) vorhandenen Aussparung (9) unterhalb der Auflageschiene (13) befindet,

    daß die Schneideinrichtung (5) im V-förmigen Spalt (12) des Mittelteiles (2) angeordnet ist wobei sie unten in einem Schwenklager (28, 28&min;) das sich in Höhe der Auflageschiene (13) und in der Schnittlinie der Schneidrädchen (34) im Fußrahmen (10) und im Bügel (26) der Schneideinrichtung (5) befindet gelagert und mittels einer Arretiervorrichtung am Kopfrahmen (11) feststellbar ist, daß Werkzeugträger (30, 30&min;) an Führungsstangen (21, 21&min;) verfahrbar sind und über Antriebsketten (29, 29&min;) die über im Rahmen (22) und im Bügel (26) der Schneideinrichtung (5) auf Kettenradwellen (23 und 27) angeordneten Kettenritzeln (24, 24&min;) umlaufen mechanisch miteinander verbunden sind,

    daß die Vorrichtung mittels der am Grundrahmen (1) befindlichen Verfahreinrichtung (7) bewegbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil (2) mit an der Unterkante vorhandenen Bohrungen auf Zapfen auf dem vorderen Längsträger (8) aufgesteckt und rückseitig mittels Stützen (6) gegen den hinteren Längsträger des Grundrahmens (1) abgestützt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (3 und 4) mit Langlöchern an der Unterkante auf Gewindebolzen auf den vorderen Längsträgern (8) sitzen und in den Langlöchern gegen das Mittelteil (2) schiebbar sind, wobei hier wieder Zapfen und Bohrungen ineinandergreifen und mittels Stützen (6) gegen den hinteren Längsträger des Grundrahmens (1) abgestützt sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageschiene (13) mit Cr-Ni-Blechen beschichtet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Anlagefläche der Teile (2 bis 4) für die Gipskartonplatten (16) unterste Stützleiste (14) als Skalenträger (15) ausgebildet ist wobei eine Skala von 200 bis 0 cm eine Skala von 0 bis 125 cm und eine Skala von 0 bis 200 cm reicht und die Skalen in der Schnittlinie bei senkrechtem Schnitt enden.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorderseite des Kopfrahmens (11) eine Skalentafel (18) mit zwei Skalen befestigt ist, deren obere die Abweichung der Schnittlinie von der Senkrechten an der Oberkante beim Schrägschnitt von hochgestellten Gipskartonplatten (16) und deren untere diese Abweichung für flach aufgestellte Gipskartonplatten (16) in Längeneinheiten angibt und daß die Unterkante der Skalentafel (18) mit einer Verzahnung versehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstangen (21, 21&min;) der Schneideinrichtung (5) Hohlprofile sind die jeweils vorn und hinten eine Führungsbahn (32, 32&min;) für die Rollen (31) der Werkzeugträger (30, 30&min;) haben.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schwenklager (28, 28&min;) im Vorderteil des Fußrahmens (10) und des Bügels (26) der Schneideinrichtung (5) sowie im Hinterteil des Fußrahmens (10) und des Bügels (26) der Schneideinrichtung (5) in Höhe der Auflageschiene (13) und in der Schnittlinie befinden.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung als nach unten bis in eine günstige Griffhöhe geführter Ausleger (17) ausgeführt ist der oben am Rahmen (22) der Schneideinrichtung (5) sitzt und an dem eine mittels einer Zustange (20) gegen eine Feder zurückziehbare Zunge (20) befestigt ist die in die Verzahnung an der am Kopfrahmen (11) befestigten Skalentafel (18) eingreift und die eine Verlängerung als Zeiger bis an die auf der Skalentafel (18) befindlichen Skalen trägt.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Werkzeugträger (30, 30&min;) zur Anlagefläche für die Gipskartonplatten (16) gerichtete Werkzeughalter (33, 33&min;) um einen Schwenkpunkt (35, 35&min;) schwenkbar angeordnet sind die an ihrer untersten Stelle Schneidrädchen (34) tragen und in Langlöchern (37, 37&min;) anstellbar sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Kettenradwelle (23) im Rahmen (22) der Schneideinrichtung (5) durch einen hier angeordneten Kettenspanner (39) in ihrer Höhe verstellbar ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Rahmen (22) der Schneideinrichtung (5) und dem Kopfrahmen (11) vorn und hinten seitliche Rollen (25, 25&min;) angeordnet sind.






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