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Dokumentenidentifikation DE19507675A1 24.10.1996
Titel Knallkörper
Anmelder FKW Keller GmbH, 44866 Bochum, DE
Erfinder Henkel, Hans-Joachim, 44866 Bochum, DE
Vertreter Eichelbaum, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 45659 Recklinghausen
DE-Anmeldedatum 07.03.1995
DE-Aktenzeichen 19507675
Offenlegungstag 24.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.10.1996
IPC-Hauptklasse F42B 4/04
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Knallkörper (1), bestehend aus einer zylindrischen Papierhülse (2), einem darin angeordneten Knallsatz (3) und zwei in beiden Enden (2a, 2b) der Papierhülse (2) eingebrachten, den Knallsatz (3) dämmenden Verschlußkörpern (4, 5), von denen einer (4) von einer Zündschnur (6) durchsetzt ist und die beide aus einem mit der Innenwand (2c) der Papierhülse (2) mittels eines Klebstoffes (8) verbundenen Stopfen hergestellt sind, wobei die Papierhülse (2) an beiden Enden (2a, 2b) mit einer ihren Innenquerschnitt verengenden Einschnürung (21) versehen ist, die den Verschlußkörper (4, 5) an seinem vom Knallsatz abgewandten Ende hintergreift.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Knallkörper (1) gemäß der vorliegenden Zusatzerfindung derart weiterzubilden, daß ein Fortspratzen der Verschlußkörper (4, 5) ausgeschlossen wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verschlußkörper (4, 5) aus einem Kümpel (11a, 11b) aus Papier, Pappe oder Kunststoff besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Knallkörper, bestehend aus einer zylindrischen Papierhülse, einem darin angeordneten Knallsatz und zwei in beiden Enden der Papierhülse eingebrachten, den Knallsatz dämmenden Verschlußkörpern, von denen einer von einer Zündschnur durchsetzt ist und die beide aus einem mit der Innenwand der Papierhülse mittels eines Klebstoffes verbundenen Stopfen aus einem Schaumstoff, aus Kork, aus Zellulose oder aus Papier hergestellt sind, wobei die Papierhülse an beiden Enden mit einer ihren Innenquerschnitt verengenden Einschnürung versehen ist, die den Verschlußkörper an seinem vom Knallsatz abgewandten Ende hintergreift und/oder auch ihn einschnürt (nach DE 195 05 137.8).

Die älteren, nicht veröffentlichten Knallkörper dieser Art weisen gegenüber dem gesamten Stand der Technik den Vorteil auf, daß ihr Gesamtgewicht aufgrund des geringen Gewichtes der Verschlußkörper ebenso wie ihre Herstellungs- und Transportkosten verringert werden. Darüber hinaus wird durch das geringe Gewicht der Einzelteile dieser Knallkörper eine erheblich höhere Sicherheit der Benutzer sichergestellt. Dies gilt insbesondere dann, wenn gemäß den einschlägigen Benutzungsvorschriften die Papierhülse auf den Boden gelegt und durch die Explosion in Höhe des Knallsatzes auf ihrer vom Boden abgewandten Seite aufgerissen wird.

Mit der vorliegenden Zusatzerfindung soll ein Knallkörper gemäß der eingangs genannten Art derart weitergebildet werden, daß bei von außen nicht feststellbarer, unzureichender Haftung der Verschlußkörper an der Innenwand der Papierhülse ein Fortspratzen der Verschlußkörper ausgeschlossen wird.

Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem eingangs genannten Oberbegriff erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Verschlußkörper aus einem Kümpel aus Papier, Pappe oder Kunststoff besteht. In Fig. 4 der DE 194 05 137.8 bestand der Verschlußkörper aus mehreren Plättchen von Wellpappe, die von der Einschnürung der Papierhülse hintergriffen werden. Zu dieser Ausführungsform bildet diese Zusatzerfindung eine vorteilhafte Alternative, zumal Kümpel seit langem auf diesem Fachgebiet für andere Verwendungszwecke, beispielsweise als Verpackungsmaterial für streifenförmige Amorces, bekannt sind und sich sowohl leicht und preiswert herstellen als auch leicht in der Papierhülse unterbringen lassen.

Dabei versteht man ganz allgemein unter einem Kümpel einen schüsselförmigen Gegenstand, der durch Drücken bzw. Tiefziehen mit einem balligen Stempel oder mittels einer Kümpelpresse hergestellt wird. Diese Kümpel weisen gegenüber der Papierhülse eine Festigkeit auf, die sicherstellt, daß bei der Explosion des Knallsatzes stets die Papierhülse und nicht etwa die Kümpel aufgerissen werden.

Bei der Ausbildung der aus einem Kümpel bestehenden Verschlußkörper sind mehrere Ausführungsformen möglich.

Nach einer ersten Ausführungsform ist der Kümpel mit der Unterseite seines Bodens dem Raum des Knallsatzes zugekehrt. In diesen Fall wird der vorstehende Rand des Kümpels von der Einschnürung hintergriffen oder der Kümpelrand selbst eine Einschnürung aufweisen.

Nach einer zweiten Ausführungsform begrenzt der Kümpel mit der Oberseite seines Bodens und seinem umlaufenden Rand den Raum für den Knallsatz. In diesem Fall wird entweder die Bodenunterseite von der Einschnürung hintergriffen oder sein umlaufender Rand weist gleichfalls eine Einschnürung auf, in welche die Einschnürung der Papierhülse formschlüssig eingreift.

Bei einer dritten Ausführungsform wird der Verschlußkörper aus zwei ineinandergesteckten, mit ihren Böden aufeinanderliegenden Kümpeln unterschiedlicher Größe ihrer Böden gebildet. Bei dieser Ausführungsform kann wahlweise die Unterseite des untenliegenden Kümpels oder die Oberseite des obenliegenden Kümpels dem Knallsatz zugekehrt sein.

Nach einer vierten Ausführungsform werden die Verschlußkörper aus zwei dosenförmig gegeneinandergesteckten Kümpeln hergestellt, von denen jeweils der vom Knallsatz abgekehrte von der Einschnürung hintergriffen wird oder die Ränder der ineinandergesteckten Kümpel eine Einschnürung aufweisen, in welche die Einschnürung der Papierhülse formschlüssig eingreift.

In jedem Fall sind die Kümpel an der Innenwand der Papierhülse mit einem punktförmigen, segmentförmigen oder kontinuierlich umlaufenden Klebstoff streifen an mindestens einem Kumpelaußenbereich befestigt.

Mehrere Ausführungsbeispiele dieser Zusatzerfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt sowie die Schnittansicht I/I eines Knallkörpers mit Verschlußkörpern aus zwei ineinandergesteckten, mit ihren Böden aufeinanderliegenden Kümpeln, deren Randseiten vom Knallsatz abgewandt sind,

Fig. 2 einen Längsschnitt sowie die Schnittansicht II/II eines Knallkörpers mit Verschlußkörpern aus zwei dosenförmig aufeinandergesteckten Kümpeln und

Fig. 3 einen Längsschnitt und die Schnittansicht III/III eines Knallkörpers mit Verschlußkörpern aus zwei ineinandergesteckten, mit ihren Böden aufeinanderliegenden Kümpeln, deren Randseiten dem Knallsatz zugekehrt sind.

Der Knallkörper 1 gemäß Fig. 1 besteht in seinem grundsätzlichen Aufbau aus einer Papierhülse 2, einem darin angeordneten Knallsatz 3 und zwei in beiden Enden 2a, 2b der Papierhülse 3 eingebrachten, den Knallsatz 3 dämmenden Verschlußkörpern 4, 5, von denen einer 4 von einer Zündschnur 6 durchsetzt ist.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bestehen die Verschlußkörper 4, 5 aus zwei ineinandergesteckten Kümpeln 11a, 11b, von denen der Boden 24 des außenliegenden Kümpels 11a geringfügig größer als der Boden 25 des innenliegenden Kümpels 11b ist. Die Ränder der beiden Kümpel 11a, 11b sind vom Knallsatz 3 abgewandt.

Da der Knallsatz 3 in keinem Fall gedrückt oder sonstwie gequetscht werden darf, muß der Raum 7 entsprechend begrenzt und verschlossen werden, was im vorliegenden Fall in Doppelfunktion durch die Kümpel 11a und 11b in Verbindung mit einem Klebstoffstreifen 8 erfolgt, über welchen die Kümpel 11a und/oder 11b mit der Innenwand 2c der Papierhülse 2 punktförmig, segmentförmig oder kontinuierlich umlaufend verbunden sind.

Zur Gewährleistung eines sicheren Sitzes der Verschlußkörper 4, 5 nicht nur durch die Klebstoffstreifen 8 an der Innenwand 2c der Papierhülse 2 ist die Papierhülse 2 an beiden Enden 2a, 2b mit einer ihren Innenquerschnitt verengenden Einschnürung 21 versehen, die mittels eines Bindfadens 22, einer Kordel, eines Kunststoffadens, eines Drahtes oder eines ähnlichen Fadenkörpers bewerkstelligt wird.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind mit der Fig. 1 übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der Fig. 1 dadurch, daß nunmehr die beiden Kümpel 11a und 11b dosenförmig gegeneinandergesteckt sind und in dieser Form die Verschlußkörper 4, 5 bilden. Wie bereits in Fig. 1 dargestellt, sind an beiden umlaufenden Kantenbereichen der Kümpel 11a, 11b Klebstoffstreifen 8 vorgesehen, mit denen diese an der Innenwand 2c der Papierhülse 2 befestigt sind.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 sind wiederum mit der Fig. 1 übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen. Diese Ausführungsform unterscheidet sich dadurch, daß die Kümpel 11a und 11b von Fig. 1 nunmehr um 180° gewendet sind und somit die umlaufenden Ränder der Kümpel 11a und 11b dem Knallsatz 3 zugekehrt sind und gemeinsam mit ihren Böden 24, 25 den Raum 7 für den Knallsatz 3 begrenzen.

Bei sämtlichen Knallkörpern 1 der Fig. 1 bis 3 wird der Außenumfang 2d der Papierhülse 2 von einer Wellpappe 14 umgriffen, die dem Knallkörper 1 ein optisch stabiles sowie voluminöses Aussehen verleihen soll. Der Explosionsdruck in dem Raum 7 und die damit einhergehende Intensität des Knalls werden jedoch im wesentlichen durch die Dicke der Papierhülse 2 in diesem Bereich bestimmt. Um in jedem Fall ein Aufreißen der Papierhülse 1 im Bereich des Knallsatzes 3 sicherzustellen, ist die Festigkeit und Dicke der Kümpel 11a, 11b größer als die Festigkeit und Dicke der Papierhülse 2 in diesem Bereich.

Bezugszeichenliste

1 Knallkörper

2 Papierhülse

2c Innenwand der Papierhülse 2

2a, 2b Enden der Papierhülse 2

3 Knallsatz

4 Verschlußkörper

6 Zündschnur

7 Raum des Knallsatzes 3

8 Klebstoffstreifen

11a, 11b Kümpel

14 Wellpappe

21 Einschnürung

22 Bindfaden

24 Boden des Kümpels 11a

25 Boden des Kümpels 11b.


Anspruch[de]
  1. 1. Knallkörper, bestehend aus einer zylindrischen Papierhülse, einem darin angeordneten Knallsatz und zwei in beiden Enden der Papierhülse eingebrachten, den Knallsatz dämmenden Verschlußkörpern, von denen einer von einer Zündschnur durchsetzt ist und die beide aus einem mit der Innenwand der Papierhülse mittels eines Klebstoffes verbundenen Stopfen aus einem Schaumstoff, aus Kork, aus Zellulose oder aus Papier hergestellt sind, wobei die Papierhülse an beiden Enden mit einer ihren Innenquerschnitt verengenden Einschnürung versehen ist, die den Verschlußkörper an seinem vom Knallsatz abgewandten Ende hintergreift und/oder auch ihn einschnürt (nach DE 195 05 137.8), dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußköper (4, 5) aus einem Kümpel (11a, 11b) aus Papier, Pappe oder Kunststoff besteht.
  2. 2. Knallkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kümpel (11a, 11b) mit der Unterseite seines Bodens (24, 25) dem Raum (7) des Knallsatzes (3) zugekehrt ist.
  3. 3. Knallkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kümpel mit der Oberseite seines Bodens (24, 25) und seinem umlaufenden Rand den Raum (7) für den Knallsatz (3) begrenzt.
  4. 4. Knallkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper (4, 5) aus zwei ineinandergesteckten, mit ihren Böden (24, 25) aufeinanderliegenden Kümpeln (11a, 11b) unterschiedlicher Größe ihrer Böden (24, 25) gebildet ist.
  5. 5. Knallkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper (4, 5) aus zwei dosenförmig gegeneinandergesteckten Kümpeln (11a, 11b) hergestellt ist.
  6. 6. Knallkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kümpel (11a, 11b) an der Innenwand (2c) der Papierhülse (2) mit einem punktförmigen, segmentförmigen oder kontinuierlich umlaufenden Klebstoffstreifen (8) an mindestens einem Kümpelaußenbereich befestigt sind.






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