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Dokumentenidentifikation DE19514183A1 24.10.1996
Titel Einrichtung zur Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors für Kraftfahrzeuge
Anmelder W. Hirschbeck GmbH, 85111 Adelschlag, DE
Erfinder Hirschbeck, Walter, 85111 Pietenfeld, DE
Vertreter von Kirschbaum, A., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 82110 Germering
DE-Anmeldedatum 21.04.1995
DE-Aktenzeichen 19514183
Offenlegungstag 24.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.10.1996
IPC-Hauptklasse F01M 5/02
IPC-Nebenklasse F01M 11/00   
Zusammenfassung Zur Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors für Kraftfahrzeuge ist oberhalb des maximalen Ölstandpegels in oder an einer Ölwanne (1) ein trichterförmig ausgebildetes Ölleitblech (2) befestigt, das in eine bis zum Ölwannen-Boden (10) reichende Vertiefung (20) übergeht, in welche die Ansaugleitung (30) einer Ölpumpe (3) vorsteht. Mit mindestens einem Abschnitt des Ölleitblechs (2) ist mindestens ein Blechstreifen (4) mit einem bezüglich des Wärmeausdehnungskoeffizienten des Ölleitblechs (2) unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten fest verbunden. Zur Abschottung eines Bruchteils des Gesamtölvorrats ist die zum Ölwannenboden (10) offene Vertiefung (20) so bemessen, daß deren unterer Rand im kalten Zustand des Öls auf dem Ölwannenboden (10) aufsitzt, während bei Erreichen einer bestimmten Öl-Betriebstemperatur durch eine entsprechende Ölleitblechverformung (2) das gesamte Ölleitblech (2) und damit der untere Rand (23) der Vertiefung (20) so weit angehoben werden, daß aus dem Restvolumen der Ölwanne (1) Öl nachströmt und über die Ansaugleitung (30) von der Ölpumpe (3) angesaugt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors für Kraftfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus DE 28 17 743 C2 ist eine Einrichtung zur Regelung der Schmieröltemperatur einer Brennkraftmaschine bekannt, welche einen Ölbehälter aufweist, in welchem der Ölvorrat des Schmieröl-Kreislaufs der Brennkraftmaschine aufgenommen ist und in welchem ein das zurückfließende Öl aufnehmender Ölfauffangbehälter angeordnet ist, der ein kleineres Volumen als der Ölbehälter hat und über ein thermostatisch gesteuertes Ventil mit dem Ölbehälter verbindbar ist. Ferner ist eine Ölpumpe vorgesehen, die mit ihrer Saugstelle entsprechend der Stellung des Ventils mit dem Ölbehälter und/oder mit einem Ölauffangbehälter in Verbindung steht.

Bei der bekannten Einrichtung geht von einer Zwischenkammer die Saugstelle aus, welche an der tiefsten Stelle des Ölauffangbehälters angeordnet ist und die über je ein von einem in der Zwischenkammer angeordneten Thermostaten betätigtes Ventil bei niedriger Öltemperatur mit dem Ölauffangebehälter und bei Betriebstemperatur mit dem Ölbehälter verbunden ist. Hierbei steht der Ölauffangbehälter durch mindestens eine Überlauföffnung und über ein bei sinkendem Ölvorrat im Ölfauffangbehälter öffnendes Schwimmerventil mit dem Ölbehälter in Verbindung.

Bei der bekannten Einrichtung ist das die Zwischenkammer mit dem Ölbehälter verbindende Ventil an einer Stelle unterhalb der Zwischenkammer und das die Zwischenkammer mit dem Ölauffangbehälter verbindende Ventil dieser Stelle gegenüberliegend oberhalb der Zwischenkammer angeordnet.

In DE 32 35 292 C2 ist in der Ölwanne einer Brennkraftmaschine für ein Kraftfahrzeug ein einen Überlauf aufweisender Ölfauffangbehälter angeordnet, in welchen das aus der Brennkraftmaschine zurückfließende Schmieröl über einen die Ölwanne überspannenden Boden geleitet wird. Ferner sind ein Ansaugrohr, das zu einer Ölpumpe führt und in den Ölauffangbehälter vorsteht, ein im Ansaugrohr angeordneter Thermostat und eine von diesem betätigte Ventilvorrichtung vorgesehen.

Bei betriebswarmem Schmieröl wird über eine Öffnung im Boden des Ölauffangbehälters eine Verbindung zwischen der Ölwanne und dem Ansaugrohr zur Ansaugung von Schmieröl aus der Ölwanne und bei kaltem Schmieröl wird eine Verbindung zwischen dem Ölauffangbehälter und dem Ansaugrohr zur Ansaugung von Schmieröl aus dem Auffangbehälter herstellt.

Der Ölauffangbehälter ist als ein offener Topf ausgebildet, in welchen ein Kragen des die Ölwanne überspannenden Bodens mit einem entsprechenden Abstand von der Wand des Topfes hineinragt. Die Ventilvorrichtung weist ein teleskopartig in dem Ansaugrohr verschiebbares, im Topf angeordnetes Ansaugteil auf, welches bei betriebswarmem Schmieröl in einer Endstellung der Ventilvorrichtung dicht auf dem Boden des Topfes aufsitzt und durch eine im Ansaugteil befestigte Verschlußplatte gebildet ist, welche unterhalb des Topf es angeordnet ist.

Bei kaltem Schmieröl liegt die Verschlußplatte in einer anderen Endstellung der Ventilvorrichtung dicht am Boden des Behälters an. Der als Topf ausgebildete Ölfauffangbehälter ist über drei justierbare Befestigungspunkte mit dem Ansaugrohr verbunden. Ferner weist der Boden des Topfes im Überdeckungsbereich der Verschlußplatte auf einem Kreis angeordnete Durchgangsöffnungen auf. Die Verschlußplatte ist mit entsprechenden Öffnungen versehen und drehbar angeordnet, so daß nach dem Starten des Motors die Öffnungen für kurze Zeit in eine Stellung gebracht werden, in welcher die Öffnungen in der Verschlußplatte mit den Durchgangsöffnungen fluchten.

Bei den beiden vorstehend beschriebenen Einrichtungen sowie zahlreichen weiteren ähnlich ausgeführten Einrichtungen sind zur Regulierung der Öltemperatur einer Brennkraftmaschine bzw. eines Verbrennungsmotors für ein Kraftfahrzeug Thermostaten und von diesen betätigte Ventilvorrichtungen bzw. thermostatisch gesteuerte Ventile unerläßlich. Ferner sind in der Ölwanne zum Teil verhältnismäßig kompliziert ausgebildete Zwischenkammern oder speziell ausgebildete Ölauffang- oder Abtrennbehälter erforderlich, wodurch die bekannten Einrichtungen zur Regulierung der Öltemperatur von Verbrennungsmotoren in der Herstellung und Ausführung verhältnismäßig teuer sind. Obendrein sind verschiedene zwangsläufig einer gewissen Abnutzung und einem entsprechendem Verschleiß unterworfene Vorrichtungen unerläßlich.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Einrichtung zur Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors für Kraftfahrzeuge zu schaffen, in welcher keine einem Verschleiß unterworfenen Funktions- und Betätigungsteile benötigt werden.

Gemäß der Erfindung ist bei einer Einrichtung zur Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors für Kraftfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Merkmale in dessen kennzeichnenden Teil gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der auf den Anspruch 1 unmittelbar oder mittelbar rückbezogenen Ansprüche.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zur Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors für Kraftfahrzeuge oberhalb des maximalen Ölstandspegels in oder an einer Ölwanne ein von deren Wandung zu deren mittleren Bereich hin trichterförmig ausgebildetes Ölleitblech befestigt, welches in eine bis zum Ölwannen-Boden reichende und zu diesem hin offene, schachtartige Vertiefung übergeht. In der Seitenwandung der Vertiefung sind Ölausgleichsöffnungen vorgesehen. In die Vertiefung steht eine Ölansaugleitung der Ölpumpe vor. Ferner ist an mindestens einem entsprechend ausgebildeten Abschnitt des Ölleitblechs außerhalb der Vertiefung mindestens ein Blechstreifen mit einem bezüglich des Wärmeausdehnungskoeffizienten des Ölleitblechs verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten befestigt.

Zur Abschottung eines bestimmten Bereichs des Gesamtölvorrats ist die zum Ölwannenboden hin offene Vertiefung, die vorzugsweise etwa in Form eines mit seiner kleineren Fläche nach unten ausgerichteten Kegelstumpfs ausgebildet ist, so bemessen, daß der untere Rand der Vertiefung im kalten Zustand des Öls auf dem Ölwannenboden aufsitzt. Bei Erreichen einer bestimmten Öltemperatur des aus dem Verbrennungsmotor zurückfließenden Öls werden durch eine durch das erwärmte Öl hervorgerufene Verformung mindestens eines Abschnitts des Ölleitblechs, an welchem der Blechstreifen befestigt ist, das gesamte Ölleitblech und damit der untere Rand der Vertiefung soweit angehoben, daß aus dem Restvolumen der Ölwanne Öl nachströmt und über die Ansaugleitung von der Ölpumpe angesaugt wird.

Gemäß der Erfindung ist somit ausschließlich durch passiv wirkende Mittel, die lediglich auf die nach einem Kaltstart ansteigende Schmieröl-Temperatur reagieren, erreicht, daß anfangs nur eine begrenzte Menge des Schmieröls zur Schmierung dem Verbrennungsmotor zugeführt wird. Erst wenn das Schmieröl eine ganz bestimmte, vorher festgesetzte Betriebstemperatur erreicht, strömt das restliche, bisher noch nicht erwärmte Öl nach, vermischt sich mit dem Öl, das bereits auf Betriebstemperatur erwärmt worden ist, und wird dann über die Ansaugleitung von der Ölpumpe angesaugt.

Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Einrichtung zum Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors werden somit keine aktiven Elemente benötigt, weshalb die erfindungsgemäße Einrichtung insgesamt im wesentlichen keinerlei Verschleiß unterliegt und somit im allgemeinen während der gesamten Lebensdauer eines Verbrennungsmotors auch nicht gewartet zu werden braucht.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen im einzelnen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 in einer schematischen Schnittdarstellung eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung im kalten Zustand eines Verbrennungsmotors;

Fig. 2 ebenfalls in einer schematischen Schnittansicht die erfindungsgemäße Einrichtung nach Erreichen der Betriebstemperatur eines Teils des Schmieröls;

Fig. 3 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf das wesentliche Element der erfindungsgemäßen Einrichtung;

Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende, modifizierte Ausführungsform des wesentlichen Elements der erfindungsgemäßen Einrichtung zum nachträglichen Einbau;

Fig. 5 in einer schematischen Schnittdarstellung die modifizierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung im kalten Zustand eines Verbrennungsmotors, und

Fig. 6 in schematischer Darstellung die modifizierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung nach Erreichen der Betriebstemperatur eines Teils des Schmieröls.

In der schematischen Schnittansicht der Fig. 1 ist als Beispiel eine im Querschnitt etwa rechteckige Ölwanne 1 dargestellt, in welcher durch Punkte angedeutetes Schmieröl 5 untergebracht ist. Oberhalb des maximalen Ölstandpegels ist an mehreren, in Fig. 1 nicht näher dargestellten Stellen ein Ölleitblech 2 an der umlaufenden Ölwannen-Wandung 11 befestigt. Im kalten Zustand eines nicht näher dargestellten Verbrennungsmotors und damit bei einer entsprechend niedrigen Temperatur des Schmieröls 5 hat das Ölleitblech 2 die aus Fig. 1 ersichtliche Form eines verhältnismäßig flachen Trichters, welcher in seinem mittleren Bereich in eine Vertiefung 20 übergeht. Wie der Draufsicht der Fig. 3 zu entnehmen ist, hat die Vertiefung 20 beispielsweise die Außenform eines Kegelstumpfes, welcher so ausgelegt ist, daß seine kleinere Fläche, die von einem kreislinienförmigen Rand 23 begrenzt ist, im kalten Betriebszustand auf dem Boden 10 der Ölwanne 1 aufsitzt. Der kreislinienförmige Rand 23 kann in eine parallel zum Ölwannen-Boden 10 verlaufende, kreisringförmige Randverbreiterung 24 übergehen.

In der Seitenwandung bzw. der Mantelfläche 21 der Vertiefung 20 sind eine Anzahl Ölausgleichsöffnungen 22 vorgesehen. Wie aus der Draufsicht der Fig. 3 zu ersehen ist, sind in mindestens einem bestimmten Abschnitt des trichterförmigen Teils des Ölleitblechs 2 eine Vielzahl von gleich großen oder unterschiedlich dimensionierten Löchern 26 vorgesehen. In Fig. 3 sind zwei solcher Abschnitte mit einer Vielzahl von Löchern 26 dargestellt.

Unterhalb des Abschnitts bzw. der Abschnitte mit der Vielzahl Löcher 26 ist jeweils ein in seinen Abmessungen der Größe des Abschnitts entsprechender Blechstreifen 4 befestigt, der in Fig. 1 und 2 im Schnitt dargestellt und in Fig. 3 durch eine gestrichelte Begrenzungslinie angedeutet ist. Der bzw. die Blechstreifen 4 haben einen bezüglich des Wärmeausdehnungskoeffizienten des Ölleitblechs 2 unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten. Materialien mit solchen unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten sind beispielsweise Stahlblech (für das Ölleitblech 2) und Kupfer (für den oder die Blechstreifen 4). Der oder die bestimmte(n) Abschnitte mit einer Vielzahl von Löcher 26 sind immer solche Bereiche, auf welche das aus dem Verbrennungsmotor in die Ölwanne zurückfließende Schmieröl auftrifft.

Zur Erhöhung der Biegsamkeit des Ölleitblechs 2 können in diesem, beispielsweise in diagonaler Richtung oder parallel zu den Außenkanten des Ölleitblechs 2 unterschiedlich lange, sehr schmale Schlitze, die in den Zeichnungen nicht dargestellt sind, beispielsweise in der Größenordnung von 0,3 bis 0,5mm ausgebildet sein; durch die Schlitze ist somit ein leichteres Heben und Senken des Ölleitblechs ermöglicht. In die beispielsweise kegelstumpfförmige Vertiefung 20 steht eine mit einer schematisch angedeuteten Ölpumpe 3 verbundene Ansaugleitung vor, deren unteres Ende in einem Abstand von wenigen Zentimetern über dem Ölwannenboden 10 endet.

Beim Starten eines kalten Verbrennungsmotors wird über die Ansaugleitung 30 Öl 5 aus der kegelstumpfförmigen Vertiefung 20 angesaugt und durch die Pumpe 3 in den Verbrennungsmotor befördert. Damit es insbesondere in der Anlaufphase nicht zu einem Heißlaufen des Motors kommt, sind in der Mantelfläche 21 der Vertiefung 20 die Ölansaugöffnungen 22 vorgesehen.

Das aus dem nicht dargestellten Verbrennungsmotor zurückfließende Öl trifft auf den oder die beispielsweise mit einer Vielzahl Öffnungen 26 versehenen Abschnitt(e) des Ölleitblechs auf, unter welchen die Blechstreifen 4 befestigt sind. Wie vorstehend bereits erwähnt, haben das Ölleitblech 2 und die Blechstreifen 4 unterschiedliche Wärmekoeffizienten. Hierbei müssen die Materialien so gewählt sein, daß der Wärmeausdehnungskoeffizient des Ölleitblechs 2 kleiner ist als derjenige des oder der an dem Ölleitblech befestigten Blechstreifen(s) 4. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn, wie vorstehend als Beispiel angeführt, das Ölleitblech aus Stahlblech und der oder die Blechstreifen aus Kupfer hergestellt sind.

Sobald das aus dem nicht dargestellten Verbrennungsmotor zurückströmende Öl in etwa die vorgeschriebene Betriebstemperatur erreicht, wirken sich die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten einerseits des Ölleitblechs und andererseits der Blechstreifen in der Weise aus, daß aufgrund des größeren Ausdehnungskoeffizienten des oder der Blechstreifen das gesamte Ölleitblech beispielsweise in eine Position angehoben wird, wie sie in Fig. 2 schematisch angedeutet ist.

Ab diesem Zeitpunkt strömt dann das Schmieröl 4, das sich außerhalb der Vertiefung 20 befunden hat, unter die kreisringförmige Randverbreiterung 24 und beginnt sich mit dem in etwa auf Betriebstemperatur erwärmten Öl 5 innerhalb der Vertiefung 20 zu vermischen und verhältnismäßig schnell ebenfalls auf die Betriebstemperatur zu erwärmen.

In Fig. 4 ist eine Draufsicht auf eine modifizierte Ausführungsform eines Ölleitblechs 2&min; wiedergegeben. In Fig. 4 sind gleiche oder einander entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen mit einem zusätzlichen Apostrophen bezeichnet. Die modifizierte Ausführungsform des Ölleitblechs 2&min; ist zum nachträglichen Einbau vorgesehen.

Im Unterschied zu der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform des Ölleitblechs 2 ist das modifizierte Ölleitblech 2&min; um einen umlaufenden Rand 25&min; vergrößert, wobei zwischen dem Hauptteil des Ölleitblechs 2&min; und dem umlaufenden Rand 25&min; ein Spalt 25&min;&min; ausgebildet ist, welcher im Bereich des Abschnittes mit einer Vielzahl Öffnungen 26&min; unterbrochen ist. Außerhalb des Bereichs mit der Vielzahl Öffnungen 26&min; sind senkrecht zu dem Schlitz 25&min;&min; verlaufende Schlitze 27&min; ausgebildet. Analog der Ausführungsform in Fig. 1 bis 3 sind auch in Fig. 4 unterhalb des Abschnitts mit der Vielzahl Öffnungen 26&min; Blechstreifen 4&min; vorgesehen, welche einen zu dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Ölleitblechs 2&min; unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen. In Fig. 4 ist der gestrichelt angedeutete Blechstreifen 4&min; von unten mittels entsprechender Befestigungsmittel, beispielsweise in Form von Nieten 28&min; an dem Abschnitt mit der Vielzahl Öffnungen 26&min; des Ölleitblechs 2&min; befestigt.

In Fig. 5 und 6 ist das modifizierte Ölleitblech 2&min; an einer im Querschnitt ebenfalls wieder rechteckigen Ölwanne 1&min; befestigt, was in Fig. 5 und 6 im Bereich des umlaufenden Randes 23&min; durch strichpunktierte Linien angedeutet ist. Hierbei sind die entsprechenden Befestigungselemente beispielsweise in Form von Schrauben, Nieten u.ä. durch die in Fig. 4 im umlaufenden Rand 25&min; vorgesehenen Löcher 29&min; eingebracht.

In Fig. 5 ist die Einrichtung zur Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors im kalten Zustand dargestellt, in welchem analog zu den Darstellungen in Fig. 1 der untere kreislinienförmige Rand 23&min; der Vertiefung 20&min; auf dem Ölwannenboden 10&min; aufliegt oder in sehr geringem Abstand von diesem angeordnet ist.

Im Unterschied zu Fig. 5 entspricht die Darstellung in Fig. 6 dem Zustand der Öltemperatur-Reguliereinrichtung, wenn zumindest ein Teil des Schmieröls bereits Betriebstemperatur erreicht hat. In diesem Fall ist dann aufgrund der Bimetallwirkung zwischen dem Blechstreifen 4&min; und dem entsprechenden Abschnitt mit Öffnungen 26&min; das gesamte Ölleitblech 2 angehoben. Die Randverbreiterung 24&min; am unteren Ende der Vertiefung 20&min; ist dann in einem entsprechenden Abstand von dem Ölwannenboden 10&min; angeordnet, so daß sich das Restöl mit dem Teil des Schmieröls vermischen kann, der bereits etwa Betriebstemperatur erreicht hat.

Somit ist bei beiden Ausführungsformen des Ölleitblechs 2 oder 2&min; gemäß Fig. 1 bis 3 bzw. Fig. 4 bis 6 ausschließlich mit passiven Elementen die Zeitspanne nicht unbeträchtlich verkürzt, innerhalb welcher verhältnismäßig schnell ein gewisser Bruchteil des Schmieröls 5 die vorgeschriebene Betriebstemperatur erreicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zur Regulierung der Öltemperatur eines Verbrennungsmotors für Kraftfahrzeuge, mit einer Ölwanne (1) für den gesamten Ölvorrat des Verbrennungsmotor-Ölkreislaufs und mit einer zu einer Ölpumpe (3) führenden Ansaugleitung (30), dadurch gekennzeichnet,

    daß oberhalb des maximalen Ölstandpegels in oder an der Ölwanne (1) ein von deren Wandung (11) zu deren mittleren Bereich hin trichterförmig ausgebildetes Ölleitblech (2) befestigt ist, das in eine bis zum Ölwannen-Boden (10) reichende und zu dem Boden (10) hin offene, schachtartige Vertiefung (20) übergeht, in deren Seitenwandung Ölausgleichsöffnungen (22) vorgesehen sind, und in welche die Ansaugleitung (30) der Ölpumpe (3) vorsteht, und

    daß mit mindestens einem entsprechend ausgebildeten Abschnitt des Ölleitblechs (2) außerhalb der Vertiefung (20) mindestens ein Blechstreifen (4) mit einem bezüglich des Wärmeausdehnungskoeffizienten des Ölleitblechs (2) unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten fest verbunden ist,

    wobei zur Abschottung eines bestimmten Bruchteils des Gesamtölvorrats die zum Ölwannen-Boden (10) hin offene Vertiefung (20) des Ölleitblechs (2) so bemessen ist, daß der untere Rand der Vertiefung (23) im kalten Zustand des Öls auf dem Ölwannen-Boden (10) aufsitzt, während bei Erreichen einer bestimmten Öl-Betriebstemperatur durch eine hierdurch hervorgerufene Verformung des mindestens einen Abschnitts des Ölleitblechs (2), mit welchem der Blechstreifens (4) verbunden ist-das gesamte Ölleitblech (2) und damit der untere Rand (23) der Vertiefung (20) so weit angehoben werden, daß aus dem Restvolumen der Ölwanne (1) Öl nachströmt und über die Ansaugleitung (30) von der Ölpumpe (3) angesaugt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der entsprechend ausgebildete Abschnitt des Ölleitblechs (2) einen Bereich in der Ölwanne (1) entspricht, in welchem das aus dem Verbrennungsmotor zurückfließende Öl eintrifft, etwa dem dort befestigten Blechstreifen (4) entsprechende Abmessungen und vorzugsweise eine Vielzahl Durchtrittsöffnungen (26) für den Durchtritt des aus dem Verbrennungsmotor zurückfließenden Öls aufweist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Ölwannen-Boden (10) hin offene Vertiefung (20) in etwa in Form eines Kegelstumpfes ausgebildet ist, dessen kleinere Fläche die parallel zum Boden (10) ausgerichtete Öffnung der Vertiefung (20) ist, und in dessen Mantelfläche (21) eine Anzahl Ölausgleichsöffnungen (22) vorgesehen ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rand der Vertiefung (20) eine parallel zum Ölwannenboden (10) verlaufende, kreisringförmige Verbreiterung (24) aufweist.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum nachträglichen Einbau am Ölleitblech (2&min;) ein umlaufender Rand (23&min;) vorgesehen ist, und das Ölleitblech (2&min;) außerhalb der Abschnitte mit den Durchtrittsöffnungen (26&min;) in seinem trichterförmigen Bereich jeweils etwa senkrecht zum Außenrand (23&min;) verlaufende Schlitze (27&min;) auf.
  6. 6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steigerung der Biegsamkeit in dem Ölleitblech (2; 2&min;) in diagonaler Richtung und/oder senkrecht bzw. parallel zu den Außenkanten des Ölleitblechs (2; 2&min;) unterschiedlich lange, schmale Schlitze ausgebildet sind.






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