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Dokumentenidentifikation DE19514357A1 24.10.1996
Titel Metalldübel
Anmelder Eisenblätter, Swen, 99628 Teutleben, DE
Erfinder Eisenblätter, Swen, 99628 Teutleben, DE
Vertreter Pöhner,Liedtke & Partner, Dr., 99094 Erfurt
DE-Anmeldedatum 18.04.1995
DE-Aktenzeichen 19514357
Offenlegungstag 24.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.10.1996
IPC-Hauptklasse F16B 13/12
Zusammenfassung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Befestigungsdübel anzugeben, der eine hohe Festigkeit beim Einschlagen aufweist und der auch in Wänden von Mauerwerk mit Hohlräumen einen festen Sitz gewährleistet.
Die Lösung der Aufgabe gelingt dadurch, daß der Metalldübel aus drei gestanzten und gerollten Blechzylindern zusammengesetzt ist, die trapezförmige Aussparungen aufweisen und die durch Kunststoffringe miteinander verbunden sind.
Die Erfindung betrifft einen Metalldübel zur Befestigung von Schrauben, vorzugsweise in steinernem oder lehmigem Mauerwerk.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Metalldübel zur Befestigung von Schrauben, vorzugsweise in steinernem oder lehmigem Mauerwerk.

Derartige Metalldübel sind besonders zur Befestigung von Metall- und Holzschrauben in Wänden aus Ziegeln, Lehm, Hochlochsteinen und Beton geeignet.

Bei den im Stand der Technik bekannten Dübeln werden vorwiegend Holzschrauben oder Metallgewindebolzen dadurch im Hausmauerwerk befestigt, daß eine in das Mauerwerk angebrachte Bohrung zusätzlich mit einem Dübel aus Kunststoff oder mit einer Metallhülse versehen wird, in welche dann eine entsprechende Schraube oder ein Haken eingeschraubt wird.

Die Befestigung beruht darauf, daß der in ein Bohrloch der Steinwand eingebrachte Dübel beim Eindrehen einer im allgemeinen konischen Schraube im Durchmesser aufgeweitet wird, wobei der dabei entstehende Lochleibungsdruck den Dübel gegen die Bohrlochwände preßt und damit einen fester Sitz der Schraube im Mauerwerk erzielt wird.

Nach dem Stand der Technik ist es bekannt, sowohl massive Holzdübel zu verwenden, als auch aus Kunststoffen hergestellte Hohldübel unterschiedlicher Ausführungen einzusetzen. Die aus Kostengründen am häufigsten eingesetzten Kunststoffdübel sind im allgemeinen als leicht konisch verlaufende, am unteren Ende verschlossene Hohlzylinder mit durchbrochenen Wänden ausgebildet. Sie werden fast ausschließlich aus thermoplastischen Kunststoffen gespritzt und sind in ihren Abmessungen den nach DIN genormten Holz- und Metallschrauben und im Außendurchmesser den gängigen Spiralbohrergrößen angepaßt.

Dübel der bekannten Ausführungen weisen den Nachteil auf, daß die für die Aufnahme der Dübel herzustellenden Bohrlöcher im Durchmesser relativ genau an den Dübelaußendurchmesser angepaßt sein müssen, um beim Eindrehen der Schraube und entsprechender Dübelspreizung den gewünschten Preßsitz zu erhalten.

Weiterhin weisen Kunststoffdübel den Nachteil auf, daß sie nur eine begrenzte mechanische Festigkeit besitzen, da sie beim Einschlagen in das Bohrloch leicht deformiert werden können.

Weiterhin ist nachteilig, daß in Mauerwerk mit Hohlräumen ein fester Sitz des Dübels kaum erreicht werden kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Befestigungsdübel anzugeben, der eine hohe Festigkeit beim Einschlagen aufweist und der auch in Wänden von Mauerwerk mit Hohlräumen einen festen Sitz gewährleistet.

Erfindungsgemäß gelingt die Lösung der Aufgabe dadurch, daß der Metalldübel aus drei gestanzten und gerollten Blechzylindern zusammengesetzt ist, die trapezförmige Aussparungen aufweisen und die durch Kunststoffringe miteinander verbunden sind.

Vorteilhafterweise wird am Ende des Dübels eine Gewindebuchse angeordnet.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Dübels sieht vor, daß die trapezförmigen Aussparungen in den gerollten Blechzylindern unterschiedliche Größe aufweisen, wobei die inneren Bereiche größer als die äußeren Bereiche ausgebildet sind.

Bei dem erfindungsgemäßen Dübel wird die Spreizung des Dübels durch das Zusammendrücken des Dübels mittels eine Schraube hervorgerufen, die in eine Gewindebuchse eingreift. Dadurch wird der Außendurchmesser des Dübels vergrößert und ein fester Sitz im Mauerwerk erreicht.

Eine hohe Belastbarkeit des Dübels wird dadurch erreicht, daß für die Dübelkörper ein metallischer Werkstoff verwendet wird. Durch den konstruktiven Aufbau des Dübels in Form gerollter Metallhülsen aus perforiertem Stanzblech, dir durch zwei dazwischen angeordnete Kunststoffringe verbunden sind, wird dem erfindungsgemäßen Dübel in Verbindung mit einer am Dübelende angeordneten Gewindebuche oder Mutter und einer Zylinderschraube eine in weiten Grenzen veränderliche und über die Dübellänge unterschiedliche Spreizfähigkeit verliehen.

Die erfindungsgemäße Dübelausführung hat damit den besonderen Vorteil, daß der metallische Dübelschaft durch hohes und unterschiedliches Spreizvermögen stark abweichende Bohrlochdurchmesser auszugleichen vermag, so daß er weitaus höhere Festigkeitswerke im Mauerwerk gegenüber herkömmlichen Dübelausführungen erreicht.

Der erfindungsgemäße Dübel ist vorwiegend für die Altbausanierung geeignet.

Besonders vorteilhaft ist dabei, daß er auch in Wänden, die teilweise große Löcher aufweisen, beispielsweise im Mauerwerk von Hohlblocksteinen, einen sicheren Halt ermöglicht.

Durch den zusammensetzbaren modularen Aufbau in Form mehrerer Einzelhülsen ist weiterhin eine gute Anpassung der Dübellänge an eine nicht mehr zu verändernde Bohrlochtiefe möglich. Üblicherweise wird durch die Anordnung der Blechzylinder mit den größeren Aussparungen im hinteren Bereich eine optimale Festigkeit gewährleistet. Es ist jedoch auch möglich, durch Austausch der einzelnen Blechzylinder des Dübels, die durch die Kunststoffringe lösbar verbunden sind, eine Anpassung an die Gegebenheiten des Bohrloches zu erreichen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:

Fig. 1 den Gesamtaufbau des erfindungsgemäßen Metalldübels

und

Fig. 2 die Einzelteile des Dübels und die zu seiner Herstellung erforderlichen Arbeitsschritte.

Wie aus der Darstellung nach Fig. 1 erkennbar ist, setzt sich der erfindungsgemäße Metalldübel aus den drei Einzelhülsen 1, 2 und 3 zusammen, die jeweils durch einen Kunststoffring 4, 5 verbunden sind. Jede der Einzelhülsen 1, 2 und 3 besteht aus einem aus Blech gerollten Metallzylinder, dessen Wandungen mit trapezförmigen Durchbrüchen 6 versehen sind, so daß die verbleibenden Metallstege 7 als Zonen eines geschwächten Hülsenquerschnittes eine Sollknickstelle 8 ergeben, an der bei Einwirkung einer Längskraft auf die Hülse eine Spreizung der Metallstege 7 nach außen bewirkt wird. Die trapezförmigen Durchbrüche 6 und die Längen der Metallhülsen 1, 2 und 3 werden nach dem in das Innere der Bohrung eingebrachten Dübelende 9 zu länger, wodurch eine unterschiedliche Verformbarkeit der Dübelteile erreicht und am Dübelende 9 die größte Spreizfähigkeit erzielt wird.

Die die Einzelhülsen 1, 2 und 3 zusammenhaltenden Kunststoffringe 4 und 5 sind außen leicht konisch geformt und besitzen an der Innenwand ausgebildete ringartige Absätze 10, die einen definierten Sitz der Einzelhülsen bewirken.

An der am weitesten im Mauerwerk sitzende Einzelhülse 3 ist am Dübelende 9 eine Sechskantmutter oder eine Gewindebuchse 11 angebracht, die mit der Hülsenwand durch eine Schweißverbindung 12 befestigt ist und die in Verbindung mit der Zylinderschraube 13 die Kontraktion des Dübels und seine Spreizung an der Sollknickstelle 8 herbeiführt. Die Zylinderschraube 13 dient gleichzeitig zur Halterung des mit dem Dübel im Mauerwerk zu befestigenden Gegenstandes.

Die Einzelhülsen 1, 2, 3 sind in einfacher Weise durch Stanzen und Biegen aus einer Platine 14 herstellbar. Von der Platine 14 werden dabei die Einzelstreifen 15, 16, 17 abgetrennt und zu Hohlzylindern gerollt.

Bezugszeichenliste

1, 2, 3 Einzelhülse

4, 5 Kunststoffring

6 Trapezdurchbruch

7 Metallsteg

8 Sollknickstelle

9 wandseitiges Dübelende

10 Absatz

11 Sechskantmutter, Gewindebuchse

12 Schweißstelle

13 Zylinderschraube

14 Platine

15, 16, 17 Einzelstreifen


Anspruch[de]
  1. 1. Metalldübel zur Befestigung von Schrauben, vorzugsweise in steinernem Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, daß der Metalldübel aus drei gestanzten und gerollten Blechzylindern (1, 2, 3) zusammengesetzt ist, die trapezförmige Aussparungen (6) aufweisen und die durch Kunststoffringe (4, 5) miteinander verbunden sind.
  2. 2. Metalldübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Ende des Dübels eine Gewindebuchse angeordnet ist.
  3. 3. Metalldübel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die trapezförmigen Aussparungen (6) in den gerollten Blechzylindern (1, 2, 3) unterschiedliche Größe aufweisen, wobei die inneren Bereiche größer als die äußeren Bereiche ausgebildet sind.






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