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Dokumentenidentifikation DE19615879A1 24.10.1996
Titel Verfahren zur Veredelung einer Spanplatte sowie eine mit diesem Verfahren hergestellte Platte
Anmelder Media Profili S.r.l., Mansué, Treviso, IT
Erfinder Pasquali, Guido, Mansuè, IT;
Pasquali, Lorenzo, Mansuè, IT
Vertreter Gustorf, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 84036 Landshut
DE-Anmeldedatum 22.04.1996
DE-Aktenzeichen 19615879
Offenlegungstag 24.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.10.1996
IPC-Hauptklasse B27D 1/00
IPC additional class // B27N 3/00  
Zusammenfassung Das Verfahren dient zur Veredelung einer Rohplatte aus nicht hochwertigem Holzwerkstoff durch Beschichtung mit einer Abdeckfolie, die aus Preßspan bestehen oder eine Mehrschichtplatte sein kann und für die Herstellung von Möbelkomponenten wie Türen, Klappen, Rahmen oder dergleichen dient und an wenigstens einem Rand eine äußere Begrenzungsfläche aus Holzagglomerat hat, der gerade, geformt und/oder geneigt ist. In einer kontinuierlich arbeitenden Maschine wird auf den Rand ein Deckelement (3) angebracht, dessen Dicke zwischen 0,2 mm und 2 mm liegt und den Rand (2, 2') dessen Form entsprechend abdeckt, wonach in derselben Maschine die über den Rand (2, 2') überstehenden Teile des Deckelementes (3) abgeschnitten werden und danach eine Schleifbearbeitung des Deckelementes (3) und der Übergangsbereiche zwischen dem Deckelement (3) und der Platte (1) erfolgt, welche anschließend mit einer Abdeckfolie (4) beschichtet wird, die sich wenigstens über eine Oberfläche der Platte (1) und das Deckelement (3) erstreckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Veredelung einer Spanplatte oder dergleichen sowie eine auf diese Weise hergestellte Platte nach den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 9.

Die Erfindung findet Anwendung in der Herstellung von Halbfertigteilen, die für Möbelkomponenten bestimmt sind, beispielsweise Türen, Klappen, Rahmen, Platten oder dergleichen.

Es sind die technologisch unterschiedlichsten Bearbeitungsverfahren zur Veredelung von Spanplatten bekannt, die eine Alternative zur herkömmlichen Bearbeitung von Kernholz darstellen.

Diese übliche Tendenz bei der Möbelproduktion ist durch zwei Faktoren gerechtfertigt; einerseits ist man bestrebt, die Herstellungskosten für das Endprodukt soweit wie möglich zu senken, weshalb im allgemeinen weniger hochwertige Holzplatten oder aus Ersatzstoffen produzierte Platten verwendet werden, die nur geringe Kosten verursachen, wodurch der Kreis möglicher Käufer vergrößert wird. Auf der anderen Seite ermöglichen die Struktureigenschaften der genannten Werkstoffe die unterschiedlichsten Bearbeitungen und Kombinationen sowohl hinsichtlich der Formen als auch der Farben. Bei einigen besonderen Anwendungsfällen, beispielsweise Möbeln für Küche und Bad, ergibt sich ein dritter Vorteil, der auf der Tatsache beruht, daß durch die mögliche Kunststoffbeschichtung der Trägerplatten eine wesentlich bessere Haltbarkeit über lange Zeit bewirkt werden kann, insbesondere gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Wasser.

Als Beispiele für die am meisten verwendeten Veredelungsverfahren für Platten durch Beschichtung mit Folie können die zahlreichen Produktionssysteme beispielhaft in zwei Gruppen unterteilt werden:

Die erste Gruppe betrifft Verfahren, die nur von Rohplatten aus Preßspan oder MDF (medium density fibers) ausgehen und anschließend an einem oder mehreren Rändern bearbeitet werden, worauf in folgenden, untereinander austauschbaren Schritten (Postforming und Pressen) eine oder beide Seiten beschichtet werden.

Die zweite Gruppe betrifft Verfahren, die von flachen Elementen ausgehen, beispielsweise aus Preßspanmaterial oder MDF, das bereits mit Melaminfolie veredelt ist, die auch geknickt werden kann, worauf anschließend eine Bearbeitung durch Hobeln stattfindet, um die geformten Kanten zu erzielen. Hierbei handelt es sich um sogenanntes Preforming oder Softforming.

Obwohl bis heute erhebliche Kenntnisse auf dem Gebiet der Bearbeitung von beschichteten Platten erworben worden sind, bestehen dennoch Probleme, die nicht zufriedenstellend gelöst werden konnten. Diese sind mit der konstanten Optimierung des Verhältnisses Qualität/Preis verbunden, das die Unternehmungen der Möbelbranche ständig verbessern wollen, zu welchem Zweck sie Einfluß auf die Produzenten von Halbfertigfabrikaten nehmen, die für Dritte herstellen und dabei regelmäßig innovative Lösungen anstreben sollen.

Bei einer Lösung ist hauptsächlich der Einsatz von Spanplatten vorgesehen, die gegenwärtig hergestellt werden können aus unterschiedlichem Granulatmaterial, das von grob bis fein reicht oder sogar unterschiedliche Dichte haben kann. Die Verwendung einer ebenen Spanplatte wirft jedoch neue und nicht unerhebliche Probleme auf. Die Eigenschaften gebräuchlichen Spanmaterials erlauben es nicht, bestimmte Mindestdicken des Beschichtungsmaterials zu unterschreiten, um die Qualität des Fertigproduktes nicht zu beeinträchtigen. Wenn nämlich die Kante einer Spanplatte entsprechend der gewünschten Form, die im allgemeinen abgerundet oder abgeschrägt ist, geformt und auch geschliffen worden ist, neigen die Spanteilchen dazu, hervorzustehen oder zumindest die gewünschte, durchgehende Form zu beeinträchtigen oder zu unterbrechen, insbesondere im Bereich der Übergänge. Vor allem im Bereich der Kante stellt sich dadurch eine instabile und wenig beständige Tragbasis für die Beschichtungsfolie ein.

Als Beispiel sei angeführt, daß ein typisches Herstellungsverfahren, z. B. Postforming, zunächst die Formgebung in Abschnitten unterschiedlicher Arten der Spanplatte an einem oder mehreren Rändern vorsieht, und zwar in der Nähe der ebenen Hauptfläche der Platte. Anschließend erfolgt kalt und/oder warm die Aufleimung der Beschichtung (Melamin-Phenol-Verbundmaterial, harzgetränktes, einschichtiges Papier, Akrylpapier, PVC und dergleichen, wobei die Dicke im allgemeinen zwischen 0,05 mm und 0,3 mm liegt), und zwar auf wenigstens eine der beiden ebenen Hauptflächen der Spanplatte, wobei die Beschichtung an den zuvor geformten Rändern ausreichend übersteht, um diese abzudecken. Anschließend wird diese Platte in eine Postforming-Maschine gegeben, wo in Abhängigkeit von der gewünschten Form in unterschiedlichen Reihenfolgen die folgenden Arbeitsgänge ausgeführt werden: Auftragen des Klebers, Umbiegen, Beschichten und Abschneiden des überstehenden Teils der Beschichtung.

Aufgrund der dargestellten Art und Weise der Zusammensetzung der Spanplatte hat die Anwendung dieser Technik erhebliche Einschränkungen hinsichtlich der Erzielung der Abrundungen mit dünnen Beschichtungen unterschiedlichen Ursprungs und unterschiedlicher Beschaffenheit, wobei die Dicken normalerweise zwischen 0,05 und 0,3 mm liegen, bzw. mit Beschichtungen größerer Dicke und empfindlichen Oberflächen wie beispielsweise polierten oder mattierten Oberflächen.

Die Eigenschaften des Zwischenbereiches der Spanplatte führen unvermeidbar dazu, daß bei der Formgebung Unterbrechungen und Unstetigkeiten der gewünschten Form sowie Hohlräume durch Herausreißen von Materialteilchen entstehen, so daß das beschichtete Produkt an diesen Stellen Fehler aufweist, die vom Markt nicht akzeptiert werden und in schwerwiegenden Fällen zu Ausschuß bei der Bearbeitung führen.

Es darf nicht vergessen werden, daß die Beschichtungsfolie zur Veredelung der Platte nach deren Fertigbearbeitung aufgebracht wird, so daß im Anschluß daran keine weitere Schleif- oder Glättarbeit vorgenommen werden kann, weil dadurch die Beschichtung beschädigt würde.

Eine Platte kann somit nach ihrer Veredelung durch eine Beschichtungsfolie nicht mehr weiteren Bearbeitungen wie Schleifen und/oder Glätten unterzogen werden, um mögliche Fehler in derjenigen Schicht der Platte zu korrigieren, die als Tragbasis für die Beschichtung dient, beispielsweise Aussplitterungen und/oder Welligkeiten, die bei der Erzeugung dieser Tragbasis verursacht wurden. Daraus folgt, daß Fehler und Unregelmäßigkeiten in der Tragbasis zu einer Beeinträchtigung des ästhetischen Gesamteindruckes der Beschichtung führen, deren Dicke sehr gering ist, was die Qualität der Platte verringert und zu Ausschuß führt.

Aus Gründen der Probleme, die mit dem freien Markt und daher mit dem Verhältnis Qualität/Preis verbunden sind, wobei der Qualität bei einem niedrigeren Preis der Vorzug gegeben wird, ist es wünschenswert, die Platte in normalen Maschinen bearbeiten zu können, die von einfacher Ausrüstung sind und alle Arbeitsgänge so durchführen können, daß es nicht erforderlich ist, die Platte aus der Maschine herauszunehmen und erneut zu positionieren. Es ist daher erstrebenswert, eine komplette Bearbeitung in einer Linie durchführen zu können, ohne dabei den Produktionsprozeß zu unterbrechen und die Bearbeitungsphasen diskontinuierlich aufeinander folgen zu lassen, um zu dem Endprodukt zu gelangen.

Es sind Verfahren zur Veredelung von Platten aus weniger hochwertigem Holzmaterial bekannt, bei denen zunächst auf die zu veredelnde Seite ein Einsatz aus Kern- oder Vollholz angebracht wird, der ggf. entsprechend geformt oder abgeschrägt sein kann und auf die zu veredelnde Kante aufgeleimt wird. In einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt wird dieser Einsatz mit einer für die Veredelung vorgesehenen Beschichtungsfolie abgedeckt, ohne daß dabei an den Übergängen und Kanten Unregelmäßigkeiten und Fehler erzeugt werden. Diese Verfahren erfordern jedoch vor der Beschichtung ein Abschleifen auf der gesamten Fläche, wodurch die Kontinuität des Bearbeitungszyklus unterbrochen wird und der Einsatz von gesonderten Vorrichtungen, die besondere Behandlung und der Transport des Werkstücks zu anderen Arbeitsstationen notwendig sind, was mit weiteren Nachteilen verbunden ist. Ferner verursachen diese Verfahren aufgrund der verhältnismäßig großen Dicke des überstehenden Teils des genannten Einsatzes oder Einsatzstückes einen unregelmäßigen Einsatz der Werkzeuge und einen erheblichen Verschleiß, was eine uneffektive Bearbeitung sowie Reparatur- und Wartungsarbeiten zur Folge hat, so daß das gesamte Verfahren nicht im Einklang steht mit den Anforderungen an die Kosten und an die vom Markt verlangten Qualitäten.

Um die genannten Nachteile des bekannten Standes der Technik zu vermeiden und weitere Vorteile zu erzielen, wurde die vorliegende Erfindung entwickelt und zur Realisierung geführt.

Die Erfindung ergibt sich aus den Kennzeichen der Patentansprüche 1 und 9; vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Das Verfahren gemäß der Erfindung geht aus von einer Rohplatte aus Holzagglomerat, das aus Holzspänen oder miteinander verbundenen, unterschiedlichen Schichten bestehen kann. Diese Rohplatte wird anschließend in ein und derselben Maschine wie folgt bearbeitet:

  • - auf wenigstens einer Seite der Platte wird eine Längskante durch Verformung bearbeitet, so daß über die gesamte Stärke der Rohplatte die Kantenform gebildet wird;
  • - auf diese durch Formgebung bearbeitete Kante der Platte wird ein dünnes, ebenes Deckelement aufgebracht, dessen Stärke zwischen 0,2 mm und 2,0 mm liegt; das Deckelement, das aus Echt- oder Kernholz bestehen, aus Holz geschnitten oder auch aus Kunststoff hergestellt sein kann, wird durch eine Leimschicht an der geformten Kante befestigt, die auf die Kante oder auf das Deckelement aufgebracht werden kann; beim Anbringen des Deckelementes, das von einer Spule abgewickelt wird, paßt sich dieses der Form der Kante der Platte an;
  • - von beiden Seiten der Platte her wird dann das Deckelement beschnitten, um die über den geformten Rand der Platte vorstehenden Teile zu entfernen;
  • - anschließend werden das Deckelement und die Übergänge in die Platte geschliffen.


Die auf diese Weise hergestellte Platte wird danach einem weiteren Bearbeitungszyklus unterworfen, bei dem eine Abdeckfolie aufgebracht wird, deren Stärke vorzugsweise zwischen 0,05 mm und 0,3 mm liegt. Diese Abdeckfolie liegt somit auf einer gleichförmigen, kompakten und widerstandsfähigen Basis, ohne daß die Gefahr einer Oberflächenunterbrechung auf der Tragfläche besteht, durch welche die ästhetische Qualität der auf diese Weise hergestellten Platte beeinträchtigt wird.

Alle Phasen zur Herstellung der Platte werden in einer einzigen Maschine herkömmlicher Bauart durchgeführt, ohne daß dabei der Operationszyklus unterbrochen werden muß. Das Verfahren hat eine Reihe von Vorteilen, darunter in erster Linie die Möglichkeit, ein Endprodukt auf der Basis einer herkömmlichen Spanplatte oder dergleichen zu erhalten, das geringe Produktionskosten hat und leicht zu beschaffen ist, wobei die Bearbeitungskosten für das Endprodukt niedrig sind.

Ein weiterer Vorteil besteht im Einsatz von nur einer Maschine für die Ausführung aller Bearbeitungsgänge an der Platte, so daß die Handhabungen zum Zuführen, Einspannen und Bearbeiten der Platte, des Deckelementes und der Abdeckfolie auf ein Minimum reduziert werden. Das wirkt sich günstig auf die Kosten für Produktion, Geräteeinsatz, Wartungskosten und Lageraufwand aus, so daß die Gesamtkosten für das Endprodukt niedrig sind.

Nicht zuletzt wird durch die Verwendung des Deckelementes als Stützbasis für die Abdeckfolie eine sehr glatte und gleichmäßige Oberfläche erzielt, die frei von allen Unebenheiten und Oberflächenunterbrechungen ist.

Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 die perspektivische Ansicht einer Rohplatte aus Preßspan mit gleichmäßig verteilten Spanteilchen und nahezu konstanter Granulometrie,

Fig. 2 die Platte gemäß Fig. 1 nach Bearbeitung einer Kante, die hier eine abgerundete Form erhalten hat,

Fig. 3 die anschließende Bearbeitungsphase, bei der ein ebenes Deckelement an der bearbeiteten Kante angebracht wird,

Fig. 3a den anschließenden Bearbeitungsgang zum Beschneiden der über die bearbeitete Kante vorstehenden Ränder des Deckelementes,

Fig. 4 eine Spanplatte mit aufgeklebtem Deckelement,

Fig. 4a die nachfolgende Schleifbearbeitung des Deckelementes im Übergangsbereich zwischen diesem und dem abgerundeten Rand der Platte,

Fig. 5 die anschließende Bearbeitung der Platte, bei der eine Abdeckfolie aufgebracht wird, und

Fig. 5a die Ansicht der mit Abdeckfolie veredelten Platte nach Abschluß aller Bearbeitungsgänge.

Wie in der Zeichnung dargestellt ist, wird zur Veredelung einer Platte aus weniger hochwertigem Holz, insbesondere für die Anfertigung für Türen für Möbel, zunächst ein Halbfertigteil 1 als Ausgangsprodukt verwendet, das im wesentlichem aus einer Rohplatte aus Preßspan besteht.

In einem ersten Verfahrensschritt wird diese Halbfertigteil- Platte 1 an wenigstens einem Rand 2 einer Formgebung unterzogen, wobei die Form für diesen Rand 2 eben, gemäß Fig. 2 aber auch eine abgerundete Form 2&min; sein kann. In der Zwischenzeit wird in der Fertigungslinie von einer Rolle ein Band abgezogen, das als Deckelement 3 dient und die unterschiedlichsten Formen haben kann. Selbstverständlich kann dieses Deckelement 3 aus den verschiedensten Werkstoffen bestehen, beispielsweise aus Echtholz oder einem holzartigen Werkstoff, aus einem holzartigen Träger mit Stoffbeschichtung oder einer anderen Gewebebeschichtung, aus Kunststoff, Zellulose und/oder Papier, wobei auch fortlaufende Profile möglich sind. Die Dicke des Deckelementes liegt zwischen 0,2 und 2 mm.

Die Innenseite 3&min; des Deckelementes 3, die mit dem Rand 2 der Platte 1 verbunden werden soll, wird mit einem Klebstoff beschichtet, der warmschmelzbar ist und vorzugsweise auf der Basis eines technischen Polymers hergestellt ist. Ein solcher Klebstoff kann beispielsweise auf der Basis von Ethylvinylazetat, Polyamid, Polyphenol, Polyurethan oder Vinyl hergestellt sein.

Nachdem das Deckelement 3 mit seiner ganzen Fläche auf den abgerundeten Rand 2&min; der Platte 1 aufgebracht worden ist, wird ohne erneute Positionierung der Platte 1 in derselben Maschine mit herkömmlichen Fräswerkzeugen 5 eine Bearbeitung durchgeführt, um den Teil des Deckelementes 3, der über den Rand 2&min; hervorsteht, abzuschneiden (vgl. Fig. 3a). Diese Bearbeitung wird auf beiden Seiten der Platte 1 durchgeführt, so daß anschließend eine Platte 1 zur Verfügung steht, die einen durchgehenden, gleichförmigen Rand hat, der keinerlei Unterbrechungen oder Fehler aufweist und sich durch eine einwandfreie Konsistenz und Kompaktheit auszeichnet.

Nachdem auf die beschriebene Art und Weise das Deckelement 3 auf den geformten Rand 2 bzw. 2&min; der Platte 1 aufgebracht worden ist, erfolgt eine Grobbearbeitung und anschließend eine Feinbearbeitung entlang den Rändern 2, 2&min; des Deckelementes 3 am Übergang in die Platte 1, worauf dann in einer Feinstbearbeitung die gesamte Form geschliffen wird. Auch diese Bearbeitungsschritte werden auf derselben Maschine vorgenommen, wobei als Werkzeug beispielsweise Schleifbänder 6 (vgl. Fig. 4a) oder andere Werkzeuge mit derselben Wirkung eingesetzt werden.

Die zu bearbeitenden Oberflächen und insbesondere die Übergänge zwischen dem bearbeiteten Rand 2 bzw. 2&min; der Platte 1 und dem Deckelement 3 haben eine begrenzte Ausdehnung, so daß alle genannten Bearbeitungsgänge kontinuierlich in der Linie auf derselben Maschine durchgeführt werden können.

Als Variante der Fig. 4a können auch mehrere Schleifbänder 6 eingesetzt werden, die gemeinsam die zu bearbeitenden Ränder schleifen und ggf. unterschiedliche Neigungen haben.

Nachdem auch dieser Bearbeitungsschritt durchgeführt ist, wird die Platte 1 mit einer Abdeckfolie 4 abgedeckt, die aus einem flexiblen, imprägnierten Papier, aus Polymerfolie, PVC, Polymethylmetakrylat, Polypropylen oder dergleichen bestehen kann und eine Dicke zwischen 0,05 mm und 0,30 mm hat. Anschließend wird die Feinbearbeitung vorgenommen.

Fig. 5a zeigt das veredelte Endprodukt 1, bei dem die Abdeckfolie 4 sowohl auf dem geformten Rand als auch auf den Hauptflächen der Platte 1 anliegt; aufgrund des Abdeckelementes 3 am Rand 2 bzw. 2&min; ergeben sich durch die Beschichtung mit der Abdeckfolie 4 keinerlei Unregelmäßigkeiten oder Oberflächenfehler bei der fertigen Platte 1.

Bei einer Variante der Erfindung, bei der wenigstens einer der Ränder 2 der Platte 1 eine ebene Fläche hat, wird der Klebstoff für die Verbindung mit dem Deckelement 3 unmittelbar auf den Rand 2 aufgebracht und nicht auf die Innenseite 3&min; des Deckelementes 3. In einer nachfolgenden Bearbeitung kann die auf diese Weise hergestellte Platte ggf. an den Kanten durch Schleifen bearbeitet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Veredelung einer Rohplatte aus nicht hochwertigem Holzwerkstoff durch Beschichtung mit einer Abdeckfolie, wobei die Platte aus Preßspan bestehen oder eine Mehrschichtplatte sein kann und für die Herstellung von Möbelkomponenten wie Türen, Klappen, Rahmen oder dergleichen dient und an wenigstens einem Rand eine äußere Begrenzungsfläche aus Holzagglomerat hat, der gerade, geformt und/oder geneigt ist, bei welchem Verfahren in einer kontinuierlich arbeitenden Maschine auf den Rand ein Deckelement (3) angebracht wird, dessen Dicke zwischen 0,2 mm und 2 mm liegt und den Rand (2, 2&min;) dessen Form entsprechend abdeckt, wonach die über den Rand (2, 2&min;) überstehenden Teile des Deckelementes (3) in derselben Maschine abgeschnitten werden und danach in derselben Maschine eine Schleifbearbeitung des Deckelementes (3) und der Übergangsbereiche zwischen dem Deckelement (3) und der Platte (1) erfolgt, welche anschließend mit einer Abdeckfolie (4) beschichtet wird, die sich wenigstens über eine Oberfläche der Platte (1) und das Deckelement (3) erstreckt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckelement (3) zuvor auf der dem Rand (2, 2&min;) der Platte (1) gegenüberliegenden Innenseite (3) mit Klebstoff beschichtet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (2, 2&min;) der Platte (1) nach seiner Formgebung direkt mit Klebstoff beschichtet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtrennen der überstehenden Ränder des Deckelementes (3) durch Fräswerkzeuge (5) erfolgt, die an derselben Maschine für die fortlaufende Herstellung der Platte (1) angeordnet sind.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifbearbeitung des Deckelementes (3) und/oder des Übergangsbereiches zwischen diesem und der Platte (1) durch Schleifwerkzeuge (6) wie Schleifbänder, kleine Schleifscheiben oder dergleichen erfolgt, die in derselben Maschine für die Herstellung der Platte (1) angebracht sind.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckelement (3) aus Echtholz, Furnierholz, ggf. mit Stoffgewebe oder mit einem anderen Gewebe beschichtet, Kunststoff, Papierwerkstoff oder Zellulosewerkstoff besteht.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckfolie (4) eine Dicke zwischen 0,05 mm und 0,3 mm aufweist.
  8. 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckfolie (4) aus flexiblem, imprägniertem Papier, Polymerfolie, PVC, Polymetacrylat oder Polypropylen besteht.
  9. 9. Veredelte, beschichtete Platte für die Herstellung von Möbelkomponenten wie Türen, Klappen, Rahmen oder dergleichen, die aus einer Rohplatte aus nicht hochwertigem Holzwerkstoff hergestellt und mit einer Abdeckfolie beschichtet ist, wobei die Platte auch eine Mehrschichtplatte sein kann und wenigstens an einem Rand geformt und/oder geneigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Rand (2, 2&min;) der Platte (1) und der Abdeckfolie (4) ein Deckelement (3) angebracht ist, dessen Stärke zwischen 0,2 mm und 2 mm liegt und das aus Vollholz, Furnierholz, mit Gewebe oder dergleichen beschichtetes Holz, Kunststoff, Papierwerkstoff oder Zellulose besteht.






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