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Dokumentenidentifikation DE69118093T2 28.11.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0481946
Titel Pneumatisches Kraftwerkzeug
Anmelder Atlas Copco Tools AB, Stockholm, SE
Erfinder Rahm, Erik Roland, S-194 37 Väsby, SE
Vertreter Beyer und Kollegen, 60323 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 69118093
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 21.10.1991
EP-Aktenzeichen 918502584
EP-Offenlegungsdatum 22.04.1992
EP date of grant 20.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.11.1996
IPC-Hauptklasse B25D 17/00
IPC-Nebenklasse B25H 1/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung befaßt sich mit einem pneumatischen Motorwerkzeug, insbesondere einem pneumatischen Motorwerkzeug mit einem Gehäuse, einem Motor, einem Lufteinlaßkanal in dem Gehäuse, der mit dem Motor in Verbindung steht, einem pistolenartigen Griff, der sich vom Gehäuse weg im wesentlichen senkrecht zu diesem und der Anwendungsrichtung des Werkzeugs erstreckt, und Mitteln zur Luftverbindung zum Verbinden des Lufteinlaßkanals mit einer Druckluft-Zufuhrleitung, die an das Werkzeug angeschlossen ist.

In der Praxis sind bei allen vorbekannten pneumatischen Motorwerkzeugen obiger Art die Mittel zur Luftverbindung, d. h. die Einlaß- und Auslaßkanäle, im Griff angeordnet. Dies bedeutet, daß der Druckluft-Zufuhrschlauch ebenso wie der die Abluft leitende Schlauch, falls verwendet, am unteren Ende des Griffes angeschlossen sind. In Arbeitsbereichen, in welchen das Werkzeug in horizontalen Anwendungsrichtungen eingesetzt wird, welche die gebräuchlichsten Anwendungen für Werkzeuge mit Pistolengriff sind, und in welchen sich der Druckluftschlauch von einer Schlauchrolle her erstreckt, die oberhalb des Arbeitsbereiches angeordnet ist, führt der am unteren Ende des Griffes angeschlossene Luftschlauch zu einer unpraktischen Handhabung des Werkzeugs.

Frühere Bemühungen zur Lösung dieses Problems beinhalteten den Einsatz eines U-förmigen Rohres zwischen dem Werkzeuggriff und dem Luftschlauch, um dadurch eine engere Biegung der Leitung zu erhalten, ohne den Schlauch selbst zu verbiegen. Siehe hierzu z. B. die DE-A-26 23 366, die den Stand der Technik darstellt, auf den sich der Oberbegriff des Anspruchs 1 bezieht. Die Handhabung des Werkzeugs wird jedoch nicht wirklich verbessert, weil der Schlauch immer noch in der Nähe des Griffes verläuft und dadurch den Anfaßbereich um den Griff einschränkt.

Ein weiteres Problem, das pneumatische Werkzeuge mit pistolenartigem Griff betrifft, deren Auslaßkanal im Griff liegt, besteht im unerwünschten Abkühlen des Griffes. Dies ist dann der Fall, wenn ein Abführen der Abluft über einen Schlauch erwünscht ist, der koaxial zum Druckluft-Zufuhrschlauch angeschlossen ist.

Die obigen Probleme werden durch die Erfindung gelöst, wie sie in Anspruch 1 beschrieben ist.

Bevorzugte Ausgestaltungen werden in den abhängigen Ansprüchen vorgestellt.

Nachstehend wird eine Ausführungsform der Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen genau beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 ein erfindungsgemäßes pneumatisches Motorwerkzeug, das mittels des Druckluftschlauches an einer gewichtsausgleichenden Schlauchrolle aufgehängt ist;

Fig. 2 einen Längsschnitt durch den rückwärtigen Teil des Motorwerkzeugs nach Fig.

Das in den Zeichnungen dargestellte Werkzeug ist ein pneumatisch angetriebenes Werkzeug zum Anziehen von Schrauben, das in seiner Arbeitsposition über einen Druckluft-Zufuhrschlauch 6 aufgehängt ist, der an das Werkzeug angeschlossen ist. Der Schlauch 6 ist auf einer gewichtsausgleichenden Schlauchrolle 7 aufgewickelt, die an einer festen, obenliegenden Gebäudestruktur, wie z. B. einem Balken, angebracht ist.

Das in den Zeichnungen gezeigte Motorwerkzeug besitzt ein Gehäuse 10, einen Anschluß 11 für die Druckluft-Zufuhrleitung, einen pistolenartigen Griff 12 und eine Abtriebswelle 13, die aus dem vorderen Teil des Gehäuses 10 ragt. Die Abtriebswelle 13 ist über eine mechanische Kraftübertragung (nicht gezeigt) an einen pneumatischen Turbinenmotor gekoppelt.

Der Anschluß 11 für den Druckluft-Zufuhrschlauch 6 ist am oberen Ende einer Lufteinlaßröhre 16 angeordnet, die in einen Fassungsteil 17 im rückwärtigen Endteil 15 des Gehäuses 10 eingeschraubt ist. Dieses Fassungsteil 17 besitzt eine dem Griff 12 gegenüberliegende Ausrichtung und liegt senkrecht zur Anwendungsrichtung des Werkzeugs, welche in der axialen Richtung der Abtriebswelle 13 liegt. Dies hat zur Folge, daß die Einlaßröhre 16 nach oben gerichtet ist, wenn das Werkzeug mit dem Griff 12 nach unten gerichtet eingesetzt wird, was normalerweise der Fall ist.

Im rückwärtigen Endteil 15 des Gehäuses 10 ist ein kippend bewegbares Drosselventil 20 montiert, das mit einem Sitz 21 abdichtend zusammenwirkt. Das Ventil 20 wird durch einen üblichen, pistolenartigen Abzug 22 am Griff 12 betätigt. Der Abzug 22 ist mit einem Verlängerungsbolzen 19 versehen, um den Schaft des Ventils zu erreichen.

Stromabwärts des Drosselventils 20 leitet ein Luftzufuhrkanal 23 Druckluft von dem Ventil 20 zu dem Motor 14. Die Abluft von dem Motor 14 wird aus dem Gehäuse 10 durch eine Mehrzahl von öffnungen 24 in ein Auslaßgehäuse 25 abgelassen. Letzteres ist an der Oberseite des Werkzeuggehäuses 10 montiert und umgibt die Lufteinlaßröhre 16. An seinem oberen Ende ist das Auslaßgehäuse mit einer drehbaren Auslaß hülse 26 versehen, welche die Einlaßröhre koaxial umgibt und eine oder mehrere Öffnungen 27 aufweist, um den Abluftstrom in gewünschter Weise zu lenken.

Da das Auslaßgehäuse 25 und die Auslaßhülse 26 die Einlaßröhre koaxial umgeben, kann ein Schlauch zum Wegführen der Abluft von dem Werkzeug koaxial zum Druckluft-Zufuhrschlauch angebracht werden. Ein solcher Auslaßschlauch wird unmittelbar an die Auslaßhülse 26 angeschlossen.

Der pistolenartige Griff 12 hat ein Griffstück 28, das mit einem Fassungsteil 29 quadratischen Querschnitts zum Aufstecken auf einen Vorsprung 30 entsprechend quadratischen Querschnitts an dem Gehäuse 10 ausgebildet ist. Das Griffstück 28 ist durch eine Schraube 31 an dem Gehäuse 10 befestigt, die durch eine abgestufte Bohrung 32 in das Griffstück eingeführt wird und in eine Gewindebohrung 33 in dem quadratischen Vorsprung 30 eingreift.

Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, sorgen die Mittel zur Luftverbindung in Form der aufwärts gerichteten Einlaßröhre 16 und das Auslaßgehäuse 25 für eine bequemere Handhabung des Werkzeugs, weil der nach oben verlaufende Druckluft-Zufuhrschlauch 6 nicht den Griffbereich um den Griff 12 stört. Es ist auch deutlich gezeigt, daß der Luftschlauch 6 sehr gut zum Aufhängen des Werkzeugs an einer Ausgleichsvorrichtung verwendet werden kann. Dadurch können der gewöhnlich verwendete Aufhängebügel an dem Werkzeug und das Aufhängungskabel, welches das Werkzeug mit einer Ausgleichsrolle verbindet, weggelassen werden.

Wichtig ist jedoch festzuhalten, daß die Erfindung nicht auf die besondere Anordnung der Einlaßröhre beschränkt ist, die im beschriebenen Beispiel dargestellt ist. Die Erfindung betrifft Mittel zur Luftverbindung mit koaxialen Luftzufuhr- und -auslaßkanälen, die vom Griff getrennt am Gehäuse befestigt sind und deren genaue Anordnung im Schutzbereich der Ansprüche variiert werden kann, um das Werkzeug verschiedenen Arbeitsbedingungen anzupassen. Beispielsweise können die Mittel zur Luftverbindung an der rückwärtigen Endwand des Gehäuses 10 angeordnet sein, um den Betrieb des Werkzeugs in Abwärtsrichtung zu erleichtern.


Anspruch[de]

1. Pneumatisches Motorwerkzeug mit einem Gehäuse (10), einem Motor (14), einem Lufteinlaßkanal (23) in dem Gehäuse (10), der mit dem Motor (14) in Verbindung steht, einem pistolenartigen Griff (12), der sich von dem Gehäuse (10) weg im wesentlichen senkrecht zu diesem und der Anwendungsrichtung des Werkzeugs erstreckt, und Mitteln zur Luftverbindung (16, 20, 25, 26) zum Verbinden des Lufteinlaßkanals (23) mit einer äußeren Druckluft-Zufuhrleitung (6), dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Luftverbindung (16, 20, 25, 26) ein einen Luftzufuhrkanal bildendes Element (16), das an seinem einen Ende fest mit dem hinteren Teil des Gehäuses (10) an einer vom Griff (12) entfernten Stelle verbunden ist, und einen Luftauslaßkanal bildende Mittel (25, 26) mit einem Auslaßteil (26) aufweisen, welcher in einem im wesentlichen koaxialen Verhältnis zu dem den Luftzufuhrkanal bildenden Element (16) angeordnet ist, wobei sich dieses von dem Gehäuse (10) weg im wesentlichen senkrecht zum Gehäuse (10) und zur Anwendungsrichtung des Werkzeugs und im wesentlichen gegenüberliegend zum Griff (12) erstreckt.

2. Motorwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßteil (26) Kupplungsmittel zum Anschließen einer Luftauslaßleitung in koaxialer Lage zu der Druckluft-Zufuhrleitung (6) aufweist.

3. Motorwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßteil (26) für die Einstellbarkeit der Strömungsrichtung der Abluft drehbar ist.







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