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Dokumentenidentifikation DE69209423T2 28.11.1996
EP-Veröffentlichungsnummer 0536009
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von degradierbaren Befestigungsmitteln und so hergestellte Befestigungsmittel
Anmelder Extrusion de Basse-Normandie-Exbanor, Lisieux, FR
Erfinder de Longcamp, Phillippe, Rene Henri, F-14430 Dozule, FR
Vertreter Säger und Kollegen, 81677 München
DE-Aktenzeichen 69209423
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 05.08.1992
EP-Aktenzeichen 924022338
EP-Offenlegungsdatum 07.04.1993
EP date of grant 27.03.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.11.1996
IPC-Hauptklasse A01G 17/08
IPC-Nebenklasse B26F 1/24   B26F 1/28   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich einerseits auf ein Verfahren zur Herstellung von im Laufe der Zeit versprödbaren Befestigungsmitteln oder Verbindungsteilen aus einem Band, das einen oder mehrere Drähte aus oxidierbarem Metall enthält, die in Längsrichtung im Inneren einer Grundmasse vornehmlich aus Kunststoff, beispielsweise einem Thermoplastmaterial, angeordnet sind, und andererseits auf Vorrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens, und schließlich auf die mit Hilfe dieses Verfahrens erhaltenen Befestigungsmittel.

Es sind bereits Bänder bekannt, die beispielsweise nach dem in der FR-PS A-2.630.371 beschriebenen Verfahren oder auch nach dem Verfahren zur Herstellung von Kunststoffolien hergestellt werden können, wie es in der US-PS A-3.222.237 beschrieben ist.

Solche Bänder werden vornehmlich im Weinberg verwendet, wo sie dazu dienen, an einer Stütze oder einem Draht den Teil des Rebstocks, der austreiben soll, anzubinden; nach der Ernte werden die Weinreben mit der Rebschere geschnitten, und um die mit einem Band noch gehaltenen Ranken zu entfernen, wird ein Werkzeug wie beispielsweise eine Zange verwendet, weshalb zwei Werkzeuge zu halten sind, nämlich die Rebschere für die Weinreben und die Zange für die Bänder.

Infolgedessen ergibt sich bei den Arbeiten ein Zeitverlust.

Darüberhinaus sind die Landwirte infolge der Handhabung von zwei Schneidwerkzeugen gefährdet.

Und schließlich kann die Stütze beschädigt oder der Draht gelockert werden.

Es ist bereits eine Maschine bekannt (US-PS A-2.388.069), die dazu bestimmt ist, eine Folie aus dielektrischem Werkstoff, wie zum Beispiel Kunstleder, zu perforieren, um es mikroporös zu machen.

Diese Maschine umfaßt Walzen, die mit Spitzen versehen sind und die Folie vorperforieren.

Hinter diesen Walzen werden beiderseits der Folie angeordnete Elektroden gegenüber den Vorperforierungen positioniert.

Nun wird zwischen den beiden sich gegenüber stehenden Elektroden eine elektrische Entladung in der Weise herbeigeführt, daß die Folie durchbohrt wird.

Hierbei handelt es sich um einen vom Gegenstand der vorliegenden Erfindung völlig verschiedenen Einsatzbereich, da hierbei die Herstellung von versprödbaren Befestigungsmitteln, welche einen in einer Werkstoffolie liegenden Metalldraht aufweisen, überhaupt nicht das Ziel ist.

Die Anmelderin hatte den Gedanken, Bänder herzustellen, die sich im Laufe der Zeit so abbauen, daß sie nach der Ernte ausreichend versprödet sind, um ohne spezielles Werkzeug von Hand abgerissen werden zu können, wodurch sich die Sicherheit erhöht und Zeit gewonnen wird.

Unter diesem Gesichtspunkt hat die Anmelderin die vorliegende Erfindung gemacht, der gemäß einem ersten Aspekt die Aufgabe zugrunde liegt, ein Verfahren zur Herstellung eines Bandes zu schaffen, wie es eingangs in dieser Beschreibung umrissen ist, wobei sich dieses Verfahren dadurch auszeichnet, daß es darin besteht, in der Grundmasse Öffnungen auszubilden, welche eine Verbindung zwischen den Drähten und der Atmosphäre herstellen.

Wegen der Anordnung von Öffnungen stehen die oxidierbaren Metalldrähte mit der sie umgebenden Atmosphäre, mit Feuchtigkeit, dem Sauerstoff in der Luft, den zur Behandlung im Weinberg verwendeten Stoffen mit oxidierender Wirkung, usw. in Kontakt.

Daraus ergibt sich durch Oxidierung eine Verwitterung mit der Folge, daß die Drähte rosten; die Bindebänder können von Hand abgerissen werden, ohne daß die Verwendung eines Schneidwerkzeugs nötig wird.

Wenn die Bänder vor dem Aufbinden gelagert werden, beispielsweise auf Spulen, stehen sie nur zu einem sehr kleinen Teil und örtlich stark begrenzt mit der Atmosphäre in Kontakt und die Substanzen zur Rebstockbehandlung können natürlich keine Verwitterung herbeiführen, da sie nicht ausgebracht wurden; die Bänder oxidieren nicht stark genug, um die Rostbildung zu fördern und bauen sich nicht ab, wobei die Verwitterung erst dann einsetzt, wenn die Bänder im Freien angebracht werden.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel für das Verfahren wird ein Band verwendet, dessen Drähte im Inneren von Tunnelgängen verlaufen, die in der Grundmasse ausgebildet sind, und daß die Öffnungen dadurch gebildet werden, daß die Wandung der Tunnelgänge von mindestens einer Fläche des Bandes aus perforiert wird.

Die Anmelderin hat jedenfalls festgestellt, daß bei den Befestigungsmitteln, die nach den bekannten Verfahren hergestellt wurden, kein enger Kontakt zwischen der Grundmasse und den Drähten vorliegt, sondern vielmehr Bereiche ohne Kontakt zwischen der Grundmasse und den Drähten vorhanden sind. Diese Bereiche definieren luftgefüllte Tunnelgänge um die Drähte, wobei die Tunnelgänge sich zum Zeitpunkt der Herstellung bilden, und zwar zum einen, weil die Drähte in ihrer Umgebung eine Abkühlung der Grundmasse herbeiführen, und zum anderen, weil die Drähte nach einer bestimmten Gebrauchszeit zur Bildung von dauerhaften Furchen in der Beschichtung der Montagezylinder in der zur Herstellung dieser Binder dienenden Maschine führen, was die Bildung dieser Tunnelgänge noch verstärkt.

Bei Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der luftgefüllte Tunnelgang mit der ihn umgebenden Atmosphäre in Kontakt gebracht, was die örtliche Verwitterung des oxidierbaren Metalldrahts beschleunigt.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die Teilung der Öffnungen in Längsrichtung des Bandes in Abhängigkeit von der gewünschten Versprödungsgeschwindigkeit der Befestigungsmittel eingestellt.

Somit gestattet das Verfahren die Anpassung der Verwitterung des Metalldrahts in Abhängigkeit von der Zahl der in die Grundmasse eingebohrten Öffnungen.

Gemäß einer anderen Weiterentwicklung der Erfindung wird der Durchmesser der Öffnungen in der Grundmasse in Abhängigkeit von der gewünschten Versprödungsgeschwindigkeit der Befestigungsmittel eingestellt.

Damit ist es möglich, Bänder mit unterschiedlich abgestufter Verwitterungsfähigkeit herzustellen. Beispielsweise werden im Elsaß die Reben früher als im Bordeaux-Gebiet geschnitten, und somit empfiehlt es sich, je nach Lage des betreffenden Weinbergs verschiedene Bänder einzusetzen.

Gemäß einem weiteren Aspekt zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, ein Band wie beispielsweise ein Bindeband bzw. einen Binder zu schaffen, den man mit Hilfe des vorstehend beschriebenen Verfahrens erhält, wobei das Band einen oder mehrere Drähte aus oxidierbarem Metall enthält, die in einer Grundmasse, vornehmlich aus Kunststoff, angeordnet sind, und wobei diese Grundmasse Öffnungen aufweist, welche eine Verbindung zwischen den Drähten und der Atmosphäre herstellen.

Es ist von Vorteil, daß die Drähte im Band nicht an allen Punkten in engem Kontakt mit der Grundmasse stehen, wobei somit entlang der Drähte Tunnelgänge gebildet werden.

Vorzugsweise bestehen die Drähte aus geglühtem, galvanisch unbehandeltem Eisen.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung enthält die Grundmasse ein chemisches Mittel, welches seine Verwitterung unter Lichteinwirkung begünstigt.

Gemäß einem dritten Aspekt liegt der vorliegenden Erfindung als Aufgabe eine Vorrichtung zur Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens zugrunde.

Diese Vorrichtung umfaßt eine Abgabequelle zur Zuführung des Bandes, Einrichtungen zum kontinuierlichen Antreiben des Bandes auf einer feststehenden Bahn, und eine Perforiereinrichtung, die so ausgelegt und angeordnet ist, daß sie die Grundmasse des Bandes entlang der darin enthaltenen Drähte locht.

Eine solche Vorrichtung kann problemlos in eine Anlage zur Herstellung von Bändern integriert werden.

Gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Perforiereinrichtung einen mechanischen Perforierkopf auf, der aus einem zylindrischen Korpus besteht, der fest mit einer Antriebswelle für den Drehantrieb senkrecht zur Bahn des Bandes verbunden ist und auf seiner Oberfläche mit Spitzen versehen ist, die sich gegenüber den Achsen der Drähte befinden.

Vorzugsweise wirkt der Perforierkopf mit einem bürstenförmigen Gegenstück zusammen.

Es ist vorteilhaft, wenn die Abgabequelle so ausgelegt ist, daß sie mehrere, parallel zueinander in derselben Ebene angetriebene Bänder zuführt, wobei der Perforierkörper aus mehreren zylindrischen Elementen besteht, welche Spitzen tragen und lösbar auf der Drehantriebswelle angebracht sind, wobei dazwischen auswechselbare Abstandsringe einsetzbar sind.

Vorzugsweise ist der Perforierkopf mit einer Heizeinrichtung ausgerüstet.

Bei einem zweiten bevorzugten Ausfühmngsbeispiel der Erfindung weist die Perforiereinrichtung mindestens eine Elektrode auf, die mit einem Hochspannungs- Stromgenerator verbunden und auf gleicher Höhe mit der Bahn des Bandes quer zu diesem angeordnet ist, wobei darüberhinaus Einrichtungen zum Erden der Drähte im Band vorgesehen sind.

Es ist von Vorteil, wenn die Abgabequelle zur Zufülrrung mehrerer, parallel zueinander in derselben Ebene angetriebener Bänder ausgelegt ist und mit mehreren Elektroden ausgestattet ist, die jeweils in gleicher Höhe wie die Bahn eines jeweiligen Bandes angeordnet und mit dem Stromgenerator mittels eines Stromverteilers verbunden sind, welcher den Elektroden nacheinander Strom zuführt.

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bänder und zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung ausführlich beschrieben, in welcher:

- Figur 1 ein erfindungsgemäßes Band in Draufsicht zeigt;

- Figur 2 eine Schnittansicht des Bandes in der Ebene X-X' ist,

- Figur 3 eine Draufsicht auf ein anderes erfindungsgemäßes Band darstellt,

- Figur 4 eine Schnittansicht des Bandes aus Figur 3 in der Ebene Y-Y' ist,

- Figur 5A eine der beschriebenen Vorrichtungen in schematischer Ansicht, und Figur 5B den spitzenbewehrten Zylinder in teilweiser Vergrößerung zeigen,

- Figur 6 eine Schnittansicht des spitzenbewehrten Zylinders für eine Anlage mit zwei dreidrähtigen Bändern zeigt,

- Figur 7 eine zweite erfindungsgemäße Vorrichtung in schematischer Ansicht darstellt, und - Figur 8 die elektrische Vorrichtung aus Figur 7 für eine Anlage mit zwei dreidrähtigen Bändern im Schnitt zeigt.

In Figur 1 ist ein Bandstück 1 mit drei Metalldrähten 2 aus geglühtem, nicht galvanisch behandeltem Eisen zu erkennen, die in Längsrichtung im Inneren einer Grundmasse 3 aus Kunststoff angeordnet sind, welche beispielsweise, jedoch nicht ausschließlich, aus Polyethylen besteht.

In die Grundmasse sind Öffnungen 4 eingebracht, welche eine Verbindung zwischen den Drähten 2 und der außen herrschenden Atmosphäre herstellen.

In Figur 2 sind die Öffnungen 4 zu erkennen, die in die Grundmasse 3 eingebohrt wurden und es ermöglichen, daß Luft in Verbindung mit den Metalldrähten tritt.

Figur 3 zeigt ein Bandstück 5, in dessen Innerem drei in Längsrichtung in einer Grundmasse 7 angeordnete Drähte 6 verlaufen, welche von Tunnelgängen 8 umschlossen sind, die sich bei der Herstellung des Bandes ergeben.

In der unmittelbaren Umgebung der Drähte wurden Öffnungen bzw. Perforierungen 9 in der Weise eingelassen, daß die in den Tunnelgängen 8 vorhandene Luft mit der Atmosphäre in Verbindung steht, wodurch es möglich wird, daß die Drähte durch Oxidation im Inneren der Grundmasse selbst verwittern bzw. sich abbauen.

In Figur 4 ist deutlich zu erkennen, daß die Öffnungen 9 den Kontakt zwischen der in den Tunnelgängen 8 enthaltenen Luft und der außerhalb herrschenden Atmosphäre gewährleisten.

Die in Figur 5A dargestellte Vorrichtung umfaßt eine Abgabespule 10, welche mehrere, parallel zueinander angeordnete Bänder 11 zuführt, wobei die Bänder kontinuierlich entlang einer feststehenden Bahn angetrieben werden; ferner einen fest mit einer Antriebswelle 13 für den Drehantrieb senkrecht zur Bahn der Bänder verbundenen zylindrischen Korpus 12, welcher mit Spitzen 14 versehen ist, die sich gegenüber den Achsen der in den Bändern enthaltenen Drähte befinden; und einen Zylinder 15 als Gegenstück zu dem mit Spitzen bewehrten Zylinder, welcher ebenfalls fest mit einer Antriebswelle 16 für den Drehantrieb senkrecht zur Bahn der Bänder verbunden ist; und eine Bandaufnahmespule 17.

Bei den Spitzen handelt es sich, wie dies auch aus der Ansicht 58, welche den Zylinder 12 teilweise zeigt, deutlich wird, um Spitzen mit einer Höhe von etwa 3 mm und einem Durchmesser an der Basis in der Größenordnung von 0,8 bis 1 mm. Sie sind so bemessen, daß sie die Grundmasse der Bänder perforieren bzw. durchbohren und die Ebene der Drähte aus oxidierbarem Metall erreichen.

Die Spitzen sind auf kreisförmigen Ringen 18 angeordnet, sie auf den mit Spitzen bewehrten Zylinder 12 aufgeschoben werden sollen und von Einstellringen 19 und Sicherungsringen 20 gehalten werden.

In Figur 6 sind die Halte- bzw. Sicherungsringe 20 zu erkennen, sowie die Ringe 18 mit den Spitzen und die Zwischenringe 19 zur Einstellung, die so dimensioniert sind, daß die Spitzen die Grundmasse der Bänder entlang der darin enthaltenen Drähte perforieren.

Die Figuren 7 und 8 zeigen eine zweite erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Abgabespule 21, welche mehrere, parallel zueinander angeordnete Bänder 22 zuführt, und Elektroden 23 in gleicher Anzahl wie die Bänder, welche mit einem Hochspannungs-Stromgenerator 24 von 1500 V über einen Stromverteiler 25 verbunden sind, wobei die Drähte der Bänder auf einer Aufnahmespule 26 aufgenommen und dabei auf der Abgabespule 21 geerdet werden.

Aus Figur 8 ist zu erkennen, daß jede Elektrode 23 gegenüber einem Band 22 angeordnet ist.

Die in Figuren 5A, 5B und 6 dargestellte Anlage fünktioniert nun folgendermaßen:

Die Abgabespule 10 führt kontinuierlich die parallel angeordneten Bänder zu.

Der mit Spitzen bewehrte Zylinder 12 dreht sich um eine Achse senkrecht zur Ebene der Bänder und perforiert die Grundmasse, wobei der Gegenzylinder 15 dafür sorgt, daß die Bänder gehalten werden und eine regelmäßige Perforierung stattfindet.

Die Spitzen 14 sind so bemessen, daß sie die Grundmasse zumindest bis zu den Drähten perforieren.

Es ist möglich, spitzenbewehrte Ringe 18 mit unterschiedlicher Größe und mit einer pro Ring veränderlichen Anzahl von Spitzen aufzusetzen, und somit nach Belieben die Geschwindigkeit einzustellen, mit welcher der Draht verwittert.

Es ist ebenso möglich, den mit Spitzen bewehrten Zylinder 12 mit einer Heizeinrichtung auszurüsten, um so die Bildung von Öffnungen durch Anschmelzen des Kunststoffmaterials der Grundmasse zu begünstigen.

Die Funktionsweise der in Figuren 7 und 8 dargestellten Vorrichtung ist wie folgt

Der Hochspannungs-Stromverteiler 25 führt der ersten Elektrode 23 Strom zu, was bei Wiederholung einen Lichtbogen zwischen den Drähten, die geerdet sind, und der gegenüber den Drähten des ersten Bandes befindlichen Elektrode aufbaut, und anschließend baut der Verteiler zwischen der zweiten Elektrode und dem zweiten Band einen Lichtbogen auf, und so fort.

Für einen Verbund aus mehreren Drähten oder Bändern kann eine einzige Elektrode verwendet werden, um jedoch die Leistung des Lichtbogens zu verbessern, wird vorzugsweise eine Elektrode pro Band eingesetzt, wobei der Verteiler diesen Elektroden nacheinander Strom zuführt.

Durch Verändern der Frequenz und der Leistung der so aufgebauten Lichtbögen lassen sich die Anzahl und die Größe der Öffnungen verändern und damit die Verwitterungsgeschwindigkeit der Drähte einstellen.

Ganz allgemein kann die Grundmasse ein chemisches Mittel enthalten, welches ihre Zersetzung unter Lichteinwirkung begünstigt, wodurch es noch leichter wird, das Band bzw. den Binder nach der Ernte abzureißen.

Ebenso kann die Grundmasse beispielsweise aus jedem unter Wärmeeinfluß schmelzbaren Werkstoff oder auch aus jedem Material bestehen, das sich durch geringe Reißfestigkeit, Zugfestigkeit, Bruchfestigkeit auszeichnet, wie beispielsweise Gewebe, Papier, usw., oder auch durch mehrere der vorgenannten Eigenschaften in Verbindung miteinander.

Die vorstehend beschriebenen Vorrichtungen sind nur Beispiele für die Erfindung, für das beanspruchte Verfahren und für die mittels dieses Verfahrens hergestellten Bänder und stellen keine Einschränkung derselben dar.

Die vorgenannten Vorrichtungen können hintereinander in Anlagen eingebaut bzw. integriert werden, wie sie in der FR-PS A-2.630.371 der Anmelderin beschrieben werden; beispielsweise kann eine erste Flachdüse verwendet werden, welche einen ersten Kunststoffilm in Form bringt, auf welchem eine Schicht kalter Drähte angeordnet ist, die von einer Drahtspule zugeführt werden, und auf diese Schicht eine zweite Flachdüse einen zweiten, mit dem ersten Film verschweißbaren Kunststoffilm im warmen Zustand aufträgt, wobei das so gebildete Band nach Abkühlung den erfindungsgemäßen Perforiereinrichtungen zugeführt wird; in diesem Fall bildet die Abgabe- bzw. Zuführspule einen Teil der Anlage zur Herstellung des Bandes; die

Drahtspule kann dabei geerdet sein, wenn es sich um eine Anlage mit elektrischer Perforierung handelt.

Die erfindungsgemäßen Bänder können in allen gewerblichen Bereichen, in der Landwirtschaft oder im Gartenbau eingesetzt werden, sobald es darum geht, daß zeitlich begrenzt oder provisorisch Binder verwendet werden sollen.


Anspruch[de]

EP 92 402 233.8-2313

1. Verfahren zur Herstellung von versprödbaren Befestigungsmitteln oder Verbindungsteilen aus einem Band, das einen oder mehrere Drähte (2, 6) aus oxidierbarem Metall enthält, die in Längsrichtung im Inneren einer Grundmasse (3, 7) vornehmlich aus Kunststoff, beispielsweise einem Thermoplastmaterial, angeordnet sind, DADURCH GEKENNZEICHNET, daß es darin besteht, in der Grundmasse Öffnungen (4, 9) auszubilden, welche eine Verbindung zwischen den Drähten und der Atmosphäre herstellen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (9) durch Durchbohren der Wandung der Tunnelgänge von mindestens einer Fläche des Bandes aus hergestellt werden, wobei die Drähte (6) innerhalb von Tunnelgängen (8) verlaufen, die in der Grundmasse (7) ausgebildet sind.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilung der Öffnungen (4, 9) in der Grundmasse (3, 7) in Bandlängsrichtung in Abhängigkeit von der gewünschten Versprödungsgeschwindigkeit der Befestigungsmittel eingestellt wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Öffnungen (4, 9) in der Grundmasse (3, 7) in Abhängigkeit von der gewünschten Versprödungsgeschwindigkeit der Befestigungsmittel eingestellt wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zu seiner Durchführung eine Vorrichtung eingesetzt wird, welche eine Abgabequelle (10, 21) zur Zuführung eines einen oder mehrere Drähte aus oxidierbarem Metall enthaltenden Bandes, Einrichtungen zum kontinuierlichen Antreiben desselben auf einer feststehenden Bahn, und eine Perforiereinrichtung aufweist, die so ausgelegt und angeordnet ist, daß sie die Grundmasse des Bandes entlang der darin enthaltenen Drähte locht.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforiereinrichtung einen mechanischen Perforierkopf aufweist, der aus einem zylindrischen Korpus (12) besteht, der fest mit einer Antriebswelle (13) für den Drehantrieb senkrecht zur Bahn des Bandes verbunden ist und auf seiner Oberfläche mit Spitzen (14) versehen ist, die sich gegenüber den Achsen der Drähte befinden.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Perforierkopf mit einem bürstenförmigen Gegenstück (15) zusammenwirkt.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, bei welcher die Abgabequelle so ausgelegt ist, daß sie mehrere, parallel zueinander in derselben Ebene angetriebene Bänder zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß der Perforierkörper aus mehreren zylindrischen Elementen (18) besteht, welche Spitzen (14) tragen und lösbar auf der Drehantriebswelle angebracht sind, wobei dazwischen auswechselbare Abstandsringe (19) einsetzbar sind.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Perforierkopf eine Heizeinrichtung aufweist.

10. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforiereinrichtung mindestens eine Elektrode (23) aufweist, die mit einem Hochspannungs-Stromgenerator (24) verbunden und auf gleicher Höhe wie die Bahn des Bandes quer zu diesem angeordnet ist, wobei die Einrichtung darüberhinaus zum Erden der Drähte im Band vorgesehen ist.

11. Verfahren nach Anspruch 10, bei welchem die Abgabequelle zur Zuführung mehrerer, parallel zueinander in derselben Ebene angetriebener Bänder ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Elektroden (23) vorgesehen sind, die jeweils in gleicher Höhe wie die Bahn eines jeweiligen Bandes angeordnet und mit dem Stromgenerator (24) mittels eines Stromverteilers (25) verbunden sind, welcher den Elektroden nacheinander Strom zuführt.

12. Band (1, 5, 11, 22) wie beispielsweise ein Befestigungsmittel oder Verbindungsteil, das einen oder mehrere Drähte (2, 6) aus oxidierbarem Metall enthält, die in einer Grundmasse, vornehmlich aus Kunststoff, angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundmasse (3, 7) Öffnungen (4, 9) aufweist, über welche eine Verbindung zwischen den Drähten und der Atmosphäre hergestellt ist.

13. Band nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte nicht an allen Punkten mit der Grundmasse in engem Kontakt stehen, so daß entlang der Drähte Tunnelgänge (8) gebildet sind.

14. Band nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte aus geglühtem, galvanisch unbehandeltem Eisen bestehen.







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